Schiedlich-friedliches 4:4 zum Saisonabschluss

1. Bezirksliga: ESG III – SC Tornado Wuppertal 4 : 4

Ein schiedlich-friedliches 4:4-Unentschieden gab es im letzten Saisonspiel der Drittvertretung gegen den Stadtkonkurrenten aus Barmen. Dabei handelte es sich allerdings keinesfalls um ein schnelles 4:4, wie es zum Saisonende gerne vereinbart wird, denn an sieben Brettern wurde verbissen gekämpft.

Lediglich Moritz Beck hatte einen entspannten Vormittag, da er an Brett sechs kampflos gewann. An Brett acht hatte Fabian Werner gegen Block in der Er√∂ffnung eine Figur verloren, was seine Spielfreude jedoch nicht minderte. Viele Z√ľge lang wehrte er sich noch, konnte die Niederlage aber nicht mehr abwenden.

ESG geht in F√ľhrung

Jonatan Freund konnte mit einem Erfolg √ľber Schulte am 7. Brett die ESG-F√ľhrung wieder herstellen, ehe Thomas Falk den Spielstand sogar auf 3:1 ausbaute. Thomas spielte dabei eine sehr wilde Partie an Brett vier gegen Lydia Baumgarten:

Falk – Baumgarten nach 10.0-0

Baumgarten witterte einen Bauerngewinn und spielte 10‚ĶSxd4?? 11.exd4 Dxf4. An dieser Stelle h√§tte Thomas mit der Springergabel 12.Sd3 eine Figur gewinnen k√∂nnen, √ľbersah diese taktische M√∂glichkeit jedoch und spielte stattdessen 12.a3. Die Partie wurde bis zum Schluss von beiden Seiten scharf gef√ľhrt, wobei Thomas trotz zwischenzeitlicher Verluststellung am Ende doch noch einen vollen Punkt erobern konnte.

Hoffnung auf einen siegreichen Saisonabschluss

Renè Niebergall hatte am 5. Brett gegen Frericks einen riskanten Bauernraub unternommen, der jedoch ohne schlimmere Konsequenzen blieb. Zwar gelang ihm die Verteidigung des Mehrbauern, aufgrund der positionellen Vorteile seines Gegners willigte Renè jedoch ins Remis ein.
Angesichts der 3,5:1,5-F√ľhrung wuchsen im ESG-Lager die Hoffnungen auf den dritten Sieg in Folge. Die Tornado-Spieler hingegen wollten keine Gastgeschenke in Elberfeld lassen, was zun√§chst Merlin M√§nken an Brett drei zu sp√ľren bekam. In seinem Endspiel sah es zun√§chst nach einem Wettrennen zwischen Merlins f-Bauern und dem d-Bauern seines Gegners J√ľrhs aus. Der Tornado-Spieler opferte jedoch √ľberraschend seinen aufger√ľckten Bauern, um daraufhin eine unabwendbare Mattdrohung aufzustellen ‚Äď eine starke Taktik!

√Ąhnlich wild wie an Brett vier ging es von der Er√∂ffnung an am 2. Brett zwischen Dietmar Kaufmann und Beckmann zu. Interesse weckte dabei die Schlussstellung, in der Dietmar aufgab, w√§hrend seine Mannschaftskollegen durchaus noch Chancen f√ľr ihn sahen:

Kaufmann – Beckmann nach 20…c5

21.Lc3 lässt Weiß die Möglichkeit, 21…c4 mit 22.Lb4 zu kontern. Nach dem Abspiel 22…Dc7 23.Lxf8 Txf8 24.Sd4 axb3 25.axb3 verbleibt Weiß allerdings mit zwei Minusbauern, sodass Dietmars Aufgabe gerechtfertigt war.

In der letzten noch laufenden Partie am Spitzenbrett hatte Thorben Mantler seinem Gegner Wegner eine Falle stellen und einen Bauern erobern können:

Mantler – Wegner nach 16…Sh5

Nach 17.g4 schnappte die Falle mit 17‚ĶLxe5 zu. 18.Txh3 und 18.gxh5 w√§ren jeweils mit 18‚ĶLxd4+ beantwortet worden, die Partiefortsetzung 18.dxe5 Lxg4 19.Tf1 sicherte Wei√ü immerhin gen√ľgend Kompensation f√ľr den Minusbauern aufgrund der starken Zentrumsbauern. Dementsprechend verst√§ndigte man sich einige Z√ľge sp√§ter auf Remis, was das eingangs erw√§hnte schiedlich-friedliche 4:4-Unentschieden im Mannschaftskampf bedeutete.

Die ESG Dritte schloss die erste Saison seit der Pandemiepause somit auf einem ordentlichen f√ľnften Platz ab und konnte dabei viele Jugendliche an das Turnierschach im Seniorenbereich heranf√ľhren.