Schiedlich-friedliches 4:4 zum Saisonabschluss

1. Bezirksliga: ESG III – SC Tornado Wuppertal 4 : 4

Ein schiedlich-friedliches 4:4-Unentschieden gab es im letzten Saisonspiel der Drittvertretung gegen den Stadtkonkurrenten aus Barmen. Dabei handelte es sich allerdings keinesfalls um ein schnelles 4:4, wie es zum Saisonende gerne vereinbart wird, denn an sieben Brettern wurde verbissen gekÀmpft.

Lediglich Moritz Beck hatte einen entspannten Vormittag, da er an Brett sechs kampflos gewann. An Brett acht hatte Fabian Werner gegen Block in der Eröffnung eine Figur verloren, was seine Spielfreude jedoch nicht minderte. Viele ZĂŒge lang wehrte er sich noch, konnte die Niederlage aber nicht mehr abwenden.

ESG geht in FĂŒhrung

Jonatan Freund konnte mit einem Erfolg ĂŒber Schulte am 7. Brett die ESG-FĂŒhrung wieder herstellen, ehe Thomas Falk den Spielstand sogar auf 3:1 ausbaute. Thomas spielte dabei eine sehr wilde Partie an Brett vier gegen Lydia Baumgarten:

Falk – Baumgarten nach 10.0-0

Baumgarten witterte einen Bauerngewinn und spielte 10
Sxd4?? 11.exd4 Dxf4. An dieser Stelle hĂ€tte Thomas mit der Springergabel 12.Sd3 eine Figur gewinnen können, ĂŒbersah diese taktische Möglichkeit jedoch und spielte stattdessen 12.a3. Die Partie wurde bis zum Schluss von beiden Seiten scharf gefĂŒhrt, wobei Thomas trotz zwischenzeitlicher Verluststellung am Ende doch noch einen vollen Punkt erobern konnte.

Hoffnung auf einen siegreichen Saisonabschluss

RenĂš Niebergall hatte am 5. Brett gegen Frericks einen riskanten Bauernraub unternommen, der jedoch ohne schlimmere Konsequenzen blieb. Zwar gelang ihm die Verteidigung des Mehrbauern, aufgrund der positionellen Vorteile seines Gegners willigte RenĂš jedoch ins Remis ein.
Angesichts der 3,5:1,5-FĂŒhrung wuchsen im ESG-Lager die Hoffnungen auf den dritten Sieg in Folge. Die Tornado-Spieler hingegen wollten keine Gastgeschenke in Elberfeld lassen, was zunĂ€chst Merlin MĂ€nken an Brett drei zu spĂŒren bekam. In seinem Endspiel sah es zunĂ€chst nach einem Wettrennen zwischen Merlins f-Bauern und dem d-Bauern seines Gegners JĂŒrhs aus. Der Tornado-Spieler opferte jedoch ĂŒberraschend seinen aufgerĂŒckten Bauern, um daraufhin eine unabwendbare Mattdrohung aufzustellen – eine starke Taktik!

Ähnlich wild wie an Brett vier ging es von der Eröffnung an am 2. Brett zwischen Dietmar Kaufmann und Beckmann zu. Interesse weckte dabei die Schlussstellung, in der Dietmar aufgab, wĂ€hrend seine Mannschaftskollegen durchaus noch Chancen fĂŒr ihn sahen:

Kaufmann – Beckmann nach 20…c5

21.Lc3 lĂ€sst Weiß die Möglichkeit, 21
c4 mit 22.Lb4 zu kontern. Nach dem Abspiel 22
Dc7 23.Lxf8 Txf8 24.Sd4 axb3 25.axb3 verbleibt Weiß allerdings mit zwei Minusbauern, sodass Dietmars Aufgabe gerechtfertigt war.

In der letzten noch laufenden Partie am Spitzenbrett hatte Thorben Mantler seinem Gegner Wegner eine Falle stellen und einen Bauern erobern können:

Mantler – Wegner nach 16…Sh5

Nach 17.g4 schnappte die Falle mit 17
Lxe5 zu. 18.Txh3 und 18.gxh5 wĂ€ren jeweils mit 18
Lxd4+ beantwortet worden, die Partiefortsetzung 18.dxe5 Lxg4 19.Tf1 sicherte Weiß immerhin genĂŒgend Kompensation fĂŒr den Minusbauern aufgrund der starken Zentrumsbauern. Dementsprechend verstĂ€ndigte man sich einige ZĂŒge spĂ€ter auf Remis, was das eingangs erwĂ€hnte schiedlich-friedliche 4:4-Unentschieden im Mannschaftskampf bedeutete.

Die ESG Dritte schloss die erste Saison seit der Pandemiepause somit auf einem ordentlichen fĂŒnften Platz ab und konnte dabei viele Jugendliche an das Turnierschach im Seniorenbereich heranfĂŒhren.

Auf einmal lĂ€uft’s!

1. Bezirksliga: SG Solingen VI – ESG III 3 : 5

So schleppend und teilweise sogar frustrierend der Saisonbeginn war, so erfolgreich klingt die aktuelle Spielzeit aus. Man könnte auch sagen: Auf einmal lĂ€uft’s!  Denn mit dem 5:3-Erfolg in Solingen gelang der Drittvertretung nunmehr der zweite Sieg in Serie.

MannschaftsfĂŒhrer Thomas Falk hatte im Vorfeld der Partie so einige Steine aus dem Weg zu rĂ€umen, was die Mannschaftsaufstellung betraf. Er machte jedoch aus der Not eine Tugend und nahm insgesamt fĂŒnf Jugendspieler mit nach Solingen, was sich noch als cleverer Schachzug entpuppen sollte.

Der erste Joker sticht

An Brett sieben stach der erste Joker bereits sehr frĂŒh im Mannschaftskampf: Julian Brandt stellte gegen Kopernok die Weichen von Beginn an auf Königsangriff und war damit erfolgreich. Dominik Hirsch gehört an Brett zwei bereits zu den etablierten Jugendlichen und zeigte auch gegen FrĂ€nzel wieder eine solide Leistung, die mit einer Punkteteilung belohnt wurde.

MannschaftsfĂŒhrer Thomas hatte unterdessen am 5. Brett seine Kavallerie ins Lager seines Gegners Scheidtmann einfallen lassen, dabei jedoch zu ĂŒbermĂŒtig agiert. Schließlich gingen beide Springer fĂŒr einen Turm verloren, was angesichts einer nunmehr kritischen Stellung mit der Aufgabe quittiert wurde. Und auch der junge Moritz Beck musste dieses Mal noch Lehrgeld bezahlen. Moritz wurde an Brett sechs von Schneider mit einem Königsangriff ĂŒberrascht, der er nicht parieren konnte.

Die Stunde der Elberfelder Jugendlichen

Nun aber schlug die Stunde der Elberfelder Jugendlichen, die den Mannschaftskampf eindrucksvoll drehten: ZunĂ€chst stellte Merlin MĂ€nken an Brett vier seinem Gegner SchĂŒller eine Falle.

SchĂŒller – MĂ€nken nach 29…Df4

30.Txe7 sah wirklich verlockend aus, wurde jedoch von Merlin mit 30…Tc1+ bestraft. SchĂŒller sah nun auch das Grundreihenmatt nach 31.Lxc1 Dxc1+ 32.Te1 Dxe1+ 32.Lf1 Dxf1# und gab auf.
Ebenfalls mit den schwarzen Steinen war Berk Boyacioglu am 8. Brett gegen Pernizki erfolgreich. Berk gelang es erfolgreich, einen gegnerischen Springer zu fangen und das Endspiel mit Mehrfigur sicher zum Sieg zu fĂŒhren.

Den Schlusspunkt durften zwei routiniertere KrÀfte der ESG setzen: Dietmar Kaufmann fand an Brett drei gegen Malkeit einen Bauerngewinn:

Kaufmann – Malkeit nach 18…g6

Malkeit wollte seinen LĂ€ufer nachtrĂ€glich fianchettieren, doch der Partiezug raubt dem Springer ein wichtiges RĂŒckzugsfeld. Nach 19.f4 Sd7 20.Dxd6 verspeiste Dietmar genĂŒsslich einen Bauern und behielt seinen Vorteil bis ins Endspiel, was ihm letztlich eine Bauernumwandlung und den Partieerfolg bescherte.
Bei bereits entschiedenem Mannschaftskampf reichten sich Thorben Mantler und Christopher Blomel am Spitzenbrett die HĂ€nde zum Remis.

Somit stand nach etwa drei Stunden Spielzeit der zweite Saisonerfolg der ESG Dritten fest.

[TM]

Durststrecke ĂŒberwunden

1. Bezirksliga: ESG III – Ohligser TV 5 : 3

Die Drittvertretung hat ihr ihre Durststrecke ĂŒberwunden und am 6. Spieltag nun endlich den langersehnten ersten Mannschaftssieg einfahren können. Im Hinblick auf die kommende Saison war dies auch notwendig, um das Punktepolster auf mögliche AbstiegsplĂ€tze zu vergrĂ¶ĂŸern.

Relativ frĂŒhzeitig verstĂ€ndigte sich Thorben Mantler am Spitzenbrett mit seinem Gegner Baumann auf Remis, da kurioserweise beide Seiten unzufrieden mit ihren Stellungen waren. Ebenfalls mit einer Punkteteilung trennte sich Dietmar Kaufmann an Brett vier von seinem GegenĂŒber ÖzlĂŒgedik, nachdem in der Schlussstellung niemand mehr ein unnötiges Risiko eingehen wollte.

Merlin und Thomas bringen den Gastgeber auf Kurs

Auch an Brett fĂŒnf sah es zunĂ€chst sehr „remislich“ aus, doch Merlin MĂ€nken verleitete den Solinger Jorke zu folgendem Fehlgriff:

Jorke – MĂ€nken nach 33…Sxa2

Jorke war das Abspiel 34.Txa2 Lxb3 35.Tad2 nicht ganz geheuer und er vertraute auf 34.Ld5, was allerdings nach 34…Td7 35.Txa2 Txd5 in einer fĂŒr Schwarz sehr vorteilhaften Stellung mĂŒndet. Merlin erobert einige ZĂŒge spĂ€ter dank seines starken LĂ€uferpaares erhebliches Material und gewann die Partie.

Kurz darauf konnte auch Thomas Falk einen Sieg an Brett sieben vermelden: Thomas hatte seinem GegenĂŒber Colajanni zunĂ€chst bei einem Königsangriff die QualitĂ€t, dieser versuchte daraufhin mit einem Figurenopfer zumindest ein Dauerschach zu finden. Thomas konnte jedoch seinen König in Sicherheit bringen und den vollen Punkt einfahren.

Der angestrebte Mannschaftserfolg geriet allerdings noch einmal in Gefahr, denn an Brett sechs ĂŒbersah RĂŒdiger Horn einen taktischen Einschlag seines Gegners Reiz, dem ein Bauer zum Opfer fiel. Beim Versuch, die Bauernmehrheit seines Gegners am DamenflĂŒgel zu attackieren, verlor RĂŒdiger dann sogar noch den Turm und gab auf. Und da auch RenĂš Niebergall am achten Brett das Turmendspiel mit Minusbauer gegen Pasic nicht halten konnte, stand der Mannschaftskampf plötzlich wieder ausgeglichen – 3:3!

Die Youngsters sind gefordert

Nun waren unsere Youngsters gefordert: Bei Dominik Hirsch an Brett zwei sah es zwischenzeitlich nach einem ungefĂ€hrdeten Erfolg aus, doch der erfahrene Preuss brachte den ESG-Jugendspieler im Endspiel noch einmal ordentlich in BedrĂ€ngnis. Dominik konnte jedoch den weit aufgerĂŒckten Freibauern seines Gegners an die Kette nehmen und seinerseits einen Freibauern auf die Reise schicken. Diesen vermochte Preuss nicht zu stoppen, sodass er sich geschlagen gab. Im Gegensatz zu Dominik geriet Hendrik Mordos am dritten Brett bereits im frĂŒhen Mittelspiel in BedrĂ€ngnis, was seinen Gegner Hammerschmidt allerdings dazu verleitete, seine Stellung zu ĂŒberziehen:

Hammerschmidt – Mordos nach 23…Td8

Der Solinger probierte das Doppelopfer 24.Sxf7 Kxf7 25.Txe6!, was durchaus spielbar ist, denn eine Annahme des Turmopfers ist nicht ratsam. Hendrik spielte deshalb 25…Db7, was ihn nach 26.Dg6+ Kg8 27. f3 Sf8 auch tatsĂ€chlich auf die Siegerstraße brachte.

Somit konnte nach etwa fĂŒnfstĂŒndiger Spielzeit der herbeigesehnte erste Mannschaftserfolg in der laufenden Spielzeit gefeiert werden!

[TM]

Jugend forscht

1. Bezirksliga: Ronsdorfer SV – ESG III 5 : 3

„Jugend forscht“ war das Motto der ESG Dritten beim AuswĂ€rtsspiel in Ronsdorf, als gleich fĂŒnf jugendliche Spieler aufgeboten wurden. Zwei von ihnen, Moritz Beck und Julian Brandt wurden sogar sprichwörtlich ins kalte Wasser geschmissen und waren erstmals in einer Erwachsenenmannschaft aktiv.

FĂŒr Moritz und Julian ging es deshalb auch in erster Linie darum, Erfahrung zu sammeln, und so wurden die Niederlagen der beiden Nachwuchsspieler an den hinteren Brettern getrost als „Lehrgeld“ verbucht. Doch auch die im Seniorenbereich schon etablierten Jugendlichen hatten einen schweren Stand mit ihren Gegnern.

Mannschaftskampf war frĂŒh entschieden

Dominik Hirsch beispielsweise wĂ€hlte an Brett zwei gegen Langensiepen einen ungewöhnlichen Doppelfianchetto-Aufbau im Sizilianer, konnte allerdings im weiteren Spielverlauf den Königsangriff seines Gegners nur unzureichend parieren. Unzureichend war leider auch die Kompensation, die Hendrik Mordos an Brett drei fĂŒr seine Dame bekam. Diese hatte Hendrik im Duell mit dem langjĂ€hrigen ESG-Akteur Dennis Peters geopfert und dafĂŒr Turm und Springer sowie eine BauernmajoritĂ€t am DamenflĂŒgel erhalten. Mit einer starken Taktik gewann Peters jedoch weiteres Material und zwang Hendrik zur Aufgabe.

Bereits zuvor hatte sich RĂŒdiger Horn am sechsten Brett nach durchweg ausgeglichenem Spielverlauf mit seinem Gegner Boschen auf Remis verstĂ€ndigt. Der Mannschaftskampf war somit bereits frĂŒh entschieden. Somit wog es nicht so schwer, dass Thorben Mantler am Spitzenbrett seinen zwischenzeitlichen Mehrbauern gegen Kosin nicht verteidigen konnte und letztlich auch „nur“ eine Punkteteilung heraussprang.

Merlins kurioser Sieg

Mit zwei Siegpartien konnten die Elberfelder zum Abschluss immerhin noch fĂŒr ein wenig Ergebniskosmetik sorgen: Merlin MĂ€nken an Brett fĂŒnf auf besonders kuriose Art und Weise, denn er hatte nach Meinung der Kiebitze gegen Stiel zumindest eine dreifache Stellungswiederholung erwirkt. Stiel reklamierte jedoch nicht und nach etlichen weiteren ZĂŒgen hatte Merlin schließlich die gewĂŒnschte Gewinnstellung auf dem Brett. Auch Dietmar Kaufmann bewies an Brett vier gegen Cziudai Beharrlichkeit und knetete die spĂ€te Mittelspielstellung so lange durch, bis er einen Figurengewinn realisieren konnte.

Somit bleibt die Drittvertretung weiterhin sieglos im Tabellenkeller, doch die kommenden Aufgaben dĂŒrften ein wenig leichter werden. Zumindest verspricht die Tabelle durchweg KrĂ€ftemessen mit Teams aus der unteren TabellenhĂ€lfte.

Aufholjagd wurde nicht belohnt

1. Bezirksliga: ESG III – SV Wermelskirchen II 3,5 : 4,5

Die Drittvertretung tut sich in der Bezirksliga nach wie vor schwer, im Heimspiel gegen Wermelskirchens Reserve stimmten jedoch definitiv Einstellung und Moral. Denn wie die ESG-Spieler nach einem 0:3-RĂŒckstand  zurĂŒckkamen und den Mannschaftskampf noch einmal spannend machten, kann als positives Element in die kommenden MannschaftskĂ€mpfe mitgenommen werden. Aber der Reihe nach…

Ein fast aussichtsloser RĂŒckstand

Der zuletzt in bĂ€renstarker Form auftretende Merlin MĂ€nken gab an Brett fĂŒnf gegen Mischke zunĂ€chst die Dame fĂŒr zwei TĂŒrme plus einen Bauern, was an sich ein guter Tausch ist. Leider erwies sich die gegnerische Dame als derartiger Störenfried, dass weiteres Material verloren ging und letztlich auch die Partie. Einen Ă€hnlichen Verlauf nahm die Partie von MannschaftfĂŒhrer Thomas Falk, der sich am siebten Brett gegen Faupel zunĂ€chst eine bequeme Stellung erspielt hatte, dann aber immer mehr in die Bredouille geriet und schließlich aufgeben musste. Einen gebrauchten Tag erwischte Hendrik Mordos: Er kam an Brett drei gegen Dudek schon nicht gut aus der Eröffnung, musste auf die Rochade verzichten und Material opfern, nur um am Ende doch vor einer verlorenen Stellung zu stehen.

Die Aufholjagd beginnt

0:3 aus Sicht der Gastgeber, die aber nun zur Aufholjagd bliesen! ZunĂ€chst behielt RenĂš Niebergall an Brett acht gegen Zamfirescu die Oberhand, dann konnte auch Thorben Mantler am Spitzenbrett einen Sieg vermelden. RenĂš glĂŒckte bereits in der Eröffnung ein Bauerngewinn und im weiteren Spielverlauf ein Figurenfang, sodass sein Gegner wĂ€hrend des gesamten Spiels chancenlos blieb. Thorben gelang in einer beiderseits scharf gefĂŒhrten Partie der entscheidende Durchbruch im Zentrum, den sein Gegner Hermes mit der Aufgabe quittierte.

Und schließlich gelang Dominik Hirsch an Brett zwei sogar der Ausgleichspunkt, nachdem er seinen GegenĂŒber Charbonnier am DamenflĂŒgel angriff und dessen lang rochierten König ins Visier nahm.
Mit der Niederlage von RĂŒdiger Horn am sechsten Brett erhielt die Euphorie der Gastgeber allerdings wieder einen DĂ€mpfer. Dabei war RĂŒdiger gegen Kubiak gut und mit Materialgewinn aus der Eröffnung gekommen, geriet dann aber am KönigsflĂŒgel in höchste Not und konnte am Ende das Matt nicht mehr verhindern.

Kein Happy End

Den Schlusspunkt setzen am vierten Brett Dietmar Kaufmann und sein Wermelskirchener Gegner MĂŒller mit der einzigen Punkteteilung des Mannschaftskampfes. Auch hier ist auf ESG-Seite die Moral hervorzuheben, denn Dietmar verteidigte sich trotz knapper Bedenkzeit und QualitĂ€tsrĂŒckstand ebenso verbissen wie umsichtig und verdiente sich so das „HĂ€lftchen“.

[TM]

4:4 am 4. Advent

1.  Bezirksliga: Mettmann-Sport – ESG III 4 : 4

Vier Brettpunkte zum vierten Advent – so ließe sich der Abschluss des Kalenderjahres 2021 fĂŒr die Drittvertretung in KĂŒrze zusammenfassen. Die ausfĂŒhrliche Zusammenfassung des Gastspieles in Mettmann bietet darĂŒber hinaus so einiges an ungewöhnlichen und spannenden Ereignissen.

Da wĂ€ren zunĂ€chst die Kurzremisen an den Spitzenbrettern zu erwĂ€hnen: Thorben Mantler erhielt an Brett eins von seinem Gegner Stanislowski bereits nach neun ZĂŒgen ein Remisangebot. Dominik Hirsch wurde zwei ZĂŒge spĂ€ter an Brett zwei von Turudic die Punkteteilung angeboten. Beide ESG-Spieler willigten ein. Ob dies eine geplante Mannschaftstaktik der Mettmanner war blieb bis zuletzt ungeklĂ€rt.

Viele Punkteteilungen zu Beginn

Auch MannschaftsfĂŒhrer Thomas Falk war einem Remis nicht abgeneigt, im Spiel am 7. Brett gegen Weyer war es diesmal jedoch der ESG-Akteur, der die Punkteteilung vorschlug. Eine solche hĂ€tte sich auch Fabian Werner an Brett acht gegen Sprave gewĂŒnscht und kĂ€mpfte verbissen um jede Figur. Letztlich setzte sich der Mettmanner MannschaftsfĂŒhrer aber mit seiner Erfahrung und seiner reiferen Spielanlage durch.

An Brett sechs gab es dann die nĂ€chste Punkteteilung zwischen RĂŒdiger Horn und Hansen, wobei RĂŒdiger sich fairerweise dagegen entschied, ohne konkreten strategischen Plan lediglich die knappe Bedenkzeit seines GegenĂŒbers ausnutzen zu wollen. Zwischenstand 3:2 fĂŒr Mettmann, doch ein Endergebnis ließ sich anhand der verbliebenen Partien kaum vorhersagen, so unklar waren die Stellungen.

Dietmars feines Scheinopfer

Dietmar Kaufmann war der Erste, der an Brett vier gegen Köhn fĂŒr klare VerhĂ€ltnisse sorgte. In bereits vorteilhafter Stellung fand Dietmar ein feines Scheinopfer um die frei LĂ€uferdiagonale zu seinem Vorteil zu nutzen:

Köhn – Kaufmann nach 17.Se4

17…Sf3+ 18.Dxf3 Lxa1. Köhn wehrte sich noch einige ZĂŒge, gab nach einem spĂ€ter folgenden Figurenverlust jedoch auf.

Lange Zeit sah es fĂŒr Merlin MĂ€nken an Brett fĂŒnf nicht gut aus, da er gegen Schröder zwischenzeitlich zwei Minusbauern hatte, beim Übergang ins Endspiel aber zumindest einen Bauern zurĂŒckgewinnen konnte. Nach Abtausch aller Offiziere ergab sich die folgende Stellung:

MĂ€nken – Schröder nach 48…Kd7

Hier fand Merlin den schönen Zug 49. a5 und erreichte eine theoretische Ausgleichsstellung. Ausgerechnet der Zug, mit dem er seinem Gegner Remis anbot, patzte Merlin doch kurioserweise nahm Schröder dennoch das Remisangebot an.

Spannung in der letzten Partie

Somit waren beim Zwischenstand von 3,5:3,5 alle Voraussetzungen fĂŒr ein spannendes Finale geschaffen. Hauptakteure waren an Brett drei Hendrik Mordos auf ESG-Seite sowie sein Mettmanner Kontrahent Pitz. Letzterer hatte die QualitĂ€t gewonnen und spielte auf Matt, wobei er offenbar jedoch Hendriks Gegenspiel unterschĂ€tzt hatte.

Mordos – Pitz nach 31…Dc2

Die um das Brett versammelten Elberfelder Kiebitze wĂ€hnten Hendrik an dieser Stelle bereits als Sieger, doch Pitz rettete sich mit einer Reihe von sehr prĂ€zisen VerteidigungszĂŒgen ins Remis: 31. Dxd5+ Kg7! (einziger Zug, der ein Matt verhindert) 32. Txb7+ Kh6 33. g4 T8a7 34. g5+ Kh5 und Weiß hat nicht mehr als ein Dauerschach nach 35.Df3+ Kh4 36. Txa7 Txa7 37.Kh2 Ta2 38. Dg3+ usw.

Am Ende gab es somit jeweils einen Mannschafts- und vier Brettpunkte fĂŒr beide Teams, die sich kurz vor Weihnachten schiedlich-friedlich mit einem Unentschieden voneinander trennten.

[TM]

Erstmal wieder hineinfinden

1. Bezirksliga: Bahn-SC Wuppertal IV – ESG III 5,5 : 2,5

Selten wurde ein Saisonstart so sehr herbeigesehnt wie dieser: Nach ĂŒber eineinhalb Jahren pandemiebedingter Spielpause, konnten nun auch im Bezirk endlich wieder die Bretter aus dem Materialschrank geholt werden.

Erst einmal wieder hineinfinden lautete vermutlich die Devise fĂŒr die meisten Akteure und so lief noch nicht alles wie gewohnt. Fabian Werner beispielsweise griff an Brett acht bereits in der Eröffnung fehl und musste seinem Gegner Incioglu bereits nach wenigen Minuten zum Sieg gratulieren.

Königsangriffe als Mittel der Wahl

In der Folgezeit gingen einige ESG-Spieler ein bisschen forscher zu Werke, um den RĂŒckstand zu egalisieren. Hendrik Mordos erspielte sich so am dritten Brett einen kleinen Raumvorteil, den der erfahrene BSW-Akteur Killmer allerdings so gering hielt, dass man sich auf Remis verstĂ€ndigte.
Am zweiten Brett spielte Dominik Hirsch gegen den ehemaligen ESG-Spieler GĂŒthler eine interessante und scharfe Partie, wobei GĂŒthler die QualitĂ€t opferte und mit einem Königsangriff erfolgreich blieb. Der vielversprechende Königsangriff des ESG-Jugendspielers Gökce AkgĂŒn gegen Dinslage (Brett sieben) fĂŒhrte dagegen nicht zum erhofften Erfolg. Dinslage verblieb mit Materialvorteil im Spiel und gewann die Partie.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer

Ein wenig Hoffnung keimte im Elberfelder Lager noch einmal auf, als MannschaftsfĂŒhrer Thomas Falk an Brett fĂŒnf gegen Engel in ein Leichtfiguren-Endspiel mit Mehrbauern abwickeln konnte. Nur nichts ĂŒberstĂŒrzen war jetzt die Devise, aber Thomas blieb cool und fĂŒhrte das Endspiel sicher zum vollen Punktgewinn. Mit der Niederlage von Dietmar Kaufmann an Brett vier gegen Zlotnic war der Mannschaftskampf aber dann doch zu Gunsten der Gastgeber entschieden. Und so schmerzte die Niederlage von RenĂš Niebergall zumindest in dieser Hinsicht nicht mehr. RenĂš hatte sich am sechsten Brett lange umsichtig gegen die Angriffe seines Gegners MĂŒller gewehrt, ein weit aufgerĂŒckter Bauer war allerdings nicht zu halten und dies kostete den ESG-Akteur letztlich die Partie.
Immerhin ein wenig Ergebniskosmetik betrieb Thorben Mantler am Spitzenbrett gegen Barz, nachdem er einen Freibauern schaffen konnte und diesen bis kurz vors Umwandlungsfeld manövrierte. Als die Umwandlung nur noch unter schweren Verlusten zu verhindern war, gab sich Barz geschlagen.

Somit stand am Ende eine 2,5 : 5,5-Auftaktniederlage, die zum jetzigen Zeitpunkt auch noch nicht vollstÀndig eingeordnet werden kann. Zumal noch nicht klar ist, welche Konsequenzen eine Platzierung im Tabellenkeller hÀtte.

[TM]