Was zählt ist der Klassenerhalt!

1. Bezirksliga: ESG III РSchwarz-Weiß Remscheid 1,5 : 6,5

Stark ersatzgeschwächt musste die Drittvertretung zum Saisonabschluss eine deftige Klatsche einstecken, was allerdings nicht das Gesamtbild einer insgesamt zufriedenstellenden Spielzeit schmälern soll. Trotz aller Widrigkeiten hat die ESG III immerhin solide den Klassenerhalt geschafft.

Die Niederlage der Gastgeber zeichnete sich schon fr√ľh ab: An Brett f√ľnf musste Hakan Ulud√ľz gegen Ferger die Segel streichen, nachdem er beim Versuch eine Springergabel anzubringen, den Springer ohne Materialgewinn verloren geben musste. Am 2. Brett lieferte sich Martin Keller einen spannenden Schlagabtausch mit Barten. Beide Spieler hatten ihren Bauern bis kurz vors Umwandlungsfeld gezogen, Barten h√§tte jedoch mit Schach umgewandelt, was ihm den partieentscheidenden Vorteil gab. Am Spitzenbrett glaubte Thorben Mantler, angesichts schnell abgetauschter Damen auf die Rochade verzichten zu k√∂nnen. Sein Gegner Dr. M√ľnich bestrafte den in der Mitte verbliebenen K√∂nig jedoch und zwang Thorben zur Aufgabe.

Zumindest nicht „Schwarz gespielt“

Zwischenzeitliche Bef√ľrchtungen, man k√∂nne gar „Schwarz gespielt“ werden – also 0:8 verlieren – konnte Peter Wiesemann am 4. Brett gegen Kittling zerstreuen. Peter spielte solide, tauschte viel ab und konnte am Ende immerhin ein H√§lftchen erspielen. Lange sah es auch bei Ren√® Niebergall¬† an Brett acht nach einer Punkteteilung aus. Im ausgeglichenen Mittelspiel lie√ü sich Ren√® jedoch zu einem riskanten Springerman√∂ver verleiten, dass sein Gegner Stiller zu einem Bauerngewinn nutzte, mit dem er die Partie f√ľr sich entschied.

„Am schwersten ist es, ein gewonnenes Spiel zu gewinnen“, wusste bereits der deutsche Weltmeister Dr. Emmanuel Lasker. Leider musste auch R√ľdiger Horn an Brett f√ľnf diese Erfahrung machen, als er gegen L√∂ffler folgende Stellung auf dem Brett hatte:

Löffler РHorn nach 26.h4

Offenkundig steht Schwarz dank Qualit√§tsvorteils und Mehrbauern auf Gewinn, doch die wei√üe Drohung h5 ist nicht zu untersch√§tzen. R√ľdiger versuchte mit dem Damentausch 26…Dg7 den wei√üen Angriff zu stoppen, geriet aber nach 27.Dxg7+ Kxg7 28.Sxc5 pl√∂tzlich in eine missliche Lage und fand auch nicht mehr in die Partie zur√ľck.
√Ąhnlich ungl√ľcklich verlief die Partie von Julian Brandt, der am 6. Brett gegen V√∂pel bereits in der Er√∂ffnung zwei Bauern erobern konnte. Bei einem dritten Bauerngewinn lie√ü Julian jedoch einen Offizier ungedeckt, sodass eine unklare Stellung entstand. Letztlich geriet der ESG-Akteur in ein Mattnetz, als er seine Bauern Richtung Umwandlungsfelder nach vorn schicken wollte.

Dietmar betreibt Ergebniskosmetik

Zum Abschluss des Mannschaftskampfes konnte Dietmar Kaufmann an Brett drei noch einmal Ergebniskosmetik betreiben. Sein Gegen√ľber, Freiknecht, hatte bereits in der Er√∂ffnung einen Offizier eingeb√ľ√üt, aber ungeachtet des Materialnachteils weiter gek√§mpft. Dietmar parierte jedoch s√§mtliche K√∂nigsangriffe und fuhr die Partie sicher nach Hause.

Die Drittvertretung verabschiedet sich mit einem soliden Mittelfeldplatz in die Sommerpause und hat ihr Saisonziel somit erreicht. In der kommenden Saison d√ľrften die Trauben etwas h√∂her h√§ngen, da mehrere Teams aus der Verbandsklasse in die Bezirksliga absteigen und das Niveau der h√∂chsten Spielklasse im Bezirk noch einmal anheben d√ľrften.

[TM]

Mit Kantersieg zum Klassenerhalt

1. Bezirksliga: SC Tornado Wuppertal – ESG III 1,5 : 6,5

Die Drittvertretung hat mit einem Kantersieg den Klassenerhalt gesichert und wird auch nächste Saison in der höchsten Liga des Bezirks auf Punktejagd gehen.

Thorben Mantler kam am Spitzenbrett zu einem kampflosen Erfolg und hatte deshalb gen√ľgend Zeit, Fotos zu schie√üen und die Partien zu beobachten. Dabei stachen ihm zwei Partien ins Auge, in denen seine Teamkollegen bereits in der Er√∂ffnung die Weichen auf Sieg stellen konnten:
Da war zun√§chst einmal Deniz Krzysztala, der an Brett sieben gegen Frericks zun√§chst mehrere Bauern und sp√§ter sogar einen L√§ufer erobern konnte. Nach gerade einmal 18 Z√ľgen war Frericks Stellung bereits hoffnungslos, sodass sich dieser geschlagen gab.
Gar nur 15 Z√ľge ben√∂tigte Berk Boyacioglu, um am 6. Brett sein Gegen√ľber Block in die Knie zu zwingen. Block hatte seine Dame zu fr√ľh ins Spiel gebracht, was Berk nutzte, um mit Tempogewinnen seine Stellung zu verbessern und sich am Ende mit Materialgewinnen f√ľr sein gutes Spiel zu belohnen.

Die hinteren Bretter punkten voll

Die Siegesserie der G√§ste wurde kurzzeitig unterbrochen, als sich Peter Wiesemann am 4. Brett mit Kortwig nach durchweg ausgeglichenem Spielverlauf auf Remis verst√§ndigte. Doch schon die n√§chste Entscheidung fiel wieder zugunsten der ESG aus: Mannschaftsf√ľhrer Thomas Falk hatte an Brett f√ľnf gegen Schulte nach durchweg druckvollem Spiel nicht optimal abgewickelt und fand sich in folgender Stellung wieder:

Falk – Schulte nach 33…axb4

Schwarz hat zwar einen Mehrbauern, die Stellung ist angesichts der besser postierten Figuren im wei√üen Lager ausgeglichen. Der Wei√üe Plan muss darin bestehen, mit dem K√∂nig zum Damenfl√ľgel zu laufen und den Bauern b4 einzukassieren, w√§hrend Schwarz seinen L√§ufer nach c8 und seinen K√∂nig nach d6 √ľberf√ľhren muss. Thomas fand relativ pr√§zise den korrekten Plan, w√§hrend Schulte erfolglos einen Durchbruch am K√∂nigsfl√ľgel anvisierte und nach dem Verlust der Zentralbauern aufgab.

Die 100% Quote an den hinteren Brettern sicherte Benedikt Abel an Brett acht mit seinem Erfolg √ľber Caknak. Benedikt hatte im Mittelspiel zun√§chst zwei Bauern erobert und schlie√ülich mit einer Fesselung die Qualit√§t erobert. Im nun hoffnungslosen Endspiel gab sich Cakmak geschlagen.
In der f√ľr den Mannschaftskampf nun nicht mehr relevanten Partie an Brett drei verst√§ndigte sich Dietmar Kaufmann daraufhin mit seinem Gegen√ľber J√ľhrs auf eine Punkteteilung. Das Spiel verlief durchweg ausgeglichen, sodass beide Konttrahenten mit der Punkteteilung zufrieden waren.

Martin Keller setzt den Schlusspunkt

Den Schlusspunkt im Mannschaftskampf setzten Martin Keller und sein Gegen√ľber an Brett zwei, Wegner. Martin hatte wie bereits einen Spieltag zuvor ein Turmendspiel auf dem Brett, diesmal allerdings k√§mpfte er um mehr als „nur“ ein H√§lftchen:

Wegner – Keller nach 70.Ke4

Der zuverl√§ssigste Gewinnweg ist wohl 70…Ta7 mit der unabwendbaren Drohung Txa6. Martin untersch√§tzte allerdings den Randbauern und versuchte 70…Kd1, woraufhin Wegner den rettenden Zug 71.a7! fand. Martin war zu 71…Txa7 gezwungen, was nach 72.Kxd3 zu einer theoretischen Remisstellung f√ľhrte. Die Entt√§uschung hielt sich bei Martin und im ESG-Lager allerdings in Grenzen, da nunmehr der 6,5:1,5-Erfolg und der damit verbundene Klassenerhalt feststand.

[TM]

Wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt

1. Bezirksliga: Mettmann-Sport – ESG III 3,5 : 4,5

Denkbar knapp und bis zum Ende spannend war der Mannschaftskampf der Drittvertretung bei Mettmann Sport, bei dem es f√ľr beide Teams um wichtige Z√§hler im Kampf um den Klassenerhalt ging.

Am Spitzenbrett wurde Thorben Mantler von Meyer mit einem Figurenopfer √ľberrascht und sah aufgrund der nun sehr offenen K√∂nigsstellung keine Chancen mehr, das Ruder noch herumzurei√üen.
Zudem stand Denis Krzysztala zu diesem Zeitpunkt bereits auf Gewinn, was die Niederlage verschmerzbar machte. Denis war am 7. Brett gegen Otto zun√§chst unter Druck geraten, konnte sich dann aber befreien und sogar eine Mehrfigur erobern, was ihm eine einfache Gewinnf√ľhrung im Endspiel bescherte.

An Brett drei verbuchte Dietmar Kaufmann zunächst ordentliche Stellungsvorteile. Sein Gegner Pitz konsolidierte sich jedoch nach und nach, bis die Stellung am Ende ausgeglichen war und die Partie folglich Remis endete.
Eine wilde Partie boten ESG-Mannschaftsf√ľhrer Thomas Falk und Hansen am 5. Brett: Bei entgegengesetzten Rochaden riskierte Hansen ein Figurenopfer, um Thomas‚Äė K√∂nigsfl√ľgel aufzurei√üen. Thomas konnte seinen K√∂nig jedoch sichern und den Materialvorteil sogar soweit ausbauen, dass sich Hansen schlie√ülich geschlagen gab.

Zwei unterschiedliche Turmendspiele

Eine ungl√ľckliche Niederlage musste Hakan Ulud√ľz an Brett sechs gegen Sprave verdauen. Bereits einen Bauern im R√ľckstand, wollte Hakan im Turmendspiel mit Gewalt einen Freibauern zur Damenumwandlung durchdr√ľcken. Dabei ging allerdings auch dieser Bauer verloren, sodass Hakan mit zwei Minusbauern auf verlorenem Posten stand und aufgab.
Dass zwei Minusbauern allerdings nicht zwingend ein verlorenes Turmendspiel bedeuten m√ľssen bewies Martin Keller am 2. Brett gegen Turudic:

Turudic – Keller nach 59.h4

W√§ren die Bauern entweder verbundenen oder aber weiter voneinander entfernt, w√§re das Endspiel trotz der ung√ľnstigen K√∂nigspositionen f√ľr Wei√ü gewonnen gewesen. In der Konstellation jedoch ist das Endspiel ohne einen schwarzen Patzer nicht zu gewinnen. Diesen Gefallen tat Martin dem Mettmanner indes nicht, sodass die Partie Remis endete.

Benedikt Abel hatte indes andere Pläne, als sich am 8. Brett gegen Weyer mit einem Remis zufriedenzugeben. Materiell leicht im Nachteil, scheuchte Benedikt den gegnerischen König aus dessen Deckung und erzwang den spielentscheidenden Fehler:

Weyer – Abel nach 40.De2

Weyer wollte mit dem Damentausch Benedikts Angriff stoppen, doch der ESG-Spieler fand die sch√∂ne Taktik 40…Txd4+ und zwang seinen Gegner somit zur Aufgabe.

Versammlung um Brett vier

Nun versammelten sich alle Anwesenden um das 4. Brett, an dem Peter Wiesemann gegen Köhn die wohl nervenaufreibendste Partie des Tages spielte: Zunächst auf Gewinn stehend, gab sich der ESG-Routinier mit einer Remisabwicklung zufrieden, die den Mannschaftserfolg gesichert hätte. Dann hatte Köhn plötzlich eine Gewinnstellung auf dem Brett, verfolgte jedoch den falschen Plan und so hatte man am Ende doch eine tote Remisstellung auf dem Brett, die der ESG den knappen Auswärtserfolg sicherte.

Das 4. Brett umringt von Kiebitzen

[TM]

Remis gegen die alten Haudegen

1. Bezirksliga: Bahn-SC Wuppertal III – ESG III 4 : 4

Die Drittvertretung ist mit einem zufriedenstellenden 4:4-Unentschieden aus der Winterpause gekommen und hat damit einen eher unerwarteten Punkt im Abstiegskampf sammeln können.  Der Mannschaftskampf gegen die alten Haudegen vom Stadtrivalen BSW bot dabei auch wieder einiges an Kuriositäten.

Die erste entschiedene Partie w√§re da beispielhaft zu nennen: Thomas Falk hatte an Brett f√ľnf gegen Klietsch gerade den 17. Zug ausgef√ľhrt, da √ľberschritt sein Gegner – v√∂llig in die Stellung vertieft – bereits die Bedenkzeit. Es sollte nicht die einzige „verschlafene“ Zeitnotphase bleiben!

Am 8. Brett verst√§ndigte sich Julian Brandt mit seinem Gegner Reichmann auf Remis. Julian hatte bei einer Abtauschkombination zun√§chst einen Bauern verloren, diesen aber mit einem ansehnlichen Damenopfer wieder zur√ľckerobert.
Auch Martin Keller musste an Brett zwei gegen BSW-Mannschaftsf√ľhrer Will einen zwischenzeitlichen Materialverlust verkraften. Martin erhielt einen gef√§hrlichen Freibauern, h√§tte daf√ľr allerdings mit einem Springerverlust eine zu hohe Hypothek aufgenommen.¬† Zu Martins Erleichterung nahm Will statt des Springers „lediglich“ die Qualit√§t, sodass am Ende beide Seiten mit einer Punkteteilung zufrieden waren.

Peter zeigt sein taktisches Können

Eine Freude aus ESG-Sicht war die Partie von Peter Wiesemann an Brett vier gegen Röder:

Röder РWiesemann nach 18.Db3

Mit der ausgezeichneten Taktik 18…e4! bereitete Peter einen K√∂nigsangriff vor, der nach 19.dxe4 Dg3 20.Ld2 Le5! schon nicht mehr vern√ľnftig zu parieren ist. R√∂der wehrte sich noch einige Z√ľge lang, gab dann aber einen Zug vor dem Matt auf.

Angesichts der 3:1-F√ľhrung und den teilweise guten Aussichten auf den anderen Brettern schlug Thorben Mantler am Spitzenbrett seinem Gegen√ľber Nettesheim ein Remis vor, was dieser annahm.
Nicht zu den erw√§hnten aussichtsreichen Stellungen z√§hlte zu diesem Zeitpunkt die Partie von Hakan Ulud√ľz an Brett sechs gegen Achim M√ľller. Hakan suchte aufgrund seines Qualit√§tsnachteils nach einem Dauerschach, fand dieses jedoch nicht und musste im Gegenzug einen gelungenen Mattangriff seines Gegners mit der Aufgabe quittieren.

Es läuft nicht wie erwartet

Die Partie, die Thorben und sicherlich auch einige Mitspieler im Kopf bereits als Gewinnpartie verbucht hatten ereignete sich am 3. Brett zwischen Dietmar Kaufmann und dem ehemaligen ESG-Akteur Agic:

Kaufmann – Agic nach 27…g5

28.Tf1 ist wohl der naheliegendste Zug, aber tats√§chlich gewinnt hier auch schon 28.Tb7 bzw. jeder Zug, der nichts einstellt. Dietmar versank dennoch in tiefes Gr√ľbeln und √ľberschritt die Zeit. Sehr √§rgerlich vor allem f√ľr ihn pers√∂nlich, nachdem er eine wirklich sehr gute Partie gespielt hatte.

Nun stand es 3,5:3,5 und alle Beteiligten verfolgten gebannt die Partie an Brett sieben zwischen ESG-Youngster Berk Boyacioglu und Dinslage. Als w√§re der Zwischenstand nicht dramatisch genug, bot auch diese Partie ein gewisses kurioses Unterhaltungspotenzial: Zun√§chst ging Berk im Springerendspiel viel zu viel Risiko ein und √ľberzog seine Stellung. Dinslage dagegen war zu vorsichtig und bot am Ende sogar in vorteilhafter Stellung Remis an, was Berk erleichtert annahm.

Auf den Punktgewinn wurde anschließend im nahegelegenen Cafe Extrablatt gemeinsam angestoßen![TM]

Gerade noch √ľber’m Strich

1. Bezirksliga: ESG III – SV Wermelskirchen II 3 : 5

Die Drittvertretung hat sich mit einer Niederlage in die Winterpause verabschiedet, steht nach vier gespielten aber gerade noch √ľber’m Strich. F√ľr die anstehenden Spiele im Kalenderjahr 2023 muss die Devise lauten, zumindest Platz acht zu verteidigen.

Der Mannschaftskampf began bereits alles andere als optimal, da Udo K√∂nig kurzfristig krankheitsbedingt ausfiel und Brett f√ľnf somit kampflos an die G√§ste ging.

Foto: SV Wermelskirchen

In den ausgespielten Partien begegneten die Elberfelder den favorisierten G√§sten indes zun√§chst auf Augenh√∂he: So √ľberraschte Thomas Falk an Brett sechs seinen Gegner Mischke mit forschen Bauernvorst√∂√üen in der Er√∂ffnung. Nach Abtausch diverser Offiziere boten sich dem Elberfelder Mannschaftsf√ľhrer allerdings keine lohnenden Angriffsm√∂glichkeiten mehr.
Auch am 4. Brett wurden die Punkte schiedlich friedlich geteilt, da sowohl Peter Wiesemann als auch sein Gegen√ľber Kubiak auf eine Stonewall-Struktur setzten und die Bauernketten sich bald gegenseitig blockierten.

Die ersten ausgespielten Niederlagen

Auf ein Remis schien es auch am 2. Brett hinauszulaufen, da Martin Keller gegen Stetinger zwar die Initiative, aber keinen konkreten Vorteil hatte. Letztlich √ľberzog Martin bei einem K√∂nigsangriff seine Stellung und musste nach einem L√§uferverlust aufgeben.
Einen noch gr√∂√üeren Verlust hatte kurz darauf Dietmar Kaufmann an Brett drei gegen M√ľller zu verkraften. Dietmar hatte seine Dame wohl mit dem Ziel eines Bauernraubs in die gegnerische Stellung man√∂vriert, musste dann allerdings feststellen, dass seine Dame nicht wieder hinausfand und nur unter erheblichen Materialverlusten zu retten gewesen w√§re.

F√ľr ein Comeback w√§ren nun drei Siege in den verbliebenen drei Partien notwendig gewesen, doch dies schien anhand der Brettstellungen unrealistisch. Kein Vorwurf deshalb an Berk Boyacioklu, der am 7. Brett das Remisangebot seines Gegners Paradies schnell akzeptierte. Im Gegenteil: Berk hatte sich in gedr√ľckter Stellung tapfer verteidigt und sich das H√§lftchen redlich verdient.

Thorben findet eine Taktik und Linus einen Gewinnweg

Am Spitzenbrett dagegen konnte ESG-Akteur Thorben Mantler auf Angriff spielen und fand gegen Poetsch eine Taktik:

Poetsch - Mantler
Poetsch – Mantler nach 18.Tac1

Nach 18…g4 19.hxg4 Sxf2 20.Kxf2 fxg4 21.Th1 Lf5 22.e4 gxf3 23.gxf3 Lg6 war Thorben zwar mit seiner Stellung zufrieden, konnte allerdings nicht wie erhofft die K√∂nigsstellung aufrei√üen oder Material gewinnen. Poetsch verteidigte sich auch in der Folgezeit umsichtig, sodass man sich schlie√ülich aufs Remis verst√§ndigte.

Da der Mannschaftskampf entschieden war, reichte auch Linus Albrecht an Brett acht seinem Gegen√ľber Zamfirescu die Hand zur Punkteteilung. Trotz ausgeglichener Stellung lehnte der Wermelskirchener jedoch √ľberraschend ab und stellte kurz darauf einen Bauern ein:

Albrecht - Zamfirescu
Albrecht – Zamfirescu nach 28…h5

Mit 29.Tg1 eroberte Linus den Bauern g6 und nach den Partiez√ľgen 29…Td6 30.Txg6+ Kf7 31.Tg1 Sd7 32.Th1 Se5 33.Le4 sackte der ESG-Akteur sogar noch einen weiteren Bauern ein. Folglich war Linus jetzt nicht mehr mit dem Remis zufrieden, und fand trotz des zwischenzeitlich weit aufger√ľckten gegnerischen Freibauern auf der h-Linie einen sicheren Gewinnweg – f√ľr ihn pers√∂nlich ein perfektes Deb√ľt in der Dritten Mannschaft. Und Mannschaftsf√ľhrer Thomas konnte so immerhin doch noch einen Brettsieg auf der Spielberichtskarte vermerken.

[TM]

Schmerzhafter Abschluss der „Solinger Wochen“

1. Bezirksliga: ESG III – SC Solingen 1928 2 : 6

Zum Abschluss der „Solinger Wochen“ – die Drittvertretung hatte drei Spieltage infolge gegen unterschiedliche Teams aus Solingen gespielt – gab es eine schmerzhafte Niederlage zu verkraften. Die Elberfelder gerieten gegen den SC 1928 mit 2:6 unter die R√§der.

Am 6. Brett¬† kam Hakan Ulud√ľz zun√§chst gut aus der Er√∂ffnung ins Mittelspiel, wurde dann jedoch von Hammermeister mit einem Figurenopfer √ľberrascht, dem ein entscheidender K√∂nigsangriff folgte.
An Brett zwei wirkte es im Endspiel zwischen den beiden Mannschaftsf√ľhrern Martin Keller und Marcel D√ľxmann auf den ersten Blick so, als seien die Farben zu Beginn falsch aufgebaut worden: beide Kontrahenten hatten ihre K√∂nige auf bzw. in die N√§he der gegnerischen Grundreihe gebracht und auch die Bauern standen jeweils kurz vor der Umwandlung. D√ľxmann war dabei allerdings den entscheidenden Schritt schneller.

Den einzigen vollen Punkt f√ľr die ESG erspielte Denis Krzysztala an Brett acht gegen Dr. Kamphausen, nachdem er bei einem Generalabtausch mit einer Mehrfigur verblieb. Viel abgetauscht wurde auch an Brett sieben, an dem sich Berk Boyacioklu gegen den erfahrenen Martino-Gro√ü trotz Minusbauern z√§h und unnachgiebig verteidigte. Letztlich setzte sich der Favorit allerdings in solider Manier durch.
Gleiches galt f√ľr das Spitzenbrett, da Thorben Mantler keine passende Antwort auf das druckvolle Spiel von Jenusch am Damenfl√ľgel fand. Ein Qualit√§tsverlust und kurz darauf die Aufgabe der Partie waren die Folge.

Solingen entscheidet den Mannschaftskampf fr√ľhzeitig

Da kurz darauf auch Dietmar Kaufmann einen Einbruch seines Gegners Vranidis in die lange Rohadestellung nicht verhindern konnte, hatten die Solingen beim Spielstand von 5:1 den Mannschaftskampf bereits f√ľr sich entschieden.
Somit gab man sich an Brett vier nach hartem Kampf mit einer Punkteteilung zufrieden, nachdem Peter Wiesemann mit einem riskanten L√§ufereinschlag auf h7 seinen Gegner Malkeit √ľberrascht und zur pr√§zisen Verteidigung des Mattangriffs gen√∂tigt hatte.
Die letzte Partie des Mannschaftskampfes an Brett f√ľnf bot dann noch einmal h√∂chsten Unterhaltungswert: Udo K√∂nig war gegen Lange mit zwei Mehrbauern ins Endspiel gegangen, hatte dann jedoch seinen Turm eingestellt. Lange wiederum gew√§hrte Udo das Vorr√ľcken seines Bauern bis kurz vors Umwandlungsfeld. Die daraus resultierende Stellung war schwer einzusch√§tzen und letztlich waren beide Kontrahenten mit einem H√§lftchen zufrieden.

[TM]

Ein kurioser Mannschaftskampf

1. Bezirksliga: Ohligser TV – ESG III 3,5 : 4,5

Wenn im Mannschaftskampf lediglich an vier Brettern gespielt wird, bedeutet das normalerweise, dass einen Begegnung im Viererpokal ansteht. In diesem Fall handelte es sich jedoch um ein Bezirksligaspiel bei dem beide Teams mit kurzfristigen Absagen zu kämpfen hatten und das auch sonst einige Kuriositäten zu bieten hatte.

3 : 1-F√ľhrung bereits zu Spielbeginn

Wie geschrieben konnten die Mannschaftsf√ľhrer bereits beim Beschriften der Spielberichtskarte die H√§lfte der Ergebnisse eintragen: Die Elberfelder lie√üen Brett zwei unbesetzt, w√§hrend Dietmar Kaufmann (Brett drei), Alessandro Kronz (Brett vier) und Thomas Falk (Brett sechs) zu kampflosen Erfolgen kamen. Die G√§ste starteten also mit einer 3:1-F√ľhrung in den Mannschaftskampf, sodass lediglich ein Punkt zum Unentschieden und eineinhalb Punkte zum Mannschaftssieg reichten.

F√ľrs erste H√§lftchen zeichnete sich Hakan Ulud√ľz an Brett sieben verantwortlich, der gegen Colajanni eine ruhige Variante im Caro-Kann Aufbau w√§hlte und sich mit seinem Gegner relativ schnell auf eine Punkteteilung verst√§ndigte.
Am Spitzenbrett dagegen stellte Thorben Mantler wie schon im ersten Mannschaftskampf einen Bauern ein und lief dem Materialnachteil hinterher. Sein Gegner Baumann konnte zudem die offene h-Linie besetzen und somit bald den vollen Punkt vermelden.

Es wird spannend und teilweise kurios

Interessant verlief die Partie von Peter Wiesemann, der am 4. Brett auf Rhode traf. Das fr√ľhe Mittelspiel nach Abtausch der Damen barg n√§mlich eine sch√∂ne Analysestellung f√ľr alle Freunde der Figurenaktivit√§t:

Wiesemann – Rhode nach 12… dxe5

Auf den ersten Blick sieht die Stellung ausgeglichen aus – Wei√ü hat die bessere Bauernstruktur, Schwarz das L√§uferpaar, ABER: Schachprogramme sehen Wei√ü nach 13.Lb5 klar im Vorteil. Eine vollst√§ndige Analyse w√ľrde den Rahmen eines Mannschaftskampfberichtes sprengen und leider auch das Schachverst√§ndnis des Autors. So viel habe ich jedoch verstanden: Der wei√üfeldrige schwarze L√§ufer hat keine Perspektive, w√§hrend der wei√üe Springer √ľber die Route d2-c4-b6 richtig Chaos im schwarzen Lager stiften kann.

Da wir Amateurspieler und keine Großmeister (und schon gar keine Engines) sind, spielte Peter hier das naheliegende 13.Sd2 und konnte im recht turbolenten weiteren Spielverlauf am Ende ein wichtiges Remis erspielen.
Somit stand es 4:3 aus Elberfelder Sicht und man hoffte im ESG-Lager auf Berk Boyacioglu, der an Brett acht von Micka auf eine harte Probe gestellt wurde. Nach der Er√∂ffnung stand der OTV-Akteur n√§mlich fast schon auf Gewinn, doch Berk konnte sich zur√ľckk√§mpfen und ins Endspiel retten. Hier schwankten die Waagschalen bei komplizierten Brettstellungen teilweise erheblich, ehe folgende Stellung erreicht wurde:

Micka – Boyacioglu nach 72. Sb1

Zweimal hatte Berk bereits Kc2 gespielt, um nach Sa3+ wieder nach b3 zur√ľckzukehren. Die dreifache Stellungswiederholung h√§tte den halben Punkt zum Mannschaftssieg bedeutet, doch Berk wollte mehr und spielte nun 72…Lxb1. Tats√§chlich ist die Stellung nach 73.a1=D Lc2 74.Db7+ Ka2 75.Da6+ noch immer Remis, doch nach 75…Kb1?? kann Wei√ü forciert mattsetzen. Umso unverst√§ndlicher, dass sich die beiden Kontrahenten genau jetzt auf Remis verst√§ndigten, was der ESG III den gl√ľcklichen 4,5 : 3,5-Sieg in einem kuriosen Mannschaftskampf sicherte.

[TM]

Misslungener Saisonauftakt

1. Bezirksliga: SG Solingen VI – ESG III 5 : 3

Der vorgezogene Saisonauftakt ist der Drittvertretung leider misslungen: das Gastspiel  bei der Solinger SG ging mit 3:5 verloren.
Mannschaftsf√ľhrer Thomas Falk musste an Brett sechs fr√ľh die Waffen strecken, nachdem sein Gegner Dr. Fr√§nzel bei einem Doppelangriff eine Figur erobern konnte.
Eine dagegen eher ereignislose Partie boten Udo K√∂nig und sein Gegner Sch√ľller am 5. Brett. Nach dem fr√ľhen Abtausch der Zentrumsbauern sowie einiger Offiziere verst√§ndigte man sich im 20. Zug auf die Punkteteilung.

Weitere Punkteteilungen nutzen eher dem Gastgeber

Reichlich Analysestoff bot dann wiederum die Partie an Brett zwei, in der Martin Keller gegen Ferrer Ortega zwar einen Bauern verloren, daf√ľr jedoch Spiel auf den offenen Linien und Diagonalen errungen hatte. Ein langfristiges Investment sollte der Bauer jedoch nicht sein und so w√§hlte Martin die sichere Variante mit dem R√ľckgewinn des Materials und v√∂lligem Ausgleich der Stellung.
Um Kompensation f√ľr einen Minusbauern k√§mpfte auch Thorben Mantler am Spitzenbrett gegen Becker. Dem ehemaligen ESG-Akteur wiederum war ein Freibauer von Thorben nicht geheuer, sodass man sich in unklarer Stellung auf das sichere Remis verst√§ndigte.
Diese Punkteteilungen nutzten indes mehr den Gastgebern, nicht nur aufgrund der F√ľhrung, sondern auch aufgrund der Stellungen in den verbliebenen Partien.

Diese war f√ľr Hakan Ulud√ľz an Brett sieben n√§mlich inzwischen hoffnungslos geworden, obwohl sich ihm gegen Skiber bereits in der Er√∂ffnung eine exzellente taktische M√∂glichkeit bot:

Ulud√ľz – Skiber nach 8…Tc8

9.Lxf7+! h√§tte Wei√ü entscheidenden Vorteil gesichert. Schwarz schmeckt weder die Annahme des Opfers – 9…Kxf7 10.Sg5+ Ke8 (oder 10…Kf6 11.Df3+ Ke5 12.d4+ Kxd4 13.Dc3#) 11.Se6 mit Damengewinn – als auch das Ablehnen des selbigen mit 9…Kf8 10.Sg5 Sc5 um e6 zu decken 11.La2 mit den Drohungen 12.Sf7 und 12.d4.
Hakan sah die Taktik leider nicht, ging jedoch trotzdem bald zum K√∂nigsangriff √ľber. Dabei agierte er leider etwas zu √ľberhastet, verlor einen Springer und musste schlie√ülich aufgeben.

Eine sehr √§rgerliche¬† Niederlage musste zudem Dietmar Kaufmann an Brett drei gegen Scheidtmann hinnehmen. Dietmar hatte bereits den gegnerischen K√∂nigsfl√ľgel aufgerissen und mit Mattdrohungen einen Bauern erobert. Danach lie√ü er es jedoch zu locker angehen, lie√ü das Gegenspiel des Gegners zu und wurde von einem Durchbruch des gegnerischen L√§uferpaares √ľberrascht, dem letztlich ein Springer zum Opfer fiel.

Halbwegs versöhnlicher Abschluss

Beim Spielstand von inzwischen 4,5:1,5 gelang der ESG immerhin ein halbwegs versöhnlicher Abschluss des Mannschaftskampfes:
An Brett vier konnte Alessandro Kronz gegen Schneider das Remis sichern, obwohl er zwischenzeitlich sehr unter Druck geriet und sein Gegner die Chance auf einen Figurengewinn hatte. Schneider √ľbersah diese M√∂glichkeit jedoch und gab sich mit einem Dauerschach zufrieden.
Berk Boyacioglu brachte zum Schluss sogar noch die einzige Siegpartie eines ESG-Akteurs an diesem Spieltag durch. In der Er√∂ffnung stand Berk am 8. Brett gegen Dzenan Fetahovic allerdings noch sehr gedr√ľckt, konnte sich dann jedoch befreien und im Endspiel schlie√ülich vollst√§ndigen Ausgleich erringen:

Fetahovic – Boyacioglu nach 47…Lxf4

Das Endspiel h√§tte nach 48.Lxf4 Kxf4 49.Tc3 h√∂chstwahrscheinlich bald den Remishafen angesteuert. Fetahovic spielte jedoch 48.Tf3?? und sah sich nach 48…Tg4 49.Lxf4 (49.Tc3 Lxc1 50.Txc1 Txd4 h√§tte die Partie auch nicht gerettet) Txf4 50.Ke3 Txf3+ vor unl√∂sbare Aufgaben gestellt. Folglich gab er sich bald geschlagen und stellte so den Endstand auf 3:5 aus ESG-Sicht.

[TM]

Schiedlich-friedliches 4:4 zum Saisonabschluss

1. Bezirksliga: ESG III – SC Tornado Wuppertal 4 : 4

Ein schiedlich-friedliches 4:4-Unentschieden gab es im letzten Saisonspiel der Drittvertretung gegen den Stadtkonkurrenten aus Barmen. Dabei handelte es sich allerdings keinesfalls um ein schnelles 4:4, wie es zum Saisonende gerne vereinbart wird, denn an sieben Brettern wurde verbissen gekämpft.

Lediglich Moritz Beck hatte einen entspannten Vormittag, da er an Brett sechs kampflos gewann. An Brett acht hatte Fabian Werner gegen Block in der Er√∂ffnung eine Figur verloren, was seine Spielfreude jedoch nicht minderte. Viele Z√ľge lang wehrte er sich noch, konnte die Niederlage aber nicht mehr abwenden.

ESG geht in F√ľhrung

Jonatan Freund konnte mit einem Erfolg √ľber Schulte am 7. Brett die ESG-F√ľhrung wieder herstellen, ehe Thomas Falk den Spielstand sogar auf 3:1 ausbaute. Thomas spielte dabei eine sehr wilde Partie an Brett vier gegen Lydia Baumgarten:

Falk – Baumgarten nach 10.0-0

Baumgarten witterte einen Bauerngewinn und spielte 10‚ĶSxd4?? 11.exd4 Dxf4. An dieser Stelle h√§tte Thomas mit der Springergabel 12.Sd3 eine Figur gewinnen k√∂nnen, √ľbersah diese taktische M√∂glichkeit jedoch und spielte stattdessen 12.a3. Die Partie wurde bis zum Schluss von beiden Seiten scharf gef√ľhrt, wobei Thomas trotz zwischenzeitlicher Verluststellung am Ende doch noch einen vollen Punkt erobern konnte.

Hoffnung auf einen siegreichen Saisonabschluss

Renè Niebergall hatte am 5. Brett gegen Frericks einen riskanten Bauernraub unternommen, der jedoch ohne schlimmere Konsequenzen blieb. Zwar gelang ihm die Verteidigung des Mehrbauern, aufgrund der positionellen Vorteile seines Gegners willigte Renè jedoch ins Remis ein.
Angesichts der 3,5:1,5-F√ľhrung wuchsen im ESG-Lager die Hoffnungen auf den dritten Sieg in Folge. Die Tornado-Spieler hingegen wollten keine Gastgeschenke in Elberfeld lassen, was zun√§chst Merlin M√§nken an Brett drei zu sp√ľren bekam. In seinem Endspiel sah es zun√§chst nach einem Wettrennen zwischen Merlins f-Bauern und dem d-Bauern seines Gegners J√ľrhs aus. Der Tornado-Spieler opferte jedoch √ľberraschend seinen aufger√ľckten Bauern, um daraufhin eine unabwendbare Mattdrohung aufzustellen ‚Äď eine starke Taktik!

√Ąhnlich wild wie an Brett vier ging es von der Er√∂ffnung an am 2. Brett zwischen Dietmar Kaufmann und Beckmann zu. Interesse weckte dabei die Schlussstellung, in der Dietmar aufgab, w√§hrend seine Mannschaftskollegen durchaus noch Chancen f√ľr ihn sahen:

Kaufmann – Beckmann nach 20…c5

21.Lc3 lässt Weiß die Möglichkeit, 21…c4 mit 22.Lb4 zu kontern. Nach dem Abspiel 22…Dc7 23.Lxf8 Txf8 24.Sd4 axb3 25.axb3 verbleibt Weiß allerdings mit zwei Minusbauern, sodass Dietmars Aufgabe gerechtfertigt war.

In der letzten noch laufenden Partie am Spitzenbrett hatte Thorben Mantler seinem Gegner Wegner eine Falle stellen und einen Bauern erobern können:

Mantler – Wegner nach 16…Sh5

Nach 17.g4 schnappte die Falle mit 17‚ĶLxe5 zu. 18.Txh3 und 18.gxh5 w√§ren jeweils mit 18‚ĶLxd4+ beantwortet worden, die Partiefortsetzung 18.dxe5 Lxg4 19.Tf1 sicherte Wei√ü immerhin gen√ľgend Kompensation f√ľr den Minusbauern aufgrund der starken Zentrumsbauern. Dementsprechend verst√§ndigte man sich einige Z√ľge sp√§ter auf Remis, was das eingangs erw√§hnte schiedlich-friedliche 4:4-Unentschieden im Mannschaftskampf bedeutete.

Die ESG Dritte schloss die erste Saison seit der Pandemiepause somit auf einem ordentlichen f√ľnften Platz ab und konnte dabei viele Jugendliche an das Turnierschach im Seniorenbereich heranf√ľhren.

Auf einmal l√§uft’s!

1. Bezirksliga: SG Solingen VI – ESG III 3 : 5

So schleppend und teilweise sogar frustrierend der Saisonbeginn war, so erfolgreich klingt die aktuelle Spielzeit aus. Man k√∂nnte auch sagen: Auf einmal l√§uft’s!¬† Denn mit dem 5:3-Erfolg in Solingen gelang der Drittvertretung nunmehr der zweite Sieg in Serie.

Mannschaftsf√ľhrer Thomas Falk hatte im Vorfeld der Partie so einige Steine aus dem Weg zu r√§umen, was die Mannschaftsaufstellung betraf. Er machte jedoch aus der Not eine Tugend und nahm insgesamt f√ľnf Jugendspieler mit nach Solingen, was sich noch als cleverer Schachzug entpuppen sollte.

Der erste Joker sticht

An Brett sieben stach der erste Joker bereits sehr fr√ľh im Mannschaftskampf: Julian Brandt stellte gegen Kopernok die Weichen von Beginn an auf K√∂nigsangriff und war damit erfolgreich. Dominik Hirsch geh√∂rt an Brett zwei bereits zu den etablierten Jugendlichen und zeigte auch gegen Fr√§nzel wieder eine solide Leistung, die mit einer Punkteteilung belohnt wurde.

Mannschaftsf√ľhrer Thomas hatte unterdessen am 5. Brett seine Kavallerie ins Lager seines Gegners Scheidtmann einfallen lassen, dabei jedoch zu √ľberm√ľtig agiert. Schlie√ülich gingen beide Springer f√ľr einen Turm verloren, was angesichts einer nunmehr kritischen Stellung mit der Aufgabe quittiert wurde. Und auch der junge Moritz Beck musste dieses Mal noch Lehrgeld bezahlen. Moritz wurde an Brett sechs von Schneider mit einem K√∂nigsangriff √ľberrascht, der er nicht parieren konnte.

Die Stunde der Elberfelder Jugendlichen

Nun aber schlug die Stunde der Elberfelder Jugendlichen, die den Mannschaftskampf eindrucksvoll drehten: Zun√§chst stellte Merlin M√§nken an Brett vier seinem Gegner Sch√ľller eine Falle.

Sch√ľller – M√§nken nach 29…Df4

30.Txe7 sah wirklich verlockend aus, wurde jedoch von Merlin mit 30…Tc1+ bestraft. Sch√ľller sah nun auch das Grundreihenmatt nach 31.Lxc1 Dxc1+ 32.Te1 Dxe1+ 32.Lf1 Dxf1# und gab auf.
Ebenfalls mit den schwarzen Steinen war Berk Boyacioglu am 8. Brett gegen Pernizki erfolgreich. Berk gelang es erfolgreich, einen gegnerischen Springer zu fangen und das Endspiel mit Mehrfigur sicher zum Sieg zu f√ľhren.

Den Schlusspunkt durften zwei routiniertere Kräfte der ESG setzen: Dietmar Kaufmann fand an Brett drei gegen Malkeit einen Bauerngewinn:

Kaufmann – Malkeit nach 18…g6

Malkeit wollte seinen L√§ufer nachtr√§glich fianchettieren, doch der Partiezug raubt dem Springer ein wichtiges R√ľckzugsfeld. Nach 19.f4 Sd7 20.Dxd6 verspeiste Dietmar gen√ľsslich einen Bauern und behielt seinen Vorteil bis ins Endspiel, was ihm letztlich eine Bauernumwandlung und den Partieerfolg bescherte.
Bei bereits entschiedenem Mannschaftskampf reichten sich Thorben Mantler und Christopher Blomel am Spitzenbrett die Hände zum Remis.

Somit stand nach etwa drei Stunden Spielzeit der zweite Saisonerfolg der ESG Dritten fest.

[TM]