Schiedlich-friedliches 4:4 zum Saisonabschluss

1. Bezirksliga: ESG III – SC Tornado Wuppertal 4 : 4

Ein schiedlich-friedliches 4:4-Unentschieden gab es im letzten Saisonspiel der Drittvertretung gegen den Stadtkonkurrenten aus Barmen. Dabei handelte es sich allerdings keinesfalls um ein schnelles 4:4, wie es zum Saisonende gerne vereinbart wird, denn an sieben Brettern wurde verbissen gekämpft.

Lediglich Moritz Beck hatte einen entspannten Vormittag, da er an Brett sechs kampflos gewann. An Brett acht hatte Fabian Werner gegen Block in der Eröffnung eine Figur verloren, was seine Spielfreude jedoch nicht minderte. Viele Züge lang wehrte er sich noch, konnte die Niederlage aber nicht mehr abwenden.

ESG geht in Führung

Jonatan Freund konnte mit einem Erfolg über Schulte am 7. Brett die ESG-Führung wieder herstellen, ehe Thomas Falk den Spielstand sogar auf 3:1 ausbaute. Thomas spielte dabei eine sehr wilde Partie an Brett vier gegen Lydia Baumgarten:

Falk – Baumgarten nach 10.0-0

Baumgarten witterte einen Bauerngewinn und spielte 10…Sxd4?? 11.exd4 Dxf4. An dieser Stelle hätte Thomas mit der Springergabel 12.Sd3 eine Figur gewinnen können, übersah diese taktische Möglichkeit jedoch und spielte stattdessen 12.a3. Die Partie wurde bis zum Schluss von beiden Seiten scharf geführt, wobei Thomas trotz zwischenzeitlicher Verluststellung am Ende doch noch einen vollen Punkt erobern konnte.

Hoffnung auf einen siegreichen Saisonabschluss

Renè Niebergall hatte am 5. Brett gegen Frericks einen riskanten Bauernraub unternommen, der jedoch ohne schlimmere Konsequenzen blieb. Zwar gelang ihm die Verteidigung des Mehrbauern, aufgrund der positionellen Vorteile seines Gegners willigte Renè jedoch ins Remis ein.
Angesichts der 3,5:1,5-Führung wuchsen im ESG-Lager die Hoffnungen auf den dritten Sieg in Folge. Die Tornado-Spieler hingegen wollten keine Gastgeschenke in Elberfeld lassen, was zunächst Merlin Mänken an Brett drei zu spüren bekam. In seinem Endspiel sah es zunächst nach einem Wettrennen zwischen Merlins f-Bauern und dem d-Bauern seines Gegners Jürhs aus. Der Tornado-Spieler opferte jedoch überraschend seinen aufgerückten Bauern, um daraufhin eine unabwendbare Mattdrohung aufzustellen – eine starke Taktik!

Ähnlich wild wie an Brett vier ging es von der Eröffnung an am 2. Brett zwischen Dietmar Kaufmann und Beckmann zu. Interesse weckte dabei die Schlussstellung, in der Dietmar aufgab, während seine Mannschaftskollegen durchaus noch Chancen für ihn sahen:

Kaufmann – Beckmann nach 20…c5

21.Lc3 lässt Weiß die Möglichkeit, 21…c4 mit 22.Lb4 zu kontern. Nach dem Abspiel 22…Dc7 23.Lxf8 Txf8 24.Sd4 axb3 25.axb3 verbleibt Weiß allerdings mit zwei Minusbauern, sodass Dietmars Aufgabe gerechtfertigt war.

In der letzten noch laufenden Partie am Spitzenbrett hatte Thorben Mantler seinem Gegner Wegner eine Falle stellen und einen Bauern erobern können:

Mantler – Wegner nach 16…Sh5

Nach 17.g4 schnappte die Falle mit 17…Lxe5 zu. 18.Txh3 und 18.gxh5 wären jeweils mit 18…Lxd4+ beantwortet worden, die Partiefortsetzung 18.dxe5 Lxg4 19.Tf1 sicherte Weiß immerhin genügend Kompensation für den Minusbauern aufgrund der starken Zentrumsbauern. Dementsprechend verständigte man sich einige Züge später auf Remis, was das eingangs erwähnte schiedlich-friedliche 4:4-Unentschieden im Mannschaftskampf bedeutete.

Die ESG Dritte schloss die erste Saison seit der Pandemiepause somit auf einem ordentlichen fünften Platz ab und konnte dabei viele Jugendliche an das Turnierschach im Seniorenbereich heranführen.

Auf einmal läuft’s!

1. Bezirksliga: SG Solingen VI – ESG III 3 : 5

So schleppend und teilweise sogar frustrierend der Saisonbeginn war, so erfolgreich klingt die aktuelle Spielzeit aus. Man könnte auch sagen: Auf einmal läuft’s!  Denn mit dem 5:3-Erfolg in Solingen gelang der Drittvertretung nunmehr der zweite Sieg in Serie.

Mannschaftsführer Thomas Falk hatte im Vorfeld der Partie so einige Steine aus dem Weg zu räumen, was die Mannschaftsaufstellung betraf. Er machte jedoch aus der Not eine Tugend und nahm insgesamt fünf Jugendspieler mit nach Solingen, was sich noch als cleverer Schachzug entpuppen sollte.

Der erste Joker sticht

An Brett sieben stach der erste Joker bereits sehr früh im Mannschaftskampf: Julian Brandt stellte gegen Kopernok die Weichen von Beginn an auf Königsangriff und war damit erfolgreich. Dominik Hirsch gehört an Brett zwei bereits zu den etablierten Jugendlichen und zeigte auch gegen Fränzel wieder eine solide Leistung, die mit einer Punkteteilung belohnt wurde.

Mannschaftsführer Thomas hatte unterdessen am 5. Brett seine Kavallerie ins Lager seines Gegners Scheidtmann einfallen lassen, dabei jedoch zu übermütig agiert. Schließlich gingen beide Springer für einen Turm verloren, was angesichts einer nunmehr kritischen Stellung mit der Aufgabe quittiert wurde. Und auch der junge Moritz Beck musste dieses Mal noch Lehrgeld bezahlen. Moritz wurde an Brett sechs von Schneider mit einem Königsangriff überrascht, der er nicht parieren konnte.

Die Stunde der Elberfelder Jugendlichen

Nun aber schlug die Stunde der Elberfelder Jugendlichen, die den Mannschaftskampf eindrucksvoll drehten: Zunächst stellte Merlin Mänken an Brett vier seinem Gegner Schüller eine Falle.

Schüller – Mänken nach 29…Df4

30.Txe7 sah wirklich verlockend aus, wurde jedoch von Merlin mit 30…Tc1+ bestraft. Schüller sah nun auch das Grundreihenmatt nach 31.Lxc1 Dxc1+ 32.Te1 Dxe1+ 32.Lf1 Dxf1# und gab auf.
Ebenfalls mit den schwarzen Steinen war Berk Boyacioglu am 8. Brett gegen Pernizki erfolgreich. Berk gelang es erfolgreich, einen gegnerischen Springer zu fangen und das Endspiel mit Mehrfigur sicher zum Sieg zu führen.

Den Schlusspunkt durften zwei routiniertere Kräfte der ESG setzen: Dietmar Kaufmann fand an Brett drei gegen Malkeit einen Bauerngewinn:

Kaufmann – Malkeit nach 18…g6

Malkeit wollte seinen Läufer nachträglich fianchettieren, doch der Partiezug raubt dem Springer ein wichtiges Rückzugsfeld. Nach 19.f4 Sd7 20.Dxd6 verspeiste Dietmar genüsslich einen Bauern und behielt seinen Vorteil bis ins Endspiel, was ihm letztlich eine Bauernumwandlung und den Partieerfolg bescherte.
Bei bereits entschiedenem Mannschaftskampf reichten sich Thorben Mantler und Christopher Blomel am Spitzenbrett die Hände zum Remis.

Somit stand nach etwa drei Stunden Spielzeit der zweite Saisonerfolg der ESG Dritten fest.

[TM]

Durststrecke überwunden

1. Bezirksliga: ESG III – Ohligser TV 5 : 3

Die Drittvertretung hat ihr ihre Durststrecke überwunden und am 6. Spieltag nun endlich den langersehnten ersten Mannschaftssieg einfahren können. Im Hinblick auf die kommende Saison war dies auch notwendig, um das Punktepolster auf mögliche Abstiegsplätze zu vergrößern.

Relativ frühzeitig verständigte sich Thorben Mantler am Spitzenbrett mit seinem Gegner Baumann auf Remis, da kurioserweise beide Seiten unzufrieden mit ihren Stellungen waren. Ebenfalls mit einer Punkteteilung trennte sich Dietmar Kaufmann an Brett vier von seinem Gegenüber Özlügedik, nachdem in der Schlussstellung niemand mehr ein unnötiges Risiko eingehen wollte.

Merlin und Thomas bringen den Gastgeber auf Kurs

Auch an Brett fünf sah es zunächst sehr „remislich“ aus, doch Merlin Mänken verleitete den Solinger Jorke zu folgendem Fehlgriff:

Jorke – Mänken nach 33…Sxa2

Jorke war das Abspiel 34.Txa2 Lxb3 35.Tad2 nicht ganz geheuer und er vertraute auf 34.Ld5, was allerdings nach 34…Td7 35.Txa2 Txd5 in einer für Schwarz sehr vorteilhaften Stellung mündet. Merlin erobert einige Züge später dank seines starken Läuferpaares erhebliches Material und gewann die Partie.

Kurz darauf konnte auch Thomas Falk einen Sieg an Brett sieben vermelden: Thomas hatte seinem Gegenüber Colajanni zunächst bei einem Königsangriff die Qualität, dieser versuchte daraufhin mit einem Figurenopfer zumindest ein Dauerschach zu finden. Thomas konnte jedoch seinen König in Sicherheit bringen und den vollen Punkt einfahren.

Der angestrebte Mannschaftserfolg geriet allerdings noch einmal in Gefahr, denn an Brett sechs übersah Rüdiger Horn einen taktischen Einschlag seines Gegners Reiz, dem ein Bauer zum Opfer fiel. Beim Versuch, die Bauernmehrheit seines Gegners am Damenflügel zu attackieren, verlor Rüdiger dann sogar noch den Turm und gab auf. Und da auch Renè Niebergall am achten Brett das Turmendspiel mit Minusbauer gegen Pasic nicht halten konnte, stand der Mannschaftskampf plötzlich wieder ausgeglichen – 3:3!

Die Youngsters sind gefordert

Nun waren unsere Youngsters gefordert: Bei Dominik Hirsch an Brett zwei sah es zwischenzeitlich nach einem ungefährdeten Erfolg aus, doch der erfahrene Preuss brachte den ESG-Jugendspieler im Endspiel noch einmal ordentlich in Bedrängnis. Dominik konnte jedoch den weit aufgerückten Freibauern seines Gegners an die Kette nehmen und seinerseits einen Freibauern auf die Reise schicken. Diesen vermochte Preuss nicht zu stoppen, sodass er sich geschlagen gab. Im Gegensatz zu Dominik geriet Hendrik Mordos am dritten Brett bereits im frühen Mittelspiel in Bedrängnis, was seinen Gegner Hammerschmidt allerdings dazu verleitete, seine Stellung zu überziehen:

Hammerschmidt – Mordos nach 23…Td8

Der Solinger probierte das Doppelopfer 24.Sxf7 Kxf7 25.Txe6!, was durchaus spielbar ist, denn eine Annahme des Turmopfers ist nicht ratsam. Hendrik spielte deshalb 25…Db7, was ihn nach 26.Dg6+ Kg8 27. f3 Sf8 auch tatsächlich auf die Siegerstraße brachte.

Somit konnte nach etwa fünfstündiger Spielzeit der herbeigesehnte erste Mannschaftserfolg in der laufenden Spielzeit gefeiert werden!

[TM]

Jugend forscht

1. Bezirksliga: Ronsdorfer SV – ESG III 5 : 3

„Jugend forscht“ war das Motto der ESG Dritten beim Auswärtsspiel in Ronsdorf, als gleich fünf jugendliche Spieler aufgeboten wurden. Zwei von ihnen, Moritz Beck und Julian Brandt wurden sogar sprichwörtlich ins kalte Wasser geschmissen und waren erstmals in einer Erwachsenenmannschaft aktiv.

Für Moritz und Julian ging es deshalb auch in erster Linie darum, Erfahrung zu sammeln, und so wurden die Niederlagen der beiden Nachwuchsspieler an den hinteren Brettern getrost als „Lehrgeld“ verbucht. Doch auch die im Seniorenbereich schon etablierten Jugendlichen hatten einen schweren Stand mit ihren Gegnern.

Mannschaftskampf war früh entschieden

Dominik Hirsch beispielsweise wählte an Brett zwei gegen Langensiepen einen ungewöhnlichen Doppelfianchetto-Aufbau im Sizilianer, konnte allerdings im weiteren Spielverlauf den Königsangriff seines Gegners nur unzureichend parieren. Unzureichend war leider auch die Kompensation, die Hendrik Mordos an Brett drei für seine Dame bekam. Diese hatte Hendrik im Duell mit dem langjährigen ESG-Akteur Dennis Peters geopfert und dafür Turm und Springer sowie eine Bauernmajorität am Damenflügel erhalten. Mit einer starken Taktik gewann Peters jedoch weiteres Material und zwang Hendrik zur Aufgabe.

Bereits zuvor hatte sich Rüdiger Horn am sechsten Brett nach durchweg ausgeglichenem Spielverlauf mit seinem Gegner Boschen auf Remis verständigt. Der Mannschaftskampf war somit bereits früh entschieden. Somit wog es nicht so schwer, dass Thorben Mantler am Spitzenbrett seinen zwischenzeitlichen Mehrbauern gegen Kosin nicht verteidigen konnte und letztlich auch „nur“ eine Punkteteilung heraussprang.

Merlins kurioser Sieg

Mit zwei Siegpartien konnten die Elberfelder zum Abschluss immerhin noch für ein wenig Ergebniskosmetik sorgen: Merlin Mänken an Brett fünf auf besonders kuriose Art und Weise, denn er hatte nach Meinung der Kiebitze gegen Stiel zumindest eine dreifache Stellungswiederholung erwirkt. Stiel reklamierte jedoch nicht und nach etlichen weiteren Zügen hatte Merlin schließlich die gewünschte Gewinnstellung auf dem Brett. Auch Dietmar Kaufmann bewies an Brett vier gegen Cziudai Beharrlichkeit und knetete die späte Mittelspielstellung so lange durch, bis er einen Figurengewinn realisieren konnte.

Somit bleibt die Drittvertretung weiterhin sieglos im Tabellenkeller, doch die kommenden Aufgaben dürften ein wenig leichter werden. Zumindest verspricht die Tabelle durchweg Kräftemessen mit Teams aus der unteren Tabellenhälfte.

Aufholjagd wurde nicht belohnt

1. Bezirksliga: ESG III – SV Wermelskirchen II 3,5 : 4,5

Die Drittvertretung tut sich in der Bezirksliga nach wie vor schwer, im Heimspiel gegen Wermelskirchens Reserve stimmten jedoch definitiv Einstellung und Moral. Denn wie die ESG-Spieler nach einem 0:3-Rückstand  zurückkamen und den Mannschaftskampf noch einmal spannend machten, kann als positives Element in die kommenden Mannschaftskämpfe mitgenommen werden. Aber der Reihe nach…

Ein fast aussichtsloser Rückstand

Der zuletzt in bärenstarker Form auftretende Merlin Mänken gab an Brett fünf gegen Mischke zunächst die Dame für zwei Türme plus einen Bauern, was an sich ein guter Tausch ist. Leider erwies sich die gegnerische Dame als derartiger Störenfried, dass weiteres Material verloren ging und letztlich auch die Partie. Einen ähnlichen Verlauf nahm die Partie von Mannschaftführer Thomas Falk, der sich am siebten Brett gegen Faupel zunächst eine bequeme Stellung erspielt hatte, dann aber immer mehr in die Bredouille geriet und schließlich aufgeben musste. Einen gebrauchten Tag erwischte Hendrik Mordos: Er kam an Brett drei gegen Dudek schon nicht gut aus der Eröffnung, musste auf die Rochade verzichten und Material opfern, nur um am Ende doch vor einer verlorenen Stellung zu stehen.

Die Aufholjagd beginnt

0:3 aus Sicht der Gastgeber, die aber nun zur Aufholjagd bliesen! Zunächst behielt Renè Niebergall an Brett acht gegen Zamfirescu die Oberhand, dann konnte auch Thorben Mantler am Spitzenbrett einen Sieg vermelden. Renè glückte bereits in der Eröffnung ein Bauerngewinn und im weiteren Spielverlauf ein Figurenfang, sodass sein Gegner während des gesamten Spiels chancenlos blieb. Thorben gelang in einer beiderseits scharf geführten Partie der entscheidende Durchbruch im Zentrum, den sein Gegner Hermes mit der Aufgabe quittierte.

Und schließlich gelang Dominik Hirsch an Brett zwei sogar der Ausgleichspunkt, nachdem er seinen Gegenüber Charbonnier am Damenflügel angriff und dessen lang rochierten König ins Visier nahm.
Mit der Niederlage von Rüdiger Horn am sechsten Brett erhielt die Euphorie der Gastgeber allerdings wieder einen Dämpfer. Dabei war Rüdiger gegen Kubiak gut und mit Materialgewinn aus der Eröffnung gekommen, geriet dann aber am Königsflügel in höchste Not und konnte am Ende das Matt nicht mehr verhindern.

Kein Happy End

Den Schlusspunkt setzen am vierten Brett Dietmar Kaufmann und sein Wermelskirchener Gegner Müller mit der einzigen Punkteteilung des Mannschaftskampfes. Auch hier ist auf ESG-Seite die Moral hervorzuheben, denn Dietmar verteidigte sich trotz knapper Bedenkzeit und Qualitätsrückstand ebenso verbissen wie umsichtig und verdiente sich so das „Hälftchen“.

[TM]

4:4 am 4. Advent

1.  Bezirksliga: Mettmann-Sport – ESG III 4 : 4

Vier Brettpunkte zum vierten Advent – so ließe sich der Abschluss des Kalenderjahres 2021 für die Drittvertretung in Kürze zusammenfassen. Die ausführliche Zusammenfassung des Gastspieles in Mettmann bietet darüber hinaus so einiges an ungewöhnlichen und spannenden Ereignissen.

Da wären zunächst die Kurzremisen an den Spitzenbrettern zu erwähnen: Thorben Mantler erhielt an Brett eins von seinem Gegner Stanislowski bereits nach neun Zügen ein Remisangebot. Dominik Hirsch wurde zwei Züge später an Brett zwei von Turudic die Punkteteilung angeboten. Beide ESG-Spieler willigten ein. Ob dies eine geplante Mannschaftstaktik der Mettmanner war blieb bis zuletzt ungeklärt.

Viele Punkteteilungen zu Beginn

Auch Mannschaftsführer Thomas Falk war einem Remis nicht abgeneigt, im Spiel am 7. Brett gegen Weyer war es diesmal jedoch der ESG-Akteur, der die Punkteteilung vorschlug. Eine solche hätte sich auch Fabian Werner an Brett acht gegen Sprave gewünscht und kämpfte verbissen um jede Figur. Letztlich setzte sich der Mettmanner Mannschaftsführer aber mit seiner Erfahrung und seiner reiferen Spielanlage durch.

An Brett sechs gab es dann die nächste Punkteteilung zwischen Rüdiger Horn und Hansen, wobei Rüdiger sich fairerweise dagegen entschied, ohne konkreten strategischen Plan lediglich die knappe Bedenkzeit seines Gegenübers ausnutzen zu wollen. Zwischenstand 3:2 für Mettmann, doch ein Endergebnis ließ sich anhand der verbliebenen Partien kaum vorhersagen, so unklar waren die Stellungen.

Dietmars feines Scheinopfer

Dietmar Kaufmann war der Erste, der an Brett vier gegen Köhn für klare Verhältnisse sorgte. In bereits vorteilhafter Stellung fand Dietmar ein feines Scheinopfer um die frei Läuferdiagonale zu seinem Vorteil zu nutzen:

Köhn – Kaufmann nach 17.Se4

17…Sf3+ 18.Dxf3 Lxa1. Köhn wehrte sich noch einige Züge, gab nach einem später folgenden Figurenverlust jedoch auf.

Lange Zeit sah es für Merlin Mänken an Brett fünf nicht gut aus, da er gegen Schröder zwischenzeitlich zwei Minusbauern hatte, beim Übergang ins Endspiel aber zumindest einen Bauern zurückgewinnen konnte. Nach Abtausch aller Offiziere ergab sich die folgende Stellung:

Mänken – Schröder nach 48…Kd7

Hier fand Merlin den schönen Zug 49. a5 und erreichte eine theoretische Ausgleichsstellung. Ausgerechnet der Zug, mit dem er seinem Gegner Remis anbot, patzte Merlin doch kurioserweise nahm Schröder dennoch das Remisangebot an.

Spannung in der letzten Partie

Somit waren beim Zwischenstand von 3,5:3,5 alle Voraussetzungen für ein spannendes Finale geschaffen. Hauptakteure waren an Brett drei Hendrik Mordos auf ESG-Seite sowie sein Mettmanner Kontrahent Pitz. Letzterer hatte die Qualität gewonnen und spielte auf Matt, wobei er offenbar jedoch Hendriks Gegenspiel unterschätzt hatte.

Mordos – Pitz nach 31…Dc2

Die um das Brett versammelten Elberfelder Kiebitze wähnten Hendrik an dieser Stelle bereits als Sieger, doch Pitz rettete sich mit einer Reihe von sehr präzisen Verteidigungszügen ins Remis: 31. Dxd5+ Kg7! (einziger Zug, der ein Matt verhindert) 32. Txb7+ Kh6 33. g4 T8a7 34. g5+ Kh5 und Weiß hat nicht mehr als ein Dauerschach nach 35.Df3+ Kh4 36. Txa7 Txa7 37.Kh2 Ta2 38. Dg3+ usw.

Am Ende gab es somit jeweils einen Mannschafts- und vier Brettpunkte für beide Teams, die sich kurz vor Weihnachten schiedlich-friedlich mit einem Unentschieden voneinander trennten.

[TM]

Erstmal wieder hineinfinden

1. Bezirksliga: Bahn-SC Wuppertal IV – ESG III 5,5 : 2,5

Selten wurde ein Saisonstart so sehr herbeigesehnt wie dieser: Nach über eineinhalb Jahren pandemiebedingter Spielpause, konnten nun auch im Bezirk endlich wieder die Bretter aus dem Materialschrank geholt werden.

Erst einmal wieder hineinfinden lautete vermutlich die Devise für die meisten Akteure und so lief noch nicht alles wie gewohnt. Fabian Werner beispielsweise griff an Brett acht bereits in der Eröffnung fehl und musste seinem Gegner Incioglu bereits nach wenigen Minuten zum Sieg gratulieren.

Königsangriffe als Mittel der Wahl

In der Folgezeit gingen einige ESG-Spieler ein bisschen forscher zu Werke, um den Rückstand zu egalisieren. Hendrik Mordos erspielte sich so am dritten Brett einen kleinen Raumvorteil, den der erfahrene BSW-Akteur Killmer allerdings so gering hielt, dass man sich auf Remis verständigte.
Am zweiten Brett spielte Dominik Hirsch gegen den ehemaligen ESG-Spieler Güthler eine interessante und scharfe Partie, wobei Güthler die Qualität opferte und mit einem Königsangriff erfolgreich blieb. Der vielversprechende Königsangriff des ESG-Jugendspielers Gökce Akgün gegen Dinslage (Brett sieben) führte dagegen nicht zum erhofften Erfolg. Dinslage verblieb mit Materialvorteil im Spiel und gewann die Partie.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer

Ein wenig Hoffnung keimte im Elberfelder Lager noch einmal auf, als Mannschaftsführer Thomas Falk an Brett fünf gegen Engel in ein Leichtfiguren-Endspiel mit Mehrbauern abwickeln konnte. Nur nichts überstürzen war jetzt die Devise, aber Thomas blieb cool und führte das Endspiel sicher zum vollen Punktgewinn. Mit der Niederlage von Dietmar Kaufmann an Brett vier gegen Zlotnic war der Mannschaftskampf aber dann doch zu Gunsten der Gastgeber entschieden. Und so schmerzte die Niederlage von Renè Niebergall zumindest in dieser Hinsicht nicht mehr. Renè hatte sich am sechsten Brett lange umsichtig gegen die Angriffe seines Gegners Müller gewehrt, ein weit aufgerückter Bauer war allerdings nicht zu halten und dies kostete den ESG-Akteur letztlich die Partie.
Immerhin ein wenig Ergebniskosmetik betrieb Thorben Mantler am Spitzenbrett gegen Barz, nachdem er einen Freibauern schaffen konnte und diesen bis kurz vors Umwandlungsfeld manövrierte. Als die Umwandlung nur noch unter schweren Verlusten zu verhindern war, gab sich Barz geschlagen.

Somit stand am Ende eine 2,5 : 5,5-Auftaktniederlage, die zum jetzigen Zeitpunkt auch noch nicht vollständig eingeordnet werden kann. Zumal noch nicht klar ist, welche Konsequenzen eine Platzierung im Tabellenkeller hätte.

[TM]

Die Aufstiegsambitionen untermauert

1. Bezirksliga: Mettmann-Sport – ESG III 1 : 7

Mit einem 7:1-Kantersieg hat die Drittvertretung ihre Aufstiegsambitionen in der 1. Bezirksliga untermauert und führt bei noch drei ausstehenden Spieltagen die Konkurrenz souverän mit drei Punkten Vorsprung an.

Die meisten Partien befanden sich noch im Eröffnungsstadium, da konnte Topscorer Babak Arani Far am Spitzenbrett bereits den ersten vollen Punkt vermelden. Sein Gegner  Hartwig hatte ein Scheinopfer geplant, dann aber mit Erschrecken feststellen müssen, dass sein Offizier tatsächlich kompensationslos verloren ging. Auch Dennis Peters hatte in seiner Partie gegen Weyer an Brett sieben früh die Weichen auf Sieg gestellt:

Peters – Weyer nach 12…Db5

 

Vorsichtigen Spielern wäre die Einschlagsdrohung Dxb2 vielleicht nicht ganz geheuer, doch ein taktischer Spieler wie Dennis lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Nach 13.hxg6 Dxb2 14.Kd1 (hier wäre sogar 14.g7 Dxc2 15.0-0 möglich gewesen) 14…fxg6 15.Lxg6+hxg6 16.Dxg6 Kd7 17.Txh8 ist die Lage im schwarzen Lager hoffnungslos. Folglich gab Weyer wenige Züge später auf.

Thorbens Erfolg und Martin als „Kiebitz“

Zu diesem Zeitpunkt wurde Martin Keller an Brett acht von seinem jungen Kontrahenten Köhn ein Remisangebot unterbreitet. Kurioserweise unterschätzte Köhn hier wohl seine vielversprechende Stellung, die Martin hinterher als aus seiner Sicht „fast schon verloren“ einstufte. Dennoch ließ er sich Zeit und beobachtete in Ruhe den weiteren Verlauf des Mannschaftskampfes. So sah er an Brett vier die feine Mittelspielbehandlung Samuel Harringers, der seinem Gegner Turudic nach und nach Bauern raubte und ihn schließlich zur Aufgabe zwang.

Dass an diesem Spieltag aus ESG-Sicht alles gelang, wurde dann auch an Brett zwei deutlich: Endlich konnte Thorben Mantler seinen ersten Saisonsieg feiern, wobei er gegen Stanislowski lange Zeit nicht gut gestanden und im späten Mittelspiel sogar einen Bauern verloren hatte. Ihm gelang es jedoch, Gegenspiel aufzubauen und die folgende Stellung herbeizuführen:

Stanislowski – Mantler nach 32.Df2

 

Ursprünglich wollte Thorben hier lediglich den Minusbauern zurückholen, doch dann stieß ihm ein noch besserer Zug ins Auge 32…e3. Die attackierte weiße Dame kann die 2. Reihe nicht verlassen und nach dem Damentausch 33.Dxd2 exd2 kann Weiß die Damenumwandlung auf d1 nicht mehr verhindern.

Nun konnte Martin guten Gewissens das Remisangebot annehmen und mit dem 4,5 : 0,5 den Mannschaftssieg eintüten! Fast zeitgleich baute Carsten Becker am 6. Brett den Vorsprung sogar noch weiter aus, indem über Manfred Otto die Oberhand behielt. Carsten war gut und mit Stellungsvorteilen aus der Eröffnung gekommen, fand allerdings keinen zwingenden Gewinnweg. Wie es dann so kommt – Hobbypsychologen mögen hierzu wilde Thesen haben – entpuppte sich ausgerechnet der Zug als partieentscheidender Fehler, mit dem Otto sein Remisangebot unterbreitete. Carsten lehnte ab und gewann sicher.

Alex auf Nummer sicher, Sören kompromisslos

Die letzten noch ausstehenden Partien wurden ebenfalls bald beendet: Alex ging nach turbulentem Partieverlauf mit wechselnden Stellungs- und Materialvorteilen letztlich doch auf Nummer sicher und verständigte sich an Brett fünf mit Schröder auf eine Punkteteilung. Sören Matthey dagegen war motiviert, das Ergebnis noch eindrucksvoller zu gestalten. Er hatte seinem Gegner Sprave an Brett drei zu keinem Zeitpunkt ein wirkliches Gegenspiel erlaubt und erntete dafür folgerichtig den vollen Punkt, sodass der Endstand mit 7:1 unerwartet deutlich ausfiel.

Der Sieg wurde diesmal im TruckStop Cronenberg gefeiert und zwar geschlossen mit sämtlichen acht Akteuren!

[TM]

Nichts für schwache Nerven

1. Bezirksliga: ESG III – Ohligser TV 4 : 4

Wie schrieb der Autor dieser Zeilen noch vor ziemlich genau drei Monaten?! „Die Drittvertretung macht es gerne spannend“ – dies war auch am 5. Spieltag im Heimspiel gegen den Ohligser Turnverein wieder der Fall.

Denn viel schlechter hätte der erste Mannschaftskampf des Kalenderjahres 2020 für die Elberfelder gar nicht beginnen können. Das Remis von Martin Keller an Brett acht gegen den starken OTV-Ersatzmann Nareike war durchaus noch als Erfolg zu werten, danach wurde es für den Gastgeber jedoch bitter. Am 4. Brett war Samuel Harringer eigentlich sehr gut aus der Eröffnung gekommen und konnte sogar materielle Vorteile verbuchen. OTV-Spieler Ommer machte jedoch das Beste aus der Situation und nutzte die durch Bauernverluste halboffenen Linien zu einem letztlich erfolgreichen Mattangriff.

Ähnlich erging es Thorben Mantler an Brett zwei, der gegen Preuss zwar einen Mehrbauern aus der Eröffnung mitnahm, im Endspiel jedoch dem erfahrenen Routinier nicht gewachsen war. Und auch Sören Matthey am 3. Brett blieb nach einem Figurenverlust nichts anderes übrig, als seinem Gegenüber Winkelrath zum Sieg zu gratulieren. Somit lagen die bis dahin verlustpunktfreien ESG-Akteure bereits nach drei Stunden Spielzeit mit 0,5:3,5 zurück. Eine Aufholjagd musste her!

Carstens Kavallerie bläßt zur Aufholjagd

Diese begann mit dem Erfolg von Carsten Becker an Brett sechs über Zymeri.

Becker – Zymeri nach 17…Tde8

 

Schwarz hat einen Mehrbauern, Weiß dafür die Initiative und einen konkreten Plan: In bester Metzger-Manier führte Carsten sein Ross zum Schlachthof und spielte 18.Sxc7. Zymeri hätte hier die Qualität geben und mit 18…Dd7 fortführen können, doch er forderte einen Nachweis über die Korrektheit des Opfers an. Dieses erbrachte Carsten nach 18…Kxc7 19.Db6+ Kc8 20.Lxc6 bxc6 21.Dxc6+ Kb8 22.Db6+ Kc8 23.Dxa6+ Kb8 24.La7+ Ka8 25.Lb6 mit nachfolgendem Matt!

Babak Arani Far führte die Aufholjagd fort und zwang am Spitzenbrett seinen Gegner Baumann mit einem Damengewinn in die Knie. An Brett fünf dagegen sah es zunächst nicht nach einem ESG-Erfolg aus: Alexandr Pertschik schob zwar mutig die Königsbauern nach vorne, sein Gegner Hammerschmidt hatte jedoch die Initiative und war mit drei Offizieren in Alex‘ Stellung eingedrungen. Kurioserweise wurde dabei allerdings die Dame des OTV-Spielers immer weiter eingezwängt, bis sie kein Fluchtfeld mehr hatte – Hammerschmidt gab auf und der Mannschaftskampf war wieder ausgeglichen und bei einer noch ausstehenden Partie denkbar spannend!

Entscheidung oder Unentschieden an Brett sieben?

Knapp fünf Stunden kämpften Dennis Peters und sein Gegenüber Özlügedik an Brett sieben um jeden noch so kleinen Vorteil. Am Ende sah es wohl deutlich besser für Dennis aus, doch müde vom harten schachlichen Duelle willigte er ins Remisangebot des OTV-Mannschaftsführers ein. Somit bleibt die ESG III weiterhin ungeschlagen und ein heißer Kandidat im Aufstiegsrennen der 1. Bezirksliga.

[TM]

Tabellenführung verteidigt

1. Bezirksliga: ESG III – Ronsdorfer SV 5,5 : 2,5

Die Drittvertretung hat die Tabellenführung in der 1. Bezirksliga mit einem klaren Heimerfolg verteidigt: Gegen die zu Saisonbeginn als Aufstiegskonkurrenten gehandelten Ronsdorfer glückte den Elberfeldern ein 5,5:2,5.

Der Mannschaftskampf war etwa 90 Minuten alt, da erhielt Carsten Becker am 6. Brett in ausgeglichener Stellung ein Remisangebot seines Gegners Hellmann. Soweit nichts Ungewöhnliches möchte man meinen, aber dazu später mehr. Während Carsten sich noch Bedenkzeit nahm, reichten sich an Brett zwei Thorben Mantler und Langensiepen bereits die Hände und verständigten sich in einer ereignislosen Partie auf eine Punkteteilung. Für Thorben war es im dritten Spiel der erste zählbare Erfolg.

Deutlich erfolgreicher ist diese Saison Martin Keller unterwegs, der diesmal am 8. Brett gegen Petry jedoch etwas Glück hatte, nicht schon in der Eröffnung in eine schlechte Stellung geraten zu sein:

Keller – Petry nach 8… Db6

 

Dem alternativlosen 9. De2 folgte 9… Sc5 10. h3 Sf6 11. Le3 Da5 und Martin konnte sich konsolidieren. Nach 10… Sd3+! hätte Martin allerdings wertvolles Material verloren: z.B. 11. Dxd3 Sxf2 12. De2 Sxh1 13. Le3 c5 und Weiß hat keine Möglichkeit, den vorwitzigen Sh1 zu fangen.

Im Laufe der Partie bekam Martin dann aber noch einmal die Möglichkeit, seine bislang starken Leistungen zu bestätigen

Keller – Petry nach 29. Lb7

 

Das starke Qualitätsopfer 30. Txd6 ebnete ihm nämlich den Weg zum dritten Sieg im dritten Spiel. Auf 30… Txd6 folgte 31. Dc7 Tc6 32. Txc6 Lxc6 33. Sf5 Db7 34. Dd8+ und Weiß verbleibt mit einem Mehrbauern und Stellungsvorteilen.

Die Uhr tickt, Carsten bleibt cool

Über eine halbe Stunde stand nun schon das Remisangebot an Brett sechs im Raum, doch Carsten blieb cool und blickte weiter auf die anderen Bretter, beispielsweise auf Brett sieben, an dem sich Dennis Peters gegen Boschen eine vielversprechende Stellung mit Mehrbauern erspielt hatte. Aus seiner Sicht unglücklich verspielte er seinen Vorteil jedoch wieder und die Partie endete Remis. Auch Samuel Haringer hatte am 4. Brett gegen Beck einen Mehrbauern, nachdem er seinem Gegner erfolgreich eine Falle gestellt hatte. Das Turmendspiel war allerdings trotz des materiellen Vorteils nicht zu gewinnen.

Im Gegensatz zu seinen Mannschaftskollegen war Sören Matthey an Brett drei gegen Kolander derjenige, der sich verteidigen und um das Remis kämpfen musste. Er tat dies jedoch souverän und abgeklärt, sodass es nie wirklich brenzlig wurde. Brenzlig wurde es höchstens beim Blick auf Carstens noch immer tickende Uhr: ein Ausschlagen des Remisangebotes schien bereits nicht mehr praktikabel, doch Carsten blieb betont locker: „Du weißt doch, wie gut ich blitzen kann“, raunte er dem Schreiber dieser Zeilen mit einem verschmitzten Lächeln zu.

Am Ende wurde es deutlich

Mit dem Sieg von Alexandr Pertschik an Brett fünf über Cziudai war das Thema Weiterspielen für Carsten dann aber auch erledigt und er nahm das vor über einer Stunde ausgesprochene Remisangebot an. Doch auch bei Alex‘ Partie sah es zunächst sehr remislich aus:

Cziudai – Pertschik nach 40… f6

 

41. Txe4 hätte das materielle Gleichgewicht wieder hergestellt, den Turmtausch erzwungen und in ein Endspiel abgewickelt, dass nur durch einen groben Fehler zu verlieren gewesen wäre. Cziudai spielte jedoch 41. e3 und Alex nutzte die Gunst der Stunde: 41… Kd5 42. Td4+ Kc5 43. Txe4 Txe4+ 44. Kxe4 Kc4 und acht Züge später gab der Ronsdorfer in hoffnungsloser Stellung auf.

Den Schlusspunkt setzte Babak Aranifar, der in einer zähen 6-Stunden-Partie RSV-Mannschaftsführer Kosin bezwang. Der 5,5:2,5-Erfolg wurde im ESG-Lager wie gewohnt gebührend mit Pizza gefeiert!

[TM]