Klare Niederlage im Stadtderby

1.  Bezirksliga: Schachfreunde Anna 88 – ESG III 5,5 : 2,5

Dem Hoppeditzerwachen am Samstag folgte das böse Erwachen am Sonntag: Denn eigentlich wollte die Drittvertretung den RĂŒckenwind vom letzten Ligasieg vor zwei Wochen mitnehmen und etwas ZĂ€hlbares im Stadtderby bei den Schachfreunden Anna mitnehmen. Stattdessen gab es im Laurentiustreff eine schmerzliche Niederlage gegen den Aufsteiger.

An Brett sechs musste sich Denis Krzysztala bereits in der Eröffnung eines Angriffs auf seinen rochierten König erwehren. Denis eroberte zwar einen Turm, der Mattangriff seines Gegners Rauter war dennoch durchschlagend und entschied die Partie. Es folgten zwei Punkteteilungen, wobei sich am Spitzenbrett Thorben Mantler und Kuhnhenn bereits nach 13 ZĂŒgen die HĂ€nde reichten. Wesentlich lĂ€nger – nĂ€mlich bis ins Endspiel – kĂ€mpfte Thomas Falk und Passon an Brett fĂŒnf. Das Bauernendspiel schien die gesamte Zeit ĂŒber totremis zu sein, die spĂ€tere Computeranalyse offenbarte jedoch kurzzeitige Gewinnwege zunĂ€chst fĂŒr Thomas, dann fĂŒr Passon. Das vereinbarte Remis scheint somit auch im Nachhinein ein faires Ergebnis zu sein.

Partien kippen zu Ungunsten der ESG

Beim Zwischenstand von 1:2 aus ESG-Sicht kippten nun einige Partien zu Ungunsten der GĂ€ste: ZunĂ€chst musste Peter Wiesemann am 2. Brett die Waffen strecken, nachdem er in eine Springergabel seines Gegners Hölzer getappt war. Dann hatte Martin Keller am 4. Brett das Pech, dass er aufgrund des Zwischenstandes im Mannschaftskampf bedingungslos auf Sieg spielen musste. Seine Stellung bot durchaus das Potenzial dazu, zumal sein Gegner Beil mit akuter Zeitnot zu kĂ€mpfen hatte. Am Ende war es dennoch der Anna-Spieler, der seinen Königsangriff mit einem unabwendbaren Matt abschließen konnte.

Mit der Niederlage an Brett acht war der Mannschaftskampf bereits entschieden: Zwar wehrte sich Nachwuchsspieler Oleksandr Antonenko bei seinem BezirksligadebĂŒt nach KrĂ€ften, musste nach einem Turmverlust im Endspiel jedoch die spielerische Überlegenheit seines GegenĂŒbers Kannengießer anerkennen.

Zumindest ein Debakel wird verhindert

In verbliebenen Partien ging es somit nur noch darum, ein Debakel zu verhindern. Somit war das Remis von Dietmar Kaufmann an Brett zwei gegen Richert durchaus als Erfolg zu werten. Dietmar baute sich gewohnt solide auf und brachte Richert immerhin dazu, eine Menge Bedenkzeit zu verbrauchen. Nach dem Abtrausch der Damen war die Luft allerdings raus und man verstÀndigte sich darauf, die Punkte zu teilen.
In der letzten verbliebenen Partie hatte Ralf Quast am 7. Brett trotz deutlicher Stellungsnachteile den Kampfesmut noch nicht verloren:

Quast – Soechting nach 47…Td7

Mit der Springergabel 48.Th8+ Kg6 49.Se5+ Kh5 50.Sxd7 konnte Ralf die Partie zu seinen Gunsten drehen und seinen Gegner Soechting wenige ZĂŒge spĂ€ter zur Aufgabe zwingen.

Dennoch stand am Ende eine klare Niederlage im Stadtderby, was die Drittvertretung im Kampf um den Klassenerhalt wieder zurĂŒckgeworfen hat. Ein schachlicher Aschermittwoch ist es so kurz nach dem Hoppeditzerwachen zwar nicht, aber in den kommenden MannschaftskĂ€mpfen mĂŒssen Punkte her!

Der Hoppeditz weiß, was zu tun ist.

Erster Saisonsieg

1.  Bezirksliga: Schachfreunde Neviges – ESG III 2,5 : 5,5

Die Drittvertretung konnte vergangenen Sonntag den ersten Saisonsieg feiern und sich damit ein wenig Luft im Abstiegskampf der 1. Bezirksliga verschaffen. Dabei musste MannschaftsfĂŒhrer Thomas Falk im Vorfeld einige GesprĂ€che fĂŒhren und Nachrichten schreiben, ehe er seine Acht zusammen hatte. Doch auch die Gastgeber konnten nicht in Bestbesetzung antreten – ErkĂ€ltungsviren gibt es schließlich auch in Velbert – bekamen aber ebenfalls acht Spieler ans Brett.

Den ersten Sieg konnte Martin Keller an Brett vier vermelden: Sein Gegner Konrad Öttl hatte in der Eröffnung ĂŒberraschend eine Figur gegen zwei Bauern geopfert und tatsĂ€chlich gefĂ€hrliches Gegenspiel erhalten. Martin schaffte es jedoch, die Bauern rechtzeitig vor den Umwandlungsfeldern zu verhaften und den Materialvorteil in einen vollen Punkt umzumĂŒnzen. Es folgte ein sicheres Remis von Thomas Falk an Brett sechs gegen Jens Schneider, ehe Dietmar Kaufmann am 3. Brett die ESG-FĂŒhrung ausbauen konnte. Dietmar und sein GegenĂŒber Binas verließen relativ schnell die gewohnten Theoriepfade zugunsten eines sehr scharfen Abspiels mit beidseitig unrochierten Königen.

Kaufmann – Binas nach 16…Dd7

Nach dem ungenauen Zug seines Gegners schlug Dietmar Kapital aus der halboffenen h-Linie und fuhr mit 17.Dxd7+ Kxd7 18.Txh7 fort. Binas blieb nichts anderes ĂŒbrig, als mit 18…Txh7 19.gxh7 Lg7 20.hxg8 seinen Springer zu opfern. Dietmar nahm den Materialvorteil mit ins Endspiel und gewann dieses problemlos.

Ein ungestĂŒmer Angriff und ein kletternder Orang-Utan

Ein weniger glĂŒckliches HĂ€ndchen hatte Berk Boyacioglu, der an Brett fĂŒnf gegen GĂŒnther zu ungestĂŒm mit seinen Bauern nach vorne marschiert war, und dabei einen Bauern verlor. GĂŒnther gewann Oberwasser und verwandelte den Materialvorteil sicher zum Sieg.
„Mich laust der Affe!“ wird sich Alexander Schneider an Brett sieben möglicherweise gedacht haben, als ihn ESG-Ersatzmann Ralf Quast mit dem „Orang-Utan“ – wie die Sokolski-Eröffnung scherzhaft auch genannt wird – konfrontierte. TatsĂ€chlich wusste Schneider dem ungewöhnlichen Aufbau nie so recht beizukommen, was Ralf geschickt zu seinem Vorteil nutzte und schließlich den vollen Punkt einfuhr. Somit wog die unglĂŒckliche Niederlage von Peter Wiesemann an Brett zwei gegen Friedrich auch nicht allzu schwer. Die gesamte Partie ĂŒber hatte sich Peter sehr gut gegen die konstanten Angriffe seines Nevigeser GegenĂŒbers erwehren können und schließlich ein Turmendspiel abtauschen können, dass fĂŒr Friedrich nicht zu gewinnen war. Jedoch ein Turmtausch brachte Friedrich auf die Siegerstraße, was Peter erst nach dem erfolgten Abtausch realisiert hatte.

Am Ende wird es deutlich

Am Ende wurde es aber dennoch ein klarer Mannschaftssieg fĂŒr die ESG, da die beiden noch ausstehenden Partien gewonnen wurden: ZunĂ€chst brachte Frank-Peter Tiegs an Brett acht seinen Gegner Bagi dazu, sich am Igelaufbau die ZĂ€hne auszubeißen. Dann eroberte er wĂ€hrend des zu stĂŒrmischen Angriffs seines Gegners einen Offizier und fĂŒhrte die Partie umsichtig zum Sieg.
Nach ĂŒber fĂŒnf Stunden Spielzeit gelang es auch Thorben Mantler am Spitzenbrett, seinen Gegner Klaus Meyer zur Aufgabe zu zwingen:

Mantler – Meyer nach 21…Tae8

Das Figurenopfer 22.Sxe6 Txe6 war noch korrekt, doch Thorbens Fortsetzung 23.Sxd5 verpasste den sicheren Gewinnweg 23.Lxd5 (z.B. 23…Kh8 24.Lxe6 Dxe6 25.e4 fxe4 26.Td6 mit klarem Vorteil fĂŒr Weiß). In der Folgezeit entstand ein Endspiel mit Turm und sieben Bauern auf Thorbens Seite sowie Turm, Springer und zwei Bauern auf Seiten Meyers. Auch nicht unbedingt das, was man in LehrbĂŒchern findet und somit musste Thorben ordentlich kĂ€mpfen, bis er schlussendlich einen Bauern durchbringen und die Partie gewinnen konnte.

Die Drittvertretung hat nach dem ersten Saisonsieg jetzt Anschluss ans Tabellenmittelfeld und könnte mit einem Erfolg in zwei Wochen gegen die SF Anna 88 sogar ein wenig Abstand zu den AbstiegsplÀtzen gewinnen.

[TM]

Bezirksmannschaftsblitz: Mission erfĂŒllt

Wurde der Bezirksmannschaftsblitz in der Nach-Corona-Zeit nicht ausgetragen, da sich nicht mehr als die vier sich fĂŒr den Verband qualifizierenden Mannschaften meldeten (in der Regel zwei Mannschaften der SG Solingen und zwei der Elberfelder SG), so wurde der Mannschaftsblitz des SBBL dieses Jahr mit sieben Mannschaften ausgetragen, unter ihnen zwei Elberfelder Mannschaften.

UrsprĂŒnglich wollte man sogar mit einer dritten Jugendmannschaft antreten, doch musste man diesen Traum letzte Woche aufgeben. Doch Corona lĂ€sst noch nicht davon ab, ins Schachgeschehen einzugreifen und brachte kurzfristig auch die zweite Mannschaften ins Wanken.

Zum GlĂŒck konnte in Dominik Hirsch und MĂ€rlin MĂ€nken Ersatz gefunden werden, die am Vormittag in der Jugendregionalliga ebenfalls in Solingen spielten, so die Theorie. Sollte sich diese Idee als Seifenblase erweisen, haben sich Ronny MĂŒller und Martin Keller als weitere Reserve zur VerfĂŒgung gehalten. Zum GlĂŒck konnten Dominik und Merlin ihre Partien rechtzeitig beenden, um am Blitzen teilnehmen zu können.

Ein Blick in den Spielsaal am Nachmittag zeigte, dass Solingen zwar mit drei Mannschaften teilnimmt, aber mit einer machbaren Besetzung antrat. So wurden dann die Elberfelder mit FM Reiner Odendahl, Mykyta Volkov, Merlin MĂ€nken, Michael Podder sowie FM Frank Noetzel, Gerd Kurr, Dominik Hirsch, Alexandr Pertschik aufgeteilt, um sich mit beiden Mannschaften fĂŒr das Verbandsblitzen im kommenden MĂ€rz zu qualifizieren.

Nach vierzehn Runden hatten sich nicht nur die beiden Elberfelder Mannschaften qualifiziert, sondern die erste gewann denkbar knapp mit einem halben Brettpunkt vor Solingen die Meisterschaft. Die zweite landete auf den dritten Platz.

Alle Informationen zum Turnier findet Ihr hier:
SBBL-Mannschaftsblitz

[thf]

MissglĂŒckter Saisonstart

1.  Bezirksliga: ESG III – Vohwinkeler SC 3 : 5

MissglĂŒckter Saisonstart fĂŒr die Drittvertretung: Auch das Heimspiel am Sonntag gegen Aufsteiger Vohwinkel wurde verloren. Damit wartet das Bezirksligateam nach zwei Spieltagen weiterhin auf den ersten Punktgewinn.

Dabei gestaltete sich der Auftakt des Mannschaftskampfes sehr vielversprechend: An Brett sechs konnte MannschaftsfĂŒhrer Thomas Falk seinen Gegner Pietzka zunĂ€chst immer weiter einengen und schließlich mit einer Bauerngabel einen Turm erobern. Auch Martin Keller wirkte unmittelbar nach der Partie noch glĂŒcklich ĂŒber sein Remis gegen Nareike, da er das spĂ€te Mittelspiel mit einem Minusbauern bestreiten musste. Die spĂ€tere Analyse zeigte jedoch, dass Martins Initiative und aktiveren Figuren den Bauern mehr als kompensierten, sodass man von einer klar besseren Stellung des Elberfelders sprechen musste.

Die ESG-Akteure bleiben optimistisch

Doch zunĂ€chst blieb man im ESG-Lager weiterhin optimistisch, zumal der zwischenzeitliche Ausgleich nach der Niederlage von Valeriia Antonenko (Brett sieben) gegen Dietze nicht lange Bestand hatte. An Brett acht gelang Denis Krzysztala nĂ€mlich postwendend die erneute ESG-FĂŒhrung, nachdem er seinem Gegner Denner eine gefesselte Figur abnehmen konnte. An den ĂŒbrigen Brettern deutete sich zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht an, dass der Mannschaftskampf kippen könnte. Jedoch folgten gleich zwei Partien mit aus ESG-Sicht unglĂŒcklichen VerlĂ€ufen:

An Brett vier hatte sich Moritz Perne gegen Knapp eine Gewinnstellung erspielt, wobei der „Vollstreckungszug“ allerdings schwer zu finden war.

Perne – Knapp nach 26…Tb8

Nach dem Scheinopfer 27.Lf4! muss die Dame die Deckung des Bauern d5 aufgeben und Schwarz gerĂ€t in eine hoffnungslose Stellung 27…Dxf4 28.Dxd5+ Df7 Dxd4. Moritz wĂ€hlte stattdessen das Abspiel 27.Lc3 Le6 28.Lxd4 Dxd4 29.Dc3 um das von ihm ursprĂŒnglich angestrebte Remis zu erreichen. Objektiv ist die Stellung ausgeglichen, doch die schwarzen Zentrumsbauern erwiesen sich als mĂ€chtige Waffe im Endspiel, sodass Knapp dieses fĂŒr sich entscheiden konnte.

QualitÀtsopfer bringen nicht den erhofften Erfolg

Am Spitzenbrett riskierte Thorben Mantler gegen Hegde ein QualitĂ€tsopfer, um drei verbundene Freibauern am DamenflĂŒgel zu generieren. Die Bauern kamen jedoch nie wirklich nach vorne und Hegde spielte seinen Materialvorteil erbarmungslos zum vollen Punktgewinn aus.

Die letzten Hoffnungen, zumindest noch ein 4:4-Unentschieden erreichen zu können, zerschlugen sich mit der Niederlage von Berk Boyacioglu am 5. Brett. Ähnlich wie Thorben hatte Berk ein QualitĂ€tsopfer riskiert, in seinem Fall allerdings mit der Hoffnung auf einen Königsangriff. Sein Gegner Pufal verbrauchte viel Bedenkzeit, fand allerdings auch stets die richtigen VerteidigungszĂŒge und fĂŒhrte mit dem Materialvorteil die Partie zum Sieg.

Die Elberfelder standen somit trotz des guten Beginns am Ende mit leeren HĂ€nden da. In der nĂ€chsten Runde muss gegen Neviges somit etwas ZĂ€hlbares rausspringen, will man im Kampf um den Klassenerhalt nicht frĂŒhzeitig in eine prekĂ€re Lage geraten.

[TM]

Witzhelden 1 vs ESG III: 5,5:2,5

Ein schweres Rangnummernlos hatte die Drittvertretung der Elberfelder Schachgesellschaft heute beim diesjÀhrigen Auftaktspiel in der ersten Bezirksliga des Schachbezirks Bergisch-Land: Musste man doch ausgerechnet gegen den Absteiger aus der Verbandsklasse antreten: Witzhelden 1.

Ein Blick auf die Statistik verrĂ€t, dass Witzhelden im Schnitt 175 DWZ-Punkte mehr aufweist. Da hieß es, wertvolle Brettpunkte fĂŒr den Abstiegskampf sammeln. Zwar musste MannschaftsfĂŒhrer Thomas Falk auf sein erstes Brett, Thorben Mantler, verzichten, doch sonst ist von der dritten alles angetreten, was Rang und Namen hat, unter ihnen die Neuerwerbungen Moritz Perne, Valeria Antonenko und Ralf Quast. Zwar musste Witzhelden auch auf ihr erstes Brett verzichten, doch auch sie sind mit dem besten aufgeschlagen, was sie haben, und machten ihr Ziel deutlich: Wiederaufstieg in den Verband.

Schnell lag man durch Niederlagen von Valeria und Moritz 2:0 hinten, bevor Berk das erste Remis einfahren konnte. Es folgten dann ein paar weitere von Martin, Peter und Thomas, und der Kampf war zugunsten von Witzhelden entschieden. Da machte es nichts, dass auch Ralf seine Partie verlor, bevor Dietmar mit seinem Remis noch etwas Ergebniskosmetik betreiben konnte.

Am 1. Oktober empfÀngt die dritte zuhause dann den Vohwinkeler SC, eine Begegnung, die nicht minder schwer sein wird.

[thf]

 

Was zÀhlt ist der Klassenerhalt!

1. Bezirksliga: ESG III – Schwarz-Weiß Remscheid 1,5 : 6,5

Stark ersatzgeschwÀcht musste die Drittvertretung zum Saisonabschluss eine deftige Klatsche einstecken, was allerdings nicht das Gesamtbild einer insgesamt zufriedenstellenden Spielzeit schmÀlern soll. Trotz aller Widrigkeiten hat die ESG III immerhin solide den Klassenerhalt geschafft.

Die Niederlage der Gastgeber zeichnete sich schon frĂŒh ab: An Brett fĂŒnf musste Hakan UludĂŒz gegen Ferger die Segel streichen, nachdem er beim Versuch eine Springergabel anzubringen, den Springer ohne Materialgewinn verloren geben musste. Am 2. Brett lieferte sich Martin Keller einen spannenden Schlagabtausch mit Barten. Beide Spieler hatten ihren Bauern bis kurz vors Umwandlungsfeld gezogen, Barten hĂ€tte jedoch mit Schach umgewandelt, was ihm den partieentscheidenden Vorteil gab. Am Spitzenbrett glaubte Thorben Mantler, angesichts schnell abgetauschter Damen auf die Rochade verzichten zu können. Sein Gegner Dr. MĂŒnich bestrafte den in der Mitte verbliebenen König jedoch und zwang Thorben zur Aufgabe.

Zumindest nicht „Schwarz gespielt“

Zwischenzeitliche BefĂŒrchtungen, man könne gar „Schwarz gespielt“ werden – also 0:8 verlieren – konnte Peter Wiesemann am 4. Brett gegen Kittling zerstreuen. Peter spielte solide, tauschte viel ab und konnte am Ende immerhin ein HĂ€lftchen erspielen. Lange sah es auch bei RenĂš Niebergall  an Brett acht nach einer Punkteteilung aus. Im ausgeglichenen Mittelspiel ließ sich RenĂš jedoch zu einem riskanten Springermanöver verleiten, dass sein Gegner Stiller zu einem Bauerngewinn nutzte, mit dem er die Partie fĂŒr sich entschied.

„Am schwersten ist es, ein gewonnenes Spiel zu gewinnen“, wusste bereits der deutsche Weltmeister Dr. Emmanuel Lasker. Leider musste auch RĂŒdiger Horn an Brett fĂŒnf diese Erfahrung machen, als er gegen Löffler folgende Stellung auf dem Brett hatte:

Löffler – Horn nach 26.h4

Offenkundig steht Schwarz dank QualitĂ€tsvorteils und Mehrbauern auf Gewinn, doch die weiße Drohung h5 ist nicht zu unterschĂ€tzen. RĂŒdiger versuchte mit dem Damentausch 26…Dg7 den weißen Angriff zu stoppen, geriet aber nach 27.Dxg7+ Kxg7 28.Sxc5 plötzlich in eine missliche Lage und fand auch nicht mehr in die Partie zurĂŒck.
Ähnlich unglĂŒcklich verlief die Partie von Julian Brandt, der am 6. Brett gegen Vöpel bereits in der Eröffnung zwei Bauern erobern konnte. Bei einem dritten Bauerngewinn ließ Julian jedoch einen Offizier ungedeckt, sodass eine unklare Stellung entstand. Letztlich geriet der ESG-Akteur in ein Mattnetz, als er seine Bauern Richtung Umwandlungsfelder nach vorn schicken wollte.

Dietmar betreibt Ergebniskosmetik

Zum Abschluss des Mannschaftskampfes konnte Dietmar Kaufmann an Brett drei noch einmal Ergebniskosmetik betreiben. Sein GegenĂŒber, Freiknecht, hatte bereits in der Eröffnung einen Offizier eingebĂŒĂŸt, aber ungeachtet des Materialnachteils weiter gekĂ€mpft. Dietmar parierte jedoch sĂ€mtliche Königsangriffe und fuhr die Partie sicher nach Hause.

Die Drittvertretung verabschiedet sich mit einem soliden Mittelfeldplatz in die Sommerpause und hat ihr Saisonziel somit erreicht. In der kommenden Saison dĂŒrften die Trauben etwas höher hĂ€ngen, da mehrere Teams aus der Verbandsklasse in die Bezirksliga absteigen und das Niveau der höchsten Spielklasse im Bezirk noch einmal anheben dĂŒrften.

[TM]

Mit Kantersieg zum Klassenerhalt

1. Bezirksliga: SC Tornado Wuppertal – ESG III 1,5 : 6,5

Die Drittvertretung hat mit einem Kantersieg den Klassenerhalt gesichert und wird auch nÀchste Saison in der höchsten Liga des Bezirks auf Punktejagd gehen.

Thorben Mantler kam am Spitzenbrett zu einem kampflosen Erfolg und hatte deshalb genĂŒgend Zeit, Fotos zu schießen und die Partien zu beobachten. Dabei stachen ihm zwei Partien ins Auge, in denen seine Teamkollegen bereits in der Eröffnung die Weichen auf Sieg stellen konnten:
Da war zunĂ€chst einmal Deniz Krzysztala, der an Brett sieben gegen Frericks zunĂ€chst mehrere Bauern und spĂ€ter sogar einen LĂ€ufer erobern konnte. Nach gerade einmal 18 ZĂŒgen war Frericks Stellung bereits hoffnungslos, sodass sich dieser geschlagen gab.
Gar nur 15 ZĂŒge benötigte Berk Boyacioglu, um am 6. Brett sein GegenĂŒber Block in die Knie zu zwingen. Block hatte seine Dame zu frĂŒh ins Spiel gebracht, was Berk nutzte, um mit Tempogewinnen seine Stellung zu verbessern und sich am Ende mit Materialgewinnen fĂŒr sein gutes Spiel zu belohnen.

Die hinteren Bretter punkten voll

Die Siegesserie der GĂ€ste wurde kurzzeitig unterbrochen, als sich Peter Wiesemann am 4. Brett mit Kortwig nach durchweg ausgeglichenem Spielverlauf auf Remis verstĂ€ndigte. Doch schon die nĂ€chste Entscheidung fiel wieder zugunsten der ESG aus: MannschaftsfĂŒhrer Thomas Falk hatte an Brett fĂŒnf gegen Schulte nach durchweg druckvollem Spiel nicht optimal abgewickelt und fand sich in folgender Stellung wieder:

Falk – Schulte nach 33…axb4

Schwarz hat zwar einen Mehrbauern, die Stellung ist angesichts der besser postierten Figuren im weißen Lager ausgeglichen. Der Weiße Plan muss darin bestehen, mit dem König zum DamenflĂŒgel zu laufen und den Bauern b4 einzukassieren, wĂ€hrend Schwarz seinen LĂ€ufer nach c8 und seinen König nach d6 ĂŒberfĂŒhren muss. Thomas fand relativ prĂ€zise den korrekten Plan, wĂ€hrend Schulte erfolglos einen Durchbruch am KönigsflĂŒgel anvisierte und nach dem Verlust der Zentralbauern aufgab.

Die 100% Quote an den hinteren Brettern sicherte Benedikt Abel an Brett acht mit seinem Erfolg ĂŒber Caknak. Benedikt hatte im Mittelspiel zunĂ€chst zwei Bauern erobert und schließlich mit einer Fesselung die QualitĂ€t erobert. Im nun hoffnungslosen Endspiel gab sich Cakmak geschlagen.
In der fĂŒr den Mannschaftskampf nun nicht mehr relevanten Partie an Brett drei verstĂ€ndigte sich Dietmar Kaufmann daraufhin mit seinem GegenĂŒber JĂŒhrs auf eine Punkteteilung. Das Spiel verlief durchweg ausgeglichen, sodass beide Konttrahenten mit der Punkteteilung zufrieden waren.

Martin Keller setzt den Schlusspunkt

Den Schlusspunkt im Mannschaftskampf setzten Martin Keller und sein GegenĂŒber an Brett zwei, Wegner. Martin hatte wie bereits einen Spieltag zuvor ein Turmendspiel auf dem Brett, diesmal allerdings kĂ€mpfte er um mehr als „nur“ ein HĂ€lftchen:

Wegner – Keller nach 70.Ke4

Der zuverlĂ€ssigste Gewinnweg ist wohl 70…Ta7 mit der unabwendbaren Drohung Txa6. Martin unterschĂ€tzte allerdings den Randbauern und versuchte 70…Kd1, woraufhin Wegner den rettenden Zug 71.a7! fand. Martin war zu 71…Txa7 gezwungen, was nach 72.Kxd3 zu einer theoretischen Remisstellung fĂŒhrte. Die EnttĂ€uschung hielt sich bei Martin und im ESG-Lager allerdings in Grenzen, da nunmehr der 6,5:1,5-Erfolg und der damit verbundene Klassenerhalt feststand.

[TM]

Vonkeln III – ESG IV 4 : 2

Leider hat es gegen die Mannschaft aus Vonkeln nicht gereicht.
Trotz großer Anstrengung haben wir den Kampf verloren.

Es fing schon recht schwierig mit der Anreise an. So einfach war das Spiellokal nicht zu finden. PĂŒnktlich um 10:00 Uhr ging es dann aber los:  An Brett 6 war Tim gegen von der Au leider schon nach 30 Minuten auf der Verliererstrasse. Etwas zu schnell gespielt und daraus gelernt; beim nĂ€chsten Mal macht er es besser.
Lian wĂ€hlte an Brett 2 die Caro-Can Eröffnung, die sein Gegner, Reißberg, offensichtlich nicht so gut kannte. Lian gewann bereits am Anfang einen Bauern und hatte eine sehr gute Stellung. Ganz geschickt fĂŒhrte er die Partie ins Endspiel, um den Punkt fĂŒr die ESG einzufahren.
Arthur an Brett 5 stand von Anfang an gegen seine Gegnerin Pflaum besser, und wir waren uns alle sicher, dass er gewinnen wĂŒrde. Tja, dachten wir. Je lĂ€nger die Partie dauerte, um so unkonzentrierter wurde er leider. Die Partie drehte sich zu unseren Ungunsten, und der Punkt war weg. Egal Arthur, du hast sehr schön gespielt.
Nun waren noch 3 Partien offen. An Brett 1 hatte es  Benedikt mit dem „alten Hasen“ Andreas Etzel zu tun.  Schon zu Beginn tauschte Benedikt eine Leichtfigur gegen zwei Bauern. Das sollte sich am Ende rĂ€chen, und Etzel gewann die Partie routiniert. Bei Gökce sah es Ă€hnlich aus . Zwei Bauer gegen einen Springer reichten am Ende an Brett 3 gegen Ludwig nicht aus. Nun stand es bereits 3 : 2 gegen uns. Da war da noch unser Moritz an Brett 4 gegen Siegler. Moritz hatte seinen Gegner von Anfang an im Griff und ĂŒbte einen so großen Druck auf seinen Gegner aus, dass dieser einen Springer einstellte. Siegler gab aber nicht so einfach auf, sondern erhöhte seinerseits den Druck. Das ging aber wohl so auf die Nerven, dass er in eine Gabel tappte und einen weiteren Turm eingestellt hĂ€tte. Er gab dann auf.

Fazit: die Jungs haben alles gegeben, toll gespielt und viel Freude gehabt. Darauf lÀsst sich aufbauen

[RH]

Wichtige ZĂ€hler im Kampf um den Klassenerhalt

1. Bezirksliga: Mettmann-Sport – ESG III 3,5 : 4,5

Denkbar knapp und bis zum Ende spannend war der Mannschaftskampf der Drittvertretung bei Mettmann Sport, bei dem es fĂŒr beide Teams um wichtige ZĂ€hler im Kampf um den Klassenerhalt ging.

Am Spitzenbrett wurde Thorben Mantler von Meyer mit einem Figurenopfer ĂŒberrascht und sah aufgrund der nun sehr offenen Königsstellung keine Chancen mehr, das Ruder noch herumzureißen.
Zudem stand Denis Krzysztala zu diesem Zeitpunkt bereits auf Gewinn, was die Niederlage verschmerzbar machte. Denis war am 7. Brett gegen Otto zunĂ€chst unter Druck geraten, konnte sich dann aber befreien und sogar eine Mehrfigur erobern, was ihm eine einfache GewinnfĂŒhrung im Endspiel bescherte.

An Brett drei verbuchte Dietmar Kaufmann zunÀchst ordentliche Stellungsvorteile. Sein Gegner Pitz konsolidierte sich jedoch nach und nach, bis die Stellung am Ende ausgeglichen war und die Partie folglich Remis endete.
Eine wilde Partie boten ESG-MannschaftsfĂŒhrer Thomas Falk und Hansen am 5. Brett: Bei entgegengesetzten Rochaden riskierte Hansen ein Figurenopfer, um Thomas‘ KönigsflĂŒgel aufzureißen. Thomas konnte seinen König jedoch sichern und den Materialvorteil sogar soweit ausbauen, dass sich Hansen schließlich geschlagen gab.

Zwei unterschiedliche Turmendspiele

Eine unglĂŒckliche Niederlage musste Hakan UludĂŒz an Brett sechs gegen Sprave verdauen. Bereits einen Bauern im RĂŒckstand, wollte Hakan im Turmendspiel mit Gewalt einen Freibauern zur Damenumwandlung durchdrĂŒcken. Dabei ging allerdings auch dieser Bauer verloren, sodass Hakan mit zwei Minusbauern auf verlorenem Posten stand und aufgab.
Dass zwei Minusbauern allerdings nicht zwingend ein verlorenes Turmendspiel bedeuten mĂŒssen bewies Martin Keller am 2. Brett gegen Turudic:

Turudic – Keller nach 59.h4

WĂ€ren die Bauern entweder verbundenen oder aber weiter voneinander entfernt, wĂ€re das Endspiel trotz der ungĂŒnstigen Königspositionen fĂŒr Weiß gewonnen gewesen. In der Konstellation jedoch ist das Endspiel ohne einen schwarzen Patzer nicht zu gewinnen. Diesen Gefallen tat Martin dem Mettmanner indes nicht, sodass die Partie Remis endete.

Benedikt Abel hatte indes andere PlÀne, als sich am 8. Brett gegen Weyer mit einem Remis zufriedenzugeben. Materiell leicht im Nachteil, scheuchte Benedikt den gegnerischen König aus dessen Deckung und erzwang den spielentscheidenden Fehler:

Weyer – Abel nach 40.De2

Weyer wollte mit dem Damentausch Benedikts Angriff stoppen, doch der ESG-Spieler fand die schöne Taktik 40…Txd4+ und zwang seinen Gegner somit zur Aufgabe.

Versammlung um Brett vier

Nun versammelten sich alle Anwesenden um das 4. Brett, an dem Peter Wiesemann gegen Köhn die wohl nervenaufreibendste Partie des Tages spielte: ZunÀchst auf Gewinn stehend, gab sich der ESG-Routinier mit einer Remisabwicklung zufrieden, die den Mannschaftserfolg gesichert hÀtte. Dann hatte Köhn plötzlich eine Gewinnstellung auf dem Brett, verfolgte jedoch den falschen Plan und so hatte man am Ende doch eine tote Remisstellung auf dem Brett, die der ESG den knappen AuswÀrtserfolg sicherte.

Das 4. Brett umringt von Kiebitzen

[TM]

ESG I – Langenfeld 4:4

Der 7.Spieltag in der NRW-Liga stand fĂŒr Elberfeld unter einem ungĂŒnstigen Stern. 3 Stammspieler mussten krankheitsbedingt kurzfristig ersetzt werden. Mit Thomas Fuchs, Gerhard Arold und Michael Podder erklĂ€rten sich dankenswerterweise drei Vereinskollegen bereit, die LĂŒcke zu fĂŒllen, und das gelang ganz gut.

WĂ€hrend der Berichtsverfasser neben seiner Augenerkrankung noch mit defekten Uhren und Kaffeekannen haderte, begann der Kampf auf Augenhöhe zwischen den beiden „Seniorenmannschaften“ und es blieb spannend bis zum Schluss nach 6 Stunden Spielzeit: Thomas und Uli einigten sich mit ihren Gegnern bald auf Remis, und Helge schoss das FĂŒhrungstor mit einer souverĂ€n gefĂŒhrten Weißpartie. Bis zur ersten Zeitkontrolle hatte Langenfeld zwischenzeitlich ausgleichen können. Michael zog gegen seinen nominell stĂ€rkeren Gegner den KĂŒrzeren. Gerhard hielt seine etwas gedrĂŒckte Stellung mit Schwarz unter Kontrolle und erreichte den Remishafen.

Etwas ĂŒberraschend aus ebenso gedrĂŒckter Stellung mit Schwarz konterte Achim, der diese Saison eine sehr gute Performance erzielt hat, seinen Gegner aus und erzielte die erneute FĂŒhrung fĂŒr die ESG. Beim Stand von 3,5 zu 2,5 ging es in die letzte Stunde. Gerd und Frank kĂ€mpften um den Ausgleich in unĂŒbersichtlichen Stellungen. Sieg, Unentschieden oder gar Niederlage fĂŒr Elberfeld, alles war möglich.

Mit 2 Minuten Restbedenkzeit bot Franks Gegner Remis an, der mit 8 Minuten Restbedenkzeit ĂŒberlegte, ob er noch gewinnen kann und muss. Die andere Partie von Gerd lief nĂ€mlich auch noch. In dem Moment, als Frank sich innerlich entschieden hatte, in das Remis einzuwilligen, fiel seine Platte. Ihm war nicht bewusst, dass es keine dritte Bedenkzeit im NRW-Bereich gibt, sehr peinlich. Retter des Tages war Gerd, der mit QualitĂ€t weniger im Endspiel das Unentschieden halten konnte, so dass nach voller Spielzeit ein leistungsgerechtes 4:4  Endergebnis feststand.

[FN]