Was zählt ist der Klassenerhalt!

1. Bezirksliga: ESG III РSchwarz-Weiß Remscheid 1,5 : 6,5

Stark ersatzgeschwächt musste die Drittvertretung zum Saisonabschluss eine deftige Klatsche einstecken, was allerdings nicht das Gesamtbild einer insgesamt zufriedenstellenden Spielzeit schmälern soll. Trotz aller Widrigkeiten hat die ESG III immerhin solide den Klassenerhalt geschafft.

Die Niederlage der Gastgeber zeichnete sich schon fr√ľh ab: An Brett f√ľnf musste Hakan Ulud√ľz gegen Ferger die Segel streichen, nachdem er beim Versuch eine Springergabel anzubringen, den Springer ohne Materialgewinn verloren geben musste. Am 2. Brett lieferte sich Martin Keller einen spannenden Schlagabtausch mit Barten. Beide Spieler hatten ihren Bauern bis kurz vors Umwandlungsfeld gezogen, Barten h√§tte jedoch mit Schach umgewandelt, was ihm den partieentscheidenden Vorteil gab. Am Spitzenbrett glaubte Thorben Mantler, angesichts schnell abgetauschter Damen auf die Rochade verzichten zu k√∂nnen. Sein Gegner Dr. M√ľnich bestrafte den in der Mitte verbliebenen K√∂nig jedoch und zwang Thorben zur Aufgabe.

Zumindest nicht „Schwarz gespielt“

Zwischenzeitliche Bef√ľrchtungen, man k√∂nne gar „Schwarz gespielt“ werden – also 0:8 verlieren – konnte Peter Wiesemann am 4. Brett gegen Kittling zerstreuen. Peter spielte solide, tauschte viel ab und konnte am Ende immerhin ein H√§lftchen erspielen. Lange sah es auch bei Ren√® Niebergall¬† an Brett acht nach einer Punkteteilung aus. Im ausgeglichenen Mittelspiel lie√ü sich Ren√® jedoch zu einem riskanten Springerman√∂ver verleiten, dass sein Gegner Stiller zu einem Bauerngewinn nutzte, mit dem er die Partie f√ľr sich entschied.

„Am schwersten ist es, ein gewonnenes Spiel zu gewinnen“, wusste bereits der deutsche Weltmeister Dr. Emmanuel Lasker. Leider musste auch R√ľdiger Horn an Brett f√ľnf diese Erfahrung machen, als er gegen L√∂ffler folgende Stellung auf dem Brett hatte:

Löffler РHorn nach 26.h4

Offenkundig steht Schwarz dank Qualit√§tsvorteils und Mehrbauern auf Gewinn, doch die wei√üe Drohung h5 ist nicht zu untersch√§tzen. R√ľdiger versuchte mit dem Damentausch 26…Dg7 den wei√üen Angriff zu stoppen, geriet aber nach 27.Dxg7+ Kxg7 28.Sxc5 pl√∂tzlich in eine missliche Lage und fand auch nicht mehr in die Partie zur√ľck.
√Ąhnlich ungl√ľcklich verlief die Partie von Julian Brandt, der am 6. Brett gegen V√∂pel bereits in der Er√∂ffnung zwei Bauern erobern konnte. Bei einem dritten Bauerngewinn lie√ü Julian jedoch einen Offizier ungedeckt, sodass eine unklare Stellung entstand. Letztlich geriet der ESG-Akteur in ein Mattnetz, als er seine Bauern Richtung Umwandlungsfelder nach vorn schicken wollte.

Dietmar betreibt Ergebniskosmetik

Zum Abschluss des Mannschaftskampfes konnte Dietmar Kaufmann an Brett drei noch einmal Ergebniskosmetik betreiben. Sein Gegen√ľber, Freiknecht, hatte bereits in der Er√∂ffnung einen Offizier eingeb√ľ√üt, aber ungeachtet des Materialnachteils weiter gek√§mpft. Dietmar parierte jedoch s√§mtliche K√∂nigsangriffe und fuhr die Partie sicher nach Hause.

Die Drittvertretung verabschiedet sich mit einem soliden Mittelfeldplatz in die Sommerpause und hat ihr Saisonziel somit erreicht. In der kommenden Saison d√ľrften die Trauben etwas h√∂her h√§ngen, da mehrere Teams aus der Verbandsklasse in die Bezirksliga absteigen und das Niveau der h√∂chsten Spielklasse im Bezirk noch einmal anheben d√ľrften.

[TM]

Mit Kantersieg zum Klassenerhalt

1. Bezirksliga: SC Tornado Wuppertal – ESG III 1,5 : 6,5

Die Drittvertretung hat mit einem Kantersieg den Klassenerhalt gesichert und wird auch nächste Saison in der höchsten Liga des Bezirks auf Punktejagd gehen.

Thorben Mantler kam am Spitzenbrett zu einem kampflosen Erfolg und hatte deshalb gen√ľgend Zeit, Fotos zu schie√üen und die Partien zu beobachten. Dabei stachen ihm zwei Partien ins Auge, in denen seine Teamkollegen bereits in der Er√∂ffnung die Weichen auf Sieg stellen konnten:
Da war zun√§chst einmal Deniz Krzysztala, der an Brett sieben gegen Frericks zun√§chst mehrere Bauern und sp√§ter sogar einen L√§ufer erobern konnte. Nach gerade einmal 18 Z√ľgen war Frericks Stellung bereits hoffnungslos, sodass sich dieser geschlagen gab.
Gar nur 15 Z√ľge ben√∂tigte Berk Boyacioglu, um am 6. Brett sein Gegen√ľber Block in die Knie zu zwingen. Block hatte seine Dame zu fr√ľh ins Spiel gebracht, was Berk nutzte, um mit Tempogewinnen seine Stellung zu verbessern und sich am Ende mit Materialgewinnen f√ľr sein gutes Spiel zu belohnen.

Die hinteren Bretter punkten voll

Die Siegesserie der G√§ste wurde kurzzeitig unterbrochen, als sich Peter Wiesemann am 4. Brett mit Kortwig nach durchweg ausgeglichenem Spielverlauf auf Remis verst√§ndigte. Doch schon die n√§chste Entscheidung fiel wieder zugunsten der ESG aus: Mannschaftsf√ľhrer Thomas Falk hatte an Brett f√ľnf gegen Schulte nach durchweg druckvollem Spiel nicht optimal abgewickelt und fand sich in folgender Stellung wieder:

Falk – Schulte nach 33…axb4

Schwarz hat zwar einen Mehrbauern, die Stellung ist angesichts der besser postierten Figuren im wei√üen Lager ausgeglichen. Der Wei√üe Plan muss darin bestehen, mit dem K√∂nig zum Damenfl√ľgel zu laufen und den Bauern b4 einzukassieren, w√§hrend Schwarz seinen L√§ufer nach c8 und seinen K√∂nig nach d6 √ľberf√ľhren muss. Thomas fand relativ pr√§zise den korrekten Plan, w√§hrend Schulte erfolglos einen Durchbruch am K√∂nigsfl√ľgel anvisierte und nach dem Verlust der Zentralbauern aufgab.

Die 100% Quote an den hinteren Brettern sicherte Benedikt Abel an Brett acht mit seinem Erfolg √ľber Caknak. Benedikt hatte im Mittelspiel zun√§chst zwei Bauern erobert und schlie√ülich mit einer Fesselung die Qualit√§t erobert. Im nun hoffnungslosen Endspiel gab sich Cakmak geschlagen.
In der f√ľr den Mannschaftskampf nun nicht mehr relevanten Partie an Brett drei verst√§ndigte sich Dietmar Kaufmann daraufhin mit seinem Gegen√ľber J√ľhrs auf eine Punkteteilung. Das Spiel verlief durchweg ausgeglichen, sodass beide Konttrahenten mit der Punkteteilung zufrieden waren.

Martin Keller setzt den Schlusspunkt

Den Schlusspunkt im Mannschaftskampf setzten Martin Keller und sein Gegen√ľber an Brett zwei, Wegner. Martin hatte wie bereits einen Spieltag zuvor ein Turmendspiel auf dem Brett, diesmal allerdings k√§mpfte er um mehr als „nur“ ein H√§lftchen:

Wegner – Keller nach 70.Ke4

Der zuverl√§ssigste Gewinnweg ist wohl 70…Ta7 mit der unabwendbaren Drohung Txa6. Martin untersch√§tzte allerdings den Randbauern und versuchte 70…Kd1, woraufhin Wegner den rettenden Zug 71.a7! fand. Martin war zu 71…Txa7 gezwungen, was nach 72.Kxd3 zu einer theoretischen Remisstellung f√ľhrte. Die Entt√§uschung hielt sich bei Martin und im ESG-Lager allerdings in Grenzen, da nunmehr der 6,5:1,5-Erfolg und der damit verbundene Klassenerhalt feststand.

[TM]

Vonkeln III – ESG IV 4 : 2

Leider hat es gegen die Mannschaft aus Vonkeln nicht gereicht.
Trotz großer Anstrengung haben wir den Kampf verloren.

Es fing schon recht schwierig mit der Anreise an. So einfach war das Spiellokal nicht zu finden. P√ľnktlich um 10:00 Uhr ging es dann aber los: ¬†An Brett 6 war Tim gegen von der Au leider schon nach 30 Minuten auf der Verliererstrasse. Etwas zu schnell gespielt und daraus gelernt; beim n√§chsten Mal macht er es besser.
Lian w√§hlte an Brett 2 die Caro-Can Er√∂ffnung, die sein Gegner, Rei√überg, offensichtlich nicht so gut kannte. Lian gewann bereits am Anfang einen Bauern und hatte eine sehr gute Stellung. Ganz geschickt f√ľhrte er die Partie ins Endspiel, um den Punkt f√ľr die ESG einzufahren.
Arthur an Brett 5 stand von Anfang an gegen seine Gegnerin Pflaum besser, und wir waren uns alle sicher, dass er gewinnen w√ľrde. Tja, dachten wir. Je l√§nger die Partie dauerte, um so unkonzentrierter wurde er leider. Die Partie drehte sich zu unseren Ungunsten, und der Punkt war weg. Egal Arthur, du hast sehr sch√∂n gespielt.
Nun waren noch 3 Partien offen. An Brett 1 hatte es ¬†Benedikt mit dem ‚Äěalten Hasen‚Äú Andreas Etzel zu tun. ¬†Schon zu Beginn tauschte Benedikt eine Leichtfigur gegen zwei Bauern. Das sollte sich am Ende r√§chen, und Etzel gewann die Partie routiniert. Bei G√∂kce sah es √§hnlich aus . Zwei Bauer gegen einen Springer reichten am Ende an Brett 3 gegen Ludwig nicht aus. Nun stand es bereits 3 : 2 gegen uns. Da war da noch unser Moritz an Brett 4 gegen Siegler. Moritz hatte seinen Gegner von Anfang an im Griff und √ľbte einen so gro√üen Druck auf seinen Gegner aus, dass dieser einen Springer einstellte. Siegler gab aber nicht so einfach auf, sondern erh√∂hte seinerseits den Druck. Das ging aber wohl so auf die Nerven, dass er in eine Gabel tappte und einen weiteren Turm eingestellt h√§tte. Er gab dann auf.

Fazit: die Jungs haben alles gegeben, toll gespielt und viel Freude gehabt. Darauf lässt sich aufbauen

[RH]

Wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt

1. Bezirksliga: Mettmann-Sport – ESG III 3,5 : 4,5

Denkbar knapp und bis zum Ende spannend war der Mannschaftskampf der Drittvertretung bei Mettmann Sport, bei dem es f√ľr beide Teams um wichtige Z√§hler im Kampf um den Klassenerhalt ging.

Am Spitzenbrett wurde Thorben Mantler von Meyer mit einem Figurenopfer √ľberrascht und sah aufgrund der nun sehr offenen K√∂nigsstellung keine Chancen mehr, das Ruder noch herumzurei√üen.
Zudem stand Denis Krzysztala zu diesem Zeitpunkt bereits auf Gewinn, was die Niederlage verschmerzbar machte. Denis war am 7. Brett gegen Otto zun√§chst unter Druck geraten, konnte sich dann aber befreien und sogar eine Mehrfigur erobern, was ihm eine einfache Gewinnf√ľhrung im Endspiel bescherte.

An Brett drei verbuchte Dietmar Kaufmann zunächst ordentliche Stellungsvorteile. Sein Gegner Pitz konsolidierte sich jedoch nach und nach, bis die Stellung am Ende ausgeglichen war und die Partie folglich Remis endete.
Eine wilde Partie boten ESG-Mannschaftsf√ľhrer Thomas Falk und Hansen am 5. Brett: Bei entgegengesetzten Rochaden riskierte Hansen ein Figurenopfer, um Thomas‚Äė K√∂nigsfl√ľgel aufzurei√üen. Thomas konnte seinen K√∂nig jedoch sichern und den Materialvorteil sogar soweit ausbauen, dass sich Hansen schlie√ülich geschlagen gab.

Zwei unterschiedliche Turmendspiele

Eine ungl√ľckliche Niederlage musste Hakan Ulud√ľz an Brett sechs gegen Sprave verdauen. Bereits einen Bauern im R√ľckstand, wollte Hakan im Turmendspiel mit Gewalt einen Freibauern zur Damenumwandlung durchdr√ľcken. Dabei ging allerdings auch dieser Bauer verloren, sodass Hakan mit zwei Minusbauern auf verlorenem Posten stand und aufgab.
Dass zwei Minusbauern allerdings nicht zwingend ein verlorenes Turmendspiel bedeuten m√ľssen bewies Martin Keller am 2. Brett gegen Turudic:

Turudic – Keller nach 59.h4

W√§ren die Bauern entweder verbundenen oder aber weiter voneinander entfernt, w√§re das Endspiel trotz der ung√ľnstigen K√∂nigspositionen f√ľr Wei√ü gewonnen gewesen. In der Konstellation jedoch ist das Endspiel ohne einen schwarzen Patzer nicht zu gewinnen. Diesen Gefallen tat Martin dem Mettmanner indes nicht, sodass die Partie Remis endete.

Benedikt Abel hatte indes andere Pläne, als sich am 8. Brett gegen Weyer mit einem Remis zufriedenzugeben. Materiell leicht im Nachteil, scheuchte Benedikt den gegnerischen König aus dessen Deckung und erzwang den spielentscheidenden Fehler:

Weyer – Abel nach 40.De2

Weyer wollte mit dem Damentausch Benedikts Angriff stoppen, doch der ESG-Spieler fand die sch√∂ne Taktik 40…Txd4+ und zwang seinen Gegner somit zur Aufgabe.

Versammlung um Brett vier

Nun versammelten sich alle Anwesenden um das 4. Brett, an dem Peter Wiesemann gegen Köhn die wohl nervenaufreibendste Partie des Tages spielte: Zunächst auf Gewinn stehend, gab sich der ESG-Routinier mit einer Remisabwicklung zufrieden, die den Mannschaftserfolg gesichert hätte. Dann hatte Köhn plötzlich eine Gewinnstellung auf dem Brett, verfolgte jedoch den falschen Plan und so hatte man am Ende doch eine tote Remisstellung auf dem Brett, die der ESG den knappen Auswärtserfolg sicherte.

Das 4. Brett umringt von Kiebitzen

[TM]

ESG I – Langenfeld 4:4

Der 7.Spieltag in der NRW-Liga stand f√ľr Elberfeld unter einem ung√ľnstigen Stern. 3 Stammspieler mussten krankheitsbedingt kurzfristig ersetzt werden. Mit Thomas Fuchs, Gerhard Arold und Michael Podder erkl√§rten sich dankenswerterweise drei Vereinskollegen bereit, die L√ľcke zu f√ľllen, und das gelang ganz gut.

W√§hrend der Berichtsverfasser neben seiner Augenerkrankung noch mit defekten Uhren und Kaffeekannen haderte, begann der Kampf auf Augenh√∂he zwischen den beiden ‚ÄěSeniorenmannschaften‚Äú und es blieb spannend bis zum Schluss nach 6 Stunden Spielzeit: Thomas und Uli einigten sich mit ihren Gegnern bald auf Remis, und Helge schoss das F√ľhrungstor mit einer souver√§n gef√ľhrten Wei√üpartie. Bis zur ersten Zeitkontrolle hatte Langenfeld zwischenzeitlich ausgleichen k√∂nnen. Michael zog gegen seinen nominell st√§rkeren Gegner den K√ľrzeren. Gerhard hielt seine etwas gedr√ľckte Stellung mit Schwarz unter Kontrolle und erreichte den Remishafen.

Etwas √ľberraschend aus ebenso gedr√ľckter Stellung mit Schwarz konterte Achim, der diese Saison eine sehr gute Performance erzielt hat, seinen Gegner aus und erzielte die erneute F√ľhrung f√ľr die ESG. Beim Stand von 3,5 zu 2,5 ging es in die letzte Stunde. Gerd und Frank k√§mpften um den Ausgleich in un√ľbersichtlichen Stellungen. Sieg, Unentschieden oder gar Niederlage f√ľr Elberfeld, alles war m√∂glich.

Mit 2 Minuten Restbedenkzeit bot Franks Gegner Remis an, der mit 8 Minuten Restbedenkzeit √ľberlegte, ob er noch gewinnen kann und muss. Die andere Partie von Gerd lief n√§mlich auch noch. In dem Moment, als Frank sich innerlich entschieden hatte, in das Remis einzuwilligen, fiel seine Platte. Ihm war nicht bewusst, dass es keine dritte Bedenkzeit im NRW-Bereich gibt, sehr peinlich. Retter des Tages war Gerd, der mit Qualit√§t weniger im Endspiel das Unentschieden halten konnte, so dass nach voller Spielzeit ein leistungsgerechtes 4:4¬† Endergebnis feststand.

[FN]

Verbandsmannschaftsblitz: Vizemeister

Anl√§sslich des 75-j√§hrigen Vereinsbestehens wandte sich der Uedemer Schachklub an den Niederrheinischen Schachverband zur Austragung der Blitzmannschaftsmeisterschaft. So fuhren dann am vergangenen Samstag f√ľnfzehn Mannschaften aus dem Verband in die sch√∂ne Stadt Uedem am Niederrhein, um die Meisterschaft auszutragen und sich f√ľr NRW zu qualifizieren, so auch¬†FM Reiner Odendahl, FM Helge Hintze, Markus Boos und Gerhard Arold, um die Elberfelder Schachgesellschaft zu vertreten.
Nach der Begr√ľ√üung der etwa sechzig Schachspieler durch Vereinspr√§sident Johannes Janssen ging es √ľber f√ľnfzehn Runde im Rundenturnier um die Meisterschaft und Qualifikation.
Nach f√ľnfzehn Runde konnte man sich (FM Reiner Odendahl mit 9,5 Punkten, FM Helge Hintze mit 13 Punkten, Markus Boos mit 11 Punkten, Gerhard Arold mit 11,5 Punkten) ungef√§hrdet den zweiten Platz sichern. Lediglich dem Turniersieger, der SG Solingen, die mit drei IM und einem FM antraten, musste man sich mit 1:3 geschlagen geben. Dritter wurde der Krefelder SK Turm.
Herzlichen Gl√ľckwunsch und viel Erfolg beim NRW-Mannschaftsblitz.
[thf]

Mannschaftskampf ESG I

Bochum 02 ‚Äď ESG I 4,5:3,5

Der Tabellenf√ľhrer aus Bochum entschied den Spitzenkampf in der NRW-Liga knapp f√ľr sich.

Bei sehr guten Spielbedingungen inkl. kostenlosem Catering trat Bochum mit 5 IM, 1 FM und 1 CM erwartet stark besetzt gegen die Erste an. Trotz leichter Stellungsvorteile an dem einen oder anderen Brett gelang es unseren Mannen nicht, eine Partie zu gewinnen. Daf√ľr standen die Gegner zu kompakt.

Es zeichnete sich ab, dass eine Entscheidung eher an den hinteren Brettern fallen w√ľrde. Im Halbstundentakt einigten sich Reiner mit der US-Landesmeisterin A. Zatonskih, Mykyta und Ulrich mit den Fast-Gro√ümeistern R, Friedman und Illner, ¬†Frank mit FM V. Zatonskih und Achim mit CM Kiese auf Remis.

Der mit starker Erk√§ltung angetretene Torsten traute sich nicht zu einem aussichtsreichen Qualit√§tsopfer. Seine Partie kippte und Bochum ging in F√ľhrung. W√§hrend Gerd ohne Risiko weiter um den vollen Punkt gegen IM Zozulia k√§mpfte, musste Helge viel gegen IM D. Heinbuch riskieren, um den Mannschaftskampf noch zu retten. Beide Gewinnversuche wurden jedoch abgeblockt, Gerd kam im Endspiel nicht in die Stellung seiner Gegnerin und Helge konnte einem Dauerschach nicht mehr ausweichen.

Insgesamt gut gespielt, aber leer ausgegangen. ESG I ist nun Vierter nach 6 Spieltagen. Der nächste Kampf findet erst am 16.04. zu Hause gegen Langenfeld statt.

[FN]

ESG I ‚Äď Herne Castrop 4,5:3,5

Drei fr√ľhe Remisen von Gerd, Frank und Uli sorgten f√ľr einen unspektakul√§ren Auftakt der 5. NRW-Ligarunde. An den weiteren Brettern wurde gek√§mpft, wobei die Vorteile auf dem Papier bei Elberfeld lagen, jedoch auf dem Spielfeld die Sache nicht ganz so eindeutig war. Rainer, Markus und Mykyta entwickelten unter kleinen Materialeinbu√üen riskante Kampfstellungen, die recht taktisch gepr√§gt waren. Doch nur so bestand Hoffnung auf eine Entscheidung zu unseren Gunsten.

Helge und Achim hielten zun√§chst den Ball flach. Rainer remisierte schlie√ülich in un√ľbersichtlicher Stellung durch Zugwiederholung. F√ľr den Turm, den er weniger hatte, besa√ü er 4 Mehrbauern. Wild wurden die Mittelspiele von Markus und Mykyta und auch die Endspiele von Helge und Achim wurden immer dynamischer.

Vor der Zeitkontrolle gestaltete sich ein Wettkampf auf Messerschneide. Ein sehenswertes Finale bescherte Mykyta den Sieg und der ESG I die F√ľhrung zum 3:2. Das Spiel des Gegners litt an chronischer Unterentwicklung. Markus konnte die Verwicklungen aus dem Mittelspiel nur in ein Turmendspiel mit Minusbauer √ľberf√ľhren, w√§hrend Achim ein Turmendspiel mit Mehrbauer erreichte.

Helge kämpfte in einem Läuferendspiel indessen gegen einen entfernten Freibauern. Achim ließ sich nicht beirren und gewann sein Endspiel souverän zum Zwischenstand von 4:2.

Schwierig pr√§sentierten sich die beiden letzten Partien. Helge musste abwarten, was sein Gegner unternimmt, um zu gewinnen. Schlie√ülich trennte sich dieser von seinem Freibauern, was zu totalen Vereinfachungen, einem Remis und dem Mannschaftssieg f√ľhrte. Da war die Niederlage von Markus nur noch Makulatur.

In drei Wochen kommt es zur Spitzenpaarung beim Tabellenf√ľhrer Bochum.

[FN]

Remis gegen die alten Haudegen

1. Bezirksliga: Bahn-SC Wuppertal III – ESG III 4 : 4

Die Drittvertretung ist mit einem zufriedenstellenden 4:4-Unentschieden aus der Winterpause gekommen und hat damit einen eher unerwarteten Punkt im Abstiegskampf sammeln können.  Der Mannschaftskampf gegen die alten Haudegen vom Stadtrivalen BSW bot dabei auch wieder einiges an Kuriositäten.

Die erste entschiedene Partie w√§re da beispielhaft zu nennen: Thomas Falk hatte an Brett f√ľnf gegen Klietsch gerade den 17. Zug ausgef√ľhrt, da √ľberschritt sein Gegner – v√∂llig in die Stellung vertieft – bereits die Bedenkzeit. Es sollte nicht die einzige „verschlafene“ Zeitnotphase bleiben!

Am 8. Brett verst√§ndigte sich Julian Brandt mit seinem Gegner Reichmann auf Remis. Julian hatte bei einer Abtauschkombination zun√§chst einen Bauern verloren, diesen aber mit einem ansehnlichen Damenopfer wieder zur√ľckerobert.
Auch Martin Keller musste an Brett zwei gegen BSW-Mannschaftsf√ľhrer Will einen zwischenzeitlichen Materialverlust verkraften. Martin erhielt einen gef√§hrlichen Freibauern, h√§tte daf√ľr allerdings mit einem Springerverlust eine zu hohe Hypothek aufgenommen.¬† Zu Martins Erleichterung nahm Will statt des Springers „lediglich“ die Qualit√§t, sodass am Ende beide Seiten mit einer Punkteteilung zufrieden waren.

Peter zeigt sein taktisches Können

Eine Freude aus ESG-Sicht war die Partie von Peter Wiesemann an Brett vier gegen Röder:

Röder РWiesemann nach 18.Db3

Mit der ausgezeichneten Taktik 18…e4! bereitete Peter einen K√∂nigsangriff vor, der nach 19.dxe4 Dg3 20.Ld2 Le5! schon nicht mehr vern√ľnftig zu parieren ist. R√∂der wehrte sich noch einige Z√ľge lang, gab dann aber einen Zug vor dem Matt auf.

Angesichts der 3:1-F√ľhrung und den teilweise guten Aussichten auf den anderen Brettern schlug Thorben Mantler am Spitzenbrett seinem Gegen√ľber Nettesheim ein Remis vor, was dieser annahm.
Nicht zu den erw√§hnten aussichtsreichen Stellungen z√§hlte zu diesem Zeitpunkt die Partie von Hakan Ulud√ľz an Brett sechs gegen Achim M√ľller. Hakan suchte aufgrund seines Qualit√§tsnachteils nach einem Dauerschach, fand dieses jedoch nicht und musste im Gegenzug einen gelungenen Mattangriff seines Gegners mit der Aufgabe quittieren.

Es läuft nicht wie erwartet

Die Partie, die Thorben und sicherlich auch einige Mitspieler im Kopf bereits als Gewinnpartie verbucht hatten ereignete sich am 3. Brett zwischen Dietmar Kaufmann und dem ehemaligen ESG-Akteur Agic:

Kaufmann – Agic nach 27…g5

28.Tf1 ist wohl der naheliegendste Zug, aber tats√§chlich gewinnt hier auch schon 28.Tb7 bzw. jeder Zug, der nichts einstellt. Dietmar versank dennoch in tiefes Gr√ľbeln und √ľberschritt die Zeit. Sehr √§rgerlich vor allem f√ľr ihn pers√∂nlich, nachdem er eine wirklich sehr gute Partie gespielt hatte.

Nun stand es 3,5:3,5 und alle Beteiligten verfolgten gebannt die Partie an Brett sieben zwischen ESG-Youngster Berk Boyacioglu und Dinslage. Als w√§re der Zwischenstand nicht dramatisch genug, bot auch diese Partie ein gewisses kurioses Unterhaltungspotenzial: Zun√§chst ging Berk im Springerendspiel viel zu viel Risiko ein und √ľberzog seine Stellung. Dinslage dagegen war zu vorsichtig und bot am Ende sogar in vorteilhafter Stellung Remis an, was Berk erleichtert annahm.

Auf den Punktgewinn wurde anschließend im nahegelegenen Cafe Extrablatt gemeinsam angestoßen![TM]

Gerade noch √ľber’m Strich

1. Bezirksliga: ESG III – SV Wermelskirchen II 3 : 5

Die Drittvertretung hat sich mit einer Niederlage in die Winterpause verabschiedet, steht nach vier gespielten aber gerade noch √ľber’m Strich. F√ľr die anstehenden Spiele im Kalenderjahr 2023 muss die Devise lauten, zumindest Platz acht zu verteidigen.

Der Mannschaftskampf began bereits alles andere als optimal, da Udo K√∂nig kurzfristig krankheitsbedingt ausfiel und Brett f√ľnf somit kampflos an die G√§ste ging.

Foto: SV Wermelskirchen

In den ausgespielten Partien begegneten die Elberfelder den favorisierten G√§sten indes zun√§chst auf Augenh√∂he: So √ľberraschte Thomas Falk an Brett sechs seinen Gegner Mischke mit forschen Bauernvorst√∂√üen in der Er√∂ffnung. Nach Abtausch diverser Offiziere boten sich dem Elberfelder Mannschaftsf√ľhrer allerdings keine lohnenden Angriffsm√∂glichkeiten mehr.
Auch am 4. Brett wurden die Punkte schiedlich friedlich geteilt, da sowohl Peter Wiesemann als auch sein Gegen√ľber Kubiak auf eine Stonewall-Struktur setzten und die Bauernketten sich bald gegenseitig blockierten.

Die ersten ausgespielten Niederlagen

Auf ein Remis schien es auch am 2. Brett hinauszulaufen, da Martin Keller gegen Stetinger zwar die Initiative, aber keinen konkreten Vorteil hatte. Letztlich √ľberzog Martin bei einem K√∂nigsangriff seine Stellung und musste nach einem L√§uferverlust aufgeben.
Einen noch gr√∂√üeren Verlust hatte kurz darauf Dietmar Kaufmann an Brett drei gegen M√ľller zu verkraften. Dietmar hatte seine Dame wohl mit dem Ziel eines Bauernraubs in die gegnerische Stellung man√∂vriert, musste dann allerdings feststellen, dass seine Dame nicht wieder hinausfand und nur unter erheblichen Materialverlusten zu retten gewesen w√§re.

F√ľr ein Comeback w√§ren nun drei Siege in den verbliebenen drei Partien notwendig gewesen, doch dies schien anhand der Brettstellungen unrealistisch. Kein Vorwurf deshalb an Berk Boyacioklu, der am 7. Brett das Remisangebot seines Gegners Paradies schnell akzeptierte. Im Gegenteil: Berk hatte sich in gedr√ľckter Stellung tapfer verteidigt und sich das H√§lftchen redlich verdient.

Thorben findet eine Taktik und Linus einen Gewinnweg

Am Spitzenbrett dagegen konnte ESG-Akteur Thorben Mantler auf Angriff spielen und fand gegen Poetsch eine Taktik:

Poetsch - Mantler
Poetsch – Mantler nach 18.Tac1

Nach 18…g4 19.hxg4 Sxf2 20.Kxf2 fxg4 21.Th1 Lf5 22.e4 gxf3 23.gxf3 Lg6 war Thorben zwar mit seiner Stellung zufrieden, konnte allerdings nicht wie erhofft die K√∂nigsstellung aufrei√üen oder Material gewinnen. Poetsch verteidigte sich auch in der Folgezeit umsichtig, sodass man sich schlie√ülich aufs Remis verst√§ndigte.

Da der Mannschaftskampf entschieden war, reichte auch Linus Albrecht an Brett acht seinem Gegen√ľber Zamfirescu die Hand zur Punkteteilung. Trotz ausgeglichener Stellung lehnte der Wermelskirchener jedoch √ľberraschend ab und stellte kurz darauf einen Bauern ein:

Albrecht - Zamfirescu
Albrecht – Zamfirescu nach 28…h5

Mit 29.Tg1 eroberte Linus den Bauern g6 und nach den Partiez√ľgen 29…Td6 30.Txg6+ Kf7 31.Tg1 Sd7 32.Th1 Se5 33.Le4 sackte der ESG-Akteur sogar noch einen weiteren Bauern ein. Folglich war Linus jetzt nicht mehr mit dem Remis zufrieden, und fand trotz des zwischenzeitlich weit aufger√ľckten gegnerischen Freibauern auf der h-Linie einen sicheren Gewinnweg – f√ľr ihn pers√∂nlich ein perfektes Deb√ľt in der Dritten Mannschaft. Und Mannschaftsf√ľhrer Thomas konnte so immerhin doch noch einen Brettsieg auf der Spielberichtskarte vermerken.

[TM]