Gerade noch √ľber’m Strich

1. Bezirksliga: ESG III – SV Wermelskirchen II 3 : 5

Die Drittvertretung hat sich mit einer Niederlage in die Winterpause verabschiedet, steht nach vier gespielten aber gerade noch √ľber’m Strich. F√ľr die anstehenden Spiele im Kalenderjahr 2023 muss die Devise lauten, zumindest Platz acht zu verteidigen.

Der Mannschaftskampf began bereits alles andere als optimal, da Udo K√∂nig kurzfristig krankheitsbedingt ausfiel und Brett f√ľnf somit kampflos an die G√§ste ging.

Foto: SV Wermelskirchen

In den ausgespielten Partien begegneten die Elberfelder den favorisierten G√§sten indes zun√§chst auf Augenh√∂he: So √ľberraschte Thomas Falk an Brett sechs seinen Gegner Mischke mit forschen Bauernvorst√∂√üen in der Er√∂ffnung. Nach Abtausch diverser Offiziere boten sich dem Elberfelder Mannschaftsf√ľhrer allerdings keine lohnenden Angriffsm√∂glichkeiten mehr.
Auch am 4. Brett wurden die Punkte schiedlich friedlich geteilt, da sowohl Peter Wiesemann als auch sein Gegen√ľber Kubiak auf eine Stonewall-Struktur setzten und die Bauernketten sich bald gegenseitig blockierten.

Die ersten ausgespielten Niederlagen

Auf ein Remis schien es auch am 2. Brett hinauszulaufen, da Martin Keller gegen Stetinger zwar die Initiative, aber keinen konkreten Vorteil hatte. Letztlich √ľberzog Martin bei einem K√∂nigsangriff seine Stellung und musste nach einem L√§uferverlust aufgeben.
Einen noch gr√∂√üeren Verlust hatte kurz darauf Dietmar Kaufmann an Brett drei gegen M√ľller zu verkraften. Dietmar hatte seine Dame wohl mit dem Ziel eines Bauernraubs in die gegnerische Stellung man√∂vriert, musste dann allerdings feststellen, dass seine Dame nicht wieder hinausfand und nur unter erheblichen Materialverlusten zu retten gewesen w√§re.

F√ľr ein Comeback w√§ren nun drei Siege in den verbliebenen drei Partien notwendig gewesen, doch dies schien anhand der Brettstellungen unrealistisch. Kein Vorwurf deshalb an Berk Boyacioklu, der am 7. Brett das Remisangebot seines Gegners Paradies schnell akzeptierte. Im Gegenteil: Berk hatte sich in gedr√ľckter Stellung tapfer verteidigt und sich das H√§lftchen redlich verdient.

Thorben findet eine Taktik und Linus einen Gewinnweg

Am Spitzenbrett dagegen konnte ESG-Akteur Thorben Mantler auf Angriff spielen und fand gegen Poetsch eine Taktik:

Poetsch - Mantler
Poetsch – Mantler nach 18.Tac1

Nach 18…g4 19.hxg4 Sxf2 20.Kxf2 fxg4 21.Th1 Lf5 22.e4 gxf3 23.gxf3 Lg6 war Thorben zwar mit seiner Stellung zufrieden, konnte allerdings nicht wie erhofft die K√∂nigsstellung aufrei√üen oder Material gewinnen. Poetsch verteidigte sich auch in der Folgezeit umsichtig, sodass man sich schlie√ülich aufs Remis verst√§ndigte.

Da der Mannschaftskampf entschieden war, reichte auch Linus Albrecht an Brett acht seinem Gegen√ľber Zamfirescu die Hand zur Punkteteilung. Trotz ausgeglichener Stellung lehnte der Wermelskirchener jedoch √ľberraschend ab und stellte kurz darauf einen Bauern ein:

Albrecht - Zamfirescu
Albrecht – Zamfirescu nach 28…h5

Mit 29.Tg1 eroberte Linus den Bauern g6 und nach den Partiez√ľgen 29…Td6 30.Txg6+ Kf7 31.Tg1 Sd7 32.Th1 Se5 33.Le4 sackte der ESG-Akteur sogar noch einen weiteren Bauern ein. Folglich war Linus jetzt nicht mehr mit dem Remis zufrieden, und fand trotz des zwischenzeitlich weit aufger√ľckten gegnerischen Freibauern auf der h-Linie einen sicheren Gewinnweg – f√ľr ihn pers√∂nlich ein perfektes Deb√ľt in der Dritten Mannschaft. Und Mannschaftsf√ľhrer Thomas konnte so immerhin doch noch einen Brettsieg auf der Spielberichtskarte vermerken.

[TM]

Mannschaftskampf ESG I

Godesberg ‚Äď ESG I¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† 2,5:5,5

Am 4. Spieltag der NRW-Liga musste die erste Mannschaft nach Bonn reisen. Der Tabellenzweite aus Godesberg trat ebenso wie wir fast in Stammbesetzung an. So entwickelte sich von Beginn an ein Kampf auf Augenhöhe.

Den Anfang machte ein Kurzremis zwischen den beiden Altmeistern FM Uli Dresen und IM R√ľdiger Seger. Unser Edelersatz und Neuling Thomas Neuer konnte nach 2 Stunden mit den schwarzen Steinen ebenfalls m√ľhelos remisieren, nachdem er am Vortag noch gegen Mannschaftskamerad Helge Hintze in der 2. Holl√§ndischen Liga Unentschieden gespielt hatte. Spannung entwickelte sich an den Brettern 5 und 6. W√§hrend Gerd Kurr mit Qualit√§t und Bauern weniger einen heftigen Konter- bzw. K√∂nigsangriff inszenierte, sah sich Frank Noetzel einem positionellen Qualit√§tsopfer gegen√ľber. Ein taktisches Remisangebot von Frank nahm der Gegner, der talentierte Sohn unseres langj√§hrigen Vereinsmitgliedes Ernst Schulte-Geers, an, da beide Spieler kein planvolles Weiterkommen in der Partie sahen. Gerd konnte mit seiner aktiven Spielweise materiellen Ausgleich und ein gl√ľckliche Punkteteilung erzielen. Ebenfalls mit einem Remis endete das Duell von Reiner Odendahl am Spitzenbrett, nachdem die Partie in ein Schwerfigurenendspiel m√ľndete und verrflachte.

So stand der spannende Wettkampf nach dreieinhalb Stunden und f√ľnf Remisen 2,5:2,5. Noch vor der Zeitkontrolle konnte Superperformer Mykyta Volkov mit Mehrbauer elegant in eine gewonnene Stellung einlenken und die F√ľhrung f√ľr Elberfeld erzielen. Die beiden letzten Partien von Helge Hintze und Achim Tymura waren verwickelt und sollten noch eine ganze Weile dauern. Achim und Helge hatten ihre starken Gegner kontrolliert und konnten aus der Zeitnotphase in vorteilhafte Endspiele abwickeln, die schlie√ülich in Gewinnstellungen m√ľndeten und souver√§n zu zwei weiteren Siegen f√ľhrten.

Damit gewinnt ESG I √ľberraschend deutlich den Kampf gegen Godesberg I mit 5,5 : 2,5 und liegt vor der Winterpause auf Platz 4 mit nur einem Punkt hinter dem Tabellenf√ľhrer aus Bochum. Die Saison wird am 12.Februar 2023 mit dem Heimspiel gegen Herne fortgesetzt.

[FN]

Schmerzhafter Abschluss der „Solinger Wochen“

1. Bezirksliga: ESG III – SC Solingen 1928 2 : 6

Zum Abschluss der „Solinger Wochen“ – die Drittvertretung hatte drei Spieltage infolge gegen unterschiedliche Teams aus Solingen gespielt – gab es eine schmerzhafte Niederlage zu verkraften. Die Elberfelder gerieten gegen den SC 1928 mit 2:6 unter die R√§der.

Am 6. Brett¬† kam Hakan Ulud√ľz zun√§chst gut aus der Er√∂ffnung ins Mittelspiel, wurde dann jedoch von Hammermeister mit einem Figurenopfer √ľberrascht, dem ein entscheidender K√∂nigsangriff folgte.
An Brett zwei wirkte es im Endspiel zwischen den beiden Mannschaftsf√ľhrern Martin Keller und Marcel D√ľxmann auf den ersten Blick so, als seien die Farben zu Beginn falsch aufgebaut worden: beide Kontrahenten hatten ihre K√∂nige auf bzw. in die N√§he der gegnerischen Grundreihe gebracht und auch die Bauern standen jeweils kurz vor der Umwandlung. D√ľxmann war dabei allerdings den entscheidenden Schritt schneller.

Den einzigen vollen Punkt f√ľr die ESG erspielte Denis Krzysztala an Brett acht gegen Dr. Kamphausen, nachdem er bei einem Generalabtausch mit einer Mehrfigur verblieb. Viel abgetauscht wurde auch an Brett sieben, an dem sich Berk Boyacioklu gegen den erfahrenen Martino-Gro√ü trotz Minusbauern z√§h und unnachgiebig verteidigte. Letztlich setzte sich der Favorit allerdings in solider Manier durch.
Gleiches galt f√ľr das Spitzenbrett, da Thorben Mantler keine passende Antwort auf das druckvolle Spiel von Jenusch am Damenfl√ľgel fand. Ein Qualit√§tsverlust und kurz darauf die Aufgabe der Partie waren die Folge.

Solingen entscheidet den Mannschaftskampf fr√ľhzeitig

Da kurz darauf auch Dietmar Kaufmann einen Einbruch seines Gegners Vranidis in die lange Rohadestellung nicht verhindern konnte, hatten die Solingen beim Spielstand von 5:1 den Mannschaftskampf bereits f√ľr sich entschieden.
Somit gab man sich an Brett vier nach hartem Kampf mit einer Punkteteilung zufrieden, nachdem Peter Wiesemann mit einem riskanten L√§ufereinschlag auf h7 seinen Gegner Malkeit √ľberrascht und zur pr√§zisen Verteidigung des Mattangriffs gen√∂tigt hatte.
Die letzte Partie des Mannschaftskampfes an Brett f√ľnf bot dann noch einmal h√∂chsten Unterhaltungswert: Udo K√∂nig war gegen Lange mit zwei Mehrbauern ins Endspiel gegangen, hatte dann jedoch seinen Turm eingestellt. Lange wiederum gew√§hrte Udo das Vorr√ľcken seines Bauern bis kurz vors Umwandlungsfeld. Die daraus resultierende Stellung war schwer einzusch√§tzen und letztlich waren beide Kontrahenten mit einem H√§lftchen zufrieden.

[TM]

Velbert 2 – ESG 4

So sehen Sieger aus:

4,5 zu 1,5 endete der heutige Kampf unserer 4. Mannschaft bei den Schachfreunden Velbert.
Aber der Reihe nach:¬†Am Freitag Morgen sah es noch so aus, dass nur 4 Leute spielen w√ľrden. Am Nachmittag allerdings sagten noch Moritz und Benedikt zu. Mit mir als MF waren wir nun sogar zu siebt, also gut ger√ľstet.
Auch Velbert ging mit (fast) Bestbesetzung an den Start. Lediglich Brett 2 w√ľrde sich versp√§ten; so der Mannschaftsf√ľhrer von Velbert.
Den ersten Punkt fuhr Tim Nimmerrichter nach einer furiosen Partie ein. Gl√ľckwunsch Tim zu deinem ersten Sieg. Kurz danach einigten sich Artur und sein Gegner auf Remis. Nun war mittlerweile klar, dass Lian kampflos an Brett 2 gewonnen hatte. Da auch Moritz an Brett 4 remisierte stand es nun 3 : 1 f√ľr uns. Es fehlte nur noch ein halber Punkt zum Sieg. An Brett 3 k√§mpfte G√∂kce wie ein Tiger und hatte die vermeintlich bessere Stellung. Sehr mannschaftsdienlich einigte er sich mit seiner Gegnerin auf Remis, und der erste Mannschaftssieg war eingefahren. Den i-Punkt setzte dann Benedikt in einem sehr sch√∂n gespielten Endspiel.
Endergebnis 4,5 : 1,5 f√ľr die ESG 4.
Das hat heute sehr viel Spaß gemacht und lässt auf weitere gute Ergebnisse hoffen.
[RH]

Ein kurioser Mannschaftskampf

1. Bezirksliga: Ohligser TV – ESG III 3,5 : 4,5

Wenn im Mannschaftskampf lediglich an vier Brettern gespielt wird, bedeutet das normalerweise, dass einen Begegnung im Viererpokal ansteht. In diesem Fall handelte es sich jedoch um ein Bezirksligaspiel bei dem beide Teams mit kurzfristigen Absagen zu kämpfen hatten und das auch sonst einige Kuriositäten zu bieten hatte.

3 : 1-F√ľhrung bereits zu Spielbeginn

Wie geschrieben konnten die Mannschaftsf√ľhrer bereits beim Beschriften der Spielberichtskarte die H√§lfte der Ergebnisse eintragen: Die Elberfelder lie√üen Brett zwei unbesetzt, w√§hrend Dietmar Kaufmann (Brett drei), Alessandro Kronz (Brett vier) und Thomas Falk (Brett sechs) zu kampflosen Erfolgen kamen. Die G√§ste starteten also mit einer 3:1-F√ľhrung in den Mannschaftskampf, sodass lediglich ein Punkt zum Unentschieden und eineinhalb Punkte zum Mannschaftssieg reichten.

F√ľrs erste H√§lftchen zeichnete sich Hakan Ulud√ľz an Brett sieben verantwortlich, der gegen Colajanni eine ruhige Variante im Caro-Kann Aufbau w√§hlte und sich mit seinem Gegner relativ schnell auf eine Punkteteilung verst√§ndigte.
Am Spitzenbrett dagegen stellte Thorben Mantler wie schon im ersten Mannschaftskampf einen Bauern ein und lief dem Materialnachteil hinterher. Sein Gegner Baumann konnte zudem die offene h-Linie besetzen und somit bald den vollen Punkt vermelden.

Es wird spannend und teilweise kurios

Interessant verlief die Partie von Peter Wiesemann, der am 4. Brett auf Rhode traf. Das fr√ľhe Mittelspiel nach Abtausch der Damen barg n√§mlich eine sch√∂ne Analysestellung f√ľr alle Freunde der Figurenaktivit√§t:

Wiesemann – Rhode nach 12… dxe5

Auf den ersten Blick sieht die Stellung ausgeglichen aus – Wei√ü hat die bessere Bauernstruktur, Schwarz das L√§uferpaar, ABER: Schachprogramme sehen Wei√ü nach 13.Lb5 klar im Vorteil. Eine vollst√§ndige Analyse w√ľrde den Rahmen eines Mannschaftskampfberichtes sprengen und leider auch das Schachverst√§ndnis des Autors. So viel habe ich jedoch verstanden: Der wei√üfeldrige schwarze L√§ufer hat keine Perspektive, w√§hrend der wei√üe Springer √ľber die Route d2-c4-b6 richtig Chaos im schwarzen Lager stiften kann.

Da wir Amateurspieler und keine Großmeister (und schon gar keine Engines) sind, spielte Peter hier das naheliegende 13.Sd2 und konnte im recht turbolenten weiteren Spielverlauf am Ende ein wichtiges Remis erspielen.
Somit stand es 4:3 aus Elberfelder Sicht und man hoffte im ESG-Lager auf Berk Boyacioglu, der an Brett acht von Micka auf eine harte Probe gestellt wurde. Nach der Er√∂ffnung stand der OTV-Akteur n√§mlich fast schon auf Gewinn, doch Berk konnte sich zur√ľckk√§mpfen und ins Endspiel retten. Hier schwankten die Waagschalen bei komplizierten Brettstellungen teilweise erheblich, ehe folgende Stellung erreicht wurde:

Micka – Boyacioglu nach 72. Sb1

Zweimal hatte Berk bereits Kc2 gespielt, um nach Sa3+ wieder nach b3 zur√ľckzukehren. Die dreifache Stellungswiederholung h√§tte den halben Punkt zum Mannschaftssieg bedeutet, doch Berk wollte mehr und spielte nun 72…Lxb1. Tats√§chlich ist die Stellung nach 73.a1=D Lc2 74.Db7+ Ka2 75.Da6+ noch immer Remis, doch nach 75…Kb1?? kann Wei√ü forciert mattsetzen. Umso unverst√§ndlicher, dass sich die beiden Kontrahenten genau jetzt auf Remis verst√§ndigten, was der ESG III den gl√ľcklichen 4,5 : 3,5-Sieg in einem kuriosen Mannschaftskampf sicherte.

[TM]

Misslungener Saisonauftakt

1. Bezirksliga: SG Solingen VI – ESG III 5 : 3

Der vorgezogene Saisonauftakt ist der Drittvertretung leider misslungen: das Gastspiel  bei der Solinger SG ging mit 3:5 verloren.
Mannschaftsf√ľhrer Thomas Falk musste an Brett sechs fr√ľh die Waffen strecken, nachdem sein Gegner Dr. Fr√§nzel bei einem Doppelangriff eine Figur erobern konnte.
Eine dagegen eher ereignislose Partie boten Udo K√∂nig und sein Gegner Sch√ľller am 5. Brett. Nach dem fr√ľhen Abtausch der Zentrumsbauern sowie einiger Offiziere verst√§ndigte man sich im 20. Zug auf die Punkteteilung.

Weitere Punkteteilungen nutzen eher dem Gastgeber

Reichlich Analysestoff bot dann wiederum die Partie an Brett zwei, in der Martin Keller gegen Ferrer Ortega zwar einen Bauern verloren, daf√ľr jedoch Spiel auf den offenen Linien und Diagonalen errungen hatte. Ein langfristiges Investment sollte der Bauer jedoch nicht sein und so w√§hlte Martin die sichere Variante mit dem R√ľckgewinn des Materials und v√∂lligem Ausgleich der Stellung.
Um Kompensation f√ľr einen Minusbauern k√§mpfte auch Thorben Mantler am Spitzenbrett gegen Becker. Dem ehemaligen ESG-Akteur wiederum war ein Freibauer von Thorben nicht geheuer, sodass man sich in unklarer Stellung auf das sichere Remis verst√§ndigte.
Diese Punkteteilungen nutzten indes mehr den Gastgebern, nicht nur aufgrund der F√ľhrung, sondern auch aufgrund der Stellungen in den verbliebenen Partien.

Diese war f√ľr Hakan Ulud√ľz an Brett sieben n√§mlich inzwischen hoffnungslos geworden, obwohl sich ihm gegen Skiber bereits in der Er√∂ffnung eine exzellente taktische M√∂glichkeit bot:

Ulud√ľz – Skiber nach 8…Tc8

9.Lxf7+! h√§tte Wei√ü entscheidenden Vorteil gesichert. Schwarz schmeckt weder die Annahme des Opfers – 9…Kxf7 10.Sg5+ Ke8 (oder 10…Kf6 11.Df3+ Ke5 12.d4+ Kxd4 13.Dc3#) 11.Se6 mit Damengewinn – als auch das Ablehnen des selbigen mit 9…Kf8 10.Sg5 Sc5 um e6 zu decken 11.La2 mit den Drohungen 12.Sf7 und 12.d4.
Hakan sah die Taktik leider nicht, ging jedoch trotzdem bald zum K√∂nigsangriff √ľber. Dabei agierte er leider etwas zu √ľberhastet, verlor einen Springer und musste schlie√ülich aufgeben.

Eine sehr √§rgerliche¬† Niederlage musste zudem Dietmar Kaufmann an Brett drei gegen Scheidtmann hinnehmen. Dietmar hatte bereits den gegnerischen K√∂nigsfl√ľgel aufgerissen und mit Mattdrohungen einen Bauern erobert. Danach lie√ü er es jedoch zu locker angehen, lie√ü das Gegenspiel des Gegners zu und wurde von einem Durchbruch des gegnerischen L√§uferpaares √ľberrascht, dem letztlich ein Springer zum Opfer fiel.

Halbwegs versöhnlicher Abschluss

Beim Spielstand von inzwischen 4,5:1,5 gelang der ESG immerhin ein halbwegs versöhnlicher Abschluss des Mannschaftskampfes:
An Brett vier konnte Alessandro Kronz gegen Schneider das Remis sichern, obwohl er zwischenzeitlich sehr unter Druck geriet und sein Gegner die Chance auf einen Figurengewinn hatte. Schneider √ľbersah diese M√∂glichkeit jedoch und gab sich mit einem Dauerschach zufrieden.
Berk Boyacioglu brachte zum Schluss sogar noch die einzige Siegpartie eines ESG-Akteurs an diesem Spieltag durch. In der Er√∂ffnung stand Berk am 8. Brett gegen Dzenan Fetahovic allerdings noch sehr gedr√ľckt, konnte sich dann jedoch befreien und im Endspiel schlie√ülich vollst√§ndigen Ausgleich erringen:

Fetahovic – Boyacioglu nach 47…Lxf4

Das Endspiel h√§tte nach 48.Lxf4 Kxf4 49.Tc3 h√∂chstwahrscheinlich bald den Remishafen angesteuert. Fetahovic spielte jedoch 48.Tf3?? und sah sich nach 48…Tg4 49.Lxf4 (49.Tc3 Lxc1 50.Txc1 Txd4 h√§tte die Partie auch nicht gerettet) Txf4 50.Ke3 Txf3+ vor unl√∂sbare Aufgaben gestellt. Folglich gab er sich bald geschlagen und stellte so den Endstand auf 3:5 aus ESG-Sicht.

[TM]

Aus f√ľr die ESG III in der 1. Runde im Vierer-Pokal

Die Schachsaison beginnt im Bezirk Bergisch-Land bekanntlicherweise am letzten August-Wochenende mit der ersten Runde des Viererpokals. Das Los brachte der dritten der Elberfelder Schachgesellschaft eine (un-)gl√ľckliche Paarung: Mettmann-Sport 1.

Ein Gegner, gegen den man durchaus Chancen haben k√∂nnte, in die zweite Runde zu kommen, ein Gegner der ebenfalls in der 1. Bezirksliga spielt. In der vergangenen Saison trennte man sich in der Liga unentschieden. So sollte die heutige Begegnung zum Pr√ľfstein werden.

Die Elberfelder sind mit Martin, Dietmar, Thomas und Hakan nicht in Bestformation angetreten, w√§hrend Mettmann besser aufgestellt war, was sich dann auch auszahlte. Martin glaubte an einen Abzug und √ľbersah einen Zwischenzug, und so wurde aus einem Qualit√§tsgewinn plus Bauer, ein Leichtfigurenverlust f√ľr einen Bauern. Zum Gl√ľck konnte Dietmar, auch wenn er mit seinem Spiel nicht zufrieden war, kurze Zeit sp√§ter ausgleichen.

Das war es dann auch mit dem Gl√ľck f√ľr die Elberfelder. Am Brett 4 gelang Hakan im Deb√ľt ein Comeback mit Damengewinn f√ľr einen Turm, doch mit Dame, K√∂nig und drei Bauern gegen, K√∂nig, Turm, L√§ufer und f√ľnf Bauern auf Gewinn statt auf Dauerschach zu spielen, ist sehr riskant, zu riskant wie sich herausstellte.

Nun verblieb es Thomas mit einem Sieg doch noch das Blitzstechen zu retten. Schob er anfangs seinen Gegner am K√∂nigsfl√ľgel auf die Grundlinie zur√ľck, so gelang es seinem Gegner dann doch die vorr√ľckenden Bauern zu stoppen und √ľber den Damenfl√ľgel einzubrechen.

So schiedet die dritte mit 3:1 gegen Mettmann-Sport 1 aus und hofft beim Wiedersehen in der 1. Bezirksliga im April nächsten Jahres in Mettmann auf ein besseres Ergebnis.

[thf]

Schiedlich-friedliches 4:4 zum Saisonabschluss

1. Bezirksliga: ESG III – SC Tornado Wuppertal 4 : 4

Ein schiedlich-friedliches 4:4-Unentschieden gab es im letzten Saisonspiel der Drittvertretung gegen den Stadtkonkurrenten aus Barmen. Dabei handelte es sich allerdings keinesfalls um ein schnelles 4:4, wie es zum Saisonende gerne vereinbart wird, denn an sieben Brettern wurde verbissen gekämpft.

Lediglich Moritz Beck hatte einen entspannten Vormittag, da er an Brett sechs kampflos gewann. An Brett acht hatte Fabian Werner gegen Block in der Er√∂ffnung eine Figur verloren, was seine Spielfreude jedoch nicht minderte. Viele Z√ľge lang wehrte er sich noch, konnte die Niederlage aber nicht mehr abwenden.

ESG geht in F√ľhrung

Jonatan Freund konnte mit einem Erfolg √ľber Schulte am 7. Brett die ESG-F√ľhrung wieder herstellen, ehe Thomas Falk den Spielstand sogar auf 3:1 ausbaute. Thomas spielte dabei eine sehr wilde Partie an Brett vier gegen Lydia Baumgarten:

Falk – Baumgarten nach 10.0-0

Baumgarten witterte einen Bauerngewinn und spielte 10‚ĶSxd4?? 11.exd4 Dxf4. An dieser Stelle h√§tte Thomas mit der Springergabel 12.Sd3 eine Figur gewinnen k√∂nnen, √ľbersah diese taktische M√∂glichkeit jedoch und spielte stattdessen 12.a3. Die Partie wurde bis zum Schluss von beiden Seiten scharf gef√ľhrt, wobei Thomas trotz zwischenzeitlicher Verluststellung am Ende doch noch einen vollen Punkt erobern konnte.

Hoffnung auf einen siegreichen Saisonabschluss

Renè Niebergall hatte am 5. Brett gegen Frericks einen riskanten Bauernraub unternommen, der jedoch ohne schlimmere Konsequenzen blieb. Zwar gelang ihm die Verteidigung des Mehrbauern, aufgrund der positionellen Vorteile seines Gegners willigte Renè jedoch ins Remis ein.
Angesichts der 3,5:1,5-F√ľhrung wuchsen im ESG-Lager die Hoffnungen auf den dritten Sieg in Folge. Die Tornado-Spieler hingegen wollten keine Gastgeschenke in Elberfeld lassen, was zun√§chst Merlin M√§nken an Brett drei zu sp√ľren bekam. In seinem Endspiel sah es zun√§chst nach einem Wettrennen zwischen Merlins f-Bauern und dem d-Bauern seines Gegners J√ľrhs aus. Der Tornado-Spieler opferte jedoch √ľberraschend seinen aufger√ľckten Bauern, um daraufhin eine unabwendbare Mattdrohung aufzustellen ‚Äď eine starke Taktik!

√Ąhnlich wild wie an Brett vier ging es von der Er√∂ffnung an am 2. Brett zwischen Dietmar Kaufmann und Beckmann zu. Interesse weckte dabei die Schlussstellung, in der Dietmar aufgab, w√§hrend seine Mannschaftskollegen durchaus noch Chancen f√ľr ihn sahen:

Kaufmann – Beckmann nach 20…c5

21.Lc3 lässt Weiß die Möglichkeit, 21…c4 mit 22.Lb4 zu kontern. Nach dem Abspiel 22…Dc7 23.Lxf8 Txf8 24.Sd4 axb3 25.axb3 verbleibt Weiß allerdings mit zwei Minusbauern, sodass Dietmars Aufgabe gerechtfertigt war.

In der letzten noch laufenden Partie am Spitzenbrett hatte Thorben Mantler seinem Gegner Wegner eine Falle stellen und einen Bauern erobern können:

Mantler – Wegner nach 16…Sh5

Nach 17.g4 schnappte die Falle mit 17‚ĶLxe5 zu. 18.Txh3 und 18.gxh5 w√§ren jeweils mit 18‚ĶLxd4+ beantwortet worden, die Partiefortsetzung 18.dxe5 Lxg4 19.Tf1 sicherte Wei√ü immerhin gen√ľgend Kompensation f√ľr den Minusbauern aufgrund der starken Zentrumsbauern. Dementsprechend verst√§ndigte man sich einige Z√ľge sp√§ter auf Remis, was das eingangs erw√§hnte schiedlich-friedliche 4:4-Unentschieden im Mannschaftskampf bedeutete.

Die ESG Dritte schloss die erste Saison seit der Pandemiepause somit auf einem ordentlichen f√ľnften Platz ab und konnte dabei viele Jugendliche an das Turnierschach im Seniorenbereich heranf√ľhren.

Auf einmal l√§uft’s!

1. Bezirksliga: SG Solingen VI – ESG III 3 : 5

So schleppend und teilweise sogar frustrierend der Saisonbeginn war, so erfolgreich klingt die aktuelle Spielzeit aus. Man k√∂nnte auch sagen: Auf einmal l√§uft’s!¬† Denn mit dem 5:3-Erfolg in Solingen gelang der Drittvertretung nunmehr der zweite Sieg in Serie.

Mannschaftsf√ľhrer Thomas Falk hatte im Vorfeld der Partie so einige Steine aus dem Weg zu r√§umen, was die Mannschaftsaufstellung betraf. Er machte jedoch aus der Not eine Tugend und nahm insgesamt f√ľnf Jugendspieler mit nach Solingen, was sich noch als cleverer Schachzug entpuppen sollte.

Der erste Joker sticht

An Brett sieben stach der erste Joker bereits sehr fr√ľh im Mannschaftskampf: Julian Brandt stellte gegen Kopernok die Weichen von Beginn an auf K√∂nigsangriff und war damit erfolgreich. Dominik Hirsch geh√∂rt an Brett zwei bereits zu den etablierten Jugendlichen und zeigte auch gegen Fr√§nzel wieder eine solide Leistung, die mit einer Punkteteilung belohnt wurde.

Mannschaftsf√ľhrer Thomas hatte unterdessen am 5. Brett seine Kavallerie ins Lager seines Gegners Scheidtmann einfallen lassen, dabei jedoch zu √ľberm√ľtig agiert. Schlie√ülich gingen beide Springer f√ľr einen Turm verloren, was angesichts einer nunmehr kritischen Stellung mit der Aufgabe quittiert wurde. Und auch der junge Moritz Beck musste dieses Mal noch Lehrgeld bezahlen. Moritz wurde an Brett sechs von Schneider mit einem K√∂nigsangriff √ľberrascht, der er nicht parieren konnte.

Die Stunde der Elberfelder Jugendlichen

Nun aber schlug die Stunde der Elberfelder Jugendlichen, die den Mannschaftskampf eindrucksvoll drehten: Zun√§chst stellte Merlin M√§nken an Brett vier seinem Gegner Sch√ľller eine Falle.

Sch√ľller – M√§nken nach 29…Df4

30.Txe7 sah wirklich verlockend aus, wurde jedoch von Merlin mit 30…Tc1+ bestraft. Sch√ľller sah nun auch das Grundreihenmatt nach 31.Lxc1 Dxc1+ 32.Te1 Dxe1+ 32.Lf1 Dxf1# und gab auf.
Ebenfalls mit den schwarzen Steinen war Berk Boyacioglu am 8. Brett gegen Pernizki erfolgreich. Berk gelang es erfolgreich, einen gegnerischen Springer zu fangen und das Endspiel mit Mehrfigur sicher zum Sieg zu f√ľhren.

Den Schlusspunkt durften zwei routiniertere Kräfte der ESG setzen: Dietmar Kaufmann fand an Brett drei gegen Malkeit einen Bauerngewinn:

Kaufmann – Malkeit nach 18…g6

Malkeit wollte seinen L√§ufer nachtr√§glich fianchettieren, doch der Partiezug raubt dem Springer ein wichtiges R√ľckzugsfeld. Nach 19.f4 Sd7 20.Dxd6 verspeiste Dietmar gen√ľsslich einen Bauern und behielt seinen Vorteil bis ins Endspiel, was ihm letztlich eine Bauernumwandlung und den Partieerfolg bescherte.
Bei bereits entschiedenem Mannschaftskampf reichten sich Thorben Mantler und Christopher Blomel am Spitzenbrett die Hände zum Remis.

Somit stand nach etwa drei Stunden Spielzeit der zweite Saisonerfolg der ESG Dritten fest.

[TM]

ESG I: Mageres 4:4 gegen M√ľlheim 3

Ohne Frank und Torsten startete unser Heimkampf unter gelockerten Corona-Regeln gegen das junge Team von der Ruhr. Dem √§ltesten Gegner kn√∂pfte Reiner mit Schwarz schnell ein Remis ab, um dann „Captain Frank“ als Mannschaftsf√ľhrer w√ľrdig zu vertreten.

W√ľrdig vertreten wurde auch Torsten von Thomas, der danach mit Wei√ü einen ungef√§hrdeten halben Punkt einfahren konnte, gefolgt von Mykyta, dessen Gegner durch solides Spiel ebenfalls eine Punkteteilung zum 1,5:1,5 Zwischenstand erreichen konnte.

Inzwischen hatten sich die restlichen Partien zun√§chst recht positiv entwickelt. Markus mit Wei√ü und insbesondere Achim mit Schwarz haben ihre Gegner √ľberspielt und hatten gute bis sehr gute Stellungen. Helge stand mit Wei√ü wie immer gut, und die Gegner von Ulrich und Gerd haben jeder erstmal einen Bauern eingestellt.

W√§hrend Helge und Markus dann leider bei ungleicher Materialverteilung in jeweils besserer Stellung √ľber eine Punkteteilung nicht hinauskamen, entwickelten sich die verbleibenden Schwarzpartien recht unterschiedlich.

Achim hat in Gewinnstellung den letzten Trick des Gegners √ľbersehen und musste entt√§uscht die Segel streichen. Gerd hat im Springerendspiel einen zweiten Bauern gewonnen und trotz langer Gegenwehr den Ausgleich erzielt. Bei Uli ist bei ungleichen L√§ufern aus dem Mehrbauern ein Minusbauer geworden, wonach wir mit dem remis und dem 4:4 letztlich auch noch zufrieden sein mussten.

Um noch die letzten Aufstiegschancen zu wahren, sollten wir die restlichen drei Kämpfe gewinnen!

[GK]