Ohne zwei spiel vier…

… empfing heute die U20 der Elberfelder Schachgesellschaft die Gäste aus Remscheid zum Saisonauftakt, und lag somit gleich mit 0:2 hinten. Auf den Brettern entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit offenem Visier, beim dem die Remscheider oft das glücklichere Händchen (durch längeres Überlegen) hatten. Nur am Brett 6 konnte der Elberfelder Kevin Born die Glückwünsche seines Gegenübers Leben in Empfang nehmen.

Am Brett 3 entwickelte sich dann eine für Elberfeld spannende Partie, in der Matthias Weiß, jedoch mit den schwarzen Figuren, weiß zusammenzuschieben drohte; doch Caissa wollte ihm den Erfolg scheinbar nicht gönnen und schaute kurz weg, als Matthias die weiße Dame mit dem Läufer angriff, glaubte er doch, der Läufer sei durch einen Bauern gedeckt, doch hinter dem Bauern stand seine ungedeckte Dame einem weißem Turm gegenüber; und weiß zog DxL. Wenig später gab Matthias auf.

[thf]

Helge Hintze spielte Simultan in Hagen- Haspe für einen guten Zweck

Der König fällt für den guten Zweck. Am Samstag, den 22.Oktober  lud die gemeinnützige Georg-Kraus-Stiftung zum Simultan-Schachturnier gegen den Profi Helge Hintze ins Alte Stadtbad Haspe. Wie das Turnier verlief und warum diesmal der Nachwuchs im Fokus stand.

Ruhig schreitet Helge Hintze die Tischreihe entlang. Vor ihm liegen 23 Schachbretter, davor sitzen 23 Hagener. Kein ungleiches Duell, gehört Hintze doch zu den besten Schachspielern der Region und trägt den Meistertitel des Weltschachverbands „FIDE“. Seine Gegner: Eine Mischung aus Hobby-Spielern und Profis, darunter auch bekannte Hagener Gesichter wie Oberbürgermeister Erik O. Schulz, der SPD-Landtagsabgeordnete Hubertus Kramer oder WBH-Chef Hans-Joachim Bihs.
Sie alle waren vorher fest entschlossen, den Zwei-Meter-Mann Hintze auf dem Spielfeld zu Fall zu bringen. „Ich habe heute morgen gesagt, wir gehen dahin und gewinnen das Spiel“, sagte etwa David Diegel, Sohn von CDU-Landtagskandidat Helmut Diegel. Der 13-Jährige spielte zum ersten Mal gegen Hintze, im Schachverein ist er nicht. Seine Taktik gegen den Riesen: Augen zu und durch. „Ich habe keine Strategie“. Anders der Turnier-Teilnehmer Ulrich Hedtmann. Der Hasper setzte gegen den Champion auf Defensive: „Ich spiele lange auf Verteidigung und dann auf Halten“. Jedes Jahr kommt Hedtmann ins Alte Stadtbad, um Hintze Schachmatt zu setzen. „Einmal ist es mir gelungen“, erzählte er stolz.
Hintze behält die Oberhand

Diesmal war das Glück jedoch wieder auf der Seite des Champions. Egal ob Angriffs-Taktik oder Stellungskrieg – nach drei Stunden endeten fast alle Partien mit einem Sieg von Hintze. Welche Strategie führte zum Erfolg? „Jedes Spielfeld ist wie ein kniffliges Rätsel, das gelöst werden muss. Ich hatte für jede Partie vorher einen Plan im Kopf“, erklärte Diplom-Informatiker Hintze und fügte hinzu: „Trotzdem mache ich natürlich Fehler – und bei 23 Simultan-Partien auch nicht wenige“. Das wundert kaum, wird doch schon nach wenigen Spielzügen die Zahl der Möglichkeiten auf dem Schachbrett nahezu unendlich. Je mehr Räume sich für die Bauer, Königin oder Läufer öffnen, desto unübersichtlicher wird das Spielfeld.

An diesem Samstag konnten nur zwei Spieler die Fehler von Hintze zu ihrem Vorteil nutzen: Neben David Diegel schaffte es auch der elfjährige Leander Maass, den Schach-Riesen zu besiegen. „Meine Taktik kam erst im Laufe des Spiels“, erklärte Leander nach der Partie. Mit einer Finte setze er Hintze Schachmatt: „Er hat ein Feld freigemacht, da konnte ich dann mit meiner Dame angreifen“, schilderte Leander.

„Den Sieg habe ich ihnen nicht geschenkt, beide haben sehr gut gespielt“, sagt Hintze. Auch für die Organisatoren der Georg-Kraus-Stiftung war das Simultan-Turnier ein Erfolg. Rund 600 Euro gehen an Hilfsprojekte für Kinder in Indien.

(Westfalenpost vom 24.10.2016)

13 Teilnehmer, …

… davon gleich 4, die auf den Namen Thomas hörten, traten gestern zur dritten Runde der offenen Vereinsblitzmeisterschaft an. Im stark besetzten Rundenturnier ist sich nichts geschenkt worden; weder oben, noch unten in der Tabelle. So konnten weder Reiner Odendahl, noch Frank Noetzel, die am Ende mit Abstand Platz 1 und 2 besetzten, die Hundertprozent holen. Reiner musste einen halben Punkt gegen Thomas Schubert abgeben und Frank einen Ganzen gegen Reiner. Ebenso ging keiner der 13 Teilnehmer mit Null Punkten nach Hause.

Sieger wurde Reiner mit 11,5 aus 12 Partien, dicht gefolgt von Frank mit 11 aus 12 Partien. Den dritten Platz machte Gerhard Arold (9 aus 12 Partien). Die nächste Blitzrunde, und letzte im Jahre 2016, findet am 02.12. statt, wie immer um 20 Uhr mit vorhergehenden Themenabend.

Skandinavische Lehrstunde

Am gestrigen Themenabend stellte Dennis Peters seine Partie vor, welche er mit Schwarz in nur 18 Zügen (normalerweise dauern Turnierpartien mehr als 30 Züge) gewann. Er spielte die scharfe Portugiesische Variante der Skandinavischen Eröffnung (1. e4 d5 2. exd5 Sf6 3. d4 Lg4 4. f3 Lf5), welche zu scharfem Spiel führt und beide Spieler zu großer Vorsicht vor taktischen Schlägen zwingt. Es sind verschiedene Varianten der Eröffnung, strategische Ideen und taktische Tricks diskutiert und analysiert worden.

In der anschließenden, hart umkämpften Blitzrunde setzte sich Reiner Odendahl (9,5 aus 12 Punkten), dicht gefolgt von Thomas Kley (9 aus 12 Punkten) durch.

Der nächste Themenabend (19 Uhr, Thema: Turmendspiel) und die nächsten Blitzrunde (20 Uhr) finden am 04.11. statt.

Themenabende und Blitzrunden im Oktober und November

Am kommenden Freitag, den 7. Oktober, findet die zweite Runde unserer offenen Vereinsblitzmeisterschaft statt. Davor gibt es wieder Trainingsmöglichkeiten: von 19 bis 20 Uhr werden im „Schachlichen Duett“ wieder Partien analysiert und diskutiert.

Hierzu sind alle Schachfreunde herzlichst eingeladen!

Aljechin - Capablanca, 1927, Weiß am Zug
Aljechin – Capablanca, 1927, Weiß am Zug

Im nächsten Monat, am 04.11., lautet dann das Thema vor der Blitzrunde Turmendspiele. Anhand verschiedener Stellungen können Freunde ihr Endspielwissen behaupten und Fehler der Großmeister aufdecken!

Jeden ersten Freitag im Monat findet unsere Blitzrunde um 20 Uhr statt. Davor veranstalten wir einen Themenabend von 19 – 20 Uhr. Gäste sind dazu herzlich willkommen!

[LH]

Viererpokal-Aus für ESG II

In der 2. Runde fuhren wir zum Ohligser TV, die in der 1. Bezirksliga spielen und dort nach der ersten Runde Tabellenführer waren. In der Besetzung David Bachmann, Ronny Müller, Michael Podder und Lukas Heynck waren wir an allen 4 Brettern die DWZ stärkeren Spieler.

Michael nahm nach 7 Zügen bereits das Remisangebot seines Gegners an, da er noch einen Krankenhausbesuch abstatten wollte. An den Brettern 2 und 4 erreichten wir nach der Eröffnung bereits Material- bzw. Stellungsvorteil, an Brett 1 versucht David dem Remis auszuweichen, sein Gegner versuchte frühzeitig die Damen zu tauschen und ins Endspiel abzuwickeln. Folglich endete auch hier nach ca. 2 Stunden Spielzeit die Partie Remis. Zu optimistisch griff Ronny danach zum 2. Bauern und eröffnete damit den Weg zu seinem König. Die Berechnung das der gegnerische weiße Läufer diese Linie versperren würde, war ebenfalls ein Trugschluß. Mit 2 Mehrbauern und offener Stellung kam dann der nächste Fehler, der in einer Abwicklung endete, wo Schwarz Turm und Läufer für die Dame behielt. Damit war jedoch nichts mehr zu retten und die Partie verloren. Im Endspiel gelang Lukas dann noch der 2:2 Ausgleich, in schlechter Stellung musste aber der Gegner nachhelfen und übersah das Bauern auch mal schräg schlagen dürfen. Dadurch gewann Lukas einen Turm und gleichzeitig die Partie.

ESG II verliert zum Auftakt

Gegen unseren Lieblingsgegner der vergangenen Jahre (3 knappe Siege in den letzten drei Jahren), die Schachfreunde Gerresheim II setzte es in dieser Saison eine knappe 3:5 Niederlage, die vermeidbar gewesen wäre. Aufgrund eines gleichzeitig stattfindenden Radrennens verspätete sich die halbe Düsseldorfer (!) Mannschaft, da zu den diversen Straßensperrungen (was uns zum Glück nicht allzu sehr betraf) auch die Straßen- bzw. U-Bahn nicht fuhr. Bis kurz nach halb 11 hatten sich jedoch alle Spieler im Spiellokal eingefunden.

Für uns begann der Kampf leider nicht erfolgreich, sondern David musste als Erster die Waffen strecken. Er hatte nach einer recht individuellen Eröffnung, einen Bauern vorschnell geschlagen, was jedoch prompt zum Damenverlust führte. Danach endete die Partien von Andrea Schmidt, Ronny Müller und Stefan Pfeiffer remis, da die beiden Letzteren unter  Zeitdruck standen, gaben sich beide mit einem Remis zufrieden. Danach verlor jedoch Thomas Schubert seine Partie, sodass wir nun die restlichen Partien gewinnen mussten. Bei Michael Podder war die Sache klar, er hatte 4 Mehrbauern im Doppelturmendspiel und konnte den Spielstand auf 2,5:3,5 verkürzen. Kurz vor der Zeitnot kippten die vielversprechenden Stellungen von Thomas Kley (zu viel Zeit in den ersten 20 Zügen verbraucht?) und Lukas Heynck. Thomas musste sich kurz darauf geschlagen geben, sodass Lukas ins Remis einwilligen konnte, da der Kampf entschieden war.

Souveräner Erfolg zum Saisonstart

1. Bezirksliga: SV Wermelskirchen III – ESG III 2,5 – 5,5

Die „ESG-Dritte“ ist wie in der Vorsaison mit einem souveränen Auswärtserfolg gegen Wermelskirchen in die neue Saison gestartet. Der 5,5:2,5-Sieg gibt Anlass, optimistisch auf die kommenden Aufgaben zu blicken.
Thomas Symank brachte die Gäste an Brett acht früh in Führung, als er gegen Frederik Botte mit seinem Mehrbauern durchbrechen konnte. Ebenfalls einen Mehrbauern konnte Thorben Mantler am Spitzenbrett verbuchen. Doch sein Gegner Lohmann hatte mehr als ausreichend Kompensation und zwischenzeitlich sogar Siegchancen, sodass Thorben am Ende glücklich mit einem halben Punkt sein konnte.

Am 5. Brett waren es dagegen die Gastgeber, die froh über die Punkteteilung sein konnten, da Dennis Peters erst am Analysebrett den Gewinnweg mittels eines Springeropfers fand. Am Partiebrett wählte er die sichere Remisvariante und verständigte sich mit Engels auf die Punkteteilung.
Der ESG-Sieg nahm langsam Konturen an, als Harald Kurz an Brett sieben gegen Helmut Krük seinen im frühen Mittelspiel errungenen Qualitätsvorteil im Endspiel sicher in einen vollen Punkt ummünzen konnte.

Nach der Eröffnung war Peter Wiesemann noch unzufrieden mit seiner Stellung gegen Kubiak, doch am Ende erreichte er ebenso sicher den Remishafen wie Alfred Güthler an Brett vier. Nicht in der Eröffnung, sondern im Turmendspiel hatte Alfred gegen Werner Müller noch sehr bedenklich gestanden, dann aber geschickt abgetauscht und so das Remis gesichert. Den ESG-Sieg perfekt machte schließlich Neuzugang Hagen Woldt, der an Brett drei gegen Wegg nach 24…Db6 den folgenden feinen Gewinnweg fand:

woldt_wegg

25. f5! führt den entscheidenden Bauernvorstoß mit Tempo aus. Nach 25…Ld7 26. Scd5 Sxd5 27. Sxd5 Dd8 28. f6! ist die Stellung bereits nicht mehr zu halten. Wegg erkannte dies ebenfalls und gab sich nach wenigen weiteren Zügen geschlagen. Das Schlussremis zum 5,5:2,5 aus ESG-Sicht besorgte Altmeister Josef Krük an Brett, dessen Partie gegen Paradies nie wirklich die Remisbreite verließ.

[TM]