Start in die offene Wuppertaler Stadtmeisterschaft 2020

Mit zwanzig Teilnehmern startete am vergangenen Freitag die 2020er offene Wuppertaler Stadtmeisterschaft, darunter viele bekannte Gesichter aber auch neue.

Dass Schach heute nicht nur im Internet, sondern auch in privater Runde gespielt wird, zeigen Andreas Tümmler und Se-il Son, die sich nach der Teilnahme an der Qualifikation zur Deutschen Amateurmeisterschaft entschlossen haben, nun an der Stadtmeisterschaft in Wuppertal teilzunehmen. Dass man solche „Amateur“-Spieler, ohne DWZ, nicht unterschätzen darf/sollte, bekam Marc Soechting in der ersten Runde gegen Se-il Son zu spüren. Dank eines Einstellers konnte er sich aus der paralysierenden Unklammerung retten und die Partie dann noch gewinnen.

Die zweite Überraschung des Abends legte Batuhan Gülcan aufs Brett, der zuvor noch in der Jugendvereinsmeisterschaft spielte, gegen keinen Geringeren als Richert Siegbert. Nach einigem hin und her auf dem Brett einigte man sich auf Punkteteilung.

Die zweite Runde findet am 14. Februar 2020 statt.

[thf]

960…

… verschiedene Aufstellungen der Schachfiguren gibt es, wenn man die Regeln für ihre Aufstellung in der Grundstellung auf

• der König muss zwischen den beiden Türmen stehen,
• beiden Läufer müssen auf unterschiedlichen Farben stehen

reduziert.

Alle andere Regeln sind die gleichen, doch das 960-Schach, so die offizielle Bezeichnung, dem einen oder anderem auch als Fischer-Random bekannt, ist alles andere als gleich. Nicht nur dass alle Figuren deplaziert ausschauen, sondern vor allem die Rochade sorgt immer wieder für Erstaunen und Überraschung: Wie auch immer König und Turm stehen, nach der Rochade steht der König immer entweder auf g oder c und der Turm immer auf f oder d. Doch dabei kann aus der kurzen Rochade (g-Rochade) eine „lange“ werden, wenn der König vorher auf b stand, was sich das eine oder andere Mal als Gewinnzug entpuppte. 

Nicht ganz 960 Spieler kamen zum ersten Versuch, 960-Schach bei der Elberfelder Schachgesellschaft zu etablieren; doch immerhin trauten sich acht, sich ans Brett zu setzen. Nach anfänglicher Berührungsangst wurde das Turnier über sieben Runden (jeder gegen jeden) mit 10min +10sec sehr ernsthaft gespielt.

Vor der letzten Runde gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit einem Spitzentrio, und am Ende konnte sich Mykyta Volkov mit 5,5 Punkten dank besserer Feinwertung den ersten Vereinstitel in dieser Disziplin sichern. Auf Platz 2 landete Reiner Odendahl und hinter ihm Gerhard Arold mit einem Punkt Abstand.

Die Begeisterung, trotz anfänglicher Skepsis, zwingt uns, dies im kommenden Jahr zu wiederholen.

[thf]

ESG beim DSAM Qualifikationsturnier in Düsseldorf

(v.l.n.r: Sören Matthey, Alessandro Kronz, Batuhan Gülcan, Merlin Mänken und Hendrik Mordos)


Kurz vor Weihnachten fanden sich acht ESG´ler zum Qualifikationsturnier der Deutschen  Amateurmeisterschaft in Düsseldorf ein. Nach guten bis sehr guten Ergebnissen in den ersten beiden Runden am Freitag, darunter die Doppelsiege von Hendrik in Gruppe G, Alessandro in Gruppe F und Mykyta in Gruppe A, kam es für einige der acht am darauffolgenden zweiten Turniertag zu Turbulenzen. So konnten Mykyta und Ferdinand ihren Punktestand in Runde 3 und 4 leider nur um einen halben Zähler ausbauen und Torsten brach nach zwei wenig befriedigenden Remisen das Turnier vorzeitig mit 2,5 aus 4 Punkten in der Gruppe B ab.

Dennoch stand die ESG vor Beginn der finalen Runden noch ganz oben auf der Liste der Teamwertung, aber das strebsame Verfolgen des Remisplans einiger Spieler zum Sichern der Qualifikationsplätze für die bevorstehende Endrunde der Amateurmeisterschaft in Magdeburg führte letztlich leider zum knappen Verfehlen eines dieser begehrten Teampreise.

Hochspannend war die Siegerehrung trotzdem, da drei ESG´ler auf das Weiterkommen bzw. sogar den Gruppensieg hoffen konnten. Merlin und Mykyta erspielten je 3 Punkte in Gruppen G bzw. A  und Sören sowie Ferdinand blieben dahinter knapp zurück.

Batuhan erkämpfte sich mit 3,5/5 und überragender Buchholzwertung den 6. Platz, während sich Alessandro mit 4/5 und glücklicher Feinwertung den 3. Platz der Gruppe F sichern konnte.

Hendrik, der die ersten vier Runden souverän für sich entscheiden konnte, jedoch in der letzten Runde die Remisbemühungen seines Gegners nicht zu überlisten vermochte, musste sich letztlich mit 4,5/5 der Feinwertung geschuldet ganz knapp mit dem Silberplatz in der Gruppe G begnügen.

Link zum Turnier: https://www.dsam-cup.de/duesseldorf/

[Alessandro Kronz]

ESG 1 – Starkes 4:4 gegen Tabellenführer

Mit über 1100 DWZ-Punkten mehr und 6:0 Mannschaftspunkten im Gepäck reiste heute das Team von KKS 1 mit breiter Brust nach Elberfeld, um hier als klarer Favorit die geteilte Tabellenführung in der NRW-Liga zu verteidigen. Wir hingegen mussten auf Helge verzichten und kämpften zunächst mit dem Rücken zur Wand, zumal Marco mit Weiß nach verkorkster Eröffnung schon sehr früh unter die Räder geriet.

Nach drei Schwarzremisen von Torsten, Markus und Reiner fiel endlich der Ausgleich durch eine starke Angriffspartie von Gerd und direkt darauf der Führungstreffer durch eine noch stärkere Verteidigungspartie von Mykyta gegen den gegnerischen Topscorer, IM Dieter Morawietz.

Beim Zwischenstand von 3,5:2,5 waren wir plötzlich dem Sieg sehr nahe, da Frank mit Schwarz in einer allerdings recht offenen und unübersichtlichen Gewinnstellung über eine Mehrqualität verfügte. Nachdem dann Achim nach lange ausgeglichenem Spiel seine sich zum Ende zusehends verschlechternde Stellung zum 3,5:3,5 aufgeben musste, gestattete Captain Frank seinem Gegner mannschaftsdienlich eine Zugwiederholung, da bei knapper Bedenkzeit das Spiel auf Gewinn bei sehr offenem König nur unter höchstem Risiko möglich war und den kompletten Kampf gefährdet hätte.

Nun Überwintern wir mit 5:3 Mannschaftspunkten auf dem komfortablen 4.Tabellenplatz und haben dann am 26. Januar Gelegenheit, gegen Lasker Köln weitere wichtige Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.

[GK]

Zu Ehren von Andrea Schmidt…

…, die am Vortag völlig unerwartet verstarb, spielte heute die Vierte der Elberfelder Schachgesellschaft bei Schwarz-Weiß Remscheid und wollte ihr zu Ehren ihr bestes Schach zeigen.

Nach einer Schweigeminute am Brett gaben die Elberfelder gegen die leicht favorisierten Gastgeber alles und wurden mit einem frühen Remis an Brett 1 durch Peter Wiesemann, der mit Dauerschach drohte, belohnt. Und dann begann die Glückssträhne der Elberfelder. An Brett 5 konnte Mannschaftsführer Thomas Falk im elften Zug Bauer und Qualität erobern und trug dann die Partie nach weiteren 35 Zügen zum Sieg. Wenig später erhöhte Leihgabe Alessandro Kronz zum 0,5:2,5, so dass Harald Kurz am zweiten Brett ein mannschaftsdienliches Remis beisteuerte.

Den halben Mannschaftspunkt machte dann Dominik Hirsch, unser Goal-Getter, mit einem Sieg nach einer sauber geführten Partie klar. Natürlich klar, dass bei einem Zwischenstand von 1:4 die Gastgeber jedes weitere Remisangebot ablehnten, ablehnen mussten, so auch das Angebot von Rüdiger Horn an Brett 4. Doch er verfolgte weiterhin konsequent den Remisplan, und schließlich hatte sein Gegner ein Einsehen, dass in der Stellung nicht mehr drin war. Damit war der Mannschaftssieg erbracht und zwei wertvolle Mannschaftspunkte im Säckelchen. 

Und nun schien die Glücksträhne zu enden, denn an Brett 4 sah es so aus, als ob Neuzugang Dietmar Kaufmann wieder den vollen Punkt holen würde, und opferte dafür seinen Turm. Leider kam dann sein Königsangriff zum Erliegen, doch nahm er das Dauerschach zum Remis. Bei einem Stand von 2:5 kämpfte Kevin Born an Brett 7 erfolgreich in vorteilhafter Stellung, ließ dann aber noch Gegenspiel zu. Nach beidseitiger Damenumwandlung standen sich je König, Dame und Bauer gegenüber, wobei Kevins Bauer etwas weiter vorgerückt war. Aber war das zu gewinnen. Es schien, also ob die Partie mit Schachs noch ewig dauern könnte, am Volkstrauertag mit Spielbeginn um 13:00.

Erst der zarte Hinweis des Mannschaftsführers, als beide das zweite Notationsblatt anfingen zu beschreiben, dass die Begegnung gewonnen ist und ein Remis reiche, ließ Einsicht in die beiden Schachspieler kehren, dass es Zeit ist, nach Hause zu fahren.

Mit einer überragenden Mannschaftsleistung (3 Siege, 5 Remis, 0 Niederlagen) konnte die Vierte sich auf den dritten Tabellenplatz vorschieben und empfängt am 8. Dezember die Vierte des Bahn-SC Wuppertal.

[thf]

ESG Jugend startet ins zweite Saisonviertel

Nach dem (sehr) vollen Programm im ersten „Quartal“, also zwischen Sommer- und Herbstferien, ging es nun am langen Novemberwochenende mit den nächsten Jugendeinsätzen weiter. Trotz ferien- und feiertagsbedingter Trainingspause starteten die ESG-Jugendlichen gut in die dunkle Saisonhälfte:
 
Beim Erkrather Allerheiligen Schnellschachturnier holte Ferdinand mit 4 aus 9 gegen einen Gegnerschnitt von über 1600 ein tolles Ergebnis, und auch „Neuling“ Gökce konnte in einem für ihn sehr bis zu starkem Teilnehmerfeld mit 2,5 aus 9 zufrieden sein.
 
Beim abendlichen Vereinsblitz der ESG-“Erwachsenen“ stellte der Nachwuchs mit sieben von zwölf TeilnehmerInnen dann überraschend das Gros des Feldes und holte dementsprechend viele Punkte. Dabei landeten Sören mit sieben und Dominik mit sechs Punkten in der oberen Tabellenhälfte.
 
Am Samstagnachmittag startete unsere dritte U20-Mannschaft in die Jugendbezirksliga. Paul Hendrik, unser „zehnjähriger Routinier“ – mit der Erfahrung von insgesamt sechs Mannschaftskämpfen vor dem heutigen Spiel – musste sich an Brett 2 dem nominell stärksten der jugendlichen Gegner geschlagen geben. Unsere drei anderen Spieler absolvierten alle ihren ersten Ligakampf. Maximilian an Brett 3 und Hasan an Brett 4 gewannen, sodass das Remis an Brett 1 durch Jonatan zum Mannschaftsieg ausreichte.
Endstand ESG U20-III – Neviges 9-7 (2,5-1,5)
 
Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Erfolg !
[MB]

Minimalziel erreicht

Bei der Bezirksblitzmannschaftsmeisterschaft konnten sich beide ESG-Teams für die Teilnahme an der Verbandsmeisterschaft qualifizieren.

ESG 2 in der Besetzung Frank Noetzel, Gerd Kurr, Ludger Schmidt und Dominik Hirsch belegten den 2. Platz und ESG 1 in der Besetzung Helge Hintze, Mykyta Volkov, Andrea Schmidt und Thomas Falk erreichten Rang 4.

Hervorzuheben ist die Leistung unseres jüngsten Mitstreiters, der sich bei seinem ersten Einsatz wacker geschlagen hat.

Siehe auch:
https://www.sbbl.org/sg-solingen-wird-bezirks-blitz-mannschaftsmeister-2019/

[GK]

Herber 2,5 : 5,5 Rückschlag für ESG I

Im Heimkampf gegen die Schachfreunde aus Lieme stand zum Ende des Kampfes neben Remisen von Helge, Frank und Torsten eine positionell schön gespielte Gewinnpartie von Achim vier Niederlagen von Reiner, Mykyta, Gerd und Markus gegenüber. Die guten Stellungen von Reiner mit Schwarz und Markus mit Weiß sind gekippt, Mykyta sah sich als Schwarzspieler mit Mehrqualität einer übermächtigen Gruppe von Freibauern gegenüber, und Gerd kam mit Schwarz nach misslungener Eröffnung trotz zäher Gegenwehr nicht mehr ins Spiel.

Der nächste Kampf in Alsdorf wird zeigen, wie die Weichen für diese Saison gestellt sind.

[GK]

Knapper Sieg im Viererpokal für ESG 2

Bei regnerischem Wetter spielt man am besten Schach, und so machten sich am Sonntag Andrea Schmidt, Ronny Müller, Michael Podder und Gerhard Arold auf den Weg nach Solingen um die ESG 2 bei den Schachfreunden vom Ohligser TV in der zweiten Runde des Viererpokals zu vertreten. Nominell waren die ESG-Spieler an allen Brettern favorisiert, aber die Gegner vom OTV erwiesen sich als sehr zäh und der Kampf sollte noch um einiges spannender werden, als erwartet.

Zunächst sah noch alles nach einem klaren ESG-Sieg aus: Michael hatte an Brett 4 in der Eröffnung einen Bauern gewonnen und eine wesentlich bessere Entwicklung, Ronny hatte an Brett 3 gegen seinen Lieblingsgegner ein dynamisches Gleichgewicht, Andreas Stellung an Brett 2 war ausgeglichen und Gerhard hatte an Brett 1 eine Druckstellung aufgebaut und konnte ebenfalls einen Bauern gewinnen.

Als Gerhards Gegner dann einen Turm verlor, war der erste Punkt gesichert, aber dann begann der Kampf zu kippen: Ronny geriet in einen starken Königsangriff seines Gegners und übersah schließlich eine Kombination seines Gegners, die die Dame kostete und für den Ausgleich sorgte. Andreas Stellung kippte ebenfalls und nach einem Damenverlust lagen die Solinger plötzlich mit 2:1 vorne.

Nun wurde es spannend, denn die Hoffnungen lagen jetzt auf den Schultern von Michael, der an Brett 4 die letzte Partie spielte. Im Falle eines Sieges hätten wir einen 2:2-Gleichstand und ebenfallseinen Gleichstand nach Berliner Wertung, und in diesem Fall sehen die Regeln ein Stechen im Blitzschach vor.

Leider hatte sich der Eröffnungsvorteil von Michael wieder aufgelöst, und der Gegner konnte seinen verlorenen Bauern wieder zurück gewinnen. Es entstand ein Turmendspiel mit drei Königsflügelbauern bei Michael und zwei Königsflügelbauern und einem freien b-Bauern bei seinem Gegner. Bei fehlerfreier Spielweise wäre die Stellung remis gewesen, was das Viererpokal-Aus bedeutet hätte. Schließlich gelang es Michael aber, mit seinem König in die Stellung des Gegners einzudringen, die beiden Königsflügelbauern zu gewinnen und den benötigten Sieg einzufahren.

Also musste nun die Entscheidung im Blitzschach gefällt werden. Nachdem die Details durch einen nochmaliges Lesen der Viererpokal-Ausschreibung geklärt worden waren und die Solinger ihren vierten Spieler wieder gefunden hatten, der sich in einem Nachbarraum des Gebäudes aufgehalten hatte, ging es also mit vertauschten Farben zum Nachsitzen wieder an die Bretter. Da Blitzschach ja bekanntlich die Spezialdisziplin der ESG ist, lief es hier nun wesentlich besser, und das Stechen konnte mit Siegen an den Brettern 1, 2, und 4 und einer Niederlage an Brett 3 mit 3:1 für uns entschieden werden. Mit diesem knappen und etwas glücklicher Sieg gegen die sehr respektablen Gegner vom OTV gelang nun der Einzug in die dritte Runde am 27. Oktober, an dem und mit der erste Mannschaft von Solingen 68 ein sehr starker Gegner erwartet.

[GA]