Wuppertaler Stadtmeisterschaft: sie kommen zurück

Zur ersten Runde der Wuppertaler Stadtmeisterschaft am vergangenen Freitag kamen fünfzehn Spieler, und damit etwas mehr als im vergangenen Jahr. Der Trend weg vom Tablett zum Brett hält damit weiter an.

Unter den Teilnehmern sogar fünf vereinslose Spieler, was wieder unterstreicht, dass die Stadtmeisterschaft eine gute Möglichkeit und Gelegenheit ist, Schach ein wenig ernsthafter zu betreiben als nur im Internet ein paar Figuren „übers Brett zu schieben“.

Dieses Jahr brachte der langjährige Teilnehmer Christoph Meyer von Anna 88 gleich zwei seiner Mitarbeiter zum Turnier mit, die bisher nur nach der Arbeit ein wenig Schach spielten. Zwar blieb der Erfolg in der ersten Runde aus, doch der Spaß an der Partie war ihnen anzusehen.

Besonders freuen wir uns dieses Mal über die Teilnahme der beiden ukrainischen Kinder Valeria und Oleksandr. Dass man in der Ukraine weiß Schach zu spielen, siehe die Geschwister Muzychuk, zeigte gestern auch Valeria mit der Chance auf Dauerschach in ihrer Partie gegen Loriguillo Gonzales (SF Vonkeln):

Hier muss Loriguillo (weiß) Txf4 spielen, griff aber zu Lxf4, und Valeria antwortete mit: Txb2, Kg1, Tg2+, Kh1 und jetzt Te2+ mit Dauerschach (Se4) verliert. Vor lauter Aufregung zog Valeria nicht Te2+ sondern Tb2, und jetzt rettet Se4.

Am 10. Februar geht es in die zweite Runde.

Alle Informationen zum Turnier findet Ihr hier:
Wuppertaler Stadtmeisterschaft

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Nikolausturnier 2022 — ein voller Erfolg

Die Elberfelder Schachgesellschaft feiert gewöhnlich Weihnachten mit ihrem Nikolausturnier, zu dem nicht nur Vereinsmitglieder sondern auch langbekannte Gäste eingeladen werden.

Nach der Corona-Pause kommen immer mehr Spieler zu einem gemütlichen Schachabend mit Mannschafts- und Vereinskameraden mit reich gedeckten Tisch, der durch viel  Mitgebrachtes aufgebessert wurde.

Natürlich darf das Schachspielen nicht zu kurz kommen, und so bot ein siebenrundiges Schnellschachturnier den sportlichen Rahmen der Weihnachtsfeier, zu der dreiundzwanzig Spieler kamen, unter ihnen auch viele Jugendliche.

Dieser feierliche Anlass wurde genutzt, um unsere Jugendwart Alexander Buhren, der aus beruflichen Gründen sein Amt im Januar nicht mehr weiterführen kann, für sein Wirken der letzten Jahre zu danken. Den Erfolg seiner Arbeit spiegelt sich nicht nur in der Anzahl der Jugend am Nikolausturnier, sondern auch im Abschneiden dieser wider, auch wenn er bescheiden zu verstehen gibt, dass es nicht sein (alleiniger) Verdienst sei.

Nach sieben Runden (auch wenn nicht alle bis zum Ende mitspielten) stand mit Reiner Odendahl der neue Gewinner des Nikolausturniers fest, gefolgt von Gerhard Arold, Gerd Kurr, Merlin Mänken und Dominik Hirsch, die sich am Gabentisch bedienen durften. Drei weitere Preise wurden unter den Teilnehmern verlost.

Alle Ergebnisse des Nikolausturniers findet Ihr hier:
Nikolausturnier

Herr Beck brachte dann noch viele Adventskalender für die Teilnehmer vorbei — vielen Dank dafür.

Wir wünschen jetzt schon allen eine gesegnete Weihnachtszeit.

[thf]

Merlin Mänken wird Neunter der Solinger Stadtmeisterschaft 2022

Zum dritten Mal nach 2018 und 2019 hat sich Kevin Zolfagharian den Titel des Solinger Stadtmeisters gesichert. In der letzten Runde konnte er mit den schwarzen Steinen Eduard Kushchan bezwingen und verteidigte so mit dem Rekordergebnis von 6½/7 seinen Vorsprung auf Oliver Kniest, der 6 Zähler erzielte. Die Bronzemedaille ging an Ulrich Waagener, der in der großen Verfolgergruppe mit 4½ Punkten die beste Buchholz-Wertung besaß.

Oberster Anwärter auf den Jugendpreis war eigentlich Merlin Mänken. Das große Elberfelder Talent spielte kontnuierlich an den vorderen Brettern und konnte als einziger Spieler des Turniers einen halben Zähler gegen einen der beiden Topplatzierten ergattern. Ein Sieg in der Schlussrunde gegen Kovalyov hätte ihm Platz 3 beschert, doch so musste er sich nach einem Figureneinsteller und seiner einzigen Niederlage im Turnier mit Platz 9 begnügen, holte damit aber zumindest noch einen Ratingpreis.

Neben Merlin Mänken nahmen zwei weitere Elberfelder in Solingen an der Stadtmeisterschaft teil: Dominik Hirsch, der auf den 21. Platz landete, und Thomas Falk auf dem 30. Platz.

[Text weitestgehend von SG Solingen übernommen]

Einladung zum Nikolausturnier

Freunde der Elberfelder Schachgesellschaft,

in diesem Jahr möchten wir Euch am Freitag, den 9. Dezember zu unserem traditionellen Nikolausturnier einladen.

Neben einem siebenrundigen Schnellschachturnier mit 15 min Bedenkzeit gibt es natürlich auch wieder ein großartiges Buffet.

Bitte meldet Euch über Martin Keller (vorsitz@esg1851.de), Thomas Falk (turnierleitung@esg1851.de) an, oder spricht uns einfach an, damit wir besser planen können.

Wir würden uns freuen, wenn der eine oder der andere etwas mitbringt (Kuchen, Salat, Dessert,…), um das Buffet noch reichhaltiger zu machen.

Wer kommt, was mitgebracht wird, findet hier

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Mannschaftskampf ESG I

Godesberg – ESG I         2,5:5,5

Am 4. Spieltag der NRW-Liga musste die erste Mannschaft nach Bonn reisen. Der Tabellenzweite aus Godesberg trat ebenso wie wir fast in Stammbesetzung an. So entwickelte sich von Beginn an ein Kampf auf Augenhöhe.

Den Anfang machte ein Kurzremis zwischen den beiden Altmeistern FM Uli Dresen und IM Rüdiger Seger. Unser Edelersatz und Neuling Thomas Neuer konnte nach 2 Stunden mit den schwarzen Steinen ebenfalls mühelos remisieren, nachdem er am Vortag noch gegen Mannschaftskamerad Helge Hintze in der 2. Holländischen Liga Unentschieden gespielt hatte. Spannung entwickelte sich an den Brettern 5 und 6. Während Gerd Kurr mit Qualität und Bauern weniger einen heftigen Konter- bzw. Königsangriff inszenierte, sah sich Frank Noetzel einem positionellen Qualitätsopfer gegenüber. Ein taktisches Remisangebot von Frank nahm der Gegner, der talentierte Sohn unseres langjährigen Vereinsmitgliedes Ernst Schulte-Geers, an, da beide Spieler kein planvolles Weiterkommen in der Partie sahen. Gerd konnte mit seiner aktiven Spielweise materiellen Ausgleich und ein glückliche Punkteteilung erzielen. Ebenfalls mit einem Remis endete das Duell von Reiner Odendahl am Spitzenbrett, nachdem die Partie in ein Schwerfigurenendspiel mündete und verrflachte.

So stand der spannende Wettkampf nach dreieinhalb Stunden und fünf Remisen 2,5:2,5. Noch vor der Zeitkontrolle konnte Superperformer Mykyta Volkov mit Mehrbauer elegant in eine gewonnene Stellung einlenken und die Führung für Elberfeld erzielen. Die beiden letzten Partien von Helge Hintze und Achim Tymura waren verwickelt und sollten noch eine ganze Weile dauern. Achim und Helge hatten ihre starken Gegner kontrolliert und konnten aus der Zeitnotphase in vorteilhafte Endspiele abwickeln, die schließlich in Gewinnstellungen mündeten und souverän zu zwei weiteren Siegen führten.

Damit gewinnt ESG I überraschend deutlich den Kampf gegen Godesberg I mit 5,5 : 2,5 und liegt vor der Winterpause auf Platz 4 mit nur einem Punkt hinter dem Tabellenführer aus Bochum. Die Saison wird am 12.Februar 2023 mit dem Heimspiel gegen Herne fortgesetzt.

[FN]