Torsten Werbeck qualifiziert sich für den NRW-Einzelblitz

Am vergangenen Samstag wurde im pittoresken Kevelaer die Blitzeinzelmeisterschaft des Niederrheinischen Schachverbandes mit fünfzehn Teilnehmern ausgetragen.

Torsten Werbeck startete mit drei Niederlagen hintereinander sehr unglücklich in das Turnier, konnte dann aber in der zweiten Hälfte des Turnieres, in der er keine Partie mehr verlor, zur Spitzengruppe aufschließen.

In der letzten Runden reichte ihm dann sogar ein Remis für den vierten Platz mit 8½/14 Punkten (+7/=3/-0), der die Qualifikation für die NRW-Meisterschaft bedeutet. Damit wiederholt er seine Platzierung von 2020.

Wir gratulieren herzlich und wünschen viel Glück im März bei der NRW-Meisterschaft.

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ESG U20: Gelungener Saisonstart

Am Samstag empfing unsere Jugend die Gäste aus Mettmann, wo einige von uns noch im Dezember mit unserer Dritten ein Mannschaftsremis erkämpften; doch zu einem persönlichen wiedersehen kam es nicht, da die Mettmann-Jugend nicht bei den Senioren mit von der Partie waren.

Kurz vor Spielbeginn fehlte dann noch ein ESG-Akteur, und Fabian Werner konnte kurzfristig „eingeflogen“ werden, so dass wir vollzählig mit sechs Spielern wie Mettmann auch antraten. Nach langem Kampf war dann doch Caissa uns hold, und wir gewannen die Begegnung mit 4:2 (14:10 nach Jugendwertung). Neuzugang Julian Brandt konnte mit einem Sieg seinen Einstand feiern.

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Merlin Mänken U14-Niederrhein-Meister

In der Alterklasse U14 blieb Merlin Mänken ungeschlagen, gab nur zwei Remisen ab und konnte sich mit 6/7 nach einem spannenden und ausgeglichenen Stichkampf mit 3:2 gegen Niels Fietz seine erste Verbandsmeisterschaft sichern.

In derAltersklasse U16 konnte Dominik Hirsch mit 4½ Zählern sich den fünften Platz sichern.

Zum Artikel des Schachbezirks Bergisch-Land.

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4:4 am 4. Advent

1.  Bezirksliga: Mettmann-Sport – ESG III 4 : 4

Vier Brettpunkte zum vierten Advent – so ließe sich der Abschluss des Kalenderjahres 2021 für die Drittvertretung in Kürze zusammenfassen. Die ausführliche Zusammenfassung des Gastspieles in Mettmann bietet darüber hinaus so einiges an ungewöhnlichen und spannenden Ereignissen.

Da wären zunächst die Kurzremisen an den Spitzenbrettern zu erwähnen: Thorben Mantler erhielt an Brett eins von seinem Gegner Stanislowski bereits nach neun Zügen ein Remisangebot. Dominik Hirsch wurde zwei Züge später an Brett zwei von Turudic die Punkteteilung angeboten. Beide ESG-Spieler willigten ein. Ob dies eine geplante Mannschaftstaktik der Mettmanner war blieb bis zuletzt ungeklärt.

Viele Punkteteilungen zu Beginn

Auch Mannschaftsführer Thomas Falk war einem Remis nicht abgeneigt, im Spiel am 7. Brett gegen Weyer war es diesmal jedoch der ESG-Akteur, der die Punkteteilung vorschlug. Eine solche hätte sich auch Fabian Werner an Brett acht gegen Sprave gewünscht und kämpfte verbissen um jede Figur. Letztlich setzte sich der Mettmanner Mannschaftsführer aber mit seiner Erfahrung und seiner reiferen Spielanlage durch.

An Brett sechs gab es dann die nächste Punkteteilung zwischen Rüdiger Horn und Hansen, wobei Rüdiger sich fairerweise dagegen entschied, ohne konkreten strategischen Plan lediglich die knappe Bedenkzeit seines Gegenübers ausnutzen zu wollen. Zwischenstand 3:2 für Mettmann, doch ein Endergebnis ließ sich anhand der verbliebenen Partien kaum vorhersagen, so unklar waren die Stellungen.

Dietmars feines Scheinopfer

Dietmar Kaufmann war der Erste, der an Brett vier gegen Köhn für klare Verhältnisse sorgte. In bereits vorteilhafter Stellung fand Dietmar ein feines Scheinopfer um die frei Läuferdiagonale zu seinem Vorteil zu nutzen:

Köhn – Kaufmann nach 17.Se4

17…Sf3+ 18.Dxf3 Lxa1. Köhn wehrte sich noch einige Züge, gab nach einem später folgenden Figurenverlust jedoch auf.

Lange Zeit sah es für Merlin Mänken an Brett fünf nicht gut aus, da er gegen Schröder zwischenzeitlich zwei Minusbauern hatte, beim Übergang ins Endspiel aber zumindest einen Bauern zurückgewinnen konnte. Nach Abtausch aller Offiziere ergab sich die folgende Stellung:

Mänken – Schröder nach 48…Kd7

Hier fand Merlin den schönen Zug 49. a5 und erreichte eine theoretische Ausgleichsstellung. Ausgerechnet der Zug, mit dem er seinem Gegner Remis anbot, patzte Merlin doch kurioserweise nahm Schröder dennoch das Remisangebot an.

Spannung in der letzten Partie

Somit waren beim Zwischenstand von 3,5:3,5 alle Voraussetzungen für ein spannendes Finale geschaffen. Hauptakteure waren an Brett drei Hendrik Mordos auf ESG-Seite sowie sein Mettmanner Kontrahent Pitz. Letzterer hatte die Qualität gewonnen und spielte auf Matt, wobei er offenbar jedoch Hendriks Gegenspiel unterschätzt hatte.

Mordos – Pitz nach 31…Dc2

Die um das Brett versammelten Elberfelder Kiebitze wähnten Hendrik an dieser Stelle bereits als Sieger, doch Pitz rettete sich mit einer Reihe von sehr präzisen Verteidigungszügen ins Remis: 31. Dxd5+ Kg7! (einziger Zug, der ein Matt verhindert) 32. Txb7+ Kh6 33. g4 T8a7 34. g5+ Kh5 und Weiß hat nicht mehr als ein Dauerschach nach 35.Df3+ Kh4 36. Txa7 Txa7 37.Kh2 Ta2 38. Dg3+ usw.

Am Ende gab es somit jeweils einen Mannschafts- und vier Brettpunkte für beide Teams, die sich kurz vor Weihnachten schiedlich-friedlich mit einem Unentschieden voneinander trennten.

[TM]