Wieder knapp am Sieg vorbei

Der Abstieg droht, und es musste heute unbedingt ein Sieg √ľber Vohwinkel her, sollte die ESG IV noch die geringste Aussicht auf den Klassenerhalt behalten. Dementsprechend war die Anspannung bei den ESG-Recken gro√ü, spielt doch Vohwinkel, gerade erst aufgestiegen, selbst auch in der unteren H√§lfte der Liga. Vielleicht war der Druck bei dem einen oder anderen zu gro√ü. So ging Vohwinkel durch fr√ľhe Niederlagen von Jan Beumker und Lorin Pott in F√ľhrung, jetzt durfte nur noch auf Sieg gespielt werden. Thomas Falk konnte an Brett 1 mit den schwarzen Figuren folgende Stellung erreichen,

Thomas

in der er die Springergabel zwischen K√∂nig und Turm sah. Daf√ľr musste der K√∂nig nur vorr√ľcken und der Bauer das Feld g3 hergeben, also: Te8, f3, Lxe2, Kxe2, Sg3+, Ke3, Sxh1 und h√§tte so die Qualit√§t gewonnen, aber war da nicht noch mehr drin, konnte man nicht durch Zugumstellung nicht noch einen Bauern gewinnen, und zog statt Sxh1 den fatalen Zug Txe4+. Vierzehn Z√ľge musste er dann aufgeben. Nun stand es 3:0 f√ľr Vohwinkel, und Josef Komeinda konnte den Anschlusstreffer landen; doch die Hoffnung wurde sogleich durch die Niederlage von Markus Biedermann getr√ľbt. Nun stand es 4:1 f√ľr Vohwinkel, und mehr als ein remis war nicht mehr drin. An den Brettern 7 und 8 mit den Ersatzspielern Thomas Symank und Fabio Santiago sah es ganz hoffnungsvoll aus, doch die Partie von Ren√® Niebergall sah nicht gut aus.

Thomas Symank tat sich mit den schwarzen Figuren an Brett 7 in der Eröffnung schwer, dennoch war die Partie bis weit ins Mittelspiel ausgeglichen,

Thomas S

bis Thomas im 25. Zug c4 zog. Es folgten bxc4, Dxa3 und fatal Dg5, was Thomas mit f6 beantwortete, gefolgt von Dd2, bxc4, T3f1, Dxd3. Hier wollte sich sein Gegner nicht auf den Damentausch einlassen und zog Da2, was Thomas mit Dxd3 beantwortete. Danach spielte Thomas konsequent auf Abtausch, hatte er doch eine komfortable Bauernmehrheit.

Ren√® k√§mpfte in seiner ihm typischen Art wie ein L√∂we, die √úberlegenheit des Gegners war eindeutig, doch wir brauchten seinen Sieg – aufgeben gibt es nicht – und so k√§mpfte Ren√® verbissen weiter. Vielleicht greift sein Gegen√ľber daneben, doch dieses Mal nicht, aber er war so irritiert vom Kampfeswillen, dass er nicht mehr an den Sieg glaubte und remis anbot, das Ren√® annahm, war doch der Sieg schon lange nicht mehr in Aussicht. Doch mit diesem Remis war auch die Begegnung besiegelt, Vohwinkel f√ľhrte 4,5 zu 2,5. Fabio an Brett 8 erreichte folgende Stellung mit den wei√üen Figuren

Fabio

und wagte den Vorsto√ü e5 und sein Gegner √ľbersah, den indirekten Angriff auf g6, war doch der Bauer auf f7 gefesselt, indem er dxe5 spielte, was Fabio mit Dxg6 beantwortete. Es folgte Tf8 und Lxh6 und die Partie war entschieden, auch wenn noch einige Z√ľge folgten. So konnte Fabio unsere Niederlage noch ein wenig mit einem Sieg zum Endstand 4,5:3,5 aufh√ľbschen, so dass sie nicht mehr ganz so schmerzlich war.

[thf]