Regionalliga: 6:2 Erfolg zum Saisonauftakt bedeutet Tabellenspitze

Am Sonntag ging unsere erste „Acht“ als letztes der fĂŒnf ESG-Teams in die neue Spielsaison 2015/2016. Wie wĂŒrde man sich nach dem Abstieg aus der NRW-Klasse in der Regionalliga zu Saisonbeginn prĂ€sentieren? Sind wir stark genug, um den direkten Wiederaufstieg zu schaffen? Können wir den nominell deutlich stĂ€rkeren Teams von Gerresheim und Solingen Paroli bieten? Was darf man von sich selber dabei erwarten? Fragen, die sich viele Spieler aus der Ersten vor ihrem ersten Auftritt in der Regionalliga gefragt haben dĂŒrften.

Die Frage „Ist die Premiere gelungen?“ ist mit einem eindeutigen „Ja“ zu beantworten. Deutlich mit 6:2 besiegte unsere erste „Acht“ zu Hause die Zweitvertretung des Ratinger Schachklubs 1950 und teilt sich nun mit der dritten Mannschaft des zweimaligen Europapokalsiegers SG Solingen die Tabellenspitze. Die KlingenstĂ€dter bezwangen die Schachgemeinschaft Hochneukirch mit dem frischgebackenen NRW-Pokalsieger Marcel Harff ebenfalls mit 6:2. Dahinter folgen in der aktuellen Tabelle mit den Schachfreunden Gerresheim und Turm Krefeld (beide 5:3 Brettpunkte) sowie den Schachfreunden Heinsberg (4,5) die drei weiteren am ersten Spieltag siegreichen Mannschaften. Die Saison verspricht also „Spannung pur“ …

Als es am Sonntag im Luftschloss an der Gathe um 10.00 Uhr losging, waren viele der sechzehn Akteure ĂŒberrascht. Ein anderer als der erwartete Gegner saß ihnen am Schachbrett gegenĂŒber. Die stundenlange Vorbereitung quasi „fĂŒr die Katz“. Was war geschehen? Auf Ratinger Seite fehlten gleich drei Stammspieler wĂ€hrend bei uns an den letzten beiden Brettern ebenfalls Reservespieler agierten. Mehrere fehlende Stammspieler hatten Ihre „Lebensplanung“ auf den regulĂ€ren Spieltermin ausgerichtet und dabei nicht den von Ratingen wegen der Überschneidung mit der NRW-Klasse beantragten Nachspieltermin berĂŒcksichtigt.

Das ausgeglichene Ratinger Team, nach nur einjĂ€hriger Abstinenz wieder zurĂŒck aus der Verbandsliga in die höchste Spielklasse des Schachverbandes Niederrhein, stellte sich – auch wenn es das Endergebnis anders vermuten lĂ€sst – als der erwartet starke Gegner heraus. Lange Zeit war an allen Brettern „nichts entschieden“. Teamchef Frank Noetzel blickte zeitweise sogar skeptisch drein. Doch dann kam Bewegung in den Kampf. Unser FIDE-Meister Reiner Odendahl musste mit den schwarzen Steinen schon recht frĂŒh das zweite Remis-Angebot seines nominell schwĂ€cheren Gegners Andreas Probst am Spitzenbrett annehmen, wĂ€hrend der ebenfalls mit den schwarzen Steinen spielende „Reservist“ Gerhard Arold am Brett sieben sein GegenĂŒber Michael Baj wenig spĂ€ter zur Aufgabe zwang. In einer spannenden Partie am Brett drei brachte dann auch Frank Noetzel gegen Rafael Katz „seinen HollĂ€nder“ zum Sieg. Gerd Kurr war gegenĂŒber der Vorsaison, in der er sehr unglĂŒcklich agiert hatte, spielerisch nicht wieder zu erkennen. In der Cambridge Springs Variante des abgelehnten Damengambits opferte er, den Tipp von Weltmeister Carlsen folgend, einen Bauern fĂŒr starken Angriff. Um zum Ziel zu kommen danach noch einen ganzen Turm hinterher. Am Ende musste sein erfahrener Gegner Norbert KrĂŒger folgerichtig die Waffen strecken. Am Brett fĂŒnf hatte es Heiko Kesseler durch das Fehlen gleich dreier Ratinger Stammspieler ĂŒberraschend mit Carsten Meis zu tun.
Bei den sonst so zuverlĂ€ssigen Ratingern durfte man nicht mit drei AusfĂ€llen rechnen. Das Besondere daran: Der frĂŒhere Solinger Meis hatte im Grundschulalter vor ĂŒber dreißig Jahren im dortigen Schachkindergarten des deutschen Rekordmeisters SG 1868 bei Heiko mit dem Schachspielen begonnen. Wie in der letzten Partie kam wieder Nimzo-Indisch aufs Brett. Letztendlich machte das LĂ€uferpaar von Heiko seinem „ehemaligen SchĂŒler“ Probleme. Durch eine Unachtsamkeit des Gegners konnte Heiko dann die QualitĂ€t fĂŒr einen Bauern gewinnen. Die daraus entstandene klare Gewinnstellung brachte den Brettsieg. Der Mannschaftserfolg war perfekt. Am Nachbarbrett sechs besiegte unser Neuzugang Achim Tymura mit den weißen Steinen den Ratinger Christopher Welling. Nach dem Sieg im ersten Pokalmatch zuvor, ist es fĂŒr Achim der zweite Sieg im zweiten Spiel im neuen „Trikot“. Gratulation. Dagegen hatte FIDE-Meister Helge Hintze am Brett zwei mit Weiß einen rabenschwarzen Tag. Durch einen Fehler brachte sich Helge gegen Roman Podhorsky selbst auf die Verliererstraße. Dagegen kam es am Brett acht zwischen den beiden als Ersatz aushelfenden Spielern Michael Podder (ESG) und Michael Hoffmann aus Ratingen zur einzigen Punkteteilung des Tages. „Regionalliga: 6:2 Erfolg zum Saisonauftakt bedeutet Tabellenspitze“ weiterlesen

Bezirkspokal: Unsere Erste mit 4:0 im Viertelfinale

4:0 ist der Endstand der Pokalbegegnung zwischen unserer ersten Vier und der Mannschaft der Schachfreunde Anna. Als AuswĂ€rtskampf ausgelost wurde sie am Tag der deutschen Einheit in unserem Luftschloss zum „AuswĂ€rtskampf vor heimischer Kulisse“. Der Grund: Durch die TerminĂŒberschneidung von Meisterschaft und Pokal bei unserer Ersten standen dem Gegner am neu festgelegten Termin nicht die eigenen RĂ€ume zur VerfĂŒgung. Einfache Konsequenz: Heimspiel fĂŒr uns mit vertauschten Farben.

Die Mannen des Wuppertaler Bezirksligisten vom Laurentiusplatz schlugen sich dabei wacker. Die vier Spiele waren hĂ€rter umkĂ€mpft, als das Endergebnis vermuten lĂ€sst. Am Ende machte sich dann aber doch der Klassenunterschied bemerkbar, und die Spielerfahrung setzte sich schließlich gleich an allen vier Schachbrettern durch.

Als Erster siegte Helge Hintze am Brett zwei mit den schwarzen Steinen ĂŒber Werner Clemm. In der englischen Eröffnung hatte er einen Bauern gewonnen, den er im weiteren Verlauf der Partie sicher in einen Sieg ummĂŒnzte. FĂŒr das 2:0 sorgte dann Heiko Kesseler am Brett drei. In der sizilianischen Eröffnung kam er schnell zu aktivem Spiel. Sein GegenĂŒber: JĂŒrgen Wencki, der sich vor der Partie an eine frĂŒhere Begegnung bei den Jugendbezirksmeisterschaften vor ĂŒber 35 Jahren erinnerte. Er konnte dem schwarzen Angriff nichts entgegensetzen und gab dann folgerichtig ein Zug vor dem Matt auf. Der Kampf war jedoch noch nicht entschieden. Ein Unentschieden bei gleicher Berliner Wertung möglich. Alles klar machte dann Gerhard Arold mit seinem „Weißsieg“ am Brett vier. In der Caro Kann Verteidigung kannte sich der immer wieder in der Ersten mustergĂŒltig aushelfende „Ari“ weit besser aus als sein Gegner Andreas Passon. Der Grund ist schnell erklĂ€rt: Mit seinem Freund und frĂŒheren ESG-Teamkollegen Markus Ecker hat er genau dieses Abspiel der beliebten Eröffnung in vielen tausend Blitzpartien „geĂŒbt“. Konsequenz: Am Ende war ein Freibauer von Gerhard nicht mehr zu halten und zwang den aufopferungsvoll kĂ€mpfenden Passon schlussendlich zur Aufgabe. 3:0 – Der Kampf war gelaufen.

Lange, lange Zeit unklar war das Duell am Spitzenbrett zwischen unserem Besten, Reiner Odendahl, und dem gegnerischen MannschaftsfĂŒhrer Thorsten Kuhnhenn. Reiner hatte mit Weiß Anzugsvorteil, aber die Nr. 1 von Anna hielt stark dagegen. Spannung pur bis zum Schluß. Mit der AusfĂŒhrung des 40. Zuges fiel das PlĂ€ttchen von Kuhnhenn bei der Zeitkontrolle. Zehntelsekunden fehlten fĂŒr die „VerlĂ€ngerung“. In der nachfolgenden Analyse zeigte sich aber, dass das entstandene Dame-Turm-Endspiel auch bei Weiterspielen fĂŒr unseren FIDE-Meister gewonnen gewesen wĂ€re.
4:0 – das Viertelfinale ist erreicht. Hier trifft unser Team im „echten“ Heimspiel am Sonntag, 18.10.15, ab 10.00 Uhr auf die dritte Mannschaft des Bundesligisten SG Solingen. Die KlingenstĂ€dter bezwangen etwas ĂŒberraschend mit 2,5:1,5 die Erstvertretung der Velberter Schachgesellschaft, den letzjĂ€hrigen NRW-Qualifikanten. Damit revanchierten sich die Mannen um Bezirkspielleiter Dr. Marius FrĂ€nzel auch erfolgreich fĂŒr das Aussscheiden ihrer bundesligaerfahrenen Ersten in der Vorsaison. Die trifft nach ihrem knappen 2,5:1,5 Erfolg ĂŒber den Schachverein Wermelskirchen nun im Spitzenduell auf Titelverteidiger und NRW-Finalist BSW Wuppertal. FĂŒr beide Vereine ein sehr wichtiger Kampf. Wenn die Solinger ihre Ambitionen auf den deutschen Pokalsieg wahren wollen, mĂŒssen sie unbedingt ins Halbfinale des Schachbezirks einziehen. Konsequenz: Ein möglicher Einsatz von zahlreichen Schach-Großmeistern auf Seiten des deutschen Rekordmeisters.
Immerhin verfĂŒgt auch die BSW ĂŒber zwei erfahrene Internationale Meister und einen starken FIDE-Meister.

[HK]

Vier Musketiere…

…, Josef KrĂŒk, Alexandr Pertschik, Dennis Peters und Thomas Falk, zogen aus, um die Ehre der Elberfelder Schachgesellschaft im Viererpokal zu verteidigen. War der Gegner doch kein geringerer als die BSW I, Titelverteidiger und -aspirant.

Aber wie wĂŒrde die BSW I auftreten, wollte man vielleicht KrĂ€fte sparen fĂŒr die kommenden Runden, oder wĂ€re es zu riskant, gegen die zweite im Pokal verbliebene ESG-Mannschaft mit einer Reservemannschaft aufzutreten. War es nicht doch diese Mannschaft, damals im Gewand der ESG II, die mit immer neuen und stĂ€rkeren Spielern auftrat und so die Qualifikation fĂŒr die nĂ€chste Ebene schaffte ? So ging die BSW kein Risiko ein und warf den Recken der ESG keine geringeren als IM Boris Khanukov, Benjamin Ries, Michail Bogorad und Karl Nettesheim entgegen. Doch ließ und lĂ€sst sich die ESG nicht von großen Namen einschĂŒchtern, sondern traten getreu dem Motto des jugoslawischen Großmeisters Grigoritsch „igram protiv figur*)“ auf.

Doch war das Quartett der BSW eindeutig ĂŒberlegen, und so mussten die Musketiere der ESG einer nach dem anderen die Degen senken, auch wenn Dennis noch bis zum Schluss versuchte einen Stich zu machen.

*) = ich spiele gegen die Figuren

Unsere „Erste“ spielt am Wochenende gleich zweimal zu Hause

Gleich zweimal geht’s fĂŒr unser Spitzenteam am kommenden Wochenende „um die Wurst“. Im Nachholspiel der ersten Spielrunde in der Regionaliga hat es unsere erste „Acht“ am Sonntag ab 10.00 Uhr im Luftschloss an der Gathe mit der Reserve des Ratinger Schachklubs zu tun. Das ausgeglichene Ratinger Team ist nach nur einjĂ€hriger Abstinenz wieder zurĂŒck aus der Verbandsliga in die höchste Spielklasse des Schachverbandes Niederrhein. In der zweiten Runde des Bezirksviererpokal geht es an gleicher Stelle am Samstag zuvor ab 12.00 Uhr gegen die Schachfreunde Anna Wuppertal.

Unser Spitzenteam in der Regionalliga von Brett Eins bis Acht: Reiner Odendahl, Helge Hintze, Frank Noetzel, Gerd Kurr, Heiko Kesseler, Achim Tymura, Marco KĂŒhne und Thomas Fuchs. Die Besetzung ist bis auf eine VerĂ€nderung identisch mit der Vorsaison. FĂŒr David Bachmann rĂŒckt Neuzugang Achim Tymura aus Hagen ins Team. Dennoch der angepeilte direkte Wiederaufstieg in die NRW-Klasse wird ein schweres Unterfangen. Zieht man den DWZ-Schnitt der jeweils besten acht Spieler jeder Mannschaft zu Rate, rangiert unsere Mannschaft mit 2105 Punkten lediglich auf dem fĂŒnften Rang. Nominell am stĂ€rksten sind die Schachfreunde Gerresheim mit dem Top-Großmeister Yuri Solodovnichenko (DWZ 2616) am Spitzenbrett. Der ehemalige Zweitligist hat einen Schnitt von 2275 DWZ-Punkten. Dahinter folgt die Dritte des Solinger Bundesligisten SG Solingen (2204) mit sieben FIDE-Meistern.

Durch die enorme VerstĂ€rkung des Bundesligakaders wird die aufgestellte Mannschaft aus der Klingenstadt diesmal wohl in der Liga durchspielen. Fast alle Spieler der Dritten sind auch in der Reserve des zweimaligen Europapokalsiegers fĂŒr die zweite Bundesliga nominiert. Dort darf man zweimal spielen bevor man mit der dritten Partie seine Spielberechtigung fĂŒr die Regionalliga „verliert“. Mit ihren starken Kadern sind die beiden Clubs die großen Favoriten auf den Aufstieg in die NRW-Klasse. Nominell dahinter folgen das Team von Turm Krefeld (2151) und die Reserve vom Schachklub DĂŒsseldorf (2144). Sie sind wie unser Team die großen Außenseiter auf den Aufstieg. Die weitere DWZ-Reihenfolge: 6. Schachfreunde Heinsberg (2089), 7. Tornado Hochneukirch (2041), 8. Ratinger Schachklub Reserve (2030), 9. Schachgemeinschaft Hochneukirch (2030) und 10. Schachverein Turm Kamp-Lintfort (2002). Wenn alles normal lĂ€uft, sollten diese Teams mit dem Aufstiegskampf nichts zu tun haben.

Jeweils eine Mannschaft der Liga steigt auf beziehungsweise ab. FĂŒr jeden Absteiger aus der NRW-Klasse in den Schachverband Niederrhein steigt jedoch eine weitere Mannschaft ab. Mit dem PSV Duisburg, der BSW Wuppertal und dem Ratinger Schachklub können allerdings maximal nur drei Teams „zurĂŒckkommen“. Mit anderen Worten der sechste Tabellenplatz ist in der kommenden Saison auf jeden Fall das „rettende Ufer“.

[HK]

Bezirkseinzelmeisterschaft – Heiko Kesseler siegt zu Beginn

Die aktuelle Spielsaison 2015/2016 hat begonnen. In jeder Liga ist die erste Spielrunde bereits „erledigt“. Am Samstag begannen im Solinger Schachzentrum jetzt auch die Einzelmeisterschaften aller Altersgruppen. Die Meisterschaft der Aktiven ist in dieser Saison so stark besetzt wie lange nicht mehr. Zehn Bergische Schachspieler spielen um den Titel und die vier QualifikationsplĂ€tze fĂŒr die Niederrhein Meisterschaften. Die Farben der Elberfelder Schachgesellschaft 1851 vertritt der aktuelle Bezirkspokalsieger Heiko Kesseler. Nach seinem Sieg mit den schwarzen Steinen ĂŒber den Solinger Wolfgang Zimdars liegt er gemeinsam mit Turnierfavorit Thomas Lemanczyk, der den Solinger Stadtmeister Joachim Görke bezwang, und den beiden Wuppertalern Benjamin Ries und Rene TĂŒckmantel (beide BSW) nun in Front. Der Titelverteidiger Helmut Busse von der SG Solingen lies dagegen bereits einen halben Punkt gegen seinen Vereinskollegen Dr. Hajo Boschek „liegen“.

In der zweiten Runde hat Heiko nun zum zweiten Mal die schwarzen Steine. Gegner ist der starke Benjamin Ries, Neuzugang beim aktuellen TabellenfĂŒhrer der NRW-Klasse. Ries gewann in diesem Jahr bereits die Dortmunder Stadtmeisterschaft mit 8,5 Punkten aus neun Partien. Dabei fĂŒgte er dem Bundesligaspieler und Internationalen Meister Thomas Henrichs die einzige Niederlage zu. In der zweiten Spitzenpaarung trifft Lemanczyk mit Weiß auf TĂŒckmantel. Titelverteidiger Busse hat es am Samstag, 17.10.15, im Solinger Schachzentrum mit seinem Mannschaftskollegen Görke zu tuen. Die Paarungen versprechen Spannung pur.

[HK]

Ein gelungener Auftakt der ESG III…

in die neue Spielsaison 2015/16 sollte es sein; wollte man der jĂŒngeren Schwester, der ESG IV, im nichts nachstehen. Hatte man sich dafĂŒr eigens Bernd MĂŒhlinghaus als VerstĂ€rkung und GlĂŒcksbringer von der ESG IV geholt. Doch nicht ohne Gegenwehr. So marschierte am Brett 6 der Wermelskirchener Schachfreund Helmut KrĂŒk durch die Eröffnung wie BlĂŒcher einst nach Waterloo – fĂŒr fĂŒnfzehn ZĂŒge brauchte er keine fĂŒnf Minuten (sein GegenĂŒber, Peter Wiesemann, jedoch ĂŒber dreißig) und brachte Peter an der linken Flanke schwer in BedrĂ€ngnis. Peter konnte jedoch mit der Kavallerie den Einbruch mit Dame und Turm an dieser Flanke verhindern. Entschieden wurde die Begegnung an der anderen Flanke, mehrmals sprang der Wermelskirchener Springer zwischen b5 und a7 hin und her, und Peter bot remis an. Vielleicht hĂ€tte er es auf Stellungswiederholung ankommen lassen sollen; denn eine vernĂŒnftige Alternative hatte der Wermelskirchener nicht, vielleicht hĂ€tte der Wermelskirchener dennoch auf Sieg spielen wollen.

Am Spitzenbrett der Elberfelder nahm wieder Routinier Josef KrĂŒk Platz und bot seinem GegenĂŒber, Gerhard Lohmann, wie dieser in der anschließenden Analyse zu verstehen gab, und den Zuschauern eine Lehrstunde in Sachen Positionsspiel. Hoffte und glaubte Gerhard Lohmann, seinen schwachen Springer gegen Josefs starken Springer tauschen zu können und somit in ein leicht vorteilhaftes Endspiel abwickeln zu können, so behielt Josef jedoch den Überblick und drĂŒckte am KönigsflĂŒgel und ließ Lohmann im 37. Zug mit Dg8 daneben greifen.

Kruk

Unbeirrt zog Josef Th8. Da Ànderte auch der Versuch mit Sxf5 nichts, den Josef mit Dh5+ beantwortete.

An Brett zwei riskierte Thorben Mantler gegen Werner MĂŒller einen Bauernraub und sah sich bald darauf einem gefĂ€hrlichen Königsangriff ausgesetzt. Es gelang ihm jedoch, die Angriffe seines GegenĂŒbers zu parierten und mit dem Materialvorteil ein gewonnenes Endspiel herbeizufĂŒhren. So zog Werner MĂŒller im 39.Zug Df3

Mantler-Muller

und Thorben setzte mit Sf4+ nach. Es folgten 40. Ke3, Sxd5+ 41. exd5, Dxf3+ 42. Kxf3 Kg7 und der weiße König kann die schwarzen Bauern am KönigsflĂŒgel nicht erobern.

Nun hatten die Elberfelder schon zweieinhalb ZĂ€hler, und an den laufenden Brettern sah es zuversichtlich aus. An Brett drei versuchte Alexandr Pertschik mit Dame mit Springer- und LĂ€uferunterstĂŒtzung am KönigsflĂŒgel die gegnerische Stellung aufzuknacken, das Brett vier mit Alfred GĂŒthler war unklar, an Brett fĂŒnf ĂŒberzeugte Dennis Peters, der immer fĂŒr eine taktische Überraschung gut ist. An Brett sieben fĂŒhrte Harald Kurz die Figuren aktiv ins Feld, und am Brett acht ĂŒberraschte Bernd seinen GegenĂŒber, Gerhard Paradies, mit einer Springergabel und konnte die QualitĂ€t erobern – Erleichterung machte sich in den Reihen der ESG breit.

Doch dann geriet der VorwĂ€rtsdrang der ESG ins Stocken, hatte  Bernd doch die QualitĂ€t und einen gedeckten Freibauern (warum ließ er ihn nicht laufen), und plötzlich war die gegnerische Dame hinter die Bauernlinie eingedrungen und stiftete mit stĂ€ndigen Schachs und Bauernraub Unruhe, in der Bernd die QualitĂ€t wieder verlor. Jetzt sah alles nach remis aus. Auch Haralds Angriff kam ins Stocken. Sein Gegner Patric MĂŒcher tauschte geschickt alles ab, so dass Harald nicht mehr als remis rausholen konnte. Auch Alexandr fand nicht die zwingenden ZĂŒge, so dass in einer geschlossenen Stellung mit verschiedenfarbigen LĂ€ufern mehr als remis nicht drin war – immerhin hatten wir jetzt dreieinhalb ZĂ€hler.

Dann machte Dennis an Brett fĂŒnf mit einer schönen Kombination, die zu einer Überlastung der Bauerverteidigung fĂŒhrte, alles klar, und sein Kontrahent gab auf. Nun willigte auch Alfred an Brett vier in ein remis ein. Nur Bernd wollte, sich ĂŒber den Schlamassel mit dem Dameneinbruch Ă€rgernd, nicht in ein remis einwilligen, wollte er sich doch fĂŒr eine weitere Aushilfe empfehlen. Verbissen kĂ€mpfte er, behielt den Überblick und konnte somit seinem Bauern zur Umwandlung verhelfen. Die Partie und damit die Begegnung war entschieden. Mit sechs ZĂ€hler am GĂŒrtel fuhren die ESG-Recken nach hause.
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Offene Wuppertaler Stadtmeisterschaft 2016

Wir werden auch im kommenden Jahr die Offene Wuppertaler Stadtmeisterschaft, sieben Runden nach Schweizer System mit DWZ-Auswertung, im Zeitraum Januar bis Mai 2016 austragen, zu der wir Euch herzlich einladen möchten.

Anmeldung per Mail an: turnierleitung@esg1851.de
oder ĂŒber die Internetseite: hier

Vereinsmeisterschaft der Jugend

Gestern fand die erste Runde der Vereinsmeisterschaft der Jugend statt, und sie stand im Nichts der Vereinsmeisterschaft der Senioren nach, was Teilnahme und Engagement betrifft. Auch was auf den Brettern geboten wurde ließ sich sehem. Da ist das eine oder andere Talent versteckt.

So spielten gestern:

Jan Beumker vs Leander Berner: 0-1
Uzay Mermertas vs Carl Vorweg: 0-1
Samuel Haringer vs Pascal Schmitz: 1-0
Lorin Pott vs Anthony Tong: 1-0

Die Tabelle und die Paarungen der nÀchsten Runden findet Ihr auf Jugend
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Zum Bruderkampf…

… kam es gestern zum Auftakt der Schachsaison im Luftschloss zwischen der ESG IV und der ESG V. Kampf war angesagt; denn so etwas wie Stallorder ist bei der Elberfelder Schachgesellschaft unbekannt. Schenken wollte man sich nichts; denn hatte die ESG V den Aufstieg in der letzten Saison nur ganz knapp verfehlt, ist die ESG IV doch letzte Saison unglĂŒcklich abgestiegen. So wollten beide Mannschaften ihren Aufstiegsanspruch mit einem Sieg ĂŒber den Bruder und Rivalen deutlich machen.

Das Ergebnis auf der Spielberichtskarte fiel deutlicher aus, als das die Geschehnisse auf den Brettern erahnen ließen. Zwar ging die ESG IV, die sich mit Bernd MĂŒhlinghaus und Udo König verstĂ€rkt hatten, durch einen kampflosen Sieg von Udo König am Brett 3 gleich mit 1:0 in FĂŒhrung, zwar folgten schnelle Siege am Brett 6 von RenĂš Niedergall ĂŒber Jan Beumker, sowie am Brett 5 von Thomas Falk ĂŒber Pascal Schmitz; doch die anderen Bretter waren noch lĂ€ngst nicht entschieden – ein remis war immer noch drin.

Doch dann machte am Brett 4 Josef Komeinda gegen Carl-Christian Vorwerg die Sache klar; die beiden Spitzenbretter blieben weiterhin lange umkĂ€mpft, bis Bernd MĂŒhlinghaus mit seiner langen Erfahrung auch die Partie gegen Fabio Santiago nach Hause bringen. Großes Interesse erregte die Partie an Brett 2 zwischen Samuel Haringer und Yadollah Zargari, und das nicht nur bei den Spielern der ESG IV und V, sondern auch bei den Spielern der ESG II, die ebenfalls im Luftschloss zum Saisonauftakt gegen Krefeld II spielte, sowie bei Reiner Odendahl von der ESG I, der gekommen war, um sich den Kampf der zweiten anzuschauen. Zweimal gelang es Samuel eine erdrĂŒckende Mattdrohung abzuwehren, die Yadollah nicht konsequent verwirklichte, um dann am Ende sich selbst einer ĂŒberlegenen Bauernmehrheit gegenĂŒberzusehen, die unaufhaltsam auf die Grundreihe zu marschierte. Yadollah gab auf, und Samuel verhinderte den Kantersieg.
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