Aufruf zur SBBL-Pokal-Einzelmeisterschaft ( Dähne-Pokal ) 2016/17

Schachfreunde des Dähne-Pokals,

die erste Runde der SBBL-Pokal-Einzelmeisterschaft wird in diesem Jahr im Vereinsheim der Elberfelder Schachgesellschaft am Freitag, dem 26. Mai 2017 um 19:00 ausgetragen.

Die Ausschreibung für die SBBL-Pokal-Einzelmeisterschaft 2016/17 ist nun hochgeladen.

Eine verbindliche Voranmeldung über dieses Webformular ist unbedingt erforderlich und ab sofort möglich.

Anmeldeschluss ist der Mittwoch, der 24. Mai 2017 um 23:59.

[thf]

ESG II behält die Oberhand

In der vorletzten Runde der Verbandsliga stand der Abstiegsgipfel ESG II gegen Oberbilk an. Die Gäste reisten in der Top-Besetzung an, während wir unsere etatmäßige Nr. 1 schonen mussten.

Bereits vor dem Mannschaftskampf konnte man die Anspannung merken, alle Spieler setzen sich pünktlich an ihre Bretter. Auch einige interessierte Zuschauer – auch aus Düsseldorf – schauten heute im Luftschloß vorbei.

Im Kampfverlauf gingen wir früh in Führung, an Brett 5 gewann Michael Podder, dank des Fehlaufbaus seines Gegners schnell einen Turm und konnte die Partie sicher nach Hause fahren. Danach wurde bis zur Zeitnotphase hart gekämpft, Oberbilk stand bis dahin an den meisten Bretter leicht besser. Kurz vor der Zeitkontrolle musste Ronny Müller die Dame gegen Turm und Bauern geben, konnte damit jedoch auch seine passiven Figuren wieder aktivieren. Bei nur noch 3 Minuten Restzeit des Gegners einigte man sich auf Remis. Kurz danach folgte ein weiteres Remis an Brett 7, wo Thomas Schubert nach diversen Figurenabtauschen wieder im Spiel war. Bei beiderseitiger hoher Zeitnot entschied man sich für die Punkteteilung. An Brett 3 folgte dann das Drama, hier stand Thomas Kley auf Verlust und versuchte die Zeitnotphase mit 24 Sekunden für 4 Züge zu überstehen. Da beide Könige gefährdet standen, war jeder ungenaue Zug ein Risiko. Tom’s Gegner sah einen schönen Figurengewinn, wo die Dame nach einer Springergabel wieder zurückgewonnen wurde und verzockte sich. Statt die Dame zu schlagen, konnte Tom einzügig Mattsetzen! An den Bretter 2 und 8 konnten danach Daivd Bachmann (ungleiches Läuferendspiel) und Ahmed Agic (im Turmendspiel) beruhigt ins Remis einwilligen, da an den verbliebenen Brettern 1 und 6 auch Björn und Andrea nun Materialvorteil besaßen. Mit einer ganz starken Partie gelang Björn Weick gegen FM Mühlenhaus der Punkt zum 5:2, womit der Mannschaftssieg gesichert war. Andrea Schmidt spielte ihre Partie danach souverän zu Ende und holten den Punkt zum Endstand 6:2.

In 2017 sind wir damit weiterhin ungeschlagen und auf dem besten Weg die Klasse zu halten.

Halbfinale steht fest

Vereinspokal

Nach dem gestrigen Viertelfinale stehen nun die Teilnehmer des Halbfinales am 19.05. fest. Es spielen:

Samuel Haringer vs Thomas Falk

Michael Podder vs Reiner Odendahl

GM Vlastimil Hort gewinnt das Oster Open 2017 in Oberhausen

Mit einem Remis in der letzten Runde gegen IM Zoya Schleining sicherte GM Vlastimil Hort sich — zum ersten Mal überhaupt — den Titel. Nur GM Daniel Hausrath und IM Tobias Jugelt hätten ihn noch überholen können, aber die Begegnung der beiden endete ebenfalls remis, so dass Vlastimil Hort dank besserer Feinwertung an der Spitze blieb; die weitere Reihenfolge lautet Jugelt – Schleining – Hausrath. Grzegorz Osipiak und Julio Quiñones-Maletti erreichten ebenfalls sechs Punkte und damit die Plätze Fünf und Sechs; der siebte und letzte Hauptpreis ging an Marcell Aulich.

Julio Quiñones-Maletti war auch bester Jugendlicher und bester Teilnehmer der Ratinggruppe 2; da Doppelpreise ausgeschlossen waren, kam es zu Verschiebungen. In der Ratinggruppe 1 gewann Ludger Höllmann vor Ivan Mancic und Marco Becker; in der 2. Gruppe gingen die Preise an Lukas Schimnatkowski, der gleichzeitig auch zweitbester Jugendlicher war, an Marco Lombardi und an Daniel Otis Thieme. In Ratinggruppe 3 belegte Thomas Wiese den ersten Platz vor Peter Halfmann und Erich Strauß. (Anmerkung der Redaktion: Der Elberfelder Martin Keller landete mit 3 Punkten auf den 12. Platz der 3. Ratinggruppe und damit auf den 112. Platz der Gesamtwertung)

In Gruppe 4 gingen die ersten beiden Plätze an Zheheng Ding und Jürgen Boffen; den dritten Platz sicherte sich mit Niclas Kohl ein OSV-Jugendlicher. (Anmerkung der Redaktion: Der zweite Elberfelder Thomas Falk landete mit 2,5 Punkten auf den 9. Platz der 4. Ratinggruppe und damit auf den 144. Platz der Gesamtwertung)

Die Jugendpreise gingen (nach Doppelpreis-Bereinigung) an Florian Stricker und David Ramien, die Seniorenpreise an IM Karl-Heinz Podzielny und Dirk Visser. Bei den Damen konnte sich WIM Amina Sherif mit einem Punkt Vorsprung durchsetzen (hinter Zoya Schleining).

Weitere OSV-Spitzenspieler schafften es nicht in die Preisränge: FM Marcel Becker und Dragos Ciornei erreichten mit fünf Punkten noch die Plätze 13 und 15, Andreas Voge schaffte es mit einem halben Punkt weniger wegen schlechter Feinwertung nur auf Rang 40, und FM Heiko Kummerow musste das Turnier nach einem Tag krankheitsbedingt abbrechen. Trotzdem war der OSV mit insgesamt 13 Spielern gut repräsentiert.

Damit geht ein äußerst spannendes Turnier zu Ende — wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit vielen Teilnehmern im nächsten Jahr!

[Dominik Pickardt]

NSV-Einzelmeisterschaft 2017

Die Niederrhein-Einzelmeisterschaft, die traditionell in der Woche vor Ostern ausgetragen wird, konnte sich in Kamp-Lintford der an 4 gesetzte Andreas Probst (Ratinger SK) mit 5½/7 sichern. Er hatte einen idealen Turnierverlauf, da er mit 4/4 ins Turnier starten konnte und mit den drei abschließenden Remis die Führung nach Summenwertung nicht mehr aus der Hand gab. Punktgleich folgt ihm auf Platz 2 Patrick Terhuven (Krefelder SK Turm), der sich damit ebenfalls für die NRW-Einzelmeisterschaft 2017 qualifizieren konnte. Mit einem halben Punkt hinter den Führenden reihte sich DWZ-Favorit Heiko Kesseler (Düsseldorfer SK) ein, der einmal mehr ein kompromissloses Turnier ohne ein einziges Remis gespielt hat.
[Marius Fränzel]

Anmerkung der Redaktion:
Als einzige Vertretung des Schachbezirks Bergisch-Land nahm der Elberfelder Thomas Falk an der Verbandseinzelmeisterschaft teil und konnte als klarer Außenseiter durch glückliche Fügung dennoch zwei Punkte holen.
Abschlusstabelle und alle Einzelergebnisse, hier

Oster Open Oberhausen 2017

Fast pünktlich um 19:15 Uhr am Gründonnerstag gab der Internationale Schiedsrichter Jürgen Göldenboog den Startschuss zur ersten Runde des diesjährigen OsterOpens. Unter den 177 Teilnehmern [darunter die beiden Elberfelder Martin Keller und Thomas Falk (Anmerkung der Redaktion)] sind bekannte Schachgrößen wie die Großmeister Vlastimil Hort (OSV), Felix Levin und Daniel Hausrath (beide SV Mülheim-Nord), weitere Spieler der ersten Mannschaft des OSV, unter anderem die FMs Marcel Becker und Heiko Kummerow, sowie zahlreiche Stammgäste aus der näheren und weiteren Umgebung.

Zur Eröffnung gaben sich neben dem Schirmherrn, SSB-Präsident Werner Schmidt, auch Prominente der Schachszene (Alfred Schlya, Wolfgang Kölnberger, Hans Georg Große) und ein Vertreter der Stadtsparkasse Oberhausen die Ehre.

[Dominik Pickard]

Die Luft ist raus…

Die 4. Mannschaft konnte gestern endgültig die letzten Aufstiegshoffnungen für diese Saison begraben: mit 2,5 zu 5,5 wurde gegen den Ortsrivalen BSW V verloren. Nun heisst es Wunden lecken und in der neuen Saison einen neuen Anlauf wagen. Der letzte Mannschaftskampf im Mai gegen die Schachfreunde Vonkeln ist daher nur noch ein „Übungswettstreit“.

[MK]

Den Sprung…

… in die Zwischenrunde des NRW-Viererpokales schaffte heute die Elberfelder Schachgesellschaft mit einem Sieg über Ennepe-Ruhr-Süd, die sich gestern mit 2,5:1,5 gegen Rüttenscheid durchsetzen konnte. So setzte sich die ESG-Auswahl gegenüber gestern verstärkt an die Bretter, so mit Helge Hintze am Brett zwei, der gegen Avakelian durch ein unsauberes Abspiel schnell die Qualität gewann. Als Helge dann in folgender Stellung

Avakelian vs Hintze nach 28… Tda7

drohte, mit beiden Türme in die weiße Stellung einzudringen, gab Avakelian auf. Nicht viel später konnte Gerhard Arold am Brett 4 sich gegen den Ansturm der schwarzen Figuren, geführt von Nesoyan, auf den König erwehren. Nesoyan hatte für den Angriff einen Bauern gegeben; doch in der folgenden Stellung

Arold vs Nesoyan nach 25.Kg1

spielte er mit 26. Te7 zu zögerlich, und Gerhard machte mit 26. Dg2+, Tg7; 27. Lxd5, Txg2; 28. Lxe6+, Kg7; 29. Kxg2 das 2:0 für die Elberfelder SG klar; denn im 37. Zug gab Avakelian auf.

Eine schwierigere Partie führte Achim Tymura, der am Vortag gegen Bochum die Elberfelder mit einem frühen Sieg die ESG in Führung brachte [wir berichteten], mit schwarz am Brett drei gegen Diegel.

Diegel vs Tymura nach 19.f3

Der Computer schlägt hier 19… Lxf3, 20. gxf3, Dxf3, 21. Kh2, Dxe3 vor; aber ob drei Bauern genug Kompensation für den Läufer ist ? Achim entschied sich für 19… Lh6. Im 26. Zug einigte man sich auf Remis, was den Mannschaftssieg für die ESG bedeutete.

Am Brett eins nahm die zweite Einwechslung, Reiner Odendahl, Platz und führte die weißen Steine gegen Arndt lange noch, als die drei anderen Partien schon entschieden waren. Zwar hatte Reiner die positionell leicht bessere Stellung, jedoch nicht entscheidend. Auch nach 37. Kf2 war die Partie alles andere als klar; doch entschied sich Arndt dazu, ein Leichtfigurenpaar abzutauschen;

Odendahl vs Arndt nach 37.Kf2

jedoch, für ihn ungünstig, die schwarzfeldrigen Läufer. Es war sicherlich noch nicht der Partiegewinn für Reiner, denn dafür bedurfte es noch einige Zeit und Züge. So erhöhte Reiner das Spielergebnis auf 3,5 zu 0,5.

Somit ist die ESG in der Zwischenrunde, die am 27. und 28. Mai ausgetragen wird, dabei.
[thf]

Kein Aprilscherz…

… war der Weckruf vom Mobiltelefon des Unglücksrabens Hinckmann vom Bochumer SV, der heute in der ersten Runde des NRW-Viererpokals nach etwa einer Dreiviertelstunde Spielzeit durch den Spielsaal der Elberfelder Schachgesellschaft ging. So brachte der Weckruf Achim Tymura am Brett zwei der ESG den ersten Punkt gegen die Gäste aus Bochum.

Während die andere Begegnung im Luftschloss schon beendet wurde, in der sich Ennepe-Ruhr-Süd mit dreimal Remis an den Brettern zwei bis vier und mit einem kampflosen Punkt am Brett eins gegen Rüttenscheid durchsetzen konnte, wurde an allen anderen Brettern der ESG gekämpft. Am Brett 1 zwischen Gerd Kurr und Krämer blieb es lange unklar. Am Brett 3 konnte Gerhard Arold gegen Goralski eine vorteilhafte Stellung erreichen, während am Brett 4 der Bochumer Peters eine vorteilhafte Stellung gegen Michael Podder erreichte.

Als Goralski nach ungenauem Abspiel von Gerhard Ausgleich erreichen konnte, bot er Remis an. Doch nach einem kritischen Blick auf die anderen Bretter entschied sich Mannschaftsführer Gerhard, das Remisangebot abzulehnen und weiter auf Sieg zu spielen. Nicht viel später konnte Gerd mit schwarz am Brett 1 dann nach 42… Tec8 folgende Stellung erreichen:

Krämer vs Kurr nach 42… Tc8

Geht der Bauer durch ? Der weiße König ist abgeschnitten; doch Krämer fand 43. Lc7 und schnitt den schwarzen Turm vom Bauern ab. Noch vier Züge lang versuchte man, die Partie zu entscheiden, bis man sich dann im 46. Zug auf eine Punkteteilung einigte.

Anderthalb Punkte und schon fünf von möglichen zehn Berliner Punkten. Ein Remis am Brett drei würde für die ESG reichen, selbst wenn das vierte Brett verloren gehen sollte. Goralski musste mit schwarz nun auf Sieg spielen, auch nach 48. d4

Arold vs Goralski nach 48. d4

Laut Computer hätte 48… Tf1 die Partie ausgeglichen gehalten, Goralski entschied sich jedoch für 48… De4, was Gerhard mit 49. Te2 beantwortete. Es folgten 49… Dd5, 50. Dxd5, exd5, und Gerhard schob seinen a-Bauern konsequent nach vorn. Schließlich musste schwarz den Turm opfern. Ihm gelang es jedoch nicht, dass Gerhard seinen Turm für die beiden schwarzen Bauern auf dem Königsflügel opfern musste, und schwarz gab auf. Das bedeutete den Mannschaftssieg.

Am Brett vier kämpfte Michael Podder verbissen gegen einen Mehrbauern, so auch mit 66… Sc5

Peters vs Podder nach 66… Sc5

Wenn es Michael gelingen würde, seinen letzten Bauern gegen einen der beiden weißen Bauern zu tauschen und den Springer für den letzten Bauern zu opfern, so wäre die Partie unentschieden. Das dachte sich wohl (oder so ähnlich) sein Gegener und spielte  67. Sxg6, und Michael nahm natürlich zurück: 67… Kxg6. Es folgten 68. f5+, Kg5, 69. f6, und der Bauer droht durchzumarschieren. Zum Glück sah Michael die Springerroute d7-e5-g6: 69…Sd7, 70. f7, Se5, 71. f1S, Sg6+ und Remis. Damit rundete Michael das Spielergebnis auf 3:1 ab.

Morgen geht es dann gegen Ennepe-Ruhr-Süd.