Knapper 4,5 : 3,5 Sieg in der NRW – Liga

In ungemütlicher Atmosphäre fand am vergangenen Sonntag unser Auswärtsspiel gegen die SVG Alsdorf statt. Nachdem der zugige Raum endlich einigermaßen temperiert und auch der erste Kaffee zum Verkauf angeboten wurde, trudelten bereits die ersten Ergebnisse ein. Zu einem frühen Sieg von Mykyta gesellten sich Remisen von Frank, Thomas und Helge sowie ein weiterer Sieg von Reiner. Auf der anderen Seite der Waagschale befand sich eine überraschende Niederlage von Torsten, dem in sehr guter Stellung ein Fingerfehler unterlaufen war.

Beim Zwischenstand von 3,5 : 2,5 spielten noch Achim und Gerd, deren Partien sich an unterschiedlichen Enden der Remisbreite befanden. Während sich Achim mit Schwarz einen komfortablen Mehrbauern erspielt hat und nun die Früchte seines starken Spiels ernten wollte, musste sich Gerd mit Weiß in wirklich unschöner Stellung ständiger Angriffe des schwarzen Läuferpaars erwehren und konnte die Partie schlussendlich mit „Ach und Krach“ remisieren. Nachdem bei Achim nun ein Remis reichte, konnte dieser mannschaftsdienlich seine Gewinnversuche einstellen, um den Teamerfolg abzusichern.

Nach diesem enorm wichtigen Sieg in einem nervenaufreibenden Kampf erwarten wir am 15.12 im Luftschloss den geteilten Tabellenführer KKS.

[GK]

Brötchenblitz

Beim wie immer sehr stark besetzten Traditionsturnier in Erftstadt konnte sich kein ESG-Team in die Preisränge spielen. ESG 2 mit Frank Noetzel, Mykyta Volkov, Torsten Werbeck und Lahcen Saoudi schnitten mit Platz 8 am besten ab, ESG 2 mit Reiner Odendahl, Helge Hintze, Gerd Kurr und Babak Aranifar blieben mit Rang 15 hinter den Erwartungen zurück, während sich ESG 3 mit Gerhard Arold, Ludger und Andrea Schmidt sowie Michael Podder mit Platz 29 begnügen mussten, aber immer noch in der oberen Tabellenhälfte landeten.

Rang 23 erreichte das „ESG / Vonkeln Mixed Team Felix 1851“ mit Markus Boos, Felix Wassermann, Samuel Haringer und Georg Lorigillo. Bei insgesamt magerer Brettpunktausbeute gelang es nur Torsten Werbeck mit 10 Brettpunkten ein zweistelliges Ergebnis in den 15 Runden zu erzielen und die ESG würdig zu vertreten.

[GK]

Viererpokal

ESG 1 hat mit Reiner Odendahl, Mykyta Volkov, Gerd Kurr und Torsten Werbeck durch einen ungefährdeten 3,5 : 0,5 Sieg gegen die Schachfreunde aus Vohwinkel das Halbfinale erreicht, wo uns mit BSW 2 eine lösbare Aufgabe erwartet. Im Finale wartet dann der Sieger der anderen Halbfinalbegegnung, BSW 1 oder SG Solingen 1 darauf, uns den im letzten Jahr gewonnenen Bezirkspokal zu entreißen.

[GK]

Tabellenführung verteidigt

1. Bezirksliga: ESG III – Ronsdorfer SV 5,5 : 2,5

Die Drittvertretung hat die Tabellenführung in der 1. Bezirksliga mit einem klaren Heimerfolg verteidigt: Gegen die zu Saisonbeginn als Aufstiegskonkurrenten gehandelten Ronsdorfer glückte den Elberfeldern ein 5,5:2,5.

Der Mannschaftskampf war etwa 90 Minuten alt, da erhielt Carsten Becker am 6. Brett in ausgeglichener Stellung ein Remisangebot seines Gegners Hellmann. Soweit nichts Ungewöhnliches möchte man meinen, aber dazu später mehr. Während Carsten sich noch Bedenkzeit nahm, reichten sich an Brett zwei Thorben Mantler und Langensiepen bereits die Hände und verständigten sich in einer ereignislosen Partie auf eine Punkteteilung. Für Thorben war es im dritten Spiel der erste zählbare Erfolg.

Deutlich erfolgreicher ist diese Saison Martin Keller unterwegs, der diesmal am 8. Brett gegen Petry jedoch etwas Glück hatte, nicht schon in der Eröffnung in eine schlechte Stellung geraten zu sein:

Keller – Petry nach 8… Db6

 

Dem alternativlosen 9. De2 folgte 9… Sc5 10. h3 Sf6 11. Le3 Da5 und Martin konnte sich konsolidieren. Nach 10… Sd3+! hätte Martin allerdings wertvolles Material verloren: z.B. 11. Dxd3 Sxf2 12. De2 Sxh1 13. Le3 c5 und Weiß hat keine Möglichkeit, den vorwitzigen Sh1 zu fangen.

Im Laufe der Partie bekam Martin dann aber noch einmal die Möglichkeit, seine bislang starken Leistungen zu bestätigen

Keller – Petry nach 29. Lb7

 

Das starke Qualitätsopfer 30. Txd6 ebnete ihm nämlich den Weg zum dritten Sieg im dritten Spiel. Auf 30… Txd6 folgte 31. Dc7 Tc6 32. Txc6 Lxc6 33. Sf5 Db7 34. Dd8+ und Weiß verbleibt mit einem Mehrbauern und Stellungsvorteilen.

Die Uhr tickt, Carsten bleibt cool

Über eine halbe Stunde stand nun schon das Remisangebot an Brett sechs im Raum, doch Carsten blieb cool und blickte weiter auf die anderen Bretter, beispielsweise auf Brett sieben, an dem sich Dennis Peters gegen Boschen eine vielversprechende Stellung mit Mehrbauern erspielt hatte. Aus seiner Sicht unglücklich verspielte er seinen Vorteil jedoch wieder und die Partie endete Remis. Auch Samuel Haringer hatte am 4. Brett gegen Beck einen Mehrbauern, nachdem er seinem Gegner erfolgreich eine Falle gestellt hatte. Das Turmendspiel war allerdings trotz des materiellen Vorteils nicht zu gewinnen.

Im Gegensatz zu seinen Mannschaftskollegen war Sören Matthey an Brett drei gegen Kolander derjenige, der sich verteidigen und um das Remis kämpfen musste. Er tat dies jedoch souverän und abgeklärt, sodass es nie wirklich brenzlig wurde. Brenzlig wurde es höchstens beim Blick auf Carstens noch immer tickende Uhr: ein Ausschlagen des Remisangebotes schien bereits nicht mehr praktikabel, doch Carsten blieb betont locker: „Du weißt doch, wie gut ich blitzen kann“, raunte er dem Schreiber dieser Zeilen mit einem verschmitzten Lächeln zu.

Am Ende wurde es deutlich

Mit dem Sieg von Alexandr Pertschik an Brett fünf über Cziudai war das Thema Weiterspielen für Carsten dann aber auch erledigt und er nahm das vor über einer Stunde ausgesprochene Remisangebot an. Doch auch bei Alex‘ Partie sah es zunächst sehr remislich aus:

Cziudai – Pertschik nach 40… f6

 

41. Txe4 hätte das materielle Gleichgewicht wieder hergestellt, den Turmtausch erzwungen und in ein Endspiel abgewickelt, dass nur durch einen groben Fehler zu verlieren gewesen wäre. Cziudai spielte jedoch 41. e3 und Alex nutzte die Gunst der Stunde: 41… Kd5 42. Td4+ Kc5 43. Txe4 Txe4+ 44. Kxe4 Kc4 und acht Züge später gab der Ronsdorfer in hoffnungsloser Stellung auf.

Den Schlusspunkt setzte Babak Aranifar, der in einer zähen 6-Stunden-Partie RSV-Mannschaftsführer Kosin bezwang. Der 5,5:2,5-Erfolg wurde im ESG-Lager wie gewohnt gebührend mit Pizza gefeiert!

[TM]

Bezirkseinzelmeisterschaft Schachjugend Bergisch-Land

Am insgesamt dritten Turniertag startete heute auch die U10 in Solingen. Bei den Jüngsten spielen zehn Kinder aus dem Bezirk mit, von uns Elisabeth. Sie war in allen drei Runden diejenige, die deutlich am ruhigsten und längsten spielte, verlor zunächst gegen den späteren Tabellenführer, konnte sich in Runde zwei in ein Patt „retten“ und gewann ihrerseits in Runde drei verdient selber. 1,5/3 bei ihrem ersten Einzelturnier können sich sehen lassen.
 
 
In der U14 (die U12 hatte heute Pause) gewann Dominik souverän das Spitzenduell in der Vormittagsrunde und steht somit bei 100% und 5/5 ! Die sechste Runde muss er nachspielen, vermutlich kommt seine Remscheider Gegnerin an einem der kommenden Freitage dafür ins Luftschloss. Florian musste sich in seiner ersten Partie des Tages dem gegnerischen Favoriten geschlagen geben, konnte aber in der Nachmittagspartie das vereinsinterne Duell gegen Uzay gewinnen. Damit liegt er mit 4/6 auf dem geteilten dritten Rang, u.a. gemeinsam mit unserem passiven Jugendmitglied Sarah, und er hat damit einen der drei Qualifikationsplätze, der zur Teilnahme an der Verbandseinzelmeisterschaft in Kranenburg Anfang Januar 2020 berechtigen würde, im Auge. Uzay und auch Immanuel, die morgens gegeneinander remisiert hatten, sowie Bartu liegen im guten Mittelfeld mit 3/6, vor Antonia mit 2/6, die heute in beiden vereinsinternen Duellen eine Null kassierte, und Fabian, der leider auch zwei Niederlagen einstecken musste.
 
 
In der U16, die insgesamt nur fünf Runden spielt, unterstrich Anthony seine gute Form der vergangenen Wochen und gewann sowohl gegen Kevin, als auch gegen Hendrik. Er hat sich mit 100% und 4/4 bei noch einer ausstehenden Partie damit vorzeitig bereits den Kranenburg-Startplatz und auch mindestens den geteilten ersten Platz gesichert. Herzlichen Glückwunsch!
 
Kevin konnte sich von der vereinsinternen Niederlage erholen, gewann nachmittags, und liegt nun mit mit 3/4 auf dem alleinigen zweiten (Qualifikations)Platz. Hendrik musste sich nach seinem guten Start heute zweimal geschlagen geben, und liegt mit 2/4 auf dem 5. Platz, leider mussten aber heute auch Jonatan und Gamze doppeltes Lehrgeld zahlen und kämpfen damit am letzten Turniertag, der für alle Altersklassen am 30.11. wieder in Solingen stattfindet, gegen die rote Laterne. Auch heute gilt unser Dank wieder unserem Jugendsprecher Sören, der als Trainings- und Analysepartner den ganzen Tag vor Ort war.
 
[MB]

ESG Jugend startet ins zweite Saisonviertel

Nach dem (sehr) vollen Programm im ersten „Quartal“, also zwischen Sommer- und Herbstferien, ging es nun am langen Novemberwochenende mit den nächsten Jugendeinsätzen weiter. Trotz ferien- und feiertagsbedingter Trainingspause starteten die ESG-Jugendlichen gut in die dunkle Saisonhälfte:
 
Beim Erkrather Allerheiligen Schnellschachturnier holte Ferdinand mit 4 aus 9 gegen einen Gegnerschnitt von über 1600 ein tolles Ergebnis, und auch „Neuling“ Gökce konnte in einem für ihn sehr bis zu starkem Teilnehmerfeld mit 2,5 aus 9 zufrieden sein.
 
Beim abendlichen Vereinsblitz der ESG-“Erwachsenen“ stellte der Nachwuchs mit sieben von zwölf TeilnehmerInnen dann überraschend das Gros des Feldes und holte dementsprechend viele Punkte. Dabei landeten Sören mit sieben und Dominik mit sechs Punkten in der oberen Tabellenhälfte.
 
Am Samstagnachmittag startete unsere dritte U20-Mannschaft in die Jugendbezirksliga. Paul Hendrik, unser „zehnjähriger Routinier“ – mit der Erfahrung von insgesamt sechs Mannschaftskämpfen vor dem heutigen Spiel – musste sich an Brett 2 dem nominell stärksten der jugendlichen Gegner geschlagen geben. Unsere drei anderen Spieler absolvierten alle ihren ersten Ligakampf. Maximilian an Brett 3 und Hasan an Brett 4 gewannen, sodass das Remis an Brett 1 durch Jonatan zum Mannschaftsieg ausreichte.
Endstand ESG U20-III – Neviges 9-7 (2,5-1,5)
 
Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Erfolg !
[MB]

Minimalziel erreicht

Bei der Bezirksblitzmannschaftsmeisterschaft konnten sich beide ESG-Teams für die Teilnahme an der Verbandsmeisterschaft qualifizieren.

ESG 2 in der Besetzung Frank Noetzel, Gerd Kurr, Ludger Schmidt und Dominik Hirsch belegten den 2. Platz und ESG 1 in der Besetzung Helge Hintze, Mykyta Volkov, Andrea Schmidt und Thomas Falk erreichten Rang 4.

Hervorzuheben ist die Leistung unseres jüngsten Mitstreiters, der sich bei seinem ersten Einsatz wacker geschlagen hat.

Siehe auch:
https://www.sbbl.org/sg-solingen-wird-bezirks-blitz-mannschaftsmeister-2019/

[GK]

Herber 2,5 : 5,5 Rückschlag für ESG I

Im Heimkampf gegen die Schachfreunde aus Lieme stand zum Ende des Kampfes neben Remisen von Helge, Frank und Torsten eine positionell schön gespielte Gewinnpartie von Achim vier Niederlagen von Reiner, Mykyta, Gerd und Markus gegenüber. Die guten Stellungen von Reiner mit Schwarz und Markus mit Weiß sind gekippt, Mykyta sah sich als Schwarzspieler mit Mehrqualität einer übermächtigen Gruppe von Freibauern gegenüber, und Gerd kam mit Schwarz nach misslungener Eröffnung trotz zäher Gegenwehr nicht mehr ins Spiel.

Der nächste Kampf in Alsdorf wird zeigen, wie die Weichen für diese Saison gestellt sind.

[GK]

Knapper Sieg im Viererpokal für ESG 2

Bei regnerischem Wetter spielt man am besten Schach, und so machten sich am Sonntag Andrea Schmidt, Ronny Müller, Michael Podder und Gerhard Arold auf den Weg nach Solingen um die ESG 2 bei den Schachfreunden vom Ohligser TV in der zweiten Runde des Viererpokals zu vertreten. Nominell waren die ESG-Spieler an allen Brettern favorisiert, aber die Gegner vom OTV erwiesen sich als sehr zäh und der Kampf sollte noch um einiges spannender werden, als erwartet.

Zunächst sah noch alles nach einem klaren ESG-Sieg aus: Michael hatte an Brett 4 in der Eröffnung einen Bauern gewonnen und eine wesentlich bessere Entwicklung, Ronny hatte an Brett 3 gegen seinen Lieblingsgegner ein dynamisches Gleichgewicht, Andreas Stellung an Brett 2 war ausgeglichen und Gerhard hatte an Brett 1 eine Druckstellung aufgebaut und konnte ebenfalls einen Bauern gewinnen.

Als Gerhards Gegner dann einen Turm verlor, war der erste Punkt gesichert, aber dann begann der Kampf zu kippen: Ronny geriet in einen starken Königsangriff seines Gegners und übersah schließlich eine Kombination seines Gegners, die die Dame kostete und für den Ausgleich sorgte. Andreas Stellung kippte ebenfalls und nach einem Damenverlust lagen die Solinger plötzlich mit 2:1 vorne.

Nun wurde es spannend, denn die Hoffnungen lagen jetzt auf den Schultern von Michael, der an Brett 4 die letzte Partie spielte. Im Falle eines Sieges hätten wir einen 2:2-Gleichstand und ebenfallseinen Gleichstand nach Berliner Wertung, und in diesem Fall sehen die Regeln ein Stechen im Blitzschach vor.

Leider hatte sich der Eröffnungsvorteil von Michael wieder aufgelöst, und der Gegner konnte seinen verlorenen Bauern wieder zurück gewinnen. Es entstand ein Turmendspiel mit drei Königsflügelbauern bei Michael und zwei Königsflügelbauern und einem freien b-Bauern bei seinem Gegner. Bei fehlerfreier Spielweise wäre die Stellung remis gewesen, was das Viererpokal-Aus bedeutet hätte. Schließlich gelang es Michael aber, mit seinem König in die Stellung des Gegners einzudringen, die beiden Königsflügelbauern zu gewinnen und den benötigten Sieg einzufahren.

Also musste nun die Entscheidung im Blitzschach gefällt werden. Nachdem die Details durch einen nochmaliges Lesen der Viererpokal-Ausschreibung geklärt worden waren und die Solinger ihren vierten Spieler wieder gefunden hatten, der sich in einem Nachbarraum des Gebäudes aufgehalten hatte, ging es also mit vertauschten Farben zum Nachsitzen wieder an die Bretter. Da Blitzschach ja bekanntlich die Spezialdisziplin der ESG ist, lief es hier nun wesentlich besser, und das Stechen konnte mit Siegen an den Brettern 1, 2, und 4 und einer Niederlage an Brett 3 mit 3:1 für uns entschieden werden. Mit diesem knappen und etwas glücklicher Sieg gegen die sehr respektablen Gegner vom OTV gelang nun der Einzug in die dritte Runde am 27. Oktober, an dem und mit der erste Mannschaft von Solingen 68 ein sehr starker Gegner erwartet.

[GA]

Die Drittvertretung macht es gerne spannend

1. Bezirksliga: SC Tornado Wuppertal – ESG III 3,5 : 4,5

Ein gutes Pferd – oder für Schachspieler: ein guter Springer – springt bekanntlich nur so hoch wie es muss. Daran scheinen sich die Spieler der Drittvertretung in dieser Spielzeit ein Beispiel genommen zu haben, denn auch das zweite Saisonspiel wurde knappstmöglich mit 4,5:3,5 gewonnen!

Zu Beginn hatten die Gastgeber sogar vorgelegt, da Thorben Mantler in der Eröffnung ein Bauernraub riskierte, in der Folge allerdings in der Entwicklung zurückblieb, was Tornado-Mannschaftsführer Wegner mit mutigen Angriffen auszunutzen wusste. Postwendend gelang Alexandr Pertschik jedoch der Ausgleich, indem er am 5. Brett seinen Gegner Jürhs bezwang.

Pertschik – Jürhs nach 15… Se4

 

Aufgrund des vollen Brettes deutete sich zunächst eine Positionsschlacht an, doch mit 16. Sxc4 gelang Alex ein taktischer Schlag ins Kontor des Gegners. Der Zug erobert einen Bauern, bietet Gardez und deckt zudem noch b2. Ein feines Scheinopfer, dass Alex den Weg zum späteren Sieg ebnete.

Keine Führung hatte lange Bestand

Am dritten Brett lieferte sich Sören Matthey ein positionelles Geduldsspiel mit seinem Gegenüber Kissing. Keiner der beiden ließ sich jedoch zu einem Fehler verleiten, und so endete die Partie folgerichtig mit einem Remis. Auf ein solches hatte auch Tornado-Spieler Nahr gehofft, als er gegen ESG-Mannschaftsführer Martin Keller ins Leichtfigurenendspiel abwickelte. Martin bekam jedoch Oberwasser und nutzte die gegnerischen positionellen Schwächen geschickt zum vollen Punktgewinn aus. Doch auch die ESG-Führung währte nicht lange, da Samuel Harrringer gegen Beckmann mit einer Minusfigur auf verlorenem Posten stand und trotz tapferer Gegenwehr schließlich aufgeben musste.

Und auch die neuerliche ESG-Führung hatte nicht lange Bestand, doch der Reihe nach: Edeljoker Thomas Symank erspielte sich an Brett acht gegen Herbergs die folgende vorteilhafte Stellung:

Herbergs – Symank nach 38. Kg2

 

Mit dem Zug 38… Db1 fesselte Thomas den gegnerischen Sc2 und drohte Sba3 mit Materialgewinn. Herbergs hoffte noch, mit dem Manöver Sg3-f1-e3 etwas retten zu können, doch nach 39. Sf1 Sba3 wäre 40. Sfe3 wegen 40… Sxe3 41. fxe3 Sxc2 oder Dxc2+ hoffnungslos gewesen. Herbergs entschied sich letztlich für 40. Dg3, um mittels Damenschachs noch auf Dauerschach zu hoffen, dieses Vorhaben unterband Thomas allerdings und konnte am Ende den verdienten vollen Punkt behaupten!

Wenig später hieß es jedoch wieder „Ausgleich Tornado – 3,5:3,5“. Am 6. Brett hatte sich Carsten Becker gegen Runge bei einer Abtauschkombination verrechnet und seinen Läufer gegen einen Bauern eingebüßt. Da auch der nachfolgende Versuch eines Qualitätsgewinns fehlschlug, stand Carsten fortan auf verlorenem Posten und konnte die Niederlage nicht mehr abwenden.

Entscheidung in der finalen Einzelpartie

Somit musste die letzte noch ausstehende Partie am Spitzenbrett über den Ausgang des Mannschaftskampfes entscheiden: Hier hatte sich Babak Aranifar gegen Hemmerich im Mittelspiel mit einem schönen Springeropfer einen Mehrbauern erspielt und diesen bis ins Endspiel verteidigt. Dieses erwies sich jedoch als harte Nuss und Babak musste beharrlich Druck ausüben, bis er diese geknackt hatte. Letztlich gelang ihm dies und er fuhr den entscheidenden Punkt zum 4,5:3,5-Mannschaftserfolg ein!

[TM]