ESG II siegt – auch wenn es manchmal länger dauert…

Zweites Heimspiel, zweiter Sieg, zweiter Platz in der Tabelle – optimaler Saisonstart für die zweite Mannschaft. Gegner diesmal war im Luftschloß die SG Meiderich/Ruhrort, die wir mit 6:2 besiegen konnten. Aufgrund des kurzfristigen Ausfalls von Ahmed Agic mussten wir Babak Aranifar als Ersatz aufstellen, da durch den Ferienbeginn auch bei uns einige Spieler fehlten. Duisburg hatte es jedoch noch härter getroffen, Brett 3 wurde freigelassen, sodass Ludger Schmidt kampflos zum ganzen Punkt kam.  Danach passierte bis 13 Uhr nicht viel, die Partien wurden interessant. Das erste Remis nahm Andrea Schmidt an, die ihre Schwarzpartie solide angelegt hatte. Am Brett 8 hatte Babak 500 DWZ-Punkte mehr zu bieten und überspielte seinen Gegner.  2,5:0,5! Die Zeitkontrolle nahte und am Brett 2 und 4 standen Thomas Kley und MF Ronny Müller schlecht, aber durch ungenauer Züge ihrer Gegner retteten sich beide ins Remis. Am Spitzenbrett hatte Stefan Pfeiffer einen Bauern erobert und wollte diesen mit Springer gegen Läufer verwerten, aber sein Gegner schaffte den 40. Zug nicht mehr. Am Brett 7 teilte sich Gerhard Arold nach der Zeitkontrolle den Punkt. Somit verblieb nur noch Michael Podder, der bereits früh im Mittelspiel einen Bauern gewonnen hatte, aber sich mit der Verwertung des Vorteiles Zeit ließ. Die weißen Figuren wurden alle optimal positioniert und anschließend nacheinander abgetauscht. Im Damenendspiel behielt Michael die Übersicht und wickelte solide ab, da schaffte auf beiden Flügeln Freibauern. Keine Chance für den zentralen schwarzen König und somit 6:2!

Erneut in Unterzahl erfolgreich

Verbandsklasse Gruppe 2: SC Bayer Uerdingen – ESG III 3 : 5

„Das Beste daraus gemacht“, so könnte man den Saisonstart der Drittvertretung in der Verbandsklasse passend umschreiben. Zwei Mal traten die Elberfelder lediglich mit sechs Mann zu einem Auswärtsspiel an, zwei Mal konnte am Ende dennoch ein Sieg bejubelt werden.

Gegen Uerdingen ließ man die Bretter eins und zwei unbesetzt und hoffte auf genügend Punkte an den hinteren Brettern, was sich am Ende auch bewahrheiten sollte. Denn fast zeitgleich konnten Thorben Mantler an Brett sieben sowie Peter Wiesemann am 8. Brett volle Punkte vermelden und den Zwischenstand im Mannschaftskampf ausgleichen. Thorben kam die zurückhaltende Partieanlage seines Gegners Böhm entgegen, sodass er einen erfolgreichen Königsangriff initiieren konnte. Peter dagegen nutzte seine Stellungsvorteile gegen Dorn eher strategisch aus und gewann bald genügend Material, um seinen Gegner zur Aufgabe zu bewegen.

Im weiteren Spielverlauf wurde interessanterweise bei sämtlichen Akteuren des Gastgebers die Bedenkzeit mehr oder weniger knapp, was in der Folge noch von Bedeutung sein sollte. Zunächst profitierte Dennis Peters an Brett sechs jedoch von einer Unachtsamkeit seines Gegners Muthen, durch die der ESG-Akteur die Qualität gewann. In der folgenden Zeitnotphase scheiterte ein Königsangriff Muthens, an dessen Ende er selber von Dennis matt gesetzt wurde. Und auch Alfred Güthler profitierte am 5. Brett von der Zeitnotphase seines jungen Gegners Hohao Li, wobei der ESG-Spieler zunächst recht bedenklich stand:

Güthler – Li nach 31. Tc8+

Nach 31…Txc8 32. Dxc8+ Sf8 hätte der schwarze Freibauer auf a5 höchstwahrscheinlich die Partie zugunsten des Krefelders entschieden. Li zog in Zeitnot jedoch 31… Kh7 und geriet nach 32. Txb8 Sxb8 33. Dxe6 in eine komplizierte Lage. Die Gunst der Stunde nutzend, verbesserte Alfred in der Folge seine Stellung immer weiter und gewann am Ende sogar noch die Partie.

Josef Krük dagegen konnte am 3. Brett seinen Zeitvorteil gegen Ciaxz nicht wie erhofft nutzen. Obwohl er die Stellung so kompliziert wie möglich hielt, fand sein Gegner immer wieder die passenden Antworten und konnte sich ein materielles Übergewicht erspielen, das am Ende die Partie auch zu seinen Gunsten entschied. Somit war es beim Zwischenstand von 4:3 Alexandr Pertschik an Brett vier beschieden, den entscheidenden Punkt zum Mannschaftssieg beizusteuern: Dabei sah es auf den ersten Blick so aus, als hätte der erfahrene Ehlers mit seinem Springerzug den Schwachpunkt e3 erst einmal aus der Schusslinie nehmen können:

Ehlers – Pertschik nach 32. Se5

Alex fand jedoch den feinen Hebel 32…c5, was nach 33. Td3 Td8 34. Sc4 cxd4 zum Materialgewinn führte. Ehlers wehte sich noch etwa 20 Züge lang, ehe seine Lage hoffnungslos wurde und er seinem Gegenüber die Hand zur Gratulation reichte.

Mit diesem gelungenen Saisonstart haben die Elberfelder vorerst die Tabellenführung in der Verbandsklassengruppe 2 übernommen – eine schöne Momentaufnahme. Für die weiteren Spieltage hat man sich jedoch vorgenommen, das Glück nicht weiter herauszufordern und zukünftig vollzählig anzutreten.

[TM]

„Letzte“ Jugendpartien vor den Herbstferien

Am Samstag, 06.10. war für die U14-U18 der zweite Turniertag (von vier) der Einzelmeisterschaften SJBL und für die U10-U12 der erste Turniertag (von zwei) im Schachzentrum Solingen. Insgesamt sind 13 ESG´ler am Start und es wurden 23,5 Punkte aus 36 Partien geholt, darunter waren auch sieben vereinsinterne Duelle, macht also eigentlich 23,5 Punkte aus 29 !

Die Tabellen sind hier einzusehen, in allen Altersklassen spielen wir um die Podest- und Qualifikationsplätze mit!

Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg bei der Forstsetzung am 03.11. und 17.11.2018 !

Am Sonntagmorgen waren dann zuerst sechs Nachwuchs-Schacher in der 2. Bezirksklasse mit der ESG 6 im Einsatz, der Kampf gegen die favorisierten Remscheider wurde leider mit 1,5-4,5 verloren; Kevin mit einem Remis und Immanuel mit einem Sieg holten die Punkte für die Elberfelder.

Am Sonntagmittag war dann noch die U12-Mannschaft in Rheinhausen am Start. Der Kampf wurde auf Augenhöhe geführt und endete 2-2 (8-8 in der Jugendwertung), durch Siege von Batuhan und Uzay.

Auch hier herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg in der nächsten Runde.

[Markus Boos]

Viererpokal: ESG I erreicht die nächste Runde

In der Zwischenrunde des Bezirksviererpokal mussten wir gegen SV Wermelskirchen antreten. Von der Besetzung her hatten wir leichte Vorteile, da wir an Brett 4 mit Gerhard Arold nochmals eine Verstärkung aufbieten konnten – die übrigen 3 Partien schienen von der DWZ-Zahl ausgeglichen. Doch wie so oft hatte der Pokal seine eigenen Gesetze… so passierte Ronny Müllers Gegner an Brett 2 nach 10 Zügen ein Figurenverlust, und somit führten wir bereits nach 20 Minuten mit 1:0. Nach zwei Stunden Spielzeit musste überraschend jedoch Gerhard Arold aufgeben, nach ungenauer Eröffnungsbehandlung  gegen Ex-ESGler Matthias Poetsch war die Partie verloren, 1:1. Ab dem 30 Zug brannte im Spitzenduell zwischen FM Reiner Odendahl und Sascha Mohaupt das Brett, Weiß versuchte, mit Figurenopfer Reiners Königsstellung zu knacken, Reiner verteidigte zäh und konnte die Damen vom Brett tauschen. Im anschließende Endspiel gewann er schnell einen weiteren Bauern und gewann die Partie. (In der späteren Analyse wurden aber Verbesserungen für den weißen Angriff gefunden, sodass dieser hätte erfolgreich sein können.) An Brett 3 hatte Michael Podder einen Bauern gewonnen und versuchte, im Bauerendspiel diesen zu verwerten, nicht ganz einfach, da die Struktur der Bauern nicht optimal war. Michael fand jedoch den richtigen Plan und erzielte den 3:1 Endstand.

[RM]

 

Boden gutgemacht…

Im Luftschloss, dem Vereinsheim der Elberfelder Schachgesellschaft, wimmelte es heute so von Schachspielern. Gleich drei Mannschaftskämpfe wurden ausgetragen. Die Viererpokalbegegnung zwischen der ESG I und Wermelskirchen, die in der ersten Runde die ESG V aus dem Rennen warf, die Begegnung in der zweiten Bezirksklasse zwischen ESG VI und Ronsdorf und die Begegnung in der zweiten Bezirksliga zwischen ESG IV und den Schachfreunden Vonkeln 3.

Mislang der Saisonauftakt der Vierten durch die unglückliche 3,5:4,5-Niederlage gegen Langenberg, konnte man heute gegen die Schachfreunde aus Vonkeln Boden gutmachen.

Dabei hatte die Vierte Glück im Unglück, meldete Benedikt Abel sich kurz vor Spielbeginn krank. Nur wenige Minuten später marschierte Reinhard Schüller von der ESG V durch die Tür und wurde sofort rekrutiert. Er lieferte mit einem Remis den ersten Zähler. Mannschaftsführer Thomas Falk traf wie in der vergangenen Saison auf Gernot Krakat. Tat sich Thomas damals schwer, seinen Randmehrbauern zum Partiegewinn umzumünzen, so dominierte er heute die Partie von Beginn an. Nachdem er zwei Bauern erobert hatte, gab Gernot auf.

Den nächsten ganzen Punkt steuerte Fabio Santiago bei, der mit seinem forschen Blunder-Spiel Söhngen irritierte. Wenig später meldete Denis Krzyzstala ein weiteres Remis.  Aufatmen hieß es, nachdem Etzel in der folgenden Stellung

nach 34.Sf1 Sg4 glaubte, die Qualität mit Sxd2 gewinnen zu können, übersah aber die Antwort von Rüdiger Horn: 35 Dxh2+ und gab nach 35….Kf1 36.Txd2 auf.

Die laufenden Partien an den beiden Spitzenbretter sahen vielversprechend aus, während am Brett 3 Harald Kurz schon gegen einen Mehrbauern kämpfen musste. Samuel konnte mit einer Springergabel eine Qualität gewinnen, glaubte jedoch in der folgenden Stellung

nach 26.Sxg5 wegen der Drohung Dh7# die Qualität mittels 27. Df2+, Te2 und 28. Dxe2 zurückgeben zu müssen, gab dann jedoch nach 28…Dxe2 auf. 27. Dh5 hätte die Mattdrohung wirkungslos gemacht.

Am Brett 3 verlor Harald weitere Bauern, nachdem Gerhard mit seinem Turm in die Stellung eindrang, und musste dann die Segel streichen.

Es stand zwar „nur“ 4:3 für die Elberfelder, doch hatte Martin Keller am Brett zwei Mehrbauern in einem Leichtfigurenendspiel mit ungleichfarbigen Läufern. Er beriet sich mit dem Mannschaftsführer, dass ein 5:4 schöner wäre als ein knappes 4,5:3,5; war aber fixiert, seinen g-Freibauern durchzubringen, anstatt ihn zugunsten des Bauernmarsches am Damenflügel in folgender Stellung

mittels 58.g8D+ Lxg8 59.Kxa4 zu opfern, und zog 58.Kc6, um den schwarzen König abzudrängen. Er musste aber ein Dutzend Züge später die Hoffnungslosigkeit dieses Unterfanges einsehen und ins Remis einwilligen.

Durch den Sieg konnte die Vierte sich im Mittelfeld der Tabelle plazieren und trifft am 4. November auf die SG Solingen 6.

[thf]

Oktoberblitz, die zweite

Nach dem Blitzturnier am 3ten Oktober, fand am gestrigen Freitag unsere reguläre Blitzrunde wieder statt. 16 Schachspieler versammelten sind, darunter gleich 3 Fide-Meister.

In der hart umkämpften Runde gelang es keinen Spieler, die 90 Prozentpunkte-Marke zu knacken. Alle mussten mal das Handtuch werfen. Keiner ging nicht ohne mindestens eine Niederlage nach Hause. Am Ende setze sich FM Frank Noetzel mit 13,0 aus 15 Runde (87%) durch, dicht gefolgt von FM Helge Hintze mit 12,5 Punkten (83%). Ebenfalls auf dem Siegertreppchen Platz 3 Mykyta Volkov mit 10,5 Punkten (70%). Remiskönig des Abends wurde Marcus Boos mit 7 Remis in 15 Partien.

Buchholzfinish

Nach langjähriger Pause bringt 2018 die Neuauflage der legendären Wuppertaler Blitzstadtmeisterschaft, vielen noch als 1. Mai-Turnier bekannt, im neuen Fischer-Gewand.

Nach anfangs zögerlicher Anmeldung füllten dann heute am Nationalfeiertag neunzehn Schachfreunde den Spielsaal der Elberfelder Schachgesellschaft und die Seele des Turnierleiters, Thomas Falk.

Und auch dieses Turnier zeigte, dass Schach nicht nur Generationen (ältester Teilnehmer Jahrgang 1934, jüngster Teilnehmer Jahrgang 2008) verbindet sondern auch Kontinente und Völker (Asien, Afrika, Europa).

So war der Pokal über elf Runden hart umkämpft und dank der etwas besseren Buchholzzahl konnte der Elberfelder Markus Boos mit 10/11 Punkten den Pokal vor dem punktgleichen Bochumer IM Berd Schneider ergreifen. Mit einem Punkt Abstand landete der Elberfelder Gerhard Arold auf den dritten Platz.

v.l.n.r: Gerhard Arold, Markus Boos, IM Bernd Schneider

Für die Moral und das leibliche Wohl sorgte das Team Schneider & Turzynski.

Turnierseite

Siehe auch Bericht vom Teilnehmer und Schachfreund Thilo Goetze hier

Gelungener Saisonauftakt ESG 1

Nach zwei mehr oder minder knappen Siegen gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte stehen wir verlustpunktfrei ganz vorne in der Regionalliga. Nur das Team von Kleve, gegen das wir am 11.11. in der 3. Runde den nächsten Heimkampf bestreiten, liegt momentan mannschaftspunktgleich mit uns an der Tabellenspitze. Doch nun zum Kampfverlauf.

Anders als im 1. Kampf gegen die starke Seniorentruppe aus Hochneukirch, in dem wir mit 3 Siegen gegenüber 2 Niederlagen denkbar knapp die Nase vorne hatten, verlief gestern der Kampf gegen Ratingen in zunächst ruhigerem Fahrwasser. Nach wieder früher Punkteteilung am Spitzenbrett war an den übrigen Brettern ein zähes Ringen um kleine Vorteile in zumeist ausgeglichenen Stellungen zu beobachten. Den ersten Sieg konnte Edeljoker Markus Boos in vorteilhaftem Läuferendspiel einfahren und damit Ruhe ins Spiel bringen, zumal die ersten Partien zu kippen drohten. Insbesondere Torsten hat sich gegen das langjährige Spitzenbrett der Ratinger in einem Turm / Läuferendspiel mit zeitweise 3 Minusbauern findig und zäh in ein theoretisches Remisendspiel gerettet und damit die Kampfmoral der Gegner endgültig gebrochen. Einen weiteren Sieg konnte Gerd beisteuern, dessen Gegner in letztendlich ausgeglichener Stellung die Zeit überschritt, so dass sich das Endergebnis besser darstellte als der Kampfverlauf.

In den nächsten Kämpfen werden wir uns noch steigern müssen. Hervorzuheben bleibt die wie immer hervorragende Betreuung des Auswärtskampfes durch Frau Klöckner, die auch durch Freigetränke und die Bereitstellung vielseitiger Snacks erneut eine entspannte und freundschaftliche Stimmung unterstützte.

[Gerd Kurr]