960…

… verschiedene Aufstellungen der Schachfiguren gibt es, wenn man die Regeln f√ľr ihre Aufstellung in der Grundstellung auf

‚ÄĘ der K√∂nig muss zwischen den beiden T√ľrmen stehen,
‚ÄĘ beiden L√§ufer m√ľssen auf unterschiedlichen Farben stehen

reduziert.

Alle andere Regeln sind die gleichen, doch das 960-Schach, so die offizielle Bezeichnung, dem einen oder anderem auch als Fischer-Random bekannt, ist alles andere als gleich. Nicht nur dass alle Figuren deplaziert ausschauen, sondern vor allem die Rochade sorgt immer wieder f√ľr Erstaunen und √úberraschung: Wie auch immer K√∂nig und Turm stehen, nach der Rochade steht der K√∂nig immer entweder auf g oder c und der Turm immer auf f oder d. Doch dabei kann aus der kurzen Rochade (g-Rochade) eine ‚Äělange‚Äú werden, wenn der K√∂nig vorher auf b stand, was sich das eine oder andere Mal als Gewinnzug entpuppte.¬†

Nicht ganz 960 Spieler kamen zum ersten Versuch, 960-Schach bei der Elberfelder Schachgesellschaft zu etablieren; doch immerhin trauten sich acht, sich ans Brett zu setzen. Nach anf√§nglicher Ber√ľhrungsangst wurde das Turnier √ľber sieben Runden (jeder gegen jeden) mit 10min +10sec sehr ernsthaft gespielt.

Vor der letzten Runde gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit einem Spitzentrio, und am Ende konnte sich Mykyta Volkov mit 5,5 Punkten dank besserer Feinwertung den ersten Vereinstitel in dieser Disziplin sichern. Auf Platz 2 landete Reiner Odendahl und hinter ihm Gerhard Arold mit einem Punkt Abstand.

Die Begeisterung, trotz anfänglicher Skepsis, zwingt uns, dies im kommenden Jahr zu wiederholen.

[thf]