Wuppertaler Stadtmeisterschaft: sie kommen zurĂĽck

Zur ersten Runde der Wuppertaler Stadtmeisterschaft am vergangenen Freitag kamen fünfzehn Spieler, und damit etwas mehr als im vergangenen Jahr. Der Trend weg vom Tablett zum Brett hält damit weiter an.

Unter den Teilnehmern sogar fünf vereinslose Spieler, was wieder unterstreicht, dass die Stadtmeisterschaft eine gute Möglichkeit und Gelegenheit ist, Schach ein wenig ernsthafter zu betreiben als nur im Internet ein paar Figuren „übers Brett zu schieben“.

Dieses Jahr brachte der langjährige Teilnehmer Christoph Meyer von Anna 88 gleich zwei seiner Mitarbeiter zum Turnier mit, die bisher nur nach der Arbeit ein wenig Schach spielten. Zwar blieb der Erfolg in der ersten Runde aus, doch der Spaß an der Partie war ihnen anzusehen.

Besonders freuen wir uns dieses Mal ĂĽber die Teilnahme der beiden ukrainischen Kinder Valeria und Oleksandr. Dass man in der Ukraine weiĂź Schach zu spielen, siehe die Geschwister Muzychuk, zeigte gestern auch Valeria mit der Chance auf Dauerschach in ihrer Partie gegen Loriguillo Gonzales (SF Vonkeln):

Hier muss Loriguillo (weiĂź) Txf4 spielen, griff aber zu Lxf4, und Valeria antwortete mit: Txb2, Kg1, Tg2+, Kh1 und jetzt Te2+ mit Dauerschach (Se4) verliert. Vor lauter Aufregung zog Valeria nicht Te2+ sondern Tb2, und jetzt rettet Se4.

Am 10. Februar geht es in die zweite Runde.

Alle Informationen zum Turnier findet Ihr hier:
Wuppertaler Stadtmeisterschaft

[thf]

Merlin Mänken wird Neunter der Solinger Stadtmeisterschaft 2022

Zum dritten Mal nach 2018 und 2019 hat sich Kevin Zolfagharian den Titel des Solinger Stadtmeisters gesichert. In der letzten Runde konnte er mit den schwarzen Steinen Eduard Kushchan bezwingen und verteidigte so mit dem Rekordergebnis von 6½/7 seinen Vorsprung auf Oliver Kniest, der 6 Zähler erzielte. Die Bronzemedaille ging an Ulrich Waagener, der in der großen Verfolgergruppe mit 4½ Punkten die beste Buchholz-Wertung besaß.

Oberster Anwärter auf den Jugendpreis war eigentlich Merlin Mänken. Das große Elberfelder Talent spielte kontnuierlich an den vorderen Brettern und konnte als einziger Spieler des Turniers einen halben Zähler gegen einen der beiden Topplatzierten ergattern. Ein Sieg in der Schlussrunde gegen Kovalyov hätte ihm Platz 3 beschert, doch so musste er sich nach einem Figureneinsteller und seiner einzigen Niederlage im Turnier mit Platz 9 begnügen, holte damit aber zumindest noch einen Ratingpreis.

Neben Merlin Mänken nahmen zwei weitere Elberfelder in Solingen an der Stadtmeisterschaft teil: Dominik Hirsch, der auf den 21. Platz landete, und Thomas Falk auf dem 30. Platz.

[Text weitestgehend von SG Solingen ĂĽbernommen]

Merlin Mänken wird zehnter bei der ersten NSV-Schnellschach-Einzelmeisterschaft

Vierzehn Schachenthusiasten sind dem Aufruf des Niederheinischen Schachverbandes zu uns ins Vereinsheim nach Wuppertal gefolgt, um die 1. Verbandseinzelmeisterschach im Schnellschach mit Elo-Auswertung auszutragen. Als einziger Vertreter der Elberfelder Schachgesellschaft nahm Merlin Mänken teil.

Nach neun spannenden Runden mit je 15 min Bedenkzeit pro Spieler und ständig wechselnder Tabellenführung stand der Gewinner der ersten Einzelmeisterschaft fest: Markus Köhler (SF Gerresheim) mit 7/9 Punkten, der Prof. Dr. Christian Tagsold (SF Düsseldorf-Süd) mit ebenfalls 7/9 aber mit der schlechteren Buchholzzahl auf den zweiten Platz verwies. Den dritten Platz sicherte sich der Ukrainer Ihor Diduh (PSV Duisburg) mit 6/9 Punkten.

Nach unglücklichem Start mit mehreren Niederlagen kämpfte sich Merlin unter anderem mit Siegen gegen den Drittplatzierten Ihor Diduh und Heiko Kesseler zurück und landete auf den zehnten Platz.

Zur Turnierseite des NSV

[thf]

Dreimal Remis in Solingen…

… gegen Solingen, jedoch gegen nominell favorisiere.
Thomas Falk, Dominik Hirsch und Merlin Mänken nehmen für die Elberfelder Schachgesellschaft an der offenen Solinger Stadtmeisterschaft 2022 teil, mit 25 Solinger von 34 Teilnehmern eine erweiterte Vereinsmeisterschaft der Schachgesellschaft Solingen.

In der vierten Runde der Stadtmeisterschaft am Freitag trafen die drei Elberfelder auf drei Solinger. Dominik fĂĽhrte die weiĂźen Figuren gegen Athanassios Vranidis und tauschte konsequent alles ab, was man abtauschen konnte und bot dann im 33. Zug Remis an.

Thomas traf mit den schwarzen Figuren auf den Ex-Elberfelder Carsten Becker, und konnte im 38. Zug auch den Zuschlag auf sein Remisangebot erhalten:

Merlin traf mit den weiĂźen Figuren auf keinen geringeren als FIDE-Meister Oliver Kniest, gab im 29. Zug einen Bauern fĂĽr freieres Figurenspiel und erreichte im 37. Zug mit Dh7+ und Ke8 folgende Stellung:

und wählte hier das vermeintlich sichere Dauerschach mit 38. Dh5+ Ke7, 39. Dh7+. Die Stellung ist aber nach 38. Dh5+, Ke7, 39. Dxh4 Lxh3, 40. Dh7+ Ke8, 41.  Dh5+ Ke7, 42. Sg6+ Kd6, 43. Dxd5+ Kc7, 44. Dxd8+ gewonnen.

GlĂĽcklich ĂĽber die drei Remis fuhren die drei Elberfelder gegen Mitternacht zurĂĽck nach Wuppertal.

[thf]

NRW-Viererpokal Zwischenrunde – ESG gewinnt „standesgemäß“ im Blitzstechen in Runde 3

Beim Heimspiel-Wochenende am 30./31. Juli waren interessante und starke Gegner bei uns im Konsum zu Gast. Waren wir in der (sehr erfolgreichen) Vorrunde Ende Juni noch klar favorisiert, sah das heute dann anders aus…
Die Auslosung bescherte uns Sterkrade-Nord, die zwar nicht mit der besten deutschen Frau im Schach, GM Elisabeth Pähtz antraten, aber auch so uns alles abverlangten. Ihr ukrainischer Jugend-Neuzugang Kemal Bashirov (2213) machte mit dem Berichterstatter zwar nicht kurzen, aber dennoch klaren Prozess. Vor meiner Niederlage nach der Zeitkontrolle hatte allerdings Uli an Brett 3 gegen Peter Schelwokat (1875) gewonnen, was im Blick auf die Berliner Wertung und verbunden mit der guten Stellung vor allem bei Helge Hoffnung machte. Sein Sieg gegen Ludger Grewe (2102) sicherte dann auch schon das doppelrundige Blitzstechen. Nachdem Reiner leider gegen Simon Knudsen (2252) die Waffen strecken musste, wurden tatsächlich die Elberfelder Blitzfertigkeiten raus geholt. Die erste Runde ging deutlich 3,5:0,5 für uns aus (Uli remis) und erst nachdem Helge und ich im Rückspiel gewonnen hatten, kamen die ersten Blitz-Niederlagen von Reiner und Uli somit erst zu einem Zeitpunkt, als das Weiterkommen schon gesichert war.

Am morgigen Sonntag geht es um 11 Uhr weiter gegen die DĂĽsseldorfer SK. Der Bundesliga-Absteiger und frischgebackene Deutsche Blitzmannschaftsmeister gewann trotz zwischenzeitlichen 0-1 RĂĽckstandes am Ende mit 2-2 bei Siegen an Brett 1+2 gegen den Fast-Zweitliga-Aufsteiger SF Katernberg.

[MB]

Thomas Falk gewinnt den Vereinspokal 2021/22

Im Finale des Vereinspokals 2021/22 trafen die beiden Mannschaftskameraden Udo König und Thomas Falk erstmalig aufeinander, nachdem Thomas in 2013 gegen Udo kampflos in die zweite Runde zog.
In der ersten Partie fĂĽhrte Udo die weiĂźen Steine, und im Verlaufe des Abtausch-Franzosen wurden so ziemlich alle Figuren abgetauscht, so dass Udo wegen knapper verbliebener Bedenkzeit in das Remis-Angebot einwilligte.

In der zweiten Partie blieben dafĂĽr die Schwerfiguren auf dem Brett, und dieses Mal bot Udo Remis an, was Thomas ablehnte, um nicht ins Blitzstechen zu mĂĽssen.

Nach heterogener Rochade führte Thomas die Schwerfiguren gegen den schwarzen König.

Nach 23. Tc1-c4 droht mit Tb4 Damengewinn und die Dame braucht eine Fluchtroute, aber nicht nach a7; denn nach 23… a6, 24. Tb4 Da7 folgt 25. Txa6 mit Aufgabe.

[thf]

ESG III tritt im Vereinspokal an

Nachdem der Start des Vereinspokals einige Mal verschoben werden musste, sei es wegen einer auĂźerordentlichen Vorstandssitzung, sei es wegen einer Unwetterwarnung fĂĽr Wuppertal des Deutschen Wetterdienstes oder wegen Dienstreise des Turnierleiters, konnte nun endlich am Freitag die erste Runde des Vereinspokals 2022 ausgetragen werden.

Vermutlich bedingt durch die Sommerferien tragen lediglich vier Spieler, alle aus der dritten Mannschaft, den Pokal aus, nämlich Thomas Falk, Udo König, Renè Niebergall und Neuzugang Hakan Uludüz.

Das Format des Vereinspokal wurde von zwei Partien à 60 min auf Inkrement, nämlich zwei Partien à 45 min +30sec/Zug umgestellt, was alle Spieler begrüßten. So traten dann unter Zuschauerbeteiligung in der ersten Runde an:

Udo König vs Renè Niebergall: 1½:½
Thomas Falk vs Hakan Uludüz: 1½:½

Das Finale zwischen Udo König und Thomas Falk wird am 22. Juli ausgetragen.

[thf]

Markus Boos erneut Wuppertaler Stadtmeister

Nachdem die offene Wuppertaler Stadtmeisterschaft im März 2020 jäh nach nur drei Runden wegen der ersten Corona-Welle abgebrochen werden musste und im darauffolgenden Januar 2021 Schach am Brett wegen der zweiten Welle schier undenkbar war, konnte wir nun nach zarten Wiederanfängen des Schachs im Herbst 2021 die Stadtmeisterschaft im Januar 2022 starten.

Wenn auch die Teilnehmerzahl der diesjährigen Stadtmeisterschaft noch nicht an die der Vor-Corona-Zeiten heranreicht, so ist es ein wichtiger Schritt zurück zur Schachnormalität. Schaut man auf das Teilnehmerfeld, die u.a. aus Witten und Köln-Worringen kommen, so kommt man schnell zum Schluss, dass Schach am Brett gespielt werden will, dass die Stadtmeisterschaft eines der wenigen offenen Turniere im Winter 2021/22 war.

Die diesjährige Stadtmeisterschaft wurde durch Markus Boos (Elberfelder SG) dominiert. Mit 7/7 Punkten ließ er nie einen Zweifel daran, wem der Titel gehört, auch wenn er sich in der letzten Runde gegen Oskar Feldhammer (BSW) schwer mit seiner nicht ganz korrekten Geheimwaffe, den Geier, tat; denn sein Gegenüber kannte ihn oder fand am Brett die richtigen Züge. Ein Mehrbauer und die bessere Bauernstruktur reichten Markus dann aus, die Partie gegen den sich zäh verteidigen Oskar zu gewinnen.

Den zweiten Platz belegt Dirk Leimkühler (SV Welper) mit 5,5/7 Punkten, der in der ersten Runde gegen Ahmad Alsaad (BSW) ein Hälftchen abgeben musste.

Mit Merlin Mänken steigt ein weiterer Elberfelder auf das Siegertreppchen mit 4,5/7 Punkten.

[thf]

Ein netter Nachmittag am Niederrhein

Bestes Wetter und beste Stimmung begleiteten die beiden ESG-Teams  zur Niederrheinblitzmannschaftsmeisterschaft nach Kamp Lintfort. In diesem Jahr verlief die Meisterschaft fĂĽr die ESG besonders erfolgreich, weil wir nicht nur beide Teams fĂĽr die NRW-Meisterschaft qualifizieren konnten, sondern „nebenbei“ auch noch den Titel gewonnen haben.
Die ESG 2 hat in der Aufstellung Mykyta Volkov, Achim Tymura, Torsten Werbeck und Lahcen Saoudi einen sehr starken dritten Platz erzielt und landeten nur noch hinter den auf dem Papier leicht favorisierten DĂĽsseldorfern, die ebenfalls ein starkes Turnier spielten und sogar die meisten Brettpunkte erspielten.
Den entscheidenden Kampf um die Meisterschaft gewann aber die ESG 1 in der Aufstellung Reiner Odendahl, Helge Hintze, Frank Noetzel und Gerd Kurr. Matchwinner war Helge, der im richtigen Moment ein Remisangebot ablehnte, „Elberfelder Tugenden“ zeigte und den Internationalen Meister de Gleria ĂĽber die Zeit zog.
Eine satte Teamleistung, die dann noch durch den an- und diesen tollen Tag abschließenden Besuch beim Italiener gekrönt wurde und die
Vorfreude auf die NRW-Meisterschaft im Mai weckt.
[GK]

Fischer-Random 2022

960 verschiedene Aufstellungen gibt es, wenn man die Aufstellung der Figuren freigibt und lediglich fordert, dass die Bauern auf der zweiten Reihe stehen, dass die beiden Läufer auf unterschiedlichen Farben stehen und dass der König zwischen den beiden Türmen stehen muss.

Eine Spielidee, die unter anderem von Weltmeister Robert Fischer propagiert wurde, um vom Eröffnungspauken wegzukommen, hin zum Schachverständnis. Es geht also darum, sich schnell in ungewohnte Stellungen hineinzufühlen, oder die Stellung in gewohnte zu überführen.

Dies versuchten am Freitag die sechs Elberfelder, Reiner, Mykyta, Samuel, Hendrik, Merlin und Thomas in einem dreirundigen Rapidturnier. Am Ende setzte sich dann doch Reiners Erfahrung durch, der sich in der dritten Runde einem starken Angriff Merlins zur Wehr setzten musste. So hieĂź die Reihenfolge am Ende Reiner, Merlin, Mykyta, Samuel, Hendrik, Thomas.

[thf]