Auftakt zur Solingener Stadtmeisterschaft 2019

Darf man Remis anbieten ?

Zur offenen Solinger Stadtmeisterschaft, mit 20 Teilnehmer von der SG Solingen eine Art erweiterte Vereinsmeisterschaft der Schachgesellschaft Solingen, traten unter den dreißig Teilnehmer (darunter fĂŒnf > 2000 DWZ) auch zwei Elberfelder an: Carsten Becker und Thomas Falk.

Carsten Becker traf in der ersten Runde am Freitag mit den weißen Figuren auf den ZwölfjĂ€hrigen Kian Scheidtmannn (1297 DWZ) von der SG Solingen. Im Königsinder dominierte Carsten in der Eröffnung, doch Kian konnte sich heranarbeiten und zog dann in folgender Stellung

27… Db3 und bot remis und griff fehl. Carsten lehnte ab und gewann die Partie.

Thomas Falk traf mit schwarz auf Horst Rosenauer (1848 DZW) von den Bergischen Schachfreunden und erlangte in der Paulsen-Variante des Franzosen Vorteile und glaubte in der folgenden Stellung

an das Thema-Opfer Txf3 des Franzosen und bot nach Abwicklung in ausgeglichener Stellung remis, was sein Gegner ablehnte und die Partie gewinnen konnte.

[thf]

Solinger Stadtmeisterschaft 2018

Mit 36 Teilnehmern aus 9 Vereinen sind die offenen Solinger Stadtmeisterschaften wieder ordentlich besetzt.

Unter ihnen auch zwei Elberfelder, Michael Podder und Thomas Falk. Eigentlich war noch ein dritter im Bunde, Samuel Haringer, der sich jedoch kurzfristig umentschloss (Anm. der Redaktion)

An der Spitze stellt sich die spannende Frage, ob die besten aus der SG-Jugend hervor gegangenen Talente Jan Hobusch (22) und Kevin Zolfagharian (21) ihren ersten Titel holen können oder die frĂŒheren TiteltrĂ€ger wie Andreas Peschel, Joachim Görke oder Titelverteidiger Oliver Kniest noch einmal die Oberhand behalten werden. 

In der ersten Runde hielten sich alle Favoriten schadlos. Dabei verpasste jedoch der 17jĂ€hrige Malik Sherif eine Überraschung. Nach einer starken Partie erreichte er mit Schwarz gegen Andreas Peschel ein minimal vorteilhaftes LĂ€uferendspiel, agierte dort aber zu zögerlich, so dass Andreas noch in ein gewonnenes Bauernendspiel abwickeln konnte.

Eine Talentprobe gab auch die jĂŒngste Teilnehmerin Yaroslava Sereda(11) ab, gegen die sich Andreas Lux mit Minusbauer noch in ein Remis retten konnte.  Eine weitere Überraschung gelang dem Elberfelder Thomas Falk, der mit Schwarz eine souverĂ€ne Punkteteilung gegen GĂŒrkan Oler erreichte.

[Oliver Kniest]

Spitzenquartett bei der Solinger Stadtmeisterschaft

Bekanntermaßen gibt es unter Schachspielern eine nicht unerhebliche Zahl besonders aberglĂ€ubischer Zeitgenossen. Diese hĂ€tten sicherlich zur ErklĂ€rung einiger Ereignisse der 3. Runde der Solinger Stadtmeisterschaft auf das heutige Datum, nĂ€mlich Freitag, den 13. verwiesen
 So gab es einerseits leider eine sehr hohe Zahl von 6 durch kurzfristige Absagen kampflos entschiedenen Partien zu beklagen, wobei hier auch eher rationale GrĂŒnde wie Erkrankungen oder ein ausgefallener UrlaubsrĂŒckflug [im Falle des Elberfelder Thomas Falk, der so zu seinem zweiten kampflosen Sieg kam; Anm thf] eine Rolle spielten.

Zudem blieben in den vier Spitzenduellen der noch verlustpunktfreien Spieler zwar viermal die nominellen Favoriten siegreich, doch nur der Topgesetzte IM Bernd Schneider setzte sich mit Schwarz relativ glatt gegen Heiko Kesseler durch.

Dagegen hatten die positiven Überraschungen der zweiten Runde, Dr. Hans-Joachim Boschek und Andreas Lux, allen Grund, mit ihrem Schicksal an diesem Tag zu hadern. Boschek spielte mit Schwarz in einer stategisch komplexen Damengambit-Partie eine ausgezeichnete Partie und erhielt klaren Vorteil, als Oliver Kniest beim Übergang ins Endspiel gleich zwei schwache ZĂŒge hintereinander fabrizierte. Doch durch einen völligen Blackout, der ihm eine Figur kostete, brachte sich Boschek um den verdienten Lohn seiner starken Leistung und gab sehr enttĂ€uscht etwas frĂŒhzeitig auf.

Ebenso wie Kniest kam auch der TiteltrĂ€ger von 2015, Thomas Lemanczyk, nur zu einem schmeichelhaften vollen ZĂ€hler, nachdem Andreas Lux nach einem taktischen Versehen von Lemanczyk auf einen QualitĂ€tsgewinn verzichtete und sich schließlich im Endspiel noch ausmanövrieren ließ. Schließlich musste auch Kevin Zolfagharian in einer vorgespielten Partie eine heftige Schrecksekunde ĂŒberstehen, als er gegen Wolfgang Steinbach in klar besserer Stellung das vermeintlich siegbringende Turmopfer anbrachte, dabei jedoch seine geschwĂ€chte eigene Grundreihe vergessen hatte. Doch Steinbach ging an dieser unerwarteten Chance vorbei, so dass diese Partie letztlich doch mit »korrektem« Ergebnis endete.

Hinter dem FĂŒhrungsquartett liegen mit einem halben ZĂ€hler RĂŒckstand die heute kampflos siegreiche Luisa Bashylina sowie Markus Boos und Stephan Borchert, die sich in interessanten Partien gegen Philipp Nguyen und Joachim Görke durchsetzen konnten.

[SG Solingen]

Tag der Überraschung bei der Solinger Stadtmeisterschaft

Die 2.Runde der Solinger Stadtmeisterschaften brachte an den Spitzenbrettern gleich diverse ĂŒberraschende Resultate. Dabei trumpften insbesondere die beiden vereinslosen Akteure Andreas Lux und Wolfgang Steinbach auf. Steinbach profitierte von einem taktischen Aussetzer von Markus Schmuck, wĂ€hrend Lux den erfahrenen Dr. Stefan Flesch bezwingen konnte.

Ebenfalls in Topform prÀsentierte sich Dr. Hans-Joachim Boschek, der die Ungenauigkeiten von Dirk SchockenbÀumer konsequent ausnutzte und mit seinem Angriff einen unerwarteten Sieg einfuhr. Dagegen konnte sich Markus Boos nach einem Bauerneinsteller gegen Stephan Borchert mit zÀher Verteidigung noch ins Remis retten.

Nach zwei Runden sind insgesamt nur noch 8 Spieler verlustpunktfrei.

[SG Solingen]

Der Elberfelder Thomas Falk konnte „zuglos“ nach Hause fahren, da sein Gegner Tayfun Ipekyilmaz auf dem Weg zum Spiellokal mit dem Wagen liegen blieb. [thf]

Solinger Stadtmeisterschaften starten mit Rekordbeteiligung

Seit 2009 werden die Solinger Stadtmeisterschaften als offenes Turnier von September-Dezember ausgetragen. Die diesjĂ€hrige Auflage brachte mit 46 Spielern einen neuen Teilnehmerrekord fĂŒr dieses Format, wodurch der Spielsaal im Schachzentrum wirklich absolut ausgebucht war.

Zudem ist die Meisterschaft auch die qualitativ stÀrkste der vergangenen Jahre. Hinter dem klaren Favoriten IM Bernd Schneider tummeln sich nicht nur die TiteltrÀger der letzten drei Jahre, Thomas Lemanczyk, Joachim Görke und Oliver Kniest. Zudem sind mit Markus Boos, Kevin Zolfagharian, Dirk SchockenbÀumer und Heiko Kesseler weitere erfahrene Akteure dabei, die sich alle Hoffnungen auf die SpitzenplÀtze machen können.

In der Auftaktrunde hielten sich die Topgesetzten alle schadlos. FĂŒr die grĂ¶ĂŸte Überraschung des Tages sorgte Bundesliga-Schiedsrichter Dieter von HĂ€fen (SV Hennef), der Stefan Speck bezwingen konnte.

Im Teilnehmerfeld der Elberfelder Thomas Falk, der auf den Solinger Hans-Joachim Boschek traf und nach 67 ZĂŒgen aufgeben musste [Anm: thf]

Die nÀchste Runde steht am 29.09. auf dem Programm.

[SG Solingen]

Offene Solinger Stadtmeisterschaft – ESGer mit Solinger Quartett in FĂŒhrung

Bei der Offenen Solinger Stadtmeisterschaft trennten sich die beiden verlustpunktfrei fĂŒhrenden Akteure leistungsgerecht mit Remis. Am Spitzenbrett gegen den Solinger Titelverteidiger Joachim Goerke hatte unser Bezirkspokalsieger Heiko Kesseler mit den weißen Steinen zu Beginn leichte Vorteile erspielt, die sich aber in der zweiten Phase der Partie verflĂŒchtigten. Der Remisschluß war die Konsequenz.

In den Verfolgerduellen an den nachfolgenden Brettern siegten Oliver Kniest, Dirk SchockenbĂ€umer und Thomas Lemanczyk vom Bundesligisten SG Solingen ĂŒber Nachwuchshoffnung Kevin Zolfagarian, Stefan Borchert beziehungsweise Dr. Stefan Flesch. An der Tabellenspitze mit jetzt 3,5 Punkten aus vier Partien liegt nun gemeinsam mit Heiko das Solinger Quartett Goerke, Kniest, Lemanzcyk und SchockenbĂ€umer.

In der fĂŒnften von sieben Spielrunden trifft Heiko jetzt mit den schwarzen Steinen auf den an Nummer Zwei gesetzten Solinger Zweitligaspieler Lemanczyk, wĂ€hrend der elostĂ€rkste Spieler im Telnehmerfeld, der KlingenstĂ€dter FIDE-Meister Kniest auf Titelverteidiger Goerke trifft. Der FĂŒnfte im FĂŒhrungsquintett Dirk SchockenbĂ€umer trifft zeitgleich im Solinger Schachzentrum auf Andreas Peschel (3 Punkte) aus dem Solinger Zweitligakader.

[HK]