Elberfelder SG wird Vize im Viererpokal des SBBLs

Im Finale des SBBL-Viererpokals setzte sich heute die SG Solingen gegen den Mitfavoriten Elberfelder SG 1851 (Reiner Odendahl, Maik Naundorf, Gerhard Arold, Reinhard Sch├╝ller) mit 3:1 durch. Im parallel ausgespielten Kleinen Finale sicherte sich der SC Solingen 1928 mit einem 4:0 gegen den Vohwinkeler SC den dritten Qualifikationsplatz f├╝r die NRW-Ebene.

Wir gratulieren!

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[Marius Fr├Ąnzel]

Elberfelder Schachgesellschaft im Halbfinale…

… des Viererpokals des Schachbezirks Bergisch-Land.

Am Sonntag empfing die ESG I die G├Ąste aus Remscheid, und man merkte ihnen die Anspannung an; denn mit einem Sieg w├╝rde man ins Halbfinale mit guten Aussichten auf die Qualifikation f├╝r den Niederrheinischen Verband einziehen.

Der Mannschaftsf├╝hrer von Remscheid schritt schnurstracks auf Maik Naundorfs Brettseite zu und schob, um sich Platz zum Ausf├╝llen der Spielberichtskarten zu schaffen, alles beiseite, beziehungsweise legte seine Sachen darauf. Der nicht weit entfernt stehende Maik bittet ihn, verwundert ├╝ber das an den Tag gelegte Verhalten, sich einen anderen Tisch zu suchen, woraufhin er beschimpft und gar beleidigt wird. Erst das beherzte Einschreiten Reiner Odendahls, ihn des Hauses zu verweisen, bot dem seltsamen Gehabe des Remscheiders Einhalt.

Parallel zum Viererpokal spielte auch die Zweite der Elberfelder Schachgeselschaft ihren Mannschaftskampf gegen den Rheydter SC, so dass der Viererpokal im kleinen Spielsaal ausgetragen wurde.

ÔÇ×Die Partie von Reiner Odendahl mit den schwarzen Figuren am Brett 1 war f├╝r mich ziemlich undurchschaubar, doch ich dachte Wei├č steht besser. Nachdem meine Partie beendet war (davor war Brett 4 schon entschieden) bot Reiner Remis an, und sein Gegner nahm das Angebot an. Es war so eine Art Kan-Variante/Igelstellung ohne wei├čes c4 und mit fr├╝hem f4-f5-Angriff, in der Schwarz auf f5 nimmt und Druck auf den e4-Bauern mittels Umgruppierung des L├Ąufers von e7 ├╝ber f8 nach g7 und Tfe8 h├Ąlt.

Meine Partie am Brett 2 mit wei├č verlief erstaunlich einseitig, und ich wunderte mich auch w├Ąhrend meiner Partie dar├╝ber. Vermutlich darf Schwarz nicht so fr├╝h den L├Ąufer nach c6 stellen (ohne fr├╝hes Sf3 und Sf6) und seinen c-Bauern blockieren.

Die Partie von Gerhard Arold am Brett 3 lief meiner Meinung nach f├╝r uns von Beginn an gut finde, und Gerhard spielte eine saubere und vielleicht etwas technische Partie gegen dieses Dd6-Skandinavisch.

Am Brett 4 verlief die seltsamste Partie, gef├╝hrt von Alfred G├╝thler; da gab es ein Opfer (Ich meine es war 1.e4 e5 2.Sf3 d6 3.d4 f5) und irgendwie stand Alfred meiner Meinung nach immer schlechter, so dass der „liebe“ Herr Schikowsky seine Partie gewann. Ich sprach nicht mit ihm und er auch nicht mit mir.“

So setzte sich die Elberfelder Schachgesellschaft mit 2,5:1,5 gegen Remscheid durch und trifft im Halbfinale auf Vohwinkel.

[Maik Naundorf]

 

Im neuen Gewand…

… der ESG III (durch den Zusammenschluss der ESG I und II zu einer gemeinsamen Mannschaft, was zu allseitiger Irritation f├╝hrte, ) trat am Sonntag die ESG IV in der ersten Runde des Viererpokals gegen BSW III an. W├╝rde die vierte gen├╝gend Kraft haben, diese┬á W├╝rde und B├╝rde zu tragen ?

Den ersten Schock bereitete die ESG IV sich selbst, da ein Spieler, der seinen Antritt noch am Freitag bekr├Ąftigte, kurz vorm Anpfiff immer noch nicht im Spielsaal war. Kurzerhand entschied sich in letzter Minute Mannschaftsf├╝hrer Thomas Falk seinen eigenen Namen auf die Spielberichtskarte zu setzen.

F├╝r Beruhigung und erstes Aufatmen sorgte am Brett 2 Neuerwerbung R├╝diger Horn.┬áBei einem ├╝berhasteten Turmangriff auf die Dame┬á├╝bersah sein┬áGegners Klitsch den zwischen Bauern auf e6 versteckten L├Ąufer…

K├╝pper vs Horn nach 23. … Le6

… und zog 24. Ta2, Lxa2; 25. Lxa2 und gab auf.

Derzeit k├Ąmpfte am Brett 4 Ren├Ę Niebergall gegen den Mehrbauern Zlotnics. Doch bei geschlossener Bauernkette war die Hoffnung auf ein Remis berechtigt. Vorsorglich lie├č sich Ren├Ę die┬áErlaubnis zur Remiseinwilligung vom Mannschaftsf├╝hrer geben, der selbst am Brett 3 fr├╝h im K├Ânigsinder den d6-Bauern einstellte. Zwar konnte Thomas Falk durch harten Kampf mit der Dame hinter die gegnerischen Linien einbrechen und erst einen,

Bagusat vs Falk nach 34. … Dc1+

dann einen weiteren Bauern erobern und somit Richtung remis steuern, doch ├╝bersah er dann einen Turmspie├č, der den L├Ąufer kostete und damit die Partie.

Anstatt die Stellung┬áim 35. Zug mit e5 abzuschlie├čen, wollte Ren├Ę das Remis mit einem L├Ąuferopfer erzwingen…

Niebergall vs Zlotnic nach 34. … Kd6

… und zog 36 g4. Es folgte 35. …, dxe4; 36. Lxe4, Lxe4; 37. Kxc4; Ld5+.┬áNach dem 48. Zug musste Ren├Ę die Niederlage eingestehen.

Alle Hoffnungen ruhten nun auf Samuel Haringer. Sein Sieg am Brett 1 w├╝rde nicht nur das Mannschaftsremis bedeuten, sondern ├╝ber Berliner Wertung gar den Sieg. Und die Hoffnungen waren berechtigt, hatte er doch gegen Klitsch die bessere Stellung, in der er sich im 36. Zug auf die Eroberung der Qualit├Ąt einlie├č.

Haringer vs Klietsch nach 35. … Le5

36. Db7, Txd6; 37 cxd7, Dxb7; 38 e8D, d3, und die wei├če Dame findet nicht mehr zur├╝ck ins wei├če Lager, w├Ąhrend sich die schwarzen aufstellten, dem wei├čen K├Ânig an die Krone zu gehen.

Mit 3:1 fiel die Begegnung deutlicher als auf dem Brett aus und die ESG III (ESG IV) scheidet f├╝r dieses Jahr aus dem Viererpokal aus.

[thf]