Meisterschaft und Aufstieg!

1. Bezirksliga: ESG III – SF Anna Wuppertal 6,5 : 1,5

Was f├╝r eine Saison!?! Am letzten Spieltag hat sich die Drittvertretung mit einem 6,5:1,5-Kantersieg ├╝ber die SF Anna an die Tabellenspitze der 1. Bezirksliga vorgeschoben und somit die Meisterschaft und den Aufstieg in die Verbandsklasse perfekt gemacht. Das Resultat einer geschlossenen Mannschaftsleistung ├╝ber alle neun Spieltage hinweg.

Die Rahmenbedingungen des Mannschaftskampfes h├Ątten unterschiedlicher nicht sein k├Ânnen: Die Elberfelder wollten mit einem Sieg ihre Aufstiegschancen wahren, f├╝r die SF Anna dagegen waren zwei Punkte Pflicht, um den Abstiegsrang zu verlassen. Noch vor der Saison h├Ątte man dieses Szenario wohl eher mit vertauschten Rollen erwartet.

Den ersten Z├Ąhler f├╝r die Gastgeber holte Alfred G├╝thler an Brett sechs gegen Kerpen, obwohl Alfred zun├Ąchst gar nicht so gut stand, sich aber eindrucksvoll in die Partie zur├╝ckk├Ąmpfte. Harald Kurz erh├Âhte wenig sp├Ąter auf 2:0, nachdem ihm am 8. Brett gegen Christoph Meyer ein Springervorsto├č mit Figurengewinn gegl├╝ckt war und er in der Folge auch Meyers K├Ânigsangriff abwehren konnte.

Es folgten zwei sch├Âne Siege von Alexandr Pertschik und Hagen Woldt, mit denen das Mannschaftsremis bereits gesichert war. Alex traf an Brett zwei auf Monastyrjow und erreichte nach 20 Z├╝gen folgende Stellung:

Pertschik – Monastyrjow nach 19… Dd7

Der Zug 20. De2 droht neben dem offensichtlichen Dxh5 auch den Bauernvorsto├č b5, was den L├Ąufer gewinnen w├╝rde. Monastyrjow entschied sich zugunsten seines L├Ąufers, geriet jedoch nach 20… Lxa4 21. Dxh5 Tfc8 22. Dh7+ Kf8 in eine sehr prik├Ąre Lage aus der er sich letztlich nicht mehr befreien konnte und im 27. Zug aufgab.

Hagen Woldt kam an Brett vier gegen Passon besser aus der Er├Âffnung und konnte fr├╝h Druck aufbauen:

Woldt – Passon nach 16… Sd7

Der Anna-Spieler hoffte, mit dem Springerr├╝ckzug Hagens aktivere Figuren abtauschen zu k├Ânnen, doch Hagen fand das feine Springeropfer 17. Sxf7! Nach 17… Kxf7 18. Lxe6+ Kf8 19. Dh5 Se5 20. Txe5 gewann der ESG-Akteur die Figur zur├╝ck und behielt zwei Mehrbauern, mit denen er die Partie siegreich gestalten konnte.

Angesicht des Zwischenstandes musste Anna-Mannschaftsf├╝hrer Kuhnhenn das zu diesem Zeitpunkt realistische Remisangebot von Thorben Mantler am Spitzenbrett ablehnen und auf Sieg spielen. Thorben nutzte diesen Umstand, um seinen Gegner auszukontern und entscheidend Material zu gewinnen. Somit stand die ESG III als Sieger des Mannschaftskampfes bereits fest und die Niederlage von Lukas Heynck an Brett f├╝nf gegen Rauter fiel nicht mehr ins Gewicht.

Letztlich konnte noch Peter Wiesemann am siebten Brett davon profitieren, dass sein Gegen├╝ber Soechting die Stellung nach einem Damentausch falsch eingesch├Ątzt hatte und quasi in ein verlorenes Endspiel abwickelte. Somit blieb Peter in s├Ąmtlichen neun Saisonspielen ungeschlagen und gleichzeitig Topscorer der abgelaufenen Spielzeit! Abschlie├čend verst├Ąndigten sich Josef Kr├╝k und Richert an Brett drei auf Remis, sodass die Mannschaftsf├╝hrer ein 6,5:1,5 auf dem Spielbericht eintragen konnten.

F├╝r die Elberfelder bedeutet der Sieg die Meisterschaft in der 1. Bezirksliga, wie sich wenig sp├Ąter herausstellte. Die SF Anna dagegen m├╝ssen den schweren Gang in die 2. Bezirksliga antreten, wo sie mit Sicherheit n├Ąchste Saison den Wiederaufstieg anstreben werden.

[TM]

Spannender Saisonendspurt

1. Bezirksliga: ESG III – Ohligser TV 4,5 : 3,5

Dank eines knappen aber verdienten 4,5:3,5-Heimsieges hat die Drittvertretung nach wie vor realistische Meisterschaftschancen in der 1. Bezirksliga. Zwei Runden vor Saisonende steht nunmehr ein Spitzentrio punktgleich auf den Pl├Ątzen eins bis drei – f├╝r einen spannenden Saisonendspurt ist also gesorgt!

Das Heimspiel gegen das bisherige Verfolgerteam aus Solingen begann vielversprechend, da die ESG-Aktuere Thorben Mantler, Dennis Peters und Harald Kurz bereits nach der Er├Âffnung Vorteile verbuchen konnten. Harald profitierte an Brett acht vom zu passiven Igelaufbau seines Gegners┬áSandow, indem er die gr├Â├čere Mobilit├Ąt seiner Figuren ausspielte:

Kurz – Sandow nach 20… g5

Den schwarzen Versuch um Gegenspiel konterte Harald mit 21. Sc6 und h├Ątte nach 21… Dd7 22. Sxe7+ Dxe7 mit dem feinen Zug 23. Dg3 laut Stockfish bereits eine Gewinnstellung herbeif├╝hren k├Ânnen. Doch auch der Partiezug 23. Lh2 sicherte Wei├č bequemes und vorteilhaftes Spiel, in dessen Folge Harald sp├Ąter die Qualit├Ąt gewann und verdient den vollen Punkt einfuhr.

Nach wie vor ungeschlagen blieb Peter Wiesemann, der an Brett sieben ├ľzl├╝gedik gegen├╝bersa├č und von diesem mit seiner bevorzugten Wei├č-Er├Âffnung konfrontiert wurde. Peter lie├č sich davon jedoch nicht beeindrucken und holte ein sicheres H├Ąlftchen. Es sollte das einzige Remis des Mannschaftskampfes bleiben. Die zuvor erw├Ąhnten Er├Âffnungsvorteile konnte Dennis Peters am 6. Brett gegen Zymeri nicht nur nicht mit ins Mittelspiel nehmen, er verlor sogar im Endspiel Material und musste letztlich eine ungl├╝ckliche Niederlage einstecken.

Zwischenzeitlich gingen die G├Ąste sogar in F├╝hrung, als Alexandr Pertschik im hoffnungslosen Endspiel gegen Winkelrath die Waffen strecken musste, doch im Duell der Altmeister an Brett drei behielt Josef Kr├╝k gegen Ommer die Oberhand, sodass der Ausgleich bald wieder hergestellt war. Josef gelang es sehr gut, seine T├╝rme aktiver zu positionieren und einen Freibauern zu schaffen, der am Ende die Partie entschied. Dann gingen wieder die Gastgeber in F├╝hrung, da Thorben Mantler am Spitzenbrett seine taktisch gepr├Ągte Partie gegen Preuss zum Sieg f├╝hren konnte. Zwischenzeitlich stand das Brett m├Ąchtig in Flammen, sodass die kiebitzenden Mitspieler teilweise recht verdutzt auf das Brett schauten.

Da Alfred G├╝thler an Brett f├╝nf gegen Baumann das Turmendspiel mit Minusbauer nicht mehr halten konnte und aufgab, bekam beim Zwischenstand von 3,5:3,5 die letzte noch laufende Partie am 4. Brett den alles entscheidenden Charakter: Hierbei gelang es Hagen Woldt, seinen Gegner Hammerschmidt in eine immer prik├Ąrere Position zu bringen. Raum- und Stellungsvorteile nutzte Hagen aus, um den Druck auf den gegenerischen K├Ânig zu erh├Âhen und kurz vor Schluss folgende Stellung herbeizuf├╝hren:

Woldt – Hammerschmidt nach 44… Kg8

Der letzte Zug von Schwarz (Kf8-g8) war gegen die Drohung 45. Txf6 gxf6 46. Dh6+ mit nachfolgendem erzwungenem Matt gerichtet, entsch├Ąrfte diese aber nicht. Hagen spielte n├Ąmlich trotzdem 45. Txf6 und Hammerschmidt h├Ątte nach 45… gxf6 46. Sxf6+ die Dame verloren. Ohne seinen L├Ąufer wollte der Solinger die Partie allerdings auch nicht fortsetzen und reichte Hagen dementsprechend die Hand zur Aufgabe. Der knappe Heimsieg stand somit unter Dach und Fach.

[TM]

Zur├╝ck in der Erfolgsspur

1. Bezirksliga: Schachfreunde Neviges – ESG III 2,5 : 5,5

Die Drittvertretung hat in die Erfolgsspur zur├╝ckgefunden und sich nach der Derbyniederlage vor drei Wochen im Aufstiegskampf zur├╝ckgemeldet. Trotz des Ausfalls dreier Stammspieler sowie aller drei Stammersatzkr├Ąfte konnten die Elberfelder einen sicheren 5,5:2,5-Sieg in Velbert-Neviges erringen.

Bedingt durch die Ausf├Ąlle reisten die ESG-Akteure nur zu siebt zum Mannschaftskampf an, doch auch in Velbert hatte die Grippewelle zugeschlagen, sodass die Gastgeber ebenfalls ersatzgeschw├Ącht und mit nur sieben Mann antraten. Somit stand es bereits zu Spielbeginn 1:1 und auch nach der ersten ausgespielten Partie blieb der Zwischenstand ausgeglichen: Thomas Falk war an Brett acht gegen Schneider zwar gut aus der Er├Âffnung gekommen, kam nach dem Abtausch aller Leichtfiguren dann allerdings nicht mehr dazu, gen├╝gend Druck aufzubauen, um mehr als die Punkteteilung herauszuholen.

An Brett f├╝nf hatte Dennis Peters die ungew├Âhnliche van Geet Er├Âffnung (1. Sc3) gespielt, die vor 18 Jahren ein wenig ins Rampenlicht ger├╝ckt wurde, als Alexander Morosewitsch diese Er├Âffnung gegen Garri Kasparow w├Ąhlte. Kasparow sch├╝ttelte daraufhin minutenlang den Kopf und fauchte „No respect!“ Derart emp├Ârt reagierte Dennis‘ Gegen├╝ber Meyer zwar nicht, lie├č sich allerdings dazu hinrei├čen, sehr fr├╝h seine Stellung zu ├╝berziehen, sodass er bereits nach acht Z├╝gen sehr bedenklich stand:

Peters – Meyer nach 8. Sxc7

Schwarz muss auf die Rochade verzichten, verliert Material und hat daf├╝r keinerlei Kompensation. Meyer f├╝hrte die Partie noch bis zum 22. Zug fort, bevor er sich schlie├člich geschlagen gab.

Einen weiteren vollen Punkt f├╝r die G├Ąste konnte Josef Kr├╝k am 3. Brett gegen Friedrich einfahren. In einer interessanten Partie mit gegens├Ątzlichen Rochaden erwiesen sich die Raumvorteile des ESG-Altmeisters sowie ein Freibauer am Ende als Sieggaranten. Und auch Thorben Mantler konnte in einer ebenfalls spannenden Partie einen Sieg vermelden, wobei er gegen Gockel zwischenzeitlich gar nicht gut stand:

Mantler – Gockel nach 24. Ke2

24… Scb4 w├╝rde bereits eine Leichtfigur erobern, da 25. Dg2 mit 25… Tad8 gekontert wird. Gockel spielte jedoch 24… Sxd4+ und sah sich nach 25. Dxd4 pl├Âtzlich selber in der Situation, mit 25… Lf6 eine Figur opfern zu m├╝ssen. Entschieden war die Partie damit allerdings noch lange nicht, denn bei beidseitig knapp werdender Bedenkzeit gew├Ąhrte Thorben seinem Kontrahenten noch einmal gef├Ąhrliches Gegenspiel:

Mantler – Gockel nach 28. Tg1

Das eigentlich naheliegende 28… Dxh2 h├Ątte Schwarz zur├╝ck in die Partie gebracht, jedoch reichte die Bedenkzeit nicht mehr f├╝r eine tiefere Variantenberechnung aus. Gockel entschied sich stattdessen f├╝r 28… Txd5, was Wei├č allerdings vor keine Probleme stellte, sodass Thorben letztlich als gl├╝cklicher Sieger hervorging.

Weniger gl├╝cklich war Martin Keller an Brett sieben, der sich von einem Angriff auf die K├Ânigsstellung seines Gegners Ebenhan einiges versprochen hatte. Ebenhan wehrte den Angriff jedoch ab und ging sogar mit einem Mehrbauern in ein allerdings sehr remisverd├Ąchtiges Endspiel. Aufgrund des bereits entschiedenen Mannschaftskampfes verst├Ąndigten sich die beiden Spieler ebenso auf eine Punkteteilung, wie Peter Wiesemann und Binas am 6. Brett. Dass es dort ├╝berhaupt zu einer Punkteteilung kam, darauf h├Ątte wohl kein ESG-Akteur mehr zu hoffen gewagt, nachdem Peter in eine Er├Âffnungsfalle getappt war:

Binas – Wiesemann nach 11. Lf4

Eigentlich ist der Partiezug gar nicht so gut, denn er erlaubt Schwarz, sich mit 11… e5 zu konsolidieren. Peter spielte jedoch 11… h6 und Binas lie├č mit 12. Sxc8 die Falle zuschnappen. 12… Dd8 verhinderte zumindest den Damenverlust, doch nach 13. Sd6 war die Stellung im Prinzip hoffnungslos. Binas tauschte im weiteren Spielverlauf folgerichtig alles ab und behielt die Mehrfigur bis in sp├Ąte Mittelspiel:

Binas – Wiesemann nach 26… Lxc5

Hier war die Gier wohl einen Moment lang zu gro├č und Binas lie├č sich zu 27. Te1 verleiten, was Peter mit 27… Lb4+ nutzte und in ein kompliziertes Endspiel abwickelte, in dem beide Seiten mit dem Remis zufrieden waren.

[TM]

Tabellenf├╝hrung abgegeben

1. Bezirksliga: ESG III – Bahn-SC Wuppertal III 3 : 5

Am 5. Spieltag, dem ersten im Kalenderjahr 2018, musste die Drittvertretung erstmal in der laufen Saison eine Niederlage hinnehmen und verlor dabei gleichzeitig die Tabellenf├╝hrung. In einem lange offenen Mannschaftskampf ging der Elberfelder Lokalrivale am Ende als verdienter Sieger hervor.

Eine kurzfristige krankheitsbedinge Absage am Morgen des Spieltags stellte bereits zu Beginn des Spiels eine Hypothek f├╝r die Gastgeber in Form einer kampflosen Niederlage an Brett acht dar. Zudem nahm Thorben Mantler am Spitzenbrett verfr├╝ht das Remisangebot seines Gegners Janz an. Mantler hatte in der vergangenen Spielzeit in ├Ąhnlichen Situationen zweimal das Remis vermeiden wollen und seine Stellung ├╝berzogen, was er diesmal vermeiden wollte.

Dieses Schicksal ereilte allerdings Hagen Woldt an Brett vier, der gegen Klasmeier die bequemere Stellung hatte, aber keinen Gewinnweg fand. Als er diesen erzwingen wollte, konnte der BSW-Akteur mit einem sehenswerten Scheinopfer kontern und den vollen Punkt f├╝r die G├Ąste einfahren. Auch Dennis Peters hatte an Brett sechs gegen Bagusat sehr offensiv angelegt und sich zun├Ąchst eine vorteilhafte Stellung erspielt:

Peters – Bagusat nach 36. g3

Hier jedoch gab Dennis seinem Gegner die Chance, mit 36… Txf4 37. gxf4 Sb8 in ein sehr remisverd├Ąchtiges Turmendspiel abzuwickeln. Bagusat ├╝bersah diese M├Âglichkeit jedoch und spielte direkt 36… Sb8, was ihn nach 37. Lxb8 Txb8 in eine nahezu aussichtslose Lage brachte. Acht Z├╝ge sp├Ąter gab der BSW-Spieler dann auch auf.

Alfred G├╝thler musste allerdings an Brett f├╝nf eine Niederlage gegen Weis einstecken, nachdem sein L├Ąuferopfer nicht den erw├╝nschten Befreiungsschlag aus der gedr├╝ckten Stellung zur Folge hatte. Kurze Zeit sp├Ąter konnte dann aber Peter Wiesemann an Brett sieben wieder verk├╝rzen, sodass es nur noch 2,5:3,5 aus ESG-Sicht stand.

Fadl – Wiesemann nach 18… Tfe8

Auf die Siegerstra├če f├╝hrte Peter ein Schnitzer seines Gegen├╝bers Fadl, der 19. b3 spielte und von Peter folgerichtig mit 19… Df6 20. Se2 Dxf2+ bestraft wurde. Der ESG-Akteur verbesserte seine Stellung im weiteren Spielverlauf und stand im 49. Zug vor einer richtungsweisenden Entscheidung:

Fadl – Wiesemann nach 49. Kf3

49… dxe4+ k├Ânnte zum Generalabtausch und nachfolgendem vorteilhaften Endspiel f├╝hren, doch Peter sah etwas Besseres, n├Ąmlich den Bauernvorsto├č 49… d4! Der Turm muss zur├╝ckweichen, woraufhin Peter nach 50. T3e2 Dg5 51. Tf2 f5 52. Tfe2 fxe4+ 53. Txe4 Df5+ die Partie f├╝r sich entschied.

Den Mannschaftskampf indes entschieden die G├Ąste f├╝r sich, nachdem Will im z├Ąhen Positionskampf an Brett zwei eine Fesselung von Alexandr Pertschiks Springer clever nutzte und die Partie gewann. Abschlie├čend verst├Ąndigten sich am 3. Brett die Altmeister Josef Kr├╝k und Klietsch auf eine Punkteteilung, sodass das Derby mit 5:3 an den BSW ging.

[TM]

ESG III „Herbstmeister“ der 1. Bezirksliga

1. Bezirksliga: SC Tornado Wuppertal – ESG III 2 : 6

Die Drittvertretung kann den Jahreswechsel als ÔÇ×HerbstmeisterÔÇť der 1. Bezirksliga begehen: Nach dem gerade in der H├Âhe unerwarteten 6:2-Ausw├Ąrtserfolg bei Tornado Wuppertal bleibt die ESG III zumindest bis Ende Januar weiterhin ungeschlagener Tabellenf├╝hrer.

Zu Beginn des Mannschaftskampfes um 10 Uhr blieben zun├Ąchst noch drei St├╝hle unbesetzt, wobei sich Tornado-Spieler Arne Beckmann recht bald nach Spielbeginn einfand, Dennis Peters auf ESG-Seite knapp vier Minuten vor Ablauf der Karenzzeit das Spiellokal betrat und Fabian Wendt gar nicht erschien, sodass ESG-Altmeister Josef Kr├╝k an Brett drei zu einem kampflosen Erfolg kam.

Leider agierte Dennis am 6. Brett gegen J├╝hrs aufgrund des Zeitnachteils etwas zu hektisch und tappte in eine Falle mit Doppelangriff, der einige Z├╝ge sp├Ąter ein Turm zum Opfer fiel. Es folgte kurze Zeit sp├Ąter ein Remis von Peter Wiesemann gegen Runge am 7. Brett, wobei Peter nach der Er├Âffnung Raumvorteil besa├č, nach einem Generalabtausch jedoch kein Kapital mehr daraus schlagen konnte.

Beim Zwischenstand von 1,5:1,5 folgte nun eine Siegesserie der ESG-Akteure, die den Mannschaftskampf entschieden und f├╝r die ├╝berraschende H├Âhe des Sieges sorgten: Zun├Ąchst gewann Alexandr Pertschik an Brett zwei gegen den gewohnt offensiv spielenden SC-Mannschaftsf├╝hrer Wegner mit einem feinen Angriff auf die entbl├Â├čte K├Ânigsstellung seines Kontrahenten. Bald darauf konnte auch Harald Kurz am 8. Brett sein vorteilhaftes wenn auch nicht unkompliziertes Turmendspiel gegen Matthey zum vollen Punktgewinn f├╝hren.

An Brett f├╝nf ging es hoch her: SC-Spieler Beckmann hatte zwei Figuren geopfert, um einen Bauern durchzubringen. Die neue Dame wurde allerdings bald darauf gefangen und ESG-Akteur Alfred G├╝thler verblieb mit einer Mehrfigur und einer klaren Gewinnstellung. Eine ebensolche hatte zum Schluss auch ESG-Kapit├Ąn Thorben Mantler am Spitzenbrett gegen Nikolik auf dem Brett. Zuvor hatte Thorben einen Gambitbauern halten sowie die Qualit├Ąt gewinnen k├Ânnen, was sich f├╝r Nikolik letztlich als zu hohe Hypothek erwies.

Den Schlusspunkt setzten Hagen Woldt und Kissing mit einem Remis an Brett vier. Obwohl er einen Mehrbauern verzeichnen konnte, fand Hagen im komplizierten Leichtfigurenendspiel letztlich keinen Gewinnweg und stellte mit dem H├Ąlftchen den 6:2-Endstand her.

[TM]

Mit toller Moral zur Punkteteilung

1. Bezirksliga: SF Vonkeln II – ESG III 4 : 4

Auch wenn die Drittvertretung beim 4:4 in Vonkeln erstmals einen Mannschaftspunkt abgeben musste, bleiben die Elberfelder weiterhin ungeschlagener Tabellenf├╝hrer in der 1. Bezirksliga. Der Garant daf├╝r war einmal mehr die tolle Moral, nach einem R├╝ckstand wieder auf die Beine zu kommen.

Denn wie schon am 2. Spieltag trat die ESG III nicht vollz├Ąhlig an und musste an Brett drei einen Brettpunkt kampflos abtreten. In den ausgespielten Partien ging es vorerst weitestgehend schiedlich friedlich zu: Zun├Ąchst verst├Ąndigte sich Alexandr Pertschik an Brett zwei mit SFV-Mannschaftsf├╝hrer Baier auf Remis, dann reichten sich auch Harald Kurz und sein Gegen├╝ber M├Âller die H├Ąnde zur Punkteteilung. W├Ąhrend Alex eine total geschlossene positionelle Stellung auf dem Brett hatte, waren bei Harald am 8. Brett bereits einige Figuren abgetauscht worden. Beiden Positionen gleich war indes die Ausgeglichenheit der jeweiligen Stellung.

An Brett sieben w├Ąhnte sich Peter Wiesemann bereits auf der Siegerstra├če, als er ein Figurenopfer seines Gegners Breuer ignorierte und dies kurz darauf bereute. Denn Breuer gelang es, die geopferte Figur zu retten und im selben Zuge eine weitere Angriffsdrohung Peters zu unterbinden, sodass der Vorteil des ESG-Spielers dahin war und die Partie mit einem weiteren Remis endete. Am Spitzenbrett lieferten sich Thorben Mantler und Thomas Bratz wie erwartet eine taktische Schlacht mit teilweise unkonventionellen Z├╝gen und Angriffsmotiven, wobei letztlich im 18. Zug die folgende Stellung entstand:

Mantler – Bratz nach 18…Sxg2

Bratz hatte soeben seinen Springer geopfert und gleichzeitig Remis angeboten. Im Glauben, dass 19. Kxg2 erzwungen sei und Schwarz ein Dauerschach habe, nahm Thorben das Remisangebot an. Tats├Ąchlich aber w├Ąre die Annahme des Opfers ein fataler Fehler gewesen, denn nach 19ÔÇŽDg4+ 20. Kh1 Df3+ 21. Kg1 Lh3 ist das Matt nicht mehr abzuwenden. Die wohl beste Variante f├╝r Wei├č ist 19. Se2 Dg4 20. h3 Dxh3 21. Dxh3 Lxh3 22. Lxf8 Kxf8 mit mutma├člich ausgeglichener Stellung.

Somit lagen die Gastgeber 4:2 in Front und die beiden noch spielenden Elberfelder Recken Dennis Peters und Hagen Woldt automatisch unter dem Druck, f├╝r das Mannschaftsremis gewinnen zu m├╝ssen. Bei Hagen allerdings zeichnete sich an Brett vier zu diesem Zeitpunkt bereits ein voller Punktgewinn ab. Im 25. Zug hatte sein Gegner Multhauf eine Falle ├╝bersehen:

Multhauf – Woldt nach 25. b4

Nach 25ÔÇŽd4 ist der angegriffene L├Ąufer nicht mehr zu retten. Es folgten 26. bxc5 dxe3 27. Dxe3 Dxc5 28. Dxc5 Sxc5 29. Txb8 Txb8 30. Te7 und Wei├č erhielt zumindest zwei Bauern f├╝r die Figur. Im weiteren Spielverlauf gewann Hagen die Bauern allerdings zur├╝ck und zwang seinen Gegner zur Aufgabe.

Und auch Dennis zeigte sich am 6. Brett dem Druck gewachsen und erspielte sich gegen Dirk Schmidt die folgende Gewinnstellung:

Schmidt – Peters nach 29. Tfd4

29ÔÇŽTe2 sieht wie ein einfacher Gewinn aus, doch nach 30. Dxe2 Txe2 31. Txd6 h├Ątte Schwarz auf ein drohendes Grundreihenmatt aufpassen m├╝ssen! Schmidt jedoch spielte sofort 30. Txd6 und griff zudem nach 30ÔÇŽTxf2 mit 31. Kxf2 fehl, was er denn auch sofort mit der Aufgabe der Partie quittierte.

[TM]

├ťberraschungserfolg in Unterzahl

1. Bezirksliga: ESG III – Vohwinkeler SC 4,5 : 3,5

Am Ende konnten sie es selber nicht so wirklich glauben: Mit sechs Mann waren die Spieler der Drittvertretung gegen den Verbandsklassenabsteiger aus Vohwinkel angetreten und behielten dennoch beide Mannschaftspunkte im Luftschloss!

Dabei deutete zun├Ąchst gar nicht so viel auf die Aufholjagd der ESG-Akteure hin, denn die erste ausgespielte Partie war ein Remis zwischen Alexandr Pertschik und Herbertz an Brett zwei. Allerdings verbuchte Alex lange optische Vorteile , sodass einige Mannschaftskameraden bereits Hoffnungen auf einen Anschlusspunkt hegten. Thorben Mantler dagegen ging aufgrund des R├╝ckstandes allen remislichen Varianten aus dem Weg, geriet damit am Spitzenbrett gegen Hedge allerdings zusehends auf die Verliererstra├če und suchte sein Heil letztlich in einem Opferangriff am K├Ânigsfl├╝gel.

In der Zwischenzeit konnte Hagen Woldt am 4. Brett gegen Nareike einen Sieg vermelden und sich damit f├╝r sein z├Ąhes Ringen und unerm├╝dliches K├Ąmpfen im Mittelspiel belohnen. Ebenfalls f├╝r seine M├╝hen belohnt wurde Alfred G├╝thler am 5. Brett: Fast die komplette Spieldauer ├╝ber hatte sein Gegner Pellegrini das bequemere Spiel, Initiative und Angriff. Im Mittelspiel jedoch agierte der Vohwinkeler zu ungest├╝m und wurde von Alfred mit einem Grundreihenmatt ├╝berrascht.

Den Ausgleichspunkt zum 3,5:3,5 besorgte Peter Wiesemann an Brett sieben gegen VSC-Mannschaftsf├╝hrer Knapp. Unaufgeregt und sicher f├╝hrte Peter das komplizierte Endspiel mit ungleichfarbigen L├Ąufer zum Sieg und machte den Mannschaftskampf somit wieder v├Âllig offen. Wirklich spannend war es zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht mehr, denn Harald Kurz stand gegen Pufal zu diesem Zeitpunkt bereits auf Gewinn. In der Er├Âffnung hatte Harald in der folgenden Stellung…

Kurz-Pufal nach 17…Ld7

…das feine Opfer 18. Lxh7+ gesehen und einen Bauern erobert. Es folgten weitere Angriffe auf den schwarzen K├Ânig, wobei im 26. Zug eine Schl├╝sselstellung entstand:

Kurz-Pufal nach 26. e5

Mit 26…Sg8 h├Ątte sich Pufal ein wenig befreien und die Partie mit einem Minusbauern fortsetzen k├Ânnen. Er spielte jedoch 26…g5 und fand sich nach 27. Dxg5 Dxh7 28. Txf6 Tg8 29. Df4 Tg6 30. Tf8+ Tg8 31. Df6+ in einer hoffnungslosen Lage wieder. Dennoch dauerte die Partie noch weitere 26 Z├╝ge, ehe sich Pufal geschlagen gab.

[TM]

Saisonauftakt nach Ma├č

1. Bezirksliga: Mettmann-Sport – ESG III 2:6

Hohe Auftaktsiege haben bei der Drittvertretung mittlerweile Tradition: Mit dem 6:2-Erfolg bei Mettmann-Sport gelang den Elberfeldern bereits zum f├╝nften Mal in Folge ein Sieg mit mindestens 3 Brettpunkten Differenz am ersten Spieltag. Eine beeindruckende Serie!

Der Erfolg der G├Ąste zeichnete sich bereits relativ fr├╝h ab, zumal Alexandr Pertschik am zweiten Brett zu einem kampflosen Punktgewinn kam und sowohl Josef Kr├╝k (Brett drei) als auch┬áHagen Woldt (Brett vier) schon nach der Er├Âffnung sehr gut, wenn nicht sogar auf Gewinn standen. Bekr├Ąftigt durch diesen Umstand nahm Thorben Mantler im Duell der Mannschaftsf├╝hrer am Spitzenbrett das Remisangebot Stanislowskis an, womit die erste ausgespielte Partie bereits nach 13 Z├╝gen endete. Den ersten vollen Punkt f├╝r die ESG erspielten sich aber weder Hagen noch Josef, sondern Lukas Heynck, der an Brett f├╝nf gegen Heines zun├Ąchst 10 Z├╝ge lang der Er├Âffnungstheorie folgte:

Heynck – Heines nach 10…b5

Mit 11. f5 verlie├č Lukas die Theoriepfade und entschied sich f├╝r eine besonders scharfe Fortsetzung der Partie. Heines lie├č sich in der Folge ebenfalls zu riskantem Spiel und zum folgenden Bauernvorsto├č verleiten:

Heynck – Heines nach 20…e5

Auf den ersten Blick machte der Zug einen guten Eindruck, jedoch nach 21. Tg4 Tg5 22. Dd8+ Kf7 23. Txg5 konnte Lukas entscheidendes Material gewinnen und Heines zur Aufgabe zwingen.

Schwieriger als zun├Ąchst vermutet gestaltete sich Hagens Partie gegen Kolek an Brett vier. Nach einem Figurengewinn sah sich der ESG-Akteur zusehends in die Defensive gedr├Ąngt, ehe er mit einer feinen Kombination Figuren abtauschen und das Gegenspiel seines jugendlichen Kontrahenten zum Erliegen bringen konnte. Auch Peter Wiesemann profitierte an Brett acht gegen Otto vom Abtausch s├Ąmtlicher Schwerfiguren, was ihm ein Endspiel mit zwei Mehrbauern einbrachte, welches er sicher zum Sieg f├╝hrte.

In Gambitlaune pr├Ąsentierte sich Dennis Peters am 7. Brett gegen Weyer: In der Er├Âffnung opferte der Doktorand zun├Ąchst zwei Bauern, was jedoch nur der Vorgeschmack auf die folgende Opferserie sein sollte:

Peters – Weyer nach 16…Sxd7

17. Sd5 Lxd5 18. Lxh7 Kxh7 19. Dh5+ Kg8 20. Lxg7 – gleich drei Figuren brachte Dennis der Schachg├Âttin Ca├»ssa als Opfer dar, um seinen Mattangriff zu initiieren. Weyer zeigte sich angesichts des Materialvorteils jedoch ebenfalls opferbereit und spielte 20…Lxg2, was nach 21. Kxg2 Kxg7 zur folgenden Stellung f├╝hrte:

Peters – Weyer nach 21…Kxg7

Nun fehlen Wei├č die Offiziere, um den Mattangriff zu vollenden; ein zwischenzeitliches Tf3 wurde mit Dc6 beantwortet, was den Turm fesselt. Somit entschied sich Dennis, mit der Dame Dauerschach zu geben und der Mannschaft somit ein H├Ąlftchen zu sichern.

Die beiden noch verbliebenen Partien endeten so, wie man es nach der Er├Âffnung eigentlich ├╝berhaupt nicht h├Ątte vermuten k├Ânnen. Alfred G├╝thler stand an Brett sechs gegen Sprave durchweg passiv und gedr├Ąngt, ehe er sich im Endspiel befreien und einen isolierten Freibauern aufs Umwandlungsfeld durchbringen konnte. Josef Kr├╝k dagegen sah an Brett drei mit zwischenzeitlich f├╝nf gegen drei Bauern bereits wie der sichere Sieger aus, verlor gegen Hartwig jedoch im Laufe des Spiel alle seine Bauern und gab am Ende konsterniert auf. Den Mannschaftserfolg der Elberfelder konnte dies freilich nicht mehr schm├Ąlern.

[TM]