Mit Kraftakt zum Klassenerhalt

1. Bezirksliga: ESG III – SG Solingen V 4 : 4

Die ESG-Dritte hat sich mit einem Kraftakt den Klassenverbleib in der 1. Bezirksliga gesichert. In einem echten Krimi reichte den Elberfeldern ein 4:4-Unentschieden, um in der Abschlusstabelle hauchd├╝nn ├╝ber dem „roten Strich“ zu stehen.

Der Mannschaftskampf begann f├╝r die Gastgeber allerdings sehr unerfreulich: Bereits zum f├╝nften Mal in dieser Spielzeit wurde ein Partie kampflos abgegeben und die ├╝brigen Akteure unn├Âtig unter Druck gesetzt. In diesem Fall konnte Marius Fr├Ąnzel an Brett drei nach Ablauf der halbst├╝ndigen Karenzzeit einen Sieg reklamieren. Einem schnellen Remis von Alexandr Pertschik am 2. Brett gegen Borkott, folgte am Spitzenbrett zudem die erste von zwei ausgespielten Niederlagen f├╝r die ESG. Thorben Mantler hatte gegen Vranidis im Mittelspiel zu forsch auf Sieg gespielt und wurde mit Materialverlust bestraft.

Es folgte ein sch├Ân herausgespielter Sieg von Dennis Peters an Brett sechs gegen Falge, doch wenig sp├Ąter auch eine weitere Niederlage: In aussichtsreich Stellung mit Materialvorteil unterlief Hagen Woldt an Brett vier gegen Naupold in Zeitnot ein schwerwiegender Fehler, der nicht nur seine Siegchancen vernichtete, sondern ihn sogar die Partie kostete. Beim Zwischenstand von 1,5:3,5 ben├Âtigte das ESG-Team somit 2,5 Punkte aus den verbliebenen drei Partien, um zumindest ein 4:4 zu sichern. Eine Niederlage h├Ątte den sicheren Abstieg bedeutet.

Gl├╝cklicherweise zeigten sich die ESGler dem Druck gewachsen: Thomas Symank ├╝berf├╝hrte an Brett acht gegen Fabian Beyer seine z├Ąhe positionelle Stellung in ein gewonnenes Endspiel und sicherte sich somit eine ├╝berragende Saisonbilanz von f├╝nf aus f├╝nf! Dennoch war im ESG-Lager weiterhin Fingern├Ągelkauen angesagt, denn an Brett f├╝nf hatte Alfred G├╝thler gegen Zimdars zwischenzeitlich zwei Minusbauern aufzuweisen. Zur Erleichterung seiner Mannschaftskameraden fand Alfred jedoch eine sehr gute Verteidigung im Endspiel, stellte das materielle Gleichgewicht wieder her und holte ein enorm wichtiges H├Ąlftchen.

Den Schlusspunkt setzte Mannschaftsf├╝hrer Peter Wiesemann, der es am 7. Brett gegen Skiber jedoch deutlich spannender als n├Âtig machte. Zwei Bauern und einen ganzen Turm in Front, b├╝├čte Peter peu ├á peu seine materiellen Vorteile wieder ein, bis ihm nur noch die Mehrbauern blieben. Diese verwertete Peter dann aber gekonnt und fuhr den Ausgleichspunkt zum 4:4 ein. Die ESG behielt somit ihren knappen Vorsprung vor Solingen V und durfte erleichtert aufatmen, dass die Sechstvertretung der Solinger gegen die SF Anna „nur“ 5:3 gewannen und somit in der Tabelle zwei Brettpunkte hinter der ESG geblieben waren.

Die Entscheidung f├Ąllt am letzten Spieltag!

1. Bezirksliga: SF Anna Wuppertal – ESG III 4,5 : 3,5

Der Drittvertretung hat einen durchaus m├Âglichen Punktgewinn bei den favorisierten Schachfreunden Anna liegen gelassen und knapp mit 3,5:4,5 verloren. Somit fallen s├Ąmtliche Entscheidungen im Abstiegskampf der 1. Bezirksliga erst am letzten Spieltag.

Der Mannschaftskampf am Sonntag, 12.03.2017 begann ├Ąu├čerst ungew├Âhnlich, da nur an der H├Ąlfte der Bretter auch wirklich gespielt wurde. Aus ESG-Sicht kam Thorben Mantler erneut zu einem kampflosen Erfolg am Spitzenbrett, w├Ąhrend die Bretter drei und acht nicht besetzt wurden┬áund somit an den Gastgeber gingen. Dennis Peters (Brett f├╝nf) strapazierte die Nerven seiner Mannschaftskameraden aufs ├äu├čerste und erschien fast im w├Ârtlichen Sinne in letzter Sekunde, gerade noch vor Ablauf der halbst├╝ndigen Karenzzeit. F├Ârderlich f├╝r seine Konzentration war dies sicherlich nicht f├╝r den ESG-Akteur. Denn obwohl er sein gewohnt offensiv ausgerichtetes Spiel aufziehen konnte, war es Anna-Spieler Richert, der seine Figuren optimal platzieren und entscheidenden Materialgewinn realisieren konnte.

Ein Lichtblick f├╝r die Elberfelder war die sch├Âne Gambit-Partie von Mannschaftsf├╝hrer Peter Wiesemann am 6. Brett gegen Andreas Passon.

Passon – Wiesemann nach 17. Te1

Peter erkannte sehr schnell seine taktischen M├Âglichkeiten und spielte das Qualit├Ątsopfer 17…Td2! Aus Mangel an Alternativen nahm Passon das Opfer an, musste allerdings nach 18. Sxd2 Txd2 19. Tc1 Txf2+ 20. Ke1 Sxg2+ 21. Kd1 Se3+ die Segel streichen.

Wild schwankende Waagschalen bot die Partie an Brett vier, in der Alfred G├╝thler mit Werner Clemm die Klingen kreuzte. Bereits im fr├╝hen Mittelspiel hatte Alfred Gl├╝ck, dass sein riskantes Figurenopfer nicht bestraft wurde:

Clemm – G├╝thler nach 16… c5 (aus der Sicht von Clemm)

Mit 17. bxc5 dxc5 18. Lf4 Dd8 19. Sb3 Lxa1 20. Dxa1 h├Ątte sich Clemm bereits deutlichen Vorteil erspielen k├Ânnen, ihm war der Verlust des Turmes aber wohl nicht geheuer und so spielte er┬á17. Lb2, was nach 17…cxd4 18. Lxd4 Dxc4 einen Bauernverlust bedeutete. Alfred hatte nun Wind in den Segeln und erspielte sich eine dicke Gewinnstellung:

Clemm – G├╝thler nach 40. Lc4

Das L├Ąuferschach ist jedoch nicht ohne Heimt├╝cke, denn nach 39… Kf6 40. Da8 erfordert die Fortsetzung 40… Kg7 schon auch einigen Mut. Alfred entschied sich f├╝r 40… Le6, was ihn allerdings nach 41. Dh8+ vor einige Probleme stellte und ihn fast die Partie kostete. Am Ende rettete sich Alfred mit einem L├Ąuferopfer, tauschte die Damen und konnte einen Bauern durchbringen, was Clemm konsterniert mit der Aufgabe der Partie quittierte.

An Brett sieben hatte Harald Kurz in angenehmer Stellung allerdings mit deutlich weniger Bedenkzeit auf der Uhr Remis Angeboten. Sein Gegner Kramp wechselte daraufhin die Sportart und wurde Marathonl├Ąufer: lief durch die Reihen, kiebitzte mal hier mal dort und erw├Ągte immer mal wieder am eigenen Brett seine M├Âglichkeiten. Nach Ablauf von ├╝ber 30 Minuten und ungez├Ąhlten Kilometern willigte Kramp schlie├člich doch ins Remis ein.

Beim Zwischenstand von 3,5:3,5 sollte somit die Partie an Brett zwei entscheiden, wie die zwei Mannschaftspunkte verteilt w├╝rden. Zun├Ąchst sah es f├╝r ESG-Altmeister Josef Kr├╝k ganz ordentlich aus: er hatte Zeitvorteil und sein Gegen├╝ber Thorsten Kuhnhenn bot ihm zumindest eine Stellungswiederholung an. Josef spielte jedoch auf Sieg, ├╝berzog in der Folge jedoch seine Stellung und verlor.

Was den Abstiegskampf betrifft, wird der letzte Spieltag der 1. Bezirksliga am 07.05. zu einem echten Thriller: neben der ESG III, die sechs Punkte auf dem Konto hat, k├Ąmpfen drei punktgleiche Teams mit einem Z├Ąhler R├╝ckstand um den Klassenverbleib. Mit der SG Solingen V treffen die Elberfelder auf einen direkten Konkurrenten und k├Ânnen mit einem Sieg oder einem Remis das Abstiegsgespenst endg├╝ltig vertreiben.

ESG III im Aufwind

1. Bezirksliga: SC Tornado Wuppertal – ESG III 3,5 : 4,5

Die Drittvertretung scheint sich mit einer Leistungssteigerung in der zweiten Saisonh├Ąlfte zu rehabilitieren und rechtzeitig aus den Abstiegsregionen der 1. Bezirksliga zu k├Ąmpfen. Zwei Wochen nach dem Heimerfolg gegen Ronsdorf wurde mit dem Nachholspiel beim SC Tornado auch das zweite Spiel im Kalenderjahr 2017 gewonnen!

Mit seinem gewohnt offensiven Spielstil verzichtete Dennis Peters am 5. Brett gegen U├čling auf die Rochade und griff sofort am K├Ânigsfl├╝gel an. U├čling verteidigte sich z├Ąh, musste aber letztlich doch kapitulieren als der Druck, den Dennis aufbaute, zu stark wurde. Auch Harald Kurz an Brett sieben gelang es, seinen Gegner Nahr immer weiter von einer anf├Ąnglichen Verteidigungsstellung ┬áin die Passivit├Ąt zu dr├Ąngen und am Ende voll zu punkten.

Etwas ├╝berraschend musste Hagen Woldt an Brett drei gegen Wegner eine Niederlage einstecken. Hagen hatte im Mittelspiel einen Bauern eingeb├╝├čt, davon aber unbeirrt auf K├Ânigsangriff gespielt. In scharfer Stellung entschied ein Qualit├Ątsgewinn die Partie zugunsten des Tornado-Mannschaftsf├╝hrers. Kurze Zeit sp├Ąter gelang es Thorben Mantler, am Spitzenbrett f├╝r die ES zu punkten und den 2 Brettpunkte-Vorsprung wiederherzustellen. Mutig opferte Thorben gegen Luca Hemmerich freiwillig die Qualit├Ąt und wurde daf├╝r┬ámit einem erfolgreichen Mattangriff belohnt.

Mit dem Remis von Peter Wiesemann an Brett sechs gegen Klo├č nahmen die Hoffnungen auf einen unerwarteten Mannschaftssieg im ESG-Lager langsam Konturen an. Zun├Ąchst hatte Peter noch besser gestanden, doch Klo├č folgte dem Rat des alten Meisters Capablanca und tauschte die besser postierten Figuren seines Gegners ab, bis die Brettstellung tot Remis war. Auch Alfred G├╝thler hatte am 4. Brett gegen Beckmann eigentlich besser gestanden, ihm wurde jedoch die Zeitnot zum Verh├Ąngnis und im 31. Zug fiel das imagin├Ąre Pl├Ąttchen.

Das so sehr herbeigesehnte „Vierkommaf├╝nf“ holte dann aber schlie├člich Bernd M├╝hlinghaus, der sein Turmendspiel mit zwei Mehrbauern gegen Hildegard Andriske etwas umst├Ąndlich aber letztlich erfolgreich ausspielte. Somit war die Niederlage von Josef Kr├╝k an Brett zwei gegen Nikolik auch zu verschmerzen, zumal sich der Tornado-Akteur im vorteilhaften Leichtfigurenendspiel durch sehr pr├Ązise und zielf├╝hrende Spielweise verdiente.

Mit nunmehr sechs Mannschaftspunkten ist die ESG III zwar noch nicht gerettet, vorerst aber aus dem Gr├Âbsten raus. Die noch ausstehenden Runden bergen dennoch einige Brisanz, speziell die Schlussrunde, wenn die Elberfelder auf den direkten Konkurrenten Solingen V treffen.

[TM]

Drittvertretung sch├Âpft neuen Mut

1. Bezirksliga: ESG III – Ohligser TV 4,5 : 3,5

Die ESG-Dritte hat im Abstiegskampf der 1. Bezirksliga Bergisch Land einen enorm wichtigen ┬áHeimsieg erzielen k├Ânnen und somit neuen Mut f├╝r die kommenden Aufgaben gesch├Âpft. Der Erfolg gegen die nur zu siebt angetretenen G├Ąste aus Solingen war jedoch denkbar knapp und gl├╝cklich.

Kaum hatte Thorben Mantler am Spitzenbrett das Ende der Karenzzeit und somit einen kampflosen Punkt reklamiert,┬ákonnte Samuel Harringer an Brett acht bereits den ersten erspielten Punkt der Gastgeber vermelden, nachdem er seinen Gegner Colajanni in eine Er├Âffnungsfalle gelockt hatte. Der Mannschaftskampf begann also vielversprechend mit einer 2:0-F├╝hrung.

Doch nachdem Harald Kurz an Brett sechs von einem Springeropfer seines Gegners ├ľzl├╝gedik ├╝berrascht wurde und seinen danach entbl├Â├čten K├Ânig nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte und Alfred G├╝thler am 3. Brett gegen Ommer┬ámattgesetzt wurde, war die F├╝hrung auch schon wieder futsch.

An Brett vier konnten die Kiebitze diese interessante Stellung begutachten:

Peters-Baumann nach 22…Lxb4

Baumann hatte gerade einen vergifteten Bauern auf b4 geschlagen und Dennis somit die M├Âglichkeit er├Âffnet, mit 23. Sa2 einen Offizier zu erobern. Dennis spielte jedoch 23. Lc5, da er das Schachgebot nach 23…Lxc5 ├╝bersehen hatte, und verlor die Partie. Altmeister Josef Kr├╝k (Brett zwei) erwies sich zu diesem Zeitpunkt wieder einmal als der gewohnte R├╝ckhalt und m├╝nzte seine Vorteile im Doppelturmendspiel gegen Winkelrath gekonnt in einen vollen Punkt um.

Beim Zwischenstand von 3:3 und zwei noch v├Âllig offenen Partien wurde es jetzt richtig spannend: Peter Wiesemann hatte am 5. Brett gegen Hammerschmidt einen Mehrbauern erobert, diesen dann allerdings wieder eingeb├╝├čt. Hammerschmidt lehnte ein realistisches Remisangebot des ESG-Mannschaftsf├╝hrers ab, wollte auf Sieg spielen, lie├č dann aber doch von m├Âglicherweise sehr riskanten Man├Âvern ab und bot seinerseits Remis, was Peter akzeptierte.

An Dramatik nicht zu ├╝bertreffen, war an diesem Spieltag allerdings die Partie am siebten Brett zwischen Thomas Symank und Kasim Zymeri:

Symank-Zymeri nach 56…Kxb4

Thomas hatte kurz zuvor┬áim vorteilhaften Damenendspiel seinen Mehrbauern geopfert, um die Damen zu tauschen, und diese Stellung herbeizuf├╝hren.┬áBei besonnener Spielweise ist die Stellung „totremis“, Thomas┬áwollte jedoch mehr und spielte 57. g5. H├Ątte Zymeri mit 57…fxg5 geantwortet,┬áh├Ątte er eine klare Gewinnstellung vorgefunden, denn nach 58. Kg4 Kc3, 59. Kf5 Kd4, 60. Kg6 Ke3, 61. Kxg7 Kxf3, 62. Kxh6 g4 ist der schwarze g-Bauer schneller als der wei├če h-Bauer und Schwarz wandelt zudem noch mit Schach um! Wie Ca├»ssa so wollte, spielte Zymeri aber 57…hxg5 und musste nach 58. Kg4 Kc4, 59. Kf5 Kd4, 60. Kg6 Ke3, 61. Kxg7 Kxf3, 62. h6 g4┬ábald die Segel streichen.

Somit konnten die ESG-Akteure einen sehr gl├╝cklichen aber eben auch enorm wichtigen Heimsieg verbuchen und Selbstvertrauen f├╝r die kommenden Mannschaftsk├Ąmpfe tanken.

[TM]

 

R├╝ckschlag statt Befreiungsschlag

1. Bezirksliga: SF Neviges – ESG III 5,5 : 2,5

Eigentlich wollte sich die Drittvertretung beim Tabellenschlusslicht aus Velbert ein wenig Luft im Abstiegskampf verschaffen. Aus dem geplanten Befreiungsschlag wurde indes ein R├╝ckschlag, denn die Schachfreunde Neviges siegten am Ende verdient mit 2,5:5,5.

Dabei begann der Mannschaftskampf relativ vielversprechend: Thomas Falk bot an Brett acht mit den schwarzen Steinen seinem 300 DWZ st├Ąrkeren Gegner G├Âhre die Stirn und holte ein sicheres H├Ąlftchen. Dieses Ergebnis hatte man im ESG-Lager auch Josef Kr├╝k zugetraut, der sich am 2. Brett gegen Klaus-Dieter Friedrich lange gut verteidigte hatte. Der Altmeister griff dann jedoch im Endspiel fehl und verlor eine Figur.

Dieses Schicksal ereilte auch Dennis Peters an Brett f├╝nf gegen Klaus Meyer, wobei Dennis sogar nach der Er├Âffnung gut gestanden und die Initiative ├╝bernommen hatte. Der Figurenverlust war dann allerdings der spielerische Genickbruch und Dennis gab sich geschlagen. Seit er am Spitzenbrett spielt w├Ąhlt Thorben Mantler wieder bevorzugt eine ruhigere Spielweise, was sich gegen Gockel auch als zweckdienliche Taktik erwies, um das angestrebte Remis zu erreichen.

Im Hinblick auf den Mannschaftskampf war das Remis allerdings zu wenig und so standen die ├╝brigen ESG-Akteure zunehmend in der Pflicht, ihre Partien zu gewinnen. Dies gelang Martin Keller an Brett sieben gegen Ebenhan leider nicht, obwohl Martin ├╝ber die gesamte Spielzeit die Initiative behielt und die Partie optisch ├╝berlegen gestaltete. Einen klaren Gewinnweg fand er allerdings nicht, sodass die Partie mit einem weiteren Remis endete.

Sehr ungl├╝cklich aus ESG-Sicht verlief die Partie von Alfred G├╝thler am 4. Brett gegen Rohleder:

Rohleder-G├╝thler nach 35. De1
Rohleder-G├╝thler nach 35. De1

Mit 35…Sd3 h├Ątte Alfred an dieser Stelle deutlich in Vorteil kommen k├Ânnen. Dem erzwungenen Damenr├╝ckzug, z.B. 36. Df1 folgt 36…Sxc5! was Wei├č seiner Trumpfkarte, die Bauernmehrheit am Damenfl├╝gel, beraubt. Alfred spielte jedoch 35…Lb3 und tauschte mit 36. h4 De2 seine aktive Dame ab. Dieses Man├Âver entpuppte sich lediglich als Wasser auf die M├╝hlen des Velberters, der die Partie am Ende auch gewann.

Die einzige Gewinnpartie der G├Ąste erspielte Hagen Woldt an Brett drei gegen Armin Meyer:

Woldt-A. Meyer nach 28...Th6
Woldt-A. Meyer nach 28…Th6

Meyer hatte mit 28…Th6 eine zu passive Verteidigung gegen Hagens Angriff gew├Ąhlt. Nach 29. f5 exf5 30. e6 De8 31. Txf7+ Dxf7 32. exf7 Txh4 33. De7 gab sich Meyer geschlagen.

In der letzten noch laufenden Partie am 6. Brett wehrte sich Peter Wiesemann noch einige Zeit tapfer aber letztlich vergeblich gegen das materielle ├ťbergewicht seines Gegners Binas, sodass am Ende eine verdiente 2,5:5,5-Niederlage zu Buche stand.

[TM]

Ein nervenaufreibender Mannschaftskampf!

1. Bezirksliga: Ronsdorfer SV – ESG III 5 : 3

In einem nervenaufreibenden Mannschaftskampf unterlag die ESG-Dritte dem neuen Tabellenf├╝hrer Ronsdorfer SV mit 3:5, was durchaus als „sehr ungl├╝ckliche Niederlage“ bezeichnet werden kann. Nervenaufreibend war der Mannschaftskampf f├╝r die Elberfelder bereits, bevor ├╝berhaupt die Figuren auf- und die Uhren angestellt waren: Zun├Ąchst konnte kein Ersatzmann f├╝r den verhinderten Hagen Woldt aufgetrieben werden, dann gestaltete sich das Abholen von Dennis Peters schwieriger als gedacht und schlie├člich fehlte zu Spielbeginn auch noch von Thorben Mantler jede Spur.

Zu sechst trat die ESG also den Mannschaftskampf an, doch zumindest erreichte Thorben Mantler wenige Minuten vor Ablauf der Karrenzzeit doch noch das Spiellokal. Die Partien f├╝gten sich dann teilweise nahtlos in das Chaos ein: So hatte Alfred G├╝thler an Brett vier gegen Thomas Schwarz eine Mehrfigur und starken Angriff vorzuweisen, fand bei einem Gegenangriff seines Gegners jedoch nicht die optimalen Verteidigungsz├╝ge und verhedderte sich in einem Mattnetz. Dennis Peters versuchte an Brett f├╝nf bereits in der Er├Âffnung Sch├Ąrfe in die Partie zu bringen, sein Gegner Kolander lie├č sich jedoch nicht darauf ein um fuhr das Schiff mit sicheren Z├╝gen in den Remishafen ein.

Danach wurde es aber wieder Zeit f├╝r Dramatik: Peter Wiesemann erprobte an Brett sechs gegen Freitag eine neue Er├Âffnungsvariante und lag bald mit der Qualit├Ąt und einem Bauern vorne, ehe er von einem Damenschach Freitags ├╝berrascht und zwei Z├╝ge sp├Ąter matt gesetzt wurde. Sogar noch eine Spur dramatischer verlief die Partie von Harald Kurz am 7. Brett gegen Hellmann. Hier hatte Harald eine aussichtsreiche Stellung, untersch├Ątzte jedoch die Gefahr seines aufger├╝ckten K├Ânigs. Doch auch sein Gegner ├╝bersah das einz├╝gige Matt zun├Ąchst, bemerkte es letztlich aber doch und baute den Vorsprung des Gastgebers weiter aus.

Immerhin eine wilde Partie konnten die Elberfelder aber doch gewinnen: Thomas Symank bestrafte am 8. Brett B├╝ttgenbach f├╝r dessen lange Rochade auf den entbl├Â├čten Damenfl├╝gel und konnte somit verk├╝rzen. Einen souver├Ąnen strategischen Sieg konnte Josef Kr├╝k an Brett zwei vermelden, nachdem er Siegmund Beck mit der Bauernwalze am K├Ânigsfl├╝gel immer mehr in der Bredouille gebracht hatte. Und Thorben Mantler? Den selbstverschuldeten widrigen Umst├Ąnden zum Trotz konnte er Jens Kosin immerhin ein Remis abtrotzen und damit erstmals in seiner schachlichen Laufbahn einem „Zweitausender“ stand halten.

Im n├Ąchsten Mannschaftskampf, der bereits in drei Wochen stattfindet, sollte es gegen Tabellenschlusslicht Neviges dann etwas entspannter zugehen – sowohl vor als auch w├Ąhrend des Mannschaftskampfes.

Ungl├╝ckliche Niederlage zum Heimauftakt

1. Bezirksliga: ESG III – SF Vonkeln II 3,5-4,5

So hatten sich die ESG-Akteure das erste Heimspiel der Saison nicht vorgestellt: Mit 3,5:4,5 unterlagen die Elberfelder gleicherma├čen ungl├╝cklich wie unn├Âtig der Reserve der Schachfreunde Vonkeln.
Besonders bittere Bierchen wurden Thorben Mantler am Spitzenbrett sowie Peter Wiesemann an Brett sieben bereits in der Er├Âffnung eingeschenkt. Thorben (mit Schwarz) h├Ątte gegen Thomas Bratz im Kalashnikov-Sizilianer bereits nach neun Z├╝gen in Vorteil kommen k├Ânnen, spielte statt des logischen Zuges aber einen Zwischenzug, der sich letztlich als absoluter Stellungskiller entpuppte, und Bratz den vollen Punkt fast schon auf dem Silbertablett servierte. Nicht viel besser erging es Peter, der gegen Dirk Schmidt einen Damenfang witterte, schlussendlich aber einen Offizier einb├╝├čte und somit bereits nach zehn Z├╝gen konsterniert aufgab. Alexandr Pertschik beendete aufgrund gesundheitlicher Probleme ebenfalls relativ fr├╝h seine Partie, konnte gegen Baier aber zumindest einen halben Punkt holen.

Beim Zwischenstand von 0,5:2,5 aus ESG-Sicht schien sich der Mannschaftskampf allerdings auf einmal zugunsten der Gastgeber zu wenden – passenderweise fast im gleichen Moment, als sich drau├čen die Sonne gegen die zuvor vorherrschenden Regenwolken durchsetzte: An Brett drei gelang Josef Kr├╝k ein Sieg gegen Carsten Becker, wobei der Vonkeln-Akteur fast die gesamte Spielzeit ├╝ber die deutlich bessere Stellung vorzuweisen hatte, im Endspiel jedoch eine Figur verlor. Auch Martin Keller gelang am 8. Brett ein voller Punktgewinn, nachdem sich der K├Ânig seines Gegners Bernd Breuer in ein Mattnetz verstrickt hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Dennis Peters an Brett sechs gegen Sascha Plenus folgende Stellung erspielt:

Peters-Plenus nach 20...e4
Peters-Plenus nach 20…e4

Mit 21. Se6 drang Dennis in die Stellung seines Gegners ein und baute seine Vorteile nach 21…Le5 mit 22. g4 Df7 23. Tae1 konsequent aus. Am Ende musste sich Plenus mit einer Schwerfigur im R├╝ckstand geschlagen geben.

Der Gastgeber lag nun in F├╝hrung, hatte Oberwasser, und angesichts der Brettstellungen in den verbliebenen Partien schien der Heimsieg nur noch Formsache zu sein – doch es kam anders. Trotz zwischenzeitlichem Materialvorteils verlor Alfred G├╝thler im Turmendspiel gegen Kuhn den ├ťberblick und letztlich auch die Partie, was den 3,5:3,5-Ausgleich bedeutete. Hagen Woldt konnte seinen Mehrbauern sogar in ein reines Bauernendspiel mitnehmen, w├Ąhlte gegen Multhauf allerdings die falsche Abwicklung beim Abtausch am K├Ânigsfl├╝gel und verlor ebenfalls sehr ungl├╝cklich.

Zwei Er├Âffnungspatzer sowie zwei Endspiel-Fauxpas waren letztlich eine zu hohe Hypothek, um gegen die Schachfreunde aus Vonkeln etwas Z├Ąhlbares zu holen. Dank des Auftaktsieges verbleibt die ESG III aber in der oberen Tabellenh├Ąlfte der Bezirksliga.

[TM]

Souver├Ąner Erfolg zum Saisonstart

1. Bezirksliga: SV Wermelskirchen III – ESG III 2,5 – 5,5

Die „ESG-Dritte“ ist wie in der Vorsaison mit einem souver├Ąnen Ausw├Ąrtserfolg gegen Wermelskirchen in die neue Saison gestartet. Der 5,5:2,5-Sieg gibt Anlass, optimistisch auf die kommenden Aufgaben zu blicken.
Thomas Symank brachte die G├Ąste an Brett acht fr├╝h in F├╝hrung, als er gegen Frederik Botte mit seinem Mehrbauern durchbrechen konnte. Ebenfalls einen Mehrbauern konnte Thorben Mantler am Spitzenbrett verbuchen. Doch sein Gegner Lohmann hatte mehr als ausreichend Kompensation und zwischenzeitlich sogar Siegchancen, sodass Thorben am Ende gl├╝cklich mit einem halben Punkt sein konnte.

Am 5. Brett waren es dagegen die Gastgeber, die froh ├╝ber die Punkteteilung sein konnten, da Dennis Peters erst am Analysebrett den Gewinnweg mittels eines Springeropfers fand. Am Partiebrett w├Ąhlte er die sichere Remisvariante und verst├Ąndigte sich mit Engels auf die Punkteteilung.
Der ESG-Sieg nahm langsam Konturen an, als Harald Kurz an Brett sieben gegen Helmut Kr├╝k seinen im fr├╝hen Mittelspiel errungenen Qualit├Ątsvorteil im Endspiel sicher in einen vollen Punkt umm├╝nzen konnte.

Nach der Er├Âffnung war Peter Wiesemann noch unzufrieden mit seiner Stellung gegen Kubiak, doch am Ende erreichte er ebenso sicher den Remishafen wie Alfred G├╝thler an Brett vier. Nicht in der Er├Âffnung, sondern im Turmendspiel hatte Alfred gegen Werner M├╝ller noch sehr bedenklich gestanden, dann aber geschickt abgetauscht und so das Remis gesichert. Den ESG-Sieg perfekt machte schlie├člich Neuzugang Hagen Woldt, der an Brett drei gegen Wegg nach 24…Db6 den folgenden feinen Gewinnweg fand:

woldt_wegg

25. f5! f├╝hrt den entscheidenden Bauernvorsto├č mit Tempo aus. Nach 25…Ld7 26. Scd5 Sxd5 27. Sxd5 Dd8 28. f6! ist die Stellung bereits nicht mehr zu halten. Wegg erkannte dies ebenfalls und gab sich nach wenigen weiteren Z├╝gen geschlagen. Das Schlussremis zum 5,5:2,5 aus ESG-Sicht besorgte Altmeister Josef Kr├╝k an Brett, dessen Partie gegen Paradies nie wirklich die Remisbreite verlie├č.

[TM]