Wiederaufstieg r├╝ckt in Ferne

ESG I ÔÇô SG Solingen III┬á┬á┬á┬á 3,5 : 4,5

In der 6. Runde der Regionalliga Niederrhein kam es zum langersehnten Aufeinandertreffen der Ligamitfavoriten.

Unsere Nachbarn aus der Klingenstadt kamen mit etlichen Gering- oder Ersatzspielern im Gep├Ąck. Die weiteste Anreise hatte dabei Ralf Hubert aus Hamburg. Aber f├╝r ein richtiges Lokalderby ist kein Weg zu weit.

Der Wettkampf gestaltete sich sehr ausgeglichen, wobei der Eindruck entstand, dass diesmal die Entscheidung an den oberen Brettern fallen w├╝rde.

Zun├Ąchst verflachten die Partien von Gerd Kurr und Achim Tymura mit den wei├čen Steinen zusehends, so dass man sich schlie├člich auf Remis einigte. Heiko Kesseler hatte seine Dame zur aktivsten Figur auf dem Schachbrett erkl├Ąrt und es war f├╝r die Au├čenstehenden schwer zu beurteilen, ob sie der ihr zugedachten Rolle auch gerecht w├╝rde. Irgendwann stand die Dame im Abseits und konnte ins Spielgeschehen nicht mehr richtig eingreifen. Gegner Andreas Peschel spielte sein positionelles ├ťbergewicht aus und gewann nicht unverdient. Indessen hatte Thomas Fuchs seinen kleinen Endspielvorteil systematisch zu einer Gewinnstellung ausgebaut, was u.a. Anlass f├╝r Marco K├╝hne nach R├╝cksprache mit dem Mannschaftsf├╝hrer war, sich in seiner Partie auf ein Unentschieden zu einigen.

Spannung garantierten die Stellungen an den ersten drei Brettern bei einem tats├Ąchlichen Stand von 1,5:2,5 gegen die ESG, aber einem gef├╝hlten Stand von 2,5: 2,5.

An Brett 1 wurde ┬áeine schwierige Benonivariante zwischen Oliver Kniest und Reiner Odendahl ge├╝bt. Der Name Benoni kommt aus dem Hebr├Ąischen und bedeutet nicht von ungef├Ąhr ÔÇ× Sohn der TrauerÔÇť. Reiner f├╝hlte sich w├Ąhrend der ganzen Partie mit Schwarz trotz einiger Feinheiten und Ressourcen nicht sonderlich wohl. Helge Hintze hatte gegen Ralf Hubert fr├╝hzeitig einen Bauern geschenkt bekommen. Die als Gegenleistung erwartete Initiative stellte sich f├╝r Hubert aber nicht ein. So sah es nach einem 3,5 zu 3,5 aus, was sowohl Frank Noetzel als auch sein Gegner Ralph Blasek zeitig zum Anlass nahmen, in ihrer gemeinsamen Partie auf Gewinn zu spielen. Ein Mannschaftsunentschieden h├Ątte keinem Team genutzt. In Gewinnstellung machte aber pl├Âtzlich Thomas Fuchs den Sack nicht zu und einigte sich unerwartet und nicht abgesprochen auf Remis. Reiner konnte seine Stellung leider bald ┬ánicht mehr halten und es stand 2:4. Helge baute seinen Stellungsvorteil in der ihm bekannten Manier aus und holte den Anschlusstreffer zum 3:4. Inzwischen stand R. Blasek gegen Frank zweimal auf Gewinn und Frank einmal auf Gewinn. Die richtigen Z├╝ge wurden aber von keinem der beiden gefunden. In einem Turmendspiel versuchte Frank mit einem Mehrbauern auf gleichem Fl├╝gel noch durch einen Sieg das Mannschaftsunentschieden zu retten, was aber nicht mehr gelang. Die Partie endete Remis.

[FN]