offene Wuppertaler Schnellschach-Stadtmeisterschaft 2018

Die Elberfelder Schachgesellschaft trug am vergangenen Dienstag, den 1. Mai, zum dritten Mal das traditionsreiche 1. Mai-Turnier als Schnellschach-Stadtmeisterschaft aus.

Aus allen Richtungen, DĂŒsseldorf, Oberhausen, Essen, Dortmund, Wermelskirchen kam man, nicht um fĂŒr die Rechte der Arbeiter, sondern um sein Können auf 64 Felder zu demonstrieren. So kĂ€mpften dann 27 Schachspieler energisch um Preisgeld und Pokale.

ZĂŒgig, doch mit kleinen Verschnaufpausen nach der dritten und sechsten Runde ging es durchs Turnier, das ganz knapp der Elberfelder Reiner Odendahl  nach 2016 erneut fĂŒr sich mit 7,5 Punkten und 49,5 Buchholzpunkten entscheiden konnte. Den zweiten Platz sicherte sich Raman Pak (Oberhausener SV) ebenfalls mit 7,5 Punkten, jedoch mit 0,5 Punkten weniger in der Buchholzzahl . Der dritte Platz ging an den Dortmunder Yi Lin mit 6 Punkten.

Die Ratingpokale gingen an den Elberfelder Babak Aranifar sowie an Soeren Matthey vom SC Tornado Wuppertal.

vlnr: Soeren Matthey, Reiner Odendahl, Babak Aranifar, Li Yin, Raman Pak

Ergebnisse

Auch in diesem Jahr erfreute das Elberfelder Konzept einer großen Zahl Schachfreunde, so dass wir auch im nĂ€chsten Jahr am 1. Mai 2019 die Wuppertaler Schnellschach-Stadtmeisterschaft durchfĂŒhren werden.

[thf]

Tag der Überraschung bei der Solinger Stadtmeisterschaft

Die 2.Runde der Solinger Stadtmeisterschaften brachte an den Spitzenbrettern gleich diverse ĂŒberraschende Resultate. Dabei trumpften insbesondere die beiden vereinslosen Akteure Andreas Lux und Wolfgang Steinbach auf. Steinbach profitierte von einem taktischen Aussetzer von Markus Schmuck, wĂ€hrend Lux den erfahrenen Dr. Stefan Flesch bezwingen konnte.

Ebenfalls in Topform prÀsentierte sich Dr. Hans-Joachim Boschek, der die Ungenauigkeiten von Dirk SchockenbÀumer konsequent ausnutzte und mit seinem Angriff einen unerwarteten Sieg einfuhr. Dagegen konnte sich Markus Boos nach einem Bauerneinsteller gegen Stephan Borchert mit zÀher Verteidigung noch ins Remis retten.

Nach zwei Runden sind insgesamt nur noch 8 Spieler verlustpunktfrei.

[SG Solingen]

Der Elberfelder Thomas Falk konnte „zuglos“ nach Hause fahren, da sein Gegner Tayfun Ipekyilmaz auf dem Weg zum Spiellokal mit dem Wagen liegen blieb. [thf]

Bezirkspokal: Erste nach 4:0-Erfolg im Halbfinale

4:0 hieß es am Ende in der Pokalbegegnung zwischen unserer ersten Vier und der dritten Mannschaft der Schachgesellschaft Solingen. Auch wenn ein Sieg mit „weißer Weste“ gelang, darf man nicht daraus schließen, dass es ein Spiel „auf ein Tor“ war. Lange Zeit spielten die GĂ€ste im Luftschloss gut mit. Am Ende aber mußten die Spieler des deutschen Rekordmeisters dann gleich an allen vier Schachbrettern dem Klassenunterschied Tribut zollen.

FĂŒr die FĂŒhrung sorgte Gerhard Arold am vierten Brett mit den schwarzen Steinen. In einer Italienischen Eröffnung wehrte er zuerst den Angriff seines Solinger Kontrahenten Rainer Falge erfolgreich ab. Der erste Brettsieg war klar, als er den vom Wege abgekommen gegnerischen Springer einfangen konnte und den Solinger mit dem klarem Materialvorteil zur Aufgabe zwang.

FĂŒr die 2:0 FĂŒhrung sorgte kurze Zeit spĂ€ter Heiko Kesseler am Brett drei. In einer Variante der Spanischen Eröffnung hatte Heiko eine Unachtsamkeit von Bezirksspielleiter Dr. Marius FrĂ€nzel in der Eröffnung zu einem Bauerngewinn ausgenutzt und mit diesem Mehrbauern mehr Raum im Zentrum. Unter Druck gesetzt stellte Schwarz einen weiteren Bauern ein und mußte wenig spĂ€ter aufgeben.

Den Sieg machte dann „ESG-Urgestein“ Frank Noetzel klar. Er besiegte nach spannenden Spielverlauf den Solinger Helmut Meckel am Brett zwei mit den weißen Steinen. Wohl ausschlaggebend fĂŒr den langsamen schwarzen Niedergang war die vom Solinger Routinier gewĂ€hlte lange Rochade. Im weiteren Spielverlauf war der schwarze König dann das Opfer von Franks Angriff. 3:0 – Der Kampf war gelaufen.

Einem Remis am nĂ€chsten waren die Solinger ausgerechnet am Spitzenbrett. Im Duell gegen Reiner Odendahl konnte der Solinger Necip Ali Erkay lange Zeit mit den weißen Steinen die Partie völlig offen gestalten. Zeiweise besaß er vielleicht sogar etwas Spielvorteil. Am Ende aber agierte er etwas unglĂŒcklich und geriet unter unnötigen Druck. Allerdings war zum Ende noch nicht klar ob die Stellung verloren ist. Nach einer Unachtsamkeit im Dame-Turm-Endspiel sah sich der Solinger aber dann genötigt aufzugeben. 4:0 – der Einzug ins Halbfinale ist erreicht.

Im Spitzenduell setzte sich der Bundesligist SG Solingen gegen Pokalverteidiger und NRW-Finalist BSW Wuppertal durch. Am Ende stand es zwar 2:2 Unentschieden aber die Berliner Wertung sprach knapp fĂŒr die KlingenstĂ€dter. An diesem Kampf waren drei Internationale Meister und drei FIDE-Meister beteiligt. Die Auslosung der Halbfinalbegegnungen erfolgt nachdem die beiden Paarungen SG Solingen II gegen Schachfreunde Vonkeln und TV Witzhelden gegen Schwarz-Weiß Remscheid am Sonntag, 08.11.15, gespielt sind. Termin des Halbfinale: Sonntag, 20.12.15.

[HK]

Regionalliga: 6:2 Erfolg zum Saisonauftakt bedeutet Tabellenspitze

Am Sonntag ging unsere erste „Acht“ als letztes der fĂŒnf ESG-Teams in die neue Spielsaison 2015/2016. Wie wĂŒrde man sich nach dem Abstieg aus der NRW-Klasse in der Regionalliga zu Saisonbeginn prĂ€sentieren? Sind wir stark genug, um den direkten Wiederaufstieg zu schaffen? Können wir den nominell deutlich stĂ€rkeren Teams von Gerresheim und Solingen Paroli bieten? Was darf man von sich selber dabei erwarten? Fragen, die sich viele Spieler aus der Ersten vor ihrem ersten Auftritt in der Regionalliga gefragt haben dĂŒrften.

Die Frage „Ist die Premiere gelungen?“ ist mit einem eindeutigen „Ja“ zu beantworten. Deutlich mit 6:2 besiegte unsere erste „Acht“ zu Hause die Zweitvertretung des Ratinger Schachklubs 1950 und teilt sich nun mit der dritten Mannschaft des zweimaligen Europapokalsiegers SG Solingen die Tabellenspitze. Die KlingenstĂ€dter bezwangen die Schachgemeinschaft Hochneukirch mit dem frischgebackenen NRW-Pokalsieger Marcel Harff ebenfalls mit 6:2. Dahinter folgen in der aktuellen Tabelle mit den Schachfreunden Gerresheim und Turm Krefeld (beide 5:3 Brettpunkte) sowie den Schachfreunden Heinsberg (4,5) die drei weiteren am ersten Spieltag siegreichen Mannschaften. Die Saison verspricht also „Spannung pur“ …

Als es am Sonntag im Luftschloss an der Gathe um 10.00 Uhr losging, waren viele der sechzehn Akteure ĂŒberrascht. Ein anderer als der erwartete Gegner saß ihnen am Schachbrett gegenĂŒber. Die stundenlange Vorbereitung quasi „fĂŒr die Katz“. Was war geschehen? Auf Ratinger Seite fehlten gleich drei Stammspieler wĂ€hrend bei uns an den letzten beiden Brettern ebenfalls Reservespieler agierten. Mehrere fehlende Stammspieler hatten Ihre „Lebensplanung“ auf den regulĂ€ren Spieltermin ausgerichtet und dabei nicht den von Ratingen wegen der Überschneidung mit der NRW-Klasse beantragten Nachspieltermin berĂŒcksichtigt.

Das ausgeglichene Ratinger Team, nach nur einjĂ€hriger Abstinenz wieder zurĂŒck aus der Verbandsliga in die höchste Spielklasse des Schachverbandes Niederrhein, stellte sich – auch wenn es das Endergebnis anders vermuten lĂ€sst – als der erwartet starke Gegner heraus. Lange Zeit war an allen Brettern „nichts entschieden“. Teamchef Frank Noetzel blickte zeitweise sogar skeptisch drein. Doch dann kam Bewegung in den Kampf. Unser FIDE-Meister Reiner Odendahl musste mit den schwarzen Steinen schon recht frĂŒh das zweite Remis-Angebot seines nominell schwĂ€cheren Gegners Andreas Probst am Spitzenbrett annehmen, wĂ€hrend der ebenfalls mit den schwarzen Steinen spielende „Reservist“ Gerhard Arold am Brett sieben sein GegenĂŒber Michael Baj wenig spĂ€ter zur Aufgabe zwang. In einer spannenden Partie am Brett drei brachte dann auch Frank Noetzel gegen Rafael Katz „seinen HollĂ€nder“ zum Sieg. Gerd Kurr war gegenĂŒber der Vorsaison, in der er sehr unglĂŒcklich agiert hatte, spielerisch nicht wieder zu erkennen. In der Cambridge Springs Variante des abgelehnten Damengambits opferte er, den Tipp von Weltmeister Carlsen folgend, einen Bauern fĂŒr starken Angriff. Um zum Ziel zu kommen danach noch einen ganzen Turm hinterher. Am Ende musste sein erfahrener Gegner Norbert KrĂŒger folgerichtig die Waffen strecken. Am Brett fĂŒnf hatte es Heiko Kesseler durch das Fehlen gleich dreier Ratinger Stammspieler ĂŒberraschend mit Carsten Meis zu tun.
Bei den sonst so zuverlĂ€ssigen Ratingern durfte man nicht mit drei AusfĂ€llen rechnen. Das Besondere daran: Der frĂŒhere Solinger Meis hatte im Grundschulalter vor ĂŒber dreißig Jahren im dortigen Schachkindergarten des deutschen Rekordmeisters SG 1868 bei Heiko mit dem Schachspielen begonnen. Wie in der letzten Partie kam wieder Nimzo-Indisch aufs Brett. Letztendlich machte das LĂ€uferpaar von Heiko seinem „ehemaligen SchĂŒler“ Probleme. Durch eine Unachtsamkeit des Gegners konnte Heiko dann die QualitĂ€t fĂŒr einen Bauern gewinnen. Die daraus entstandene klare Gewinnstellung brachte den Brettsieg. Der Mannschaftserfolg war perfekt. Am Nachbarbrett sechs besiegte unser Neuzugang Achim Tymura mit den weißen Steinen den Ratinger Christopher Welling. Nach dem Sieg im ersten Pokalmatch zuvor, ist es fĂŒr Achim der zweite Sieg im zweiten Spiel im neuen „Trikot“. Gratulation. Dagegen hatte FIDE-Meister Helge Hintze am Brett zwei mit Weiß einen rabenschwarzen Tag. Durch einen Fehler brachte sich Helge gegen Roman Podhorsky selbst auf die Verliererstraße. Dagegen kam es am Brett acht zwischen den beiden als Ersatz aushelfenden Spielern Michael Podder (ESG) und Michael Hoffmann aus Ratingen zur einzigen Punkteteilung des Tages. „Regionalliga: 6:2 Erfolg zum Saisonauftakt bedeutet Tabellenspitze“ weiterlesen

Bezirkspokal: Unsere Erste mit 4:0 im Viertelfinale

4:0 ist der Endstand der Pokalbegegnung zwischen unserer ersten Vier und der Mannschaft der Schachfreunde Anna. Als AuswĂ€rtskampf ausgelost wurde sie am Tag der deutschen Einheit in unserem Luftschloss zum „AuswĂ€rtskampf vor heimischer Kulisse“. Der Grund: Durch die TerminĂŒberschneidung von Meisterschaft und Pokal bei unserer Ersten standen dem Gegner am neu festgelegten Termin nicht die eigenen RĂ€ume zur VerfĂŒgung. Einfache Konsequenz: Heimspiel fĂŒr uns mit vertauschten Farben.

Die Mannen des Wuppertaler Bezirksligisten vom Laurentiusplatz schlugen sich dabei wacker. Die vier Spiele waren hĂ€rter umkĂ€mpft, als das Endergebnis vermuten lĂ€sst. Am Ende machte sich dann aber doch der Klassenunterschied bemerkbar, und die Spielerfahrung setzte sich schließlich gleich an allen vier Schachbrettern durch.

Als Erster siegte Helge Hintze am Brett zwei mit den schwarzen Steinen ĂŒber Werner Clemm. In der englischen Eröffnung hatte er einen Bauern gewonnen, den er im weiteren Verlauf der Partie sicher in einen Sieg ummĂŒnzte. FĂŒr das 2:0 sorgte dann Heiko Kesseler am Brett drei. In der sizilianischen Eröffnung kam er schnell zu aktivem Spiel. Sein GegenĂŒber: JĂŒrgen Wencki, der sich vor der Partie an eine frĂŒhere Begegnung bei den Jugendbezirksmeisterschaften vor ĂŒber 35 Jahren erinnerte. Er konnte dem schwarzen Angriff nichts entgegensetzen und gab dann folgerichtig ein Zug vor dem Matt auf. Der Kampf war jedoch noch nicht entschieden. Ein Unentschieden bei gleicher Berliner Wertung möglich. Alles klar machte dann Gerhard Arold mit seinem „Weißsieg“ am Brett vier. In der Caro Kann Verteidigung kannte sich der immer wieder in der Ersten mustergĂŒltig aushelfende „Ari“ weit besser aus als sein Gegner Andreas Passon. Der Grund ist schnell erklĂ€rt: Mit seinem Freund und frĂŒheren ESG-Teamkollegen Markus Ecker hat er genau dieses Abspiel der beliebten Eröffnung in vielen tausend Blitzpartien „geĂŒbt“. Konsequenz: Am Ende war ein Freibauer von Gerhard nicht mehr zu halten und zwang den aufopferungsvoll kĂ€mpfenden Passon schlussendlich zur Aufgabe. 3:0 – Der Kampf war gelaufen.

Lange, lange Zeit unklar war das Duell am Spitzenbrett zwischen unserem Besten, Reiner Odendahl, und dem gegnerischen MannschaftsfĂŒhrer Thorsten Kuhnhenn. Reiner hatte mit Weiß Anzugsvorteil, aber die Nr. 1 von Anna hielt stark dagegen. Spannung pur bis zum Schluß. Mit der AusfĂŒhrung des 40. Zuges fiel das PlĂ€ttchen von Kuhnhenn bei der Zeitkontrolle. Zehntelsekunden fehlten fĂŒr die „VerlĂ€ngerung“. In der nachfolgenden Analyse zeigte sich aber, dass das entstandene Dame-Turm-Endspiel auch bei Weiterspielen fĂŒr unseren FIDE-Meister gewonnen gewesen wĂ€re.
4:0 – das Viertelfinale ist erreicht. Hier trifft unser Team im „echten“ Heimspiel am Sonntag, 18.10.15, ab 10.00 Uhr auf die dritte Mannschaft des Bundesligisten SG Solingen. Die KlingenstĂ€dter bezwangen etwas ĂŒberraschend mit 2,5:1,5 die Erstvertretung der Velberter Schachgesellschaft, den letzjĂ€hrigen NRW-Qualifikanten. Damit revanchierten sich die Mannen um Bezirkspielleiter Dr. Marius FrĂ€nzel auch erfolgreich fĂŒr das Aussscheiden ihrer bundesligaerfahrenen Ersten in der Vorsaison. Die trifft nach ihrem knappen 2,5:1,5 Erfolg ĂŒber den Schachverein Wermelskirchen nun im Spitzenduell auf Titelverteidiger und NRW-Finalist BSW Wuppertal. FĂŒr beide Vereine ein sehr wichtiger Kampf. Wenn die Solinger ihre Ambitionen auf den deutschen Pokalsieg wahren wollen, mĂŒssen sie unbedingt ins Halbfinale des Schachbezirks einziehen. Konsequenz: Ein möglicher Einsatz von zahlreichen Schach-Großmeistern auf Seiten des deutschen Rekordmeisters.
Immerhin verfĂŒgt auch die BSW ĂŒber zwei erfahrene Internationale Meister und einen starken FIDE-Meister.

[HK]