Durchstarten…

Nach dem etwas unglĂŒcklichen Remis vor zwei Wochen gegen Unterbarmen empfing die vierte der Elberfelder Schachgesellschaft die SG Solingen VIII. Da hieß es durchstarten, und man wollte wieder mit der Stammmanschaft antreten, doch blieb unerklĂ€rlicherweise dieses Mal das Brett vier verwaist. Zum GlĂŒck fĂŒr die Elberfelder kamen die GĂ€ste aus der Klingenstadt auch nur mit sieben Spielern, so dass es nach dreißig Minuten 1:1 stand.

Am Brett 3 hatte sich RĂŒdiger Horn auf seinen Gegner Schweldler vorbereitet, vor allem auf seine Remisangebote. Prompt schlug Schweldler frĂŒh eine Punkteteilung vor. Zu frĂŒh, um sagen zu können, welches Ergebnis am Brett 3 fĂŒr den Mannschaftssieg gebraucht wird. So musste die Devise lauten: „weiterspielen und nichts anbrennen lassen“. Die Partie endete spĂ€ter dennoch im Remis.

Leider verlor Yadollah Zargari am Brett 5 seine Partie gegen Kopernik; doch konnte Josef Komeinda am Brett 6 mit einem Sieg ĂŒber Schubert wieder ausgleichen. Mit der Remis-Partie am Brett erzielten die Solinger ihren letzten ZĂ€hler; denn die noch laufenden Partien konnten die Elberfelder fĂŒr sich entscheiden.

Am Brett 2 konnte Samuel Haringer gegen Grostat nach geschicktem Mittelspiel ein vorteilhaftes Endspiel erreichen

Haringer vs Grostat nach 33…Ke5

Samuel zog 34. Th4 mit der Drohung f4 matt und schwarz gab auf.

Am Brett 8 konnte RenĂš Niebergall seine Erfolgsserie gegen Yilmaz fortsetzen. Recht frĂŒh kam er durch eine Fesselung in FĂŒhrung.

Niebergall vs Yilmaz nach 14. 0-0

Yilmaz zog 14… Lf6, woraufhin RenĂš nicht zögerte 15. Td1 zu ziehen. Auf den Versuch, den Springer mit 15…c6 zu decken, folgte 16. e4. Zwanzig ZĂŒge spĂ€ter gab Yilmaz auf.

Am Brett 7 kam MannschaftsfĂŒhrer Thomas Falk frĂŒh zum Bauern- und Turmgewinn, brauchte dann aber noch einige ZĂŒge, um den EntwicklungsrĂŒckstand aufzuholen, bevor er seinen Turm auf die Gewinnroute schickte.

Schmidt vs Falk nach 27. Tf3
Schmidt vs Falk nach 27. Tf3

Es folgte 27…Tac8; 28.Ke1, Tc4; 29. c3, Txa4; 30. h4, Ta1+; 31. Kd2, Ta2+, und der junge David Schmidt nahm den Ratschlag seines MannschaftsfĂŒhrers an, dass der Zeitpunkt gekommen sei aufzugeben.

Die ESG IV konnte heute ĂŒberzeugend  gegen Solingen VIII mit 5,5 zu 2,5 gewinnen und wieder Kurs auf die Tabellenspitze nehmen. Am 4. Februar geht es dann nach Ronsdorf.

[thf]

ESG IV verteidigt erfolgreich die TabellenfĂŒhrung

ESG IV vs SC Vohwinkel II 6:2

Obwohl stark ersatzgeschwĂ€cht (ohne Martin Keller, Samuel Haringer und Thomas Falk) angetreten, haben wir auch im zweiten Spiel ĂŒberzeugend gewonnen.
Los ging es direkt mit einem kampflosen Punktgewinn fĂŒr RĂŒdiger Horn an Brett 1. Es folgte ein Remis von Yadolla Zargari an Brett 3. Er hatte sich durch ein schönes LĂ€uferopfer etwas mehr vorgestellt, musste aber dann das Remis durch Dauerschach erzwingen.

Als nÀchstes punktete RenÚ Niebergall am Brett 5. Auch hier ging eine sehr schöne Opferkombination voraus.

Federn lassen musste dann am Brett 8 unser Nachwuchsspieler Hendrik Mordos von der ESG V. Joseph Komeinda an 4 remisierte und Fabio Santiago an 2 brachte seine Partie problemlos nach Hause. Er hatte bereits im Mittelspiel eine Figur gewonnen.

Nun stand es 4 : 2 fĂŒr uns.

Benedikt Abel an Brett 7 gelang dann eine schöne Grundlinienmatt-Kombination und machte den Sack zu.

Udo Königs Sieg an Brett 6 war dann noch eine Verschönerung des Erfolges.

[RĂŒdiger Horn]

Frisch vom Bord…

… munter ans Board setzte sich heute Udo König fĂŒr die Vierte der Elberfelder Schachgesellschaft gegen SW Remscheid. Hatte doch Spiel- und Mannschaftsleiter Thomas Falk im Sommer Udo dazu ĂŒberreden können, nach einjĂ€hriger Pause (mit vielen Kreuzfahrten) sich wieder fĂŒr die Vierte aufstellen zu lassen, wenn auch nur als Ersatz.

Ersatz war dringend nötig an diesem Wahlsonntag; denn gleich zwei Stammspieler und der zweite Ersatzspieler Benedikt Abel sagten ab. Auch viele Spieler der FĂŒnften waren verhindert, so dass Thomas froh war, mit Udo und Kevin Born mit voll besetzten Brettern nach Remscheid fahren zu können; denn Remscheid hatte um Verlegung auf den 17. September gebeten. Aber fĂŒr diesen Spieltag war keine Mannschaft zusammen zu bekommen.

Und wie so oft machte der Mannschaftsleiter Thomas Falk gegen Ernst Casbach den Anfang mit den weißen Figuren, die dem schwarzen König schon frĂŒh auf dem Leib rĂŒckten.

Falk vs Casbach nach 25. Lxd5

Casbach setzte mit 25… Dxb4 fort, was Thomas mit 26. Dxb4, Txb4; 27. Lf3 beantwortete. Im 41. Zug gab Casbach zum 0:1 fĂŒr die ESG IV auf.

Nur wenig spÀter steuerte Martin Keller einen weiteren ZÀhler hinzu, der seine Stellung gegen Koslowski kontinuierlich verbessern konnte, bevor er im 32. Zug zum Schlussakkord ansetzte.

Keller vs Koslowski nach 32. Tcb1

War der Druck auf die schwarze Stellung zu groß. Es folgten 32… g4; 33. Lxc6, Lxc6; 34. Txb8. Martin erhöhte damit auf 0:2.

Am Brett 8 der ESG IV nahm der junge Spieler der FĂŒnften, Kevin Born, Platz und entpuppte sich als freudige und positive Überraschung. Ihm gegenĂŒber ebenfalls ein Jugendlicher, Erik Vöpel. So entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, in der die Waagschalen hin und her wogen. Unter hochgradiger Mattdrohung gelang es Kevin seinem Gegner so viel Sand in die Augen zu streuen,

Vöpel vs Born nach 37… Tc8

dass dieser die Mattkombination nicht sah, sondern die Dame mittels 38. Dxd7 einstellte. Im anschließenden Endspiel ließ Kevin nichts mehr anbrennen und promovierte seine drei Bauern souverĂ€n nach vorne zum 0:3.

Als nÀchster reihte sich RenÚ Niebergall ein, seine SchÀfchen ins Trockene zu bringen, und tat sich dabei ein bisschen schwer.

Heemels vs Nibergall nach 19…Tag8

… und hatte mĂ€chtig Angst vor dem Freibauern, der sich aus der Abwicklung 20… gxf6; 21. Txg1, Txg1; 22. Txg1 entwickelte. Doch sein König auf g7 konnte den Bauern, der es noch auf f7 schaffte, unterstĂŒtzt vom LĂ€ufer auf g6, zuverlĂ€ssig aufhalten und somit das Mannschaftsremis sichern.

Der Blick auf die verbleibenden vier Bretter ließ Hoffnung aufkeimen, dass es nicht nur beim Remis bleiben wĂŒrde/könnte, sondern dass da mehr drin ist. Und so war es dann Samuel Haringer am Brett 2, der den Mannschaftssieg sicherte,

Lai vs Haringer nach 35… Lc7

indem Lai die Mattdrohung auf der Grundreihe ĂŒbersah und arglos 36. Te7 spielte.

Wenig spÀter konnte auch Fabio Santiago am Brett 3 eine Erfolgsmeldung zum 0:6 machen. Damit hÀtte die vierte mindestens ein so gutes Ergebnis wie die Erste und die Dritte vom vergangenen Sonntag, und leichte Hoffnungen kamen auf, man könnte heute mit einem Kantersieg nach Hause fahren. Doch die Hoffnungen platzten am Brett Josef Komeindas, der sich im Stollwerks Mattnetz verstrickte.

Den Schlusspunkt fĂŒr die ESG IV setzte dann Udo König mit einem Sieg zum 7:1 Mannschaftssieg, der zeigte, dass er auf den Kreuzfahrten des letzten Jahres nichts verlernt hat. Ein solch hoher Sieg musste natĂŒrlich im Loher Grill gefeiert werden.

Am Sonntag, den 22. Oktober empfÀngt die ESG IV den Vohwinkeler SC

[thf]

Wiedergutmachung…

… war heute fĂŒr die ESG IV angesagt fĂŒr die bittere 1:5 Niederlage gegen Lennep I aus der letzten Saison. Doch das ist keine leichte Aufgabe; spielen doch mit Erik Stokkentreeff und Frank Frese zwei 1700er an den ersten beiden Brettern. Da galt die Devise: vorne remis halten und hinten punkten – auch das keine leichte Aufgabe, denn die ESG IV musste heute stark ersatzgeschwĂ€cht antreten. Nicht nur Starersatzspieler Markus Biedermann sprang fĂŒr den verhinderten RenĂš Niebergall ein, sondern auch das bekannte Ersatzduo Benedikt-Norbert von der ESG V, die schon gegen Remscheid brillierten und kurzfristig fĂŒr den erkrankten Fabio Santiago und den kurzfristig verhinderten Yadi Zargari einsprangen.

So kam es zu einer frĂŒhen Punkteilung am Brett 6 zwischen Ramsel und Markus Biedermann, und das zweite remis folgte am Brett 1 zwischen Bernd MĂŒhlinghaus und Stokkentreeff – Mission erfĂŒllt: das Spitzenbrett nicht verloren.

Zur selben Zeit zog Frese am Brett 2 gegen Martin Keller in der folgenden Stellung nach 16…Sf6

17. Sd2, und Martin antwortete mit 17…. Sxd2. Es folgten noch 18. Kxd2, Se4+;  19. Kc1, Dxh4 und Aufgabe. So ging die ESG IV dann mit 2:1 in FĂŒhrung, und MannschaftskapitĂ€n Thomas Falk am Brett 5 legte nach. Nachdem sein GegenĂŒber, Klaus Koch, 21…Lc4+ zog,

Falk vs Koch nach 21. Sc6

ĂŒberlegte Thomas zwei Sekunden, wohin sein König ziehen könnte, bevor er 22. Txc4 fand, und Koch verfiel in minutenlanges Nachdenken und setzte mit 22… Lxf4; 23.Sxd8, bxc4; 24.exf4. Es brauchte nochmals 26 ZĂŒge, bevor schwarz aufgab.

Etwas weniger erfreulich sah es am Brett 8 aus, an dem Norbert in einer passiven Stellung gegen einen Mehrbauern kĂ€mpfte. Umso erfreulicher und ĂŒberraschend kam das Remisangebot von Ungermann, das Norbert sofort annahm. Sein Mannschaftskollege Benedikt Abel konnte dagegen eine vorteilhafte Stellung gegen Stracke erreichen, die er immer mehr ausbaute, und dann aus folgender Stellung nach 52…Ta2

Abel vs Stracke nach 52…Ta2

zum Mattagriff mit 53. Tf1+, Ke4; 54. T7xf5, Kd3; 55. T5f3+, Kc2; 56. T3f2+ und Aufgabe ĂŒberging und die Begegnung fĂŒr die ESG entschied. Es verblieben nur noch zwei Bretter, am Brett 3 Samuel Haringer gegen Hosniak und am Brett 4 Josef Komeinda gegen MĂŒller. Der Blick auf die Bretter war vielversprechend. In aussichtsreicher Stellung nach 25… Ta5

Haringer vs Hosniak nach 25…Ta5

konnte Samuel mit 26. Txb4, Txd5; 27. Dxd5, Dxb4 und 28. Lc5 alles klar machen. Auch Josef Komeinda hatte anfangs einen Mehrbauern, den er sich jedoch wieder abluchsen ließ und zu guter letzt mit einem Minusbauern ums remis kĂ€mpfte.

MĂŒller vs Komeinda – schwarz am Zug

War hier fĂŒr sein GegenĂŒber MĂŒller mehr als ein remis drin? Anscheinend wollte er es zĂŒgelang nicht einsehen, aber am Ende war es nur ein remis.

So zeigte sich heute die ESG wieder in TOP-Form und konnte mit einem 6:2-Erfolg wieder zur Tabellenspitze anschließen. Am 5. MĂ€rz empfĂ€ngt die ESG IV dann Solingen VIII.

[thf]

Drei HoffnungstrĂ€ger, …

… Martin Keller, Samuel Haringer und Fabio Santiago, verstĂ€rken den Kader der ESG IV in der neuen Saison nach dem Aufstieg aus der zweiten Bezirksklasse, in der an sechs Brettern gespielt wird, in die erste, in der an acht Brettern gespielt wird.

Leider setzt der Topscorer der letzten Saison Udo König in dieser Saison aus, so dass die ESG IV wie auch schon in der letzten Saison nur mit einem Stammspieler, Markus Biedermann, spielt, der heute fĂŒr den verhinderten RenĂš Niebergall zum Einsatz gegen Mettmann Sport II kam.

Die Mettmanner waren so freundlich, ihre SpielstĂ€tte zur VerfĂŒgung zu stellen, damit die ESG IV und die ESG I nicht gleichzeitig im Luftschloss spielen mĂŒssen. Zudem zeigte der Mettmanner MannschaftsfĂŒhrer, Joachim Döhring, sportliches Fair-Play, als er dem MannschaftsfĂŒhrer der ESG IV, Thomas Falk, am Freitag mitteilte, dass das erste Brett unbesetzt bleiben wird. Dadurch brauchte Bernd MĂŒhlinghaus sich nicht ans Brett setzten, sondern gewann die Partie kampflos.

Die Punkte fĂŒr die ESG IV wurden schnell an den unteren Brettern gemacht: an Brett 8 durch Markus Biedermann gegen Heinz MĂŒller, an Brett 7 durch Thomas Falk gegen Leonie Mueller, an Brett 6 durch Josef Komeinda gegen Nikolas Erhard, sowie an Brett 5 durch Yadollah Zargari gegen David Nelles; und die ESG IV lag mit 5:0 in FĂŒhrung und hatte damit den Mannschaftssieg in der Tasche.

Jetzt lagen die Hoffnungen und Blicke auf den neuen, Martin, Samuel und Fabio. WĂŒrden sie die Erwartungen erfĂŒllen können und die Aussicht auf den Klassenerhalt nĂ€hren können ? Relativ leichtes Spiel hatte Fabio Santiago am Brett 4 gegen Lukas Köhn. Am Ende gelang es Lukas Köhn noch, sich mit seinem König vor Fabio und dem drohenden Matt in den gegnerischen Reihen zu verstecken, bevor es Fabio dann schließlich gelang, den gegnerischen König aufs freie Feld zu jagen und ihn auf seiner eigenen Grundreihe mattzusetzen; und Fabio erhöhte damit auf 6:0 fĂŒr die ESG IV

Nicht ganz so einfach hatte es Martin am Brett 2 gegen Manfred Otto. Zwar dominierte Martin die Geschehnisse auf dem Brett, doch konnte sein GegenĂŒber lange gegenhalten und sogar den Ausgleich erzielen, bis ihm in der folgenden Stellung

Keller vs Otto nach 42. b4

das GlĂŒck Caissa verließ und 42. … Tg4 zog (42. Lc6 wĂŒrde noch die Bauern am DamenflĂŒgel aufhalten [+ 1, laut Shredder], was Martin konsequent mit 43. Tf7 beantwortete. Zwei ZĂŒge spĂ€ter gab Otto auf.

Sollte das etwa doch noch ein Kantersieg werden ? Doch sah das nicht danach aus, dass Samuel Haringer am Brett 3 gegen Joachim Döhring den achten Punkt holen wĂŒrde, nachdem er  im 14. Zug nicht ganz korrekt einen Springer fĂŒr zwei Bauern opferte, bekam jedoch dafĂŒr ein bisschen Initiative und erreichte nach 26. Lg5 folgende Stellung

Döhring vs Haringer nach 26. Lg5
Döhring vs Haringer nach 26. Lg5

und zog 26. … f6. Shredder schlĂ€gt hier 26. … Le6 mit Ausgleich vor. Zwar gelang es Samuel noch, den etwas verirrten und abgeschnittenen weißen Springer zu erobern, doch verlor er dabei wichtige ZĂŒge am KönigsflĂŒgel und konnte das Eindringen der weißen TĂŒrme nicht verhindern.

So konnte die ESG IV heute mit einem kleinen Schönheitsfehler wertvolle Mannschafts- und Brettpunkte gegen Mitaufsteiger und direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt aus dem Neanderthal an die Wupper holen.

Am 16. Oktober geht es dann zur BSW VI.

[thf]