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Vorgeschmack

Heute beendete die ESG IV als letzte der Elberfelder Mannschaften die Schachsaison 2016/17. Obwohl es um nichts mehr ging, hatte die ESG IV doch einen sicheren Platz in der Tabellenmitte, sicher vor den Ab- und Aufstiegsplätzen entfernt, trat die ESG IV in Stammbesetzung an; wollte man doch den Gästen aus Vonkeln einen Vorgeschmack auf den Dreikampf am 1. Juli in Vonkeln geben und schon mal Ansprüche für die kommende Saison anmelden.

Auch die Vonkelner traten stark mit nur zwei Ersatzspielern an, und Mannschaftsführer Thomas Falk, am Brett 7, hielt sich an die Vereinbarung, die er mit Mannschaftskollegen Samuel Haringer getroffen hat: die gleiche Leistung wie am Freitag abzurufen. Beide trafen am Freitag im Halbfinale des Vereinspokals aufeinander, in dem erst die dritte Blitzpartie die Entscheidung zugunsten Samuels über den Einzug ins Finale entschied. Interessant, dass alle Partien mit den schwarzen Figuren gewonnen wurden. So führte Thomas auch heute souverän die schwarzen Figuren gegen den jungen David Siegler. Im 30. Zug drangen die schwarzen Figuren über die d-Linie ein und wenige Züge später folgte die Aufgabe der weißen Figuren: 1:0 für die ESG.

Es folgten zwei Remisen von Fabio Santiago am Brett 4 gegen Möller und von Yadollah Zargari am Brett 5 gegen Ludwig. Auch Martin Keller am Brett 2 bekam ein Remis-Angebot von Söhngen, lehnte jedoch erst einmal ab, ob des unklaren Ausganges an den anderen Brettern; am Brett 8 konnte Renè Niebergall eine Leichtfigur erobern, stellte dann jedoch seinen Springer ein: Bauer zieht vor, gibt die Diagonale der Dame auf den König frei und greift gleichzeitig den Springer ein. Am Brett 6 wickelte Josef Komeinda ein ausgeglichenes Mittelspiel unglücklich ab und sah sich im Endspiel mit König und Springer, König, Läufer und zwei unverbundene Bauern gegenüber.

Währenddessen konnte Bernd Mühlinghaus am Spitzenbrett seine Partie gegen Gerhard gewinnen und auf 3:1 für die ESG erhöhen. Zum Glück erholte sich Renè von dem Schock, eine Leichtfigur leichtsinnig eingestellt zu haben, und fand den Weg, die Partie zu gewinnen. Auch Josef gelang eine Springergabel zwischen König und Läufer, und sein Gegenüber Gernot Krakat willigte nun endlich in ein Remis ein. Am Brett 2 fand dann Martin eine Kombination, ebenfalls eine Leichtfigur zu gewinnen, und Söhngen gab auf.

Es spielte nun noch Samuel am Brett 2, ebenfalls mit den siegbringenden schwarzen Figuren, und rief die gleiche gute Leistung vom Freitag ab. Als nun ESG-IV-Spieler a.D. Udo König, der die Geschicke der ESG im Internet verfolgt, vorbeikam, um seinen Mannschaftskollegen moralisch beizustehen, jagte Andreas Etzel am Brett 3 den schwarzen König mit Turmschachs von der Grundreihe ins Zentrum.

Etzel vs Haringer nach 40…Kc5

Auch nach 40. Tg6+, Kc5, zog er wohl automatisch 41. Tg5+ und ließ den schwarzen König auf das wichtige Feld d4. 41. Ke3 hätte das Eindringen des schwarzen Königs in die weiße Stellung verhindert. Die Aufgabe wegen des nichtabzuwendenden Matts folgte auf dem Fuße. Samuel erhöhte somit zum Endstand auf 6,5:1,5. So konnte die ESG IV mit einer guten Leistung eine erfolgreiche Saison abschließen.

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Wiedergutmachung…

… war heute für die ESG IV angesagt für die bittere 1:5 Niederlage gegen Lennep I aus der letzten Saison. Doch das ist keine leichte Aufgabe; spielen doch mit Erik Stokkentreeff und Frank Frese zwei 1700er an den ersten beiden Brettern. Da galt die Devise: vorne remis halten und hinten punkten – auch das keine leichte Aufgabe, denn die ESG IV musste heute stark ersatzgeschwächt antreten. Nicht nur Starersatzspieler Markus Biedermann sprang für den verhinderten Renè Niebergall ein, sondern auch das bekannte Ersatzduo Benedikt-Norbert von der ESG V, die schon gegen Remscheid brillierten und kurzfristig für den erkrankten Fabio Santiago und den kurzfristig verhinderten Yadi Zargari einsprangen.

So kam es zu einer frühen Punkteilung am Brett 6 zwischen Ramsel und Markus Biedermann, und das zweite remis folgte am Brett 1 zwischen Bernd Mühlinghaus und Stokkentreeff – Mission erfüllt: das Spitzenbrett nicht verloren.

Zur selben Zeit zog Frese am Brett 2 gegen Martin Keller in der folgenden Stellung nach 16…Sf6

17. Sd2, und Martin antwortete mit 17…. Sxd2. Es folgten noch 18. Kxd2, Se4+;  19. Kc1, Dxh4 und Aufgabe. So ging die ESG IV dann mit 2:1 in Führung, und Mannschaftskapitän Thomas Falk am Brett 5 legte nach. Nachdem sein Gegenüber, Klaus Koch, 21…Lc4+ zog,

Falk vs Koch nach 21. Sc6

überlegte Thomas zwei Sekunden, wohin sein König ziehen könnte, bevor er 22. Txc4 fand, und Koch verfiel in minutenlanges Nachdenken und setzte mit 22… Lxf4; 23.Sxd8, bxc4; 24.exf4. Es brauchte nochmals 26 Züge, bevor schwarz aufgab.

Etwas weniger erfreulich sah es am Brett 8 aus, an dem Norbert in einer passiven Stellung gegen einen Mehrbauern kämpfte. Umso erfreulicher und überraschend kam das Remisangebot von Ungermann, das Norbert sofort annahm. Sein Mannschaftskollege Benedikt Abel konnte dagegen eine vorteilhafte Stellung gegen Stracke erreichen, die er immer mehr ausbaute, und dann aus folgender Stellung nach 52…Ta2

Abel vs Stracke nach 52…Ta2

zum Mattagriff mit 53. Tf1+, Ke4; 54. T7xf5, Kd3; 55. T5f3+, Kc2; 56. T3f2+ und Aufgabe überging und die Begegnung für die ESG entschied. Es verblieben nur noch zwei Bretter, am Brett 3 Samuel Haringer gegen Hosniak und am Brett 4 Josef Komeinda gegen Müller. Der Blick auf die Bretter war vielversprechend. In aussichtsreicher Stellung nach 25… Ta5

Haringer vs Hosniak nach 25…Ta5

konnte Samuel mit 26. Txb4, Txd5; 27. Dxd5, Dxb4 und 28. Lc5 alles klar machen. Auch Josef Komeinda hatte anfangs einen Mehrbauern, den er sich jedoch wieder abluchsen ließ und zu guter letzt mit einem Minusbauern ums remis kämpfte.

Müller vs Komeinda – schwarz am Zug

War hier für sein Gegenüber Müller mehr als ein remis drin? Anscheinend wollte er es zügelang nicht einsehen, aber am Ende war es nur ein remis.

So zeigte sich heute die ESG wieder in TOP-Form und konnte mit einem 6:2-Erfolg wieder zur Tabellenspitze anschließen. Am 5. März empfängt die ESG IV dann Solingen VIII.

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Auf den Boden der Tatsachen…

… brachten heute die Gäste von SK Tornado II die erfolgstverwöhnte ESG IV, dass man nur eine Aufstiegsmannschaft sei, und stoppte (hoffentlich nur vorerst) den Höhenflug der ESG IV. Beide Mannschaften traten nur mit sieben Spielern an, so dass es nach dreißig Minuten 1:1 lautete.

Am Brett 6 glaubte Mannschaftsführer Thomas Falk mit den weißen Figuren an einen ungedeckten Läufer auf d6 nach 15…. Ld7

Falk vs Frericks nach 15. ... Ld7

Falk vs Frericks nach 15. … Ld7

und zog Sxf7 und übersah, dass nach Lxa4, der Läufer auf d6 nicht mehr ungedeckt ist. Nach dem 62. Zug war die schwarze Bauernumwandlung in eine Dame nicht mehr aufzuhalten, und Thomas gab auf.

Deutlich mehr Glück hatte Renè Niebergall am Brett 7, der die Qualle geben musste, sah aber dann eine Mattkombination, die zum Glück sein Gegenüber Herbergs mit den weißen Figuren nicht sah, als er nach 30…. De7 das Matt mittel Dh4 verhindern wollte…

Herbergs vs Niebergall nach 30. ... De7

Herbergs vs Niebergall nach 30. … De7

und zog 31. De1, was Renè promt mit Txd1 beantwortet, um die Dame nach d1 und von h4 zu locken, was dann auch geschah, so dass Renè  Dxe1 mit Dh4 # quittierte.

Weniger Glück hatte Markus am Brett 8, der kurz danach die Parie verloren geben musste, so dass es 2:1 für Tornado stand. An den noch laufenden Brettern von Bernd Mühlinghaus, Samuel Haringer und Yadollah Zargari sah es nicht nach einem Sieg für die ESG aus. Als erster willigte Yadi in ein remis ein, nachdem er anfangs schlechter stand, die Partie jedoch wieder in Remisbreite holte.

Die Hoffnungen lagen nun für die ESG IV auf den beiden Spitzenbrettern. Am Brett 2 kam Samuel mit weiß nach anfangs verlustiger Stellung zu folgender vorteilhaften Stellung nach 25…. Dc5

Haringer vs Andriske nach 25. ... Dc5

Haringer vs Andriske nach 25. … Dc5

und zog 26. Se6 und übersah Lxe3, was nicht mit Dxe3 wegen Tf2+ beantwortet werden kann. Der Computer schlägt 26. Te1 vor. Samuel kämpfte noch tapfer weiter, während Bernd am Brett 1 mit schwarz den Gewinnzug suchte. Mehrmals war sein Springer schon auf e1 aufgetaucht, doch schien es irgendwie nicht weiter zu gehen, so dass man sich in folgender Stellung

Mühlinghaus vs Nahr - Schlussstellung

Mühlinghaus vs Nahr – Schlussstellung

trotz schwarzen Mehrbauerns auf ein remis einigte. Währenddessen kämpfte Samuel verbissen weiter, doch die schwarze Übermacht war zu groß, so dass auch er die Partie verloren geben musste. Tornado konnte heute verdient mit 5:3 gegen die ESG IV gewinnen.

Im neuen Jahr geht es dann am 15. Januar nach Remscheid.

Den Kurs halten…

… musste die Devise der ESG IV in der Begegnung in der ersten Bezirksklasse gegen Mitaufsteiger BSW VI heißen, will man sich von den Abstiegsplätzen entfernen.
In der vergangenen Saison reichte es nur für 3:3 Unentschieden (die zweite Bezirksklasse spielt nur an sechs Brettern). Wie würde sich BSW VI verstärkt haben, an den vorderen oder eher an den hinteren Brettern ?
Die ESG IV hat sich, trotz Aussetzens des Topscorers der zweiten Bezirksklasse der vergangenen Saison Udo König, an der vorderen Brettern mit Martin Keller, der leider am Sonntag verhindert war, Samuel Haringer und Fabio Santiago verstärkt. Und nun traf man auf bekannte Gesichter – Kluge, Schillings, Reichmann, Schnatz, Overhoff und Doolan.
Ein Blick auf die DWZ-Liste lässt die ESG IV als Favoriten dastehen, doch zählt in der Bezirksklasse eher die Tagesform als eine Jahres-DWZ.

Und so endeten dann auch die ersten Partien im remis: Yadollah Zargari gegen Klaus Schillings, Fabio Santiago gegen Horst Reichmann und Thomas Falk gegen Gerhard Schnatz. Auch Samuel Haringer wurde ein remis angeboten, der sich dann nach einer kurzen Abstimmung mit dem Mannschaftsführer entschloss, erst einmal weiterzuspielen.
Währenddessen konnte Renè Niebergall am Brett 7 mit den weißen Figuren druckvoll gegen Elmar Decker spielen und glaubte in der folgenden Stellung

Niebergall vs Decker

Niebergall vs Decker

mit der Kombination 18. Dxd7, Lxd7; 19. Txc7 einen Bauern zu erobern; doch schwarz antwortete dann mit 19. …Lc6, eigentlich nur um den Bauern auf b7 zu schützen, wie er später zu verstehen gab, nahm aber mit diesem Zug den Turm komplett aus dem Spiel. Vielleicht hätte man versuchen sollen, die Qualität zu opfern, dann wäre wenigstens auch der Läufer aus dem Spiel gewesen. Renès Aufgabe ließ nicht lange auf sich warten.

Der Ausgleich lag auf Brett acht zwischen Markus Biedermann und Frank Doolan. Markus konnte nicht nur ein, zwei Bauern erobern, sondern gar einen ganzen Springer obendrein. So versuchte er dann die Jongliereinlage, mit Springer und Dame den gegnerischen König (die Dame und eine diagonale Dreierbauernkette als Bodyguard dabei) matt zu setzen, anstatt die Königsstellung abzuschließen und den Freibauern zur Grundlinie zu schicken. Und dann fiel der Jonglierball zu Boden – Markus konnte kein Schach mehr geben, wollte die Dame besser stellen und übersah einen Bauernzug, der sowohl Schach gab, als auf die Reihe für die eigene Dame auf die gegnerische ungedeckte Dame freigab – Aufgabe !

Damit führte BSW mit 3,5 zu 1,5 Punkten vor den letzten drei laufenden Partien Bernd Mühlinghaus gegen Hans Kluge, Samuel Haringer gegen Achim Overländer und Josef Komeinda gegen Wolfgang Overhoff, die alles andere als klar waren. Doch glücklicherweise konnte Samuel seine Stellung stetig verbessern und, nachdem sein Gegenüber eine Springergabel zwischen König und Bauer übersah, auf die Siegesstraße einbiegen – der erste Sieg für die ESG IV, und Josef Komeinda legt zum Ausgleich mit einem Sieg über Overhoff nach.

Nun lagen die Geschicke der ESG IV allein in den Hände von Bernd Mühlinghaus (mit weiß), und es sah nicht danach aus, dass es zu einer baldigen Entscheidung auf dem Brett gegen Hans Kluge kommen würde, so dass der BSW-Kapitän Gerhard Schnatz seinem Gegenüber (nicht nur am Brett) Thomas Falk ein remis anbot; dieser vertraute jedoch seinem Mannschaftskameraden Bernd, im Sinne der Mannschaft zu handeln und die richtige Entscheidung, weiterkämpfen oder remis bieten, zu treffen. Und so war Caissa dieses Mal auf Seiten der ESG; denn Bernd erreichte nach 23. … Lf8 die folgende Stellung,

Mühlinghaus vs Kluge nach 23. ... Lf8

Mühlinghaus vs Kluge nach 23. … Lf8

in der er noch maskiert auf der d-Linie massiv Druck ausübt und diesen mit dem Springerzug 24. Sf3 (Se6 wäre genauer) entspannt. Kluge übersah wohl die weiße Drohung, tief mit der Dame ins schwarze Lager einzudringen. Vielleicht glaubte er, er könne die Dame einfangen und spielte 24. …h6 und Bernd drang mit 25. Dd7 ins schwarze Lager ein. Es folgten dann noch 25. …Sb7 (Te7 wäre etwas besser, doch die Stellung ist schon kaputt); 26. Dxf7, Lg7; 27. Td7 und Aufgabe.

So trug dann verdient/glücklich, darüber mögen andere philosophieren, die ESG IV den zweiten Sieg der Saison nach Hause.

Am 4. Dezember empfängt die ESG IV SK Tornado II im Luftschloss.

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Drei Hoffnungsträger, …

… Martin Keller, Samuel Haringer und Fabio Santiago, verstärken den Kader der ESG IV in der neuen Saison nach dem Aufstieg aus der zweiten Bezirksklasse, in der an sechs Brettern gespielt wird, in die erste, in der an acht Brettern gespielt wird.

Leider setzt der Topscorer der letzten Saison Udo König in dieser Saison aus, so dass die ESG IV wie auch schon in der letzten Saison nur mit einem Stammspieler, Markus Biedermann, spielt, der heute für den verhinderten Renè Niebergall zum Einsatz gegen Mettmann Sport II kam.

Die Mettmanner waren so freundlich, ihre Spielstätte zur Verfügung zu stellen, damit die ESG IV und die ESG I nicht gleichzeitig im Luftschloss spielen müssen. Zudem zeigte der Mettmanner Mannschaftsführer, Joachim Döhring, sportliches Fair-Play, als er dem Mannschaftsführer der ESG IV, Thomas Falk, am Freitag mitteilte, dass das erste Brett unbesetzt bleiben wird. Dadurch brauchte Bernd Mühlinghaus sich nicht ans Brett setzten, sondern gewann die Partie kampflos.

Die Punkte für die ESG IV wurden schnell an den unteren Brettern gemacht: an Brett 8 durch Markus Biedermann gegen Heinz Müller, an Brett 7 durch Thomas Falk gegen Leonie Mueller, an Brett 6 durch Josef Komeinda gegen Nikolas Erhard, sowie an Brett 5 durch Yadollah Zargari gegen David Nelles; und die ESG IV lag mit 5:0 in Führung und hatte damit den Mannschaftssieg in der Tasche.

Jetzt lagen die Hoffnungen und Blicke auf den neuen, Martin, Samuel und Fabio. Würden sie die Erwartungen erfüllen können und die Aussicht auf den Klassenerhalt nähren können ? Relativ leichtes Spiel hatte Fabio Santiago am Brett 4 gegen Lukas Köhn. Am Ende gelang es Lukas Köhn noch, sich mit seinem König vor Fabio und dem drohenden Matt in den gegnerischen Reihen zu verstecken, bevor es Fabio dann schließlich gelang, den gegnerischen König aufs freie Feld zu jagen und ihn auf seiner eigenen Grundreihe mattzusetzen; und Fabio erhöhte damit auf 6:0 für die ESG IV

Nicht ganz so einfach hatte es Martin am Brett 2 gegen Manfred Otto. Zwar dominierte Martin die Geschehnisse auf dem Brett, doch konnte sein Gegenüber lange gegenhalten und sogar den Ausgleich erzielen, bis ihm in der folgenden Stellung

Keller vs Otto nach 42. b4

das Glück Caissa verließ und 42. … Tg4 zog (42. Lc6 würde noch die Bauern am Damenflügel aufhalten [+ 1, laut Shredder], was Martin konsequent mit 43. Tf7 beantwortete. Zwei Züge später gab Otto auf.

Sollte das etwa doch noch ein Kantersieg werden ? Doch sah das nicht danach aus, dass Samuel Haringer am Brett 3 gegen Joachim Döhring den achten Punkt holen würde, nachdem er  im 14. Zug nicht ganz korrekt einen Springer für zwei Bauern opferte, bekam jedoch dafür ein bisschen Initiative und erreichte nach 26. Lg5 folgende Stellung

Döhring vs Haringer nach 26. Lg5

Döhring vs Haringer nach 26. Lg5

und zog 26. … f6. Shredder schlägt hier 26. … Le6 mit Ausgleich vor. Zwar gelang es Samuel noch, den etwas verirrten und abgeschnittenen weißen Springer zu erobern, doch verlor er dabei wichtige Züge am Königsflügel und konnte das Eindringen der weißen Türme nicht verhindern.

So konnte die ESG IV heute mit einem kleinen Schönheitsfehler wertvolle Mannschafts- und Brettpunkte gegen Mitaufsteiger und direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt aus dem Neanderthal an die Wupper holen.

Am 16. Oktober geht es dann zur BSW VI.

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ESG IV – Mannschaftskampf 2016

Die neue Saison 2016/17 nähert sich, in der die ESG IV wieder erstklassig in der Bezirksklasse spielt und sich dafür mit Martin Keller, Samuel Haringer und Fabio Santiago verstärkt hat, auf die man sich mit einem kleinen internen Turnier vorbereiten wollte.

So sind dann heute sechs Spieler der ESG IV ins Luftschloss gekommen, um sich zum einen (besser) kennen zu lernen und zum anderen um sich mit den Mannschaftskameraden zu messen, die normalerweise auf der gleichen Seite des Tisches spielen. Mit fünzehnminütigen Schnellschachpartien jeder gegen jeden wurde die Mannschaftsmeisterschaft ausgetragen, die viele Überraschungen hervorbrachte, so dass das Teilnehmerfeld am Ende nach fünf Runden ganz eng bei einander lag: drei Punkte bedeutete die obere Tabellenhälfte, zwei Punkte die untere Tabellenhälfte, so dass immer die Feinwertung über die Plazierung entschied.

Nach fünf Runden konnte Mannschaftsführer Thomas Falk mit der besseren Feinwertung das Turnier vor Bernd Mühlinghaus, beide trennten sich in der letzten Runde mit einem verdienten remis voneinander, und Martin Keller für sich entscheiden. Auf den weiteren Plätzen der Tabelle Renè Niebergall, Markus Biedermann und Josef Komeinda.

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Interner ESG IV Mannschaftskampf

Schachfreunde der ESG IV,

zur Einstimmung auf die neue Saison (nun nach dem zweiten Tabellenplatz wieder in der 1. Bezirksklasse des Bergischen Landes, in der wir nun auch wieder an acht Brettern spielen werden, für die wir uns ein wenig verstärkt haben) möchten wir ein kleines, feines und internes Schnellschachturnier am Sonntag, den 17. Juli 2016 um 10:00 veranstalten. Näheres findet Ihr hier. Zuschauer und Talentsucher sind natürlich auch herzlich eingeladen.

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Schaulaufen…

… war heute für die Spieler der ESG IV beim Tabellenvorletzten Velbert III angesagt; denn es ging um nichts mehr, konnte man doch im vorletzten Mannschaftskampf der Saison mit einem Sieg über Ronsdorf die Erstklassigkeit für die nächste Saison klarmachen. Dennoch darf man seinen Gegner nicht unterschätzen; denn der vorletzte Tabellenplatz von Velbert III ist vor allem der Ersatzschwäche geschuldet – nicht nur einmal musste ein Brett freigelassen werden.

So hat Velbert heute alle Bretter besetzt, auch wenn es für sie genauso wenig noch um etwas ging; denn wie die ESG IV unverrückbar auf dem zweiten Tabellenplatz stand und steht, so stand und steht Velbert unverrückbar auf dem vorletzten Tabellenplatz. So hatte man heute ins Ausweichquartiert in die Musikschule eingeladen, was wohl Yadollah Zargari nicht mitbekommen hatte und statt dessen vor dem Hauptquartier herumirrte, und die ESG IV ging damit nach dreißig Minuten mit 1:0 in Rückstand.

Doch nicht für lange, denn kurz darauf konnte Mannschaftsführer Thomas Falk am Brett 5 den Anschlusstreffer erzielen.

Falk vs Petersdorf nach 11. Dxe3

Falk vs Petersdorf nach 11. Dxe3

Droht hier etwa mehr als nur Dxa7 ? Sein Gegenüber Lion Petersdorf glaubte nicht daran, wie er in der nachträglichen Analyse erklärte, dass die Dame allein matt setzen könnte, dass es einer Hilfsfigur, wie zum Beispiel eines Springer, bedarf und glaubte vielmehr an ein Gegenspiel auf dem Königsflügel. So spielte Lion dann auch 11. … d5 ??, und Thomas rückte mit 12. Dxa7 dem König gefährlich nahe, der nun ein Schlupfloch brauchte, aber es kam 12. … Tdf8 und das Matt mit 13. Da8.

Am Brett 4 sah es für Josef Komeinda mit den schwarzen Figuren gegen Simon Hülsemeyer ebenfalls sehr vielversprechend aus. Schon frühzeitig beherrschte Josef die Partie und konnte dann die Partie

Hülsemeier vs Komeinda nach 18. ... Sd7

Hülsemeier vs Komeinda nach 18. … Sd7

für sich entscheiden, nachdem weiß mit 19. f3 ihm den Springereinfall auf g3 erlaubte. Es folgten dann 20. Dd3, Te3; 21. Dd1, Sxf1; 22. Df1, Lh4. Weiß versuchte nun noch den Turm auf e3 mit 23. Lc1 zu vertreiben, doch dafür war es zu spät, und Josef zog 23. … Dg3+; 24. Kh, Te1 und weiß gab zum Zwischenstand 1:2 auf.

Weniger Glück hatte Markus Biedermann am Brett 6 mit den schwarzen Figuren. Zwar konnte er früh eine Figur gegen Birgit Gillessen gewinnen, doch versäumte er es, von nun an gezielt auf Figurenabtausch zu spielen, sondern versuchte weiterhin, die Partie kompliziert zu halten. So kam Birgit zu Gegenspiel und drang ins schwarze Lager ein. Es drohte nichts konkretes, war jedoch beängstigend, und so sah Markus „Gespenster“ und schlug mit dem Bauern einen sich opfernden Läufer, öffnete damit aber den Weg des gegnerischen Bauern auf den König zu. Das war der Anfang vom Ende – Ausgleich 2:2.

Erfreulich sah es dafür am Brett 3 für Udo König aus, der extra Termine mit seinen Töchtern verschoben hatte, um am Mannschaftskampf der ESG teilzunehmen, ging es für ihn doch um mehr als nur ums Schaulaufen und darum, sich für die 1. Kreisklasse in der nächsten Saison zu empfehlen, sondern um die Krone des Topscorers der Liga. Mit nur einen halben Zähler Differenz auf den Führende, der heute spielfrei hatte, lag er auf Platz 2. Mit einem Sieg würde er die Krone an sich reißen. So dominierte auch er mit den weißen Figuren in der Partie gegen Julius Kanigowski und sah

König vs Kanigowski nach 20. ... Tb8

König vs Kanigowski nach 20. … Tb5

mit 21. Sd5 eine Sprigergabel auf c7, die sein Gegenüber wohl auch sah und seinen König mit 21. … Kd7 aus der Gabel, aber in einen möglichen Abzug durch 22. Tfd1 brachte. Diesen Abzug fürchtend, zum Beispiel durch Se3, zog er den König mit 22. … Ke6 in die Springergabel und gab auf, bevor Udo diesen Zug ausführen konnte, und Udo setzte sich mit 7,5 Punkten aus 8 Partien die Krone des Topscorers auf.

Jetzt bedurfte es lediglich noch eines remis für den Mannschaftssieg; doch ging es in diesem Mannschaftskampf für beide Seiten um nichts mehr. Mannschaftsdisziplin war also nicht wichtig, sondern es gab Raum für persönliche Entfaltung, den Bernd Mühlinghaus anfangs auch gestaltete und so gegen Lukas Röger leicht in Führung kam, aber nicht die zwingenden Züge fand, so dass sechs Bauern, ein Turm und eine Dame auf beiden Seiten auf dem Brett standen – eigentlich eine Remis-Stellung, wie Thomas Falk und Herr Gillessen von Velbert I fand, doch wollte Bernd dem unvermeidlichen remis ausweichen und weiterhin auf Sieg spielen, den er dann verspielte. Am Ende musste sein Turm den König beschützen, während seine Dame abseits auf b3 stand, während der gegnerische Turm und die Dame auf den offenen e- und d-Linien standen. So wurde aus dem Mannschaftssieg mit einem remis am Spitzenbrett nur ein Mannschaftsremis.

Auch wenn es im letzten Mannschaftskampf gegen Velbert nur zu einem Remis reichte, hat die ESG IV eine überaus erfolgreiche Saison gespielt und verdient den Aufstieg in die 1. Bezirksklasse geschafft.

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Nichts anbrennen lassen…

… lautete die Devise der ESG IV im vorletzten Mannschaftskampf der Saison 2015/16 gegen Ronsdorf, denn ein Sieg gegen Ronsdorf dürfte vorzeitig den zweiten Tabellenplatz sichern, der den Aufstieg bedeuten würde. Nur Verfolger Tornado könnte den Aufstieg noch theoretisch streitig machen; doch mussten sie heute in ihrem letzten Mannschaftskampf (die zweite Kreisklasse spielt nur mit neun Mannschaften) ausgerechnet gegen den unangefochtenen Tabellenführer Lennep antreten – ein Sieg wäre mehr als eine Überraschung gewesen.

Studieren von Tabellen und DWZ ist eine Sache – am Brett die theoretische Überlegenheit auszuspielen eine andere. Daher war Mannschaftsdisziplin angesagt, um nichts anbrennen zu lassen. So ist die ESG IV ein weiteres Mal in Stammbesetzung angetreten, um vorzeitig den Aufstieg in die 1. Kreisklasse klarzumachen. Auch Starersatzspieler Markus Biedermann liess es sich nicht nehmen, moralische Unterstützung zu leisten und notfalls sich noch ans Brett zu setzen, sollte jemand kurzfristig verhindert sein.

Am Brett 5 sah sich Thomas Falk dem Vier-Bauernangriff im Königsinder gegenüber. Es gelang ihm, einen Gegenangriff mit der Dame auf dem Damenflügel aufzubauen, so dass sein Gegenüber Oberhaus ihm im 19. Zug remis bot, was Thomas annahm, und so den ersten halben Zähler verbuchte.

Oberhaus vs Falk nach 19. De3

Oberhaus vs Falk nach 19. Dd3

Auch seinem Kollege Yadollah Zargari am Brett 2 wurde durch Schneider frühzeitig remis angeboten, was Yadi zunächst ablehnte und weiterspielte – vielleicht bedeutet ein remis-Angebot ja, dass sein Gegner keine Ideen mehr hätte, doch dem war nicht so, so dass Yadi wenige Züge später in das Remis einwilligte: 1:1.

Sollte das etwa mit den Remisen weitergehen ? Das kann nicht im Sinne der ESG sein. Es müssen Siege auf den Brettern her, und Bernd Mühlinghaus am Brett 1 gab der Begegnung eine andere Richtung, indem sein Gegner Czornyckyj überraschend nach einem Fehlgriff aufgab: 2:1 Und Renè Niebergall am Brett 6 setzte nach, als sein Gegenüber Bickel 18. … fxe5 spielte,

Niebergall vs Bickel nach 18. ... fxe5

Niebergall vs Bickel nach 18. … fxe5

führte er 19. Td1 Sd5??, 20. e4  aus. Im 31. Zug gab Bickel nach einer falschen Abwicklung auf, weil einzügig Matt drohte.  Damit hatten wir das Mannschaftsremis in der Tasche. Das war zwar noch nicht das, was wir brauchten, doch zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Es waren noch zwei Partien offen, da sollte doch noch ein remis drin sein, doch die Partien waren nicht klar. Notfalls müsste der Aufstieg im letzten Mannschaftskampf am 24. April gegen Velbert klar gemacht werden.

Doch Udo König am Brett 3 wollte sich die Option, am 24. April auf eine Geburtstagsfeier zu gehen, offenhalten und spielte gegen den jungen Halbach auf Sieg und konnte nach 23. Ta3

Halbach vs König nach 23. ... Ta3

Halbach vs König nach 23. … Ta3

mit 23. … Lc4, 24. dxc4 Txd1, 25. Lxd1 Txd1, 26. Kf2 Td4 alles klar machen, auch wenn sein Gegenüber von Udo noch eine Endspiel-Übungsstunde einforderte: 4:1. Den Schlusspunkt zum 5:1 konnte dann Josef Komeinda am Brett 4 gegen Boschen setzen, der bei folgender Stellung aufgab.

Komeinda vs Boschen

Komeinda vs Boschen

Damit liegt die ESG IV mit 11 Mannschaftspunkten vor dem letzten Mannschaftskampf am 24. April gegen Velbert sicher auf dem zweiten Tabellenplatz.

Der direkte Wiederaufstieg ist geschafft – Das muss gefeiert werden, und der Verein gibt einen Zuschuss ! 

Cherchez la femme

Nach der herben Niederlage gegen Lennep am Valentinstag musste heute unbedingt ein Sieg gegen Tornado her, wollte man am Traum des direkten Wiederaufstieges festhalten. So ist die ESG IV dann auch heute in Starbesetzung nach Unterbarmen gefahren. Selbst Starersatzspieler Markus Biedermann reiste an, um gegebenenfalls einzuspringen, sollte einer der Stammspieler kurzfristig verhindert sein.

So waren es denn die Tornados, die verhindert waren. Beim Uhrenandrücken setzten sich nur zwei Tornados an die Bretter 5 und 6. Die Bretter 1 und 2 folgten dann doch noch, die Bretter 3 und 4 blieben weiterhin unbesetzt, so dass Udo König und Josef Komeinda die ESG mit zwei kampflosen zum 2:0 in Führung brachten.

Am Brett 5 dachte sich Mannschaftsführer Thomas Falk mit den weißen Figuren, als sein Gegenüber Frericks auf 1. e4, e5, 2. Sf3 mit Sf6 antwortete: „Russisch kann ich auch, nicht nur sprechen, sondern auch spielen“; und scheuchte die schwarze Dame mit Tempogewinn übers Brett. Als Frericks dann im neunten Zug Lf5 spielte und damit der eigenen Dame die Diagonal zurück nach Hause nahm,  sogar „Cherchez la femme“ oder besser gesagt „Attrapez la dame“…

Falk vs Frericks nach 9. ... Lf5

Falk vs Frericks nach 9. … Lf5

… und zog 10. Sg5 mit der Idee: 10. … Dh4; 11. h3, Dh6; 12. Sxf7, Dh4; 13. Sxh8 – aber Frericks zog 11. … h6, was Thomas mit 12. g3 beantwortete. Zweiunddreißig Züge später gab schwarz auf – 3:0 für die ESG und damit mindestens einen Mannschaftspunkt.

Ein Mannschaftspunkt ist jedoch zuwenig, das wusste auch Renè Niebergall am Brett 6 mit den schwarzen Figuren. „Was Thomas kann, das kann ich auch“, dachte er sich in der Skandinavischen Eröffnung, in der er schon frühzeitig im zehnten Zug mit der Dame den Bauern auf b2 schlug und Oberwasser bekam.  Als Renè 28. … Lb6 spielte, wollte Ebersbach mit 29. Da3 den Springer decken…

Ebersbach vs Niebergall nach 28. ... Lb6

Ebersbach vs Niebergall nach 28. … Lb6

… und Renè nahm  das Damengeschenk dankend an – 4:0 und damit hatten wir den Mannschaftssieg in der Tasche.

Weniger Glück hatte Yadollah Zargari am Brett 2, der den Spruch Gligoritschs „Ich spiele gegen die Figuren“ nicht beherzigte, als er seinen jungen Gegenüber Kortwig anschaute und verlor so die Partie. Auch Bernd Mühlinghaus am Brett 1 tat sich schwer gegen den jungen Jürhs. Wir hatten ja schon gewonnen, da kann man mal im zwanzigsten Zug „remis“ anbieten und früh nach Hause fahren, was Jürhs ablehnte. Er wollte weiterspielen – berechtigt, wie die nachträgliche Computeranalyse zeigte; lag doch schwarz mit 2 Bauerneinheiten vorn. In hochgradiger Zeitnot – Jührs hatte noch sechzig Minuten, Bernd etwa 10 für die verbleibenden 10 Züge bis zur Zeitkontrolle – fand Bernd nicht die richtigen Züge, um das remis zu erzwingen; anders Lührs, der die gewinnbringenden Züge fand, so nach 31. Df2

Mühlinghaus vs Jürhs nach 31. Df2

Mühlinghaus vs Jürhs nach 31. Df2

und Jührs führte 31. … Tc2; 32. Td2, Tc1; 33. Ke2 ??, La5; 34. Txc1, Txc1; 35. Td1, Da6+ aus, und Bernd gab auf.

Mit dem 4:2 Sieg über den direkten Konkurrenten auf den zweiten Tabellenplatz, der den Aufstieg bedeuten würde, konnte die ESG IV heute diesen Tabellenplatz zurückerobern.

Am 3. April empfängt die ESG IV Ronsdorf.