NRW-Klasse: Showdown in Kamen …

Klassenerhalt oder Abstieg in die Regionalliga?“ – die Entscheidung fällt in Kamen. Im dortigen Sporthotel benötigen wir am kommenden Sonntag unbedingt beide Punkte. Ob wir gerade im letzten Saisonspiel gegen den Schachverein Kamen die ersten Auswärtspunkte einfahren …

Bei einem Auswärtssieg und einer gleichzeitigen Niederlage der Dortmunder Bundesligareserve gegen den Tabellenzweiten Letmathe hätten wir in letzter Sekunde noch mit Tabellenplatz sieben das rettende Ufer erreicht. Kein leichtes Unterfangen, aber nach dem zuletzt grandiosen Heimerfolg über Tabellenführer Oberhausen sollte es möglich sein. Würde Dortmund mit seinen Großmeistern Schmittdiel und Mainka punkten, wären wir Achter und hätten voraussichtlich noch die Chance in einem Stichkampf gegen den Achten der Gruppe 2 das Saisonziel Klassenerhalt zu erreichen.

Für die Kamener geht es in dem Kampf auch um Alles. Nur ein Erfolg sichert dem letztjährigen Aufsteiger womöglich den Verbleib in der NRW-Klasse. Ansonsten geht es zurück in die Regionalliga Industriegebiet. Die Mannschaft ist sehr ausgeglichen mit einer Ausnahme: Ihr Spitzenspieler Christian Weidemann. Der bisherige Top-Scorer der Liga holte am Brett 1 sechs Punkte in acht Partien. Vier Siege, vier Remis und keine Niederlage ist seine tadellose Bilanz. Er besiegte sowohl den deutschen Ex-Meister, Großmeister Eckhard Schmittdiel (Dortmund) sowie den mehrfachen deutschen Blitzschachmeister, den Internationalen Meister Karl-Heinz Podzielny (Letmathe). Mit dem früheren Weltranglistendritten und Großmeister Vlastimil Hort (Oberhausen) trennte er sich Remis. Durch seine jüngsten Erfolge in der Liga überschritt er erstmalig mit seiner Elozahl die 2300er-Grenze und ist somit frischgebackener FIDE-Meister. Nach Hansjörg Himmel der zweite im Kamener Team. Momentan steht Weidemann bei 2369 Elopunkten. Aktuell sieben Punkte mehr als unser Bester, FIDE-Meister Reiner Odendahl. Sein Gegner am Sonntag. Da stellt sich die Frage: Kann Reiner ihm in der letzten Spielrunde im allesentscheidenden Kampf die erste Niederlage beibringen?

Eine sehr große Stärke der Kamener Spieler ist deren Zuverlässigkeit. Nur zweimal benötigte die erste Acht in dieser Saison Ersatz. Ein Novum in der Liga. Viele Mannschaftsführer werden den Kamener Teamchef Udo Seepe darum beneiden. Der Kapitän ist übrigens mit einem Sieg und sieben Remis neben Weidemann der zweite Kamener Schachspieler ohne eine Niederlage in dieser Saison.

Gespielt wird am Sonntag, 27.04.15, ab 11.00 Uhr im Sporthotel, Am Schwimmbad 8 in 59174 Kamen.

Mit fiebern dürfte auch unsere zweite Mannschaft am Sonntag. Bleibt die Erste in der NRW-Klasse ist auch für unsere Reserve der Klassenerhalt in der Verbandsliga frühzeitig gesichert. Ansonsten könnte es noch einmal eng werden und Stichkämpfe drohen.

[HK]

Wieder knapp am Sieg vorbei

Der Abstieg droht, und es musste heute unbedingt ein Sieg über Vohwinkel her, sollte die ESG IV noch die geringste Aussicht auf den Klassenerhalt behalten. Dementsprechend war die Anspannung bei den ESG-Recken groß, spielt doch Vohwinkel, gerade erst aufgestiegen, selbst auch in der unteren Hälfte der Liga. Vielleicht war der Druck bei dem einen oder anderen zu groß. So ging Vohwinkel durch frühe Niederlagen von Jan Beumker und Lorin Pott in Führung, jetzt durfte nur noch auf Sieg gespielt werden. Thomas Falk konnte an Brett 1 mit den schwarzen Figuren folgende Stellung erreichen,

Thomas

in der er die Springergabel zwischen König und Turm sah. Dafür musste der König nur vorrücken und der Bauer das Feld g3 hergeben, also: Te8, f3, Lxe2, Kxe2, Sg3+, Ke3, Sxh1 und hätte so die Qualität gewonnen, aber war da nicht noch mehr drin, konnte man nicht durch Zugumstellung nicht noch einen Bauern gewinnen, und zog statt Sxh1 den fatalen Zug Txe4+. Vierzehn Züge musste er dann aufgeben. Nun stand es 3:0 für Vohwinkel, und Josef Komeinda konnte den Anschlusstreffer landen; doch die Hoffnung wurde sogleich durch die Niederlage von Markus Biedermann getrübt. Nun stand es 4:1 für Vohwinkel, und mehr als ein remis war nicht mehr drin. An den Brettern 7 und 8 mit den Ersatzspielern Thomas Symank und Fabio Santiago sah es ganz hoffnungsvoll aus, doch die Partie von Renè Niebergall sah nicht gut aus.

Thomas Symank tat sich mit den schwarzen Figuren an Brett 7 in der Eröffnung schwer, dennoch war die Partie bis weit ins Mittelspiel ausgeglichen,

Thomas S

bis Thomas im 25. Zug c4 zog. Es folgten bxc4, Dxa3 und fatal Dg5, was Thomas mit f6 beantwortete, gefolgt von Dd2, bxc4, T3f1, Dxd3. Hier wollte sich sein Gegner nicht auf den Damentausch einlassen und zog Da2, was Thomas mit Dxd3 beantwortete. Danach spielte Thomas konsequent auf Abtausch, hatte er doch eine komfortable Bauernmehrheit.

Renè kämpfte in seiner ihm typischen Art wie ein Löwe, die Überlegenheit des Gegners war eindeutig, doch wir brauchten seinen Sieg – aufgeben gibt es nicht – und so kämpfte Renè verbissen weiter. Vielleicht greift sein Gegenüber daneben, doch dieses Mal nicht, aber er war so irritiert vom Kampfeswillen, dass er nicht mehr an den Sieg glaubte und remis anbot, das Renè annahm, war doch der Sieg schon lange nicht mehr in Aussicht. Doch mit diesem Remis war auch die Begegnung besiegelt, Vohwinkel führte 4,5 zu 2,5. Fabio an Brett 8 erreichte folgende Stellung mit den weißen Figuren

Fabio

und wagte den Vorstoß e5 und sein Gegner übersah, den indirekten Angriff auf g6, war doch der Bauer auf f7 gefesselt, indem er dxe5 spielte, was Fabio mit Dxg6 beantwortete. Es folgte Tf8 und Lxh6 und die Partie war entschieden, auch wenn noch einige Züge folgten. So konnte Fabio unsere Niederlage noch ein wenig mit einem Sieg zum Endstand 4,5:3,5 aufhübschen, so dass sie nicht mehr ganz so schmerzlich war.

[thf]

Verbandsmeisterschaft – Einzelblitz

Eine Schar von „Elberfelder Spielern“ zog heute aus, um sich den Feinden im Duisburger Land zu stellen, ging es doch um nicht weniger als den „Verbandstitel im Einzelblitz“. Die Mitglieder der ESG stellten sich Runde für Runde mehr oder weniger erfolgreich den Gegnern, spielten teilweise in den ersten Reihen bzw. Brettern gut mit. Bei einem sehr ausgeglichenen Teilnehmerfeld und hoch motivierten Gegnern war Schwerstarbeit bis zur letzten Runde angesagt, was auch Spieler zur Kenntnis nehmen mussten, die bis ca. Runde 12. qualifiziert schienen (so u.a. auch der Ex-ESG`er Thorsten Werbeck). So erspielten wir bei 33 (35) Teilnehmern und 15. Runden Schweizer-System folgendende Platzierungen…

7. Stefan Pfeiffer (8,5)
8. Gerhard Arold (8,5)
16. Andrea Schmidt (7,5)
20. Heiko Kesseler (7,0)
30. Michael Podder (5,5)
Verbandseinzelmeister im Blitzen wurde dieses Jahr Lars Stark. Platz 2. Michael Coenen vor 3. David Kaplun…

[SP]

Stadtmeisterschaft

Die wogenreichste und damit auch die spannendste Partie des gestrigen Abends spielte sich zwischen Björn Augner und Lukas Heynck ab. Björn hatte druckvolles Spiel, griff mit Dame und Leichtfigur die Königsstellung an und wollte einen Turm über die Mitte zum Königsflügel führen. Lukas fesselte diesen Turm kurzerhand mit der Dame an den König und bekam nun die Oberhand. Doch dann passierte das, was nicht passieren darf: während Björn in hochgradiger Zeitnot die passenden Züge finden musste, für zehn Züge standen ihm noch zwei Minuten zur Verfügung, hatte Lukas noch komfortable 10-15 Minuten auf der Uhr, als er für nichts einen Turm einstellte. Björn hätte unter Turmopfer remis durch Dauerschach erreichen können, doch wollte er auf Sieg spielen, es gelang ihm zwar über die Zeitkontrolle zu kommen, er hatte nach dem 30. Zug noch 2 Sekunden auf der Uhr, doch fand er nicht die richtigen Züge und gab dann auf – Lukas‘ Bauernmehrheit sowie Dame und Läufer hatte er mit Dame nichts mehr entgegenzusetzen, nachdem ihm die Schach ausgegangen waren.
Die Partie Heiko gegen Markus war ebenfalls spannend und von Zügen in Zeitnot geprägt. Vor der ersten Zeitkontrolle stand Heiko aktiver, und die spätere gemeinschaftlich Analyse zeigte deutliche Gewinnpotentiale auf, fand Heiko trotz mehr Bedenkzeit nicht die richtigen Zügen, während Markus in Zeitnot seine Stellung verbessern konnte. Zum Ende der zweiten Zeitkontrolle befand sich nun Heiko in Zeitnot, er hatte noch zwei Minuten, in denen er nicht die remis-Chance in einer sehr komplexen Stellung fand, während Markus von zehn Minuten Bedenkzeit profitierte. Heiko reklamierte nicht auf Anhang G5 (ehemals 10.2), womit er mich als Spielleiter in eine schwierige Lage versetzt hätte, denn hatten Markus‘ Züge noch die Absicht, Heiko matt zu setzen oder nur noch über die Zeitkontrolle zu gewinnen – auch Reiner, wie er im Nachhinein sagte, wähnte sich nicht in der Lage, darüber zu befinden. Markus hätte eingewilligt, doch ließ Heiko das Blättchen fallen.
Rundeninfos hier.

[thf]

ESG II zu Gast in Rheydt

Hätte uns jemand vor dem Kampf das Ergebnis prophezeit wären wir wohl zufrieden gewesen, nach dem Kampfverlauf sind wir es wohl eher nicht.

Der Reihe nach: die Gastgeber liessen ein Brett unbesetzt, so dass Tom Schubert wenigstens das schöne Wetter geniessen konnte. An Brett 3 hatte ausgangs der Eröffnung Michael Podder schon zwei Mehrbauern und münzte den Vorteil auch gekonnt in einen Sieg um. Genau andersrum – zwar ohne Minusbauern, aber sehr gedrückter Stellung – erging es Gerhard Arold. Ihm gelang es nicht, sich zu befreien und er musste quittieren. An Brett 8 konnte Martin Keller die Angriffsbemühungen seines Gegners egalisieren: Remis und 2,5 zu 1,5 Zwischenstand für die ESG.

Bei herannahender Zeitkontrolle sahen die verbliebenen Bretter vielversprechend aus, zumindest ein 4:4 schien in greifbarer Nähe zu sein.

Als erste musste Andrea Schmidt eine Niederlage einstecken.

In Zeitnot unterlief dann leider Stefan Pfeiffer an Brett 1 (sonst ein Garant für halbe Punkte) ein Fauxpas – Rechenfehler und Aufgabe. Auch Alfred Güthler konnte in dieser Phase dem Angriff seines Gegners nichts mehr entgegensetzen und musste sich geschlagen geben. So war am Ende der gerade heraus gespielte Sieg von Peter Wiesemann nur noch Kosmetik.

Am Ende ein etwas glücklicher, wenn auch nicht unverdienter Sieg 4,5 zu 3,5 für die Rheydter Gastgeber.

[MK]

pano

Sensationeller Heimsieg über Spitzenreiter Oberhausen

Damit konnte keiner rechnen. Dank eines sensationellen Erfolges über Tabellenführer Oberhausen ist das Saisonziel Klassenerhalt wieder ganz nahe. Der Sieg über den Schachverein Oberhausen 1887 in der Vorschlussrunde der NRW-Klasse war dem Kampfverlauf entsprechend mehr als verdient und hätte eigentlich sogar noch höher als 4,5:3,5 ausfallen müssen.

Wenn der Spitzenreiter auf den Tabellenletzten trifft, ist das Endresultat in der Regel schon frühzeitig abzusehen. Dieses Match war Ausnahme, der Tabellenunterschied zu keiner Minute für die Zuschauer bemerkbar. Ganz im Gegenteil. Dabei hatten die sympathischen Oberhausener quasi ihre beste Acht in Wuppertal an den acht Schachbrettern sitzen. Wollte man doch vorzeitig den Aufstieg in die NRW-Liga unter Dach und Fach bringen. Ihre Anspannung und Motivation war den Männern aus dem Pott förmlich in den Gesichtern anzusehen. Allen voran ihr Spitzenspieler, der weltbekannte Großmeister Vlastimil Hort. Immer Vorbild, immer freundlich, ohne jegliche Starallüren. Das war auch am Sonntag morgen wieder für jeden gut sichtbar. Als erster Oberhausener Spieler war der Simultan-Weltrekordler und ehemalige Vierte der Weltrangliste bereits früher als nötig im Spielsaal. Auch mit 71 Jahren demonstrierte Hort seine professionellen Einstellung. Allein sein freundliches Wesen und seine nette Art wie er auf alle frühzeitig Anwesenden zuging, jeden per Handschlag begrüßte, war dabei Erlebnis und Belohnung zugleich. Beim Spiel merkte man später auch bei seinem Gegner und unserem Besten, Reiner Odendahl, den hohen Respekt vor einen der Größten auf der Weltschachbühne. Die Partie endete trotz Zeitvorteil für Reiner wie in der Vorsaison Remis.

Die große Sensation am Spitzenbrett blieb aus, nicht aber im gesamten Kampfverlauf. Insbesondere in den zwei Paarungen der FIDE-Meister ging es hoch her. Letztendlich etwas überraschend gingen beide Begegnungen mit Elberfelder Erfolgen aus. Am Brett Zwei setzte Helge Hintze zum Schluss seinen Gegner Marcel Becker kurioser Weise mitten auf dem Brett Schach matt während Teamchef Frank Noetzel am Brett Vier gegen Aleksej Litwak durch gute Vorbereitung bereits in der Eröffnung zu Spielvorteilen kam, die er dann Zug für Zug in einen verdienten Sieg ummünzen konnte. Diesen beiden Siegen mit den weißen Steinen stand die etwas unglückliche Niederlage von Gerd Kurr mit den schwarzen Steinen gegen Jürgen Kaufeld am Brett Drei entgegen. Mit den Remisen von Marco Kühne gegen Dragos Ciornei und Stefan Pfeiffer gegen Matthias Limberg an den Brettern Sechs und Acht – beide hatten Weiß – stand es bereits 3,5:2,5 für uns. Gut sah es aus für uns. In den beiden noch laufenden Partien hatten wir mit den schwarzen Steinen deutlichen Spielvorteil. Am Brett Fünf besass Heiko Kesseler im Turmendspiel einen Mehrbauern gegen Claus Nissen während Thomas Fuchs am Brett acht gegen Andreas Voge gar eine „Qualität mehr“ hatte. Beide spielten im Sinne der Mannschaft sehr vorsichtig, wollten den Teamerfolg zu keiner Zeit gefährden. Logische Konsequenz zwei Unentschieden, Nach dem „Fucki“ Remis gemacht hatte einigte sich auch Heiko nach fast sechs Stunden Spielzeit mit seinem Gegner auf Remis. Die Überraschung war perfekt.

Nun können wir mit einem Auswärtssieg über den Schachverein Kamen in der Schlußrunde am Sonntag den 26.04.15 doch noch das rettende Ufer erreichen. Vorausgesetzt gleichzeitig besiegt der favorisierte Tabellenzweite Letmathe erwartungsgemäß die Reserve des Bundesligisten Hansa Dortmund. Es bleibt spannend bis zum Schluss …

[HK]

1. Bezirksliga: BSW Wuppertal III – ESG III 2 : 6

Mit einem gerade in der Höhe unerwarteten 6:2-Erfolg im Stadtduell bei der BSW-Dritten hat die Drittvertretung die Abstiegsränge verlassen und sich wieder etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschafft.

Der Mannschaftskampf begann mit einer Serie von Punkteteilungen: In einer verschachtelten Stellung mit sich blockierenden Bauernketten verständigte sich zunächst Thorben an Brett zwei mit Hinrichs auf Remis. Bald darauf endeten auch die Partien von Peter (Brett sechs gegen Hölzer) und Harald (Brett sieben gegen Joachim Müller) jeweils unentschieden.

Den ersten vollen Punktgewinn für die ESG konnte Lukas am 4. Brett gegen Will einfahren:
will_heynck 01
Der „depressive Läufer“ auf a2 ist das Sorgenkind in der weißen Stellung. Mit 19… Ta3 bereitete Lukas die Turmverdoppelung auf der a-Linie vor, der den Figurengewinn erzwingt.

Zehn Züge später sah es auf den ersten Blick so aus, als hätte Weiß Gegenspiel bekommen:
will_heynck 02
Der Bauer e6 ist lästig und auch die Drohung Dg3 ist nicht zu vernachlässigen. Lukas fand jedoch den feinen Zug 29… Sc5, was nach 30. De3 Se4+ der weißen Dame das Feld g3 verwehrt und den Springer optimal platziert.

Einen weiteren (Schwarz-) Sieg für die Gäste steuerte Martin an Brett acht gegen Röder bei. Dabei war Martin nach ausgeglichener Eröffnung im Mittelspiel zunächst in eine sehr gedrückte Stellung geraten, konnte sich dann jedoch befreien und die Initiative übernehmen:
röder_keller
Röder hatte gerade mit 43. Sc3xe4 einen Bauern erobert und den Damentausch zur Entlastung der Stellung angestrebt. Martin verhinderte dies mit 43… c3!, was die Dame auf das passive Feld a2 treibt und den letztlich spielentscheidenden Königsangriff mit De5+ ermöglicht.

Die Gewinnpartie von Alexandr an Brett fünf gegen Rolf Killmer sicherte der ESG bereits den Mannschaftserfolg. Alexandr hatte in bereits vorteilhafter Stellung einen Springer erobert, was Killmer mit der Aufgabe der Partie quittierte. Dennis konnte am 3. Brett gegen Cron zudem ein weiteres Hälftchen beisteuern, obwohl er zwischenzeitlich einen Bauern verloren hatte. Den vollen Punkt zum 6:2-Endstand besorgte Josef am Spitzenbrett gegen Warschawskij, indem er sein Turmendspiel mit Mehrbauer und aktiverem König sicher zum Sieg führte.

[TM]

Schachlegende Vlastimil Hort zu Gast

Einer der ganz Großen auf der Weltschachbühne ist am kommenden Sonntag zu Gast in den ESG-Räumen. Großmeister Vlastimil Hort, wohl jedem Schachspieler ein Begriff, kommt mit dem Oberhausener Schachverein 1887 in der vorletzten Spielrunde der NRW-Klasse nach Wuppertal. Beim Spitzenreiter spielt er am Spitzenbrett und trifft dort am Sonntag auf unseren Besten, Reiner Odendahl. Seine vielen Schacherfolge sind legendär. Simultan-Weltrekordler, ehemaliger Vierter der Weltrangliste, Teilnahmer an 14 Schacholympiaden, sechsmal tchechischer Meister und nach seiner Einbürgerung dreimal Deutscher Einzelmeister sind einige wenige der vielen Erfolge in seiner Schachkarriere, die international 1960 in Leipzig mit der ersten Teilnahme an einer Schacholympiade begann. In dieser Saison ist Hort ungeschlagen. Zuletzt rang ihm der mehrfache deutsche Blitzmeister, Karl-Heinz Podzielny, ein Remis ab. Das schaffte auch Reiner in der letzten Saison. Ist diesmal mehr drin? In dieser Saison bezwang der Wuppertaler FIDE-Meister ja bereits Schach-Großmeister Eckhard Schmittdiel mit den schwarzen Steinen. Der Dortmunder war 1989 mit Hort Co-Sieger bei der Deutschen Meisterschaft in Bad Neuenahr. Schafft Reiner die zweite große Übberraschung? Das Oberhausener Spitzenteam, das nur noch einen Punkt zum Aufstieg in die NRW-Liga benötigt, hat mit Marcel Becker, Jürgen Kaufeld und Aleksej Litwak weitere drei starke FIDE-Meister an den vorderen Brettern. Dazu kommen vier starke Spieler aus der Region. Keine leichte Aufgabe für uns, gegen den Tabellenersten zu punkten und noch den Klassenerhalt zu schaffen. Spielbeginn für alle die zuschauen möchten, ist am Sonntag (22.03.15) um elf Uhr.

[HK]