Wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt

1. Bezirksliga: Mettmann-Sport – ESG III 3,5 : 4,5

Denkbar knapp und bis zum Ende spannend war der Mannschaftskampf der Drittvertretung bei Mettmann Sport, bei dem es f√ľr beide Teams um wichtige Z√§hler im Kampf um den Klassenerhalt ging.

Am Spitzenbrett wurde Thorben Mantler von Meyer mit einem Figurenopfer √ľberrascht und sah aufgrund der nun sehr offenen K√∂nigsstellung keine Chancen mehr, das Ruder noch herumzurei√üen.
Zudem stand Denis Krzysztala zu diesem Zeitpunkt bereits auf Gewinn, was die Niederlage verschmerzbar machte. Denis war am 7. Brett gegen Otto zun√§chst unter Druck geraten, konnte sich dann aber befreien und sogar eine Mehrfigur erobern, was ihm eine einfache Gewinnf√ľhrung im Endspiel bescherte.

An Brett drei verbuchte Dietmar Kaufmann zunächst ordentliche Stellungsvorteile. Sein Gegner Pitz konsolidierte sich jedoch nach und nach, bis die Stellung am Ende ausgeglichen war und die Partie folglich Remis endete.
Eine wilde Partie boten ESG-Mannschaftsf√ľhrer Thomas Falk und Hansen am 5. Brett: Bei entgegengesetzten Rochaden riskierte Hansen ein Figurenopfer, um Thomas‚Äė K√∂nigsfl√ľgel aufzurei√üen. Thomas konnte seinen K√∂nig jedoch sichern und den Materialvorteil sogar soweit ausbauen, dass sich Hansen schlie√ülich geschlagen gab.

Zwei unterschiedliche Turmendspiele

Eine ungl√ľckliche Niederlage musste Hakan Ulud√ľz an Brett sechs gegen Sprave verdauen. Bereits einen Bauern im R√ľckstand, wollte Hakan im Turmendspiel mit Gewalt einen Freibauern zur Damenumwandlung durchdr√ľcken. Dabei ging allerdings auch dieser Bauer verloren, sodass Hakan mit zwei Minusbauern auf verlorenem Posten stand und aufgab.
Dass zwei Minusbauern allerdings nicht zwingend ein verlorenes Turmendspiel bedeuten m√ľssen bewies Martin Keller am 2. Brett gegen Turudic:

Turudic – Keller nach 59.h4

W√§ren die Bauern entweder verbundenen oder aber weiter voneinander entfernt, w√§re das Endspiel trotz der ung√ľnstigen K√∂nigspositionen f√ľr Wei√ü gewonnen gewesen. In der Konstellation jedoch ist das Endspiel ohne einen schwarzen Patzer nicht zu gewinnen. Diesen Gefallen tat Martin dem Mettmanner indes nicht, sodass die Partie Remis endete.

Benedikt Abel hatte indes andere Pläne, als sich am 8. Brett gegen Weyer mit einem Remis zufriedenzugeben. Materiell leicht im Nachteil, scheuchte Benedikt den gegnerischen König aus dessen Deckung und erzwang den spielentscheidenden Fehler:

Weyer – Abel nach 40.De2

Weyer wollte mit dem Damentausch Benedikts Angriff stoppen, doch der ESG-Spieler fand die sch√∂ne Taktik 40…Txd4+ und zwang seinen Gegner somit zur Aufgabe.

Versammlung um Brett vier

Nun versammelten sich alle Anwesenden um das 4. Brett, an dem Peter Wiesemann gegen Köhn die wohl nervenaufreibendste Partie des Tages spielte: Zunächst auf Gewinn stehend, gab sich der ESG-Routinier mit einer Remisabwicklung zufrieden, die den Mannschaftserfolg gesichert hätte. Dann hatte Köhn plötzlich eine Gewinnstellung auf dem Brett, verfolgte jedoch den falschen Plan und so hatte man am Ende doch eine tote Remisstellung auf dem Brett, die der ESG den knappen Auswärtserfolg sicherte.

Das 4. Brett umringt von Kiebitzen

[TM]

ESG I – Langenfeld 4:4

Der 7.Spieltag in der NRW-Liga stand f√ľr Elberfeld unter einem ung√ľnstigen Stern. 3 Stammspieler mussten krankheitsbedingt kurzfristig ersetzt werden. Mit Thomas Fuchs, Gerhard Arold und Michael Podder erkl√§rten sich dankenswerterweise drei Vereinskollegen bereit, die L√ľcke zu f√ľllen, und das gelang ganz gut.

W√§hrend der Berichtsverfasser neben seiner Augenerkrankung noch mit defekten Uhren und Kaffeekannen haderte, begann der Kampf auf Augenh√∂he zwischen den beiden ‚ÄěSeniorenmannschaften‚Äú und es blieb spannend bis zum Schluss nach 6 Stunden Spielzeit: Thomas und Uli einigten sich mit ihren Gegnern bald auf Remis, und Helge schoss das F√ľhrungstor mit einer souver√§n gef√ľhrten Wei√üpartie. Bis zur ersten Zeitkontrolle hatte Langenfeld zwischenzeitlich ausgleichen k√∂nnen. Michael zog gegen seinen nominell st√§rkeren Gegner den K√ľrzeren. Gerhard hielt seine etwas gedr√ľckte Stellung mit Schwarz unter Kontrolle und erreichte den Remishafen.

Etwas √ľberraschend aus ebenso gedr√ľckter Stellung mit Schwarz konterte Achim, der diese Saison eine sehr gute Performance erzielt hat, seinen Gegner aus und erzielte die erneute F√ľhrung f√ľr die ESG. Beim Stand von 3,5 zu 2,5 ging es in die letzte Stunde. Gerd und Frank k√§mpften um den Ausgleich in un√ľbersichtlichen Stellungen. Sieg, Unentschieden oder gar Niederlage f√ľr Elberfeld, alles war m√∂glich.

Mit 2 Minuten Restbedenkzeit bot Franks Gegner Remis an, der mit 8 Minuten Restbedenkzeit √ľberlegte, ob er noch gewinnen kann und muss. Die andere Partie von Gerd lief n√§mlich auch noch. In dem Moment, als Frank sich innerlich entschieden hatte, in das Remis einzuwilligen, fiel seine Platte. Ihm war nicht bewusst, dass es keine dritte Bedenkzeit im NRW-Bereich gibt, sehr peinlich. Retter des Tages war Gerd, der mit Qualit√§t weniger im Endspiel das Unentschieden halten konnte, so dass nach voller Spielzeit ein leistungsgerechtes 4:4¬† Endergebnis feststand.

[FN]

Verbandsmannschaftsblitz: Vizemeister

Anl√§sslich des 75-j√§hrigen Vereinsbestehens wandte sich der Uedemer Schachklub an den Niederrheinischen Schachverband zur Austragung der Blitzmannschaftsmeisterschaft. So fuhren dann am vergangenen Samstag f√ľnfzehn Mannschaften aus dem Verband in die sch√∂ne Stadt Uedem am Niederrhein, um die Meisterschaft auszutragen und sich f√ľr NRW zu qualifizieren, so auch¬†FM Reiner Odendahl, FM Helge Hintze, Markus Boos und Gerhard Arold, um die Elberfelder Schachgesellschaft zu vertreten.
Nach der Begr√ľ√üung der etwa sechzig Schachspieler durch Vereinspr√§sident Johannes Janssen ging es √ľber f√ľnfzehn Runde im Rundenturnier um die Meisterschaft und Qualifikation.
Nach f√ľnfzehn Runde konnte man sich (FM Reiner Odendahl mit 9,5 Punkten, FM Helge Hintze mit 13 Punkten, Markus Boos mit 11 Punkten, Gerhard Arold mit 11,5 Punkten) ungef√§hrdet den zweiten Platz sichern. Lediglich dem Turniersieger, der SG Solingen, die mit drei IM und einem FM antraten, musste man sich mit 1:3 geschlagen geben. Dritter wurde der Krefelder SK Turm.
Herzlichen Gl√ľckwunsch und viel Erfolg beim NRW-Mannschaftsblitz.
[thf]

Mannschaftskampf ESG I

Bochum 02 ‚Äď ESG I 4,5:3,5

Der Tabellenf√ľhrer aus Bochum entschied den Spitzenkampf in der NRW-Liga knapp f√ľr sich.

Bei sehr guten Spielbedingungen inkl. kostenlosem Catering trat Bochum mit 5 IM, 1 FM und 1 CM erwartet stark besetzt gegen die Erste an. Trotz leichter Stellungsvorteile an dem einen oder anderen Brett gelang es unseren Mannen nicht, eine Partie zu gewinnen. Daf√ľr standen die Gegner zu kompakt.

Es zeichnete sich ab, dass eine Entscheidung eher an den hinteren Brettern fallen w√ľrde. Im Halbstundentakt einigten sich Reiner mit der US-Landesmeisterin A. Zatonskih, Mykyta und Ulrich mit den Fast-Gro√ümeistern R, Friedman und Illner, ¬†Frank mit FM V. Zatonskih und Achim mit CM Kiese auf Remis.

Der mit starker Erk√§ltung angetretene Torsten traute sich nicht zu einem aussichtsreichen Qualit√§tsopfer. Seine Partie kippte und Bochum ging in F√ľhrung. W√§hrend Gerd ohne Risiko weiter um den vollen Punkt gegen IM Zozulia k√§mpfte, musste Helge viel gegen IM D. Heinbuch riskieren, um den Mannschaftskampf noch zu retten. Beide Gewinnversuche wurden jedoch abgeblockt, Gerd kam im Endspiel nicht in die Stellung seiner Gegnerin und Helge konnte einem Dauerschach nicht mehr ausweichen.

Insgesamt gut gespielt, aber leer ausgegangen. ESG I ist nun Vierter nach 6 Spieltagen. Der nächste Kampf findet erst am 16.04. zu Hause gegen Langenfeld statt.

[FN]

ESG I ‚Äď Herne Castrop 4,5:3,5

Drei fr√ľhe Remisen von Gerd, Frank und Uli sorgten f√ľr einen unspektakul√§ren Auftakt der 5. NRW-Ligarunde. An den weiteren Brettern wurde gek√§mpft, wobei die Vorteile auf dem Papier bei Elberfeld lagen, jedoch auf dem Spielfeld die Sache nicht ganz so eindeutig war. Rainer, Markus und Mykyta entwickelten unter kleinen Materialeinbu√üen riskante Kampfstellungen, die recht taktisch gepr√§gt waren. Doch nur so bestand Hoffnung auf eine Entscheidung zu unseren Gunsten.

Helge und Achim hielten zun√§chst den Ball flach. Rainer remisierte schlie√ülich in un√ľbersichtlicher Stellung durch Zugwiederholung. F√ľr den Turm, den er weniger hatte, besa√ü er 4 Mehrbauern. Wild wurden die Mittelspiele von Markus und Mykyta und auch die Endspiele von Helge und Achim wurden immer dynamischer.

Vor der Zeitkontrolle gestaltete sich ein Wettkampf auf Messerschneide. Ein sehenswertes Finale bescherte Mykyta den Sieg und der ESG I die F√ľhrung zum 3:2. Das Spiel des Gegners litt an chronischer Unterentwicklung. Markus konnte die Verwicklungen aus dem Mittelspiel nur in ein Turmendspiel mit Minusbauer √ľberf√ľhren, w√§hrend Achim ein Turmendspiel mit Mehrbauer erreichte.

Helge kämpfte in einem Läuferendspiel indessen gegen einen entfernten Freibauern. Achim ließ sich nicht beirren und gewann sein Endspiel souverän zum Zwischenstand von 4:2.

Schwierig pr√§sentierten sich die beiden letzten Partien. Helge musste abwarten, was sein Gegner unternimmt, um zu gewinnen. Schlie√ülich trennte sich dieser von seinem Freibauern, was zu totalen Vereinfachungen, einem Remis und dem Mannschaftssieg f√ľhrte. Da war die Niederlage von Markus nur noch Makulatur.

In drei Wochen kommt es zur Spitzenpaarung beim Tabellenf√ľhrer Bochum.

[FN]

Remis gegen die alten Haudegen

1. Bezirksliga: Bahn-SC Wuppertal III – ESG III 4 : 4

Die Drittvertretung ist mit einem zufriedenstellenden 4:4-Unentschieden aus der Winterpause gekommen und hat damit einen eher unerwarteten Punkt im Abstiegskampf sammeln können.  Der Mannschaftskampf gegen die alten Haudegen vom Stadtrivalen BSW bot dabei auch wieder einiges an Kuriositäten.

Die erste entschiedene Partie w√§re da beispielhaft zu nennen: Thomas Falk hatte an Brett f√ľnf gegen Klietsch gerade den 17. Zug ausgef√ľhrt, da √ľberschritt sein Gegner – v√∂llig in die Stellung vertieft – bereits die Bedenkzeit. Es sollte nicht die einzige „verschlafene“ Zeitnotphase bleiben!

Am 8. Brett verst√§ndigte sich Julian Brandt mit seinem Gegner Reichmann auf Remis. Julian hatte bei einer Abtauschkombination zun√§chst einen Bauern verloren, diesen aber mit einem ansehnlichen Damenopfer wieder zur√ľckerobert.
Auch Martin Keller musste an Brett zwei gegen BSW-Mannschaftsf√ľhrer Will einen zwischenzeitlichen Materialverlust verkraften. Martin erhielt einen gef√§hrlichen Freibauern, h√§tte daf√ľr allerdings mit einem Springerverlust eine zu hohe Hypothek aufgenommen.¬† Zu Martins Erleichterung nahm Will statt des Springers „lediglich“ die Qualit√§t, sodass am Ende beide Seiten mit einer Punkteteilung zufrieden waren.

Peter zeigt sein taktisches Können

Eine Freude aus ESG-Sicht war die Partie von Peter Wiesemann an Brett vier gegen Röder:

Röder РWiesemann nach 18.Db3

Mit der ausgezeichneten Taktik 18…e4! bereitete Peter einen K√∂nigsangriff vor, der nach 19.dxe4 Dg3 20.Ld2 Le5! schon nicht mehr vern√ľnftig zu parieren ist. R√∂der wehrte sich noch einige Z√ľge lang, gab dann aber einen Zug vor dem Matt auf.

Angesichts der 3:1-F√ľhrung und den teilweise guten Aussichten auf den anderen Brettern schlug Thorben Mantler am Spitzenbrett seinem Gegen√ľber Nettesheim ein Remis vor, was dieser annahm.
Nicht zu den erw√§hnten aussichtsreichen Stellungen z√§hlte zu diesem Zeitpunkt die Partie von Hakan Ulud√ľz an Brett sechs gegen Achim M√ľller. Hakan suchte aufgrund seines Qualit√§tsnachteils nach einem Dauerschach, fand dieses jedoch nicht und musste im Gegenzug einen gelungenen Mattangriff seines Gegners mit der Aufgabe quittieren.

Es läuft nicht wie erwartet

Die Partie, die Thorben und sicherlich auch einige Mitspieler im Kopf bereits als Gewinnpartie verbucht hatten ereignete sich am 3. Brett zwischen Dietmar Kaufmann und dem ehemaligen ESG-Akteur Agic:

Kaufmann – Agic nach 27…g5

28.Tf1 ist wohl der naheliegendste Zug, aber tats√§chlich gewinnt hier auch schon 28.Tb7 bzw. jeder Zug, der nichts einstellt. Dietmar versank dennoch in tiefes Gr√ľbeln und √ľberschritt die Zeit. Sehr √§rgerlich vor allem f√ľr ihn pers√∂nlich, nachdem er eine wirklich sehr gute Partie gespielt hatte.

Nun stand es 3,5:3,5 und alle Beteiligten verfolgten gebannt die Partie an Brett sieben zwischen ESG-Youngster Berk Boyacioglu und Dinslage. Als w√§re der Zwischenstand nicht dramatisch genug, bot auch diese Partie ein gewisses kurioses Unterhaltungspotenzial: Zun√§chst ging Berk im Springerendspiel viel zu viel Risiko ein und √ľberzog seine Stellung. Dinslage dagegen war zu vorsichtig und bot am Ende sogar in vorteilhafter Stellung Remis an, was Berk erleichtert annahm.

Auf den Punktgewinn wurde anschließend im nahegelegenen Cafe Extrablatt gemeinsam angestoßen![TM]

Gerade noch √ľber’m Strich

1. Bezirksliga: ESG III – SV Wermelskirchen II 3 : 5

Die Drittvertretung hat sich mit einer Niederlage in die Winterpause verabschiedet, steht nach vier gespielten aber gerade noch √ľber’m Strich. F√ľr die anstehenden Spiele im Kalenderjahr 2023 muss die Devise lauten, zumindest Platz acht zu verteidigen.

Der Mannschaftskampf began bereits alles andere als optimal, da Udo K√∂nig kurzfristig krankheitsbedingt ausfiel und Brett f√ľnf somit kampflos an die G√§ste ging.

Foto: SV Wermelskirchen

In den ausgespielten Partien begegneten die Elberfelder den favorisierten G√§sten indes zun√§chst auf Augenh√∂he: So √ľberraschte Thomas Falk an Brett sechs seinen Gegner Mischke mit forschen Bauernvorst√∂√üen in der Er√∂ffnung. Nach Abtausch diverser Offiziere boten sich dem Elberfelder Mannschaftsf√ľhrer allerdings keine lohnenden Angriffsm√∂glichkeiten mehr.
Auch am 4. Brett wurden die Punkte schiedlich friedlich geteilt, da sowohl Peter Wiesemann als auch sein Gegen√ľber Kubiak auf eine Stonewall-Struktur setzten und die Bauernketten sich bald gegenseitig blockierten.

Die ersten ausgespielten Niederlagen

Auf ein Remis schien es auch am 2. Brett hinauszulaufen, da Martin Keller gegen Stetinger zwar die Initiative, aber keinen konkreten Vorteil hatte. Letztlich √ľberzog Martin bei einem K√∂nigsangriff seine Stellung und musste nach einem L√§uferverlust aufgeben.
Einen noch gr√∂√üeren Verlust hatte kurz darauf Dietmar Kaufmann an Brett drei gegen M√ľller zu verkraften. Dietmar hatte seine Dame wohl mit dem Ziel eines Bauernraubs in die gegnerische Stellung man√∂vriert, musste dann allerdings feststellen, dass seine Dame nicht wieder hinausfand und nur unter erheblichen Materialverlusten zu retten gewesen w√§re.

F√ľr ein Comeback w√§ren nun drei Siege in den verbliebenen drei Partien notwendig gewesen, doch dies schien anhand der Brettstellungen unrealistisch. Kein Vorwurf deshalb an Berk Boyacioklu, der am 7. Brett das Remisangebot seines Gegners Paradies schnell akzeptierte. Im Gegenteil: Berk hatte sich in gedr√ľckter Stellung tapfer verteidigt und sich das H√§lftchen redlich verdient.

Thorben findet eine Taktik und Linus einen Gewinnweg

Am Spitzenbrett dagegen konnte ESG-Akteur Thorben Mantler auf Angriff spielen und fand gegen Poetsch eine Taktik:

Poetsch - Mantler
Poetsch – Mantler nach 18.Tac1

Nach 18…g4 19.hxg4 Sxf2 20.Kxf2 fxg4 21.Th1 Lf5 22.e4 gxf3 23.gxf3 Lg6 war Thorben zwar mit seiner Stellung zufrieden, konnte allerdings nicht wie erhofft die K√∂nigsstellung aufrei√üen oder Material gewinnen. Poetsch verteidigte sich auch in der Folgezeit umsichtig, sodass man sich schlie√ülich aufs Remis verst√§ndigte.

Da der Mannschaftskampf entschieden war, reichte auch Linus Albrecht an Brett acht seinem Gegen√ľber Zamfirescu die Hand zur Punkteteilung. Trotz ausgeglichener Stellung lehnte der Wermelskirchener jedoch √ľberraschend ab und stellte kurz darauf einen Bauern ein:

Albrecht - Zamfirescu
Albrecht – Zamfirescu nach 28…h5

Mit 29.Tg1 eroberte Linus den Bauern g6 und nach den Partiez√ľgen 29…Td6 30.Txg6+ Kf7 31.Tg1 Sd7 32.Th1 Se5 33.Le4 sackte der ESG-Akteur sogar noch einen weiteren Bauern ein. Folglich war Linus jetzt nicht mehr mit dem Remis zufrieden, und fand trotz des zwischenzeitlich weit aufger√ľckten gegnerischen Freibauern auf der h-Linie einen sicheren Gewinnweg – f√ľr ihn pers√∂nlich ein perfektes Deb√ľt in der Dritten Mannschaft. Und Mannschaftsf√ľhrer Thomas konnte so immerhin doch noch einen Brettsieg auf der Spielberichtskarte vermerken.

[TM]

Mannschaftskampf ESG I

Godesberg ‚Äď ESG I¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† 2,5:5,5

Am 4. Spieltag der NRW-Liga musste die erste Mannschaft nach Bonn reisen. Der Tabellenzweite aus Godesberg trat ebenso wie wir fast in Stammbesetzung an. So entwickelte sich von Beginn an ein Kampf auf Augenhöhe.

Den Anfang machte ein Kurzremis zwischen den beiden Altmeistern FM Uli Dresen und IM R√ľdiger Seger. Unser Edelersatz und Neuling Thomas Neuer konnte nach 2 Stunden mit den schwarzen Steinen ebenfalls m√ľhelos remisieren, nachdem er am Vortag noch gegen Mannschaftskamerad Helge Hintze in der 2. Holl√§ndischen Liga Unentschieden gespielt hatte. Spannung entwickelte sich an den Brettern 5 und 6. W√§hrend Gerd Kurr mit Qualit√§t und Bauern weniger einen heftigen Konter- bzw. K√∂nigsangriff inszenierte, sah sich Frank Noetzel einem positionellen Qualit√§tsopfer gegen√ľber. Ein taktisches Remisangebot von Frank nahm der Gegner, der talentierte Sohn unseres langj√§hrigen Vereinsmitgliedes Ernst Schulte-Geers, an, da beide Spieler kein planvolles Weiterkommen in der Partie sahen. Gerd konnte mit seiner aktiven Spielweise materiellen Ausgleich und ein gl√ľckliche Punkteteilung erzielen. Ebenfalls mit einem Remis endete das Duell von Reiner Odendahl am Spitzenbrett, nachdem die Partie in ein Schwerfigurenendspiel m√ľndete und verrflachte.

So stand der spannende Wettkampf nach dreieinhalb Stunden und f√ľnf Remisen 2,5:2,5. Noch vor der Zeitkontrolle konnte Superperformer Mykyta Volkov mit Mehrbauer elegant in eine gewonnene Stellung einlenken und die F√ľhrung f√ľr Elberfeld erzielen. Die beiden letzten Partien von Helge Hintze und Achim Tymura waren verwickelt und sollten noch eine ganze Weile dauern. Achim und Helge hatten ihre starken Gegner kontrolliert und konnten aus der Zeitnotphase in vorteilhafte Endspiele abwickeln, die schlie√ülich in Gewinnstellungen m√ľndeten und souver√§n zu zwei weiteren Siegen f√ľhrten.

Damit gewinnt ESG I √ľberraschend deutlich den Kampf gegen Godesberg I mit 5,5 : 2,5 und liegt vor der Winterpause auf Platz 4 mit nur einem Punkt hinter dem Tabellenf√ľhrer aus Bochum. Die Saison wird am 12.Februar 2023 mit dem Heimspiel gegen Herne fortgesetzt.

[FN]

Schmerzhafter Abschluss der „Solinger Wochen“

1. Bezirksliga: ESG III – SC Solingen 1928 2 : 6

Zum Abschluss der „Solinger Wochen“ – die Drittvertretung hatte drei Spieltage infolge gegen unterschiedliche Teams aus Solingen gespielt – gab es eine schmerzhafte Niederlage zu verkraften. Die Elberfelder gerieten gegen den SC 1928 mit 2:6 unter die R√§der.

Am 6. Brett¬† kam Hakan Ulud√ľz zun√§chst gut aus der Er√∂ffnung ins Mittelspiel, wurde dann jedoch von Hammermeister mit einem Figurenopfer √ľberrascht, dem ein entscheidender K√∂nigsangriff folgte.
An Brett zwei wirkte es im Endspiel zwischen den beiden Mannschaftsf√ľhrern Martin Keller und Marcel D√ľxmann auf den ersten Blick so, als seien die Farben zu Beginn falsch aufgebaut worden: beide Kontrahenten hatten ihre K√∂nige auf bzw. in die N√§he der gegnerischen Grundreihe gebracht und auch die Bauern standen jeweils kurz vor der Umwandlung. D√ľxmann war dabei allerdings den entscheidenden Schritt schneller.

Den einzigen vollen Punkt f√ľr die ESG erspielte Denis Krzysztala an Brett acht gegen Dr. Kamphausen, nachdem er bei einem Generalabtausch mit einer Mehrfigur verblieb. Viel abgetauscht wurde auch an Brett sieben, an dem sich Berk Boyacioklu gegen den erfahrenen Martino-Gro√ü trotz Minusbauern z√§h und unnachgiebig verteidigte. Letztlich setzte sich der Favorit allerdings in solider Manier durch.
Gleiches galt f√ľr das Spitzenbrett, da Thorben Mantler keine passende Antwort auf das druckvolle Spiel von Jenusch am Damenfl√ľgel fand. Ein Qualit√§tsverlust und kurz darauf die Aufgabe der Partie waren die Folge.

Solingen entscheidet den Mannschaftskampf fr√ľhzeitig

Da kurz darauf auch Dietmar Kaufmann einen Einbruch seines Gegners Vranidis in die lange Rohadestellung nicht verhindern konnte, hatten die Solingen beim Spielstand von 5:1 den Mannschaftskampf bereits f√ľr sich entschieden.
Somit gab man sich an Brett vier nach hartem Kampf mit einer Punkteteilung zufrieden, nachdem Peter Wiesemann mit einem riskanten L√§ufereinschlag auf h7 seinen Gegner Malkeit √ľberrascht und zur pr√§zisen Verteidigung des Mattangriffs gen√∂tigt hatte.
Die letzte Partie des Mannschaftskampfes an Brett f√ľnf bot dann noch einmal h√∂chsten Unterhaltungswert: Udo K√∂nig war gegen Lange mit zwei Mehrbauern ins Endspiel gegangen, hatte dann jedoch seinen Turm eingestellt. Lange wiederum gew√§hrte Udo das Vorr√ľcken seines Bauern bis kurz vors Umwandlungsfeld. Die daraus resultierende Stellung war schwer einzusch√§tzen und letztlich waren beide Kontrahenten mit einem H√§lftchen zufrieden.

[TM]

Velbert 2 – ESG 4

So sehen Sieger aus:

4,5 zu 1,5 endete der heutige Kampf unserer 4. Mannschaft bei den Schachfreunden Velbert.
Aber der Reihe nach:¬†Am Freitag Morgen sah es noch so aus, dass nur 4 Leute spielen w√ľrden. Am Nachmittag allerdings sagten noch Moritz und Benedikt zu. Mit mir als MF waren wir nun sogar zu siebt, also gut ger√ľstet.
Auch Velbert ging mit (fast) Bestbesetzung an den Start. Lediglich Brett 2 w√ľrde sich versp√§ten; so der Mannschaftsf√ľhrer von Velbert.
Den ersten Punkt fuhr Tim Nimmerrichter nach einer furiosen Partie ein. Gl√ľckwunsch Tim zu deinem ersten Sieg. Kurz danach einigten sich Artur und sein Gegner auf Remis. Nun war mittlerweile klar, dass Lian kampflos an Brett 2 gewonnen hatte. Da auch Moritz an Brett 4 remisierte stand es nun 3 : 1 f√ľr uns. Es fehlte nur noch ein halber Punkt zum Sieg. An Brett 3 k√§mpfte G√∂kce wie ein Tiger und hatte die vermeintlich bessere Stellung. Sehr mannschaftsdienlich einigte er sich mit seiner Gegnerin auf Remis, und der erste Mannschaftssieg war eingefahren. Den i-Punkt setzte dann Benedikt in einem sehr sch√∂n gespielten Endspiel.
Endergebnis 4,5 : 1,5 f√ľr die ESG 4.
Das hat heute sehr viel Spaß gemacht und lässt auf weitere gute Ergebnisse hoffen.
[RH]