Aufholjagd wurde nicht belohnt

1. Bezirksliga: ESG III – SV Wermelskirchen II 3,5 : 4,5

Die Drittvertretung tut sich in der Bezirksliga nach wie vor schwer, im Heimspiel gegen Wermelskirchens Reserve stimmten jedoch definitiv Einstellung und Moral. Denn wie die ESG-Spieler nach einem 0:3-R√ľckstand¬† zur√ľckkamen und den Mannschaftskampf noch einmal spannend machten, kann als positives Element in die kommenden Mannschaftsk√§mpfe mitgenommen werden. Aber der Reihe nach…

Ein fast aussichtsloser R√ľckstand

Der zuletzt in b√§renstarker Form auftretende Merlin M√§nken gab an Brett f√ľnf gegen Mischke zun√§chst die Dame f√ľr zwei T√ľrme plus einen Bauern, was an sich ein guter Tausch ist. Leider erwies sich die gegnerische Dame als derartiger St√∂renfried, dass weiteres Material verloren ging und letztlich auch die Partie. Einen √§hnlichen Verlauf nahm die Partie von Mannschaftf√ľhrer Thomas Falk, der sich am siebten Brett gegen Faupel zun√§chst eine bequeme Stellung erspielt hatte, dann aber immer mehr in die Bredouille geriet und schlie√ülich aufgeben musste. Einen gebrauchten Tag erwischte Hendrik Mordos: Er kam an Brett drei gegen Dudek schon nicht gut aus der Er√∂ffnung, musste auf die Rochade verzichten und Material opfern, nur um am Ende doch vor einer verlorenen Stellung zu stehen.

Die Aufholjagd beginnt

0:3 aus Sicht der Gastgeber, die aber nun zur Aufholjagd bliesen! Zun√§chst behielt Ren√® Niebergall an Brett acht gegen Zamfirescu die Oberhand, dann konnte auch Thorben Mantler am Spitzenbrett einen Sieg vermelden. Ren√® gl√ľckte bereits in der Er√∂ffnung ein Bauerngewinn und im weiteren Spielverlauf ein Figurenfang, sodass sein Gegner w√§hrend des gesamten Spiels chancenlos blieb. Thorben gelang in einer beiderseits scharf gef√ľhrten Partie der entscheidende Durchbruch im Zentrum, den sein Gegner Hermes mit der Aufgabe quittierte.

Und schlie√ülich gelang Dominik Hirsch an Brett zwei sogar der Ausgleichspunkt, nachdem er seinen Gegen√ľber Charbonnier am Damenfl√ľgel angriff und dessen lang rochierten K√∂nig ins Visier nahm.
Mit der Niederlage von R√ľdiger Horn am sechsten Brett erhielt die Euphorie der Gastgeber allerdings wieder einen D√§mpfer. Dabei war R√ľdiger gegen Kubiak gut und mit Materialgewinn aus der Er√∂ffnung gekommen, geriet dann aber am K√∂nigsfl√ľgel in h√∂chste Not und konnte am Ende das Matt nicht mehr verhindern.

Kein Happy End

Den Schlusspunkt setzen am vierten Brett Dietmar Kaufmann und sein Wermelskirchener Gegner M√ľller mit der einzigen Punkteteilung des Mannschaftskampfes. Auch hier ist auf ESG-Seite die Moral hervorzuheben, denn Dietmar verteidigte sich trotz knapper Bedenkzeit und Qualit√§tsr√ľckstand ebenso verbissen wie umsichtig und verdiente sich so das „H√§lftchen“.

[TM]