ESG III: Teamgeist trifft auf sportliche Fairness

Nach der schmerzlichen Niederlage im Lokalderby gegen BSW 4 empfing die Dritte der Elberfelder Schachgesellschaft am 2. Advent den SC Solingen, die zwei Tage vorher ank√ľndigten, ohne Brett 1 und 2 anzutreten, so dass Torben und Dominik sich nicht ans Brett h√§tten setzen m√ľssen ‚ÄĒ Zeichen gro√üer sportlicher Fairness.

Doch die beiden lie√üen es sich nehmen, dennoch vorbeizuschauen, um ihre Teamkollegen moralisch zu unterst√ľtzen ‚ÄĒ Zeichen gro√üen Teamgeistes. Auch R√ľdiger kam zur Unterst√ľtzung vorbei.

Und so ging man dann gleich mit 2:0 in F√ľhrung, was Aussichten er√∂ffnete, einen oder vielleicht auch beide Mannschaftspunkte in Wuppertal zu lassen; doch wurde die Hoffnung schnell im f√ľnften Zuge von Dietmar getr√ľbt, der vergessen hatte, sein Mobiltelefon abzuschalten.

Gl√ľcklicherweise konnte Merlin nachsetzen und auf 3:1 erh√∂hen, was Mannschaftsf√ľhrer Thomas veranlasste, Remis anzubieten, nachdem sich bis auf zwei Springer alle Figuren abtauschten, um somit auf 3,5:1,5 zu erh√∂hen und damit den Druck auf die Solinger, mehr als nur ein Mannschaftsremis in die Klingenstadt zu bringen.

Ein halber Punkt f√ľr das Mannschaftsremis gegen die favorisierten Solinger – das sollte doch machbar sein; denn Hendrik hatte am Brett 3 mit den schwarzen Figuren einen Mehrbauer und die Kontrolle √ľber das Brett und zog beherzt 36.‚Ķcxd4 und opferte den Turm f√ľr einen Freibauern‚Ķ

‚Ķund es wurde sehr taktisch; doch sechs Z√ľge sp√§ter bot wei√ü Remis mit der Drohung auf Dauerschach. Hendrik nahm an und sicherte damit den ersten Mannschaftspunkt.

Ging da vielleicht noch mehr, zum Beispiel am Brett 8, an dem G√∂kce die wei√üen Figuren trotz Minusbauer und Qualit√§tsverlust gekonnt gegen den K√∂nig f√ľhrte; doch nach und nach konnte sein Gegner seine passiven Figuren aktivieren und eine nach der anderen zum Partiegewinn abtauschen. In der Zwischenzeit musste auch Ren√® am Brett sieben die Fahnen streichen, nachdem es ihm nicht gelang, die gegnerische Dame aus seinem Lager zu vertreiben. Wenig sp√§ter gesellte sich der Turm hinzu, und das Ende zeichnete sich ab.

Und so blieb die Begegnung bis zur letzten Minute spannend, wie uns allen Marcel D√ľxmann, Mannschaftsf√ľhrer der Solinger, zu Beginn w√ľnschte.

Mit dem Mannschaftsremis erklomm die Dritte nun den siebten Tabellenplatz und fährt am 19. Dezember vor der Weihnachtspause nach Mettmann.

[thf]