Ganz bitterer Saisonabschluss

Verbandsklasse Gruppe 2: ESG III – ESK WD Wedau 3 : 5

Aus und vorbei! Acht Spieltage lang hatte die Drittvertretung √ľber dem Strich gestanden, doch ausgerechnet heute, am finalen 9. Spieltag, rutschten die Elberfelder durch eine 3:5-Heimniederlage gegen Wedau auf einen Abstiegsplatz ab. Es war somit nur ein kurzes Gastspiel auf Verbandsebene, das der ESG III beschieden war.

Einmal mehr, Zyniker w√ľrden sagen „fast schon obligatorisch“, ging der erste Punkt kampflos an die G√§ste aus Duisburg, da Brett zwei auf ESG-Seite verwaist blieb. Spielerisch waren die Gastgeber indes auf Augenh√∂he: Thomas Falk konnte am 8. Brett gegen Imbierowicz sicher den Remis ansteuern und auch Thorben Mantler vermochte am 5. Brett gegen Osten trotz misslungener Er√∂ffnung zumindest einen halben Punkt zu sichern. Zu diesem Zeitpunkt sah es an gleich drei Brettern sehr gut f√ľr die Elberfelder aus, sodass man sich berechtigte Hoffnungen machte, zumindest das Minimalziel – ein 4:4-Unentschieden, das zum Klassenverbleib gereicht h√§tte – zu erreichen.

Eines dieser drei Bretter war Brett sieben, an dem Harald Kurz gegen Hopf mit einem Mehrbauern ins Endspiel ging:

Hopf – Kurz nach 38. Sa3

 

Mit 38… a4 h√§tte Harald sich einen gef√§hrlichen Freibauern verschaffen und m√∂glicherweise auf die Siegerstra√üe abbiegen k√∂nnen. Aus wei√üer Sicht h√§tte 39. Sxc4 dxc4 40. Kxc4 b5+ definitiv sofort verloren und andere Z√ľge erlauben Schwarz, seinen L√§ufer im n√§chsten Zug in Sicherheit zu bringen. Harald setzte indes mit 38… axb4 39. cxb4 b5 fort, was bequem spielbar aber im Prinzip nicht zu gewinnen ist – folglich verst√§ndigte man sich im 47. Zug auch auf eine Punkteteilung.

Nachdem die G√§ste durch einen Erfolg am Spitzenbrett auf 1,5:3,5 erh√∂hen konnten, wurde das Eis f√ľr die ESG III so langsam ziemlich d√ľnn. Babak Aranifar hatte sich gegen den starken Mietner lange tapfer gewehrt, musste nach einem Qualit√§tsverlust und einem wenig sp√§ter folgenden Figurenverlust aber letztlich die Segel streichen. Alfred G√ľthler gelang unterdessen ein achtbarer Teilerfolg und remisierte trotz zwischenzeitlich gedr√ľckter Stellung gegen den favorisierten ESK-Spieler Giebel.

Ungl√ľcklich aus ESG-Sicht verlief die Partie von Thomas Symank gegen Lohkamp an Brett sechs, in der der Elberfelder lange besser stand und ein zugegebenerma√üen sehr kurioses Springerman√∂ver √ľbersah, mit dem er die gegnerische Dame h√§tte erobern k√∂nnen. Letztlich endete auch diese Partie mit einem Remis, was gleichbedeutend mit dem Abstieg war.

Und zum Schluss gab es auch in der letzten potenziellen Gewinnpartie an Brett vier zwischen Dennis Peters und Polakowski am Ende „nur“ ein H√§lftchen f√ľr die Gastgeber:

Peters – Polakowski nach 34… Se7

 

In dr√ľckender Zeitnot fand Dennis das feine Opfer 35. Txf4! leider nicht. Nach 35… Sxf5 Txf5 beh√§lt Wei√ü eine Mehrfigur, nach 35… exf4 Te1+ 36. Kd7 Txe7+ bekommt er zwei Leichtfiguren f√ľr den Turm sowie nachhaltige Stellungsvorteile. Dennis schaffte es zumindest die weiteren Z√ľge bis zur Zeitkontrolle hinunterzublitzen, musste sich dann jedoch mit dem Remis zufrieden geben. Endstand im Mannschaftskampf 3:5!

Dennoch lie√ü man sich im ESG-Lager nicht die Laune verderben und so fanden sich zumindest vier Spieler in einer nahegelegenen Pizzeria ein, um zum Saisonabschluss noch einmal gem√ľtlich beisammenzusitzen.

[TM]

Pizza ist das beste Trostpflaster