Boden gutgemacht…

Im Luftschloss, dem Vereinsheim der Elberfelder Schachgesellschaft, wimmelte es heute so von Schachspielern. Gleich drei MannschaftskÀmpfe wurden ausgetragen. Die Viererpokalbegegnung zwischen der ESG I und Wermelskirchen, die in der ersten Runde die ESG V aus dem Rennen warf, die Begegnung in der zweiten Bezirksklasse zwischen ESG VI und Ronsdorf und die Begegnung in der zweiten Bezirksliga zwischen ESG IV und den Schachfreunden Vonkeln 3.

Mislang der Saisonauftakt der Vierten durch die unglĂŒckliche 3,5:4,5-Niederlage gegen Langenberg, konnte man heute gegen die Schachfreunde aus Vonkeln Boden gutmachen.

Dabei hatte die Vierte GlĂŒck im UnglĂŒck, meldete Benedikt Abel sich kurz vor Spielbeginn krank. Nur wenige Minuten spĂ€ter marschierte Reinhard SchĂŒller von der ESG V durch die TĂŒr und wurde sofort rekrutiert. Er lieferte mit einem Remis den ersten ZĂ€hler. MannschaftsfĂŒhrer Thomas Falk traf wie in der vergangenen Saison auf Gernot Krakat. Tat sich Thomas damals schwer, seinen Randmehrbauern zum Partiegewinn umzumĂŒnzen, so dominierte er heute die Partie von Beginn an. Nachdem er zwei Bauern erobert hatte, gab Gernot auf.

Den nĂ€chsten ganzen Punkt steuerte Fabio Santiago bei, der mit seinem forschen Blunder-Spiel Söhngen irritierte. Wenig spĂ€ter meldete Denis Krzyzstala ein weiteres Remis.  Aufatmen hieß es, nachdem Etzel in der folgenden Stellung

nach 34.Sf1 Sg4 glaubte, die QualitĂ€t mit Sxd2 gewinnen zu können, ĂŒbersah aber die Antwort von RĂŒdiger Horn: 35 Dxh2+ und gab nach 35….Kf1 36.Txd2 auf.

Die laufenden Partien an den beiden Spitzenbretter sahen vielversprechend aus, wÀhrend am Brett 3 Harald Kurz schon gegen einen Mehrbauern kÀmpfen musste. Samuel konnte mit einer Springergabel eine QualitÀt gewinnen, glaubte jedoch in der folgenden Stellung

nach 26.Sxg5 wegen der Drohung Dh7# die QualitĂ€t mittels 27. Df2+, Te2 und 28. Dxe2 zurĂŒckgeben zu mĂŒssen, gab dann jedoch nach 28…Dxe2 auf. 27. Dh5 hĂ€tte die Mattdrohung wirkungslos gemacht.

Am Brett 3 verlor Harald weitere Bauern, nachdem Gerhard mit seinem Turm in die Stellung eindrang, und musste dann die Segel streichen.

Es stand zwar „nur“ 4:3 fĂŒr die Elberfelder, doch hatte Martin Keller am Brett zwei Mehrbauern in einem Leichtfigurenendspiel mit ungleichfarbigen LĂ€ufern. Er beriet sich mit dem MannschaftsfĂŒhrer, dass ein 5:4 schöner wĂ€re als ein knappes 4,5:3,5; war aber fixiert, seinen g-Freibauern durchzubringen, anstatt ihn zugunsten des Bauernmarsches am DamenflĂŒgel in folgender Stellung

mittels 58.g8D+ Lxg8 59.Kxa4 zu opfern, und zog 58.Kc6, um den schwarzen König abzudrĂ€ngen. Er musste aber ein Dutzend ZĂŒge spĂ€ter die Hoffnungslosigkeit dieses Unterfanges einsehen und ins Remis einwilligen.

Durch den Sieg konnte die Vierte sich im Mittelfeld der Tabelle plazieren und trifft am 4. November auf die SG Solingen 6.

[thf]

%d Bloggern gefÀllt das: