Spannender Saisonendspurt

1. Bezirksliga: ESG III – Ohligser TV 4,5 : 3,5

Dank eines knappen aber verdienten 4,5:3,5-Heimsieges hat die Drittvertretung nach wie vor realistische Meisterschaftschancen in der 1. Bezirksliga. Zwei Runden vor Saisonende steht nunmehr ein Spitzentrio punktgleich auf den PlĂ€tzen eins bis drei – fĂŒr einen spannenden Saisonendspurt ist also gesorgt!

Das Heimspiel gegen das bisherige Verfolgerteam aus Solingen begann vielversprechend, da die ESG-Aktuere Thorben Mantler, Dennis Peters und Harald Kurz bereits nach der Eröffnung Vorteile verbuchen konnten. Harald profitierte an Brett acht vom zu passiven Igelaufbau seines Gegners Sandow, indem er die grĂ¶ĂŸere MobilitĂ€t seiner Figuren ausspielte:

Kurz – Sandow nach 20… g5

Den schwarzen Versuch um Gegenspiel konterte Harald mit 21. Sc6 und hĂ€tte nach 21… Dd7 22. Sxe7+ Dxe7 mit dem feinen Zug 23. Dg3 laut Stockfish bereits eine Gewinnstellung herbeifĂŒhren können. Doch auch der Partiezug 23. Lh2 sicherte Weiß bequemes und vorteilhaftes Spiel, in dessen Folge Harald spĂ€ter die QualitĂ€t gewann und verdient den vollen Punkt einfuhr.

Nach wie vor ungeschlagen blieb Peter Wiesemann, der an Brett sieben ÖzlĂŒgedik gegenĂŒbersaß und von diesem mit seiner bevorzugten Weiß-Eröffnung konfrontiert wurde. Peter ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und holte ein sicheres HĂ€lftchen. Es sollte das einzige Remis des Mannschaftskampfes bleiben. Die zuvor erwĂ€hnten Eröffnungsvorteile konnte Dennis Peters am 6. Brett gegen Zymeri nicht nur nicht mit ins Mittelspiel nehmen, er verlor sogar im Endspiel Material und musste letztlich eine unglĂŒckliche Niederlage einstecken.

Zwischenzeitlich gingen die GĂ€ste sogar in FĂŒhrung, als Alexandr Pertschik im hoffnungslosen Endspiel gegen Winkelrath die Waffen strecken musste, doch im Duell der Altmeister an Brett drei behielt Josef KrĂŒk gegen Ommer die Oberhand, sodass der Ausgleich bald wieder hergestellt war. Josef gelang es sehr gut, seine TĂŒrme aktiver zu positionieren und einen Freibauern zu schaffen, der am Ende die Partie entschied. Dann gingen wieder die Gastgeber in FĂŒhrung, da Thorben Mantler am Spitzenbrett seine taktisch geprĂ€gte Partie gegen Preuss zum Sieg fĂŒhren konnte. Zwischenzeitlich stand das Brett mĂ€chtig in Flammen, sodass die kiebitzenden Mitspieler teilweise recht verdutzt auf das Brett schauten.

Da Alfred GĂŒthler an Brett fĂŒnf gegen Baumann das Turmendspiel mit Minusbauer nicht mehr halten konnte und aufgab, bekam beim Zwischenstand von 3,5:3,5 die letzte noch laufende Partie am 4. Brett den alles entscheidenden Charakter: Hierbei gelang es Hagen Woldt, seinen Gegner Hammerschmidt in eine immer prikĂ€rere Position zu bringen. Raum- und Stellungsvorteile nutzte Hagen aus, um den Druck auf den gegenerischen König zu erhöhen und kurz vor Schluss folgende Stellung herbeizufĂŒhren:

Woldt – Hammerschmidt nach 44… Kg8

Der letzte Zug von Schwarz (Kf8-g8) war gegen die Drohung 45. Txf6 gxf6 46. Dh6+ mit nachfolgendem erzwungenem Matt gerichtet, entschĂ€rfte diese aber nicht. Hagen spielte nĂ€mlich trotzdem 45. Txf6 und Hammerschmidt hĂ€tte nach 45… gxf6 46. Sxf6+ die Dame verloren. Ohne seinen LĂ€ufer wollte der Solinger die Partie allerdings auch nicht fortsetzen und reichte Hagen dementsprechend die Hand zur Aufgabe. Der knappe Heimsieg stand somit unter Dach und Fach.

[TM]

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