Ein nervenaufreibender Mannschaftskampf!

1. Bezirksliga: Ronsdorfer SV – ESG III 5 : 3

In einem nervenaufreibenden Mannschaftskampf unterlag die ESG-Dritte dem neuen TabellenfĂŒhrer Ronsdorfer SV mit 3:5, was durchaus als „sehr unglĂŒckliche Niederlage“ bezeichnet werden kann. Nervenaufreibend war der Mannschaftskampf fĂŒr die Elberfelder bereits, bevor ĂŒberhaupt die Figuren auf- und die Uhren angestellt waren: ZunĂ€chst konnte kein Ersatzmann fĂŒr den verhinderten Hagen Woldt aufgetrieben werden, dann gestaltete sich das Abholen von Dennis Peters schwieriger als gedacht und schließlich fehlte zu Spielbeginn auch noch von Thorben Mantler jede Spur.

Zu sechst trat die ESG also den Mannschaftskampf an, doch zumindest erreichte Thorben Mantler wenige Minuten vor Ablauf der Karrenzzeit doch noch das Spiellokal. Die Partien fĂŒgten sich dann teilweise nahtlos in das Chaos ein: So hatte Alfred GĂŒthler an Brett vier gegen Thomas Schwarz eine Mehrfigur und starken Angriff vorzuweisen, fand bei einem Gegenangriff seines Gegners jedoch nicht die optimalen VerteidigungszĂŒge und verhedderte sich in einem Mattnetz. Dennis Peters versuchte an Brett fĂŒnf bereits in der Eröffnung SchĂ€rfe in die Partie zu bringen, sein Gegner Kolander ließ sich jedoch nicht darauf ein um fuhr das Schiff mit sicheren ZĂŒgen in den Remishafen ein.

Danach wurde es aber wieder Zeit fĂŒr Dramatik: Peter Wiesemann erprobte an Brett sechs gegen Freitag eine neue Eröffnungsvariante und lag bald mit der QualitĂ€t und einem Bauern vorne, ehe er von einem Damenschach Freitags ĂŒberrascht und zwei ZĂŒge spĂ€ter matt gesetzt wurde. Sogar noch eine Spur dramatischer verlief die Partie von Harald Kurz am 7. Brett gegen Hellmann. Hier hatte Harald eine aussichtsreiche Stellung, unterschĂ€tzte jedoch die Gefahr seines aufgerĂŒckten Königs. Doch auch sein Gegner ĂŒbersah das einzĂŒgige Matt zunĂ€chst, bemerkte es letztlich aber doch und baute den Vorsprung des Gastgebers weiter aus.

Immerhin eine wilde Partie konnten die Elberfelder aber doch gewinnen: Thomas Symank bestrafte am 8. Brett BĂŒttgenbach fĂŒr dessen lange Rochade auf den entblĂ¶ĂŸten DamenflĂŒgel und konnte somit verkĂŒrzen. Einen souverĂ€nen strategischen Sieg konnte Josef KrĂŒk an Brett zwei vermelden, nachdem er Siegmund Beck mit der Bauernwalze am KönigsflĂŒgel immer mehr in der Bredouille gebracht hatte. Und Thorben Mantler? Den selbstverschuldeten widrigen UmstĂ€nden zum Trotz konnte er Jens Kosin immerhin ein Remis abtrotzen und damit erstmals in seiner schachlichen Laufbahn einem „Zweitausender“ stand halten.

Im nĂ€chsten Mannschaftskampf, der bereits in drei Wochen stattfindet, sollte es gegen Tabellenschlusslicht Neviges dann etwas entspannter zugehen – sowohl vor als auch wĂ€hrend des Mannschaftskampfes.

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