Regionalliga 2. Runde – Das hatten wir uns anders vorgestellt …

Dass es gegen die Schachfreunde Gerresheim in der zweiten Spielrunde der Regionalliga schwer werden w√ľrde, davon durften wir aufgrund des starken Gerresheimer Spielerkaders mit mehreren Internationalen Titeltr√§gern ausgehen. Dass wir uns aber mit 2:6 eine deutliche ‚ÄěKlatsche‚Äú in der Landeshauptstadt abholen w√ľrden, damit hatte keiner auf ESG-Seite vor Spielbeginn gerechnet. Ganz im Gegenteil: Nach dem deutlichen 6:2-Erfolg am ersten Spieltag √ľber die Reserve von Ratingen war man optimistisch, auch in Gerresheim bestehen zu k√∂nnen. Letzendlich machten am Ende aber die vier ausl√§ndischen Akteure auf D√ľsseldorfer Seite mit ihrer 100% Ausbeute den gro√üen Unterschied aus. Darunter an den Brettern eins und acht zwei extra angereiste Internationale Schachmeister aus der Ukraine.

Dabei sah es in der ersten ‚ÄěSpielh√§lfte‚Äú noch sehr ‚Äěsch√∂n‚Äú aus. Wundersch√∂nes Herbstwetter zu Allerheiligen und mehrere vorteilhafte Spielpositionen ‚Äď richtig schlecht stand keiner der ESG-Spieler ‚Äď spiegelten sich in den Gesichtern der Elberfelder Spieler wider. Recht fr√ľh endeten dann auch noch zwei Partien, in denen die D√ľsseldorfer den Anzugsvorteil hatten, mit Remis. Im Duell der FIDE-Meister am Brett zwei einigte sich Helge Hintze mit dem aus China angereisten fr√ľheren Bundesligaspieler Ulrich Dresen auf eine Punkteteilung und am Brett sechs teilten sich unser Neuzugang Achim Tymura mit Gerresheims Vorsitzenden Tobias Finke den Punkt. Nach dem Wei√ü-Erfolg von unserem Teamkapit√§n Frank Noetzel am Brett vier √ľber Dennis Liedmann und der fast zeitgleichen Niederlage von Ersatzmann Stefan Pfeiffer gegen den jungen 19j√§hrigen Internationalen Meister Evor Bogdanov stand es leistungsgerecht 2:2. Auf Elberfelder Seite war man optimistisch, die Tabellenf√ľhrung weiter behaupten zu k√∂nnen. Die Spielpositionen an den vier restlichen Brettern sahen ganz gut f√ľr uns aus. Aber dann lief alles gegen uns. Zuerst verlor Thomas Fuchs am Brett sieben gegen Markus K√∂hler bei gegnerischer Zeitnot erst den Faden und dann die Partie. Am Brett f√ľnf kam dagegen Heiko Kesseler gegen den Niederl√§nder Jan Selten in hochgradige Zeitnot und verdarb in dieser seine gute Stellung unmittelbar vor der Zeitkontrolle. Auch wenn die Partie noch weitere zwanzig Z√ľge andauerte ‚Äď am Ende, nach sechzig Z√ľgen mu√üte Heiko aufgeben. Genauso wie Gerd Kurr am vierten Brett gegen Toon van Lanen, dem zweiten Niederl√§nder in der Gerresheimer Acht. Dieser hatte an der entscheidenen Stelle der Partie weitergerechnet als das ESG-Urgestein. Auch unser Bester, FIDE-Meister Reiner Odendahl, konnte am Ende dem ukrainischen Internationalen Meister Dmitry Stets am Spitzenbrett nicht mehr Paroli bieten. Letztendlich mu√üte auch er seinem Kontrahenten als Zeichen der Aufgabe die Hand reichen. Endstand 2:6 gegen uns. Eine herbe Niederlage. Unsere Aufstiegsambitionen haben schon im zweiten Ligamatch einen deutlichen D√§mpfer bekommen. Jetzt gilt es den Kopf nicht in den Sand zu stecken und mit neuer Kraft die n√§chsten K√§mpfe zu bestreiten. Wer wei√ü welchen Verlauf die Spielsaison noch nehmen wird.
[HK]