Aushängeschild…

… der Elberfelder Schachgesellschaft ist und bleibt das Blitzen, was die Elberfelder heute wieder eindrucksvoll in Solingen beim Bezirksmannschaftsblitz unter Beweis stellten, bei dem die Elberfelder nicht nur die Hälfte aller Mannschaften stellten, sich mit zweien für den Verband qualifizierten, sondern auch klar den ersten Platz belegten.

Lediglich einen Mannschaftspunkt musste die ESG I (Reiner Odendahl, Helge Hintze, Frank Odendahl und Gerd Kurr) auf den Brettern lassen und verwies die stark angetretenen Solinger auf die Plätze zwei und drei. Die ESG II (Gerhard Arold, Stefan Pfeiffer, Ludger Schmidt und Andrea Schmidt) konnte mit 9 von 20 Mannschaftspunkten den vierten Platz und damit den letzten Qualifikationsplatz auf Verbandsebene behaupten. Die ESG III (Lukas Heynck, Martin Keller und Thomas Falk) konnte dank fehlenden vierten Spielers sich nicht vom Tabellenende entfernen, holte jedoch immerhin ein Mannschaftspunkt.

Wir gratulieren

[thf]

Den Kurs halten…

… musste die Devise der ESG IV in der Begegnung in der ersten Bezirksklasse gegen Mitaufsteiger BSW VI heißen, will man sich von den Abstiegsplätzen entfernen.
In der vergangenen Saison reichte es nur für 3:3 Unentschieden (die zweite Bezirksklasse spielt nur an sechs Brettern). Wie würde sich BSW VI verstärkt haben, an den vorderen oder eher an den hinteren Brettern ?
Die ESG IV hat sich, trotz Aussetzens des Topscorers der zweiten Bezirksklasse der vergangenen Saison Udo König, an der vorderen Brettern mit Martin Keller, der leider am Sonntag verhindert war, Samuel Haringer und Fabio Santiago verstärkt. Und nun traf man auf bekannte Gesichter – Kluge, Schillings, Reichmann, Schnatz, Overhoff und Doolan.
Ein Blick auf die DWZ-Liste lässt die ESG IV als Favoriten dastehen, doch zählt in der Bezirksklasse eher die Tagesform als eine Jahres-DWZ.

Und so endeten dann auch die ersten Partien im remis: Yadollah Zargari gegen Klaus Schillings, Fabio Santiago gegen Horst Reichmann und Thomas Falk gegen Gerhard Schnatz. Auch Samuel Haringer wurde ein remis angeboten, der sich dann nach einer kurzen Abstimmung mit dem Mannschaftsführer entschloss, erst einmal weiterzuspielen.
Währenddessen konnte Renè Niebergall am Brett 7 mit den weißen Figuren druckvoll gegen Elmar Decker spielen und glaubte in der folgenden Stellung

Niebergall vs Decker
Niebergall vs Decker

mit der Kombination 18. Dxd7, Lxd7; 19. Txc7 einen Bauern zu erobern; doch schwarz antwortete dann mit 19. …Lc6, eigentlich nur um den Bauern auf b7 zu schützen, wie er später zu verstehen gab, nahm aber mit diesem Zug den Turm komplett aus dem Spiel. Vielleicht hätte man versuchen sollen, die Qualität zu opfern, dann wäre wenigstens auch der Läufer aus dem Spiel gewesen. Renès Aufgabe ließ nicht lange auf sich warten.

Der Ausgleich lag auf Brett acht zwischen Markus Biedermann und Frank Doolan. Markus konnte nicht nur ein, zwei Bauern erobern, sondern gar einen ganzen Springer obendrein. So versuchte er dann die Jongliereinlage, mit Springer und Dame den gegnerischen König (die Dame und eine diagonale Dreierbauernkette als Bodyguard dabei) matt zu setzen, anstatt die Königsstellung abzuschließen und den Freibauern zur Grundlinie zu schicken. Und dann fiel der Jonglierball zu Boden – Markus konnte kein Schach mehr geben, wollte die Dame besser stellen und übersah einen Bauernzug, der sowohl Schach gab, als auf die Reihe für die eigene Dame auf die gegnerische ungedeckte Dame freigab – Aufgabe !

Damit führte BSW mit 3,5 zu 1,5 Punkten vor den letzten drei laufenden Partien Bernd Mühlinghaus gegen Hans Kluge, Samuel Haringer gegen Achim Overländer und Josef Komeinda gegen Wolfgang Overhoff, die alles andere als klar waren. Doch glücklicherweise konnte Samuel seine Stellung stetig verbessern und, nachdem sein Gegenüber eine Springergabel zwischen König und Bauer übersah, auf die Siegesstraße einbiegen – der erste Sieg für die ESG IV, und Josef Komeinda legt zum Ausgleich mit einem Sieg über Overhoff nach.

Nun lagen die Geschicke der ESG IV allein in den Hände von Bernd Mühlinghaus (mit weiß), und es sah nicht danach aus, dass es zu einer baldigen Entscheidung auf dem Brett gegen Hans Kluge kommen würde, so dass der BSW-Kapitän Gerhard Schnatz seinem Gegenüber (nicht nur am Brett) Thomas Falk ein remis anbot; dieser vertraute jedoch seinem Mannschaftskameraden Bernd, im Sinne der Mannschaft zu handeln und die richtige Entscheidung, weiterkämpfen oder remis bieten, zu treffen. Und so war Caissa dieses Mal auf Seiten der ESG; denn Bernd erreichte nach 23. … Lf8 die folgende Stellung,

Mühlinghaus vs Kluge nach 23. ... Lf8
Mühlinghaus vs Kluge nach 23. … Lf8

in der er noch maskiert auf der d-Linie massiv Druck ausübt und diesen mit dem Springerzug 24. Sf3 (Se6 wäre genauer) entspannt. Kluge übersah wohl die weiße Drohung, tief mit der Dame ins schwarze Lager einzudringen. Vielleicht glaubte er, er könne die Dame einfangen und spielte 24. …h6 und Bernd drang mit 25. Dd7 ins schwarze Lager ein. Es folgten dann noch 25. …Sb7 (Te7 wäre etwas besser, doch die Stellung ist schon kaputt); 26. Dxf7, Lg7; 27. Td7 und Aufgabe.

So trug dann verdient/glücklich, darüber mögen andere philosophieren, die ESG IV den zweiten Sieg der Saison nach Hause.

Am 4. Dezember empfängt die ESG IV SK Tornado II im Luftschloss.

[thf]

Unglückliche Niederlage zum Heimauftakt

1. Bezirksliga: ESG III – SF Vonkeln II 3,5-4,5

So hatten sich die ESG-Akteure das erste Heimspiel der Saison nicht vorgestellt: Mit 3,5:4,5 unterlagen die Elberfelder gleichermaßen unglücklich wie unnötig der Reserve der Schachfreunde Vonkeln.
Besonders bittere Bierchen wurden Thorben Mantler am Spitzenbrett sowie Peter Wiesemann an Brett sieben bereits in der Eröffnung eingeschenkt. Thorben (mit Schwarz) hätte gegen Thomas Bratz im Kalashnikov-Sizilianer bereits nach neun Zügen in Vorteil kommen können, spielte statt des logischen Zuges aber einen Zwischenzug, der sich letztlich als absoluter Stellungskiller entpuppte, und Bratz den vollen Punkt fast schon auf dem Silbertablett servierte. Nicht viel besser erging es Peter, der gegen Dirk Schmidt einen Damenfang witterte, schlussendlich aber einen Offizier einbüßte und somit bereits nach zehn Zügen konsterniert aufgab. Alexandr Pertschik beendete aufgrund gesundheitlicher Probleme ebenfalls relativ früh seine Partie, konnte gegen Baier aber zumindest einen halben Punkt holen.

Beim Zwischenstand von 0,5:2,5 aus ESG-Sicht schien sich der Mannschaftskampf allerdings auf einmal zugunsten der Gastgeber zu wenden – passenderweise fast im gleichen Moment, als sich draußen die Sonne gegen die zuvor vorherrschenden Regenwolken durchsetzte: An Brett drei gelang Josef Krük ein Sieg gegen Carsten Becker, wobei der Vonkeln-Akteur fast die gesamte Spielzeit über die deutlich bessere Stellung vorzuweisen hatte, im Endspiel jedoch eine Figur verlor. Auch Martin Keller gelang am 8. Brett ein voller Punktgewinn, nachdem sich der König seines Gegners Bernd Breuer in ein Mattnetz verstrickt hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Dennis Peters an Brett sechs gegen Sascha Plenus folgende Stellung erspielt:

Peters-Plenus nach 20...e4
Peters-Plenus nach 20…e4

Mit 21. Se6 drang Dennis in die Stellung seines Gegners ein und baute seine Vorteile nach 21…Le5 mit 22. g4 Df7 23. Tae1 konsequent aus. Am Ende musste sich Plenus mit einer Schwerfigur im Rückstand geschlagen geben.

Der Gastgeber lag nun in Führung, hatte Oberwasser, und angesichts der Brettstellungen in den verbliebenen Partien schien der Heimsieg nur noch Formsache zu sein – doch es kam anders. Trotz zwischenzeitlichem Materialvorteils verlor Alfred Güthler im Turmendspiel gegen Kuhn den Überblick und letztlich auch die Partie, was den 3,5:3,5-Ausgleich bedeutete. Hagen Woldt konnte seinen Mehrbauern sogar in ein reines Bauernendspiel mitnehmen, wählte gegen Multhauf allerdings die falsche Abwicklung beim Abtausch am Königsflügel und verlor ebenfalls sehr unglücklich.

Zwei Eröffnungspatzer sowie zwei Endspiel-Fauxpas waren letztlich eine zu hohe Hypothek, um gegen die Schachfreunde aus Vonkeln etwas Zählbares zu holen. Dank des Auftaktsieges verbleibt die ESG III aber in der oberen Tabellenhälfte der Bezirksliga.

[TM]

Das 2000er Quintett,

Odendahl, Busse, Arold, Boos und Waagener führen das Feld der Einzelmeisterschaft des Schachbezirks Bergisch-Land 2016/17 nach der zweiten Runden am vergangenen Freitag an. Der Spielsaal der Elberfelder Schachgesellschaft war gefüllt, da nur Martin Keller seine Partie gegen Helmut Busse vorzog, so dass an sieben Bretter um einen der vier begehrten Plätze, die die Qualifikation für den Verband bedeuten, gekämpft wurde. Weitere Einzelheiten hier.

[thf]

Viererpokal-Joker…

… und Urgestein der Elberfelder Schachgesellschaft, Josef Krük, legte heute den Grundstein für den Sieg unserer Ersten gegen Velbert I, nachdem Thomas Falk seine Partie gegen Helmut Krüger im Morra-Gambit nicht remis halten konnte, wie er es sich erhofft hatte. Kaum hatte Thomas einen Zug ausgeführt, präsentierte sein Gegenüber sofort die Antwort. Nach siebzig Zügen musste Thomas die Hoffnung, einen halben Punkt beisteuern zu können, aufgeben.

Da sah es am Brett 3, an dem Josef die weißen Figuren gegen den bei der ESG wohl bekannten Uwe Kowalzick führte, deutlich erfreulicher aus, während es an den beiden ersten Brettern noch unklar war, wie der Ausgang aussehen würde. Gekonnt drang Josef in die schwarze Stellung ein, holte sich eine zweite Dame, opferte dann die erste gegen den Turm, um dann den König samt Dame mit der eingewechselten Dame aufzuspießen – Ausgleich für die ESG.

Aber Josefs Sieg am Brett 3 bedeutete nicht nur den Ausgleich, sondern einen Punkt Vorsprung in der Berliner Wertung. Die ESG bräuchte nur noch zwei remis an den beiden ersten Brettern. Vieleicht war es das, was Schachfreund Schönen am Brett 2 gegen Gerhard Arold dachte und sah, dass Reiner Odendahl am Brett 1 druckvoll, wenn auch (noch) nicht erdrückend gegen Christian Diesing spielte. Er musste auf Sieg spielen und übersah, dass Gerhards Kombination nicht korrekt war. Am Ende sah er sich mit König, Turm und einem Bauern dem weißen König mit Turm und drei Bauern gegenüber. Als der letzte verbliebene schwarze Bauer nicht mehr zu halten war, gab Schachfreund Schönen auf.

Jetzt stand es 2:1 für die ESG, und ein remis am Brett 1 würde reichen; und so sah es auch zunächst am Brett 1 aus; denn Diesing verteidigte mit Dame, Turm und Läufer zäh seine Königsstellung, die Reiner mit Dame, Turm und Springer massierte – mal den empfindlichen f-Bauern, mal die Dame, mal den Turm, bis dann Diesing die Dame ungenau zog, und Reiners Springer auf f4 auftauchte. Die Stellung ließ sich nicht mehr halten, und Reiner erhöhte zum 3:1 Endstand.

[thf]

Auftakt zur Einzelmeisterschaft des SBBLs

Ganze 17 Schachspieler des Bezirks Bergisch-Land hatten sich zur Einzelmeisterschaft angemeldet. Gestern fand in den Räumlichkeiten der Elberfelder Schachgesellschaft die erste Runde statt. Der Natur des Schweizer Systems geschuldet, ist in der ersten Runde nicht mit Überraschungen zu rechnen; dennoch wurde an alle Brettern hart gekämpft, so dass die eine oder andere Überraschung in der Luft lag.

So auch in der Begegnung am Spitzenbrett zwischen Reiner Odendahl und Detlef Beil. Nach Buchlage 500 DWZ-Punkte Unterschied ist der Ausgang vorhersagbar; doch wehrte sich Detlef zäh und hätte in der folgende Stellung nach 22. Kh1

Odendahl vs Beil nach 22. Kh1
Odendahl vs Beil nach 22. Kh1

hier lt. Computer mit 22. … h3 fortsetzen können (-0,5), zog in Zeitnot jedoch Td5. In den folgenden Zügen in hochnotgradidiger Zeitnot strauchelte seine Dame und gab im 28. Zug auf, da der Damenverlust nicht mehr zu verhindern war.

Auch am zweiten Brett zwischen Dennis Peters und Markus Boos wollte sich Dennis nicht dem DWZ-Diktum beugen, sondern griff mit den weißen Steinen offensiv an und bot nach 22. Sd5-f6 mal ein Remis an,

Peters vs Boos nach 22. Sf6
Peters vs Boos nach 22. Sf6

über das Markus zehn Minuten lang nachdachte (ist das wirklich remis ?), bis er die Fortsetrzung 22. … Dd8 fand. Dennis hätte mit 22. Sf3 eine leicht bessere Stellung erreicht. Am Ende zahlte sich doch die Routine der erfahreneren Markus aus, und er konnte die Partie noch für sich entscheiden.

Am Brett 5 war die Partie zwischen Ulrich Waagener und Uwe Kowalzick lange ausgeglichen, mal für den einen, mal für den anderen vorteilhaft, bis Ulrich im 26. Zug hxg6 zog.

Waagener vs Kowalzick nach 26. hxg6
Waagener vs Kowalzick nach 26. hxg6

Hier hatte Uwe wohl Angst vor der offenen h-Linie, auf die Ulrich seine Türme hätte stellen können, und zog nicht 26. … hxg6 (damit wäre die Partie noch spielbar geblieben), sondern ließ sich zu Txg6 verleiten und geriet auf die Verliererstraße.

Die Überraschung des Tages gelang dann doch noch Carsten Becker, der seine Partie gegen 180 DWZ-Punkte stärkeren Dr. Hans-Joachim Boschek gewinnen konnte.

Die weiteren Ergebnisse hier und die ersten Impressionen in der Galerie.

Die zweite Runde findet am Freitag, den 30. September um 19:00 statt.

[thf]

Souveräner Erfolg zum Saisonstart

1. Bezirksliga: SV Wermelskirchen III – ESG III 2,5 – 5,5

Die „ESG-Dritte“ ist wie in der Vorsaison mit einem souveränen Auswärtserfolg gegen Wermelskirchen in die neue Saison gestartet. Der 5,5:2,5-Sieg gibt Anlass, optimistisch auf die kommenden Aufgaben zu blicken.
Thomas Symank brachte die Gäste an Brett acht früh in Führung, als er gegen Frederik Botte mit seinem Mehrbauern durchbrechen konnte. Ebenfalls einen Mehrbauern konnte Thorben Mantler am Spitzenbrett verbuchen. Doch sein Gegner Lohmann hatte mehr als ausreichend Kompensation und zwischenzeitlich sogar Siegchancen, sodass Thorben am Ende glücklich mit einem halben Punkt sein konnte.

Am 5. Brett waren es dagegen die Gastgeber, die froh über die Punkteteilung sein konnten, da Dennis Peters erst am Analysebrett den Gewinnweg mittels eines Springeropfers fand. Am Partiebrett wählte er die sichere Remisvariante und verständigte sich mit Engels auf die Punkteteilung.
Der ESG-Sieg nahm langsam Konturen an, als Harald Kurz an Brett sieben gegen Helmut Krük seinen im frühen Mittelspiel errungenen Qualitätsvorteil im Endspiel sicher in einen vollen Punkt ummünzen konnte.

Nach der Eröffnung war Peter Wiesemann noch unzufrieden mit seiner Stellung gegen Kubiak, doch am Ende erreichte er ebenso sicher den Remishafen wie Alfred Güthler an Brett vier. Nicht in der Eröffnung, sondern im Turmendspiel hatte Alfred gegen Werner Müller noch sehr bedenklich gestanden, dann aber geschickt abgetauscht und so das Remis gesichert. Den ESG-Sieg perfekt machte schließlich Neuzugang Hagen Woldt, der an Brett drei gegen Wegg nach 24…Db6 den folgenden feinen Gewinnweg fand:

woldt_wegg

25. f5! führt den entscheidenden Bauernvorstoß mit Tempo aus. Nach 25…Ld7 26. Scd5 Sxd5 27. Sxd5 Dd8 28. f6! ist die Stellung bereits nicht mehr zu halten. Wegg erkannte dies ebenfalls und gab sich nach wenigen weiteren Zügen geschlagen. Das Schlussremis zum 5,5:2,5 aus ESG-Sicht besorgte Altmeister Josef Krük an Brett, dessen Partie gegen Paradies nie wirklich die Remisbreite verließ.

[TM]

Drei Hoffnungsträger, …

… Martin Keller, Samuel Haringer und Fabio Santiago, verstärken den Kader der ESG IV in der neuen Saison nach dem Aufstieg aus der zweiten Bezirksklasse, in der an sechs Brettern gespielt wird, in die erste, in der an acht Brettern gespielt wird.

Leider setzt der Topscorer der letzten Saison Udo König in dieser Saison aus, so dass die ESG IV wie auch schon in der letzten Saison nur mit einem Stammspieler, Markus Biedermann, spielt, der heute für den verhinderten Renè Niebergall zum Einsatz gegen Mettmann Sport II kam.

Die Mettmanner waren so freundlich, ihre Spielstätte zur Verfügung zu stellen, damit die ESG IV und die ESG I nicht gleichzeitig im Luftschloss spielen müssen. Zudem zeigte der Mettmanner Mannschaftsführer, Joachim Döhring, sportliches Fair-Play, als er dem Mannschaftsführer der ESG IV, Thomas Falk, am Freitag mitteilte, dass das erste Brett unbesetzt bleiben wird. Dadurch brauchte Bernd Mühlinghaus sich nicht ans Brett setzten, sondern gewann die Partie kampflos.

Die Punkte für die ESG IV wurden schnell an den unteren Brettern gemacht: an Brett 8 durch Markus Biedermann gegen Heinz Müller, an Brett 7 durch Thomas Falk gegen Leonie Mueller, an Brett 6 durch Josef Komeinda gegen Nikolas Erhard, sowie an Brett 5 durch Yadollah Zargari gegen David Nelles; und die ESG IV lag mit 5:0 in Führung und hatte damit den Mannschaftssieg in der Tasche.

Jetzt lagen die Hoffnungen und Blicke auf den neuen, Martin, Samuel und Fabio. Würden sie die Erwartungen erfüllen können und die Aussicht auf den Klassenerhalt nähren können ? Relativ leichtes Spiel hatte Fabio Santiago am Brett 4 gegen Lukas Köhn. Am Ende gelang es Lukas Köhn noch, sich mit seinem König vor Fabio und dem drohenden Matt in den gegnerischen Reihen zu verstecken, bevor es Fabio dann schließlich gelang, den gegnerischen König aufs freie Feld zu jagen und ihn auf seiner eigenen Grundreihe mattzusetzen; und Fabio erhöhte damit auf 6:0 für die ESG IV

Nicht ganz so einfach hatte es Martin am Brett 2 gegen Manfred Otto. Zwar dominierte Martin die Geschehnisse auf dem Brett, doch konnte sein Gegenüber lange gegenhalten und sogar den Ausgleich erzielen, bis ihm in der folgenden Stellung

Keller vs Otto nach 42. b4

das Glück Caissa verließ und 42. … Tg4 zog (42. Lc6 würde noch die Bauern am Damenflügel aufhalten [+ 1, laut Shredder], was Martin konsequent mit 43. Tf7 beantwortete. Zwei Züge später gab Otto auf.

Sollte das etwa doch noch ein Kantersieg werden ? Doch sah das nicht danach aus, dass Samuel Haringer am Brett 3 gegen Joachim Döhring den achten Punkt holen würde, nachdem er  im 14. Zug nicht ganz korrekt einen Springer für zwei Bauern opferte, bekam jedoch dafür ein bisschen Initiative und erreichte nach 26. Lg5 folgende Stellung

Döhring vs Haringer nach 26. Lg5
Döhring vs Haringer nach 26. Lg5

und zog 26. … f6. Shredder schlägt hier 26. … Le6 mit Ausgleich vor. Zwar gelang es Samuel noch, den etwas verirrten und abgeschnittenen weißen Springer zu erobern, doch verlor er dabei wichtige Züge am Königsflügel und konnte das Eindringen der weißen Türme nicht verhindern.

So konnte die ESG IV heute mit einem kleinen Schönheitsfehler wertvolle Mannschafts- und Brettpunkte gegen Mitaufsteiger und direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt aus dem Neanderthal an die Wupper holen.

Am 16. Oktober geht es dann zur BSW VI.

[thf]

 

Viererpokal Lennep II vs ESG I – Mission complete…

… konnte heute Thomas Falk, 1. Spielleiter der Elberfelder Schachgesellschaft und Aushilfsmannschaftführer der ESG I – Viererpokalmannschaft dem sich im Urlaub befindlichen Mannschaftskapitän der Ersten Frank Noetzel melden.

Da sich derzeit noch viele Spieler im Urlaub befinden, zog Thomas zusammen mit Reiner Odendahl, dem er die Losung gab, unbedingt auf Sieg zu spielen, nach Remscheid, um mit den beiden Viererpokaljokern Alexandr Pertschik und Altmeister Josef Krük, beide ESG III, die ESG I gegen Lennep II in die nächste Viererpokalrunde zu bringen. Was Josef dazu veranlasste, Reiner zu fragen: „Du spielst bei uns mit ?“.

Aber wer würde für Lennep II antreten, die zweite Mannschaft von Lennep oder die zweite Hälfte der ersten – keine leichte Aufgabe für die ESG. Thomas brachte als erste ein remis ein. Nach einem guten Angriff, wickelte er nicht korrekt ab und musste die Qualität geben, woraufhin er ins Remis einlenkte – wenigstens das vierte Brett nicht verloren (auch wenn mehr drin gewesen war).

Aufatmen und Hoffnung schöpfen konnte die ESG I, nachdem es Josef gelungen war, die gegnerische Stellung aufzuknacken. Josef hatte den kleinen weißen g2-Bauern mit allen drei Schwerfiguren und einem Läufer ins Visier genommen, den sein Gegenüber mit König, zwei Türmen und Springer zäh verteidigte, während die Dame auf dem Damenflügel herumirrte, und irgendwie gelang es Josef noch, seinen h-Bauern gegen das Bollwerk zu schmeißen, der es dann aufbrach.

Da Reiner auf Sieg spielte, konnte die Losung «remis halten» an Alexandr ausgeben werden, was er auch sofort seinem Gegenüber nach einer längeren Zigarettenpause anbot. Dieser lehnte jedoch ab, glaubte, wie er später sagte, dass sein Brettnachbar gegen Reiner remis halten könnte, und wollte daher auf Sieg spielen. Doch war die Dominanz von Reiner zu groß, und so trug er den Sieg davon. Dennoch wollte der Gegner von Alexandr weiterspielen. Im Versuch, dem Figurenabtausch auszuweichen, verschlechterte er seine Stellung zusehens, so dass er die remis-Stellung letztendlich noch verlor. Mit 3,5 Punkten fuhr die ESG I dann zurück an die Wupper.

[thf]

Viererpokal ESG II vs SC Solingen 28 I – Das Unmögliche wagen…

… könnte man die Begegnung zwischen der ESG II und der Solingen I im Viererpokal des SBBL 2016 nennen – gelang es doch der Zweiten mit  David Bachmann, Andrea Schmidt, Lukas Heynck und Leihgabe Thomas Symank von der ESG III sich gegen SC Solingen 28 durchzusetzen. Nach Andreas Remis, Lukas‘ Verlust und Thomas‘ Sieg stand es schließlich 1,5:1,5. Im Falle eines Remis von David stünde es nach der Berliner Wertung 4,5:5,5 gegen uns, da die höheren Bretter mehr zählen. Folglich mussten wir an Brett 1 gewinnen. David konnte mit Schwarz in der Eröffnung schnell ausgleichen und anschließend eine Druckstellung aufbauen. In der Hoffnung, den Bauern auf e5 zu verteidigen, spielte sein nominell stärkerer Gegner Stefan Speck, der sich in Zeitnot befand, 29. Sg4. David gewann die Partie daraufhin mit Matt und endschied den Kampf für uns.

Weiß am Zug

[LH]