ESG I weiter auf Erfolgskurs

In der dritten Runde der Regionalliga gewann die erste Mannschaft am Sonntag verdient gegen Tornado Hochneukirch mit 5:3

Der Plan ging auf, diesmal an den unteren Brettern zu punkten. So gewannen überzeugend Achim Tymura, Marco Rebbe und Thomas Fuchs. Sie ließen ihren Gegnern keine wirkliche Chance. Auch Gerhard Arold steuerte auf einen ganzen Punkt zu, gab aber seine Initiative etwas ab und bot schließlich Remis an, um seinem Gegner noch eine Heimfahrt im Hellen zu ermöglichen. Das war bei einem Spielbeginn von 13.00 Uhr (Volkstrauertag) nicht selbstverständlich.

Differenzierter sah der Kampfverlauf in der oberen Mannschaftshälfte aus. Während Reiner Odendahl und Maik Naundorf mit schwarzen Steinen in ein frühes Remis einwilligten, hatten Helge Hintze und Frank Noetzel mit ihren über 80 Jahre alten Gegnern schwer zu kämpfen. Frank erholte sich aus einer mäßigen Eröffnungsbehandlung und konnte im Mittelspiel das Gleichgewicht noch gerade zum Remis halten. Schlechter erging es Helge gegen den frischgebackenen deutschen Seniorenmeister Jefim Rotstein, der seinen Stellungsvorteil in ein gewonnenes Läuferendspiel ummünzen konnte.

Die Mannschaft bleibt ungeschlagen Zweiter in der Tabelle und trifft im ersten Spitzenspiel am 17.12. zu Hause auf den Tabellennachbarn Solingen III.

[FN]

Elberfelder Schachgesellschaft im Halbfinale…

… des Viererpokals des Schachbezirks Bergisch-Land.

Am Sonntag empfing die ESG I die Gäste aus Remscheid, und man merkte ihnen die Anspannung an; denn mit einem Sieg würde man ins Halbfinale mit guten Aussichten auf die Qualifikation für den Niederrheinischen Verband einziehen.

Der Mannschaftsführer von Remscheid schritt schnurstracks auf Maik Naundorfs Brettseite zu und schob, um sich Platz zum Ausfüllen der Spielberichtskarten zu schaffen, alles beiseite, beziehungsweise legte seine Sachen darauf. Der nicht weit entfernt stehende Maik bittet ihn, verwundert über das an den Tag gelegte Verhalten, sich einen anderen Tisch zu suchen, woraufhin er beschimpft und gar beleidigt wird. Erst das beherzte Einschreiten Reiner Odendahls, ihn des Hauses zu verweisen, bot dem seltsamen Gehabe des Remscheiders Einhalt.

Parallel zum Viererpokal spielte auch die Zweite der Elberfelder Schachgeselschaft ihren Mannschaftskampf gegen den Rheydter SC, so dass der Viererpokal im kleinen Spielsaal ausgetragen wurde.

„Die Partie von Reiner Odendahl mit den schwarzen Figuren am Brett 1 war für mich ziemlich undurchschaubar, doch ich dachte Weiß steht besser. Nachdem meine Partie beendet war (davor war Brett 4 schon entschieden) bot Reiner Remis an, und sein Gegner nahm das Angebot an. Es war so eine Art Kan-Variante/Igelstellung ohne weißes c4 und mit frühem f4-f5-Angriff, in der Schwarz auf f5 nimmt und Druck auf den e4-Bauern mittels Umgruppierung des Läufers von e7 über f8 nach g7 und Tfe8 hält.

Meine Partie am Brett 2 mit weiß verlief erstaunlich einseitig, und ich wunderte mich auch während meiner Partie darüber. Vermutlich darf Schwarz nicht so früh den Läufer nach c6 stellen (ohne frühes Sf3 und Sf6) und seinen c-Bauern blockieren.

Die Partie von Gerhard Arold am Brett 3 lief meiner Meinung nach für uns von Beginn an gut finde, und Gerhard spielte eine saubere und vielleicht etwas technische Partie gegen dieses Dd6-Skandinavisch.

Am Brett 4 verlief die seltsamste Partie, geführt von Alfred Güthler; da gab es ein Opfer (Ich meine es war 1.e4 e5 2.Sf3 d6 3.d4 f5) und irgendwie stand Alfred meiner Meinung nach immer schlechter, so dass der „liebe“ Herr Schikowsky seine Partie gewann. Ich sprach nicht mit ihm und er auch nicht mit mir.“

So setzte sich die Elberfelder Schachgesellschaft mit 2,5:1,5 gegen Remscheid durch und trifft im Halbfinale auf Vohwinkel.

[Maik Naundorf]

 

Kamp-Lintfort – ESG I 3,5: 4,5

In der zweiten Runde der Regionalliga wollte die erste Mannschaft an ihren gelungenen Saisonauftakt anknüpfen und zum ersten Auswärtsspiel in der Favoritenrolle antreten. Kamp-Lintfort war nach Papierform eher schwächer als der NRW-Klasse Absteiger Ratingen einzustufen, der ja mit 6:2 im Heimspiel besiegt werden konnte. Ferner gingen die beiden letzten Begegnungen mit der Mannschaft vom Niederrhein zu unseren Gunsten aus. Leider mussten wir auf Helge und Maik verzichten, also unserer nominellen Nummern 2 und 3. Doch mit Michael Podder und Stefan Pfeiffer hatten wir gute Ersatzleute im Gepäck.

Da der Gegner fast in Bestbesetzung antrat, entwickelte sich der schon erwartete Kampf auf Augenhöhe. Nach drei Stunden liefen noch alle Partien, bis die ESG durch Marco etwas überraschend in Führung ging. Gute Stellungen zeichneten sich langsam auch bei den anderen Brettern ab, ehe Vereinfachungen zu Remisen bei Gerd und Achim führten. Michael wollte sein Endspiel unbedingt noch weiterspielen und hätte dabei beinahe noch verloren. Auch er schloss mit einem Remis die Partie ab. Unglücksrabe des Tages aus unserer Sicht war Stefan, der den Gegner mit seinem Londoner System massiert hatte, besser stand, aber durch Unachtsamkeit einen wichtigen Bauern und schließlich sogar die Partie verlor.

Die Führung für die ESG konnte durch Frank (in holländischem Stil) wieder sichergestellt werden. Reiner und Gerhard bissen sich die Zähne mit Weiß aus, um jeweils noch einen vollen Punkt zur Ergebnisverschönerung beisteuern zu können, es reichte aber nur zum Unentschieden.

Als Fazit darf festgehalten werden, dass es an diesem Spieltag nur Schwarzsiege gab, Kamp-Lintfort nicht zuletzt dank seiner sympathischen Mannschaft immer ein nettes Ausflugsziel darstellt und Elberfeld I mit reiner Weste auf Platz 2 der Regionalligatabelle steht.

[FN]

ESG I – Ratingen II 5:3

Im vorletzten Saisonspiel der Regionalliga verteidigte die erste Mannschaft ihren fünften Tabellenplatz mit einem erkämpften Sieg gegen die zweite Mannschaft aus Ratingen.

Friedlich trennten sich zunächst Reiner Odendahl, Frank Noetzel und Gerd Kurr nach 2,5 Stunden Spielzeit mit ihren Gegnern auf  Remis , ehe es an den anderen Brettern ordentlich zur Sache ging. Im Laufe des Kampfes entwickelten sich ein Stellungsvorteil bei Thomas Fuchs und ein Materialvorteil bei Achim Tymura. An den anderen Brettern sah es für uns augenscheinlich schlechter aus. Kein Elberfelder gab sich jedoch geschlagen und der ESG gelang die von Außenstehenden beurteilte optimale Punkteausbeute . Achim und Thomas gewannen in überzeugender Weise ihre Endspiele aus besseren Stellungen, während Helge Hintze, Markus Rebbe und Gerhard Arold den Gewinnversuchen ihrer Gegner standhielten und Remis spielten. Der Mannschaftssieg und das letzte Heimspiel dieser Saison fanden im ESG-Stammlokal am Loh ihren fröhlichen Ausklang.

Ende April geht es noch um die goldene Ananas zum Lokalrivalen nach Solingen. Im nächsten Jahr dürfte es ESG I in der Regionalliga eher mit Ratingen I als mit Ratingen II zu tun bekommen, aber in der Mannschaft steckt immer noch Luft nach oben.

[FN]

Nachlese Nachholespiel Regionalliga ESG I – SF Heinsberg

Ohne 2 Spiel 3 – Heinsberg ließ die Bretter 2 und 3 frei und unsere Meister Hintze und Noetzel konnten entspannen. Arbeiten hingegen musste unser Brett 1 Meister Odendahl gegen den jungen Holländer van Meegen. In einer Bogoindischen Verteidigung konnte er als Schwarzer abseits des mainstreams relativ schnell ausgleichen und Druck aufbauen:

Hier ist Weiss am Zug und wer hätte geglaubt, dass g4 jetzt schon ein Fehler ist? Reiner Odendahl gelingt es nun mit einer Folge genauer Züge beginnend mit Sfxg4 eine Bresche in die Verteidigungslinien des Weissen zu schlagen und kurze Zeit später folgende Stellung zu erreichen (Schwarz am Zug):

Auch hier findet Reiner den Zug, der den Druck auf den gegnerischen König weiter erhöht: f5! Weiss gelingt es weiterhin nicht, sich aus der Umklammerung zu befreien bzw. den Druck abzuschütteln und die Vorteile des Schwarzen verdichten sich (Schwarz am Zug):

Hier findet Schwarz das schöne Tf2 und nachdem es zwischenzeitlich für unsere Erste 4-0 steht hat der Weisse vermutlich ein Einsehen und es folgt für die Galerie 25.Dg4 Sf3 26.Dxd7 Th2#

Schön spielen kann man immer nur wenn der Gegner mitmacht…

[MK]

Kamp-Lintfort – ESG I 3:5

In der 5. Runde der Regionalliga wollte die erste Mannschaft ihr Punktekonto wieder ausgleichen. Aber auch der Gegner, die Heimmannschaft vom linken Niederrhein, hatte die feste Absicht, den letzten Tabellenplatz zu verlassen und spielte in dieser Saison erstmals in Bestbesetzung. Das im Vergleich zum letzten Jahr deutlich schönere und ruhigere Spiellokal und die Ambitionen beider Teams ließen einen interessanten Kampf erwarten. Die Einzelergebnisse wurden sofort ins Netz gestellt und via Monitor im Spielsaal visualisiert.

Sehr schnelle Zugfolgen führten an Brett 7 zu Stellungsvorteilen von Marco, der nach 2 Stunden dann auch prompt gewann. Zu diesem Zeitpunkt hatte Frank im Endspiel einen gesunden Mehrbauern, den er nach 3 Stunden Gesamtspielzeit zum beruhigenden 2:0 verwerten konnte. Hartnäckiger zeigten sich die Gegner an den beiden Spitzenbrettern, so dass Reiner und Helge auch in Anbetracht des Spielstandes in den Remishafen steuerten. Auch Gerd hielt den Ball flach zum 3,5:1,5 für die ESG, ehe Achim den Mannschaftssieg mit einer positionell überzeugenden Leistung sicherstellte. Taktisch wäre aber zwischendurch starkes Gegenspiel möglich gewesen, wie er nach der Partie betonte. Pechvogel des Tages war erneut Thomas, der aus einer überzeugenden Eröffnungsbehandlung und Stellungsvorteilen im Laufe des Spiels kein Kapital schlagen konnte und sogar noch verlor. Gerhard steuerte schließlich nach wechselhaftem Partieverlauf das Remis zum 5:3 Endstand bei. Damit ist ESG I nach 5 Runden Fünfter mit 5:5 Punkten (give me five !).

[FN]

Acht Freunde…

… müssen wir sein, schoss es dem ersten Spielführer der Elberfelder Schachgesellschaft, Thomas Falk, durch den Kopf, als ihm der Mannschaftsführer der Ersten, Frank Noetzel, eröffnete, dass er ausgerechnet für den Kampf gegen den Titelaspiranten Turm Krefeld, gegen den man in der letzten Saison gewonnen hatte und somit den Traum auf den Aufstieg vermasselte, nur vier eigene Spieler rekrutiert bekäme und schon mit dem Gedanken spielte, die Begegnung kampflos zu geben.

Krefeld hatte sich für diese Saison verstärkt, um den Aufstieg sicher zu machen. Daher wollte man wertvolle Ersatzspieler aus der zweiten nicht gegen Krefeld einsetzen, sondern lieber in Begegnungen, in denen berechtigte Hoffnungen auf Punkte an den hinteren Brettern bestand.

Die erste der Elberfelder hat nicht nur Freunde in der zweiten, sondern auch in den anderen drei Mannschaften, und so rekrutierte Thomas schnell drei weitere Freunde aus der vierten, nämlich Bernd Mühlinghaus, Samuel Haringer und Fabio Santiago, da die Dritte ebenfalls ein Spiel am Sonntag hatte, bei dem Martin Keller ebenfalls Ersatz spielte und am Brett acht einen Punkt holte.

So fuhr man dann, immerhin mit acht Spielern, nach Krefeld, nicht um zu gewinnen, sondern um den einen oder anderen Brettpunkt an den vorderen Brettern zu gewinnen. Vielleicht würde es den Spielern der Vierten an den hinteren Brettern gelingen, die Partien lange unklar zu halten, so dass die Krefelder an den vorderen Bretern mehr riskieren mussten und stolpern würden. Und so sah es dann auch am Brett 5 «Borner vs Mühlinghaus» und am Brett 7 «Fehmer vs Santiago» länger danach aus, als ob man die Partien remis halten könnte. Weniger Glück hatten Thomas Falk am Brett 8 gegen Ingo Thomas, sowie Samuel Haringer gegen Winkel aus. Doch letztlich musste alle von der Vierten eingestehen, dass man gegegn einen 2000er keine Chance auf ein Remis hat. Dennoch war es ein Erlebnis, seine Kräfte mit einem solch starken Spieler unter ernsthaften Bedingungen zu messen.

Die Hoffnungen auf wertvolle Brettpunkte lagen nun auf den drei verbliebenen Spielern der Ersten, Reiner Odendahl, Helge Hintze und Achim Tymura, da in der Zwischenzeit auch Gerhard Arold seine Partie verloren gab. Danach einigten sich zuerst Reiner Odendahl mit van Gool und dann Helge Hintze mit Montignies auf ein Remis – immerhin ein Brettpunkt für die ESG.

Auch Achim Tymura, der mit weißem Turm, Springer, Bauer gegen Dame spielte, bot mal bei ausgeglichener Stellng remis an, doch sein Gegenüber Kistella wollte unbedingt auf Sieg spielen, so dann auch hier

Tymura vs Kistella nach 40. Kh2
Tymura vs Kistella nach 40. Kh2

nach dem vierzigsten Zug von weiß Kh2, die Achim in Zeitnot spielte – der Verband spielt noch ohne Fischer-Inkrement. Auch in Zeitnot spielte Kistella (schwarz), der seine Bauern auf dem Königsflügel gegen den weißen König anrollen ließ, 40… Dd1. Der Computer empfiehlt hier h4.

Achim, nun jenseits der Zeitkontrolle, hatte nun viel Zeit, den richtigen Zug zu finden: 41. Se5! und die Partie ist entschieden.Es droht Sc6+, und der Bauer geht zur Grundlinie.

Es folgten: 41… Dxd6; 42. Td7+, Dxd7; 43. Sxd7, Kxd7; und der weiße König ist schneller an den Bauern auf dem Königsflügel dran als schwarz, denen der schwarze König zur Hilfe eilen muss und so das anschießende Rennen auf den Damenflügel verliert. Er kann das wichtige Feld c7 nicht mehr rechtzeitig erreichen.

So errang Achim dann den einzigen Sieg am Brett und erhöhte immerhin auf 2:6.

[thf]

Viererpokal-Joker…

… und Urgestein der Elberfelder Schachgesellschaft, Josef Krük, legte heute den Grundstein für den Sieg unserer Ersten gegen Velbert I, nachdem Thomas Falk seine Partie gegen Helmut Krüger im Morra-Gambit nicht remis halten konnte, wie er es sich erhofft hatte. Kaum hatte Thomas einen Zug ausgeführt, präsentierte sein Gegenüber sofort die Antwort. Nach siebzig Zügen musste Thomas die Hoffnung, einen halben Punkt beisteuern zu können, aufgeben.

Da sah es am Brett 3, an dem Josef die weißen Figuren gegen den bei der ESG wohl bekannten Uwe Kowalzick führte, deutlich erfreulicher aus, während es an den beiden ersten Brettern noch unklar war, wie der Ausgang aussehen würde. Gekonnt drang Josef in die schwarze Stellung ein, holte sich eine zweite Dame, opferte dann die erste gegen den Turm, um dann den König samt Dame mit der eingewechselten Dame aufzuspießen – Ausgleich für die ESG.

Aber Josefs Sieg am Brett 3 bedeutete nicht nur den Ausgleich, sondern einen Punkt Vorsprung in der Berliner Wertung. Die ESG bräuchte nur noch zwei remis an den beiden ersten Brettern. Vieleicht war es das, was Schachfreund Schönen am Brett 2 gegen Gerhard Arold dachte und sah, dass Reiner Odendahl am Brett 1 druckvoll, wenn auch (noch) nicht erdrückend gegen Christian Diesing spielte. Er musste auf Sieg spielen und übersah, dass Gerhards Kombination nicht korrekt war. Am Ende sah er sich mit König, Turm und einem Bauern dem weißen König mit Turm und drei Bauern gegenüber. Als der letzte verbliebene schwarze Bauer nicht mehr zu halten war, gab Schachfreund Schönen auf.

Jetzt stand es 2:1 für die ESG, und ein remis am Brett 1 würde reichen; und so sah es auch zunächst am Brett 1 aus; denn Diesing verteidigte mit Dame, Turm und Läufer zäh seine Königsstellung, die Reiner mit Dame, Turm und Springer massierte – mal den empfindlichen f-Bauern, mal die Dame, mal den Turm, bis dann Diesing die Dame ungenau zog, und Reiners Springer auf f4 auftauchte. Die Stellung ließ sich nicht mehr halten, und Reiner erhöhte zum 3:1 Endstand.

[thf]

Viererpokal Lennep II vs ESG I – Mission complete…

… konnte heute Thomas Falk, 1. Spielleiter der Elberfelder Schachgesellschaft und Aushilfsmannschaftführer der ESG I – Viererpokalmannschaft dem sich im Urlaub befindlichen Mannschaftskapitän der Ersten Frank Noetzel melden.

Da sich derzeit noch viele Spieler im Urlaub befinden, zog Thomas zusammen mit Reiner Odendahl, dem er die Losung gab, unbedingt auf Sieg zu spielen, nach Remscheid, um mit den beiden Viererpokaljokern Alexandr Pertschik und Altmeister Josef Krük, beide ESG III, die ESG I gegen Lennep II in die nächste Viererpokalrunde zu bringen. Was Josef dazu veranlasste, Reiner zu fragen: „Du spielst bei uns mit ?“.

Aber wer würde für Lennep II antreten, die zweite Mannschaft von Lennep oder die zweite Hälfte der ersten – keine leichte Aufgabe für die ESG. Thomas brachte als erste ein remis ein. Nach einem guten Angriff, wickelte er nicht korrekt ab und musste die Qualität geben, woraufhin er ins Remis einlenkte – wenigstens das vierte Brett nicht verloren (auch wenn mehr drin gewesen war).

Aufatmen und Hoffnung schöpfen konnte die ESG I, nachdem es Josef gelungen war, die gegnerische Stellung aufzuknacken. Josef hatte den kleinen weißen g2-Bauern mit allen drei Schwerfiguren und einem Läufer ins Visier genommen, den sein Gegenüber mit König, zwei Türmen und Springer zäh verteidigte, während die Dame auf dem Damenflügel herumirrte, und irgendwie gelang es Josef noch, seinen h-Bauern gegen das Bollwerk zu schmeißen, der es dann aufbrach.

Da Reiner auf Sieg spielte, konnte die Losung «remis halten» an Alexandr ausgeben werden, was er auch sofort seinem Gegenüber nach einer längeren Zigarettenpause anbot. Dieser lehnte jedoch ab, glaubte, wie er später sagte, dass sein Brettnachbar gegen Reiner remis halten könnte, und wollte daher auf Sieg spielen. Doch war die Dominanz von Reiner zu groß, und so trug er den Sieg davon. Dennoch wollte der Gegner von Alexandr weiterspielen. Im Versuch, dem Figurenabtausch auszuweichen, verschlechterte er seine Stellung zusehens, so dass er die remis-Stellung letztendlich noch verlor. Mit 3,5 Punkten fuhr die ESG I dann zurück an die Wupper.

[thf]

Schachliches Duett

Am 19. August um 20:00 wird Lukas Heynck seine Partie, die er am 12. Juni 2016 für die ESG I gegen Hans Rombey (Hochneukirch) spielte (wir berichteten ), zusammen mit Reiner Odendahl im Rahmen der neuen Reihe „Schachliches Duett“ öffentlich anslysieren, zu dem wir Euch alle herzlich einladen möchten.

[thf]