Spannendes 4:4 im Stadtderby

1. Bezirksliga: ESG III – SC Tornado Wuppertal 4:4

2:0 geführt, dann 3:4 zurückgelegen und am Ende noch einen Mannschaftspunkt gerettet – langweilig war das Stadtderby der Dritten gegen den SC Tornado zu keinem Zeitpunkt. Für den bereits erwähnten optimalen Start der ESG sorgten Harald Kurz und Thomas Symank an den hinteren Brettern. Harald bezwang am 7. Brett Joachim Kloß, während Thomas am 8. Brett gegen Lydia Baumgarten die Oberhand behielt. Beiden ESG-Akteuren ebnete ein Figurengewinn den Weg zum Erfolg.

Danach allerdings punkteten vor allem die Gäste aus Unterbarmen, zunächst in Person von Tobias Deika, der den nach seinem Unfall wieder genesenen Alfred Güthler an Brett vier mit einem Figurengewinn zur Aufgabe zwang. Wenig später musste Alexandr Pertschik in einer von seinem Gegner Milorad Nikolik scharf geführten Partie die Waffen strecken. Die erste Punkteteilung des Mannschaftskampfes ereignete sich an Brett sechs: Peter Wiesemann hatte gegen Bastian Kissing zwar eine leicht bessere Stellung, letztlich jedoch einsehen müssen, dass diese nicht zu gewinnen war.
Am Spitzenbrett musste Josef Krük einem überhasteten Angriff am Königsflügel Tribut zollen, da sein Gegner Luca Hemmerich nach erfolgreich Verteidigung deutliche Stellungsvorteile verbuchen konnte. Die Gastgeber gerieten so erstmals in Rückstand und die beiden Akteure der noch ausstehenden Partien unter Druck.

Leander Berner hatte aufgrund des Rückstandes und weil er sich im Vorteil sah das Remisangebot von Arne Beckmann abgelehnt, einige Züge später jedoch selber Remis angeboten, da er keinen Gewinnweg sah. Thorben Mantler an Brett zwei war es somit vorbehalten, den 4:4-Endstand herzustellen. Er kam gegen Dieter Wegner bereits mit Vorteilen aus der Eröffnung und münzte diesen Konsequent in einen Sieg um.

Mit dem bereits dritten 4:4-Unentschieden in dieser Saison bleibt die ESG im oberen Tabellendrittel, dürfte bei drei Punkten Rückstand allerdings auch keine Aufstiegschancen mehr besitzen. Die beiden verbliebenen Saisonspiele kann die ESG-Dritte somit ganz entspannt angehen.

[TM]

Nichts anbrennen lassen…

… lautete die Devise der ESG IV im vorletzten Mannschaftskampf der Saison 2015/16 gegen Ronsdorf, denn ein Sieg gegen Ronsdorf dürfte vorzeitig den zweiten Tabellenplatz sichern, der den Aufstieg bedeuten würde. Nur Verfolger Tornado könnte den Aufstieg noch theoretisch streitig machen; doch mussten sie heute in ihrem letzten Mannschaftskampf (die zweite Kreisklasse spielt nur mit neun Mannschaften) ausgerechnet gegen den unangefochtenen Tabellenführer Lennep antreten – ein Sieg wäre mehr als eine Überraschung gewesen.

Studieren von Tabellen und DWZ ist eine Sache – am Brett die theoretische Überlegenheit auszuspielen eine andere. Daher war Mannschaftsdisziplin angesagt, um nichts anbrennen zu lassen. So ist die ESG IV ein weiteres Mal in Stammbesetzung angetreten, um vorzeitig den Aufstieg in die 1. Kreisklasse klarzumachen. Auch Starersatzspieler Markus Biedermann liess es sich nicht nehmen, moralische Unterstützung zu leisten und notfalls sich noch ans Brett zu setzen, sollte jemand kurzfristig verhindert sein.

Am Brett 5 sah sich Thomas Falk dem Vier-Bauernangriff im Königsinder gegenüber. Es gelang ihm, einen Gegenangriff mit der Dame auf dem Damenflügel aufzubauen, so dass sein Gegenüber Oberhaus ihm im 19. Zug remis bot, was Thomas annahm, und so den ersten halben Zähler verbuchte.

Oberhaus vs Falk nach 19. De3
Oberhaus vs Falk nach 19. Dd3

Auch seinem Kollege Yadollah Zargari am Brett 2 wurde durch Schneider frühzeitig remis angeboten, was Yadi zunächst ablehnte und weiterspielte – vielleicht bedeutet ein remis-Angebot ja, dass sein Gegner keine Ideen mehr hätte, doch dem war nicht so, so dass Yadi wenige Züge später in das Remis einwilligte: 1:1.

Sollte das etwa mit den Remisen weitergehen ? Das kann nicht im Sinne der ESG sein. Es müssen Siege auf den Brettern her, und Bernd Mühlinghaus am Brett 1 gab der Begegnung eine andere Richtung, indem sein Gegner Czornyckyj überraschend nach einem Fehlgriff aufgab: 2:1 Und Renè Niebergall am Brett 6 setzte nach, als sein Gegenüber Bickel 18. … fxe5 spielte,

Niebergall vs Bickel nach 18. ... fxe5
Niebergall vs Bickel nach 18. … fxe5

führte er 19. Td1 Sd5??, 20. e4  aus. Im 31. Zug gab Bickel nach einer falschen Abwicklung auf, weil einzügig Matt drohte.  Damit hatten wir das Mannschaftsremis in der Tasche. Das war zwar noch nicht das, was wir brauchten, doch zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Es waren noch zwei Partien offen, da sollte doch noch ein remis drin sein, doch die Partien waren nicht klar. Notfalls müsste der Aufstieg im letzten Mannschaftskampf am 24. April gegen Velbert klar gemacht werden.

Doch Udo König am Brett 3 wollte sich die Option, am 24. April auf eine Geburtstagsfeier zu gehen, offenhalten und spielte gegen den jungen Halbach auf Sieg und konnte nach 23. Ta3

Halbach vs König nach 23. ... Ta3
Halbach vs König nach 23. … Ta3

mit 23. … Lc4, 24. dxc4 Txd1, 25. Lxd1 Txd1, 26. Kf2 Td4 alles klar machen, auch wenn sein Gegenüber von Udo noch eine Endspiel-Übungsstunde einforderte: 4:1. Den Schlusspunkt zum 5:1 konnte dann Josef Komeinda am Brett 4 gegen Boschen setzen, der bei folgender Stellung aufgab.

Komeinda vs Boschen
Komeinda vs Boschen

Damit liegt die ESG IV mit 11 Mannschaftspunkten vor dem letzten Mannschaftskampf am 24. April gegen Velbert sicher auf dem zweiten Tabellenplatz.

Der direkte Wiederaufstieg ist geschafft – Das muss gefeiert werden, und der Verein gibt einen Zuschuss ! 

Viertelfinalbegegnungen

im Vereinspokal 2016 der Elberfelder Schachgesellschaft am 8. April kommt es zu den folgenden Begegnungen

Carl Christian Vorwerg vs Thomas Symank                     Heiko Kesseler vs Samuel Haringer**)
Frank Noetzel vs Ahmed Agic                                             Reiner Odendahl vs Martin Keller*)

*) bereits am 11. März ausgetragen – Reiner konnte sich gegen Martin durchsetzen.
**) Heiko Kesseler gewann kampflos

Der Viererpokal…

… der Mannschaften auf NRW-Ebene ruft. Die Vorrunde findet am 16. und 17. April statt, für die wir uns als Ausrichter beworben haben. Die weiteren Runden finden in den folgenden Monaten Mai und Juni statt. Bitte vormerken und freihalten.

Cherchez la femme

Nach der herben Niederlage gegen Lennep am Valentinstag musste heute unbedingt ein Sieg gegen Tornado her, wollte man am Traum des direkten Wiederaufstieges festhalten. So ist die ESG IV dann auch heute in Starbesetzung nach Unterbarmen gefahren. Selbst Starersatzspieler Markus Biedermann reiste an, um gegebenenfalls einzuspringen, sollte einer der Stammspieler kurzfristig verhindert sein.

So waren es denn die Tornados, die verhindert waren. Beim Uhrenandrücken setzten sich nur zwei Tornados an die Bretter 5 und 6. Die Bretter 1 und 2 folgten dann doch noch, die Bretter 3 und 4 blieben weiterhin unbesetzt, so dass Udo König und Josef Komeinda die ESG mit zwei kampflosen zum 2:0 in Führung brachten.

Am Brett 5 dachte sich Mannschaftsführer Thomas Falk mit den weißen Figuren, als sein Gegenüber Frericks auf 1. e4, e5, 2. Sf3 mit Sf6 antwortete: „Russisch kann ich auch, nicht nur sprechen, sondern auch spielen“; und scheuchte die schwarze Dame mit Tempogewinn übers Brett. Als Frericks dann im neunten Zug Lf5 spielte und damit der eigenen Dame die Diagonal zurück nach Hause nahm,  sogar „Cherchez la femme“ oder besser gesagt „Attrapez la dame“…

Falk vs Frericks nach 9. ... Lf5
Falk vs Frericks nach 9. … Lf5

… und zog 10. Sg5 mit der Idee: 10. … Dh4; 11. h3, Dh6; 12. Sxf7, Dh4; 13. Sxh8 – aber Frericks zog 11. … h6, was Thomas mit 12. g3 beantwortete. Zweiunddreißig Züge später gab schwarz auf – 3:0 für die ESG und damit mindestens einen Mannschaftspunkt.

Ein Mannschaftspunkt ist jedoch zuwenig, das wusste auch Renè Niebergall am Brett 6 mit den schwarzen Figuren. „Was Thomas kann, das kann ich auch“, dachte er sich in der Skandinavischen Eröffnung, in der er schon frühzeitig im zehnten Zug mit der Dame den Bauern auf b2 schlug und Oberwasser bekam.  Als Renè 28. … Lb6 spielte, wollte Ebersbach mit 29. Da3 den Springer decken…

Ebersbach vs Niebergall nach 28. ... Lb6
Ebersbach vs Niebergall nach 28. … Lb6

… und Renè nahm  das Damengeschenk dankend an – 4:0 und damit hatten wir den Mannschaftssieg in der Tasche.

Weniger Glück hatte Yadollah Zargari am Brett 2, der den Spruch Gligoritschs „Ich spiele gegen die Figuren“ nicht beherzigte, als er seinen jungen Gegenüber Kortwig anschaute und verlor so die Partie. Auch Bernd Mühlinghaus am Brett 1 tat sich schwer gegen den jungen Jürhs. Wir hatten ja schon gewonnen, da kann man mal im zwanzigsten Zug „remis“ anbieten und früh nach Hause fahren, was Jürhs ablehnte. Er wollte weiterspielen – berechtigt, wie die nachträgliche Computeranalyse zeigte; lag doch schwarz mit 2 Bauerneinheiten vorn. In hochgradiger Zeitnot – Jührs hatte noch sechzig Minuten, Bernd etwa 10 für die verbleibenden 10 Züge bis zur Zeitkontrolle – fand Bernd nicht die richtigen Züge, um das remis zu erzwingen; anders Lührs, der die gewinnbringenden Züge fand, so nach 31. Df2

Mühlinghaus vs Jürhs nach 31. Df2
Mühlinghaus vs Jürhs nach 31. Df2

und Jührs führte 31. … Tc2; 32. Td2, Tc1; 33. Ke2 ??, La5; 34. Txc1, Txc1; 35. Td1, Da6+ aus, und Bernd gab auf.

Mit dem 4:2 Sieg über den direkten Konkurrenten auf den zweiten Tabellenplatz, der den Aufstieg bedeuten würde, konnte die ESG IV heute diesen Tabellenplatz zurückerobern.

Am 3. April empfängt die ESG IV Ronsdorf.

 

Wiederaufstieg rückt in Ferne

ESG I – SG Solingen III     3,5 : 4,5

In der 6. Runde der Regionalliga Niederrhein kam es zum langersehnten Aufeinandertreffen der Ligamitfavoriten.

Unsere Nachbarn aus der Klingenstadt kamen mit etlichen Gering- oder Ersatzspielern im Gepäck. Die weiteste Anreise hatte dabei Ralf Hubert aus Hamburg. Aber für ein richtiges Lokalderby ist kein Weg zu weit.

Der Wettkampf gestaltete sich sehr ausgeglichen, wobei der Eindruck entstand, dass diesmal die Entscheidung an den oberen Brettern fallen würde.

Zunächst verflachten die Partien von Gerd Kurr und Achim Tymura mit den weißen Steinen zusehends, so dass man sich schließlich auf Remis einigte. Heiko Kesseler hatte seine Dame zur aktivsten Figur auf dem Schachbrett erklärt und es war für die Außenstehenden schwer zu beurteilen, ob sie der ihr zugedachten Rolle auch gerecht würde. Irgendwann stand die Dame im Abseits und konnte ins Spielgeschehen nicht mehr richtig eingreifen. Gegner Andreas Peschel spielte sein positionelles Übergewicht aus und gewann nicht unverdient. Indessen hatte Thomas Fuchs seinen kleinen Endspielvorteil systematisch zu einer Gewinnstellung ausgebaut, was u.a. Anlass für Marco Kühne nach Rücksprache mit dem Mannschaftsführer war, sich in seiner Partie auf ein Unentschieden zu einigen.

Spannung garantierten die Stellungen an den ersten drei Brettern bei einem tatsächlichen Stand von 1,5:2,5 gegen die ESG, aber einem gefühlten Stand von 2,5: 2,5.

An Brett 1 wurde  eine schwierige Benonivariante zwischen Oliver Kniest und Reiner Odendahl geübt. Der Name Benoni kommt aus dem Hebräischen und bedeutet nicht von ungefähr „ Sohn der Trauer“. Reiner fühlte sich während der ganzen Partie mit Schwarz trotz einiger Feinheiten und Ressourcen nicht sonderlich wohl. Helge Hintze hatte gegen Ralf Hubert frühzeitig einen Bauern geschenkt bekommen. Die als Gegenleistung erwartete Initiative stellte sich für Hubert aber nicht ein. So sah es nach einem 3,5 zu 3,5 aus, was sowohl Frank Noetzel als auch sein Gegner Ralph Blasek zeitig zum Anlass nahmen, in ihrer gemeinsamen Partie auf Gewinn zu spielen. Ein Mannschaftsunentschieden hätte keinem Team genutzt. In Gewinnstellung machte aber plötzlich Thomas Fuchs den Sack nicht zu und einigte sich unerwartet und nicht abgesprochen auf Remis. Reiner konnte seine Stellung leider bald  nicht mehr halten und es stand 2:4. Helge baute seinen Stellungsvorteil in der ihm bekannten Manier aus und holte den Anschlusstreffer zum 3:4. Inzwischen stand R. Blasek gegen Frank zweimal auf Gewinn und Frank einmal auf Gewinn. Die richtigen Züge wurden aber von keinem der beiden gefunden. In einem Turmendspiel versuchte Frank mit einem Mehrbauern auf gleichem Flügel noch durch einen Sieg das Mannschaftsunentschieden zu retten, was aber nicht mehr gelang. Die Partie endete Remis.

[FN]

Dem Tabellenführer unterlegen

1. Bezirksliga: Bahn-SC Wuppertal III – ESG III 5 : 3

Nun ist es doch passiert: Die Dritte hat am 6. Spieltag ihre erste Niederlage in der laufenden Bezirksligasaison hinnehmen müssen. Gegen den nun unangefochtenen Tabellenführer BSW III unterlagen die Elberfelder verdient mit 5:3.

Harald Kurz verständigte sich an Brett sieben nach knapp 90-minütiger Spielzeit mit seinem Kontrahenten Thomas Hölzer in ausgeglichener Stellung auf Remis. Das gleiche Ergebnis konnte kurze Zeit später Martin Keller an Brett acht vermelden. Martin hatte zwar einen Freibauern am Damenflügel generieren können, sein Gegner Hinrichs konnte diesen jedoch blockieren und somit die Punkteteilung forcieren. Ein weiteres Hälftchen konnte Thorben Mantler gegen Davydov am 2. Brett einfahren, nachdem in ausgeglichener Stellung der Damentausch erzwungen wurde.

Auf mehr als einen halben Punkt hatte Peter Wiesemann an Brett sechs lange Zeit gehofft, doch sein Gegner Rolf Killmer verteidigte sich umsichtig und ließ nicht zu, dass Peter aus seinem Raumvorteil Kapital schlagen konnte. Den ersten Sieg an den Brettern gebührte den Gästen – die auf dem Papier eigentlich die Gastgeber waren – des Bahn-SC: Leander Berner (Brett fünf) sah im Endspiel aufgrund deutlichen Materialnachteils keine Möglichkeiten mehr und gab sich Harald Cron geschlagen.

Am 3. Brett blockierten sich die „Steinwälle“ von Alexandr Pertschik und Raphael Janz gegenseitig – es gab für die Offiziere kein Durchkommen und so endete die Partie folgerichtig mit einer Punkteteilung. Mit der Niederlage von Dennis Peters an Brett vier gegen Will war dann auch die Niederlage des ESG-Teams nicht mehr abzuwenden. Dennis hatte sich bei Manöver auf der gegnerischen Grundreihe verrechnet und dabei Material eingebüßt, dass er sich bis ins Endspiel nicht mehr zurückerobern konnte.

Am Spitzenbrett mühte sich Josef Krük gegen Warschawskij noch um Ergebniskosmetik und zumindest einen ESG-Sieg an den Brettern. Lange Zeit sah es gut aus, da Josef zwei verbundene Freibauern am Königsflügel vorweisen konnte…

Krük - Warschwaskij

…doch Warschawskij fand eine Möglichkeit, mit seiner Dame Dauerschach zu geben, sodass die Partie folglich Remis endete.

[TM]

1:4-Rückstand mit toller Moral aufgeholt

1. Bezirksliga: Ronsdorfer SV – ESG III 4:4

Das 4:4 gegen den Tabellenschlusslicht Ronsdorf war sicherlich nicht das Wunschergebnis der ESG-Akteure vor dem Mannschaftsskampf, doch gemessen am Spielverlauf muss man eher von einem Punktgewinn denn von einem Punktverlust sprechen.

Die Voraussetzungen zu Spielbeginn waren bereits nicht optimal, da auf Elberfelder Seite das 7. Brett unbesetzt blieb und der damit verbundene Rückstand weitere negativen Folgen hatte: So wählte Thomas Falk an Brett acht gegen Pustlauk im Endspiel die aggressive statt der sicheren Fortsetzung, und verlor. Nachdem auch Josef Krük am Spitzenbrett gegen Jens Kosin verloren hatte sah sich Thorben Mantler am 2. Brett in der Pflicht, angesichts des 0:3-Rückstandes seine tote Remisstellung bedingungslos auf Sieg zu spielen. Der Schuss ging nach hinten los, denn Thorbens Gegner Beck konnten die Opferserie des Elberfelders widerlegen und einen weiteren vollen Punkt für die Gastgeber einfahren. Da kurz vor Thorbens Niederlage Leander Berner einen Sieg vermelden konnte, lautete der Zwischenstand zu diesem Zeitpunkt 1:4 aus ESG-Sicht.

Leander hatte am 5. Brett gegen Kronenberg einen feinen Abzugsangriff zu einem Figurengewinn genutzt und die Partie auch danach mit der notwendigen Konsequenz zum Sieg fortgeführt. Einen weiteren vollen Punkt für die Gäste konnte Mannschaftsführer Peter Wiesemann an Brett sechs beisteuern. Dabei stand Peter gegen Cziudai lange Zeit sehr gedrückt, konnte sich aber nach und nach befreien und im Endspiel einen weit aufgerückten Bauern zum spielentscheidenden Angriff nutzen.

Da auch Dennis Peters am 4. Brett ein voller Punktgewinn gelang, keimten im ESG-Lager wieder Hoffnungen auf, zumindest noch einen Mannschaftspunkt erobern zu können. Dennis drückte seinen Gegner Karl Freitag in eine passive Stellung, unterband jedwedes Gegenspiel und griff gezielte die Schwachpunkte in der gegnerischen Stellung an – ein technisch blitzsauberer Erfolg! Der Erfolg von Alexandr Pertschik an Brett drei gegen Langensiepen stellte schließlich den 4:4-Endstand her. Zwar hatte Alex bei einem Königsangriff ein mehrzügiges Matt übersehen, er eroberte jedoch genügend Material um Langensiepen letztlich zur Aufgabe der Partie zu bewegen.

Angesichts des Spielverlaufs waren die ESG-Akteure mit dem 4:4 zufrieden, immerhin hatten sie tolle Moral bewiesen und einen deutlichen Rückstand egalisiert. Zudem ist die ESG-Dritte zumindest bis nächsten Sonntag wieder Tabellenführer der 1. Bezirksliga.

[TM]

Vorbei…

… sind die Feiertage, der Weihnachtsbraten verdaut und der Kopf wieder frei fürs Schachspiel.

So kamen dann gestern am ersten Blitzabend des Jahres 2016 zahlreich die Blitzfreunde der Elberfelder Schachgesellschaft mit freundlicher Unterstützung durch Schachfreund Udo Seidens vom Schachklub Schweinfurt, um ihr Können unter Beweis zu stellen, und legten spannende Zweikämpfe aufs Brett, in denen sich nichts geschenkt wurde – es geht schließlich um die begehrte Blitzschachkrone der ESG, in denen Reiner Odendahl gestern den Abstand zum Führenden Frank Noetzel ein wenig verkleinern konnte.

Für den einen oder anderen war das gestrige Kräftemessen sicherlich auch eine gute Standortbestimmung, geht es doch in gut zwei Wochen, am Samstag, den 23. Januar zur NSV-Meisterschaft nach Krefeld zum Mannschaftsblitz, zu dem sich die ESG mit zwei Mannschaften qualifiziert hat.

Die Blitzfreunde konnten sich an diesem Abend darüber freuen, dass die Getränke auf das Geburtstagskind Martin gingen. Wir gratulieren nochmals mit einem herzlichen „Danke schön“.

Fünf Freunde…

… der ESG IV zogen nach Mettmann aus und mussten das Brett 2 freilassen – eine schwere Bürde – stand man doch schon beim Uhrenandrücken mit 1:0 hinten – doch nicht lange; denn Thomas Falk konnte am Brett 5 seinen jungen Gegner David Nelles, der die Skandinavische Eröffnung nur so runter spulte, mit dem Läufereinschlag auf h6 überraschen.

Falk vs Nelles
Falk vs Nelles nach 16. … Te8

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