Fünf Freunde…

… der ESG IV zogen nach Mettmann aus und mussten das Brett 2 freilassen – eine schwere Bürde – stand man doch schon beim Uhrenandrücken mit 1:0 hinten – doch nicht lange; denn Thomas Falk konnte am Brett 5 seinen jungen Gegner David Nelles, der die Skandinavische Eröffnung nur so runter spulte, mit dem Läufereinschlag auf h6 überraschen.

Falk vs Nelles
Falk vs Nelles nach 16. … Te8

„Fünf Freunde…“ weiterlesen

Matchball zum Finale…

… des Viererpokals verwandelte heute Achim Tymura an Brett vier gegen den Witzheldener Theisen. Nach zwei frühen Punkteteilungen an Brett 1 (Reiner Odendahl) und Brett 3 (Heiko Kesseler) durch Zugwiederholung stand die Begegnung auf Messersschneide. An Brett 2 opferte Helge Hintze gegen Förtsch die Qualität, um Ungleichgewicht in die Partie zu bringen und Aussicht auf den Partiegewinn. Doch konnte sein Gegenüber das Ungleichgewicht besser für sich nutzen, und so sah es danach aus, dass Helge um das Remis kämpfen muss. Ein Remis war Muss, wenn man die Karte für die Vorrunde auf NRW-Ebene lösen wollte. So konnte Helge die Stellung abschließen und das Remis (ebenfalls) per Stellungswiederholung erzwingen.

Am Brett 4 konnte Achim folgende Stellung erreichen

Tymura

in der Theisen nicht ganz exakt 35. b4 zog, was Achim mit 35. … Tc7 beantwortete und so in Vorteil kam. Im weiteren Verlauf konnte Achim den Vorteil in einen Bauern ummünzen. Aber konnte er den Bauer auch gewinnbringend nutzen, was er dann eindrucksvoll unter Beweis stellte und den Matchball zum 2,5 zu 1,5 verwandelte.

Im Pokalfinale am 10. Januar trifft die ESG auf Solingen 1 in Solingen.

4erpokal

Kamp-Lintfort – ESG I 2,5 : 5,5

Aufregung vor dem Auswärtsspiel. Reiner Odendahl fehlte am Treffpunkt. Da er weder telefonisch noch per Mail erreichbar war, stellte sich die Frage, ob mit 7 Leuten spielen oder den Versuch starten, bei ihm zu Hause anzuschellen und anschließend eventuell auch mit 7 Leuten zu spielen und einer weiteren halben Stunde weniger Zeit auf der Uhr. Fortuna meinte es aber gut mit uns, und der sehr verschlafene Reiner stieg mit ins Auto. Der faire Gegner vom Niederrhein hatte sogar gewartet und dem Kampf stand nichts mehr im Weg.
Nach 2 Stunden führten wir bereits 2:0, weil Helge Hintze und Marco Kühne ihre sehr erfahrenen Gegner J. Westermann und E. Weiß souverän erwischt hatten. So sprach nach 3 Stunden auch nichts gegen eine Punkteteilung von Reiner Odendahl und Thomas Fuchs, zumal die restlichen vier Bretter nicht schlecht standen.
Ein lebhafter Kampf hatte sich an Brett 3 mit Vorteilen für Frank Noetzel entwickelt, bis sich folgende Stellung ergab:

Noetzel (ESG) vs Bosser (Kamp-Lintfort) nach 28. ... Td6
Noetzel (ESG) vs Bosser (Kamp-Lintfort)
nach 28. … Td6

Weiß spielte:

29. Tdxf7 Txf7
30. Txf7 Kh8
31. Df5 Td8
32. Txg7 !! Aufgabe wegen nachfolgendem Matt auf f6 oder h7

Gerd Kurr hatte interessant eine Figur für 3 Bauern im Endspiel gegeben. Der Gegner konnte die Bauern aber aufhalten und noch den Remishafen erreichen.
Das war aber bereits der Mannschaftssieg. Sowohl Heiko Kesseler als auch Achim Tymura versuchten ihrerseits noch, die Ergebnisspanne zu verbessern, mussten aber letztlich doch aufgrund der gegnerischen Gegenwehr in ein Remis einwilligen.

Mit 6:2 Punkten überwintert die „Erste“ auf dem zweiten Tabellenplatz in der Regionalliga, in der es weiter spannend bleibt.

[FN]

ESG III geht ohne Niederlage in die Winterpause

1. Bezirksliga: ESG III – SC Solingen 24 5,5 : 2,5

Die Drittvertretung wird als ungeschlagener Tabellenzweiter in der 1. Bezirksliga Bergisch Land überwintern. Im letzten Spiel des laufenden Kalenderjahres fuhren die Elberfelder Schächer einen ungefährdeten 5,5:2,5-Heimsieg über den SC Solingen 24 ein.

Einmal mehr kam Dennis Peters am 5. Brett bärenstark aus der Eröffnung und jagte den König seines Gegners Bernd Decker quer über das Brett:

decker_peters

Um auch die dritte Schwerfigur ins Spiel zu bringen, rochierte Dennis an dieser Stelle und opferte damit den Läufer auf e5. Decker lehnte das Opfer ab und entging so einer vierzügigen Mattkombination. Doch auch wenn der Matterfolg ausblieb, gewann Dennis im weiteren Spielverlauf genügend Material, um die Partie zu gewinnen.

An Brett sechs hatte Peter Wiesemann ebenfalls den gegnerischen König ins Visier genommen und seinen Gegenüber Hermann Fujs immer mehr in die Bredouille gebracht. Ein sehenswertes Turmopfer riss die Verteidigungsmauern ein und sicherte dem ESG-Mannschaftsführer den vollen Punktgewinn. Eher positionell legte Thorben Mantler sein Spiel an Brett zwei gegen Harald Winkelrath an. Winkelrath agierte dabei im frühen Mittelspiel zu passiv und geriet dabei nach und nach in eine Verluststellung, die er schließlich aufgab. Punktgewinne erzielten die Gäste dann allerdings am Spitzenbrett und an Brett drei: ESG-Altmeister Josef Krük musste sich dem permanenten Druck des Solingers Manfred Preuss ebenso geschlagen geben, wie Alexandr Pertschik der materiellen Überlegenheit seines Gegners Walter Ommer.

Eine Wende im Mannschaftskampf bedeutet dies aber nicht, denn Bernd Mühlinghaus wurde am 8. Brett für seine konsequenten Angriffsversuche gegen Stefan Hakenberg mit einem Sieg belohnt und sicherte dem Gastgeber somit einen weiteren wichtigen Zähler. Und kurz darauf stand der Erfolg des ESG-Teams fest: Martin Keller hatte die durchweg ausgeglichene Partie gegen Werner Geske sicher in den Remishafen geführt.

Den Schlusspunkt setzte Alfred Güthler, der gegen Heinrich Hubert bereits mit Materialvorteil aus der Eröffnung gekommen und während der gesamten Partie deutlich besser gestanden hatte.

[TM]

SBBL-Einzelmeisterschaft: Heiko Kesseler wird Vierter

In einer spannenden letzten Runde konnte Helmut Busse (SG Solingen) mit ein wenig Glück seinen Vorjahreserfolg in der SBBL-Einzelmeisterschaft wiederholen und sich aufgrund der besseren Feinwertung vor dem punktgleichen Benjamin Ries (BSW) den Titel des SBBL-Einzelmeisters sichern.

Vor der letzten Runde lagen Busse und Ries mit 2½/4 und einem halben Punkt Rückstand hinter den beiden Führenden Thomas Lemanczyk (SG Solingen) und Heiko Kesseler (ESG). Doch konnte sich Ries in der Spitzenbegegnung wegen einer taktischen Unaufmerksamkeit Lemanczyks in einer Kurzpartie den Sieg sichern, so dass die Entscheidung über den Titel überraschend an Brett 2 fallen würde, wo Kesseler ein Remis gegen Busse genügt hätte. Kesseler war in einem Endspiel mit Minusqualität gelandet, hatte aber vermeintlich eine Festung errichtet. Doch fand Busse den schmalen Pfad zum Gewinn und konnte die Umwandlung seines a-Bauern und somit seinen Sieg und die Titelverteidigung erzwingen.

Aufgrund der Tatsache, dass Helmut Busse als Dritter der Einzelmeisterschaft des NSV der Vorsaison bereits für den Verband qualifiziert ist, haben sich zusätzlich die folgenden Spieler platziert und qualifiziert:

Benjamin Ries – 3½/5
Thomas Lemanczyk – 3/5
Heiko Kesseler – 3/5
Dr. Hans-Joachim Boschek (SG Solingen) – 2½/5
Außerdem ist René Tückmantel als Teilnehmer der letzten NRW-Einzelmeisterschaft bereits für die Verbandsebene vorqualifiziert.

[Marius Fränzel]

Gloreiche Sieben…

… kämpften gestern doppelrundig um die Krone der Elberfelder Blitzschachkrone, das von Frank Noetzel mit einer Ausbeute von 92% dominiert wurde. Mit 1,5:0,5 Punkten im direkten Vergleich mit Reiner Odendahl konnte Frank seinen Vorsprung weiter ausbauen. Lediglich einen weiteren halben Zähler musste Frank an Thomas Schubert abgeben. Reiner verlor einen wichtigen Punkt an Andrea Schmidt, die ihren Anspruch auf den dritten Platz festigte.
[thf]

ESG III weiter ungeschlagen

1. Bezirksliga: SF Anna Wuppertal – ESG III 4:4

Die Drittvertretung sammelt in der 1. Bezirksliga Bergisch Land weiter fleißig Punkte und blieb auch im dritten Spiel der Saison ohne Niederlage. Bei den favorisierten SF Anna gelang der ESG III ein beachtliches 4:4-Unentschieden. Interessanterweise war das Ergebnis vom Mannschaftskampf das einzige Remis im Laurentiustreff, denn in den Einzelpartien gab es an allen acht Brettern ausschließlich entschiedene Partien.

Den ersten vollen Punktgewinn für die ESG III konnte Dennis Peters an Brett fünf vermelden. Bereits nach 13. Zügen erreichte er gegen Andreas Passon die folgende Gewinnstellung:

peters_passon

Weiß droht 14. Lg5 mit Mattangriff und Schwarz stehen bereits keine befriedigenden Verteidigungszüge mehr zur Verfügung. Folglich gab Passon die Partie an dieser Stelle auf.

Die Führung wechselte allerdings zugunsten der Gastgeber, als zunächst Josef Krük am Spitzenbrett gegen Thorsten Kuhnhenn im Endspiel mit Minusbauern aufgab und wenig später auch Thorben Mantler an Brett zwei Witali Monastyrjow unterlag. Thorben hatte im Mittelspiel einen Läufer geopfert, jedoch den folgenden Königsangriff nicht zum gewünschten Erfolg führen können.
Besser machte es Harald Kurz der am 8. Brett gegen Ulrich Mairose einen Bauern gab, dafür jedoch starken Angriff erhielt und die Partie mit einem feinen Qualitätsopfer gewann. Auf verlorenem Posten stand zu diesem Zeitpunkt Alfred Güthler. Sein Damenverlust an Brett vier gegen Jürgen Wencki wog zu schwer und die Partie ging folglich an den Anna-Akteur.

Alexandr Pertschik am 3. Brett gegen Siegbert Richert eine schöne Angriffspartie und erreichte wenige Züge vor der Zeitkontrolle folgende Stellung:

pertschik_richert

Der schwarze König ist entblößt und die weißen Schwerfiguren rasseln bereits mit den Säbeln; und dennoch ist Alex‘ Gewinnzug einer aus der Kategorie „Schachdelikatessen“! 37. Th4+! führt nach 37…gxh4, 38. Dg8+ Kh6, 39. Sg4+ unabwendbar zum Matt, was auch Richert sah und die Partie aufgab.

Am 6. Brett mühte sich Nachwuchstalent Leander Berner letztlich vergeblich mit einer Minusqualität gegen Marcus Kramp, doch Peter Wiesemann rang am 7. Brett Rainer Kerpen im Schwerfigurenendspiel nieder und stellte so den 4:4-Endstand her.

Bereits in zwei Wochen steht für die ESG-Dritte der nächste Mannschaftskampf an. Im Heimspiel gegen den SC Solingen 24 wird sich zeigen, ob die Serie der ungeschlagenen Spiele den Jahreswechsel überdauern wird!

[TM]

ESG I ist Sieger des Brötchenblitz 2015 in Erftstadt

trdtrdtUm 01.00 Uhr nachts stand fest. Der diesjährige Sieger des mit fast 300 Aktiven wohl größten Freitagsblitzturniers in Deutschland heißt Elberfelder Schachgesellschaft.
Mit 28:2 Punkten konnte sich das Erfolgsquartett mit Reiner Odendahl, Helge Hintze, Frank Noetzel und Gerd Kurr knapp, aber nicht unverdient vor den starken Mixmannschaften aus Düsseldorf, Koblenz, Bonn und Kiel behaupten. Das Team ging konzentriert und gut untereinander abgestimmt zu Werke. Mit 2000 Brötchenhälften und günstigen Kölschstangen hatte der Veranstalter auch wieder bestens für das leibliche Wohl gesorgt.
Das zweite Elberfelder Team spielte in der Besetzung Stefan Pfeiffer, Ludger und Andrea Schmidt sowie Michael Podder unter dem Pseudonym : „Die schwarzen Schafe“ ebenfalls gut mit und erzielte unter den 65 Mannschaften einen 12. Platz. Fast hätte es zu einer dritten Delegation gereicht, aber als aus Erftstadt für ESG III grünes Teilnahmelicht kam, hatte Dennis Peters sich schon als Gastspieler für Tornado Wuppertal angeboten, vier Spieler bekam Thomas Falk so schnell nicht mehr zusammen.
Ein herzliches Dankeschön nochmal an den Schachklub Erftstadt für das lebendige Turnier ; wir melden uns nächstes Jahr bestimmt früher an.
(FN)

Das Vereinspokalfinale 2015…

… zwischen Heiko Kesseler und Reiner Odendahl fand heute in einem würdigen Rahmen statt durch die zeit- und ortsgleichen Begegnungen der ESG II und der ESG IV, was zahlreiche Zuschauer anlockte, so dass das Luftschloss einem Bienenstock glich, nur das nicht ständig Necktar hereingetragen, sondern Hochleistungsschach gezeigt wurde.

Vereinspokal, das heiß zwei Partien à 60 min und das Losglück (Spielleiter Thomas Falk) gab in der ersten Partie Reiner die weißen Steine. Reiner konnte (lt. Computeranalyse) im Mittelspiel der ersten Partie in Vorteil kommen; jedoch gelang es Heiko, die Stellung geschlossen zu halten und den Ausgleich zu erringen, so dass das remis in der folgenden Stellung

odendahl vs Kesseler (p)
Odendahl vs Kesseler

mittels Schachschaukel: Dd6+, Kd8, Df4, Ke7, Dd6+… herbeigeführt wurde. War das schon eine kleine Vorentscheidung für Heiko: ein remis mit den schwarzen Figuren, hätte er doch in der „Rückrunde“ doch die weißen Steine. Es sollte aber kein remis sein; denn das hieße Gesamtremis und Blitzstechen. So spielte Heiko dann mit den weißen Steinen in der zweiten Partie munter auf und verleitete Reiner zu einem nicht ganz korrekten Qualitätsopfer, spielte wenig später auf matt und erreichte nach der Zeitkontrolle folgende Stellung:

Kesseler vs Odendahl

und hätte mit 41. Td8 weiter konsequent auf Sieg spielen können (die Computeranalyse bewertet die Stellung mit +1,8); glaubte jedoch an den gewinnbringenden Zug Df6, was Reiner mit Dh1 widerlegte und den Ausgleich schaffte und Heiko nun zu Td8 verleitete, der nun fatale Konsequenzen in Form von Dg2+ mit Turmfang nach sich zog.

So konnte Reiner Odendahl die Krone im Vereinspokal verteidigen.
Wir gratulieren ganz herzlich.

Wieder auf Kurs…

… brachte man heute den Sechser ESG-IV im Heimspiel gegen die zweite aus Oligs. Auch wenn in der zweiten sehr viele junge Leute spielen, sollte man nicht auf deren DWZ schauen und dann wie Josef Komeinda überrascht werden, sondern getreu dem Motto des jugoslawischen Großmeisters Gligoric spielen. Die Gäste kamen heute leider nur mit fünf Spielern nach Wuppertal, und so brachte Bernd Mühlinghaus die ESG in Führung und in Stimmung auf weitere Siege. Ersatzmann Markus Biedermann, der für den verhinderten Yadollah Zargari einsprang, steckte sich von der Siegesstimmung an und kam mit Sprigergabel zu Materialüberlegenheit. Im Endspiel erinnerte er sich nach wenigen Zügen, wie das ging mit Läuferpaar auf der Grundreihe matt zu setzen, wenn der König durch den Turm an die Grundreihe gefesselt ist. Dem wollte auch Renè Niebergall in nichts nachstehen und hatte im Bauernendspiel einen Mehrspringer. Geschickt räumte er den Damenflügel für seine Bauern frei – das Ende wollte sich sein Gegner nicht mehr vorführen lassen.

Auch Thomas Falk an Brett vier saß einem Gegner gegenüber, der deutlich besser spielte und sich gut in der Skandinavischen Verteidigung auskannte, als die DWZ (bisher ohne) vermuten ließ. Nach fünfzehn Zügen waren nur zwei Bauern getauscht, und Thomas entschloss sich, zwei Leichtfigurenpaare zu tauschen, um mehr Platz für die anderen zu bekommen, standen seine Figuren doch ein wenig besser. Kurz darauf ergab sich folgende Stellung,

Falk vs Colajanni
Falk vs Colajanni

in der Thomas dxe5 spielte, in der Erwartung der Erwiderung durch Dxe5; doch es folgte völlig überraschend: Se4. Beherzt zog weiß Lxe4, gefolgt von dxe4, Dxd8+, Dxd8, Txd8+, Kh7 und wenige Züge später gab sein Gegenüber Colajanni auf.

Es folgte noch der Sieg von Udo König. Lediglich Josef Komeinda konnte nicht mit der Schlagzahl der anderen ESGler mithalten, sondern ließ sich vom kindlichen Gesicht seines Gegenübers blenden. Am Ende einigte man sich verdient auf remis. Das waren 5,5 wichtige Punkte auf dem Weg zum Wiederaufstieg. Die nächste Etappe ist am 20. Dezember in Mettmann.