Meisterschaft und Aufstieg!

1. Bezirksliga: ESG III – SF Anna Wuppertal 6,5 : 1,5

Was für eine Saison!?! Am letzten Spieltag hat sich die Drittvertretung mit einem 6,5:1,5-Kantersieg über die SF Anna an die Tabellenspitze der 1. Bezirksliga vorgeschoben und somit die Meisterschaft und den Aufstieg in die Verbandsklasse perfekt gemacht. Das Resultat einer geschlossenen Mannschaftsleistung über alle neun Spieltage hinweg.

Die Rahmenbedingungen des Mannschaftskampfes hätten unterschiedlicher nicht sein können: Die Elberfelder wollten mit einem Sieg ihre Aufstiegschancen wahren, für die SF Anna dagegen waren zwei Punkte Pflicht, um den Abstiegsrang zu verlassen. Noch vor der Saison hätte man dieses Szenario wohl eher mit vertauschten Rollen erwartet.

Den ersten Zähler für die Gastgeber holte Alfred Güthler an Brett sechs gegen Kerpen, obwohl Alfred zunächst gar nicht so gut stand, sich aber eindrucksvoll in die Partie zurückkämpfte. Harald Kurz erhöhte wenig später auf 2:0, nachdem ihm am 8. Brett gegen Christoph Meyer ein Springervorstoß mit Figurengewinn geglückt war und er in der Folge auch Meyers Königsangriff abwehren konnte.

Es folgten zwei schöne Siege von Alexandr Pertschik und Hagen Woldt, mit denen das Mannschaftsremis bereits gesichert war. Alex traf an Brett zwei auf Monastyrjow und erreichte nach 20 Zügen folgende Stellung:

Pertschik – Monastyrjow nach 19… Dd7

Der Zug 20. De2 droht neben dem offensichtlichen Dxh5 auch den Bauernvorstoß b5, was den Läufer gewinnen würde. Monastyrjow entschied sich zugunsten seines Läufers, geriet jedoch nach 20… Lxa4 21. Dxh5 Tfc8 22. Dh7+ Kf8 in eine sehr prikäre Lage aus der er sich letztlich nicht mehr befreien konnte und im 27. Zug aufgab.

Hagen Woldt kam an Brett vier gegen Passon besser aus der Eröffnung und konnte früh Druck aufbauen:

Woldt – Passon nach 16… Sd7

Der Anna-Spieler hoffte, mit dem Springerrückzug Hagens aktivere Figuren abtauschen zu können, doch Hagen fand das feine Springeropfer 17. Sxf7! Nach 17… Kxf7 18. Lxe6+ Kf8 19. Dh5 Se5 20. Txe5 gewann der ESG-Akteur die Figur zurück und behielt zwei Mehrbauern, mit denen er die Partie siegreich gestalten konnte.

Angesicht des Zwischenstandes musste Anna-Mannschaftsführer Kuhnhenn das zu diesem Zeitpunkt realistische Remisangebot von Thorben Mantler am Spitzenbrett ablehnen und auf Sieg spielen. Thorben nutzte diesen Umstand, um seinen Gegner auszukontern und entscheidend Material zu gewinnen. Somit stand die ESG III als Sieger des Mannschaftskampfes bereits fest und die Niederlage von Lukas Heynck an Brett fünf gegen Rauter fiel nicht mehr ins Gewicht.

Letztlich konnte noch Peter Wiesemann am siebten Brett davon profitieren, dass sein Gegenüber Soechting die Stellung nach einem Damentausch falsch eingeschätzt hatte und quasi in ein verlorenes Endspiel abwickelte. Somit blieb Peter in sämtlichen neun Saisonspielen ungeschlagen und gleichzeitig Topscorer der abgelaufenen Spielzeit! Abschließend verständigten sich Josef Krük und Richert an Brett drei auf Remis, sodass die Mannschaftsführer ein 6,5:1,5 auf dem Spielbericht eintragen konnten.

Für die Elberfelder bedeutet der Sieg die Meisterschaft in der 1. Bezirksliga, wie sich wenig später herausstellte. Die SF Anna dagegen müssen den schweren Gang in die 2. Bezirksliga antreten, wo sie mit Sicherheit nächste Saison den Wiederaufstieg anstreben werden.

[TM]

Die ESG glänzt…

…bei der Solinger Stadtmeisterschaft im Blitzen:
Im Spiellokal der SG Solingen fanden sich am 20.04 fünf Spieler der ESG wieder, darunter Rainer Odendhal, Thomas Falk, Ahmed Agic, Michael Podder und Samuel Haringer. In einem stark besetzten Feld
versuchten die Schachfreunde ihr Bestes: Sei es die Blitz-ELO aufzupolieren, einen Preis abzustauben oder einfach nur Erfahrungen zu sammeln. Gespielt wurden 13 Runden im Schweizer System.

Für eine Überraschung sorgte sicherlich die Leistung von ESG-Youngster Haringer. Er spielte unter anderem gegen FM Dr. Kai, der nach raffiniertem Angriff von Samuel eine Qualität einbüßen musste, und es folglich im Endspiel mit einer neuen Dame zu tun bekam. Verärgert musste der Meister dann das Matt über sich ergehen lassen. Dieser Sieg machte natürlich Lust auf mehr, so punktete Haringer unter anderem gegen seinen Mentor Boos (mit dem er immer wieder Wetten bezüglich des nächsten Sieges schloss) und andere Hochkaräter. Samuel kam sogar Rainer, der mittlerweile nach anfänglicher Serie etwas Federn ließ, gefährlich nahe. Schließlich fand Haringer sich in der letzten Runde an Brett 1 wieder (an 2 gestartet) und remisierte mit Finesse gegen den ungeschlagenen Pawel Grabowski. Haringer konnte somit gegen sechs 2100er bzw. 2200er punkten und erreichte eine Gesamtpunktzahl von 8 aus 13 (Platz 11/45). Er gewann damit den 1. Ratingpreis (ELO 1751-2000).
Rainer, der eigentlich Platz 1 angepeilt hatte, musste sich schlussendlich „nur“ mit der Silbermedaille zufriedengeben, da er mit drei Niederlagen nicht gegen den ungeschlagenen Gewinner Grabowski ankam. Nichtsdestotrotz freute man sich über ein üppiges Preisgeld.

Foto: SG Solingen

Das Turnier war wieder mal ein Beweis dafür, dass die Königsdisziplin der ESG eines ist: Das Blitzen.

[Samuel Haringer]

SBBL Dähne-Pokal 2018

Die erste Runde der Pokal-Einzelmeisterschaft (Dähne-Pokal) 2018 wird am Freitag, dem 25.05.2018, 19:00 Uhr im Spiellokal der Elberfelder SG 1851, Wiesenstraße 2, Wuppertal ausgetragen werden. Die Termine der weiteren Runden werden individuell zwischen den Spielern vereinbart.

Eine Anmeldung über das Webformular ist unbedingt erforderlich. Anmeldeschluss ist der Mittwoch, der 23.05.2018, 23:59 Uhr.

offene Solinger Blitz-Stadtmeisterschaft 2018

Wer Interesse hat, am Freitag, den 20. April um 19:30 an der offenen Solinger Blitz-Stadtmeisterschaft

3-Minuten + 2 Sekunden/Zug pro Partie und Spieler
bis zu 16 Teilnehmern: Rundensystem
17–24 Teilnehmer: 11 Runden CH-System
mehr als 24 Teilnehmer: 13 Runden CH-System
Das Turnier wird Elo-ausgewertet

teilzunehmen, der möge sich bei turnierleitung@esg1851.de melden.
Teilnehmer der ESG

Frank Noetzel Achter der Weltrangliste im Internetblitz auf Schach.de

Was tun, wenn man krank ist und leider mal nicht in den Verein kommen kann? Für den amtierenden Vereinsblitzmeister und Teilnehmer der Deutschen Blitzmeisterschaft Frank Noetzel kommt dann Blitzen im Internet in Betracht, obwohl ich klarstellen möchte, dass das kein vollwertiger Ersatz für ein Spielchen im Vereinsheim von Angesicht zu Angesicht ist. Auf dem Schachserver schach.de spielen in der Regel zwischen 1500 und 2000 Spieler aus allen Ländern der Welt. Die Wertungszahlen stiegen vor einem Jahr für ganz Erfolgreiche bis auf ELO 3000. Dieser inflationären Tendenz wurde durch einen neuen Berechnungsalgorithmus entgegengetreten. Mit ELO 2450 befinde ich mich zum Frühlingsanfang auf Ranglistennummer 8, was aber nur eine Momentaufnahme darstellt.

Nachstehend einige erfolgreiche Matches gegen bekannte Großmeister (Gutman, Nunn, Shaw).

[FN]

Fronleichnamsblitz

wer Interesse hat, am Fronleichnamsblitz in Waltrop teilzunehmen, der möge sich bei mir, turnierleitung@esg1851.de melden.
Unsere Teilnehmer findet Ihr hier

NSV-Blitz-Einzelmeisterschaft 2017/18

Die NSV-Blitz-Einzelmeisterschaft 2017/2018 wird am 28.04.2018 ab 15:15 Uhr im Spiellokal des SC Kevelaer, Begegnungsstätte, Bury St. Edmunds-Str. 7, 47623 Kevelaer ausgetragen werden. Die Ausschreibung steht auf der Download-Seite und der Seite der Blitz-EM bereit. Eine Voranmeldung über die Anmeldeseite ist unbedingt erforderlich. Die Anzahl der Teilnehmer ist auf 40 begrenzt; es gilt die Reihenfolge der Anmeldung. Anmeldeschluss ist Freitag, der 27.04.2018, 22:00 Uhr.

[Marius Fränzel]

Nur zum Schachspielen…

… ist heute die Vierte der Elberfelder Schachgeselschaft zu den Schachfreunden ins Grüne nach Vonkeln gefahren; denn der Vonkelner Dreikampf ist erst im Sommer.

So ist man dann heute eher bei winterlichen Bedingungen angetreten; zum Glück schneelos und der Ofen brandte kräftig. Optimale Bedingungen, um den Schachfreunden zu zeigen, dass die Elberfelder ganz oben mitspielen, auch wenn  nur noch rein theoretische Chancen auf den Aufstieg bestanden. Zumal die Elberfelder wieder stark ersatzgeschwächt antreten mussten. Rüdiger Horn hatte abgesagt, wie auch Josef Komeinda wegen gebrochener Hand; und am morgen sagte auch noch kurzfristig Renè Niebergall wegen Krankheit ab.

Damit stand es dann bei Uhrenandrücken gleich 0:1 für die Gastgeber. Zum Glück konnte Benedikt Abel am Brett 7 gegen Ferdinand Schneider schnell den Ausgleich schaffen. Doch hielt sich die Freude am Ausgleich nicht lange;  denn am Brett 8 musste Denis Krzysztala sich gegen Siegler junior geschlagen geben. Nun war es Samuel Haringer, der am Brett 2 gegen Gerhard den Ausgleich herstellte. Im Königsangriffwettlauf konnte Samuel mit den schwarzen Figuren den Höhepunkt in der Partie setzen.

Gerhard versuchte sich mit 31. Sg3 zu verteidigen, und Samuel setzte mit 31…Sf3 fort. Es folgte noch 32. Kh1 Dxh3+ und Aufgabe.

Doch aufmatmen konnten die Elberfelder nicht, da die Partie von Martin am Brett 1 drohte verloren zu gehen, und so kam es dann auch, nachdem seine Dame verloren ging. Es folgten zwei Remis, am Brett 4 zwischen Yadollah Zargari und Ludwig und am Brett 3 zwischen Fabio Santiago und Ußling, so dass alle Hoffnungen auf das Mannschaftsremis auf Mannschaftsführer Thomas Falk lagen, der im 13. Zug mit einer Kombination seinem Gegenüber Krakat zwei Bauern abnehmen konnte. Nach Abtausch der Schwerfiguren versuchte Thomas in einem Bauernendspiel mit Springer, die Bauern am Damenflügel nach vorne zu treiben.

Krakat bot mit 49…Sxd4 remis, das Thomas mit der Idee 50. Sb5+ ablehnte. Nach langer Überlegung zog Karkat noch 50. Sxb5; 51.Kxb5 Kd7; 52.Ka6 Kc8; 53.Ka7 und Aufgabe zum Mannschaftsremis.

Am 15. April empfängt die ESG IV zum Saisonabschluss die SG Solingen VII.

[thf]

Großer Regionalligatag in Krefeld

Zur siebten Runde der Regionalliga waren wir zu Gast bei der 2. Mannschaft unserer Schachfreunde aus Krefeld, während unsere Nachbarn aus Solingen gegen die 1. Mannschaft, gegen die wir in der letzten Runde nur knapp verloren haben, klar mit 6:2 unterlagen.

Für den Auftakt zum klaren 6:2 Sieg sorgte Ronny Müller mit einer schönen Schwarzpartie, deren erfolgreicher Ausgang sich schon früh abzeichnete. Anschließend erzielte Stefan Pfeiffer am 7. Brett ein Remis gegen die einzige Dame der Gastgeber.

Mit Blick auf die solide 1,5:0,5 Führung und guten Stellungen an den meisten Brettern steuerte dann Frank aus zumindest ausgeglichener Position einen mannschaftsdienlichen halben Punkt bei.

In der nächsten Phase des Kampfes standen schöne Gewinnpartien von Reiner und Achim einer Niederlage von Maik gegenüber, wodurch der Vorteil zum 4:2 Zwischenstand weiter ausgebaut wurde.

Übrig blieben die Partien von Helge und Gerd, die sich zu später Stunde gleichzeitig gegen den zähen Widerstand ihrer Gegner zum 6:2 Endstand durchsetzen konnten.

Aktuell belegen wir den undankbaren zweiten Tabellenplatz, während dem Spitzenteam aus Krefeld bei 2 verbleibenden Runden und 4 Mannschaftspunkten Vorsprung der wohlverdiente Aufstieg wohl nicht mehr zu nehmen sein wird.

[Gerd Kurr]

Spannender Saisonendspurt

1. Bezirksliga: ESG III – Ohligser TV 4,5 : 3,5

Dank eines knappen aber verdienten 4,5:3,5-Heimsieges hat die Drittvertretung nach wie vor realistische Meisterschaftschancen in der 1. Bezirksliga. Zwei Runden vor Saisonende steht nunmehr ein Spitzentrio punktgleich auf den Plätzen eins bis drei – für einen spannenden Saisonendspurt ist also gesorgt!

Das Heimspiel gegen das bisherige Verfolgerteam aus Solingen begann vielversprechend, da die ESG-Aktuere Thorben Mantler, Dennis Peters und Harald Kurz bereits nach der Eröffnung Vorteile verbuchen konnten. Harald profitierte an Brett acht vom zu passiven Igelaufbau seines Gegners Sandow, indem er die größere Mobilität seiner Figuren ausspielte:

Kurz – Sandow nach 20… g5

Den schwarzen Versuch um Gegenspiel konterte Harald mit 21. Sc6 und hätte nach 21… Dd7 22. Sxe7+ Dxe7 mit dem feinen Zug 23. Dg3 laut Stockfish bereits eine Gewinnstellung herbeiführen können. Doch auch der Partiezug 23. Lh2 sicherte Weiß bequemes und vorteilhaftes Spiel, in dessen Folge Harald später die Qualität gewann und verdient den vollen Punkt einfuhr.

Nach wie vor ungeschlagen blieb Peter Wiesemann, der an Brett sieben Özlügedik gegenübersaß und von diesem mit seiner bevorzugten Weiß-Eröffnung konfrontiert wurde. Peter ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und holte ein sicheres Hälftchen. Es sollte das einzige Remis des Mannschaftskampfes bleiben. Die zuvor erwähnten Eröffnungsvorteile konnte Dennis Peters am 6. Brett gegen Zymeri nicht nur nicht mit ins Mittelspiel nehmen, er verlor sogar im Endspiel Material und musste letztlich eine unglückliche Niederlage einstecken.

Zwischenzeitlich gingen die Gäste sogar in Führung, als Alexandr Pertschik im hoffnungslosen Endspiel gegen Winkelrath die Waffen strecken musste, doch im Duell der Altmeister an Brett drei behielt Josef Krük gegen Ommer die Oberhand, sodass der Ausgleich bald wieder hergestellt war. Josef gelang es sehr gut, seine Türme aktiver zu positionieren und einen Freibauern zu schaffen, der am Ende die Partie entschied. Dann gingen wieder die Gastgeber in Führung, da Thorben Mantler am Spitzenbrett seine taktisch geprägte Partie gegen Preuss zum Sieg führen konnte. Zwischenzeitlich stand das Brett mächtig in Flammen, sodass die kiebitzenden Mitspieler teilweise recht verdutzt auf das Brett schauten.

Da Alfred Güthler an Brett fünf gegen Baumann das Turmendspiel mit Minusbauer nicht mehr halten konnte und aufgab, bekam beim Zwischenstand von 3,5:3,5 die letzte noch laufende Partie am 4. Brett den alles entscheidenden Charakter: Hierbei gelang es Hagen Woldt, seinen Gegner Hammerschmidt in eine immer prikärere Position zu bringen. Raum- und Stellungsvorteile nutzte Hagen aus, um den Druck auf den gegenerischen König zu erhöhen und kurz vor Schluss folgende Stellung herbeizuführen:

Woldt – Hammerschmidt nach 44… Kg8

Der letzte Zug von Schwarz (Kf8-g8) war gegen die Drohung 45. Txf6 gxf6 46. Dh6+ mit nachfolgendem erzwungenem Matt gerichtet, entschärfte diese aber nicht. Hagen spielte nämlich trotzdem 45. Txf6 und Hammerschmidt hätte nach 45… gxf6 46. Sxf6+ die Dame verloren. Ohne seinen Läufer wollte der Solinger die Partie allerdings auch nicht fortsetzen und reichte Hagen dementsprechend die Hand zur Aufgabe. Der knappe Heimsieg stand somit unter Dach und Fach.

[TM]