Zum Bruderkampf…

… kam es gestern zum Auftakt der Schachsaison im Luftschloss zwischen der ESG IV und der ESG V. Kampf war angesagt; denn so etwas wie Stallorder ist bei der Elberfelder Schachgesellschaft unbekannt. Schenken wollte man sich nichts; denn hatte die ESG V den Aufstieg in der letzten Saison nur ganz knapp verfehlt, ist die ESG IV doch letzte Saison ungl├╝cklich abgestiegen. So wollten beide Mannschaften ihren Aufstiegsanspruch mit einem Sieg ├╝ber den Bruder und Rivalen deutlich machen.

Das Ergebnis auf der Spielberichtskarte fiel deutlicher aus, als das die Geschehnisse auf den Brettern erahnen lie├čen. Zwar ging die ESG IV, die sich mit Bernd M├╝hlinghaus und Udo K├Ânig verst├Ąrkt hatten, durch einen kampflosen Sieg von Udo K├Ânig am Brett 3 gleich mit 1:0 in F├╝hrung, zwar folgten schnelle Siege am Brett 6 von Ren├Ę Niedergall ├╝ber Jan Beumker, sowie am Brett 5 von Thomas Falk ├╝ber Pascal Schmitz; doch die anderen Bretter waren noch l├Ąngst nicht entschieden – ein remis war immer noch drin.

Doch dann machte am Brett 4 Josef Komeinda gegen Carl-Christian Vorwerg die Sache klar; die beiden Spitzenbretter blieben weiterhin lange umk├Ąmpft, bis Bernd M├╝hlinghaus mit seiner langen Erfahrung auch die Partie gegen Fabio Santiago nach Hause bringen. Gro├čes Interesse erregte die Partie an Brett 2 zwischen Samuel Haringer und Yadollah Zargari, und das nicht nur bei den Spielern der ESG IV und V, sondern auch bei den Spielern der ESG II, die ebenfalls im Luftschloss zum Saisonauftakt gegen Krefeld II spielte, sowie bei Reiner Odendahl von der ESG I, der gekommen war, um sich den Kampf der zweiten anzuschauen. Zweimal gelang es Samuel eine erdr├╝ckende Mattdrohung abzuwehren, die Yadollah nicht konsequent verwirklichte, um dann am Ende sich selbst einer ├╝berlegenen Bauernmehrheit gegen├╝berzusehen, die unaufhaltsam auf die Grundreihe zu marschierte. Yadollah gab auf, und Samuel verhinderte den Kantersieg.
[TF]

Vereinsmeisterschaft,…

… die zweite Runde, fand am vergangenen Freitag im Luftschloss statt.

Eine h├Âchstinteressante Partie zeigten Gerhard Arold (mit den wei├čen Figuren spielend) und Martin Keller (mit den schwarzen). Nach kleineren beidseitigen Ungenauigkeiten entstand ein verwickeltes Mittelspiel. Hier ├╝bersah Martin einen taktischen Schlag des Wei├čen, der nach der Partie noch lange analysiert wurde, konnte zwar das materielle Gleichgewicht wahren; aber Gerhard erhielt das druckvollere Spiel und wickelte dann folgerichtig in ein Endspiel ab. Der „ElektrobaukastenÔÇŁ meint hier noch eine Ungenauigkeit des Wei├čen zu erkennen, und gibt Martin noch M├Âglichkeiten, sich zu verteidigen, aber in der Realit├Ąt fand der Schwarze nicht den richtigen Weg und musste alsbald quittieren.

Am anderen Brett kam es zur Wiederauflage der denkw├╝rdigen Begegnung in der Vereinsmeisterschaft des Vorjahres zwischen Thomas Symank und Thomas Falk, wieder mit der gleichen Farbverteilung. Damals konnte Thomas Falk mit den schwarzen Figuren einen Vorteil in der franz├Âsischen Er├Âffnung herausarbeiten und davon im Mittelspiel profitieren und so ein remis erringen. Auf dieses Experiment wollte sich Thomas Symank dieses Mal nicht einlassen und er├Âffnete mit d4.
Die Partie entwickelte sich nicht weniger scharf als die des Vorjahres, und im 14. Zug zog wei├č hier fehlerhaft Se4

T. Symank vs T. Falk nach 13. ... dxe5
T. Symank vs T. Falk nach 13. … dxe5

Schwarz h├Ątte (laut Computeranalyse) f5 spielen m├╝ssen (Shredder bewertet die Stellung dann mit -1,48), doch schwarz glaubte an den Zug g4 und vergab den Vorteil. Den Zug f5 fand schwarz dann weniger Z├╝ge sp├Ąter, da war er jedoch nicht mehr korrekt, und wei├č bog in die Siegesstra├če ab, von der er auch nicht mehr abgeriet.

In den weiteren Partien siegte Heiko Kessler ├╝ber Markus Biedermann, sowie Alfred G├╝thler ├╝ber Lukas Heynck.
[TF]

Der Pokal hat seine eigenen GesetzeÔÇŽ

Eines haben Schach und Fu├čball jedes Jahr zum Ende des Sommers immer wieder gemeinsam: Der Pokal und nicht die Liga er├Âffnet die neue Spielsaison. Ist beim ÔÇ×RasenschachÔÇť die Mannschaftsst├Ąrke mit elf Spielern immer gleich, wird sie beim Schach von acht Mannschaftsspielern in der Meisterschaft im Pokal auf die H├Ąlfte ÔÇô sprich vier Spieler ÔÇô ÔÇ×reduziertÔÇť.

In der ersten Runde des Viererpokals des Schachbezirkes Bergisch-Land waren f├╝nf Teams der Elberfelder Schachgesellschaft 1851 am Start. Zwei Mannschaften qualifizierten sich f├╝rs Achtelfinale im Oktober. Unsere Erste durch einen 3:1 Erfolg ├╝ber das Solinger Quartett vom OTV 1888 und unsere Vierte durch ein 2:2 Unentschieden bei besserer Berliner Wertung gegen die Schachfreunde aus Remscheid-Lennep. Ebenfalls Unentschieden spielte ├╝berraschend unsere Zweite gegen die Vierte von der BSW Wuppertal. Mit zwei Siegen an den beiden Spitzenbrettern sprach hier allerdings die Berliner Wertung gegen uns und f├╝r unsere G├Ąste. Ausgeschieden sind ebenfalls unsere dritte und f├╝nfte Mannschaft. Gegner waren die Reserve des Solinger Bundesligisten, beziehungsweise der letztj├Ąhrige NRW-Qualifikant, die Schachgesellschaft Velbert.

Unsere Erste trifft nun auf die Schachfreunde Anna vom Wuppertaler Laurentiusplatz. Der Bezirksligist ist eine wohl l├Âsbare Aufgabe. Ein Hammerlos zog dagegen unsere Vierte mit der Ersten von der BSW Wuppertal. Das Team ist Pokalverteidiger im Bezirk und NRW-Finalist. Mit zwei Internationalen Meistern im Kader ist das BSW Quartett im zweiten Wuppertaler Duell ein wohl un├╝berwindbarer Gegner beim Spiel um den Einzug ins Viertelfinale.

Im Heimspiel gegen die in der 2. Bezirksliga spielenden Ohligser vom OTV ÔÇÖ88 war unsere Erste vor Spielbeginn der klare Favorit. Aber Vorsicht war geboten, denn wie im Fu├čball gilt auch beim Schach: ÔÇ×Der Pokal hat seine eigenen Gesetze.ÔÇť Erst recht, wenn man das erste Brett „freilassen muss“ und somit bereits 0:1 hinten liegt. Bei einem Unentschieden h├Ątte die Berliner Wertung wohl immer f├╝r unser Team das direkte ÔÇ×AusÔÇť bedeutet. Konzentration und gro├če Achtsamkeit waren von unseren drei Spielern verlangt. Einen weiteren Partieverlust durfte man sich nicht erlauben. Diese Anspannung waren allen ESG-Akteuren von den Gesichtern abzulesen, w├Ąhrend der OTVer Ralf Baumann nach seinem kampflosen Sieg Optimismus verbreitete. Doch dann fiel der Ausgleich.Youngster David Bachmann hatte am Brett vier seinen Gegner Sebastiano Colajanni mit den schwarzen Steinen bezwungen. Auch an den anderen beiden Brettern sah es gut f├╝r uns aus. Man durfte optimistisch sein. Im 31. Zug reichte der OTV-Spieler Kasim Zymeri am Brett zwei Heiko Kesseler die Hand zur Aufgabe. Die Wahl zwischen ÔÇ×MattÔÇť oder ÔÇ×direkter DamenverlustÔÇť waren der Grund f├╝r Schwarz zu resignieren. Die 2:1 F├╝hrung war perfekt. Nun kam es auf unseren Neuzugang Achim Tymura an. Remis reichte bereits zum Sieg und Weiterkommen. Aber es sollte mehr werden. Mit Routine setzte der ehemalige Hagener Spieler den OTVer Roland Jorke immer mehr unter Druck. Seine wei├čen Figuren beherrschten das 64feldrige Schachbrett so sehr, dass sein Gegen├╝ber konsequenterweise Achim die Hand als Zeichen der Aufgabe sch├╝ttelte. Achims erster Sieg im ersten Spiel f├╝r die ESG. Besser geht es nicht. Gratulation. Der 3:1 Erfolg war perfekt.
[HK]

F├╝r die zweite Mannschaft ging der Spieltag ungl├╝cklich aus. In der Aufstellung Michael Podder, Andrea Schmidt, Lukas Heynck und Ludger Schmidt starten die ESG II optimistisch in den Mannschaftkampf gegen BSW IV, gewannen letztendlich jedoch an den falschen Brettern. W├Ąhrend Ludger und Lukas an den hinteren Brettern gewannen, mussten Michael und Andrea an den oberen Brettern Niederlagen einstecken. So stand es zwar 2:2, aber die Berliner Wertung sprach mit 3:7 gegen uns, da der Gegner an den oberen Brettern gewonnen hatte, und somit auch den Mannschaftkampf f├╝r sich entschied.
[LH]

Wegen Terminkollision in Solingen h├Ątte die ESG III schon am vergangenen Sonntag antreten sollen. Vielleicht war ein Termin im August noch zu fr├╝h, vielleicht hatte die Saisonauftaktsfeier noch nicht ihre Wirkung entfalten k├Ânnen, so dass sich vier Spieler finden lie├čen, die nach Solingen reisen wollten, um den anderen ESG-Mannschaften vorwegzugehen und den Weg zum Pokal aufzuzeigen. Die Begegnung musste leider kampflos aufgegeben werden.

┬źJT zum Quadrat┬╗ lautete die Geheimrezeptur und das Erfolgsrezept der ESG IV in der Pokalbegegnung gegen Lennep I, sprich Josef Kr├╝k und Thorben Mantler, aus der ESG III, die sich wegen der kampflosen Aufgabe der ESG III nun an die Bretter der ESG IV setzen konnten, sowie Josef Komeinda und Thomas Falk aus der ESG IV. Die anf├Ąnglich Hochrechnung des neuen Mannschaftsf├╝hrers der ESG IV, Thomas, mit Besetzung der Bretter 1 und 2 durch Josef Kr├╝k und Thorben Mantler mindestens ein Unendschieden gegen Lennep I, die ebenfalls wie ESG IV in der zweiten Bezirksklasse spielt, in der Tasche zu haben und dank der Berliner Wertung weiter zu kommen, zerschlug sich schnell, hat Lennep doch mit Erik Stokkentreeff und Frank Freese zwei starke Spiele mit 1780-1790 DWZ in ihren Reihen – es musste an allen Brettern gek├Ąmpft werden.

Und so legte sich Josef Komeinda auch gleich mit den wei├čen Figuren an Brett 3 (die Begegnung fand zwar in Lennep statt, die ESG IV hatte jedoch Heimrecht – sonst h├Ątten vier ESG-Mannschaften im Luftschloss gespielt) ins Zeug und wollte in eine Art Schnellschach den ersten Punkt einfahren, griff dann in guter Stellung ungest├╝m den gegnerischen K├Ânig an und stellte einen L├Ąufer ein – die Partie war wohl verloren, sollte seinem Gegen├╝ber, Klaus-Dieter Koch, nicht das gleiche Missgeschick unterlaufen. Josef k├Ąmpfte jedoch unverdrossen weiter.

An Brett vier kam Thomas relativ fr├╝h zu einem Mehrbauern, weil sein Gegen├╝ber, Kim Ungermann Sc3-a4 spielte und die Deckung seines e4-Bauern aufgab. Ungermann bekam die Dominanz am Damenfl├╝gel; Thomas konnte jedoch gegenhalten und durch Leichtfigurenabtausch den Einfall auf dem Damenfl├╝gel verhindern, wollte er doch damit auch den Mehrbauern st├Ąrker zur Geltung bringen. In leicht besserer Stellung (lt. nachtr├Ąglicher Computeranalyse) opferte Ungermann seinen L├Ąufer auf h6 und erm├Âglichte seiner Dame das Dauerschach auf h6 und g6. Damit war ein halber Z├Ąhler im S├Ąckchen.

Auch wenn lt. DWZ Thorben Mantler und Frank Frese auf Augenh├Âhe sind, wusste Thorben, dass er mit den wei├čen Figuren gewinnen musste, sollte die ESG IV weiterkommen, und so spielte er aktiv auf, hatte stets leichte Oberhand und lockte die gegnerische Dame ohne Staffage weit nach vorne auf den K├Ânigsfl├╝gel, bis die Jagd auf sie im 21. Zug mit g5 begann.

Thorben

Sie musste immer neue R├╝ckzugsfelder finden und wurde bis auf die Grundlinie zur├╝ckgedr├Ąngt. In diesem „napoleonischen“ R├╝ckzug griff Frank Frese einmal daneben, und Thorben konnte den Sieg einstreichen.

Auch Josef Kr├╝k dominierte lange mit den schwarzen Figuren (auch wenn er ausw├Ąrts an Brett 1 die wei├čen Figuren haben wollte) die Partie gegen den holl├Ąndischen Schachfreund Stokkentreeff…

Erik Stokkentreeff (li) und Josef Kr├╝k (re) im Hintergrund Thorben Mantler
Erik Stokkentreeff (li) und Josef Kr├╝k (re) im Hintergrund Thorben Mantler

… konnte die Qualit├Ąt gewinnen, und hatte die Hegemonie am K├Ânigsfl├╝gel, jedoch konnte wei├č das Bauerngleichgewicht am Damenfl├╝gel leicht zu seinen Gunsten st├Âren und bot remis an, vielleicht in Unkenntnis, was das f├╝r die Berliner Wertung bedeuten w├╝rde – nicht so die ESG: remis an Brett 1 reicht, und Josef nahm an. Nun konnte auch der j├╝ngere Josef am Brett 3 seine Partie zum Gesamtunentschieden verloren geben, aber dank Berliner Wertung mussten die ESG-Recken nicht ins Blitz-Stechen, sondern konnten mit der Fahrkarte ins Achtelfinale nach Hause fahren.

Irrungen und Wirrungen dagegen in der ESG V, traten sie doch nur mit Samuel Haringer und Benedikt Abel an den Brettern zwei und drei an. Doch zeigten sie Kampfgeist und lie├čen sich nicht davon abschrecken, dass nur das Losgl├╝ck sie in die n├Ąchste Runde bringen w├╝rde, denn selbst wenn sie ihre Partien gewonnen h├Ątten, st├Ąnde es unentschieden, auch nach Berliner Wertung. Das hie├če, zweimal im Blitzen gewinnen, und wieder h├Ątte es unentschieden nach Brettpunkten und nach Berliner Wertung gestanden – da hilft dann nur noch Fortuna. Sie setzte sich jedoch ans Velberter Brett, und die ESG V schied ebenfalls aus dem Pokal aus.
[TF]

Goch ist immer eine Reise wert

Viel zu schnell war das gro├čartige Turnier in Goch am Niederrhein schon wieder vorbei. Zu seiner 26. Auflage kamen 14 Titeltr├Ąger und insgesamt 178 Teilnehmer.

Das Kastell als Austragungsort bot wieder einmal optimale Spielbedingungen und die Organisation war wie immer perfekt. Wolfgang und Winfried als Macher des Turniers sehen genau hin und pr├╝fen, welche kleine Verbesserung man noch anbringen k├Ânnte.

Goch ist ein Turnier bei dem Freundschaften geschlossen werden. Und wer einmal mitgemacht hat, m├Âchte im n├Ąchsten Jahr wieder dabei sein. Und doch wird auch hochklassiger Schachsport geboten.

Alle Ergebnisse und Fotos findet Ihr auf der Homepage des Turniers.

An Platz 7 gesetzt und 10. geworden klingt ganz gut bei der gro├čen Teilnehmerzahl. Doch es w├Ąre durchaus mehr drin gewesen. Nur dann muss man den Ball auch ÔÇ×reinmachenÔÇť. Auch wann man hier nicht von einem Elfmeter sprechen kann. Aber seht selbst, ich m├Âchte Euch meine dritte Partie vorstellen.

[HH]

Es wird wieder geblitzt…

Gestern fand die erste Blitzrunde der neuen Saison statt, sowohl in der Jugend, als auch bei den Senioren. Die Blitzrunde der Jugend gewann Carl Vorwerk, bei den Senionen siegte Frank Noetzel. Beide holten dabei 100%.

Unsere Blitzrunden finden immer am ersten Freitag des Monats statt (Jugend um 17 Uhr, Senioren und 19 Uhr). Interessente und Schachfreunde sind herzlich eingeladen, an unseren Blitzrunden teilzunehmen und auch mal zu versuchen, die 100% zu holen.
[LH]

SBBL-Vierer-Mannschaftsblitz

Auf Grund der kurzfristigen Absage einer Mannschaft wurde oben genanntes Turnier kurzfristig ersatzlos gestrichen. F├╝r uns bedeutet das: beide gemeldeten ESG-teams haben sich f├╝r die Verbandsmeisterschaft qualifiziert.

Vereinsmeisterschaft

Am gestrigen Freitagabend fand die erste Runde der neuen Vereinsmeisterschaft statt. Alle Infos findet Ihr unter Termine und Turniere in der entsprechenden Rubrik.

Wie die Auslosung es so wollte, entpuppte sich die erste Runde gr├Â├čenteils jeweils als ein Match zwischen Mannschaftskollegen. Es spielten Gerhard Arold und Lukas Heynck aus der zweiten, Alfred G├╝thler und Thomas Symank aus der dritten, sowie Thomas Falk und Markus Biedermann aus der vierten Mannschaft gegeneinander. Somit war der Auftakt der Vereinsmeisterschaft gleichzeitig eine Aufw├Ąrmung unter Mannschaftskollegen f├╝r die anstehenden Mannschaftsk├Ąmpfe der jetzt wieder beginnenden Saison.

In der Partie Gerhard Arold gegen Lukas Heynck kam die italienische Variante Giuoco pianissimo (zu deutsch „sehr ruhiges Spiel“) aufs Brett. Wie sich jedoch herausstellte, kann diese Variante alles anderes als ruhig verlaufen. So suchte Lukas (schwarz) in der Partie mit dem Bauernvorsto├č 5. … d5 zu fr├╝h die Initiative…
Arold-Heynck
… und bekam nach 6.exd5 Sxd5 7.0-0 0-0 8.Te1 Schwierigkeiten seinen Bauern auf e5 zu verteidigen. Wei├č konnte anschlie├čend nach einigen taktischen Schlagabt├Ąuschen durch Materialvorteil das Spiel f├╝r sich entscheiden. Er├Âffnungstechnisch sehr lehrreich, aber soviel zum Thema „sehr ruhiges Spiel“ ­čśë

Ebenfalls mediterran spielten Thomas Falk und Markus Biedermann sizilianisch. Die entgegengesetzten Rochaden versprechen ein scharfes Spiel, doch verlief die Partie lange materiell ausgeglichen mit leichten Vorteilen f├╝r wei├č auf dem Damenfl├╝gel. Daher versuchte Thomas auch fr├╝h ins Endspiel abzuwickeln, um die Dominanz am Damenfl├╝gel auszuspielen, und lehnte das Remisangebots seines schwarzen Mannschaftskollegen ab. Im 32. Zug spielte er jedoch etwas z├Âgerlich b3.
Falk-Biedermann
Markus h├Ątte hier mit b4 den Damenfl├╝gel abschlie├čen und das Remis sichern k├Ânnen, spielte jedoch noch z├Âgerlicher Lf5 und erlaubte den wei├čen Durchbruch am Damenfl├╝gel mit dem Bauernhebel a4. Im weiteren Verlauf musste Markus seinen Freibauern aufgeben, um den wei├čen Freibauern auf dem Damenfl├╝gel zu stoppen. Mit der Aufgabe des Zentrums fiel dann auch der K├Ânigsfl├╝gel und Schwarz gab auf.

Die vierte Partie des Abends Martin Keller gegen Heiko Kesseler (NICHT selbe Mannschaft) wurde verlegt.
Die zweite Runde findet in 2 Wochen am 11. September statt ÔÇô Verlegungsw├╝nsche bitte rechtzeitig mit dem Gegner absprechen und die Spielleitung informieren.
[LH & TF]

Ein voller Erfolg…

… war der Saisonauftakt.
Sechzehn Schachfreunde kamen trotz schw├╝lwarmen Wetters zur ersten Saisonauftaktsfeier in der Geschichte der Elberfelder Schachgesellschaft, um sich mit einem f├╝nfrundigen Blitzturnier nebst Rahmenprogramm auf die kommende Saison mental einzustimmen.
Vizevorsitzender Frank Noetzel begr├╝├čte die Schachfreunde mit mitrei├čenden Worten, die er wie er zu verstehen gab, aus dem Stegreif fand und machte es so dem 1. Spielleiter Thomas Falk leicht, mit Hinweisen auf ├änderungen im Regelwerk und kleinen Exkursen (wie ging nochmal der formvollendete Remisantrag ?) auf die neue Saison einzustimmen.
Der frisch gebackene Pressereferent Heiko Kesseler warb in seiner ihm bekannten Art um mehr Artikel und erkl├Ąrte das ABC des Artikelschreiben, zu finden auf der internen Seite.
Bevor es an die Bretter ging, erl├Ąuterte der ebenfalls frisch gek├╝rte 2. Spielleiter Lukas Heynck die ├änderungen und Hintergr├╝nde im Turnierbereich der Elberfelder Schachgesellschaft. So wird der Spielbeginn der Turniere zur Erh├Âhung der Aktraktivit├Ąt um eine Stunde auf 19:00 vorverlegt und somit auch das Ende der Partie.
Das f├╝nfrundige Blitzturnier nach Schweizer System mit 10 Minuten Bedenkzeit verlief ohne schachliche ├ťberraschungen, nicht jedoch ohne schachliche H├Âchstleistungen.

Unter kritischen Blicken f├╝hrt Alfred G├╝thler die wei├čen Figuren gegen Peter Wiesemann
Unter kritischen Blicken von Bernd M├╝hlinghaus und Thomas Symank f├╝hrt Alfred G├╝thler die wei├čen Figuren gegen Peter Wiesemann (weitere Impressionen in der Galerie)

Daf├╝r sorgte nicht nur die doppelte Bedenkzeit, konnte man sich doch zwischen den Partien mit Schrippen st├Ąrken. An dieser Stelle ein herzliches Dankesch├Ân an Nicole Burmitsky, die mit Lukas Heynck f├╝r das Buffet sorgte, sowie an Thomas Symank f├╝r den Nachtisch.
Am Ende siegten punktgleich mit jeweils 4,5 Punkten Gerd Kurr und Reiner Odendahl. Den dritten Platz sicherte sich Heiko Kesseler mit 3,5 Punkten.
[TF]