Regionalliga 2. Runde – Das hatten wir uns anders vorgestellt …

Dass es gegen die Schachfreunde Gerresheim in der zweiten Spielrunde der Regionalliga schwer werden w√ľrde, davon durften wir aufgrund des starken Gerresheimer Spielerkaders mit mehreren Internationalen Titeltr√§gern ausgehen. Dass wir uns aber mit 2:6 eine deutliche ‚ÄěKlatsche‚Äú in der Landeshauptstadt abholen w√ľrden, damit hatte keiner auf ESG-Seite vor Spielbeginn gerechnet. Ganz im Gegenteil: Nach dem deutlichen 6:2-Erfolg am ersten Spieltag √ľber die Reserve von Ratingen war man optimistisch, auch in Gerresheim bestehen zu k√∂nnen. Letzendlich machten am Ende aber die vier ausl√§ndischen Akteure auf D√ľsseldorfer Seite mit ihrer 100% Ausbeute den gro√üen Unterschied aus. Darunter an den Brettern eins und acht zwei extra angereiste Internationale Schachmeister aus der Ukraine.

Dabei sah es in der ersten ‚ÄěSpielh√§lfte‚Äú noch sehr ‚Äěsch√∂n‚Äú aus. Wundersch√∂nes Herbstwetter zu Allerheiligen und mehrere vorteilhafte Spielpositionen ‚Äď richtig schlecht stand keiner der ESG-Spieler ‚Äď spiegelten sich in den Gesichtern der Elberfelder Spieler wider. Recht fr√ľh endeten dann auch noch zwei Partien, in denen die D√ľsseldorfer den Anzugsvorteil hatten, mit Remis. Im Duell der FIDE-Meister am Brett zwei einigte sich Helge Hintze mit dem aus China angereisten fr√ľheren Bundesligaspieler Ulrich Dresen auf eine Punkteteilung und am Brett sechs teilten sich unser Neuzugang Achim Tymura mit Gerresheims Vorsitzenden Tobias Finke den Punkt. Nach dem Wei√ü-Erfolg von unserem Teamkapit√§n Frank Noetzel am Brett vier √ľber Dennis Liedmann und der fast zeitgleichen Niederlage von Ersatzmann Stefan Pfeiffer gegen den jungen 19j√§hrigen Internationalen Meister Evor Bogdanov stand es leistungsgerecht 2:2. Auf Elberfelder Seite war man optimistisch, die Tabellenf√ľhrung weiter behaupten zu k√∂nnen. Die Spielpositionen an den vier restlichen Brettern sahen ganz gut f√ľr uns aus. Aber dann lief alles gegen uns. Zuerst verlor Thomas Fuchs am Brett sieben gegen Markus K√∂hler bei gegnerischer Zeitnot erst den Faden und dann die Partie. Am Brett f√ľnf kam dagegen Heiko Kesseler gegen den Niederl√§nder Jan Selten in hochgradige Zeitnot und verdarb in dieser seine gute Stellung unmittelbar vor der Zeitkontrolle. Auch wenn die Partie noch weitere zwanzig Z√ľge andauerte ‚Äď am Ende, nach sechzig Z√ľgen mu√üte Heiko aufgeben. Genauso wie Gerd Kurr am vierten Brett gegen Toon van Lanen, dem zweiten Niederl√§nder in der Gerresheimer Acht. Dieser hatte an der entscheidenen Stelle der Partie weitergerechnet als das ESG-Urgestein. Auch unser Bester, FIDE-Meister Reiner Odendahl, konnte am Ende dem ukrainischen Internationalen Meister Dmitry Stets am Spitzenbrett nicht mehr Paroli bieten. Letztendlich mu√üte auch er seinem Kontrahenten als Zeichen der Aufgabe die Hand reichen. Endstand 2:6 gegen uns. Eine herbe Niederlage. Unsere Aufstiegsambitionen haben schon im zweiten Ligamatch einen deutlichen D√§mpfer bekommen. Jetzt gilt es den Kopf nicht in den Sand zu stecken und mit neuer Kraft die n√§chsten K√§mpfe zu bestreiten. Wer wei√ü welchen Verlauf die Spielsaison noch nehmen wird.
[HK]

Regionalliga ‚Äď Erste muss zum gro√üen Favoriten Gerresheim

Nach ihrem 6:2-Erfolg √ľber die Reserve des Ratinger Schachklubs liegt unser Team gemeinsam mit der dritten Mannschaft des deutschen Rekordmeisters SG Solingen an der Tabellenspitze der Regionalliga. In der zweiten Spielrunde geht es nun gegen den
gro√üen Aufstiegsfavoriten aus der Landeshauptstadt, die Schachfreunde Gerresheim 1986. Momentan nach dem 5:3-Erfolg √ľber Aufsteiger Kamp-Lintfort Dritter in der Tabelle. Mit ihren ‚ÄěTop drei‚Äú, dem Gro√ümeister Yuri Solodovnichenko und den beiden Internationalen Meistern Bosko Tomic und Dimitry Stets ist der ehemalige Zweitligist zu Hause klarer Favorit. Weitere starke Spieler folgen, darunter neben einigen niederl√§ndischen Akteuren auch der in Wuppertal gut bekannte FIDE-Meister Ulrich Dresen. Er spielte in den Achtzigern f√ľr den PSV Wuppertal in der ersten Bundesliga erfolgreich am Spitzenbrett. Spielort am Sonntag ab 10.00 Uhr ist der Saal der Diakonie, Am Wallgraben 34 in 40625 D√ľsseldorf.

[HK]

Zweite Runde der Verbandsliga

Nach der 3:5-Niederlage gegen Krefeld II mussten wir in der zweiten Runde der Verbandsliga bei D√ľsseldorf Gerresheim antreten. Unser Gegner, SF Gerresheim II, hatte ebenfalls in der ersten Runde 3:5 verloren und so traten zwei sowohl etwa gleichstarke, als auch gleich motivierte Mannschaften gegeneinander an. Nach der knappen Niederlage wollten beide Teams nun mindestens knapp gewinnen.

An Brett 7 verlor Lukas Heynck mit Wei√ü gegen Wieslaw Sapkowski. Kurz darauf remisierte an Brett 4 Andrea Schmidt gegen Tatjana Rosenfeld und Ronny M√ľller an Brett 8 gewann mit Schwarz gegen Thorben Wehrmann.¬† Nach der ersten Zeitkontrolle nahm Thomas Schubert an Brett 6 das Remisgebot seiner Gegnerin Inna Orlova an und es stand 2:2.

Die weiteren Partien waren hart umk√§mpft, aber mit Vorteilen f√ľr uns. Zuerst siegte an Brett 5 Ahmed Agic (wei√ü) gegen Ahmet Yilmaz (schwarz) und mit dem Remis von Michael Podder an Brett 3 gegen Victor Maisels f√ľhrten wir nun 3,5:2,5 mit einen Punkt. Unser Gegner brauchte nun 2 Siege an den Brettern 1 und 2, um den Mannschaftskampf f√ľr sich zu entscheiden. Jedoch behielten wir unsere F√ľhrung und entschieden den Kampf mit 4,5:3,5 f√ľr uns. Stefan Pfeiffer (wei√ü) verlor gegen Michael Goldblat an Brett 1. Gerhard Arold (schwarz) gewann das Turmendspiel gegen Dirk Angerm√ľnde an Brett 2.

[LH]

 

In (Un-)sicherheit…

wiegten sich die Schachspieler auf beiden Seiten des Brettes der Begegnung BSW VI gegen ESG IV. Ist doch die BSW VI ein Gegner, den man schlagen kann und muss, wenn, man den Wiederaufstieg schaffen und erstklassig spielen will. Entsprechend brachten die Recken der ESG Zuversicht und Sicherheit mit ans Brett, zwei Punkte zu holen; hatte man doch in der letzten Begegnung eindrucksvoll gegen den kleineren Bruder gewonnen.

Aber als die Uhren angedr√ľckt wurden, nahmen nur drei ESGler am Brett Platz – wo waren die anderen, n√§mlich die drei ersten Bretter? Sollte man nun hoffen, dass sie noch kommen, oder sollte man den in letzter Minute auftauchende Ersatzmann Markus Biedermann einwechseln ?

Der frischgebackene Mannschaftskapit√§n Thomas Falk entschied sich f√ľr Hoffnung, war doch mit drei Spielern an den Bretter 4 bis 6 ein remis m√∂glich; und sollte auch nur einer von den dreien noch auftauchen, sogar mehr. Bis dahin hie√ü es, an allen Brettern unbedingt auf Sieg spielen – eine gro√üe B√ľrde. Zum Gl√ľck liefen so nach und nach dann auch die „Stars“ der ESG IV ans Brett auf – der sonnt√§gliche Gottesdienst macht es nicht leichter, auf der Hardt einen Parkplatz zu finden.

An Brett 5 lenkte der BSWler Overhoff mit den schwarzen Figuren in die Spanische Eröffnung ein, und Thomas Falk baute sich nach erfolgreicher Eröffnung zum Angriff auf den schwarzen König auf. Da störte nur der Springer auf g3. Der muss weg, dachte sich Thomas

Falk vs Overhoff nach 15. ... Sg6
Falk vs Overhoff nach 15. … Sg6

und zog h4 mit der Drohung, h5 zu spielen und √ľbersah den Zug Lxf3. Im 44. Zug musste er dann die Partie verlustig melden. Der Blick nach links und rechts fiel nicht besser aus. Auch Ren√® Niebergall und Josef Komeinda kamen nicht ins Spiel. Die Partien w√ľrde wohl BSW gewinnen. Da blieb nur die Hoffnung, an den vorderen Brettern zu gewinnen und wenigstens das Gesamtremis zu retten. Und so glich Yadollah Zargari gegen Schillings zum 1:1 aus.

Noch wird an vier Brettern gek√§mpft. Auf der linken Seite von vorn nach hinten: Bernd M√ľhlinghaus, Yadollah Zargari, Udo K√∂nig, josef Komeinda und Ren√® Niebergall
Noch wird an vier Brettern gek√§mpft. Auf der linken Seite von vorn nach hinten: Bernd M√ľhlinghaus, Yadollah Zargari, Udo K√∂nig, Josef Komeinda und Ren√® Niebergall

Als n√§chster legte Udo K√∂nig gegen Riechmann nach, 1:2. Doch die Hoffnung starb, am Brett 4 oder 6 noch ein remis zu erzwingen: erst gab Josef gegen Schnatz, dann auch Ren√® gegen Doolan auf. Jetzt musste Bernd M√ľhlinghaus gegen Kluge unbedingt gewinnen, um das remis zu retten. So bot dann Kluge auch klug mal das remis an, was Bernd jedoch ablehnte und folgende Stellung erreichte:

M√ľhlinghaus vs Kluge nach 23. Tae1
M√ľhlinghaus vs Kluge nach 23. Tae1

in der Kluge glaubte mit 23. … g5 in Vorteil zu gelangen, doch Bernd erwiderte mit Lxg5, und Kluge gab auf. Das remis war dann doch geschafft.

Am 22. November empfangen wir dann den OTV.

[TF]

Offene Solinger Stadtmeisterschaft ‚Äď ESGer mit Solinger Quartett in F√ľhrung

Bei der Offenen Solinger Stadtmeisterschaft trennten sich die beiden verlustpunktfrei f√ľhrenden Akteure leistungsgerecht mit Remis. Am Spitzenbrett gegen den Solinger Titelverteidiger Joachim Goerke hatte unser Bezirkspokalsieger Heiko Kesseler mit den wei√üen Steinen zu Beginn leichte Vorteile erspielt, die sich aber in der zweiten Phase der Partie verfl√ľchtigten. Der Remisschlu√ü war die Konsequenz.

In den Verfolgerduellen an den nachfolgenden Brettern siegten Oliver Kniest, Dirk Schockenb√§umer und Thomas Lemanczyk vom Bundesligisten SG Solingen √ľber Nachwuchshoffnung Kevin Zolfagarian, Stefan Borchert beziehungsweise Dr. Stefan Flesch. An der Tabellenspitze mit jetzt 3,5 Punkten aus vier Partien liegt nun gemeinsam mit Heiko das Solinger Quartett Goerke, Kniest, Lemanzcyk und Schockenb√§umer.

In der f√ľnften von sieben Spielrunden trifft Heiko jetzt mit den schwarzen Steinen auf den an Nummer Zwei gesetzten Solinger Zweitligaspieler Lemanczyk, w√§hrend der elost√§rkste Spieler im Telnehmerfeld, der Klingenst√§dter FIDE-Meister Kniest auf Titelverteidiger Goerke trifft. Der F√ľnfte im F√ľhrungsquintett Dirk Schockenb√§umer trifft zeitgleich im Solinger Schachzentrum auf Andreas Peschel (3 Punkte) aus dem Solinger Zweitligakader.

[HK]

Bezirkspokal: Erste nach 4:0-Erfolg im Halbfinale

4:0 hie√ü es am Ende in der Pokalbegegnung zwischen unserer ersten Vier und der dritten Mannschaft der Schachgesellschaft Solingen. Auch wenn ein Sieg mit ‚Äěwei√üer Weste‚Äú gelang, darf man nicht daraus schlie√üen, dass es ein Spiel ‚Äěauf ein Tor‚Äú war. Lange Zeit spielten die G√§ste im Luftschloss gut mit. Am Ende aber mu√üten die Spieler des deutschen Rekordmeisters dann gleich an allen vier Schachbrettern dem Klassenunterschied Tribut zollen.

F√ľr die F√ľhrung sorgte Gerhard Arold am vierten Brett mit den schwarzen Steinen. In einer Italienischen Er√∂ffnung wehrte er zuerst den Angriff seines Solinger Kontrahenten Rainer Falge erfolgreich ab. Der erste Brettsieg war klar, als er den vom Wege abgekommen gegnerischen Springer einfangen konnte und den Solinger mit dem klarem Materialvorteil zur Aufgabe zwang.

F√ľr die 2:0 F√ľhrung sorgte kurze Zeit sp√§ter Heiko Kesseler am Brett drei. In einer Variante der Spanischen Er√∂ffnung hatte Heiko eine Unachtsamkeit von Bezirksspielleiter Dr. Marius Fr√§nzel in der Er√∂ffnung zu einem Bauerngewinn ausgenutzt und mit diesem Mehrbauern mehr Raum im Zentrum. Unter Druck gesetzt stellte Schwarz einen weiteren Bauern ein und mu√üte wenig sp√§ter aufgeben.

Den Sieg machte dann ‚ÄěESG-Urgestein‚Äú Frank Noetzel klar. Er besiegte nach spannenden Spielverlauf den Solinger Helmut Meckel am Brett zwei mit den wei√üen Steinen. Wohl ausschlaggebend f√ľr den langsamen schwarzen Niedergang war die vom Solinger Routinier gew√§hlte lange Rochade. Im weiteren Spielverlauf war der schwarze K√∂nig dann das Opfer von Franks Angriff. 3:0 – Der Kampf war gelaufen.

Einem Remis am n√§chsten waren die Solinger ausgerechnet am Spitzenbrett. Im Duell gegen Reiner Odendahl konnte der Solinger Necip Ali Erkay lange Zeit mit den wei√üen Steinen die Partie v√∂llig offen gestalten. Zeiweise besa√ü er vielleicht sogar etwas Spielvorteil. Am Ende aber agierte er etwas ungl√ľcklich und geriet unter unn√∂tigen Druck. Allerdings war zum Ende noch nicht klar ob die Stellung verloren ist. Nach einer Unachtsamkeit im Dame-Turm-Endspiel sah sich der Solinger aber dann gen√∂tigt aufzugeben. 4:0 ‚Äď der Einzug ins Halbfinale ist erreicht.

Im Spitzenduell setzte sich der Bundesligist SG Solingen gegen Pokalverteidiger und NRW-Finalist BSW Wuppertal durch. Am Ende stand es zwar 2:2 Unentschieden aber die Berliner Wertung sprach knapp f√ľr die Klingenst√§dter. An diesem Kampf waren drei Internationale Meister und drei FIDE-Meister beteiligt. Die Auslosung der Halbfinalbegegnungen erfolgt nachdem die beiden Paarungen SG Solingen II gegen Schachfreunde Vonkeln und TV Witzhelden gegen Schwarz-Wei√ü Remscheid am Sonntag, 08.11.15, gespielt sind. Termin des Halbfinale: Sonntag, 20.12.15.

[HK]

Bezirkseinzelmeisterschaft ‚Äď Heiko Kesseler alleine an der Spitze

Durch seinen zweiten Sieg im zweiten Spiel liegt der ESGer Heiko Kesseler bei der Bezirkseinzelmeisterschaft mit zwei Z√§hlern verlustpunkfrei alleine in F√ľhrung. In der zweiten Runde besiegte Heiko mit den schwarzen Steinen Benjamin Ries von der BSW Wuppertal. In einer spannenden Partie √ľber achtzig Z√ľge schenkten sich beide Kontrahenten nichts. Allein zweimal hatte Ries, der in diesem Jahr bereits die Dortmunder Stadtmeisterschaft vor dem Internationalen Meister Thomas Henrichs gewann, nur noch eine Sekunde beim Dr√ľcken der Uhr. Heiko trifft nun nach zwei Schwarzsiegen mit den wei√üen Steinen auf den Solinger Turnierfavoriten Thomas Lemanczyk. Der hatte sich mit dem BSWer Rene T√ľckmantel (beide 1,5 Punkte) in einer vorgezogenen Partie auf Remis geeinigt. Nach seinem Erfolg √ľber den amtierenden Solinger Stadtmeister Joachim Goerke ist Titelverteidiger Helmut Busse der Dritte im Bunde mit 1,5 Z√§hlern. Ries und der Solinger Dr. Hajo Boschek folgen mit einem Punkt. Dahinter das Solinger Trio Wolfgang Zimdars, Helmut Meckel und Dr. Marius Fr√§nzel (alle 0,5 Punkte). Am Tabellenende nach zwei Niederlagen mit Nullpunkten √ľberraschend der mehrmalige Titeltr√§ger Goerke.

[HK]

Im hohen Norden…

… liegt Schwerin, die Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommern und Partnerstadt Wuppertals.
Das dortige Schlosspark-Center hatte im Rahmen der Schachwoche ‚ÄěSchach und matt ?‚Äú die Partnerst√§dte eingeladen, jeweils zwei Schachspieler zu entsenden.
So zogen am Freitag FM Reiner Odendahl (amtierender Wuppertaler Stadtmeister) und Thomas Falk (1. Spielleiter der ESG) als Botschafter Wuppertals und des Bergischen Schachs aus.

Am Freitag Abend nahmen wir dann auch schon an einem Turnier, sechs Runden √† 15 min Bedenkzeit nach Schweizer System, zum Warmwerden teil, an dem 18 Schachspieler aus der Umgebung teilnahmen, unter anderen der d√§nische, auf Island lebende und f√ľr Schwerin spielende Gro√ümeister Henrik Danielsen.

Dass die Elberfelder alle Spielarten des Schachs, nicht nur Turnier- und Blitzpartien, sondern auch Schnellschach beherrschen, zeigte Reiner eindrucksvoll. Aus sechs Begegnungen holte er 5¬Ĺ Punkte. In der sechsten Partie einigte er sich nach wenigen Z√ľgen mit seinem Gegner auf remis, da er das Turnier schon uneinholbar gewonnen hatte. Als Glanzleistung ist sicherlich die Partie gegen den d√§nischen Gro√ümeister anzusehen.

Danielsen-Odendahl

Nach 23. Sf1 folgte Reiners Angriff auf den wei√üen K√∂nig mit 23. … Lxh3 !
Es folgten noch 24. Lf2, De4; 25. Se3, Lxc3; 26. Tac1, Txb4; 27. Da3, Lb2; 28. Da5, Lxc1; 29. Txc1, Tb2; 30. Dc3, Te2 und Danielsen gab auf.

Thomas konnte immerhin mit einem Sieg und zwei remis zwei Punkte machen, das angesichts des Teilnehmerfeldes ein recht beachtliches Ergebnis war und landete auf den 14. Platz.

Rangliste: Stand nach der 6. Runde
Rang TNr Teilnehmer Verein/Ort TWZ G S R V Punk Buchh SoBerg
1. 2. Odendahl, Reiner Elberfelder SG 2290 6 5 1 0 5.5 22.5 20.50
2. 5. Grahl, Arvid SF Schwerin 2093 6 4 1 1 4.5 22.5 15.00
3. 1. Danielsen, Henrik SF Schwerin 2526 6 3 2 1 4.0 23.5 13.75
4. 3. Weyrich, Morten SF Schwerin 2194 6 3 2 1 4.0 22.0 12.50
5. 4. Westphal, Wolfgang SF Schwerin 2106 6 3 2 1 4.0 21.5 12.75
6. 6. H√ľneburg, Christian SF Schwerin 2037 6 3 2 1 4.0 19.0 10.50
7. 8. Popp, Michael SF Schwerin 1787 6 4 0 2 4.0 17.0 9.00
8. 9. Weinstein, Arkadi SF Schwerin 1681 6 3 0 3 3.0 19.5 5.50
9. 11. Wesener, Lorenz TSG Gadebusch 1630 6 3 0 3 3.0 19.0 6.50
10. 7. Rabinowitsch, Juri SF Schwerin 1888 6 3 0 3 3.0 18.0 5.50
11. 14. Schmidt, Arne SF Schwerin 1306 6 3 0 3 3.0 17.0 5.50
12. 17. Shilaev, Anatoli   1600 6 2 1 3 2.5 15.0 3.75
13. 18. Pusch, Lucas SF Schwerin 1400 6 1 3 2 2.5 14.0 4.00
14. 13. Falk, Thomas Elberfelder SG 1410 6 1 2 3 2.0 16.0 3.00
15. 12. Brandt, J√ľrgen SF Schwerin 1611 6 1 1 4 1.5 16.0 1.50
16. 10. Balz, Christian SAV Torgelow 1631 6 0 3 3 1.5 15.0 2.75
17. 16. Jäschke, Jonathan   1400 6 0 2 4 1.0 14.0 1.25
18. 15. Pusch, Anton SF Schwerin 1200 6 0 2 4 1.0 12.5 1.25

Die √ľberzeugende Leistung musste nat√ľrlich bei einem Italiener gefeiert werden, beim ‚ÄěLoher Grill‚Äú Schwerins, wie sich herausstellte, denn der Gastronom spielt selbst bei den Schweriner Schachfreunden in der f√ľnften Mannschaft und uns sofort Brett und Figuren anbot, als er sah, wie wir die Partie Danielsen gegen Odendahl auf dem Smartphone analysierten.

Am Samstag fand dann das eigentliche Turnier der Partnerst√§dte statt, das leider eine Reihe von Partnerst√§dten absagen mussten, vielleicht auch wegen der parallel stattfindenden Schnellschachmeisterschaft in Berlin. Dennoch war das Feld, auch wenn ‚Äěnur‚Äú 18 Spieler teilnahmen, nochmal st√§rker besetzt als am Freitag, zum Beispiel durch den Landesmeister Mecklenburg-Vorpommerns FM Hannes Knuth. St√§dtewertung war angesagt, sieben Runden √† 15 min Bedenkzeit nach Schweizer System, das hei√üt die Ergebnisse zweier Spieler einer Stadt werden zusammengez√§hlt. Leider konnte Reiner nicht ganz an die gro√üartige Leistung des Vorabends ankn√ľpfen, vielleicht haben auch die anderen Schachspieler sich die Nacht mit dem Studium im Internet von Reiners Partien um die Ohren geschlagen, um sich auf ihn vorzubereiten, war man doch wach und hellh√∂rig geworden.
Dennoch konnte Reiner wieder f√ľnf Punkte aus sieben Begegnungen holen, nach zweimal remis, unter anderem gegen den Gro√ümeister,

Henrik Danielsen vs Reiner Odendahl
Henrik Danielsen vs Reiner Odendahl

musste er mit den schwarzen Figuren auf Sieg f√ľr den Gesamtsieg spielen, verlor leider die Partie und wurde so hinter dem Gro√ümeister zweiter in der Einzelwertung. Thomas wollte nat√ľrlich das Punktesammeln nicht allein Reiner √ľberlassen und bot sein gesamtes K√∂nnen auf. So konnte er mit zwei Siegen und zweimal remis immerhin auch drei Punkte zur Stadtwertung Wuppertals beitragen und landete auf den 13. Platz der Einzelwertung. Eine Niederlage gegen den Landesmeister Mecklenburg-Vorpommerns ist sicherlich keine Schande. Die Logik des Schweizer Systems brachte dann auch gl√ľcklicherweise die Begegnung zwischen den beiden Mitgliedern des Vorstandes aus Schwerin und Wuppertal, n√§mlich zwischen Sven Helms und Thomas Falk, aufs Brett, die remis endete.

Rangliste: Stand nach der 7. Runde
Rang TNr Teilnehmer Verein/Ort TWZ G S R V Punk Buchh SoBerg
1. 1. Danielsen, Henrik Island 2526 7 5 2 0 6.0 29.0 24.75
2. 2. Odendahl, Reiner Wuppertal 2290 7 4 2 1 5.0 30.5 21.25
3. 6. Westphal, Wolfgang Schwerin 1 2106 7 4 1 2 4.5 29.0 16.25
4. 5. Leisner, Hannes Greifswald 2194 7 4 1 2 4.5 27.5 14.25
5. 7. Grahl, Arvid Schwerin 2 2093 7 4 1 2 4.5 26.5 14.25
6. 3. Knuth, Hannes Parchim 2257 7 4 1 2 4.5 25.0 14.75
7. 4. Weyrich, Morten Schwerin 1 2194 7 4 0 3 4.0 28.0 12.50
8. 17. Rabinowitsch, Juri Moskau 1888 7 4 0 3 4.0 19.0 7.50
9. 8. Wagner, Ralph Wismar 1989 7 2 3 2 3.5 31.5 14.75
10. 10. Merz, Norbert Island 1739 7 3 1 3 3.5 26.5 11.75
11. 18. Helms, Sven Schwerin 3 1939 7 2 3 2 3.5 24.0 11.25
12. 16. Schmidt, Arne Greifswald 1306 7 3 1 3 3.5 21.5 7.25
13. 14. Falk, Thomas Wuppertal 1410 7 2 2 3 3.0 22.5 6.75
14. 9. Littke, Helmut Wismar 1954 7 2 2 3 3.0 21.5 4.75
15. 13. Kiecol, Rene Schwerin 2 1503 7 2 1 4 2.5 20.0 2.75
16. 15. Jäschke, Jonathan Schwerin 3 1400 7 2 0 5 2.0 20.0 1.50
17. 11. Shilaev, Anatoli Moskau 1600 7 1 1 5 1.5 18.5 1.25
18. 12. Skradde, Peter Parchim 1600 7 0 0 7 0.0 20.5 0.00

Damit landete Wuppertal auf den dritten Platz der Städtewertung.

Mannschafts-Rangliste: Stand nach der 7. Runde
Rang Mannschaft G S R V Punkte Buchh SoBerg
1. Island 0 0 0 0 9.5 55.5 36.50
2. Schwerin 1 0 0 0 0 8.5 57.0 28.75
3. Wuppertal 0 0 0 0 8.0 53.0 28.00
4. Greifswald 0 0 0 0 8.0 49.0 21.50
5. Schwerin 2 0 0 0 0 7.0 46.5 17.00
6. Wismar 0 0 0 0 6.5 53.0 19.50
7. Schwerin 3 0 0 0 0 5.5 44.0 12.75
8. Moskau 0 0 0 0 5.5 37.5 8.75
9. Parchim 0 0 0 0 4.5 45.5 14.75

Am Abend wurden die Schachspieler vom Stadtk√§mmerer Andreas Ruhl zum Abendessen eingeladen, an dem auch Henrik Danielsen teilnahm, so dass sich die Gelegenheit bot, mit ihm, er spricht recht gut deutsch, √ľber Feinheiten des Schachs zu sprechen und sich kennenzulernen, nicht nur als Schachspieler, sondern auch als Mensch.

Ein besonderer Dank geh√∂rt Sven Helms von den Schachfreunden Schwerins f√ľr die tolle Organisation des Turnieres, f√ľr den Informationsfluss nach Wuppertal sowie f√ľr die Bereitstellung der Tabellen und Bilder vom Turnier – da kommen wir doch gern n√§chstes Jahr wieder.

Weitere Impressionen in der Galerie.
[TF]

Offene Solinger Stadtmeisterschaft – ESGer mit an der Spitze

Die Offene Solinger Stadtmeisterschaft ist seit vielen Jahren die am st√§rksten besetzte Schachmeisterschaft im Bergischen Land. Ein Reiz f√ľr viele Teilnehmer ist die Eloauswertung. F√ľr ein ‚ÄěFreitagturnier‚Äú eher selten der Fall. Diesmal k√§mpfen regelm√§√üig jeden zweiten Freitag 38 Akteure im Alter zwischen acht und achzig Jahren im Schachzentrum Solingen um die begehrte Schachkrone der Klingenstadt.

Von der Elberfelder Schachgesellschaft 1851 ist der in Solingen wohnende Bezirkspokalsieger Heiko Kesseler mit dabei. Nach Siegen √ľber Michael Ehringfeld, der U-10 NRW-Meisterin Luisa Bashylina und Markus Mentzel liegt Heiko nach drei Runden mit drei Punkten verlustpunktfrei gemeinsam mit Titelverteidiger Joachum G√∂rke in F√ľhrung. Dahinter folgen mit FIDE-Meister Oliver Kniest, Thomas Lemanczyk, Kevin Zolfagharian, Stephan Borchert, Dirk Schockenb√§umer und Dr. Stefan Flesch sechs Spieler des deutschen Rekordmeisters SG Solingen mit jeweils 2,5 Punkten. Diese Spieler siegten bisher zweimal und spielten einmal Remis.

In der kommenden vierten von insgesamt sieben Spielrunden trifft Heiko nun mit den weißen Steinen auf den amtierenden Stadtmeister Görke. An den weiteren forderen Tischen kommt es zu den Paarungen der direkten Verfolger Kniest gegen Zolfagharian, Flesch gegen Lemanczyk und Borchert gegen Schockenbäumer.

[HK]