ESG I – Lippstadt 4:4

Die erste Mannschaft hat sich einen Punkt gegen den Tabellendritten aus Ostwestfalen erkämpft und damit wieder in die Spur gefunden.

Mit Hendrik Mantler, Heiko Kesseler und David Bachmann mussten gleich drei Stammspieler ersetzt werden. Die Ersatzleute in Person von Thomas Fuchs, Gerhard Arold und Michael Podder erwiesen sich dabei als Joker. Den Auftakt machte Gerhard, der die angriffslustige Endspielführung seines Gegners Chapman geschickt auskonterte und schließlich materialüberlegen einen vollen Punkt einfuhr.

Im Gegenzug haderte Reiner Odendahl mit seinem Angstgegner IM Wehmeyer ob der Korrektheit eines Scheinopfers. Das Lippstädter Spitzenbrett wiederlegte die Kombination und glich in der Folge aus.

Nichts anbrennen ließen Helge Hintze mit Punkteteilung gegen FM Matthias und Thomas Fuchs gegen Grobbel. Beim Stand von 2:2 entwickelte sich ein harter Kampf an den übrigen 4 Brettern. Während Michael Podder mit Weiß seine Stellung immer mehr verbessern konnte, verschlechterte sich die Situation für Gerd Kurr mit den schwarzen Steinen.

Scharf und unklar waren die Stellungen von Frank Noetzel und Marco Kühne, die beide ihr Heil in einem Königsangriff suchten. Im Endspiel gewann schließlich Michael Podder mit einer Mehrqualität gegen Günther, während Marcos Angriff abgeblockt wurde und der jugendliche Gegner Hecht sein Übergewicht am Damenflügel zum Gewinn nutzen konnte.

Nach der Zeitkontrolle musste Gerd Kurr gegen seinen in der Liga bisher sehr erfolgreich aufspielenden Gegner Wagner die Waffen strecken. Beim Stand von 3:4 aus Elberfelder Sicht sah die Lage von Frank Noetzel nicht gerade gut aus, zumal sein Angriff ins Stocken geraten war und sein Gegner, der deutsche U-14 Meister Schroeder, das Übergewicht zu erlangen schien. Mit einem Bauernopfer setzte der Teamchef nochmal alles auf eine Karte um finalen Angriff zu erhalten und das Mannschaftsunentschieden zu retten. Während das gegen die SG Ennepe-Ruhr misslang, hatte Fortuna diesmal ein Einsehen und bescherte ihm etwas glücklich nach knapp 6 Stunden und 80 Zügen einen solchen Angriff, der die Partie zu seinen Gunsten entschied.

[FN]

Jugendregionalliga

10.01.2015 – Die dritte Runde in der Jugendregionalrunde. Wie bereits in der letzten Saison, war das Spiel gegen den Schachklub Kleve ein Auswärtsspiel. Nach der Auswärtsniederlage in der ersten Runde gegen Kaarst (15:7), und einem Heimsieg in der zweiten Runde gegen Tornado Wuppertal (13:11), stand nun der Kampf gegen einen starken Gegner in der Jugendregionalliga an. Erwartungsgemäß gab es Punkteseitig keinen Erfolg zu vermelden, wenngleich einige der Partien sich bis ins Endspiel recht ausgeglichen darstellten. Sicherlich war es auch der recht jungen Mannschaft geschuldet, dass wir an diesem Tag keinen Sieg vermelden konnten. Positiv ist anzumerken, dass auch in diesem Spiel kein Brett kampflos abgegeben wurde, sondern dass es (inkl. Ersatzspieler) eine vollständige Liste der Spieler gab.

Foto-4b

Heraus zu heben sind die Partien von Katharina Müller (Brett 1), Samuel Haringer (Brett 2) und Mike Rauter (Brett 4). Alle Partien verliefen recht ausgeglichen und entschieden sich erst im späten Spielverlauf. Dies lässt auf die kommenden Spiele, mit dem erklärten Ziel des Klassenerhalts, hoffen.

[DA]

 

1. Bezirksliga: SF Vonkeln II – ESG III 4,5 : 3,5

Die Drittvertretung hat in der 1. Bezirksliga keinen guten Start ins neue Jahr erwischt. In Cronenberg lieferte man sich einen offenen und bis zuletzt spannenden Mannschaftskampf mit den heimischen Schachfreunden Vonkeln, die am Ende knapp triumphierten.

Die ESG geriet nach knapp zwei Stunden in Rückstand, als Thorben an Brett zwei gegen Felix Wassermann in positionell etwas schlechterer Stellung unnötig einen Bauern einstellte und die Partie daraufhin konsterniert aufgab. Kurze Zeit später verständigte sich Martin am 7. Brett mit seinem Gegner Dirk Schmidt in ausgeglichener Stellung auf Remis.
Die Führung der Gastgeber egalisierte Josef am Spitzenbrett, der seinen Gegenüber Andre Thomann mit druckvollem Spiel ins folgende Endspiel zwang:
krük_thomann
Die Verlockung, Txh4 zu spielen und sich damit verbundene Freibauern zu schaffen, ist natürlich groß. Unser Altmeister hatte jedoch einen besseren Plan und zog Tc8!, was den schwarzen Damenflügel für den Rest der Partie lähmt und jedwedes Gegenspiel unterbindet. Dies erkannte auch Thomann und gab auf.

An Brett fünf verständigte sich Alexandr mit Lisa Molitor im Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern auf eine Punkteteilung, sodass es nach vier Entscheidungen im Mannschaftskampf 2:2 unentschieden stand. Eine unglückliche Niederlage musste dann jedoch Peter am 6. Brett einstecken. Der ESG-Mannschaftsführer hatte gegen Rolf Lindemann einen Bauernverlust zu verdauen und versuchte diesen durch forsche Angriffe zu kompensieren. Dabei geriet er jedoch in eine Fesselung, die ihm die Qualität kostete und damit auch zur Aufgabe der Partie nötigte.

Seinen spannungsmäßigen Höhepunkt erlebte der Mannschaftskampf in den drei noch ausstehenden Partien, die teilweise kuriose Spielverläufe boten. So hatte Dennis am 3. Brett im Damengambit keine Kompensation für den geopferten Bauern erhalten und musste im Turmendspiel ums Remis kämpfen. Fast hätte er dort einen weiteren Bauern verloren, da unterlief Vonkeln-Akteur Wolfgang Kuhn ein Fehler, den Dennis zum Turmtausch und dem Gewinn zweier Bauern nutzte. Nun war es Kuhn, der ums Remis kämpfen musste, und dies dank der Opposition auch schaffte.

Noch spektakulärer verlief die Partie an Brett acht zwischen Thomas Symank und Vonkelns Mannschaftsführer Frederic Baier. Beide Spieler gerieten bereits vor dem 30. Zug in Zeitnot, wobei Thomas die besseren Züge fand und bereits einen Turm mehr hatte, bevor er wiederum eine Leichtfigur verlor. Schließlich wurde die folgende Stellung erreicht:
baier_symank
Mit Kf8 oder Te8 ist die Partie leicht zu gewinnen. Thomas spielte jedoch das verführerische Txc6, was optisch sehr gut aussieht, da Schwarz auf h1 mit Schach umwandeln kann, wenn der weiße König zurückschlägt. Baier antwortete allerdings mit b7! und konnte somit tatsächlich noch eine Punkteteilung erzwingen.

In der letzten noch laufenden Partie erreichte Lukas (Brett vier) gegen Leckebusch eine vom Spielverlauf her beachtliche Punkteteilung, die jedoch auch die Niederlage der Elberfelder Gäste besiegelte.

[TM]

Souverän zum remis…

mit nur fünf Spielern führte Leander Berner als neuer Mannschaftsführer die ESG V. Nachdem Leon Klemmer, Neuzugang von den Schachfreunden Anna, in einer sehr spannenden Partie immer wieder von den Zügen seiner Gegners überrascht wurde und so seinen Spielplan nicht umsetzen konnte, lag die ESG mit 2:0 hinten. Samuel Haringer spielte mit den schwarzen Figuren die Abtauschvarianten in der Französischen Verteidigung, in der sein Gegner die Drohung des Läufers auf der Diagonale nach f2 übersah und so Springer und Bauer verlor. Gegen Ende des Mittelspiels gelang es Samuel nur mit Springer und Läufer in einer aufgerissenen weißen Stellung matt zu setzen. Auch Simon Parks Gegner übersah die Matt-Drohung, so dass Simon überraschend ausgleichen konnte, hatte er doch zuvor durch einen unklugen Zug den Läufer verloren. Mit Leander Berner und Benedikt Abel an den Brettern 1 und 3 bestanden nun gute Chancen, zwei Punkte nach Hause zu bringen, doch musste Benedikt seine Partie verloren geben, während Leander in der Steinitz-Verteidigung des Spaniers seinen Gegner mit aggressiven Spiel überraschte und im zwölften Zug diese vollkommen ausgegliche Stellung erreichte:

LeanderB

Sein Gegner zog nun 12. … Sxe4 ?? und ließ Leander die wunderschöne Kombination: Sxe4, Lxf5, Dh5+, Ke7, Lxg5+, hxg5, Dxh8 ausspielen. Im weiteren Verlauf gelang es Leander nicht nur die Damen, sondern auch die Leichtfiguren abzutauschen und so ein sehr vorteilhaftes Endspiel zu erreichen, in der sein Gegner keine Chancen mehr sah und so zum 3:3 Endstand aufgab.

[Spieler der ESG V]

Die Meister

Ein Mensch sitzt da, ein schläfrig trüber,

Ein andrer döst ihm gegenüber.

Sie reden nichts, sie stieren stumm.

Mein Gott, denkst du, sind die zwei dumm!

Der eine brummt, wie nebenbei

Ganz langsam: T c 6 – c 2.

Der andre wird allmählich wach

Und knurrt: D – a 3 – g 3: Schach!

Der erste, weiter nicht erregt,

Starrt vor sich hin und überlegt.

Dann plötzlich, vor Erstaunen platt,

Seufzt er ein einzig Wörtlein: Matt!

Und die du hieltst für niedre Geister,

Erkennst Du jetzt als hohe Meister!

 

Eugen Roth

1. Bezirksliga Bergisch Land

In dem für unsere 3. Mannschaft wichtigen Kampf begann der heutige Tag mit kleinen Turbulenzen: krankheitsbedingt fiel unser Topscorer der vergangenen Saison aus und kurz vor Kampfbeginn fehlten uns noch 2 fest eingeplante Stammspieler. Beim Gegner zum Glück auch. Nachdem Alexandr Pertschik es noch vor Ende der Karenzzeit schaffte, stand es somit nach einer guten halben Stunde 2 zu 1 für uns. Martin Keller konnte dann als Erster seine Partie ausspielen und auf 3 zu 1 erhöhen. Da es an den anderen Brettern auch gut stand, einigte sich Alexandr mit seinem Gegner friedlich. Harald Kurz hatte sich einen Mehrbauern erarbeitet und Josef Krük stand auch ungefährdet, während Brett 3 von Lukas Heynck am meisten Spannung versprach: nach etwa 20 Zügen war noch keine Figur getauscht, heterogene Rochaden standen auf dem Brett und es nahte langsam Zeitnot. Lukas‘ Gegner inszenierte einen Angriff, verlor dabei aber etwas Holz und Lukas konnte den Siegpunkt einfahren. Zum Glück war damit der Kampf gelaufen – denn bei den verbliebenen Partien war uns dieses Mal das Glück nicht hold – Harald reagierte zu spät auf den Gegenangriff seines Opponenten und musste quittieren. Josef Krük lehnte im Endpiel zunächst ein Remisangebot seines Gegners ab und erreichte mit einem starken Turmmanöver in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern eine aussichtsreiche Stellung und ist hier mit Schwarz am Zug:

JK

Leider fand Josef hier nicht die richtige Fortsetzung und musste kurz darauf die Segel streichen. Wer sieht die besseren Alternative(n)?

Wie üblich beendeten wir den Tag mit einem Besuch beim Griechen und liessen das Schachjahr gemütlich ausklingen.

[MK]