Zweite Runde der Verbandsliga

Nach der 3:5-Niederlage gegen Krefeld II mussten wir in der zweiten Runde der Verbandsliga bei Düsseldorf Gerresheim antreten. Unser Gegner, SF Gerresheim II, hatte ebenfalls in der ersten Runde 3:5 verloren und so traten zwei sowohl etwa gleichstarke, als auch gleich motivierte Mannschaften gegeneinander an. Nach der knappen Niederlage wollten beide Teams nun mindestens knapp gewinnen.

An Brett 7 verlor Lukas Heynck mit Weiß gegen Wieslaw Sapkowski. Kurz darauf remisierte an Brett 4 Andrea Schmidt gegen Tatjana Rosenfeld und Ronny Müller an Brett 8 gewann mit Schwarz gegen Thorben Wehrmann.  Nach der ersten Zeitkontrolle nahm Thomas Schubert an Brett 6 das Remisgebot seiner Gegnerin Inna Orlova an und es stand 2:2.

Die weiteren Partien waren hart umkämpft, aber mit Vorteilen für uns. Zuerst siegte an Brett 5 Ahmed Agic (weiß) gegen Ahmet Yilmaz (schwarz) und mit dem Remis von Michael Podder an Brett 3 gegen Victor Maisels führten wir nun 3,5:2,5 mit einen Punkt. Unser Gegner brauchte nun 2 Siege an den Brettern 1 und 2, um den Mannschaftskampf für sich zu entscheiden. Jedoch behielten wir unsere Führung und entschieden den Kampf mit 4,5:3,5 für uns. Stefan Pfeiffer (weiß) verlor gegen Michael Goldblat an Brett 1. Gerhard Arold (schwarz) gewann das Turmendspiel gegen Dirk Angermünde an Brett 2.

[LH]

 

In (Un-)sicherheit…

wiegten sich die Schachspieler auf beiden Seiten des Brettes der Begegnung BSW VI gegen ESG IV. Ist doch die BSW VI ein Gegner, den man schlagen kann und muss, wenn, man den Wiederaufstieg schaffen und erstklassig spielen will. Entsprechend brachten die Recken der ESG Zuversicht und Sicherheit mit ans Brett, zwei Punkte zu holen; hatte man doch in der letzten Begegnung eindrucksvoll gegen den kleineren Bruder gewonnen.

Aber als die Uhren angedrückt wurden, nahmen nur drei ESGler am Brett Platz – wo waren die anderen, nämlich die drei ersten Bretter? Sollte man nun hoffen, dass sie noch kommen, oder sollte man den in letzter Minute auftauchende Ersatzmann Markus Biedermann einwechseln ?

Der frischgebackene Mannschaftskapitän Thomas Falk entschied sich für Hoffnung, war doch mit drei Spielern an den Bretter 4 bis 6 ein remis möglich; und sollte auch nur einer von den dreien noch auftauchen, sogar mehr. Bis dahin hieß es, an allen Brettern unbedingt auf Sieg spielen – eine große Bürde. Zum Glück liefen so nach und nach dann auch die „Stars“ der ESG IV ans Brett auf – der sonntägliche Gottesdienst macht es nicht leichter, auf der Hardt einen Parkplatz zu finden.

An Brett 5 lenkte der BSWler Overhoff mit den schwarzen Figuren in die Spanische Eröffnung ein, und Thomas Falk baute sich nach erfolgreicher Eröffnung zum Angriff auf den schwarzen König auf. Da störte nur der Springer auf g3. Der muss weg, dachte sich Thomas

Falk vs Overhoff nach 15. ... Sg6
Falk vs Overhoff nach 15. … Sg6

und zog h4 mit der Drohung, h5 zu spielen und übersah den Zug Lxf3. Im 44. Zug musste er dann die Partie verlustig melden. Der Blick nach links und rechts fiel nicht besser aus. Auch Renè Niebergall und Josef Komeinda kamen nicht ins Spiel. Die Partien würde wohl BSW gewinnen. Da blieb nur die Hoffnung, an den vorderen Brettern zu gewinnen und wenigstens das Gesamtremis zu retten. Und so glich Yadollah Zargari gegen Schillings zum 1:1 aus.

Noch wird an vier Brettern gekämpft. Auf der linken Seite von vorn nach hinten: Bernd Mühlinghaus, Yadollah Zargari, Udo König, josef Komeinda und Renè Niebergall
Noch wird an vier Brettern gekämpft. Auf der linken Seite von vorn nach hinten: Bernd Mühlinghaus, Yadollah Zargari, Udo König, Josef Komeinda und Renè Niebergall

Als nächster legte Udo König gegen Riechmann nach, 1:2. Doch die Hoffnung starb, am Brett 4 oder 6 noch ein remis zu erzwingen: erst gab Josef gegen Schnatz, dann auch Renè gegen Doolan auf. Jetzt musste Bernd Mühlinghaus gegen Kluge unbedingt gewinnen, um das remis zu retten. So bot dann Kluge auch klug mal das remis an, was Bernd jedoch ablehnte und folgende Stellung erreichte:

Mühlinghaus vs Kluge nach 23. Tae1
Mühlinghaus vs Kluge nach 23. Tae1

in der Kluge glaubte mit 23. … g5 in Vorteil zu gelangen, doch Bernd erwiderte mit Lxg5, und Kluge gab auf. Das remis war dann doch geschafft.

Am 22. November empfangen wir dann den OTV.

[TF]

Offene Solinger Stadtmeisterschaft – ESGer mit Solinger Quartett in Führung

Bei der Offenen Solinger Stadtmeisterschaft trennten sich die beiden verlustpunktfrei führenden Akteure leistungsgerecht mit Remis. Am Spitzenbrett gegen den Solinger Titelverteidiger Joachim Goerke hatte unser Bezirkspokalsieger Heiko Kesseler mit den weißen Steinen zu Beginn leichte Vorteile erspielt, die sich aber in der zweiten Phase der Partie verflüchtigten. Der Remisschluß war die Konsequenz.

In den Verfolgerduellen an den nachfolgenden Brettern siegten Oliver Kniest, Dirk Schockenbäumer und Thomas Lemanczyk vom Bundesligisten SG Solingen über Nachwuchshoffnung Kevin Zolfagarian, Stefan Borchert beziehungsweise Dr. Stefan Flesch. An der Tabellenspitze mit jetzt 3,5 Punkten aus vier Partien liegt nun gemeinsam mit Heiko das Solinger Quartett Goerke, Kniest, Lemanzcyk und Schockenbäumer.

In der fünften von sieben Spielrunden trifft Heiko jetzt mit den schwarzen Steinen auf den an Nummer Zwei gesetzten Solinger Zweitligaspieler Lemanczyk, während der elostärkste Spieler im Telnehmerfeld, der Klingenstädter FIDE-Meister Kniest auf Titelverteidiger Goerke trifft. Der Fünfte im Führungsquintett Dirk Schockenbäumer trifft zeitgleich im Solinger Schachzentrum auf Andreas Peschel (3 Punkte) aus dem Solinger Zweitligakader.

[HK]

Bezirkspokal: Erste nach 4:0-Erfolg im Halbfinale

4:0 hieß es am Ende in der Pokalbegegnung zwischen unserer ersten Vier und der dritten Mannschaft der Schachgesellschaft Solingen. Auch wenn ein Sieg mit „weißer Weste“ gelang, darf man nicht daraus schließen, dass es ein Spiel „auf ein Tor“ war. Lange Zeit spielten die Gäste im Luftschloss gut mit. Am Ende aber mußten die Spieler des deutschen Rekordmeisters dann gleich an allen vier Schachbrettern dem Klassenunterschied Tribut zollen.

Für die Führung sorgte Gerhard Arold am vierten Brett mit den schwarzen Steinen. In einer Italienischen Eröffnung wehrte er zuerst den Angriff seines Solinger Kontrahenten Rainer Falge erfolgreich ab. Der erste Brettsieg war klar, als er den vom Wege abgekommen gegnerischen Springer einfangen konnte und den Solinger mit dem klarem Materialvorteil zur Aufgabe zwang.

Für die 2:0 Führung sorgte kurze Zeit später Heiko Kesseler am Brett drei. In einer Variante der Spanischen Eröffnung hatte Heiko eine Unachtsamkeit von Bezirksspielleiter Dr. Marius Fränzel in der Eröffnung zu einem Bauerngewinn ausgenutzt und mit diesem Mehrbauern mehr Raum im Zentrum. Unter Druck gesetzt stellte Schwarz einen weiteren Bauern ein und mußte wenig später aufgeben.

Den Sieg machte dann „ESG-Urgestein“ Frank Noetzel klar. Er besiegte nach spannenden Spielverlauf den Solinger Helmut Meckel am Brett zwei mit den weißen Steinen. Wohl ausschlaggebend für den langsamen schwarzen Niedergang war die vom Solinger Routinier gewählte lange Rochade. Im weiteren Spielverlauf war der schwarze König dann das Opfer von Franks Angriff. 3:0 – Der Kampf war gelaufen.

Einem Remis am nächsten waren die Solinger ausgerechnet am Spitzenbrett. Im Duell gegen Reiner Odendahl konnte der Solinger Necip Ali Erkay lange Zeit mit den weißen Steinen die Partie völlig offen gestalten. Zeiweise besaß er vielleicht sogar etwas Spielvorteil. Am Ende aber agierte er etwas unglücklich und geriet unter unnötigen Druck. Allerdings war zum Ende noch nicht klar ob die Stellung verloren ist. Nach einer Unachtsamkeit im Dame-Turm-Endspiel sah sich der Solinger aber dann genötigt aufzugeben. 4:0 – der Einzug ins Halbfinale ist erreicht.

Im Spitzenduell setzte sich der Bundesligist SG Solingen gegen Pokalverteidiger und NRW-Finalist BSW Wuppertal durch. Am Ende stand es zwar 2:2 Unentschieden aber die Berliner Wertung sprach knapp für die Klingenstädter. An diesem Kampf waren drei Internationale Meister und drei FIDE-Meister beteiligt. Die Auslosung der Halbfinalbegegnungen erfolgt nachdem die beiden Paarungen SG Solingen II gegen Schachfreunde Vonkeln und TV Witzhelden gegen Schwarz-Weiß Remscheid am Sonntag, 08.11.15, gespielt sind. Termin des Halbfinale: Sonntag, 20.12.15.

[HK]

Bezirkseinzelmeisterschaft – Heiko Kesseler alleine an der Spitze

Durch seinen zweiten Sieg im zweiten Spiel liegt der ESGer Heiko Kesseler bei der Bezirkseinzelmeisterschaft mit zwei Zählern verlustpunkfrei alleine in Führung. In der zweiten Runde besiegte Heiko mit den schwarzen Steinen Benjamin Ries von der BSW Wuppertal. In einer spannenden Partie über achtzig Züge schenkten sich beide Kontrahenten nichts. Allein zweimal hatte Ries, der in diesem Jahr bereits die Dortmunder Stadtmeisterschaft vor dem Internationalen Meister Thomas Henrichs gewann, nur noch eine Sekunde beim Drücken der Uhr. Heiko trifft nun nach zwei Schwarzsiegen mit den weißen Steinen auf den Solinger Turnierfavoriten Thomas Lemanczyk. Der hatte sich mit dem BSWer Rene Tückmantel (beide 1,5 Punkte) in einer vorgezogenen Partie auf Remis geeinigt. Nach seinem Erfolg über den amtierenden Solinger Stadtmeister Joachim Goerke ist Titelverteidiger Helmut Busse der Dritte im Bunde mit 1,5 Zählern. Ries und der Solinger Dr. Hajo Boschek folgen mit einem Punkt. Dahinter das Solinger Trio Wolfgang Zimdars, Helmut Meckel und Dr. Marius Fränzel (alle 0,5 Punkte). Am Tabellenende nach zwei Niederlagen mit Nullpunkten überraschend der mehrmalige Titelträger Goerke.

[HK]

Im hohen Norden…

… liegt Schwerin, die Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommern und Partnerstadt Wuppertals.
Das dortige Schlosspark-Center hatte im Rahmen der Schachwoche „Schach und matt ?“ die Partnerstädte eingeladen, jeweils zwei Schachspieler zu entsenden.
So zogen am Freitag FM Reiner Odendahl (amtierender Wuppertaler Stadtmeister) und Thomas Falk (1. Spielleiter der ESG) als Botschafter Wuppertals und des Bergischen Schachs aus.

Am Freitag Abend nahmen wir dann auch schon an einem Turnier, sechs Runden à 15 min Bedenkzeit nach Schweizer System, zum Warmwerden teil, an dem 18 Schachspieler aus der Umgebung teilnahmen, unter anderen der dänische, auf Island lebende und für Schwerin spielende Großmeister Henrik Danielsen.

Dass die Elberfelder alle Spielarten des Schachs, nicht nur Turnier- und Blitzpartien, sondern auch Schnellschach beherrschen, zeigte Reiner eindrucksvoll. Aus sechs Begegnungen holte er 5½ Punkte. In der sechsten Partie einigte er sich nach wenigen Zügen mit seinem Gegner auf remis, da er das Turnier schon uneinholbar gewonnen hatte. Als Glanzleistung ist sicherlich die Partie gegen den dänischen Großmeister anzusehen.

Danielsen-Odendahl

Nach 23. Sf1 folgte Reiners Angriff auf den weißen König mit 23. … Lxh3 !
Es folgten noch 24. Lf2, De4; 25. Se3, Lxc3; 26. Tac1, Txb4; 27. Da3, Lb2; 28. Da5, Lxc1; 29. Txc1, Tb2; 30. Dc3, Te2 und Danielsen gab auf.

Thomas konnte immerhin mit einem Sieg und zwei remis zwei Punkte machen, das angesichts des Teilnehmerfeldes ein recht beachtliches Ergebnis war und landete auf den 14. Platz.

Rangliste: Stand nach der 6. Runde
Rang TNr Teilnehmer Verein/Ort TWZ G S R V Punk Buchh SoBerg
1. 2. Odendahl, Reiner Elberfelder SG 2290 6 5 1 0 5.5 22.5 20.50
2. 5. Grahl, Arvid SF Schwerin 2093 6 4 1 1 4.5 22.5 15.00
3. 1. Danielsen, Henrik SF Schwerin 2526 6 3 2 1 4.0 23.5 13.75
4. 3. Weyrich, Morten SF Schwerin 2194 6 3 2 1 4.0 22.0 12.50
5. 4. Westphal, Wolfgang SF Schwerin 2106 6 3 2 1 4.0 21.5 12.75
6. 6. Hüneburg, Christian SF Schwerin 2037 6 3 2 1 4.0 19.0 10.50
7. 8. Popp, Michael SF Schwerin 1787 6 4 0 2 4.0 17.0 9.00
8. 9. Weinstein, Arkadi SF Schwerin 1681 6 3 0 3 3.0 19.5 5.50
9. 11. Wesener, Lorenz TSG Gadebusch 1630 6 3 0 3 3.0 19.0 6.50
10. 7. Rabinowitsch, Juri SF Schwerin 1888 6 3 0 3 3.0 18.0 5.50
11. 14. Schmidt, Arne SF Schwerin 1306 6 3 0 3 3.0 17.0 5.50
12. 17. Shilaev, Anatoli   1600 6 2 1 3 2.5 15.0 3.75
13. 18. Pusch, Lucas SF Schwerin 1400 6 1 3 2 2.5 14.0 4.00
14. 13. Falk, Thomas Elberfelder SG 1410 6 1 2 3 2.0 16.0 3.00
15. 12. Brandt, Jürgen SF Schwerin 1611 6 1 1 4 1.5 16.0 1.50
16. 10. Balz, Christian SAV Torgelow 1631 6 0 3 3 1.5 15.0 2.75
17. 16. Jäschke, Jonathan   1400 6 0 2 4 1.0 14.0 1.25
18. 15. Pusch, Anton SF Schwerin 1200 6 0 2 4 1.0 12.5 1.25

Die überzeugende Leistung musste natürlich bei einem Italiener gefeiert werden, beim „Loher Grill“ Schwerins, wie sich herausstellte, denn der Gastronom spielt selbst bei den Schweriner Schachfreunden in der fünften Mannschaft und uns sofort Brett und Figuren anbot, als er sah, wie wir die Partie Danielsen gegen Odendahl auf dem Smartphone analysierten.

Am Samstag fand dann das eigentliche Turnier der Partnerstädte statt, das leider eine Reihe von Partnerstädten absagen mussten, vielleicht auch wegen der parallel stattfindenden Schnellschachmeisterschaft in Berlin. Dennoch war das Feld, auch wenn „nur“ 18 Spieler teilnahmen, nochmal stärker besetzt als am Freitag, zum Beispiel durch den Landesmeister Mecklenburg-Vorpommerns FM Hannes Knuth. Städtewertung war angesagt, sieben Runden à 15 min Bedenkzeit nach Schweizer System, das heißt die Ergebnisse zweier Spieler einer Stadt werden zusammengezählt. Leider konnte Reiner nicht ganz an die großartige Leistung des Vorabends anknüpfen, vielleicht haben auch die anderen Schachspieler sich die Nacht mit dem Studium im Internet von Reiners Partien um die Ohren geschlagen, um sich auf ihn vorzubereiten, war man doch wach und hellhörig geworden.
Dennoch konnte Reiner wieder fünf Punkte aus sieben Begegnungen holen, nach zweimal remis, unter anderem gegen den Großmeister,

Henrik Danielsen vs Reiner Odendahl
Henrik Danielsen vs Reiner Odendahl

musste er mit den schwarzen Figuren auf Sieg für den Gesamtsieg spielen, verlor leider die Partie und wurde so hinter dem Großmeister zweiter in der Einzelwertung. Thomas wollte natürlich das Punktesammeln nicht allein Reiner überlassen und bot sein gesamtes Können auf. So konnte er mit zwei Siegen und zweimal remis immerhin auch drei Punkte zur Stadtwertung Wuppertals beitragen und landete auf den 13. Platz der Einzelwertung. Eine Niederlage gegen den Landesmeister Mecklenburg-Vorpommerns ist sicherlich keine Schande. Die Logik des Schweizer Systems brachte dann auch glücklicherweise die Begegnung zwischen den beiden Mitgliedern des Vorstandes aus Schwerin und Wuppertal, nämlich zwischen Sven Helms und Thomas Falk, aufs Brett, die remis endete.

Rangliste: Stand nach der 7. Runde
Rang TNr Teilnehmer Verein/Ort TWZ G S R V Punk Buchh SoBerg
1. 1. Danielsen, Henrik Island 2526 7 5 2 0 6.0 29.0 24.75
2. 2. Odendahl, Reiner Wuppertal 2290 7 4 2 1 5.0 30.5 21.25
3. 6. Westphal, Wolfgang Schwerin 1 2106 7 4 1 2 4.5 29.0 16.25
4. 5. Leisner, Hannes Greifswald 2194 7 4 1 2 4.5 27.5 14.25
5. 7. Grahl, Arvid Schwerin 2 2093 7 4 1 2 4.5 26.5 14.25
6. 3. Knuth, Hannes Parchim 2257 7 4 1 2 4.5 25.0 14.75
7. 4. Weyrich, Morten Schwerin 1 2194 7 4 0 3 4.0 28.0 12.50
8. 17. Rabinowitsch, Juri Moskau 1888 7 4 0 3 4.0 19.0 7.50
9. 8. Wagner, Ralph Wismar 1989 7 2 3 2 3.5 31.5 14.75
10. 10. Merz, Norbert Island 1739 7 3 1 3 3.5 26.5 11.75
11. 18. Helms, Sven Schwerin 3 1939 7 2 3 2 3.5 24.0 11.25
12. 16. Schmidt, Arne Greifswald 1306 7 3 1 3 3.5 21.5 7.25
13. 14. Falk, Thomas Wuppertal 1410 7 2 2 3 3.0 22.5 6.75
14. 9. Littke, Helmut Wismar 1954 7 2 2 3 3.0 21.5 4.75
15. 13. Kiecol, Rene Schwerin 2 1503 7 2 1 4 2.5 20.0 2.75
16. 15. Jäschke, Jonathan Schwerin 3 1400 7 2 0 5 2.0 20.0 1.50
17. 11. Shilaev, Anatoli Moskau 1600 7 1 1 5 1.5 18.5 1.25
18. 12. Skradde, Peter Parchim 1600 7 0 0 7 0.0 20.5 0.00

Damit landete Wuppertal auf den dritten Platz der Städtewertung.

Mannschafts-Rangliste: Stand nach der 7. Runde
Rang Mannschaft G S R V Punkte Buchh SoBerg
1. Island 0 0 0 0 9.5 55.5 36.50
2. Schwerin 1 0 0 0 0 8.5 57.0 28.75
3. Wuppertal 0 0 0 0 8.0 53.0 28.00
4. Greifswald 0 0 0 0 8.0 49.0 21.50
5. Schwerin 2 0 0 0 0 7.0 46.5 17.00
6. Wismar 0 0 0 0 6.5 53.0 19.50
7. Schwerin 3 0 0 0 0 5.5 44.0 12.75
8. Moskau 0 0 0 0 5.5 37.5 8.75
9. Parchim 0 0 0 0 4.5 45.5 14.75

Am Abend wurden die Schachspieler vom Stadtkämmerer Andreas Ruhl zum Abendessen eingeladen, an dem auch Henrik Danielsen teilnahm, so dass sich die Gelegenheit bot, mit ihm, er spricht recht gut deutsch, über Feinheiten des Schachs zu sprechen und sich kennenzulernen, nicht nur als Schachspieler, sondern auch als Mensch.

Ein besonderer Dank gehört Sven Helms von den Schachfreunden Schwerins für die tolle Organisation des Turnieres, für den Informationsfluss nach Wuppertal sowie für die Bereitstellung der Tabellen und Bilder vom Turnier – da kommen wir doch gern nächstes Jahr wieder.

Weitere Impressionen in der Galerie.
[TF]

Offene Solinger Stadtmeisterschaft – ESGer mit an der Spitze

Die Offene Solinger Stadtmeisterschaft ist seit vielen Jahren die am stärksten besetzte Schachmeisterschaft im Bergischen Land. Ein Reiz für viele Teilnehmer ist die Eloauswertung. Für ein „Freitagturnier“ eher selten der Fall. Diesmal kämpfen regelmäßig jeden zweiten Freitag 38 Akteure im Alter zwischen acht und achzig Jahren im Schachzentrum Solingen um die begehrte Schachkrone der Klingenstadt.

Von der Elberfelder Schachgesellschaft 1851 ist der in Solingen wohnende Bezirkspokalsieger Heiko Kesseler mit dabei. Nach Siegen über Michael Ehringfeld, der U-10 NRW-Meisterin Luisa Bashylina und Markus Mentzel liegt Heiko nach drei Runden mit drei Punkten verlustpunktfrei gemeinsam mit Titelverteidiger Joachum Görke in Führung. Dahinter folgen mit FIDE-Meister Oliver Kniest, Thomas Lemanczyk, Kevin Zolfagharian, Stephan Borchert, Dirk Schockenbäumer und Dr. Stefan Flesch sechs Spieler des deutschen Rekordmeisters SG Solingen mit jeweils 2,5 Punkten. Diese Spieler siegten bisher zweimal und spielten einmal Remis.

In der kommenden vierten von insgesamt sieben Spielrunden trifft Heiko nun mit den weißen Steinen auf den amtierenden Stadtmeister Görke. An den weiteren forderen Tischen kommt es zu den Paarungen der direkten Verfolger Kniest gegen Zolfagharian, Flesch gegen Lemanczyk und Borchert gegen Schockenbäumer.

[HK]

Regionalliga: 6:2 Erfolg zum Saisonauftakt bedeutet Tabellenspitze

Am Sonntag ging unsere erste „Acht“ als letztes der fünf ESG-Teams in die neue Spielsaison 2015/2016. Wie würde man sich nach dem Abstieg aus der NRW-Klasse in der Regionalliga zu Saisonbeginn präsentieren? Sind wir stark genug, um den direkten Wiederaufstieg zu schaffen? Können wir den nominell deutlich stärkeren Teams von Gerresheim und Solingen Paroli bieten? Was darf man von sich selber dabei erwarten? Fragen, die sich viele Spieler aus der Ersten vor ihrem ersten Auftritt in der Regionalliga gefragt haben dürften.

Die Frage „Ist die Premiere gelungen?“ ist mit einem eindeutigen „Ja“ zu beantworten. Deutlich mit 6:2 besiegte unsere erste „Acht“ zu Hause die Zweitvertretung des Ratinger Schachklubs 1950 und teilt sich nun mit der dritten Mannschaft des zweimaligen Europapokalsiegers SG Solingen die Tabellenspitze. Die Klingenstädter bezwangen die Schachgemeinschaft Hochneukirch mit dem frischgebackenen NRW-Pokalsieger Marcel Harff ebenfalls mit 6:2. Dahinter folgen in der aktuellen Tabelle mit den Schachfreunden Gerresheim und Turm Krefeld (beide 5:3 Brettpunkte) sowie den Schachfreunden Heinsberg (4,5) die drei weiteren am ersten Spieltag siegreichen Mannschaften. Die Saison verspricht also „Spannung pur“ …

Als es am Sonntag im Luftschloss an der Gathe um 10.00 Uhr losging, waren viele der sechzehn Akteure überrascht. Ein anderer als der erwartete Gegner saß ihnen am Schachbrett gegenüber. Die stundenlange Vorbereitung quasi „für die Katz“. Was war geschehen? Auf Ratinger Seite fehlten gleich drei Stammspieler während bei uns an den letzten beiden Brettern ebenfalls Reservespieler agierten. Mehrere fehlende Stammspieler hatten Ihre „Lebensplanung“ auf den regulären Spieltermin ausgerichtet und dabei nicht den von Ratingen wegen der Überschneidung mit der NRW-Klasse beantragten Nachspieltermin berücksichtigt.

Das ausgeglichene Ratinger Team, nach nur einjähriger Abstinenz wieder zurück aus der Verbandsliga in die höchste Spielklasse des Schachverbandes Niederrhein, stellte sich – auch wenn es das Endergebnis anders vermuten lässt – als der erwartet starke Gegner heraus. Lange Zeit war an allen Brettern „nichts entschieden“. Teamchef Frank Noetzel blickte zeitweise sogar skeptisch drein. Doch dann kam Bewegung in den Kampf. Unser FIDE-Meister Reiner Odendahl musste mit den schwarzen Steinen schon recht früh das zweite Remis-Angebot seines nominell schwächeren Gegners Andreas Probst am Spitzenbrett annehmen, während der ebenfalls mit den schwarzen Steinen spielende „Reservist“ Gerhard Arold am Brett sieben sein Gegenüber Michael Baj wenig später zur Aufgabe zwang. In einer spannenden Partie am Brett drei brachte dann auch Frank Noetzel gegen Rafael Katz „seinen Holländer“ zum Sieg. Gerd Kurr war gegenüber der Vorsaison, in der er sehr unglücklich agiert hatte, spielerisch nicht wieder zu erkennen. In der Cambridge Springs Variante des abgelehnten Damengambits opferte er, den Tipp von Weltmeister Carlsen folgend, einen Bauern für starken Angriff. Um zum Ziel zu kommen danach noch einen ganzen Turm hinterher. Am Ende musste sein erfahrener Gegner Norbert Krüger folgerichtig die Waffen strecken. Am Brett fünf hatte es Heiko Kesseler durch das Fehlen gleich dreier Ratinger Stammspieler überraschend mit Carsten Meis zu tun.
Bei den sonst so zuverlässigen Ratingern durfte man nicht mit drei Ausfällen rechnen. Das Besondere daran: Der frühere Solinger Meis hatte im Grundschulalter vor über dreißig Jahren im dortigen Schachkindergarten des deutschen Rekordmeisters SG 1868 bei Heiko mit dem Schachspielen begonnen. Wie in der letzten Partie kam wieder Nimzo-Indisch aufs Brett. Letztendlich machte das Läuferpaar von Heiko seinem „ehemaligen Schüler“ Probleme. Durch eine Unachtsamkeit des Gegners konnte Heiko dann die Qualität für einen Bauern gewinnen. Die daraus entstandene klare Gewinnstellung brachte den Brettsieg. Der Mannschaftserfolg war perfekt. Am Nachbarbrett sechs besiegte unser Neuzugang Achim Tymura mit den weißen Steinen den Ratinger Christopher Welling. Nach dem Sieg im ersten Pokalmatch zuvor, ist es für Achim der zweite Sieg im zweiten Spiel im neuen „Trikot“. Gratulation. Dagegen hatte FIDE-Meister Helge Hintze am Brett zwei mit Weiß einen rabenschwarzen Tag. Durch einen Fehler brachte sich Helge gegen Roman Podhorsky selbst auf die Verliererstraße. Dagegen kam es am Brett acht zwischen den beiden als Ersatz aushelfenden Spielern Michael Podder (ESG) und Michael Hoffmann aus Ratingen zur einzigen Punkteteilung des Tages. „Regionalliga: 6:2 Erfolg zum Saisonauftakt bedeutet Tabellenspitze“ weiterlesen

Bezirkspokal: Unsere Erste mit 4:0 im Viertelfinale

4:0 ist der Endstand der Pokalbegegnung zwischen unserer ersten Vier und der Mannschaft der Schachfreunde Anna. Als Auswärtskampf ausgelost wurde sie am Tag der deutschen Einheit in unserem Luftschloss zum „Auswärtskampf vor heimischer Kulisse“. Der Grund: Durch die Terminüberschneidung von Meisterschaft und Pokal bei unserer Ersten standen dem Gegner am neu festgelegten Termin nicht die eigenen Räume zur Verfügung. Einfache Konsequenz: Heimspiel für uns mit vertauschten Farben.

Die Mannen des Wuppertaler Bezirksligisten vom Laurentiusplatz schlugen sich dabei wacker. Die vier Spiele waren härter umkämpft, als das Endergebnis vermuten lässt. Am Ende machte sich dann aber doch der Klassenunterschied bemerkbar, und die Spielerfahrung setzte sich schließlich gleich an allen vier Schachbrettern durch.

Als Erster siegte Helge Hintze am Brett zwei mit den schwarzen Steinen über Werner Clemm. In der englischen Eröffnung hatte er einen Bauern gewonnen, den er im weiteren Verlauf der Partie sicher in einen Sieg ummünzte. Für das 2:0 sorgte dann Heiko Kesseler am Brett drei. In der sizilianischen Eröffnung kam er schnell zu aktivem Spiel. Sein Gegenüber: Jürgen Wencki, der sich vor der Partie an eine frühere Begegnung bei den Jugendbezirksmeisterschaften vor über 35 Jahren erinnerte. Er konnte dem schwarzen Angriff nichts entgegensetzen und gab dann folgerichtig ein Zug vor dem Matt auf. Der Kampf war jedoch noch nicht entschieden. Ein Unentschieden bei gleicher Berliner Wertung möglich. Alles klar machte dann Gerhard Arold mit seinem „Weißsieg“ am Brett vier. In der Caro Kann Verteidigung kannte sich der immer wieder in der Ersten mustergültig aushelfende „Ari“ weit besser aus als sein Gegner Andreas Passon. Der Grund ist schnell erklärt: Mit seinem Freund und früheren ESG-Teamkollegen Markus Ecker hat er genau dieses Abspiel der beliebten Eröffnung in vielen tausend Blitzpartien „geübt“. Konsequenz: Am Ende war ein Freibauer von Gerhard nicht mehr zu halten und zwang den aufopferungsvoll kämpfenden Passon schlussendlich zur Aufgabe. 3:0 – Der Kampf war gelaufen.

Lange, lange Zeit unklar war das Duell am Spitzenbrett zwischen unserem Besten, Reiner Odendahl, und dem gegnerischen Mannschaftsführer Thorsten Kuhnhenn. Reiner hatte mit Weiß Anzugsvorteil, aber die Nr. 1 von Anna hielt stark dagegen. Spannung pur bis zum Schluß. Mit der Ausführung des 40. Zuges fiel das Plättchen von Kuhnhenn bei der Zeitkontrolle. Zehntelsekunden fehlten für die „Verlängerung“. In der nachfolgenden Analyse zeigte sich aber, dass das entstandene Dame-Turm-Endspiel auch bei Weiterspielen für unseren FIDE-Meister gewonnen gewesen wäre.
4:0 – das Viertelfinale ist erreicht. Hier trifft unser Team im „echten“ Heimspiel am Sonntag, 18.10.15, ab 10.00 Uhr auf die dritte Mannschaft des Bundesligisten SG Solingen. Die Klingenstädter bezwangen etwas überraschend mit 2,5:1,5 die Erstvertretung der Velberter Schachgesellschaft, den letzjährigen NRW-Qualifikanten. Damit revanchierten sich die Mannen um Bezirkspielleiter Dr. Marius Fränzel auch erfolgreich für das Aussscheiden ihrer bundesligaerfahrenen Ersten in der Vorsaison. Die trifft nach ihrem knappen 2,5:1,5 Erfolg über den Schachverein Wermelskirchen nun im Spitzenduell auf Titelverteidiger und NRW-Finalist BSW Wuppertal. Für beide Vereine ein sehr wichtiger Kampf. Wenn die Solinger ihre Ambitionen auf den deutschen Pokalsieg wahren wollen, müssen sie unbedingt ins Halbfinale des Schachbezirks einziehen. Konsequenz: Ein möglicher Einsatz von zahlreichen Schach-Großmeistern auf Seiten des deutschen Rekordmeisters.
Immerhin verfügt auch die BSW über zwei erfahrene Internationale Meister und einen starken FIDE-Meister.

[HK]

Vier Musketiere…

…, Josef Krük, Alexandr Pertschik, Dennis Peters und Thomas Falk, zogen aus, um die Ehre der Elberfelder Schachgesellschaft im Viererpokal zu verteidigen. War der Gegner doch kein geringerer als die BSW I, Titelverteidiger und -aspirant.

Aber wie würde die BSW I auftreten, wollte man vielleicht Kräfte sparen für die kommenden Runden, oder wäre es zu riskant, gegen die zweite im Pokal verbliebene ESG-Mannschaft mit einer Reservemannschaft aufzutreten. War es nicht doch diese Mannschaft, damals im Gewand der ESG II, die mit immer neuen und stärkeren Spielern auftrat und so die Qualifikation für die nächste Ebene schaffte ? So ging die BSW kein Risiko ein und warf den Recken der ESG keine geringeren als IM Boris Khanukov, Benjamin Ries, Michail Bogorad und Karl Nettesheim entgegen. Doch ließ und lässt sich die ESG nicht von großen Namen einschüchtern, sondern traten getreu dem Motto des jugoslawischen Großmeisters Grigoritsch „igram protiv figur*)“ auf.

Doch war das Quartett der BSW eindeutig überlegen, und so mussten die Musketiere der ESG einer nach dem anderen die Degen senken, auch wenn Dennis noch bis zum Schluss versuchte einen Stich zu machen.

*) = ich spiele gegen die Figuren