Bezirkspokal 2015: ESG auch im Einzelfinale dabei

Wie im Vorjahr schaffte Heiko Kesseler den Sprung ins Pokalfinale des Schachbezirks Bergisch-Land und damit die Qualifikation für den niederrheinischen Dähnepokal. Im Schachzentrum Solingen ließ Heiko gegen Volker Bertenrath (MTV Langenberg) mit den weißen Steinen nichts anbrennen und setzte im 32. Zug Matt. Das Finale ist übrigens diesmal eine reine „Wuppertaler Angelegenheit“. Markus Boos (Schachfreunde Vonkeln) sorgte im anderen Halbfinale mit den schwarzen Steinen für eine kleine Überraschung. Der ehemalige Wuppertaler Stadtmeister besiegte mit Jan Hobusch Solingens ganz große Nachwuchshoffnung. Das große Talent punktet bereits sehr erfolgreich in den Bundesligen und anderen Turnieren. Hobusch hatte in einer frühen Phase ein Remis-Angebot abgelehnt, dann durch gutes Spiel systematisch Vorteil erlangt um zu guter Letzt den schon sicher geglaubten Siegpunkt durch einen Fehler „wieder zu verlieren“. Hobusch trifft nun im „Spiel um Platz drei“ auf den Langenberger Bertenrath.

Die Elberfelder Schachgesellschaft 1851 ist somit in dieser Saison als einziger Verein in beiden Pokalfinalen (Vierermannschaft und Einzel) vertreten. Die starke Schachgesellschaft Solingen, die in der vergangenen Saison in beiden Wettbewerben den jeweiligen Sieger stellte, qualifizierte sich diesmal für keines der beiden Finale. Ganz sicher: Mit ihren vielen deutschen und internationalen Topspielern wird der mehrfache deutsche Meister und Pokalsieger sowie zweimalige Europapokalsieger wieder „angreifen“. Seinen Ehrgeiz zeigte er bereits beim Wettbewerb „Viererblitz“. Nachdem man im Vorjahr bereits auf Verbandsebene Niederrhein unglücklich „hängengeblieben“ war, ist man aktuell wieder voll auf der Erfolgsspur. Eindrucksvoll wurde das Solinger Team im „Blitzschach“ nacheinander Bezirksmeister, Niederrheinmeister und NRW-Meister. Bei der am kommenden Samstag in Garching bei München stattfindenden Deutschen Viererblitzmeisterschaften hört die Großmeistertruppe zu den ganz großen Favoriten. Mit dabei auch unser „Blitzquartett“ Reiner Odendahl, Helge Hintze, Frank Noetzel und Gerd Kurr. Ziel der ESGer für die „Deutschen“: Ein Platz im vorderen Mittelfeld.

[HK]

Hessische Seniorenmeisterschaft mit Wuppertaler Beteiligung

Auf starke nationale und internationale Konkurrenz – mehrere Meister waren am Start – hoffte ESG-Spieler Josef Komeinda in Bad Sooden-Allendorf bei der 11. Offenen Internationalen Hessischen Senioren-Einzelmeisterschaft zu treffen. Unter ihnen auch der internationale Meister Heinz Liebert, der vielen Lesern des ehemaligen Sportverlages ob seiner dort abgedruckten Partien bekannt sein dürfte.

Insgesamt waren über 200 Schachspieler am Start.

Für Josef endete das Turnier zufriedenstellend mit einem Ergebnis, das leicht über seiner Erwartung lag. Wichtig war ihm ein sportlicher fairer Wettkampf in angenehmen Ambiente.

[MK]

 

Bezirkseinzelpokal 2015: ESG-Spieler im Halbfinale

Ko-System – das ist der Modus im Pokalwettbewerb. Eine Turnierpartie und der Sieger ist weiter, der Verlierer ausgeschieden. Auch bei Remis gibt es kein zweites Spiel unter Turnierbedingungen. Was beim Fußball das Elfmeterschießen ist, ist beim königlichen Spiel die Entscheidung durch Blitzschach. Geht die Turnierpartie Remis aus werden Blitzpartien mit abwechselnden Farben gespielt. Weiter ist der Spieler, der zuerst zwei Blitzpartien für sich entscheiden konnte.

Die Pokaleinzelmeisterschaft auch Dähnepokal genannt startet jedes Jahr auf Bezirksebene und geht über Verbandsebene Niederrhein, Schachbund NRW bis auf deutsche Ebene. Der „letzte Spieler der übrigbleibt“ ist dann der Deutsche Pokalsieger, u.a. auch berechtigt an der Deutschen Einzelmeisterschaft teilzunehmen.

Beim Schachbezirk Bergisch-Land begann jetzt der neue Zyklus 2015/2016. Nach seinem Erfolg mit den schwarzen Steinen über Helmut Meckel (SG Solingen), dem Fünften der Bezirkseinzelmeisterschaft und „b4-Spezialist“ steht Heiko Kesseler, Spieler unserer Ersten, im Halbfinale. Gegner ist Volker Bertenrath vom Aufsteiger MTV Langenberg. Das andere Halbfinale bestreiten der frühere Wuppertaler Stadtmeister Markus Boos von den Schachfreunden Vonkeln und der bereits im Solinger Bundesligateam erfolgreiche Jugendliche Jan Hobusch. Die Sieger der beiden Halbfinale sind für Niederrhein beide automatisch qualifiziert und spielen im Finale noch den Bezirkspokalsieger 2015 aus.

[HK]

NRW-Viererpokal: Aus im Achtelfinale gegen Oberligist Düsseldorf

Nach den Erfolgen in den ersten beiden Spielrunden zu Hause im „Luftschloss“ waren wir unter den letzten 16 Viererteams auf NRW gekommen. Für die zweite Doppelrunde hatten wir leider kein Losglück: Mit den beiden Oberligisten, dem Klub Kölner Schachfreunde und dem Düsseldorfer Schachklub 1914/25 sowie NRW-Titelverteidiger SG Hochneukirch waren uns gleich drei dicke Brocken in der zweiten Doppelrunde zugelost worden. Für das Erreichen des Halbfinales mussten also gleich zwei Erfolge über starke Teams her. Am Samstag in der Landeshauptstadt bei der Auslosung der beiden Achtelfinalpaarungen kurz vor Spielbeginn hatten wir dann noch einmal Lospech: Unser Gegner das mit Abstand stärkste anwesende Team, das heimische Quartett vom Düsseldorfer Schachklub mit zwei Internationalen Schachmeistern an den beiden ersten Brettern.

Die Frage war nun: Gelingt unseren Mannen Reiner Odendahl, Helge Hintze, Gerd Kurr und Heiko Kesseler gegen die Düsseldorfer die „kleine Sensation“ um tags drauf dann im Finale der zweiten Doppelrunde zu stehen? Von Beginn an wurde an allen vier Brettern verbissen gekämpft, von „Salonremisen“ keine Spur. Spannung pur. Jeder der acht Akteure wollte mit einem Einzelerfolg den Grundstein für den Gesamtsieg setzen. Lange Zeit waren alle vier Partien völlig unklar: Reiner hatte mit den schwarzen Steinen gegen Dirk Schuh einen Bauern mehr, der Düsseldorfer Internationale Meister dafür etwas Angriff; Helge gegen Francesco de Gleria, dem zweiten Internationalen Meister, am Brett zwei mit Weiß eine wohl etwas bessere aber schwierig zu spielende Stellung erreicht; Gerd am dritten Brett gegen den ehemaligen Mühlheimer Bundesligaspieler Axel Partenheimer einen Bauern für weißen Angriff gegeben und Heiko stand mittlerweile ganz passabel gegen Heinrich von Bünau. In der vierten Spielstunde musste Reiner dann ins Remis einwilligen, der Mehrbauer bei ungleichen Läufern war nicht zu verwerten. Leider schlug auch der Angriff von Gerd nicht durch und der Materialnachteil zwang ihn zur Aufgabe. Zwischenstand 0,5:1,5. Aber alles war noch drinnen. Die beiden letzten Partien gingen in die Verlängerung: Helge hatte Materialvorteil (Turm, Springer und mehrere Bauern gegen Dame) und das Endspiel von Heiko war Remis verdächtig. Bei Sieg und Remis würde das Match 2:2 Unentschieden ausgehen, die Berliner Wertung aber für uns sprechen. Aber es kam anders als erhofft. Gleich beide Partien gingen verloren. Der Endstand mit 0,5:3,5 deutlicher als der Kampfverlauf. Das Aus im Achtelfinale besiegelt. In der zweiten Begegnung besiegten die Hochneukirchner mit dem aktuellen NRW-Meister und NRW-Einzelpokalsieger, Marcel Harff am Spitzenbrett, den Kölner Oberligisten. Das Finale am Sonntag: Düsseldorf gegen Hochneukirch.

[HK]

Viele Erwartungen übertroffen!

1. Bezirksliga: ESG III – Vohwinkeler SC 4,5 : 3,5

Mit einem soliden 4,5:3,5-Heimsieg in Vohwinkel – der offiziell als Heimspiel angesetzte Mannschaftskampf wurde aus organisatorischen Gründen im Spiellokal des VSC ausgetragen – hat sich die ESG-Dritte nicht nur den Klassenerhalt, sondern mit Platz vier sogar einen vorderen Rang in der Abschlusstabelle gesichert. Die Situation vor dem Mannschaftskampf war allerdings ungewöhnlich, da beide Teams im Abstiegskampf aus dem Gröbsten raus, aber eben noch nicht hundertprozentig gesichert waren. Freundschaftsspiel-Charakter hatte der Mannschaftskampf also nicht, was auch in den einzelnen Partien deutlich wurde.

Als Erster konnte Martin Keller am achten Brett einen Sieg über Michael Pufal vermelden, nachdem sein Angriff am Königsflügel ihm deutlichen Materialvorteil eingebracht hatte. Eine Niederlage musste dagegen Josef Krük am Spitzenbrett gegen Bernhard Herbst hinnehmen. Beide Kontrahenten hatten die Eröffnung sehr scharf behandelt und stetig Drohungen aufgestellt.

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In der Brettstellung hätte Josef mit 11…Txg7 konsequent weiter auf Angriff spielen müssen. Er entschied sich jedoch zu 11…0-0-0 und musste nach 12. Dg4+ Kb8 13. Lxf8 einen Figurenverlust hinnehmen, der letztlich die Partie entschied.

Auch Peter Wiesemann und sein Gegner Ulrich Knapp rasselten am 6. Brett von der Eröffnung an mit den Säbeln, wobei Peter etwas zu forsch agierte und einen Bauern ungedeckt ließ:

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14…Sxd5 ist problemlos spielbar und sichert Schwarz der Schachengine Stockfish zufolge einen kleinen Vorteil. Knapp spielte jedoch 14…Dxd5 und geriet nach 15. Dc2 (droht Lc4) in die Bredouille. Drei Züge später gab der Vohwinkler die Partie in hoffnungsloser Stellung auf.

Alexandr Pertschik konnte an Brett fünf gegen Karel Sedlbauer ein sicheres Hälftchen beisteuern, ehe Lukas Heynck am 4. Brett Knut Herbertz besiegte und mit diesem weiteren vollen Punkt bereits für eine Vorentscheidung sorgte. Lukas hatte seinem Gegner früh einen Doppel-Isolani andrehen können, der bis ins Endspiel der Schwachpunkt in Herbertz Stellung blieb.

Mit dem vollen Punkt von Thorben Mantler, der am 2. Brett Marius Linke im Endspiel mit Qualitätsvorteil besiegte, war der Mannschaftskampf entschieden. Die Niederlagen von Dennis Peters am 3. Brett gegen Andreas Hegde sowie Harald Kurz, der an Brett sieben Tobias Lohmann unterlag, waren somit zu verschmerzen.

Der Saisonabschluss wurde obligatorisch in der Stammkneipe „Loher Grill“ begangen. Zu feiern gab es wie oben erwähnt eine Schlussplatzierung, die viele Erwartungen übertroffen hat!

[TM]

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Alle Acht(ung!): Die ESG-Dritte unmittelbar nach dem 4,5:3,5-Erfolg über Vohwinkel.

Trotz herrlichstem Sommerwetter…

… fanden sich 5 Recken der ESG V, um in der letzten Begegnung der Saison 2014/15 das Tabellenergebnis aufzubessern; denn Chancen auf den Aufstieg gab es schon lange nicht mehr, und die Abstiegsränge sind weit entfernt. Diesen Sportgeist trägt nicht jeder Schachspieler im Herzen, so vermutlich die Schachfreunde aus Neviges, von denen keiner kam und auch keine Absage. So verbrachten Leander, Benedikt, Samuel, Eugen und Leon die Karenzzeit mit Blitzpartien untereinander, um dann in den sonnigen Sonntag und ins Saisonende zu gehen.
[thf]

Stadtmeisterschaft

Die gestrige Runde blieb ergebnismäßig im Rahmen der Erwartungen obwohl es wieder heiß umkämpfte Spiele gab. So auch die Partie zwischen Peter Große-Hering und Josef Krük – hier hatte am Ende der Erstgenannte das Glück auf seiner Seite nach dem sich Josef in einer Opferkombi wohl verrechnet hatte.

In der nächsten Runde treffen die Verfolger des momentan Führenden Peter Große-Hering direkt aufeinander – Reiner Odendahl und Markus Boos. Bleibt die Frage: kann der Tabellenführer in seiner Partie gegen Heiko Kesseler die Chance nutzen und sich absetzen oder wird ihm selbst ein Bein gestellt?

[MK]

 

ESG II bleibt in der Verbandsliga

Zum Saisonabschluss gastierte Bayer Uerdingen im  Luftschloß und unsere Devise vor dem Kampf hieß: Wir gewinnen! Da Uerdingen bereits abgestiegen war, rechneten wir nicht mit allzu viel Gegenwehr, aber es kam mal wieder anders…

Als Erster remisierte Ronny Müller nach gerade mal 14 Zügen – mit Schwarz und nicht ganz zufriedenstellender Eröffnungsbehandlung konnte man das Remisangebot nicht ablehnen.

Danach setzte Ersatzmann Thomas Kley mit Damenopfer auf d4 Schachmatt und der Gegner von Michael Podder überschritt die Zeit – 2,5 : 0,5. Mit der folgenden Niederlage vor Gerhard Arold  verkürzte Uerdingen zwar wieder, aber in den restlichen Partien standen wir mindestens gleich.

In der Zeitnotphase überschlugen sich die Ereignisse, da Andrea und Alfred in höchste Zeitnot gerieten. Andrea schaffte ihre 15 Züge in knapp 1,5 Minuten und rettete wenigstens das Remis. Alfred ist leider kein Blitzspieler , sodass er in der Endstellung zwar mehr Material als sein Gegner hatte, jedoch die Zeit überschritt. Bei Stefan Pfeiffer zeichnete sich ebenfalls ein Remis ab und somit ruhten die Hoffnungen auf Thomas Schubert. In seiner Partie hatte er sich einen Mehrbauern und eine vorteilhafte Stellung erarbeitet. Mit dem richtigen Plan wären wir am Ziel gewesen… Nach eine weiteren Stunde und dem Versuch am Damenflügel die Bauern vorrücken zu lassen, wollte Thomas jedoch nicht in einen Konter laufen und bot Remis. Mit dem 4:4 haben wir die Klasse gesichert und beenden die Verbandsligasaison auf Platz 7.

Es geht nach Garching…

… nachdem die Elberfelder Schachgesellschaft mit Reiner, Helge, Gerd und Frank heute beim Düsseldorfer SK im NRW-Mannschaftsblitz in einem Feld von 22 Mannschaften mit 94 Teilnehmern, unter ihnen 5 Großmeister und 11 Internationale Meister, den dritten Platz belegen konnte und sich somit für die Bundesebene qualifiziert hat.

Tabelle:

NRW-Mannschaftsblitz - Tabelle

Einzelergebnisse der ESG-Spieler:

NRW-Mannschaftsblitz - Einzelergebnisse
[thf]

NRW-Klasse: Die Würfel sind gefallen …

Zwei Punkte und der Klassenerhalt wäre geschafft gewesen. Aber alles kam leider in der Schlussrunde der NRW-Klasse anders als erhofft. Schon vor Beginn lief es nicht optimal. Mit Helge Hintze und Frank Noetzel fehlten gleich zwei unserer besten Spieler im alles entscheidenden neunten Kampf. Dafür rückten die beiden „Schweizer“ Hendrik Mantler und Gerhard Arold gegen den ebenfalls abstiegsgefährdeten Schachverein Kamen ins Team. Dennoch schätzten wir unsere Chancen, mit dem ersten Auswärtssieg noch die Klasse halten zu können, als gut ein.

Im Kamener Sporthotel am Schwimmbad lief es dann für unser Team auch lange Zeit sehr gut. Gerd Kurr stand mit den weißen Steinen gegen Frank Kleinegger mit zwei Mehrbauern im Turm-Läufer-Endspiel „klar auf Gewinn“ und Heiko Kesseler hatte in der sizilianischen Eröffnung den ehemaligen Duisburger Bundesligaspieler, FIDE-Meister Hansjörg Himmel, ins stetige Nachdenken gebracht. Auf Elberfelder Seite hatte einzig Marco Kühne mit Weiß leichte Nachteile gegen „Altmeister“ Heinz Georg. Einziger Wermutstropfen: Der Tabellenzweite Letmathe war nicht in Bestbesetzung nach Dortmund gereist und lag durch die Niederlage von „Podsblitz“ Podzielny gegen Großmeister Schmittdiel überraschend hinten. Wir benötigten aber zwei Siege für den Klassenerhalt: Elberfeld über Kamen und Letmathe über die Dortmunder Bundesliga Reserve. Nun ja …

Den Kamener Akteuren konnte man beide Spielsituationen deutlich anmerken. Nach den Remisen von Thomas Fuchs mit Udo Seepe und Gerhard Arold mit Carsten Neumann wurde es zeitweise sogar im Vorraum „etwas lauter“. Wie im Fußball Abstiegskampf pur. Danach remisierte wie erwartet Reiner Odendahl am Spitzenbrett mit dem Kamener Topscorer Christian Weidemann. 1,5:1,5 der Zwischenstand. Doch dann passierte es: Gerd unterschätzte den Freibauern des Gegners, schickte seinen „Freibauern“ zu spät auf Reisen und konnte aufgeben. Am Nebenbrett hatte Heiko mit einem „Blackout“ seine gute Stellung bei großem Zeitvorteil ebenfalls „verdorben“. Ausgerechnet beide Bretter, an denen wir uns einiges ausrechnen durften, kippten zu unseren Ungunsten. 1,5:3,5 lagen wir hinten. Konsequenz: Die restlichen drei Partien mussten gewonnen werden. Eine tolle „Schwarz-Vorstellung“ in der spanischen Eröffnung zeigte Hendrik Mantler am Brett zwei. Mit seinem Erfolg über Ralf Kilian verkürzte er auf 2,5:3,5. Hoffnung keimte wieder auf. David Bachmann stand zudem in einem Damenendspiel auf Gewinn. Matt oder eine zweite Dame drohten dem Kamener Youngster Chris Huckebrink. Aber beide jungen Akteure sahen es nicht. Am Ende war dann doch leider Remis das Ergebnis am Brett sechs. Der Kampf war für uns gelaufen. Schade. Denn Marco, der lange Zeit verdächtig stand, aber wie immer zäh kämpfte, hatte sich just in diesem Moment am Brett fünf kleine Spielvorteile in einem Turmendspiel erarbeitet. Ob es zum Sieg gereicht hätte? Wer weiß? Der zum Klassenerhalt nötige Teamsieg war nicht mehr möglich, so dass Marco dem Remis zustimmte. Endergebnis: 4,5:3,5 für Kamen. Mit dem gleichen Ergebnis besiegte Letmathe parallel die Reserve von Hansa Dortmund. Der Klassenerhalt war für Kamen in letzter Minute noch geschafft. Mit viel Glück.

Eine nette Geste: Kapitän Udo Seepe gab aus Freude über den Klassenerhalt und zum kleinen Trost der niedergeschlagenen Gäste eine „komplette Lokalrunde“.

[HK]