Strategie und Taktik für kids

Taktik an der Junior Uni

In der zweiten Osterferienwoche (3.-6. April) kommt es in der Wuppertaler Junior Uni zu einer Neuauflage des erfolgreichen Schach-Taktikkurses. ESG-1851-Vereinsspieler Leander Berner (19) und Elias Koch (20) erklären für die Zielgruppe von 11-14jährigen eine ganze Reihe grundlegender taktischer Motive, von Gabeln bis zu Mattangriffen. Dabei stehen natürlich nicht nur das Lernen, sondern auch der Spielspaß im Fokus! Willkommen sind wie immer alle Schachspielerinnen und Schachspieler, die mit den Grundregeln vertraut sind, und etwas tiefer in die faszinierenden Kombinationen unseres Lieblingsspiels eintauchen wollen.
Wir freuen uns sehr, diese Tradition fortführen zu können und hoffen auch diesmal wieder auf eine Woche voller Taktik, die mit einem kleinen Turnier gekrönt wird. Anmelden kann man sich auf der Webseite der Wuppertaler Junior Uni.

[LB]

Spielspaß in den Osterferien

In den Osterferien finden zum wiederholten Male im Vereinslokal der ESG 1851 für Kinder und Jugendliche die Feriensportkurse der Stadt Wuppertal im Schach statt. Von 9 bis 11 treffen sich täglich alle Spielfreudigen – anmelden kann man sich über das Portal der Stadt hier.

[MK]

Turnier der FIDE-Meister

Am Freitag, den 9. März bittet FM Helge Hinze zum Abschluss unserer Trilogie „Turnier der FIDE-Meister“ um 19:00 zur Simultanpartie an die Bretter.

Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten.

Ausgeträumt?

Nach einer knappen 3,5:4,5 Niederlage bei den SF Moers sind die Aufstiegschancen der Zweiten Mannschaft rapide gesunken, da Kleve parallel den Kampf gegen SF Düsseldorf-Süd mit 6,5:1,5 gewann.

Zum Mannschaftskampf traten beide Mannschaften in ziemlicher Bestbesetzung an, bei uns besetzte David Bachmann das 8. Brett, Moers holte sich als Verstärkung das 1. Brett der Zweiten. Im DWZ-Vergleich waren wir daher wieder weit hinten, was aber diese Saison überhaupt nichts bedeutet.

Die erste Partie des Kampfes endete nach ca. 50 Minuten, Brett 7 Moers bat um remis, da er gesundheitliche Probleme hatte und nur eingeschränkt hätte weiterspielen können. Michael Podder nahm fairerweise das Remis an und musste sich frühzeitig als Zuschauer beschäftigen. Die nächsten Partien endeten vor der Zeitkontrolle – ebenfalls remis durch Ahmed Agic und David Bachmann. Vielversprechend die Stellung von Thomas Schubert, der seinerseits das Remis ablehnte, da Andrea Schmidt am Nachbarbrett in unübersichtlicher Stellung schlechter stand und in Folge dessen die Zeitkontrolle auch nicht schaffte. Den Ausgleich erzielte der Elberfelder Topscorer Thomas Kley, der in schlechterer Stellung einen Springer einkreisen konnte. Danach musste sich Thomas Schubert geschlagen geben, auch er hatte in der Zeitnotphase Material verloren und gab mit vier Bauern weniger auf. An Brett 1 bahnte sich schon länger eine Überraschung an, Stefan Pfeiffer spielte gegen den „Deutschen Meister im Problemschach“ Boris Tummes und  konnte mit einer hübschen Kombination einen Bauern gewinnen. Im weiteren Partienverlauf kontrollierten seine Figuren das komplette Spielfeld, was Stefan blitzsauber in einen vollen Punkt einbrachte. In der letzten Partie des Tages hatte Mannschaftsführer Ronny Müller bereits in der Eröffnung geschlafen und sich mit einer sehr passiven Stellung herumzuschlagen. Die Stellung bekam immer mehr Löcher und nach einem Qualitätsopfer von Schwarz, fiel die Entscheidung zu Gunsten der Moerser.

Tabellenplatz 3 zu verteidigen ist nun das Saisonziel, weiter geht es Mitte März mit einem Heimkampf gegen den Angstgegner OSC Rheinhausen.

[rm]

 

 

Vereinspokalhalbfinale 2018

Am Freitag setzte sich Samuel Haringer in der ersten Begegnung des Halbfinale des Vereinspokals 2018 gegen Reinhard Schüller durch und erreicht wie letztes Jahr auch das Finale. Der zweite Finalist wird zwischen Reiner Odendahl und Martin Keller ermittelt.

[thf]

Am nötigen Biss…

… fehlte es der Vierten der Elberfelder Schachgesellschaft, die heute den Aufstiegskonkurrenten, die Schschfreunde aus Lennep, empfingen. Obwohl in Bestbesetzung angetreten, reichte es am Schluss nur zu einem 3:5 – zu wenig, um im Aufstiegskampf den Ton anzugeben.

Es kam zu einer Reihen von Remispartien (Martin Keller, Rüdiger Horn und Thomas Falk). Den Punktegaranten, Renè Niebergall, erwischte es heute kalt, nachdem er eine Leichtfigur eingestellt hatte. Auch Yadollah Zargari musste seine Partie aufgeben. Dennoch verblieb beim 1,5:3,5 noch Hoffnung auf eine Punkteteilung.

Fabio Santiago wurde ein Remisangebot unterbreitet, der dies jedoch angesichts des Spielstandes ablehnte und sich wenige Züge später über eine Ungenauigkeit seines Gegners freuen konnte.

Santiago vs Ramsel nach 20. Ta2

Ramsel wollte den angegriffenen Läufer mittels 20…Ld3 in Sicherheit bringen und sah die Fesselung nach Abzug z.B. Lxg7 erst, nachdem Fabio 21. Td2 zog. Nach Abtausch der Figuren promovierte Fabio einen Bauern auf der d-Linie unaufhaltsam Richtung Umwandlungsfeld, und Ramsel gab auf.

Ein Blick auf die verbleibenden Bretter zeigte eine sich noch im Ausgleich aber unter Druck befindliche Stellung bei Josef Komeinda sowie eine sich im leichten Vorteil für Samuel Haringer befindliche Stellung. Ein Remis von Josef und ein Sieg von Samuel, und man wäre noch im Spiel um den Aufstieg gewesen.

Doch unter Druck stellte Josef den Turm ein und gab auf. Auch Samuel wurde ein Remis angeboten, das er ablehnen musste, und versuchte den Sieg herbeizuführen, auch nach Josefs Niederlage. Aber war hier

Haringer vs Frese nach 39. Tfe8

mehr als ein Remis drin ? Samuel versuchte es noch mit 40. c7; doch wenig später einigte man sich auf die Punkteteilung.

Am Sonntag, den 18. März geht es dann nach Vonkeln, zum zweiten Aufstiegskonkurrenten.

[thf]

Meister Hintze kommentiert

Zurück in der Erfolgsspur

1. Bezirksliga: Schachfreunde Neviges – ESG III 2,5 : 5,5

Die Drittvertretung hat in die Erfolgsspur zurückgefunden und sich nach der Derbyniederlage vor drei Wochen im Aufstiegskampf zurückgemeldet. Trotz des Ausfalls dreier Stammspieler sowie aller drei Stammersatzkräfte konnten die Elberfelder einen sicheren 5,5:2,5-Sieg in Velbert-Neviges erringen.

Bedingt durch die Ausfälle reisten die ESG-Akteure nur zu siebt zum Mannschaftskampf an, doch auch in Velbert hatte die Grippewelle zugeschlagen, sodass die Gastgeber ebenfalls ersatzgeschwächt und mit nur sieben Mann antraten. Somit stand es bereits zu Spielbeginn 1:1 und auch nach der ersten ausgespielten Partie blieb der Zwischenstand ausgeglichen: Thomas Falk war an Brett acht gegen Schneider zwar gut aus der Eröffnung gekommen, kam nach dem Abtausch aller Leichtfiguren dann allerdings nicht mehr dazu, genügend Druck aufzubauen, um mehr als die Punkteteilung herauszuholen.

An Brett fünf hatte Dennis Peters die ungewöhnliche van Geet Eröffnung (1. Sc3) gespielt, die vor 18 Jahren ein wenig ins Rampenlicht gerückt wurde, als Alexander Morosewitsch diese Eröffnung gegen Garri Kasparow wählte. Kasparow schüttelte daraufhin minutenlang den Kopf und fauchte „No respect!“ Derart empört reagierte Dennis‘ Gegenüber Meyer zwar nicht, ließ sich allerdings dazu hinreißen, sehr früh seine Stellung zu überziehen, sodass er bereits nach acht Zügen sehr bedenklich stand:

Peters – Meyer nach 8. Sxc7

Schwarz muss auf die Rochade verzichten, verliert Material und hat dafür keinerlei Kompensation. Meyer führte die Partie noch bis zum 22. Zug fort, bevor er sich schließlich geschlagen gab.

Einen weiteren vollen Punkt für die Gäste konnte Josef Krük am 3. Brett gegen Friedrich einfahren. In einer interessanten Partie mit gegensätzlichen Rochaden erwiesen sich die Raumvorteile des ESG-Altmeisters sowie ein Freibauer am Ende als Sieggaranten. Und auch Thorben Mantler konnte in einer ebenfalls spannenden Partie einen Sieg vermelden, wobei er gegen Gockel zwischenzeitlich gar nicht gut stand:

Mantler – Gockel nach 24. Ke2

24… Scb4 würde bereits eine Leichtfigur erobern, da 25. Dg2 mit 25… Tad8 gekontert wird. Gockel spielte jedoch 24… Sxd4+ und sah sich nach 25. Dxd4 plötzlich selber in der Situation, mit 25… Lf6 eine Figur opfern zu müssen. Entschieden war die Partie damit allerdings noch lange nicht, denn bei beidseitig knapp werdender Bedenkzeit gewährte Thorben seinem Kontrahenten noch einmal gefährliches Gegenspiel:

Mantler – Gockel nach 28. Tg1

Das eigentlich naheliegende 28… Dxh2 hätte Schwarz zurück in die Partie gebracht, jedoch reichte die Bedenkzeit nicht mehr für eine tiefere Variantenberechnung aus. Gockel entschied sich stattdessen für 28… Txd5, was Weiß allerdings vor keine Probleme stellte, sodass Thorben letztlich als glücklicher Sieger hervorging.

Weniger glücklich war Martin Keller an Brett sieben, der sich von einem Angriff auf die Königsstellung seines Gegners Ebenhan einiges versprochen hatte. Ebenhan wehrte den Angriff jedoch ab und ging sogar mit einem Mehrbauern in ein allerdings sehr remisverdächtiges Endspiel. Aufgrund des bereits entschiedenen Mannschaftskampfes verständigten sich die beiden Spieler ebenso auf eine Punkteteilung, wie Peter Wiesemann und Binas am 6. Brett. Dass es dort überhaupt zu einer Punkteteilung kam, darauf hätte wohl kein ESG-Akteur mehr zu hoffen gewagt, nachdem Peter in eine Eröffnungsfalle getappt war:

Binas – Wiesemann nach 11. Lf4

Eigentlich ist der Partiezug gar nicht so gut, denn er erlaubt Schwarz, sich mit 11… e5 zu konsolidieren. Peter spielte jedoch 11… h6 und Binas ließ mit 12. Sxc8 die Falle zuschnappen. 12… Dd8 verhinderte zumindest den Damenverlust, doch nach 13. Sd6 war die Stellung im Prinzip hoffnungslos. Binas tauschte im weiteren Spielverlauf folgerichtig alles ab und behielt die Mehrfigur bis in späte Mittelspiel:

Binas – Wiesemann nach 26… Lxc5

Hier war die Gier wohl einen Moment lang zu groß und Binas ließ sich zu 27. Te1 verleiten, was Peter mit 27… Lb4+ nutzte und in ein kompliziertes Endspiel abwickelte, in dem beide Seiten mit dem Remis zufrieden waren.

[TM]

ESG I unterliegt Krefeld I knapp mit 3,5:4,5

Im Aufstiegsduell der Regionalliga hatten wir den verlustpunktfreien und leicht favorisierten Tabellenführer aus Krefeld in Bestbesetzung zu Gast.
Aufgrund beidseitiger kompakter und umsichtiger Spielweise fiel beim hart umkämpften Stand von 3,5 : 3,5 die Entscheidung erst in den letzten Minuten zugunsten der Krefelder.
Alle Partien boten hohes Niveau mit spannendem und wechselhaftem Verlauf. Siege gegen starke Gegner erzielten Helge Hintze vs Roman Kistella und Frank Noetzel vs Guido Kern.

[Gerd Kurr]

Schachliches Duett

Am Freitag, den 23. März um 20:00 stellt Stefan Pfeiffer seine hervorragend gespielte Partie gegen Julius Chittka (SF Düsseldorf) vor. Um zahlreiches Kommen und Mitdiskutieren wird gebeten.

[thf]

Tabellenführung abgegeben

1. Bezirksliga: ESG III – Bahn-SC Wuppertal III 3 : 5

Am 5. Spieltag, dem ersten im Kalenderjahr 2018, musste die Drittvertretung erstmal in der laufen Saison eine Niederlage hinnehmen und verlor dabei gleichzeitig die Tabellenführung. In einem lange offenen Mannschaftskampf ging der Elberfelder Lokalrivale am Ende als verdienter Sieger hervor.

Eine kurzfristige krankheitsbedinge Absage am Morgen des Spieltags stellte bereits zu Beginn des Spiels eine Hypothek für die Gastgeber in Form einer kampflosen Niederlage an Brett acht dar. Zudem nahm Thorben Mantler am Spitzenbrett verfrüht das Remisangebot seines Gegners Janz an. Mantler hatte in der vergangenen Spielzeit in ähnlichen Situationen zweimal das Remis vermeiden wollen und seine Stellung überzogen, was er diesmal vermeiden wollte.

Dieses Schicksal ereilte allerdings Hagen Woldt an Brett vier, der gegen Klasmeier die bequemere Stellung hatte, aber keinen Gewinnweg fand. Als er diesen erzwingen wollte, konnte der BSW-Akteur mit einem sehenswerten Scheinopfer kontern und den vollen Punkt für die Gäste einfahren. Auch Dennis Peters hatte an Brett sechs gegen Bagusat sehr offensiv angelegt und sich zunächst eine vorteilhafte Stellung erspielt:

Peters – Bagusat nach 36. g3

Hier jedoch gab Dennis seinem Gegner die Chance, mit 36… Txf4 37. gxf4 Sb8 in ein sehr remisverdächtiges Turmendspiel abzuwickeln. Bagusat übersah diese Möglichkeit jedoch und spielte direkt 36… Sb8, was ihn nach 37. Lxb8 Txb8 in eine nahezu aussichtslose Lage brachte. Acht Züge später gab der BSW-Spieler dann auch auf.

Alfred Güthler musste allerdings an Brett fünf eine Niederlage gegen Weis einstecken, nachdem sein Läuferopfer nicht den erwünschten Befreiungsschlag aus der gedrückten Stellung zur Folge hatte. Kurze Zeit später konnte dann aber Peter Wiesemann an Brett sieben wieder verkürzen, sodass es nur noch 2,5:3,5 aus ESG-Sicht stand.

Fadl – Wiesemann nach 18… Tfe8

Auf die Siegerstraße führte Peter ein Schnitzer seines Gegenübers Fadl, der 19. b3 spielte und von Peter folgerichtig mit 19… Df6 20. Se2 Dxf2+ bestraft wurde. Der ESG-Akteur verbesserte seine Stellung im weiteren Spielverlauf und stand im 49. Zug vor einer richtungsweisenden Entscheidung:

Fadl – Wiesemann nach 49. Kf3

49… dxe4+ könnte zum Generalabtausch und nachfolgendem vorteilhaften Endspiel führen, doch Peter sah etwas Besseres, nämlich den Bauernvorstoß 49… d4! Der Turm muss zurückweichen, woraufhin Peter nach 50. T3e2 Dg5 51. Tf2 f5 52. Tfe2 fxe4+ 53. Txe4 Df5+ die Partie für sich entschied.

Den Mannschaftskampf indes entschieden die Gäste für sich, nachdem Will im zähen Positionskampf an Brett zwei eine Fesselung von Alexandr Pertschiks Springer clever nutzte und die Partie gewann. Abschließend verständigten sich am 3. Brett die Altmeister Josef Krük und Klietsch auf eine Punkteteilung, sodass das Derby mit 5:3 an den BSW ging.

[TM]