Glorreich gegen sieben

Kurz vor Weihnachten bat FM Reiner Odendahl ambitionierte Vereinskollegen zum Simultanturnier, und sieben (Batuhan Gülcan, Dominik Hirsch, Denis Krzysztala, Marc Soechting, Martin Keller, Thomas Falk und Ahmed Agic) ließen sich nicht die Chance nehmen, in einer Turnierpartie mit 90 Minuten Bedenkzeit ihr Können am FIDE-Meister zu messen.

Reiner zeigte seine Klasse, abwechselnd mit den weißen und schwarzen Figuren ziehend, jede weiße Partie anders eröffnend (e4, d4, c4, Sf3) ließ er nichts anbrennen und gewann jede Partie souverän zum 7:0 Endstand.

Am Freitag, den 26. Januar bittet dann FM Frank Noetzel zum Simultanturnier an die Bretter.

[thf]

FM Frank Noetzel wird 15. bei der Deutschen Blitzmeisterschaft

Am ersten Adventwochenende fand in Augsburg die deutsche Blitzeinzelmeisterschaft mit 26 Teilnehmern statt.

Als Nachrücker nominiert, zweitältester Teilnehmer und im hinteren Rang gelistet, waren die Erwartungen vom Elberfelder Frank Noetzel nicht sehr hoch gesteckt. Umso erfreulicher, dass es bei dem Feld mit einem ELO-Schnitt von 2360 noch zu einem Platz im Mittelfeld reichte.

Deutscher Blitzmeister wurde der Vorjahressieger GM Heimann, gefolgt von IM Berchtenbreiter, IM Baskin, IM I. Schneider und IM C. Richter.

Gelungen gestaltete sich auch am Vortag der Besuch des wunderschönen Augsburger Weihnachtsmarktes. Das gemeinsame Abendessen nach dem Turnier im Kreis früherer Landesmeister fand seinen fröhlichen Abschluss im Vereinsheim des Ausrichters TSV Haunstetten.

Noch ein kleines Schmankerln zum Abschluss aus der Meisterschaft

Hirneise vs Noetzel
(Spanisch – Jänischgambit)
nach 14… Lc5
Es droht Te8+, gefolgt von Dxf1# oder Df3#

[FN]

Brötchenblitz

Am Freitag, den 24. November zogen ein Dutzend Spieler der Elberfelder Schachgesellschaft nach Erftstadt aus, um in Gedenken an ihren am Vortag verstorbenen Hans-Werner Luft zu spielen.

Nach der Eröffnungsrede des Rektors des Erftstädters Gymnasiums und des Bürgermeisters hielt Vizepräsident der Elberfelder Schachgesellschaft eine Ansprache für seinen Ehrenvorsitzenden und ehemaligen zweiten Spielleiter des Schachbundes NRWs, Hans-Werner Luft; und etwa dreihundert Schachspieler erhoben sich zu einer Gedenkminuten, um sein schachliches Lebenswerk zu ehren.

Doch dann ging es an die Bretter:

  • ESG I: Reiner Odendahl, Frank Noetzel, Lahcen Saoudi, Michael Podder
  • ESG II: Markus Ecker, Gerhard Arold, Ludger und Andrea Schmidt
  • ESG III: Samuel Haringer, Benedikt Abel, Rüdiger Horn, Thomas Falk

Das Turnier über 15 Runden dauerte wieder sehr lange. Die Heimkehr war erst gegen 02.00 Uhr und die Ankunft in Wuppertal kurz vor 03.00 Uhr. Es war wie immer herrlich laut und lustig.

Bei einer lockeren Atmosphäre standen eher hunderte von Gratisbrötchen (das Brötchenbuffet war wieder außerordentlich reichlich) sowie Bier zum fairen Preis im Vordergrund, anstelle von zügiger Turnierdurchführung. Die Toiletten hielten dem Ansturm nur 2 Stunden stand. Erste komatöse Ausfallerscheinungen bei Spielern erfolgten gegen 23.00 Uhr.

Die ESG I konnte das Duell gegen die ESG II im direkten Vergleich für sich entscheiden; ansonsten wäre die Plazierung eher umgekehrt ausgefallen. Die ESG III ist für ihre Verhältnisse weit über sich hinausgewachsen. Mit 15 Punkten lag die Dritte nur 3 Punkte hinter den Kollegen aus den Mannschaften I bzw. II. Die Mannschaft steigerte sich im Laufe des Turniers und konnte schlussendlich sogar drei 4:0 Siege einstreichen. Vielleicht steigerten sich die vier auch nur, weil ihre Gegner im Laufe des Abends dem Bierkonsum rege nachgegangen sind.

Nach fünfzehn Runden landete die ESG I auf den  siebten, die ESG II auf den elften und die ESG III auf den dreiunddreißigsten Platz von  65 Mannschaften.

Mal wieder war das Erftstädter Brötchenblitzturnier ein Muss für die ESG, und man freut sich schon aufs nächste Jahr.

Die Tabelle

[FN & SH & thf]

Full House in Dortmund

Am  Samstag, den 18.11. ging es für fünf ESG’ler zum Stresstest beim WHH-Turmier nach Dortmund, das mit elf Runden Schnellschach à 15 Minuten Bedenkzeit souverän von Pit Schulenberg organisiert und geleitet wurde!!!

Mit dabei waren Reiner Odendahl, Gerhard Arold, Stefan Pfeiffer, Michael Podder und Ahmed Agic, die dem angesagtem schlechten Wetter trotzten und dem verregneten Samstag einen „schachlichen“ Sinn geben wollten. Also ging es in einem bis zum letzten Platz vollbesetzten Auto gegen 9:45 Uhr auf nach Dortmund.

Das Turnier war zwar in der Spitze nicht extrem stark besetzt. So fehlten eigentlich alle bekannten Namen aus der russischen Schnellschachszene; aber an Spielstärke fehlte es bezüglich teilnehmender vier IMs und sechs FMs, sowie vielen bekannten Spielern im Gefahrenbereich von DWZ/Elo 2200 +/- dennoch nicht.

Leider habe ich selber dort aufgrund ständig harter Partien wenig von den Partieentwicklungen meiner Mitspieler mitbekommen, kann jedoch für fast alle ESG’ler feststellen, dass elf Runden vielleicht dann doch zwei Runden zuviel sind.

So spielte Reiner bis zur 9. Runde eine sehr starkes Turnier und lag mit 7 Punkten ganz vorne in der Spitzengruppe (Platz 2, glaube ich zumindest), verlor dann aber in Runde 10 gegen IM Roman Tomaszewski (SK Sodingen) und überzog dann in der Schlussrunde seine Partie, da er unbedingt gewinnen musste, um an den Anschluss an die Spitze und einen verdienten Preis glauben zu können. Am Ende lieb es für ihn leider bei 7 Punkten und einem 14. Platz bei jedoch extrem weitem Abstand in Bezug auf die zweitbeste(!) Buchholzzahl hinter IM Karl-Heinz Podzielny, den es mit dem 8. Rang heute auch kalt erwischte.

Platz zwei unter den Elberfelder ging an Stefan mit Platz 25, der heute nicht das nötige Glück bzw. das nötige Können gegen die im forderen Bereich gelandeten drei FIDE-Meister hatte und insgesamt 6,5 Punkte bei halbwegs guter Feinwertung einsammeln konnte, obwohl er die letzte sehr taktische Partie mit verteilten Materialanteilen durchaus auch auf Gewinn hätte spielen können, anstatt Remis-Angebot vom Gegner anzunehmen, um auf einen besseren 17./18. Platz zu landen; jedoch auch ohne Preisoption.

Gerhard erzielte ebenso 6,5 Punkte und landete Platz 31, wobei ihm wohl am Ende leider etwas die Kondition wegen dem recht langen Spielabend am Vortag bei der ESG fehlte, um sich weiter vorzuschieben.

Michael erzielte mit 6 Punkten Platz 41 und Ahmed ebenfalls mit 6 Punkten Platz 48.

Als Endergebnis ist zu verzeichnen, dass wir doch alle halbwegs teamorientiert gespielt haben und in Bezug auf die Punkte heute dann doch kein allzu großer Abstand in Bezug auf die erzielten Punkte; in der Feinwertung aber dann vielleicht doch mehr oder weniger unter uns herrschte. Wenigstens Ahmed profitierte heute vom „Senioren-Startgeld“ (5 Euro Startgeld ermäßigt!) sowie von einem Buchpreis am Ende des Turniers.

Jedenfalls war es ein sehr gut organisiertes Turnier des Turnierleiters Pit Schulenberg, das jedoch mit elf Runden Schnellschach recht viel Kondition erfordert.

Die Ergebnisse

Am kommenden Freitag, den 24. November geht es dann mit drei Mannschaften zum Brötchenturnier nach Erftstadt.

[Stefan Pfeiffer]

Ein Elberfelder am Tegernsee

Unter die 483 Teilnehmer aus 35 Nationen, darunter 83 Titelträger, der 21. Offenen Internationalen Bayerischen Schachmeisterschaft über neun Runden, die vom 27. Oktober bis zum 4. November am Tegernsee ausgetragen wurde, mischte sich auch ein Elberfelder: Josef Komeinda.

Gleich in der ersten Runde konnte Josef seinen Gegner, Jürgen Lackinger vom SC Pasing mit der Englischen Eröffnung überraschen und ihm ein remis abringen. Auch in der dritten Runde gelang ihm dieser Coup gegen FIDE-Meister Dr. Zunker vom SV Hofheim, dieses Mal mit Sizilianisch, der natürlich zuerst das Remisangebot von Josef ablehnte, zum Schluss jedoch „verärgert“ eingestehen musste, dass es nicht mehr als ein remis ist. Leider konnte Josef in den weiteren Partien nicht an die gute Leistung anknüpfen (1 Punkt aus 6 Partien), um eine vordere Plazierung zu erreichen, was die tolle Leistung der ersten und dritten Runde nicht schmälern soll.

[thf]

Elberfelder Schachgesellschaft qualifiziert sich mit zwei Mannschaften für den Verband Niederrhein

Blitzen und Elberfelder Schachgesellschaft muss man in einem Atemzug nennen. Das bewiesen am Samstag, den 11. November die Elberfelder wieder im Schachzentrum Solingen beim 4er Mannschaftsblitz.

Dabei ging es nicht nur ums erfolgreich sein, sondern auch ums Teilnehmen. So kamen dann gleich ein Dutzend Elberfelder und stellten mit drei Mannschaften die Hälfte aller Mannschaften.

Kam am vergangenen Wochenende noch die Hoffnung auf, man könnte sich sogar mit drei Mannschaften kampflos für den Verband qualifizieren, weil Solingen wegen Terminfindungsschwierigkeiten eine von zwei Mannschaften zurückgezogen hatte, so dass man in Witten bei der Stadtmeisterschaft hätte mitspielen können. So zerplatzten diese Hoffnungen am Donnerstag durch Anmeldung von Witzhelden, BSW und Vohwinkel, und Solingen zog nun (sie sind vorqualifiziert) auch die letzte Mannschaft zurück.

Das waren erstklassige Aussichten auf die Qualifikationsplätze, musste doch die ESG I krankheitsbedingt ohne den Stammblitzer Gerd Kurr antreten. Für setzte sich Neu-Elberfelder Lahcen Saoudi neben Reiner Odendahl, Helge Hintze und Frank Noetzel ans Brett. Starke Konkurrenz kam aus den eigenen Reihen, durch die ESG II mit Gerhard Arold, Ludger Schmidt, Stefan Pfeiffer und Andrea Schmidt, der es in der Hinrunde gelang, der große Schwester die Show mit einem 3:1 Sieg zu stehlen und sich an die Tabellenspitze zu setzen. Daran änderte auch die Niederlage in Rückrunde nichts, und die ESG II wurde knapp vor der ESG I Bezirksmeister.

Im Gewand der ESG III traten, ohne Aussicht, ganz vorne mitzuspielen, aber mit der Gekegenheit gegen das Beste, was der Bezirk aufzubieten hat, Samuel Harringer, Martin Keller, Rüdiger Horn und Thomas Falk von der ESG IV an. Zwar verlor man gegen die Vereinskollegen immer mit 0:4; doch gegen Witzhelden und Vohwinkel erkämpften man sich immer das Remis. Damit landete die dritte der Elberfelder auf den ersten Nachrückerplatz.

Ergebnisse

[thf]

 

ESG II baut Tabellenführung aus

Mit nun 6:0 Punkten führt die Zweite Mannschaft die Tabelle der Verbandsliga Gruppe 1 alleine an. Durch den Mannschaftssieg gegen den Rheydter SV wurde der Vorsprung sogar auf 2 Punkt ausgebaut, da die Verfolger Punkte abgaben.

Mit der Devise „motiviert bis in die Zehenspitzen“ traten wir gegen Rheydt mit viel Selbstbewusstsein an, trotz prominenter Ausfälle an den vorderen Bretten.

Im Kampfverlauf wurde im Mittelspiel friedlich an Brett 7 remisiert und ebenfalls Remis endete die wechselhafte Partie von Thomas Schubert. In der Zeitnotphase kippten dann die Partien von Andrea Schmidt, Ahmet Agic und Michael Podder zu unseren Gunsten, sodass wir hier drei volle Zähler einfahren konnten. An Brett 8 hatte sich unser Ersatz von der Dritten Mannschaft Thorben Mantler einen Mehrbauern erkämpft, jedoch im ungleichfarbigen Läuferendspiel keine Siegchancen und gab seine Partie remis. An den Brettern 1 und 2 standen wir schlechter, aber kämpften noch um’s Remis. Der Gegner von Ronny Müller erspähte in höchster Zeitnot ein Matt, erkannte mit der Figur in der Hand seinen Fehler (sein Turm war dann ungedeckt) und stellte den Läufer auf eine anderes Feld. Dadurch fiel jedoch ein wichtiger Bauer und die Partie war wieder im Gleichgewicht – zwei Züge später einigte man sich auf ein Remis. An Brett 1 hatte Stefan im Mittelspiel eine kritische Stellung (siehe Bild), aber übersah den vorteilbringenden Zug Sxd4 mit Bauerngewinn.  Im Endspiel war dann die weiße Bauernkette zu stark, sodass diese Partie für uns verloren ging.

Nächster MK ist am 03.12.2017 zu Hause gegen Turm Kleve.

[RM]

Elberfelder h.c. gewinnt die 42. Erkrather Stadtmeisterschaft im Schnellschach

Heute am 01.11.2017 ging es zur Erkrather Stadtmeisterschaft im Schnellschach…

Angesagt waren 9 Runden/15 Minuten bei einem sehr famillär geführten Turnier mit Wohlfühlcharakter und freier Bewirtung!!! ;-)))

Ein Turnier, das mit 6 Spielern über DWZ 2000 und vielen Akteuren auch oberhalb von 1900er Wertungszahlen heute mit einem Teilnehmerrekord von 62 Akteuren im vollbesetzten Spielsaal der Caritas-Begegnungsstätte in der Spitze und Breite sehr viel besser besetzt war, als es in der Vergangenheit der Fall gewesen war. Da liefen heute auch viele Spieler mit DWZ-Zahlen um 1800 den 2000er den sogenannten Rang unter den ersten 10 Teilnhmern ab.

Diesmal waren neben Gerhard Arold, Stefan Pfeiffer, Michael Podder, Ahmed Agic und Thomas Falk auch der Ex-Elberfelder Markus Ecker am Start, der am Ende nicht nur (mit 7,5 Pkt. aus 9 Runden) den Sieg einfuhr, sondern auch den Wanderpokal des Erkrather Schachclub 1973 mit nach Hause entführen durfte.

Markus dominierte das Turnier aus der vorderen Reihe und hatte nach sieben Runden nur ein einziges Remis abgegeben. Dann kam in Runde 8 ein vielleicht etwas glücklicher Sieg (gegen Achim Heller aus Ennepe) sowie in Runde 9 eine Niederlage (gegen Dennis Liedmann von den Sfr. Gerresheim) hinzu, was seine Leistung aber nicht schmälern sollte und den besagten Turniersieg vor dem punktgleichen Dennis Liedmann bedeutete. Auf Platz 3 gesellte sich der Schachfreunde Wolfgang Harter Südlohner SV).

Bester ESG-Akteur war heute der sehr kämpferisch eingestellte Ahmed, der mit 6 Punkten und Platz 8 nicht nur einen Platz vor Gerhard (Platz 9), der (ebenso wie Stefan) etwas mit dem heutigen Tag haderte, landete, sondern sich damit auch den wohlverdienten Seniorenpreis in Erkath sicherte – ein sehr gut gespieltes Turnier für ihn.

Noch schlimmer erwischte es heute Stefan, der die erste Runde gewann, dann anschließend zwei klare Gewinnstellungen zum Verlust verschenkte und sich dann im Sog der Verlustserie nach 5 Runden mit nur einem einzigen Punkt fast ans Ende der Tischreihe (des ersten von drei Spielsäalen) begeben musste, ehe er dann die letzten 4 Runden gewinnen konnte (5 Pkt. und Rang 28). Etwas besser machte es Michael, der nach Höhen und Tiefen in den Stellungen mit 5,5 Punkten auf Rang 19 vor Stefan landete und ordentlich bei Käsekuchen zulangte. Unser Spielleiter Thomas, dem der Dank des Fahrers gilt, hat mit 3,5 Punkten ( Platz 49) seine neue Eröffnungswahl auf e4 erstmals in einem Schnellschachturnier mit 9 Runden erproben dürfen und war damit heute nicht unbedingt unzufrieden.

Rangliste – Endstand

Als Fazit bleibt heute zu ziehen, dass das gemeinsame Zusammensein und der Spass bei dem Turnier überwiegte, manche ESG`ler mehr, manche weniger Glück im Spiel hatten als erhofft; das Turnier aber sehr nett gestaltet war. Zudem konnte man sich in den Pausen über dies und das rege austauschen und alte Kontakte begrüßen dürfen.

Alle Infos demnächst hier.
Das nächste geplante Schnellschachturnier mit folgenden ESG-Akteuren findet dann auch schon nächste Woche am 18.11. in Dortmund (Ausschreibung WHH) statt.

Hier ist dann mit 11 Runden zu je 15 Minuten Kondition und auch wieder etwas Fortune gefragt.

[Stefan Pfeiffer]

17. Benefiz-Schnellschachturnier in Herne…

Heute am 28.10. ging es für uns zum Benefiz-Schnellschachturnier (9 Runden à 15 min) nach Herne!!!

Leicht getrübt startete man heute, da nicht nur unser Spielleiter Thomas Falk wegen einer Erkrankung kurzfristig am Freitag absagen musste, sondern auch weil der ansonsten vorbildliche Fahrer wohl leider etwas verschlafen hatte und nach ca. 30 Minuten verspätet an den jeweiligen Treffpunkten eintraf und zudem der Verkehr recht zähflüssig war. Trotz dieser herben Rückschläge machten sich FM Reiner Odendahl, Stefan Pfeiffer, Michael Podder und Ahmed Agic auf, um vielleicht den einen oder anderen Erfolg an unsere letzten Aktivitäten in diesem uns „neuen“ Betätigungsbereich „Gemeinsames Auftreten auf externen Schnellschachturnieren“ anknüpfen zu lassen.

Schnell wurde dann nicht nur erkannt, dass ein weiteres Mitglied in Form von unserem FM Helge Hintze sich am Spielort des Geschehens eingefunden hatte, da er wohl die anstehende Langeweile eines 4 Tages xxl-Wochenendes nutzvoll angehen wollte. Das Teilnehmerfeld war nicht nur vorne mit IM Podzielny (alleiniger Turniersieger mir 7,5 Punkten!), FM Buchenau, IM Schneider, Sandkamp… (jeweils 7 Punkte), IM Zaitsev mit 6,5 Punkten… – auf den Plätzen) sowie weiteren 8 FIDE-Meistern (u.a. auch Reiner und Helge) vorne recht gut besetzt, sondern auch in zweiter Reihe saßen viele gute Spieler unter den hochmotivierten 97 Teilnehmern.

Recht frühzeitig wurde zudem auch leider klar, dass es nicht undedingt unser Turnier werden sollte. So hatte Stefan immer im Wechsel schwache vs. starke Gegner (u.a. frühzeitig FM Wengenroth 2250 DWZ und FM Ackermann 2237 DWZ in Runde 2 und 4) mit den schwarzen Steinen bekommen und sowohl in ausgeglichenen Stellungen, als auch dann zum Abschluss in guter Stellung die falsche Entscheidung getroffen. Die Computeranalyse bezgl. Verbesserungen in diesen engen Partien wurde noch am gleichen Abend eingeleitet… (5,5, Punkte und Platz 28 bei Rangnr. 33).

FM Reiner Odendahl, der in der ersten Runde gleich auf seinen Vereinskollegen Ahmed Agic traf, war heute vielleicht der Pechvogel dieses Turniers, da er nach zwei Niederlagen in der Mitte des Turniers (gegen Podzielny und Buchenau in Runde 5. und 6.) dann zwar gekonnt aufgeholt hat, in der letzten Runde jedoch gegen FM Muschik (SK Münster, 2236 DWZ) dann jedoch vorzeitig mit Schwarz remisierte und mit mit 6,5 Punkte den „undankbaren“ 6. Platz (bei 5 Geldpreisen) erspielte.

Helge holte indessen wie Stefan 5,5 Punkte, diese jedoch gegen stärkere Gegner und blieb heute leider in einigen sehr vorteilhaften Stellungen ohne Glück in Bezug auf eine durchaus verdiente höhere Platzierung (Platz 20), Michael erziehlte 4,5 Punkte und Ahmed letztendlich 3,5 Punkte…

Alle Infos zum Benefiz-Schnellschachturnier Turnier hier.

Es bleibt leider zu resümieren, dass aufgrund der gewählten Auslosungsmethode sich das Turnier mit 7,5 Stunden(!) etwas zäh gestaltete, dieser Tag aber ansonsten wieder viel Spielpraxis, Teamgeist/-Turnierstimmung bei allen ESG-Beteiligten lieferte (bei wirklich sehr fairer Bewirtung) und dass es am 18.11. in Dormund (11. Runden Schnellschach à 15 min.) für uns weitergehen soll, siehe Ausschreibung.

Zuvor steht jedoch für Interessierte noch das familläre Schnellschachturnier am 1.11.  (Allerheiligen) in Erkrath an – ohne Startgeld, mit kleiner Bewirtung und Sachpreise für die ersten 3 Plätze lt. den Erfahrungswerten, zu dem sich schon einige Elberfelder angemeldet haben.

[Stefan Pfeiffer]

 

Spitzenquartett bei der Solinger Stadtmeisterschaft

Bekanntermaßen gibt es unter Schachspielern eine nicht unerhebliche Zahl besonders abergläubischer Zeitgenossen. Diese hätten sicherlich zur Erklärung einiger Ereignisse der 3. Runde der Solinger Stadtmeisterschaft auf das heutige Datum, nämlich Freitag, den 13. verwiesen… So gab es einerseits leider eine sehr hohe Zahl von 6 durch kurzfristige Absagen kampflos entschiedenen Partien zu beklagen, wobei hier auch eher rationale Gründe wie Erkrankungen oder ein ausgefallener Urlaubsrückflug [im Falle des Elberfelder Thomas Falk, der so zu seinem zweiten kampflosen Sieg kam; Anm thf] eine Rolle spielten.

Zudem blieben in den vier Spitzenduellen der noch verlustpunktfreien Spieler zwar viermal die nominellen Favoriten siegreich, doch nur der Topgesetzte IM Bernd Schneider setzte sich mit Schwarz relativ glatt gegen Heiko Kesseler durch.

Dagegen hatten die positiven Überraschungen der zweiten Runde, Dr. Hans-Joachim Boschek und Andreas Lux, allen Grund, mit ihrem Schicksal an diesem Tag zu hadern. Boschek spielte mit Schwarz in einer stategisch komplexen Damengambit-Partie eine ausgezeichnete Partie und erhielt klaren Vorteil, als Oliver Kniest beim Übergang ins Endspiel gleich zwei schwache Züge hintereinander fabrizierte. Doch durch einen völligen Blackout, der ihm eine Figur kostete, brachte sich Boschek um den verdienten Lohn seiner starken Leistung und gab sehr enttäuscht etwas frühzeitig auf.

Ebenso wie Kniest kam auch der Titelträger von 2015, Thomas Lemanczyk, nur zu einem schmeichelhaften vollen Zähler, nachdem Andreas Lux nach einem taktischen Versehen von Lemanczyk auf einen Qualitätsgewinn verzichtete und sich schließlich im Endspiel noch ausmanövrieren ließ. Schließlich musste auch Kevin Zolfagharian in einer vorgespielten Partie eine heftige Schrecksekunde überstehen, als er gegen Wolfgang Steinbach in klar besserer Stellung das vermeintlich siegbringende Turmopfer anbrachte, dabei jedoch seine geschwächte eigene Grundreihe vergessen hatte. Doch Steinbach ging an dieser unerwarteten Chance vorbei, so dass diese Partie letztlich doch mit »korrektem« Ergebnis endete.

Hinter dem Führungsquartett liegen mit einem halben Zähler Rückstand die heute kampflos siegreiche Luisa Bashylina sowie Markus Boos und Stephan Borchert, die sich in interessanten Partien gegen Philipp Nguyen und Joachim Görke durchsetzen konnten.

[SG Solingen]