Spitzenquartett bei der Solinger Stadtmeisterschaft

Bekanntermaßen gibt es unter Schachspielern eine nicht unerhebliche Zahl besonders abergläubischer Zeitgenossen. Diese hätten sicherlich zur Erklärung einiger Ereignisse der 3. Runde der Solinger Stadtmeisterschaft auf das heutige Datum, nämlich Freitag, den 13. verwiesen… So gab es einerseits leider eine sehr hohe Zahl von 6 durch kurzfristige Absagen kampflos entschiedenen Partien zu beklagen, wobei hier auch eher rationale Gründe wie Erkrankungen oder ein ausgefallener Urlaubsrückflug [im Falle des Elberfelder Thomas Falk, der so zu seinem zweiten kampflosen Sieg kam; Anm thf] eine Rolle spielten.

Zudem blieben in den vier Spitzenduellen der noch verlustpunktfreien Spieler zwar viermal die nominellen Favoriten siegreich, doch nur der Topgesetzte IM Bernd Schneider setzte sich mit Schwarz relativ glatt gegen Heiko Kesseler durch.

Dagegen hatten die positiven Überraschungen der zweiten Runde, Dr. Hans-Joachim Boschek und Andreas Lux, allen Grund, mit ihrem Schicksal an diesem Tag zu hadern. Boschek spielte mit Schwarz in einer stategisch komplexen Damengambit-Partie eine ausgezeichnete Partie und erhielt klaren Vorteil, als Oliver Kniest beim Übergang ins Endspiel gleich zwei schwache Züge hintereinander fabrizierte. Doch durch einen völligen Blackout, der ihm eine Figur kostete, brachte sich Boschek um den verdienten Lohn seiner starken Leistung und gab sehr enttäuscht etwas frühzeitig auf.

Ebenso wie Kniest kam auch der Titelträger von 2015, Thomas Lemanczyk, nur zu einem schmeichelhaften vollen Zähler, nachdem Andreas Lux nach einem taktischen Versehen von Lemanczyk auf einen Qualitätsgewinn verzichtete und sich schließlich im Endspiel noch ausmanövrieren ließ. Schließlich musste auch Kevin Zolfagharian in einer vorgespielten Partie eine heftige Schrecksekunde überstehen, als er gegen Wolfgang Steinbach in klar besserer Stellung das vermeintlich siegbringende Turmopfer anbrachte, dabei jedoch seine geschwächte eigene Grundreihe vergessen hatte. Doch Steinbach ging an dieser unerwarteten Chance vorbei, so dass diese Partie letztlich doch mit »korrektem« Ergebnis endete.

Hinter dem Führungsquartett liegen mit einem halben Zähler Rückstand die heute kampflos siegreiche Luisa Bashylina sowie Markus Boos und Stephan Borchert, die sich in interessanten Partien gegen Philipp Nguyen und Joachim Görke durchsetzen konnten.

[SG Solingen]

Tag der Überraschung bei der Solinger Stadtmeisterschaft

Die 2.Runde der Solinger Stadtmeisterschaften brachte an den Spitzenbrettern gleich diverse überraschende Resultate. Dabei trumpften insbesondere die beiden vereinslosen Akteure Andreas Lux und Wolfgang Steinbach auf. Steinbach profitierte von einem taktischen Aussetzer von Markus Schmuck, während Lux den erfahrenen Dr. Stefan Flesch bezwingen konnte.

Ebenfalls in Topform präsentierte sich Dr. Hans-Joachim Boschek, der die Ungenauigkeiten von Dirk Schockenbäumer konsequent ausnutzte und mit seinem Angriff einen unerwarteten Sieg einfuhr. Dagegen konnte sich Markus Boos nach einem Bauerneinsteller gegen Stephan Borchert mit zäher Verteidigung noch ins Remis retten.

Nach zwei Runden sind insgesamt nur noch 8 Spieler verlustpunktfrei.

[SG Solingen]

Der Elberfelder Thomas Falk konnte „zuglos“ nach Hause fahren, da sein Gegner Tayfun Ipekyilmaz auf dem Weg zum Spiellokal mit dem Wagen liegen blieb. [thf]

27. Horremer Schnellschachturnier

Stefan Pfeiffer und Michael Podder erfolgreich in Horrem…

Am Dienstag den 3.10.2017 wurde in Horrem ein Schnellschachturnier (9 Runden/2 x 15 Min.) ausgetragen… – wir waren dabei!!!

Inspiriert durch das gute Abschneiden von Reiner Odendahl und Michael Podder beim letzten Schnellschachturnier in Dortmund, machten sich am Tag der Deutschen  Einheit gleich sechs(!) Spieler der Elberfelder Schachgesellschaft 1851 auf nach Horrem, um neben Spielpraxis für die schweren Aufgaben in der kommenden Saison vielleicht auch auf den Gewinn von Preisgeldern zu hoffen. Neben Reiner Odendahl und Michael Podder waren diesmal auch Ahmed Agic, Dennis Peters, Lahcen Saoudi und Stefan Pfeiffer mit dabei, dass richtige Turnier- und Mannschaftsstimmung unter uns herrschte.

Dabei entuppte sich wenigstens das zweite Vorhaben bei der 27. Austragung dieses Turniers bei insgesamt 82 Teilnehmern leider als nicht ganz einfach, denn man erkannte schnell. dass dieses Turnier heute mit 12 Titelträgern (4 GM und 8 FM) und 29 Spielern über TWZ 2000 auch in der Breite stark besetzt war und alles andere als ein Selbstläufer werden würde…!!!

So siegte nach den 9 Runden letztendlich mit 7,5 Pkt. GM Andrey Orlov, einer der Topfavoriten, punktgleich vor GM Vladimir Epishin (ehemals Sekundant von Karpov), auf Platz 3 folgte mit 7 Punkten GM Felix Levin, Platz 4 ging an FM Michael Coenen mit 6,5 Punkten und bester Feinwertung… (vor weiteren starken Titelträgern).

So langte es dann heute für unser Spitzenbrett Reiner aufgrund einer fiesen Erkältung und dann auch etwas Pech in einigen sehr engen Partien leider nicht für einen Preis, obwohl er immer im forderen Feld anzutreffen war und so manch renomierten Gegner (wie z.B. FM Helbig) in vorteilhafter Stellung stark ins Schwitzen brachte… (dies war wohl auch die „Knackpartie“ in Runde 7) – am Ende blieb für ihn mit Platz 24 (5 Pkt.).
Dafür erwischte Stefan (Nr. 35) nach seiner herben Niederlage in der Mannschaftsmeisterschaft in einer überscharfen Karpov-Variante gegen S. Mohaupt 2209 DWZ (Wermelskirchen) heute einen glänzenden Tag und konnte sich mit einem 8. Platz (6,5 Pkt.) unter die Riege von Titelträger mischen, was ihm nicht nur die fehlende Spielpraxis gegen starke Gegner (4,5/7 gegen 4 FM, 2210, 2 x 2150; Schnitt ca. 2200 DWZ), sondern auch den 1. Ratingpreis in der Gruppe bis TWZ 2050 sowie etwas Aufbauarbeit in Bezug auf anstehende Aufgaben bescherte, da er heute nicht nur gegen S. Mohaupt (Remis), sondern auch in so mach heißer Partie gegen starke Gegner gut gegenhalten konnte und nur eine Partie unglücklich in aus besserer Stellung verlor…

Der zweite Erfolg ging dann wieder einmal an Michael (Nr. 40/Platz 34), der in seiner Ratinggruppe bis TWZ 1900 mit 5 Pkt. den 2. Ratingpreis erspielte und im Rahmen seiner Erwartungen so wieder für seinen Kämpfergeist belohnt wurde.
Über viel Spielpraxis und die eine oder andere förderliche Erkenntnis dürften sich dann auch Lahcen (4,5 Pkt./Platz 46), Ahmed (3,5 Pkt./Platz 60) und Dennis (3,5 Pkt./Platz 63) freuen, wobei auch hier so mache Überraschung erspielt wurde… – so z.B. von Ahmed, der gegen einen stärkeren FM (2250) remisieren und einen 2100er besiegen konnte und dem leider wegen diverser zeitlicher Probleme in Gewinnstellungen ein besserer Rang an diesem Tag verwehrt war.

Als Resümee bleibt… – es war ein sehr sehr gelungenes Beisammensam, welches extremen Spaß gemacht und wo man sich sofort einig war, dieses noch im gleichen Monat beim kommenden Benifiz-Schnellschachturnier in Herne (28.10.) zu wiederholen!!! (…auch das familliäre Schnellschachturnier in Erkrath (1.11.) steht kurz darauf auf dem Plan).

P.S.: Der Dank gilt auch den beiden Fahrern Michael und Lahcen…

Alle Informationen hier

[Stefan Pfeiffer]

Favoriten in Bedrängnis…

… in der dritten Runde der Vereinsmeisterschaft 2017 der Elberfelder Schachgesellschaft. Ein Blick auf die Paarungen:

Martin Keller vs Thomas Falk
Thomas Symank vs Markus Biedermann

ließ die dritte Runde wie ein Selbstläufer aussehen; doch brachten die beiden Herausforderer die Favoriten in Bedrängnis und erlangten zwischenzeitlich sogar Materialvorteil. Am Ende siegte dann doch der Überblick der Favoriten, so dass es zu den erwarteten Ergebnissen

Martin Keller vs Thomas Falk: 1:0
Thomas Symank vs Markus Biedermann: 1:0

kam.

[thf]

Solinger Stadtmeisterschaften starten mit Rekordbeteiligung

Seit 2009 werden die Solinger Stadtmeisterschaften als offenes Turnier von September-Dezember ausgetragen. Die diesjährige Auflage brachte mit 46 Spielern einen neuen Teilnehmerrekord für dieses Format, wodurch der Spielsaal im Schachzentrum wirklich absolut ausgebucht war.

Zudem ist die Meisterschaft auch die qualitativ stärkste der vergangenen Jahre. Hinter dem klaren Favoriten IM Bernd Schneider tummeln sich nicht nur die Titelträger der letzten drei Jahre, Thomas Lemanczyk, Joachim Görke und Oliver Kniest. Zudem sind mit Markus Boos, Kevin Zolfagharian, Dirk Schockenbäumer und Heiko Kesseler weitere erfahrene Akteure dabei, die sich alle Hoffnungen auf die Spitzenplätze machen können.

In der Auftaktrunde hielten sich die Topgesetzten alle schadlos. Für die größte Überraschung des Tages sorgte Bundesliga-Schiedsrichter Dieter von Häfen (SV Hennef), der Stefan Speck bezwingen konnte.

Im Teilnehmerfeld der Elberfelder Thomas Falk, der auf den Solinger Hans-Joachim Boschek traf und nach 67 Zügen aufgeben musste [Anm: thf]

Die nächste Runde steht am 29.09. auf dem Programm.

[SG Solingen]

Schadensbegrenzung in Bayern

… beim Schachopen in Ortenburg hieß es für den Neu-Elberfelder Maik Naundorf nach der verpatzten zweiten Partie gegen Manuel Albrecht vom SK Landau-Dingolfing: „ ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll, bei mir lief es in der 2. Runde so schlecht (Remis gegen fast 400 Punkte weniger), dass ich ab da nur noch Schadensbegrenzung betrieben habe… verliere etwa 1-3 DWZ-Punkte am Ende, Elo ist unsicher, vielleicht bleibe ich da im Soll… Vermutlich bin ich auch einfach nur zu ehrgeizig…das wird es wohl sein!“
Und wurde mit 3,5 Punkten aus 5 Partien noch neunter. Ein weiterer Wuppertaler war im Teilnehmerfeld, René Tückmantel (BSW), der jedoch mit 2,5 Punkten nur 32-ter wurde: „Den René habe ich dort leider nicht kennenlernen dürfen, doch bei ihm lief es noch so viel schlechter… Ach ja, dafür habe ich den IM Christof Sielecki kennengelernt und kann das Turnier empfehlen. Es gab sogar einen Abholservice vom Bahnhof, und das Hotel lag gemütlich, doch konnte man dort nicht viel unternehmen, und vielleicht gibt es ja auch bald auf deren Vereinsseite ein paar Bilder davon, selbst habe ich keine gemacht, nur fand ich die Figuren etwas gewöhnungsbedürftig…“

Vielleicht war das ja der Grund.

Weitere Informationen hier.

[Maik Naundorf]

Springerwanderung

In der zweiten Runde der Vereinsmeisterschaft der Elberfelder Schachgesellschaft kam es am Freitag zur Begegnung zwischen Michael Podder und Thomas Falk. Und es entwickelte sich eine spannendere Partie, als dies ein Blick auf die Spielstärke nach DWZ vermuten ließ, was hin und wieder die neugierigen Blicke von unter anderen Reiner Odendahl, Lahcen Saoudi und Ahmec Agic anlockte.

Falk vs Podder nach 14. … a5

Nach dem schwarzen Zug 14. …. a5 von Michael musste Thomas sich entscheiden, wohin mit dem Springer, der schon von g1 über f3, e1, d3 nach b4 eine lange Reise hinter sich hatte: entweder zurück nach c2 oder nach vorn auf d5. Nach acht Minuten Bedenkzeit entschloss er sich für das aktivere 15. Sd5, auch wenn er den Bauern nach dem Springertausch nicht lange halten können würde. So versprach das mehr oder weniger gewollte Bauernopfer ein aktives Spiel. Der schwarze Mehrbauer zog sich im weiteren Spielverlauf durch; doch bedurfte es insgesamt 83 Züge, die Partie zugunsten von Michael zu entscheiden.

Die Partie zwischen Markus Biedermann und Martin Keller wird am 29. September ausgetragen.

[thf]

Reiner Odendahl & Michael Podder erfolgreich in Dortmund

Am Samstag, den 26.08.2017 wurde in Dortmund ein Schnellschachturnier ausgetragen mit 11 Runden à 2×15 Minuten.
Turniersieger GM Vladimir Epishin (rechts) und IM Karl-Heinz Podzielny trennten sich in der 6. Runde remis [Foto: P. Schulenburg]
Turniersieger wurde GM Epishin in einem Feld von 134 Spielern, davon mehr als 30 Spieler mit DWZ > 2000 und 9 FIDE-Titelträgern.
Reiner Odendahl, nominell Nr. 6 der DWZ-Turnierrangliste spielte immer ganz vorne mit und belegte mit 8,5/11 einen hervorragenden 3. Platz bei stärkster Konkurrenz. Michael Podder, nominell Nr. 43 der DWZ-Turnierrangliste spielte auch immer vorne mit und belegte mit 7,5/11 einen sehr guten 13. Platz bei sehr starker Konkurrenz.
Beide Spieler wurden mit einem ordentlichem Preisgeld belohnt, wobei Michael Podder nicht nur DWZ-Rating Bester seiner Rating-Gruppe wurde sondern zudem auch noch DWZ-Rating Bester der nächst höheren Rating Gruppe.
Alle Informationen hier.
[Michael Podder]

Vereinsmeisterschaft 2017/18

Traditionell startet die Elberfelder Schachgesellschaft 1851 ihre Saison mit der ersten Runde der Vereinsmeisterschaft. Wie schon im vergangenen Jahr trafen sich gestern fünf Elberfelder um nach dem Titel zu greifen und um sich auf der schwarzen Ehrentafel im Spielsaal hinter dem Spitzenbrett zu verewigen.

Alle Informationen hier.

[thf]

Deutsche Senioren-Einzelmeisterschaft 2017

Im englischen bezieht sich der Begriff „Senior“ nicht unbedingt auf das Alter, sondern auch auf die Erfahrung. Dass der Elberfelder Senior Josef Komeinda nicht nur zur ersten Gruppe, sondern auch zur zweiten zu zählen ist, zeigte er auf der Deutschen Senioren-Einzelmeisterschaft Anfang August in Berlin.

Wir gratulieren herzlich !

[thf]