Auftakt zur Mülheimer Stadtmeisterschaft 2018

42 Teilnehmer spielen im Jahr 2018 den Mülheimer Stadtmeister aus. Topgesetzt ist abermals Jürgen Kaufeld, gefolgt von Titelverteidiger Eugen Heinert und dem am höchsten gesetzten Mülheimer Andreas Walter.

Im Teilnehmerfeld auch ein Elberfelder, Thomas Falk, der in der ersten Runde am Montag auf den Mülheimer Hermann Kucki traf. Thomas gelang es in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern abzuwickeln. Nachdem er alles auf schwarz gestellt hatte,

Falk vs Kucki nach 52. Le3

bot er mit 52. Le3 seinem Gegenüber remis an, was dieser mangels Gewinnplan annahm.

[thf]

Winterschlaf

Den Jahreswechsel verbrachte die Vierte der Elberfelder Schachgesellschaft auf dem zweiten Tabellenplatz, doch in guter Position, die Tabellenspitze zu übernehmen, da man das Dezemberspiel wegen Schnee abgesagt hatte.

Nun ging es im jungen neuen Jahr zu den Schachfreunden Unterbarmen – ein unangenehmer Gegner, da er die vorderen Bretter oft frei lässt und mit starken Spielern Punkte an den hinteren Brettern holt. Keine leichte Aufgabe, auch wenn Unterbarmen auf dem letzten Tabellenplatz liegt.

Am frühen Morgen teilte Yadollah Zargari dem Mannschaftsführer mit, dass er noch in Berlin verweile, zu spät um noch Ersatz zu bekommen, wenn auch noch fünf angefragt wurden. So zog man dann nur mit sieben Spielern an den Loh und traft dort auf sechs Unterbarmer, die das erste Brett und ebenfalls das fünfte Brett freiließen. Die ESG ging dann sogleich mit 0:1 in Führung.

Am Brett 7 konnte Mannschaftsführer Thomas Falk nach ungenauem Abspiel von Achim Schad einen Läufer für einen Bauern gewinnen,

Falk vs Schad nach 12… Sc3xe2+

durch 13. Dxe2, Txc2; 14. Txc2, Lxc2; 15 Tc1, vermochte dies jedoch nicht in einen Sieg umzumünzen, da Schad ihn mit den schwarzen Figuren erst von der C-Linien vertrieb, dann in die Stellung eindrang und die weißen Figuren auf den beiden Grundreihen band. Thomas verteidigte die gedrückte Stellung, so dass schwarz am Ende nur ein Dauerschach blieb.

Den ersten erspielten Punkt an den vorderen Brettern konnte dann Samuel Haringer gegen Granitzki beisteuern, der in der folgenden Stellung

Granitzki vs Haringer nach 27. Dc3

mit 27… Td1 die Entscheidung hätte erzwingen können, zog stattdessen 27… Dxc3. Den moralisch sehr wichtigen Sieg holte Samuel dann im 37. Zug.

Weniger Glück hatte Fabio Santiago am Brett 4, der die Partie verlor. An den Brettern 3 (Rüdiger Horn vs Pies) und 6 (Hennlein vs Josef Komeinda) sah es nicht vielversprechend aus. Zwar war die Partie am Brett 3 noch in Remis-Breite,  vielmehr war aber auch nicht zu erwarten. Am Brett 6 musste Josef gegen den sehr starken Hennlein spielen – ein Himmelfahrtskommando.

Deshalb musste Renè Niebergall am Brett 8 unbedingt einen Sieg für das Mannschaftsremis erzwingen, und konnte mit einer kleinen Kombination eine Leichtfigur erobern und hätte in der folgenden Stellung

Rodler vs Niebergall nach 31. Dxa7

den Sack zumachen und sämtliches gegnerisches Figurenspiel unterbinden können. Renè wählte den etwas schlechteren 31… Lc6. Das nun folgende Gegenspiel von Dame und Turm gegen den Bauern g7 raubte dem ESG-Mannschaftsführer fast die Nerven, bis Rodler im 40. Zug (mit noch 1,5 min auf der Uhr) die Dame einzügig einstellte.

Das Mannschaftsremis war gerettet. Mehr wurde es dann auch nicht; denn kurz darauf wurde Josef matt gesetzt, bevor er die Partie aufgeben konnte. Rüdiger versuchte noch ein paar Minuten, die verlorene Partie auf Remis zu spielen, musste nach Figurentausch doch die Hoffnungslosigkeit eingestehen.

Die ESG IV bleibt nach vier Spieltagen ungeschlagen, auch wenn das 3,5:3,5 etwas enttäuschend ist. Am 21. Januar empfängt die ESG IV Solingen VIII mit der Chance, die Tabellenspitze zurück zu erobern.

[thf]

Helge Hintze wird Zweiter beim 39. Schwelmer Weihnachtsblitz

Zum 39. Mal fand zwischen Weihnachten und Neujahr das traditionelle Schwelmer Einzelblitzturnier statt. Unter den 28 Teilnehmern spielten diesmal nur 3 Elberfelder und ein Ex-Elberfelder mit, was der Qualität des Turniers aber nur unwesentlich schadete, da auch einige andere Blitzspezialisten angereist waren.

Sieger wurde wieder der russische IM Mihael Zaitsev mit 25,5 Punkten aus 27 Partien. Ungefährdet Zweiter bis Dritter mit 23,5 Punkten wurden FM Helge Hintze und unser früheres Vereinsmitglied Markus Ecker, der auch ein sehr starkes Turnier spielte. FM Frank Noetzel musste sich erneut mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben, was ihn in der Gesamtwertung der 39 Turnierjahre nicht weiter voranbrachte. Dort führt bisher unangefochten FM Reiner Odendahl. 

[FN]

Troika

Gestern endete mit der Begegnung «Biedermann vs Falk» die Vereinsmeisterschaft 2017 der Elberfelder Schachgesellschaft, die jedoch keine Änderung in der Tabelle brachte.
Den Titel „Vereinsmeister“ teilen sich Martin Keller, Michael Podder und Thomas Symank. Selbst zwei Feinwertungen brachten keinen eindeutigen Vereinsmeister hervor.
Wir gratulieren.
[thf]

Glorreich gegen sieben

Kurz vor Weihnachten bat FM Reiner Odendahl ambitionierte Vereinskollegen zum Simultanturnier, und sieben (Batuhan Gülcan, Dominik Hirsch, Denis Krzysztala, Marc Soechting, Martin Keller, Thomas Falk und Ahmed Agic) ließen sich nicht die Chance nehmen, in einer Turnierpartie mit 90 Minuten Bedenkzeit ihr Können am FIDE-Meister zu messen.

Reiner zeigte seine Klasse, abwechselnd mit den weißen und schwarzen Figuren ziehend, jede weiße Partie anders eröffnend (e4, d4, c4, Sf3) ließ er nichts anbrennen und gewann jede Partie souverän zum 7:0 Endstand.

Am Freitag, den 26. Januar bittet dann FM Frank Noetzel zum Simultanturnier an die Bretter.

[thf]

FM Frank Noetzel wird 15. bei der Deutschen Blitzmeisterschaft

Am ersten Adventwochenende fand in Augsburg die deutsche Blitzeinzelmeisterschaft mit 26 Teilnehmern statt.

Als Nachrücker nominiert, zweitältester Teilnehmer und im hinteren Rang gelistet, waren die Erwartungen vom Elberfelder Frank Noetzel nicht sehr hoch gesteckt. Umso erfreulicher, dass es bei dem Feld mit einem ELO-Schnitt von 2360 noch zu einem Platz im Mittelfeld reichte.

Deutscher Blitzmeister wurde der Vorjahressieger GM Heimann, gefolgt von IM Berchtenbreiter, IM Baskin, IM I. Schneider und IM C. Richter.

Gelungen gestaltete sich auch am Vortag der Besuch des wunderschönen Augsburger Weihnachtsmarktes. Das gemeinsame Abendessen nach dem Turnier im Kreis früherer Landesmeister fand seinen fröhlichen Abschluss im Vereinsheim des Ausrichters TSV Haunstetten.

Noch ein kleines Schmankerln zum Abschluss aus der Meisterschaft

Hirneise vs Noetzel
(Spanisch – Jänischgambit)
nach 14… Lc5
Es droht Te8+, gefolgt von Dxf1# oder Df3#

[FN]

Brötchenblitz

Am Freitag, den 24. November zogen ein Dutzend Spieler der Elberfelder Schachgesellschaft nach Erftstadt aus, um in Gedenken an ihren am Vortag verstorbenen Hans-Werner Luft zu spielen.

Nach der Eröffnungsrede des Rektors des Erftstädters Gymnasiums und des Bürgermeisters hielt Vizepräsident der Elberfelder Schachgesellschaft eine Ansprache für seinen Ehrenvorsitzenden und ehemaligen zweiten Spielleiter des Schachbundes NRWs, Hans-Werner Luft; und etwa dreihundert Schachspieler erhoben sich zu einer Gedenkminuten, um sein schachliches Lebenswerk zu ehren.

Doch dann ging es an die Bretter:

  • ESG I: Reiner Odendahl, Frank Noetzel, Lahcen Saoudi, Michael Podder
  • ESG II: Markus Ecker, Gerhard Arold, Ludger und Andrea Schmidt
  • ESG III: Samuel Haringer, Benedikt Abel, Rüdiger Horn, Thomas Falk

Das Turnier über 15 Runden dauerte wieder sehr lange. Die Heimkehr war erst gegen 02.00 Uhr und die Ankunft in Wuppertal kurz vor 03.00 Uhr. Es war wie immer herrlich laut und lustig.

Bei einer lockeren Atmosphäre standen eher hunderte von Gratisbrötchen (das Brötchenbuffet war wieder außerordentlich reichlich) sowie Bier zum fairen Preis im Vordergrund, anstelle von zügiger Turnierdurchführung. Die Toiletten hielten dem Ansturm nur 2 Stunden stand. Erste komatöse Ausfallerscheinungen bei Spielern erfolgten gegen 23.00 Uhr.

Die ESG I konnte das Duell gegen die ESG II im direkten Vergleich für sich entscheiden; ansonsten wäre die Plazierung eher umgekehrt ausgefallen. Die ESG III ist für ihre Verhältnisse weit über sich hinausgewachsen. Mit 15 Punkten lag die Dritte nur 3 Punkte hinter den Kollegen aus den Mannschaften I bzw. II. Die Mannschaft steigerte sich im Laufe des Turniers und konnte schlussendlich sogar drei 4:0 Siege einstreichen. Vielleicht steigerten sich die vier auch nur, weil ihre Gegner im Laufe des Abends dem Bierkonsum rege nachgegangen sind.

Nach fünfzehn Runden landete die ESG I auf den  siebten, die ESG II auf den elften und die ESG III auf den dreiunddreißigsten Platz von  65 Mannschaften.

Mal wieder war das Erftstädter Brötchenblitzturnier ein Muss für die ESG, und man freut sich schon aufs nächste Jahr.

Die Tabelle

[FN & SH & thf]

Full House in Dortmund

Am  Samstag, den 18.11. ging es für fünf ESG’ler zum Stresstest beim WHH-Turmier nach Dortmund, das mit elf Runden Schnellschach à 15 Minuten Bedenkzeit souverän von Pit Schulenberg organisiert und geleitet wurde!!!

Mit dabei waren Reiner Odendahl, Gerhard Arold, Stefan Pfeiffer, Michael Podder und Ahmed Agic, die dem angesagtem schlechten Wetter trotzten und dem verregneten Samstag einen „schachlichen“ Sinn geben wollten. Also ging es in einem bis zum letzten Platz vollbesetzten Auto gegen 9:45 Uhr auf nach Dortmund.

Das Turnier war zwar in der Spitze nicht extrem stark besetzt. So fehlten eigentlich alle bekannten Namen aus der russischen Schnellschachszene; aber an Spielstärke fehlte es bezüglich teilnehmender vier IMs und sechs FMs, sowie vielen bekannten Spielern im Gefahrenbereich von DWZ/Elo 2200 +/- dennoch nicht.

Leider habe ich selber dort aufgrund ständig harter Partien wenig von den Partieentwicklungen meiner Mitspieler mitbekommen, kann jedoch für fast alle ESG’ler feststellen, dass elf Runden vielleicht dann doch zwei Runden zuviel sind.

So spielte Reiner bis zur 9. Runde eine sehr starkes Turnier und lag mit 7 Punkten ganz vorne in der Spitzengruppe (Platz 2, glaube ich zumindest), verlor dann aber in Runde 10 gegen IM Roman Tomaszewski (SK Sodingen) und überzog dann in der Schlussrunde seine Partie, da er unbedingt gewinnen musste, um an den Anschluss an die Spitze und einen verdienten Preis glauben zu können. Am Ende lieb es für ihn leider bei 7 Punkten und einem 14. Platz bei jedoch extrem weitem Abstand in Bezug auf die zweitbeste(!) Buchholzzahl hinter IM Karl-Heinz Podzielny, den es mit dem 8. Rang heute auch kalt erwischte.

Platz zwei unter den Elberfelder ging an Stefan mit Platz 25, der heute nicht das nötige Glück bzw. das nötige Können gegen die im forderen Bereich gelandeten drei FIDE-Meister hatte und insgesamt 6,5 Punkte bei halbwegs guter Feinwertung einsammeln konnte, obwohl er die letzte sehr taktische Partie mit verteilten Materialanteilen durchaus auch auf Gewinn hätte spielen können, anstatt Remis-Angebot vom Gegner anzunehmen, um auf einen besseren 17./18. Platz zu landen; jedoch auch ohne Preisoption.

Gerhard erzielte ebenso 6,5 Punkte und landete Platz 31, wobei ihm wohl am Ende leider etwas die Kondition wegen dem recht langen Spielabend am Vortag bei der ESG fehlte, um sich weiter vorzuschieben.

Michael erzielte mit 6 Punkten Platz 41 und Ahmed ebenfalls mit 6 Punkten Platz 48.

Als Endergebnis ist zu verzeichnen, dass wir doch alle halbwegs teamorientiert gespielt haben und in Bezug auf die Punkte heute dann doch kein allzu großer Abstand in Bezug auf die erzielten Punkte; in der Feinwertung aber dann vielleicht doch mehr oder weniger unter uns herrschte. Wenigstens Ahmed profitierte heute vom „Senioren-Startgeld“ (5 Euro Startgeld ermäßigt!) sowie von einem Buchpreis am Ende des Turniers.

Jedenfalls war es ein sehr gut organisiertes Turnier des Turnierleiters Pit Schulenberg, das jedoch mit elf Runden Schnellschach recht viel Kondition erfordert.

Die Ergebnisse

Am kommenden Freitag, den 24. November geht es dann mit drei Mannschaften zum Brötchenturnier nach Erftstadt.

[Stefan Pfeiffer]

Ein Elberfelder am Tegernsee

Unter die 483 Teilnehmer aus 35 Nationen, darunter 83 Titelträger, der 21. Offenen Internationalen Bayerischen Schachmeisterschaft über neun Runden, die vom 27. Oktober bis zum 4. November am Tegernsee ausgetragen wurde, mischte sich auch ein Elberfelder: Josef Komeinda.

Gleich in der ersten Runde konnte Josef seinen Gegner, Jürgen Lackinger vom SC Pasing mit der Englischen Eröffnung überraschen und ihm ein remis abringen. Auch in der dritten Runde gelang ihm dieser Coup gegen FIDE-Meister Dr. Zunker vom SV Hofheim, dieses Mal mit Sizilianisch, der natürlich zuerst das Remisangebot von Josef ablehnte, zum Schluss jedoch „verärgert“ eingestehen musste, dass es nicht mehr als ein remis ist. Leider konnte Josef in den weiteren Partien nicht an die gute Leistung anknüpfen (1 Punkt aus 6 Partien), um eine vordere Plazierung zu erreichen, was die tolle Leistung der ersten und dritten Runde nicht schmälern soll.

[thf]