Full House in Dortmund

Am  Samstag, den 18.11. ging es für fünf ESG’ler zum Stresstest beim WHH-Turmier nach Dortmund, das mit elf Runden Schnellschach à 15 Minuten Bedenkzeit souverän von Pit Schulenberg organisiert und geleitet wurde!!!

Mit dabei waren Reiner Odendahl, Gerhard Arold, Stefan Pfeiffer, Michael Podder und Ahmed Agic, die dem angesagtem schlechten Wetter trotzten und dem verregneten Samstag einen „schachlichen“ Sinn geben wollten. Also ging es in einem bis zum letzten Platz vollbesetzten Auto gegen 9:45 Uhr auf nach Dortmund.

Das Turnier war zwar in der Spitze nicht extrem stark besetzt. So fehlten eigentlich alle bekannten Namen aus der russischen Schnellschachszene; aber an Spielstärke fehlte es bezüglich teilnehmender vier IMs und sechs FMs, sowie vielen bekannten Spielern im Gefahrenbereich von DWZ/Elo 2200 +/- dennoch nicht.

Leider habe ich selber dort aufgrund ständig harter Partien wenig von den Partieentwicklungen meiner Mitspieler mitbekommen, kann jedoch für fast alle ESG’ler feststellen, dass elf Runden vielleicht dann doch zwei Runden zuviel sind.

So spielte Reiner bis zur 9. Runde eine sehr starkes Turnier und lag mit 7 Punkten ganz vorne in der Spitzengruppe (Platz 2, glaube ich zumindest), verlor dann aber in Runde 10 gegen IM Roman Tomaszewski (SK Sodingen) und überzog dann in der Schlussrunde seine Partie, da er unbedingt gewinnen musste, um an den Anschluss an die Spitze und einen verdienten Preis glauben zu können. Am Ende lieb es für ihn leider bei 7 Punkten und einem 14. Platz bei jedoch extrem weitem Abstand in Bezug auf die zweitbeste(!) Buchholzzahl hinter IM Karl-Heinz Podzielny, den es mit dem 8. Rang heute auch kalt erwischte.

Platz zwei unter den Elberfelder ging an Stefan mit Platz 25, der heute nicht das nötige Glück bzw. das nötige Können gegen die im forderen Bereich gelandeten drei FIDE-Meister hatte und insgesamt 6,5 Punkte bei halbwegs guter Feinwertung einsammeln konnte, obwohl er die letzte sehr taktische Partie mit verteilten Materialanteilen durchaus auch auf Gewinn hätte spielen können, anstatt Remis-Angebot vom Gegner anzunehmen, um auf einen besseren 17./18. Platz zu landen; jedoch auch ohne Preisoption.

Gerhard erzielte ebenso 6,5 Punkte und landete Platz 31, wobei ihm wohl am Ende leider etwas die Kondition wegen dem recht langen Spielabend am Vortag bei der ESG fehlte, um sich weiter vorzuschieben.

Michael erzielte mit 6 Punkten Platz 41 und Ahmed ebenfalls mit 6 Punkten Platz 48.

Als Endergebnis ist zu verzeichnen, dass wir doch alle halbwegs teamorientiert gespielt haben und in Bezug auf die Punkte heute dann doch kein allzu großer Abstand in Bezug auf die erzielten Punkte; in der Feinwertung aber dann vielleicht doch mehr oder weniger unter uns herrschte. Wenigstens Ahmed profitierte heute vom „Senioren-Startgeld“ (5 Euro Startgeld ermäßigt!) sowie von einem Buchpreis am Ende des Turniers.

Jedenfalls war es ein sehr gut organisiertes Turnier des Turnierleiters Pit Schulenberg, das jedoch mit elf Runden Schnellschach recht viel Kondition erfordert.

Die Ergebnisse

Am kommenden Freitag, den 24. November geht es dann mit drei Mannschaften zum Brötchenturnier nach Erftstadt.

[Stefan Pfeiffer]

Ein Elberfelder am Tegernsee

Unter die 483 Teilnehmer aus 35 Nationen, darunter 83 Titelträger, der 21. Offenen Internationalen Bayerischen Schachmeisterschaft über neun Runden, die vom 27. Oktober bis zum 4. November am Tegernsee ausgetragen wurde, mischte sich auch ein Elberfelder: Josef Komeinda.

Gleich in der ersten Runde konnte Josef seinen Gegner, Jürgen Lackinger vom SC Pasing mit der Englischen Eröffnung überraschen und ihm ein remis abringen. Auch in der dritten Runde gelang ihm dieser Coup gegen FIDE-Meister Dr. Zunker vom SV Hofheim, dieses Mal mit Sizilianisch, der natürlich zuerst das Remisangebot von Josef ablehnte, zum Schluss jedoch „verärgert“ eingestehen musste, dass es nicht mehr als ein remis ist. Leider konnte Josef in den weiteren Partien nicht an die gute Leistung anknüpfen (1 Punkt aus 6 Partien), um eine vordere Plazierung zu erreichen, was die tolle Leistung der ersten und dritten Runde nicht schmälern soll.

[thf]

Elberfelder Schachgesellschaft qualifiziert sich mit zwei Mannschaften für den Verband Niederrhein

Blitzen und Elberfelder Schachgesellschaft muss man in einem Atemzug nennen. Das bewiesen am Samstag, den 11. November die Elberfelder wieder im Schachzentrum Solingen beim 4er Mannschaftsblitz.

Dabei ging es nicht nur ums erfolgreich sein, sondern auch ums Teilnehmen. So kamen dann gleich ein Dutzend Elberfelder und stellten mit drei Mannschaften die Hälfte aller Mannschaften.

Kam am vergangenen Wochenende noch die Hoffnung auf, man könnte sich sogar mit drei Mannschaften kampflos für den Verband qualifizieren, weil Solingen wegen Terminfindungsschwierigkeiten eine von zwei Mannschaften zurückgezogen hatte, so dass man in Witten bei der Stadtmeisterschaft hätte mitspielen können. So zerplatzten diese Hoffnungen am Donnerstag durch Anmeldung von Witzhelden, BSW und Vohwinkel, und Solingen zog nun (sie sind vorqualifiziert) auch die letzte Mannschaft zurück.

Das waren erstklassige Aussichten auf die Qualifikationsplätze, musste doch die ESG I krankheitsbedingt ohne den Stammblitzer Gerd Kurr antreten. Für setzte sich Neu-Elberfelder Lahcen Saoudi neben Reiner Odendahl, Helge Hintze und Frank Noetzel ans Brett. Starke Konkurrenz kam aus den eigenen Reihen, durch die ESG II mit Gerhard Arold, Ludger Schmidt, Stefan Pfeiffer und Andrea Schmidt, der es in der Hinrunde gelang, der große Schwester die Show mit einem 3:1 Sieg zu stehlen und sich an die Tabellenspitze zu setzen. Daran änderte auch die Niederlage in Rückrunde nichts, und die ESG II wurde knapp vor der ESG I Bezirksmeister.

Im Gewand der ESG III traten, ohne Aussicht, ganz vorne mitzuspielen, aber mit der Gekegenheit gegen das Beste, was der Bezirk aufzubieten hat, Samuel Harringer, Martin Keller, Rüdiger Horn und Thomas Falk von der ESG IV an. Zwar verlor man gegen die Vereinskollegen immer mit 0:4; doch gegen Witzhelden und Vohwinkel erkämpften man sich immer das Remis. Damit landete die dritte der Elberfelder auf den ersten Nachrückerplatz.

Ergebnisse

[thf]

 

ESG II baut Tabellenführung aus

Mit nun 6:0 Punkten führt die Zweite Mannschaft die Tabelle der Verbandsliga Gruppe 1 alleine an. Durch den Mannschaftssieg gegen den Rheydter SV wurde der Vorsprung sogar auf 2 Punkt ausgebaut, da die Verfolger Punkte abgaben.

Mit der Devise „motiviert bis in die Zehenspitzen“ traten wir gegen Rheydt mit viel Selbstbewusstsein an, trotz prominenter Ausfälle an den vorderen Bretten.

Im Kampfverlauf wurde im Mittelspiel friedlich an Brett 7 remisiert und ebenfalls Remis endete die wechselhafte Partie von Thomas Schubert. In der Zeitnotphase kippten dann die Partien von Andrea Schmidt, Ahmet Agic und Michael Podder zu unseren Gunsten, sodass wir hier drei volle Zähler einfahren konnten. An Brett 8 hatte sich unser Ersatz von der Dritten Mannschaft Thorben Mantler einen Mehrbauern erkämpft, jedoch im ungleichfarbigen Läuferendspiel keine Siegchancen und gab seine Partie remis. An den Brettern 1 und 2 standen wir schlechter, aber kämpften noch um’s Remis. Der Gegner von Ronny Müller erspähte in höchster Zeitnot ein Matt, erkannte mit der Figur in der Hand seinen Fehler (sein Turm war dann ungedeckt) und stellte den Läufer auf eine anderes Feld. Dadurch fiel jedoch ein wichtiger Bauer und die Partie war wieder im Gleichgewicht – zwei Züge später einigte man sich auf ein Remis. An Brett 1 hatte Stefan im Mittelspiel eine kritische Stellung (siehe Bild), aber übersah den vorteilbringenden Zug Sxd4 mit Bauerngewinn.  Im Endspiel war dann die weiße Bauernkette zu stark, sodass diese Partie für uns verloren ging.

Nächster MK ist am 03.12.2017 zu Hause gegen Turm Kleve.

[RM]

Elberfelder h.c. gewinnt die 42. Erkrather Stadtmeisterschaft im Schnellschach

Heute am 01.11.2017 ging es zur Erkrather Stadtmeisterschaft im Schnellschach…

Angesagt waren 9 Runden/15 Minuten bei einem sehr famillär geführten Turnier mit Wohlfühlcharakter und freier Bewirtung!!! ;-)))

Ein Turnier, das mit 6 Spielern über DWZ 2000 und vielen Akteuren auch oberhalb von 1900er Wertungszahlen heute mit einem Teilnehmerrekord von 62 Akteuren im vollbesetzten Spielsaal der Caritas-Begegnungsstätte in der Spitze und Breite sehr viel besser besetzt war, als es in der Vergangenheit der Fall gewesen war. Da liefen heute auch viele Spieler mit DWZ-Zahlen um 1800 den 2000er den sogenannten Rang unter den ersten 10 Teilnhmern ab.

Diesmal waren neben Gerhard Arold, Stefan Pfeiffer, Michael Podder, Ahmed Agic und Thomas Falk auch der Ex-Elberfelder Markus Ecker am Start, der am Ende nicht nur (mit 7,5 Pkt. aus 9 Runden) den Sieg einfuhr, sondern auch den Wanderpokal des Erkrather Schachclub 1973 mit nach Hause entführen durfte.

Markus dominierte das Turnier aus der vorderen Reihe und hatte nach sieben Runden nur ein einziges Remis abgegeben. Dann kam in Runde 8 ein vielleicht etwas glücklicher Sieg (gegen Achim Heller aus Ennepe) sowie in Runde 9 eine Niederlage (gegen Dennis Liedmann von den Sfr. Gerresheim) hinzu, was seine Leistung aber nicht schmälern sollte und den besagten Turniersieg vor dem punktgleichen Dennis Liedmann bedeutete. Auf Platz 3 gesellte sich der Schachfreunde Wolfgang Harter Südlohner SV).

Bester ESG-Akteur war heute der sehr kämpferisch eingestellte Ahmed, der mit 6 Punkten und Platz 8 nicht nur einen Platz vor Gerhard (Platz 9), der (ebenso wie Stefan) etwas mit dem heutigen Tag haderte, landete, sondern sich damit auch den wohlverdienten Seniorenpreis in Erkath sicherte – ein sehr gut gespieltes Turnier für ihn.

Noch schlimmer erwischte es heute Stefan, der die erste Runde gewann, dann anschließend zwei klare Gewinnstellungen zum Verlust verschenkte und sich dann im Sog der Verlustserie nach 5 Runden mit nur einem einzigen Punkt fast ans Ende der Tischreihe (des ersten von drei Spielsäalen) begeben musste, ehe er dann die letzten 4 Runden gewinnen konnte (5 Pkt. und Rang 28). Etwas besser machte es Michael, der nach Höhen und Tiefen in den Stellungen mit 5,5 Punkten auf Rang 19 vor Stefan landete und ordentlich bei Käsekuchen zulangte. Unser Spielleiter Thomas, dem der Dank des Fahrers gilt, hat mit 3,5 Punkten ( Platz 49) seine neue Eröffnungswahl auf e4 erstmals in einem Schnellschachturnier mit 9 Runden erproben dürfen und war damit heute nicht unbedingt unzufrieden.

Rangliste – Endstand

Als Fazit bleibt heute zu ziehen, dass das gemeinsame Zusammensein und der Spass bei dem Turnier überwiegte, manche ESG`ler mehr, manche weniger Glück im Spiel hatten als erhofft; das Turnier aber sehr nett gestaltet war. Zudem konnte man sich in den Pausen über dies und das rege austauschen und alte Kontakte begrüßen dürfen.

Alle Infos demnächst hier.
Das nächste geplante Schnellschachturnier mit folgenden ESG-Akteuren findet dann auch schon nächste Woche am 18.11. in Dortmund (Ausschreibung WHH) statt.

Hier ist dann mit 11 Runden zu je 15 Minuten Kondition und auch wieder etwas Fortune gefragt.

[Stefan Pfeiffer]

17. Benefiz-Schnellschachturnier in Herne…

Heute am 28.10. ging es für uns zum Benefiz-Schnellschachturnier (9 Runden à 15 min) nach Herne!!!

Leicht getrübt startete man heute, da nicht nur unser Spielleiter Thomas Falk wegen einer Erkrankung kurzfristig am Freitag absagen musste, sondern auch weil der ansonsten vorbildliche Fahrer wohl leider etwas verschlafen hatte und nach ca. 30 Minuten verspätet an den jeweiligen Treffpunkten eintraf und zudem der Verkehr recht zähflüssig war. Trotz dieser herben Rückschläge machten sich FM Reiner Odendahl, Stefan Pfeiffer, Michael Podder und Ahmed Agic auf, um vielleicht den einen oder anderen Erfolg an unsere letzten Aktivitäten in diesem uns „neuen“ Betätigungsbereich „Gemeinsames Auftreten auf externen Schnellschachturnieren“ anknüpfen zu lassen.

Schnell wurde dann nicht nur erkannt, dass ein weiteres Mitglied in Form von unserem FM Helge Hintze sich am Spielort des Geschehens eingefunden hatte, da er wohl die anstehende Langeweile eines 4 Tages xxl-Wochenendes nutzvoll angehen wollte. Das Teilnehmerfeld war nicht nur vorne mit IM Podzielny (alleiniger Turniersieger mir 7,5 Punkten!), FM Buchenau, IM Schneider, Sandkamp… (jeweils 7 Punkte), IM Zaitsev mit 6,5 Punkten… – auf den Plätzen) sowie weiteren 8 FIDE-Meistern (u.a. auch Reiner und Helge) vorne recht gut besetzt, sondern auch in zweiter Reihe saßen viele gute Spieler unter den hochmotivierten 97 Teilnehmern.

Recht frühzeitig wurde zudem auch leider klar, dass es nicht undedingt unser Turnier werden sollte. So hatte Stefan immer im Wechsel schwache vs. starke Gegner (u.a. frühzeitig FM Wengenroth 2250 DWZ und FM Ackermann 2237 DWZ in Runde 2 und 4) mit den schwarzen Steinen bekommen und sowohl in ausgeglichenen Stellungen, als auch dann zum Abschluss in guter Stellung die falsche Entscheidung getroffen. Die Computeranalyse bezgl. Verbesserungen in diesen engen Partien wurde noch am gleichen Abend eingeleitet… (5,5, Punkte und Platz 28 bei Rangnr. 33).

FM Reiner Odendahl, der in der ersten Runde gleich auf seinen Vereinskollegen Ahmed Agic traf, war heute vielleicht der Pechvogel dieses Turniers, da er nach zwei Niederlagen in der Mitte des Turniers (gegen Podzielny und Buchenau in Runde 5. und 6.) dann zwar gekonnt aufgeholt hat, in der letzten Runde jedoch gegen FM Muschik (SK Münster, 2236 DWZ) dann jedoch vorzeitig mit Schwarz remisierte und mit mit 6,5 Punkte den „undankbaren“ 6. Platz (bei 5 Geldpreisen) erspielte.

Helge holte indessen wie Stefan 5,5 Punkte, diese jedoch gegen stärkere Gegner und blieb heute leider in einigen sehr vorteilhaften Stellungen ohne Glück in Bezug auf eine durchaus verdiente höhere Platzierung (Platz 20), Michael erziehlte 4,5 Punkte und Ahmed letztendlich 3,5 Punkte…

Alle Infos zum Benefiz-Schnellschachturnier Turnier hier.

Es bleibt leider zu resümieren, dass aufgrund der gewählten Auslosungsmethode sich das Turnier mit 7,5 Stunden(!) etwas zäh gestaltete, dieser Tag aber ansonsten wieder viel Spielpraxis, Teamgeist/-Turnierstimmung bei allen ESG-Beteiligten lieferte (bei wirklich sehr fairer Bewirtung) und dass es am 18.11. in Dormund (11. Runden Schnellschach à 15 min.) für uns weitergehen soll, siehe Ausschreibung.

Zuvor steht jedoch für Interessierte noch das familläre Schnellschachturnier am 1.11.  (Allerheiligen) in Erkrath an – ohne Startgeld, mit kleiner Bewirtung und Sachpreise für die ersten 3 Plätze lt. den Erfahrungswerten, zu dem sich schon einige Elberfelder angemeldet haben.

[Stefan Pfeiffer]

 

Spitzenquartett bei der Solinger Stadtmeisterschaft

Bekanntermaßen gibt es unter Schachspielern eine nicht unerhebliche Zahl besonders abergläubischer Zeitgenossen. Diese hätten sicherlich zur Erklärung einiger Ereignisse der 3. Runde der Solinger Stadtmeisterschaft auf das heutige Datum, nämlich Freitag, den 13. verwiesen… So gab es einerseits leider eine sehr hohe Zahl von 6 durch kurzfristige Absagen kampflos entschiedenen Partien zu beklagen, wobei hier auch eher rationale Gründe wie Erkrankungen oder ein ausgefallener Urlaubsrückflug [im Falle des Elberfelder Thomas Falk, der so zu seinem zweiten kampflosen Sieg kam; Anm thf] eine Rolle spielten.

Zudem blieben in den vier Spitzenduellen der noch verlustpunktfreien Spieler zwar viermal die nominellen Favoriten siegreich, doch nur der Topgesetzte IM Bernd Schneider setzte sich mit Schwarz relativ glatt gegen Heiko Kesseler durch.

Dagegen hatten die positiven Überraschungen der zweiten Runde, Dr. Hans-Joachim Boschek und Andreas Lux, allen Grund, mit ihrem Schicksal an diesem Tag zu hadern. Boschek spielte mit Schwarz in einer stategisch komplexen Damengambit-Partie eine ausgezeichnete Partie und erhielt klaren Vorteil, als Oliver Kniest beim Übergang ins Endspiel gleich zwei schwache Züge hintereinander fabrizierte. Doch durch einen völligen Blackout, der ihm eine Figur kostete, brachte sich Boschek um den verdienten Lohn seiner starken Leistung und gab sehr enttäuscht etwas frühzeitig auf.

Ebenso wie Kniest kam auch der Titelträger von 2015, Thomas Lemanczyk, nur zu einem schmeichelhaften vollen Zähler, nachdem Andreas Lux nach einem taktischen Versehen von Lemanczyk auf einen Qualitätsgewinn verzichtete und sich schließlich im Endspiel noch ausmanövrieren ließ. Schließlich musste auch Kevin Zolfagharian in einer vorgespielten Partie eine heftige Schrecksekunde überstehen, als er gegen Wolfgang Steinbach in klar besserer Stellung das vermeintlich siegbringende Turmopfer anbrachte, dabei jedoch seine geschwächte eigene Grundreihe vergessen hatte. Doch Steinbach ging an dieser unerwarteten Chance vorbei, so dass diese Partie letztlich doch mit »korrektem« Ergebnis endete.

Hinter dem Führungsquartett liegen mit einem halben Zähler Rückstand die heute kampflos siegreiche Luisa Bashylina sowie Markus Boos und Stephan Borchert, die sich in interessanten Partien gegen Philipp Nguyen und Joachim Görke durchsetzen konnten.

[SG Solingen]

Tag der Überraschung bei der Solinger Stadtmeisterschaft

Die 2.Runde der Solinger Stadtmeisterschaften brachte an den Spitzenbrettern gleich diverse überraschende Resultate. Dabei trumpften insbesondere die beiden vereinslosen Akteure Andreas Lux und Wolfgang Steinbach auf. Steinbach profitierte von einem taktischen Aussetzer von Markus Schmuck, während Lux den erfahrenen Dr. Stefan Flesch bezwingen konnte.

Ebenfalls in Topform präsentierte sich Dr. Hans-Joachim Boschek, der die Ungenauigkeiten von Dirk Schockenbäumer konsequent ausnutzte und mit seinem Angriff einen unerwarteten Sieg einfuhr. Dagegen konnte sich Markus Boos nach einem Bauerneinsteller gegen Stephan Borchert mit zäher Verteidigung noch ins Remis retten.

Nach zwei Runden sind insgesamt nur noch 8 Spieler verlustpunktfrei.

[SG Solingen]

Der Elberfelder Thomas Falk konnte „zuglos“ nach Hause fahren, da sein Gegner Tayfun Ipekyilmaz auf dem Weg zum Spiellokal mit dem Wagen liegen blieb. [thf]

27. Horremer Schnellschachturnier

Stefan Pfeiffer und Michael Podder erfolgreich in Horrem…

Am Dienstag den 3.10.2017 wurde in Horrem ein Schnellschachturnier (9 Runden/2 x 15 Min.) ausgetragen… – wir waren dabei!!!

Inspiriert durch das gute Abschneiden von Reiner Odendahl und Michael Podder beim letzten Schnellschachturnier in Dortmund, machten sich am Tag der Deutschen  Einheit gleich sechs(!) Spieler der Elberfelder Schachgesellschaft 1851 auf nach Horrem, um neben Spielpraxis für die schweren Aufgaben in der kommenden Saison vielleicht auch auf den Gewinn von Preisgeldern zu hoffen. Neben Reiner Odendahl und Michael Podder waren diesmal auch Ahmed Agic, Dennis Peters, Lahcen Saoudi und Stefan Pfeiffer mit dabei, dass richtige Turnier- und Mannschaftsstimmung unter uns herrschte.

Dabei entuppte sich wenigstens das zweite Vorhaben bei der 27. Austragung dieses Turniers bei insgesamt 82 Teilnehmern leider als nicht ganz einfach, denn man erkannte schnell. dass dieses Turnier heute mit 12 Titelträgern (4 GM und 8 FM) und 29 Spielern über TWZ 2000 auch in der Breite stark besetzt war und alles andere als ein Selbstläufer werden würde…!!!

So siegte nach den 9 Runden letztendlich mit 7,5 Pkt. GM Andrey Orlov, einer der Topfavoriten, punktgleich vor GM Vladimir Epishin (ehemals Sekundant von Karpov), auf Platz 3 folgte mit 7 Punkten GM Felix Levin, Platz 4 ging an FM Michael Coenen mit 6,5 Punkten und bester Feinwertung… (vor weiteren starken Titelträgern).

So langte es dann heute für unser Spitzenbrett Reiner aufgrund einer fiesen Erkältung und dann auch etwas Pech in einigen sehr engen Partien leider nicht für einen Preis, obwohl er immer im forderen Feld anzutreffen war und so manch renomierten Gegner (wie z.B. FM Helbig) in vorteilhafter Stellung stark ins Schwitzen brachte… (dies war wohl auch die „Knackpartie“ in Runde 7) – am Ende blieb für ihn mit Platz 24 (5 Pkt.).
Dafür erwischte Stefan (Nr. 35) nach seiner herben Niederlage in der Mannschaftsmeisterschaft in einer überscharfen Karpov-Variante gegen S. Mohaupt 2209 DWZ (Wermelskirchen) heute einen glänzenden Tag und konnte sich mit einem 8. Platz (6,5 Pkt.) unter die Riege von Titelträger mischen, was ihm nicht nur die fehlende Spielpraxis gegen starke Gegner (4,5/7 gegen 4 FM, 2210, 2 x 2150; Schnitt ca. 2200 DWZ), sondern auch den 1. Ratingpreis in der Gruppe bis TWZ 2050 sowie etwas Aufbauarbeit in Bezug auf anstehende Aufgaben bescherte, da er heute nicht nur gegen S. Mohaupt (Remis), sondern auch in so mach heißer Partie gegen starke Gegner gut gegenhalten konnte und nur eine Partie unglücklich in aus besserer Stellung verlor…

Der zweite Erfolg ging dann wieder einmal an Michael (Nr. 40/Platz 34), der in seiner Ratinggruppe bis TWZ 1900 mit 5 Pkt. den 2. Ratingpreis erspielte und im Rahmen seiner Erwartungen so wieder für seinen Kämpfergeist belohnt wurde.
Über viel Spielpraxis und die eine oder andere förderliche Erkenntnis dürften sich dann auch Lahcen (4,5 Pkt./Platz 46), Ahmed (3,5 Pkt./Platz 60) und Dennis (3,5 Pkt./Platz 63) freuen, wobei auch hier so mache Überraschung erspielt wurde… – so z.B. von Ahmed, der gegen einen stärkeren FM (2250) remisieren und einen 2100er besiegen konnte und dem leider wegen diverser zeitlicher Probleme in Gewinnstellungen ein besserer Rang an diesem Tag verwehrt war.

Als Resümee bleibt… – es war ein sehr sehr gelungenes Beisammensam, welches extremen Spaß gemacht und wo man sich sofort einig war, dieses noch im gleichen Monat beim kommenden Benifiz-Schnellschachturnier in Herne (28.10.) zu wiederholen!!! (…auch das familliäre Schnellschachturnier in Erkrath (1.11.) steht kurz darauf auf dem Plan).

P.S.: Der Dank gilt auch den beiden Fahrern Michael und Lahcen…

Alle Informationen hier

[Stefan Pfeiffer]

Favoriten in Bedrängnis…

… in der dritten Runde der Vereinsmeisterschaft 2017 der Elberfelder Schachgesellschaft. Ein Blick auf die Paarungen:

Martin Keller vs Thomas Falk
Thomas Symank vs Markus Biedermann

ließ die dritte Runde wie ein Selbstläufer aussehen; doch brachten die beiden Herausforderer die Favoriten in Bedrängnis und erlangten zwischenzeitlich sogar Materialvorteil. Am Ende siegte dann doch der Überblick der Favoriten, so dass es zu den erwarteten Ergebnissen

Martin Keller vs Thomas Falk: 1:0
Thomas Symank vs Markus Biedermann: 1:0

kam.

[thf]