ESG II – das war nix…

Viele Worte möchte man ĂŒber so einen Mannschaftskampf nicht verlieren, also kurz knapp :1,5 zu 6,5 gegen den zugegebenermaßen Aufstiegsfavoriten SF DĂŒsseldorf-SĂŒd verloren, aber die EnttĂ€uschung nach dem MK ist doch groß. 

Den einzigen vollen Punkte holt Dr. Lahcen Saoudi, dazu ein Remis von Ludger Schmidt, der sich und den Gegner quĂ€lte, um doch noch etwas Vorteilhaftes aus der Remisstellung zu holen. Sonst noch sechs Niederlagen, einige unverdient – was soll’s.

NĂ€chste Runde gegen den OSC Rheinhausen werden wir in besserer Verfassung antreten und hoffentlichen die ersten Mannschaftspunkte in der Regionalliga einfahren.

[RM]

U12 siegt souverÀn gegen Kempen & U16 siegt kampflos gegen Krefeld

Nach der vorgezogenen zweiten Runde letzte Woche (12:4 gegen DSK) stand heute die erste Runde und das erste Heimspiel auf dem Spielplan. Wir empfingen die SchachfĂŒchse aus Kempen, deren vom Mannschaftsleiter ausgegebene Marschroute fĂŒr heute lautete: An jedem Brett mindestens so lange spielen, wie die Hinfahrt gedauert hat.

Daraus wurde leider nichts. Bereits nach 20 Minuten stand es 3:1 durch den Sieg von Ferdinand am ersten Brett. Musste er sich letzte Woche noch mit einem Remis gegen den großen Bruder seines heutigen Kontrahenten begnĂŒgen, gelang ihm heute vor den Augen einiger Spieler der zweiten Mannschaft, die parallel ebenfalls im Luftschloss spielten, eine sehr schöne 3-zĂŒgige Kombination, die das Spiel entschied.

Nach weiteren 5 Minuten gewann auch Merlin seine Partie souverÀn, und weitere 20 Minuten spÀter gelang es auch Batuhan, mit seiner Dame matt zu setzen. Einzig Annika am vierten Brett spielte noch und hatte zu dem Zeitpunkt leider schon eine QualitÀt weniger. Es gelang ihr jedoch, nicht unter die RÀder zu kommen, und so einigte sie sich nach 45 Minuten mit ihrem Gegner auf ein Remis.

Einziger „Wehmutstropfen“ aus Jugendsicht an diesem Tag war, dass aus dem geplanten Doppelspieltag der U12 und U16 durch die gestrige krankheitsbedingte Absage Krefelds leider nichts wurde. So gewann die U16 ihre erste Runde kampflos 12:0.

[InS]

Kantersieg der U12 in DĂŒsseldorf

Beim vorgezogenen Mannschaftskampf unserer U12 bei der DSK dauerte die Anreise lĂ€nger  als das Geschehen am Brett ! Bereits um 11.38 Uhr (Spielbeginn 11 Uhr) meldete MannschaftsfĂŒhrer Ahmet das 4-0 fĂŒr die ESG, siegreich vertreten durch Ferdinand, Batuhan, Paul Hendrik und Gökce.

Herzlichen GlĂŒckwunsch !

[MB]

5:3-Grundsteinlegung

Auf Verlegungswunsch der KlingenstÀdter hin ist heute die Vierte der Elberfelder Schachgesellschaft nach dem Auftakt Anfang des Monats gegen Bahn-SC Wuppertal als letzte Seniorenmannschaft in die Schachsaison 2019/20 gestartet.

Durch glĂŒckliche FĂŒgung Caissas verblieb die ESG IV doch in der zweiten Bezirksliga des Schachbezirks Bergisch-Land und kĂ€mpft wie in der Vorsaison gegen den Abstieg. Mit den NeuzugĂ€ngen Peter Wiesemann, Dietmar Kaufmann, Dominik Hirsch, Kevin Born und Heimkehrer Josef Komeinda fuhr man nach Solingen, um gegen deren siebte Mannschaft anzutreten.

Beim Blick auf den Kader der Solinger keine leichte Aufgabe, auch wenn die Gastgeber ohne die Stammspieler Frank Borkott (Brett 2) und Valentino Usein (Brett 4) antraten. Dennoch warteten sie mit Christopher Blomel (DWZ 1937) und Clemens Biernath (DWZ 1762) schweren Gegner auf.

Vielleicht unterschĂ€tzte man die GĂ€ste von der Wupper, als man in das Remisangebot von RĂŒdiger an Brett 3 zur ersten Punkteteilung einwilligte; denn an den Bretter 7 und 8, an denen die Waagschalen zwischen den jugendlichen Spielern hin und her wogen, belohnte Caissa die GĂ€ste fĂŒr das Ausnutzen der Bedenkzeit mit zwei Siegen. Daher nahm Thomas im Zweikampf der MannschaftsfĂŒhrer das Remisangebot seines Pendants zum 3:1 an.

Es roch sehr stark nach (mindestens) einem Mannschaftsremis. Folgedessen lehnte Dietmar an Brett vier mit Plusbauer das Remisangebot ab. Als Harald seinem Gegner ein Remis abringen konnte, war klar, dass es auf auf einen Sieg hinaus laufen wĂŒrde, und Dietmar lehnte auch das zweite Remisangebot ab und zwang seinen Gegner zum Mannschaftssieg zur Aufgabe.

Da riskierte Peter am Spitzenbrett mal, seinem deutlich stĂ€rkeren Gegner ein Remis zu unterbreiten, das dieser nach lĂ€ngerem Studium der Stellung zum 5:2 fĂŒr die Elberfelder annahm. Da machte es nichts mehr, dass Josef seine Partie verloren geben musste.

Mit einem 5:3-Sieg gegen Solingen ist der Auftakt in die Saison erfolgreich gelungen, und man kann etwas gelassener am 6. Oktober die GĂ€ste aus Radevormwald empfangen.

[thf]

ESG U20 Jugendregionalliga / Jugendverbandsliga

Am heutigen Samstag kam es zum ersten Jugend-Doppelspieltag dieser Saison. Eine Premiere nach 18 Jahren, denn so lange war die ESG nicht mehr mit zwei Jugendteams oberhalb des Bezirkes vertreten. WĂ€hrend die erste Jugendmannschaft in geplanter Stammbesetzung an den Linken Niederrhein nach Kempen fuhr, – vielen Dank dabei an Herrn Mordos und Reinhard SchĂŒller fĂŒrs Fahren und die MannschaftsfĂŒhrung – musste die zweite Jugendmannschaft im Laufe der Woche krankheitsbedingt fĂŒnf(!)mal umgebaut werden…

Die U20 II unter der Leitung von Ahmet GĂŒlcan empfing dann bei schönstem Herbstwetter im Luftschloss die GĂ€ste aus Solingen. Trotz anfĂ€nglicher „Verwirrung“ – das gegnerische Brett 1 war nicht gekommen und es wurde bereits ein kampfloser Sieg eingetragen, dann aber tauchte sein Gegner doch noch auf und Alessandrospielte die Partie aus – begann das erste Punktspiel der Zweiten. Aber bevor das Spitzenbrett richtig gestartet hatte, waren zwei andere Bretter bereits beendet… Uzayhatte verloren und Bartu gewonnen, Zwischenstand 1-1 (3-3 nach Jugendwertung). Relativ schnell gingen auch Brett 2 und 6 – Niederlagen von Immanuel und Gamze zu Ende, und nach eineinhalb Stunden hatte Merlin gewonnen, 2-3 (9-11), aber es gab noch immer keine Kunde aus Kempen.

Erst nach gut zwei Stunden kam dann der erste Bericht aus dem Spiel der U20 I bei den SchachfĂŒchsen. Anthony und Hendrik hatten an den beiden unteren Brettern gewonnen und Ferdinand an Brett 4 remisiert, ein schöner Zwischenstand also: 2,5-0,5 (8-4) fĂŒr die Elberfelder.

Nach 18 Uhr dann die traurige und frohe Kunde zugleich. Alessandro musste sich leider nach einem Fehlgriff geschlagen geben, Endstand somit bei ESG U20 II – Solingen II 10-14.

Aber Dominik hatte in Kempen gewonnen und damit war der Mannschaftskampf dort nun auch entschieden. Nachdem dann gegen Ende der vierten Spielstunde auch Sören und Kevin sich mit ihren Gegnern auf Remis geeinigt hatten, war der AuswĂ€rtssieg Kempen U20 I – ESG U20 I mit 9-15 und so auch der zweite Sieg im zweiten Spiel sicher eingetĂŒtet, und damit sollte nun auch schon vorzeitig der Klassenerhalt fĂŒr den Aufsteiger ESG U20 I sicher sein 🙂

Herzlichen GlĂŒckwunsch und weiter geht es in den nĂ€chsten Wochen vor den Herbstferien mit Einzelmeisterschaft und den Vierer-Jugendteams.

Der nÀchste U20-Doppelspieltag folgt am 16. November, zu Hause gegen Xanten und auswÀrts in Vonkeln.

[MB]

Mission Wiederaufstieg erfolgreich gestartet

1. Bezirksliga: ESG III – SF Neviges 4,5 : 3,5

Die dritte Mannschaft ist erfolgreich in die neue Bezirksliga-Saison gestartet und hat mit einem 4,5:3,5-Heimsieg seine Aufstiegsambitionen unterstrichen. Die GĂ€ste aus Velbert erwiesen sich dennoch als der erwartet schwere Gegner, sodass es bis zuletzt spannend blieb.

Obwohl die GĂ€ste das 4. Brett unbesetzt ließen, wanderten immer wieder nervöse Blicke aus dem ESG-Lager zu eben jenem Brett: Samuel Harringer hat wohl bereits das akademische Viertel verinnerlicht, erschien aber schließlich doch noch komfortabel vor Ablauf der Karrenzzeit und reklamierte das 1:0 fĂŒr die Gastgeber.

Licht und Schatten bei den ausgespielten Partien

Ein durchaus achtbares Remis steuerte Alexandr Pertschik an Brett fĂŒnf gegen den nominell stĂ€rksten GĂ€steakteur Armin Meyer bei, wobei er sich mit den schwarzen Steinen stets umsichtig verteidigte. MannschaftsfĂŒhrer Martin Keller fuhr zudem einen nie gefĂ€hrdeten Sieg gegen Schneider ein, sodass eigentlich alles auf einen sicheren Heimerfolg hindeutete. In der Folge verlor allerdings Thorben Mantler nach misslungenem Springeropfer seine Partie an Brett zwei gegen Friedrich und bei Sören Matthey an Brett drei wurde die Bedenkzeit langsam bedrohlich knapp.

In der Zwischenzeit hatte Dennis Peters an Brett sieben ein weiteres HĂ€lftchen fĂŒr sein Team geholt und Babak Aranifar am Spitzenbrett den sich zĂ€h verteidigenden Klaus Meyer niedergekĂ€mpft. Somit war die Tatsache zu verschmerzen, dass Sören in Zeitnot eine Figur verlor und nach erzwungenem Damentausch seinem Gegner Rohleder die Hand zur Aufgabe reichte.

Dramatischer Schlussakkord

Die BĂŒhne war somit fĂŒr Neuzugang Carsten Becker bereitet, der sich an Brett sechs gegen Ebenhan folgende vielversprechende Stellung erspielt hatte:

Becker – Ebenhan nach 26… Le8

 

Ebenhan hatte zuvor fehlgegriffen und Carsten mit seinem LĂ€uferzug den Weg fĂŒr 27. Txd8 Txd8 28. Lb4+ eröffnet, was den verbliebenen schwarzen Turm erobert und höchstwahrscheinlich die Partie entschieden hĂ€tte. Carsten hatte allerdings nicht mit einem Patzer seines GegenĂŒbers gerechnet, obwohl er das Motiv vier ZĂŒge zuvor bereits im Hinterkopf hatte, und sich fĂŒr den Bauernvorstoß 27. f5 entschieden. Angesichts der 4:3-FĂŒhrung seines Teams wickelte Carsten mannschaftsdienlich ins Remis ab. Der erste mĂŒhsame Schritt Richtung Wiederaufstieg war somit getan!

[TM]

Der Mannschaftserfolg wurde standesgemĂ€ĂŸ mit Pizza und Gyrosteller gefeiert!

Prima Saisonauftakt fĂŒr ESG 1 in der NRW-Liga

Mit einem klaren 5,5 : 2,5 gegen unsere Schachfreunde aus Gerresheim konnten wir bei bestem Wetter den Tag gut gelaunt in DĂŒsseldorf verbringen.
Besonderer Dank von unserer Seite gilt wie immer Wieslaw Sapkowski, der nicht nur durch das hervorragende Catering fĂŒr eine sehr angenehme und freundschaftliche SpielatmosphĂ€re sorgte.

Nach ruhigem Start mit 3 unentschiedenen Partien von Reiner, Achim und Marco konnten wir 3 Treffer in Folge setzen und hiermit den Kampf bereits entscheiden.

1. Mykyta, der mit Weiß schon frĂŒh eine QualitĂ€t gewann, fĂŒhrte die Partie sauber und ohne weitere Komplikationen zum Sieg.
2. Captain Frank hat sich mit Schwarz aus anfĂ€nglich schwieriger Stellung mit Spielgeschick und Überblick herauslaviert und seinem Gegner erst einen Bauern und dann auch schnell den ganzen Punkt abgeknöpft.
3. Gerd hat mit Weiß seinen Gegner bei frĂŒh reduziertem Material zunĂ€chst positionell durch AnhĂ€ufung kleiner Vorteile (isolierter Zentrumsbauer und schlecht postierter Turm bei Schwarz) in die Defensive gedrĂ€ngt, um dann die Partie durch ein vorĂŒbergehendes QualitĂ€tsopfer frĂŒhzeitig zu entscheiden, da der forcierte RĂŒckgewinn der QualitĂ€t wenig spĂ€ter in ein gewonnenes Bauernendspiel gemĂŒndet hĂ€tte.

Nachdem der Zwischenstand von 4,5 : 1,5 Sicherheit und Ruhe in den Kampf gebracht hat, gelang es Torsten in Zeitnot leider nicht, seine klar bessere Stellung in ZĂ€hlbares umzumĂŒnzen.

Den Schlusspunkt setzte und gewann Helge, der mit Schwarz in unĂŒbersichtlicher Stellung die Übersicht und schließlich auch entscheidenden Materialvorteil behielt.

Nach diesem ĂŒberzeugenden Start in die neue Saison erwarten wir am 13. Oktober im Luftschloss die Erstvertretung der Schachfreunde aus Lieme und bedanken uns schon jetzt fĂŒr die wichtige moralische UnterstĂŒtzung durch zahlreiche „Schlachtenbummler“.

[GK]

Kantersieg in der Jugendregionalliga

Nach fĂŒnf Jahren unterklassiger Abwesenheit bescherte uns der Aufstieg zu Saisonbeginn ein Heimspiel gegen die U20 des Ratinger SK.

Trotz der parallel stattfindenden Jugendeinzelmeisterschaft in der U14/U16 wurde der Mannschaftskampf am regulĂ€ren Termin ausgetragen. Wir setzen dabei auf unsere besten U20er/U12er und warteten gleichzeitig ab, ob bei der JBEM jemand frĂŒhzeitig fertig werden wĂŒrde. Daher geht mein Dank in alle Richtungen, in die der Spielenden, der Wartenden und der „Abwartenden“, die sich bereit erklĂ€rt hatten „notfalls“ einzuspringen, sollte alles andere lĂ€nger dauern.

Schlussendlich empfingen wir unsere GĂ€ste mit einem favorisierten Team und das zeigte sich auch am Brett. Nach gut einer Stunde hatten Ferdinand, Alessandro, Batuhan und Merlin an den Brettern 3-6 gewonnen und stellten somit bereits den Mannschaftssieg sicher. Als nach zwei Stunden sich auch an Brett zwei der Gewinn von Dominik abzeichnete, verstĂ€ndigte Sören (der bereits seit dem frĂŒhen Morgen schachlich unterwegs war und zusammen mit mir und Gerd Kurr in Solingen die Betreuung der U14/U16er bei der Jugendeinzelmeisterschaft ĂŒbernommen hatte) sich in besserer Stellung mit seinem Gegner auf Remis, denn ein möglicher Sieg hĂ€tte sicherlich noch weitere zwei Stunden in Anspruch genommen…

Der Endstand lautete somit 5,5-0,5 (17-7 nach Jugendwertung) und damit sind wir als Aufsteiger unserem Ziel Klassenerhalt erst einmal ein gutes StĂŒck nĂ€her gekommen. In zwei Wochen geht es mit dem AuswĂ€rtsspiel bei den SchachfĂŒchsen Kempen am Linken Niederrhein weiter.

[MB]

Ganz bitterer Saisonabschluss

Verbandsklasse Gruppe 2: ESG III – ESK WD Wedau 3 : 5

Aus und vorbei! Acht Spieltage lang hatte die Drittvertretung ĂŒber dem Strich gestanden, doch ausgerechnet heute, am finalen 9. Spieltag, rutschten die Elberfelder durch eine 3:5-Heimniederlage gegen Wedau auf einen Abstiegsplatz ab. Es war somit nur ein kurzes Gastspiel auf Verbandsebene, das der ESG III beschieden war.

Einmal mehr, Zyniker wĂŒrden sagen „fast schon obligatorisch“, ging der erste Punkt kampflos an die GĂ€ste aus Duisburg, da Brett zwei auf ESG-Seite verwaist blieb. Spielerisch waren die Gastgeber indes auf Augenhöhe: Thomas Falk konnte am 8. Brett gegen Imbierowicz sicher den Remis ansteuern und auch Thorben Mantler vermochte am 5. Brett gegen Osten trotz misslungener Eröffnung zumindest einen halben Punkt zu sichern. Zu diesem Zeitpunkt sah es an gleich drei Brettern sehr gut fĂŒr die Elberfelder aus, sodass man sich berechtigte Hoffnungen machte, zumindest das Minimalziel – ein 4:4-Unentschieden, das zum Klassenverbleib gereicht hĂ€tte – zu erreichen.

Eines dieser drei Bretter war Brett sieben, an dem Harald Kurz gegen Hopf mit einem Mehrbauern ins Endspiel ging:

Hopf – Kurz nach 38. Sa3

 

Mit 38… a4 hĂ€tte Harald sich einen gefĂ€hrlichen Freibauern verschaffen und möglicherweise auf die Siegerstraße abbiegen können. Aus weißer Sicht hĂ€tte 39. Sxc4 dxc4 40. Kxc4 b5+ definitiv sofort verloren und andere ZĂŒge erlauben Schwarz, seinen LĂ€ufer im nĂ€chsten Zug in Sicherheit zu bringen. Harald setzte indes mit 38… axb4 39. cxb4 b5 fort, was bequem spielbar aber im Prinzip nicht zu gewinnen ist – folglich verstĂ€ndigte man sich im 47. Zug auch auf eine Punkteteilung.

Nachdem die GĂ€ste durch einen Erfolg am Spitzenbrett auf 1,5:3,5 erhöhen konnten, wurde das Eis fĂŒr die ESG III so langsam ziemlich dĂŒnn. Babak Aranifar hatte sich gegen den starken Mietner lange tapfer gewehrt, musste nach einem QualitĂ€tsverlust und einem wenig spĂ€ter folgenden Figurenverlust aber letztlich die Segel streichen. Alfred GĂŒthler gelang unterdessen ein achtbarer Teilerfolg und remisierte trotz zwischenzeitlich gedrĂŒckter Stellung gegen den favorisierten ESK-Spieler Giebel.

UnglĂŒcklich aus ESG-Sicht verlief die Partie von Thomas Symank gegen Lohkamp an Brett sechs, in der der Elberfelder lange besser stand und ein zugegebenermaßen sehr kurioses Springermanöver ĂŒbersah, mit dem er die gegnerische Dame hĂ€tte erobern können. Letztlich endete auch diese Partie mit einem Remis, was gleichbedeutend mit dem Abstieg war.

Und zum Schluss gab es auch in der letzten potenziellen Gewinnpartie an Brett vier zwischen Dennis Peters und Polakowski am Ende „nur“ ein HĂ€lftchen fĂŒr die Gastgeber:

Peters – Polakowski nach 34… Se7

 

In drĂŒckender Zeitnot fand Dennis das feine Opfer 35. Txf4! leider nicht. Nach 35… Sxf5 Txf5 behĂ€lt Weiß eine Mehrfigur, nach 35… exf4 Te1+ 36. Kd7 Txe7+ bekommt er zwei Leichtfiguren fĂŒr den Turm sowie nachhaltige Stellungsvorteile. Dennis schaffte es zumindest die weiteren ZĂŒge bis zur Zeitkontrolle hinunterzublitzen, musste sich dann jedoch mit dem Remis zufrieden geben. Endstand im Mannschaftskampf 3:5!

Dennoch ließ man sich im ESG-Lager nicht die Laune verderben und so fanden sich zumindest vier Spieler in einer nahegelegenen Pizzeria ein, um zum Saisonabschluss noch einmal gemĂŒtlich beisammenzusitzen.

[TM]

Pizza ist das beste Trostpflaster

Es wird doch noch einmal brenzlig!

Verbandsklasse Gruppe 2: ESG III – SG Neuss 3,5 : 4,5

Eigentlich hatten sich die Akteure der Drittvertretung nach dem optimalen Saisonstart bereits auf eine unbeschwerte Saison eingestellt. Nach der 3,5:4,5-Heimniederlage, der vierten Ligaspiel-Pleite in Serie, stehen den Elberfeldern nun allerdings doch zum Saisonabschluss zwei Endspiele um den Klassenerhalt in der Verbandsklasse bevor!

ErsatzgeschwĂ€cht und in Unterzahl hatten sich die ESG-Akteure gegen den Tabellennachbarn dennoch einiges vorgenommen, da die Strategie von MannschaftsfĂŒhrer Thorben Mantler insoweit aufging, als dass mit Neumann dem DWZ-stĂ€rksten GĂ€stespieler der kampflose Punkt zugeschustert werden konnte. An den bespielten Brettern lief es dagegen nicht unbedingt wie geplant, als Peter Wiesemann an Brett sieben in aussichtsreicher Stellung mit Materialvorteil in eine Springergabel seines Gegners Wratschko geriet und seine Dame verlor. Dann allerdings konnte Thorben an Brett sechs gegen Middelkamp voll punkten und auch Thomas Symank fuhr am 8. Brett gegen Pithan dank eines starken Springeropfers einen sicheren Sieg ein.

Die neuerliche GĂ€stefĂŒhrung durch die Niederlage Alexandr Pertschiks an Brett drei gegen Dr. LĂŒtzenkirchen konnte Babak Aranifar am Spitzenbrett fast postwendend egalisieren: Dabei hatte Babak eine sehr komplizierte Stellung auf dem Brett, nachdem er die die gegnerische Dame fĂŒr einen Turm erobert, dafĂŒr aber zudem drei Bauern geben musste. Sein GegenĂŒber Dropalla spielte zu forsch auf Sieg und wurde dafĂŒr von Babak bestraft. Somit waren beim Zwischenstand von 3:3 noch alle Möglichkeiten offen.

Die Stellungen in den noch laufenden Partien boten indes nicht allzu viel Grund zur Hoffnung im ESG-Lager: Dennis Peters hatte an Brett fĂŒnf gegen Özsoy ein Bauernendspiel mit LĂ€ufer gegen Springer vor der Nase, Alfred mĂŒhte sich an Brett vier, die Mehrfigur seines Gegners Ciruelos Ortega mit seinem Freibauern zu kompensieren. Leider musste sich Dennis mit einem Remis zufrieden geben und Alfred konnte seinen Freibauern nicht halten. Somit verließen die GĂ€ste aus Neuss als knapper aber verdienter Sieger das Spiellokal.

[tma]