Tabellenführung abgegeben

1. Bezirksliga: ESG III – Bahn-SC Wuppertal III 3 : 5

Am 5. Spieltag, dem ersten im Kalenderjahr 2018, musste die Drittvertretung erstmal in der laufen Saison eine Niederlage hinnehmen und verlor dabei gleichzeitig die Tabellenführung. In einem lange offenen Mannschaftskampf ging der Elberfelder Lokalrivale am Ende als verdienter Sieger hervor.

Eine kurzfristige krankheitsbedinge Absage am Morgen des Spieltags stellte bereits zu Beginn des Spiels eine Hypothek für die Gastgeber in Form einer kampflosen Niederlage an Brett acht dar. Zudem nahm Thorben Mantler am Spitzenbrett verfrüht das Remisangebot seines Gegners Janz an. Mantler hatte in der vergangenen Spielzeit in ähnlichen Situationen zweimal das Remis vermeiden wollen und seine Stellung überzogen, was er diesmal vermeiden wollte.

Dieses Schicksal ereilte allerdings Hagen Woldt an Brett vier, der gegen Klasmeier die bequemere Stellung hatte, aber keinen Gewinnweg fand. Als er diesen erzwingen wollte, konnte der BSW-Akteur mit einem sehenswerten Scheinopfer kontern und den vollen Punkt für die Gäste einfahren. Auch Dennis Peters hatte an Brett sechs gegen Bagusat sehr offensiv angelegt und sich zunächst eine vorteilhafte Stellung erspielt:

Peters – Bagusat nach 36. g3

Hier jedoch gab Dennis seinem Gegner die Chance, mit 36… Txf4 37. gxf4 Sb8 in ein sehr remisverdächtiges Turmendspiel abzuwickeln. Bagusat übersah diese Möglichkeit jedoch und spielte direkt 36… Sb8, was ihn nach 37. Lxb8 Txb8 in eine nahezu aussichtslose Lage brachte. Acht Züge später gab der BSW-Spieler dann auch auf.

Alfred Güthler musste allerdings an Brett fünf eine Niederlage gegen Weis einstecken, nachdem sein Läuferopfer nicht den erwünschten Befreiungsschlag aus der gedrückten Stellung zur Folge hatte. Kurze Zeit später konnte dann aber Peter Wiesemann an Brett sieben wieder verkürzen, sodass es nur noch 2,5:3,5 aus ESG-Sicht stand.

Fadl – Wiesemann nach 18… Tfe8

Auf die Siegerstraße führte Peter ein Schnitzer seines Gegenübers Fadl, der 19. b3 spielte und von Peter folgerichtig mit 19… Df6 20. Se2 Dxf2+ bestraft wurde. Der ESG-Akteur verbesserte seine Stellung im weiteren Spielverlauf und stand im 49. Zug vor einer richtungsweisenden Entscheidung:

Fadl – Wiesemann nach 49. Kf3

49… dxe4+ könnte zum Generalabtausch und nachfolgendem vorteilhaften Endspiel führen, doch Peter sah etwas Besseres, nämlich den Bauernvorstoß 49… d4! Der Turm muss zurückweichen, woraufhin Peter nach 50. T3e2 Dg5 51. Tf2 f5 52. Tfe2 fxe4+ 53. Txe4 Df5+ die Partie für sich entschied.

Den Mannschaftskampf indes entschieden die Gäste für sich, nachdem Will im zähen Positionskampf an Brett zwei eine Fesselung von Alexandr Pertschiks Springer clever nutzte und die Partie gewann. Abschließend verständigten sich am 3. Brett die Altmeister Josef Krük und Klietsch auf eine Punkteteilung, sodass das Derby mit 5:3 an den BSW ging.

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Glückspilz…

… unter Pechvögeln, so könnte man die Begegnung Ronsdorf II gegen die Vierte der Elberfelder Schachgesellschaft benennen.

Erfolgsgewohnt, doch ersatzgeschwächt (ohne Samuel Haringer und Renè Niebergall) ist man heute nach Ronsdorf gefahren, um an die gute Leistung gegen Solingen VIII anzuknüpfen; doch kam es irgendwie anders als geplant und erwartet.

Es fing am Brett 6 mit dem Mannschaftsführer Thomas Falk an, der einen guten Angriff auf f1 bekam, dann aber den Gegenangriff völlig unterschätzte. Er versuchte noch eine Finte; doch sein Gegner sah das Matt und legte mit 1:0 vor. Zum Glück für die Elberfelder konnte Leihgabe Denis Krzysztalla am Brett 8 ausgleichen, nachdem er eine Leichtfigur gewann. Dabei wollte er nur einen Bauern abholen; aber sein Gegner wickelte falsch ab.

Und dem nächsten Pechvogel ereiltes das Schicksal, Rüdiger Horn. Anfangs konnte er einen Bauern gewinnen und bot seinem Gegenüber in Absprache mit dem Manschaftsführer ein remis an; doch sein Gegner lehnte dies ab, nachdem er sich die anderen Bretter angeschaut hatte. Wenig später wollte Rüdiger mit seinem Läufer einen der beiden auf der h-Linie befindlichen Türme einsperren; doch der Läufer wurde einfach herausgenommen, da sein Beschützer an den König gefesselt war. Geschockt vom Läuferfall gab Rüdiger auf. Nun sah es für die Elberfelder nicht mehr rosig aus, zumal Fabio Santiago am Brett 3 mit Dame gegen Dame, Läufer und zwei Mehrbauern kämpfte. Der a-Bauer war schon weit vorgerückt und drohte auf das Umwandlungsfeld vorzurücken. Vieleicht waren es zu viele Gewinnmöglichkeiten für den Gegner, der sich ersteinmal für ein Schach entschied, und stellte damit die Damen kompensationslos ein. Nachdem Fabio den Freibauern mit der Dame unter Kontrolle bekam, marschierte sein König los, um die Dame abzulösen,  die dann die gegnerischen Mehrbauern und nicht nur die abholte.

2:2 hieß es nun, und ein Blick auf die Bretter gab Hoffnung, hier mit einem Remis oder vielleicht doch noch mit einem knappen Gewinn rauszugehen. Am Brett 7 sah es danach aus, als ob Cudi Cesen von der fünften ein Remis halten könnte. Am Spitzenbrett sah es  bei  Martin Keller nach einem Königsangriff mit zwei Türmen auf den schwachen g- und h-Linien aus. Am Brett 4 hielt Yadollah Zargari mit dem Läufer zwei Mehrbauern in Schach. Doch Caissa war uns heute nicht gewogen: aus dem möglichen Remis am Brett 7 wurde eine Verlustpartie, Yadi liess sich von der bauerndominierenden Diagonalen vertreiben, und die gegnerischen Bauern zogen von dannen. Am Brett 1 konnte Martins Gegner schneller mit dem Turm auf die Zentralfelder eindringen, als Martin seine Türme gegen den König in Stellung bringen konnte. Folglich musste Martin in ein unvorteilhaften „Dame für zwei Türme Tausch“ abwickeln. Die gegnerische Dame, unterstützt vom Läufer, trieb den König vor sich her an den Rand, und es drohte Turmverlust oder Matt, und Martin gab auf. Den versönlichen Schluss setzte dann Josef Komeinda, am Brett 5, der einfach zwei Bauern gewann und das ganz trocken zum 3:5 nach Hause trug.

Am 25. Februar empfängt die ESG IV die erste Mannschaft der Schachfreunde Lennep. Hier muss es dann wieder punkten heißen.

[thf]

ESG I gewinnt souverän in Heinsberg

In der fünften Runde der Regionalliga hatte es die erste Mannschaft auswärts mit dem Tabellenletzten Heinsberg zu tun und gewann nach einigen wilden Scharmützeln doch deutlich mit 6,5 :1,5 Punkten.

Der ersatzgeschwächte Gegner stand vor allem an den hinteren Brettern etwas wackelig, so dass nicht ganz unerwartet Topscorer Marco Rebbe wieder einen vollen Punkt einfuhr. Auch Gerhard Arold hatte frühzeitig eine Figur gewonnen und entschied die Partie schnell für sich. Beim beruhigenden Stand von 2:0 für die ESG fiel es Reiner Odendahl und Achim Tymura nicht schwer, ungefragt in ein Remis einzuwilligen. An den übrigen Brettern hatte sich lediglich Rekonvaleszent Gerd Kurr einen immer deutlicheren Stellungsvorteil erarbeitet. Nach einem etwas plötzlichen  Punktgewinn von Helge Hintze gelang es auch Gerd, seine Partie im Königsangriff zu entscheiden. Eine wilde taktische Partie überstand schließlich Frank Noetzel mit einem gewonnenen Endspiel, während Maik Naundorf sich in seinem Endspiel noch etwas mühen musste, um  eine Punkteteilung zu erzwingen.

Beide Mannschaften konnten sich in der Tabelle um einen Platz verbessern, d.h. die ESG ist nach einer gleichzeitigen Niederlage von Solingen III nunmehr wieder Zweiter in der Regionalliga.

In drei Wochen, am 18. Februar, findet der finale Showdown im heimischen Luftschloss statt, wo Verfolger Elberfeld auf den Tabellenführer aus Krefeld trifft. Ein Leckerbissen für alle Fans.

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ESG I qualifiziert sich für die NRW Blitzmannschaftsmeisterschaft

Bereits am 20.01. fand in Düsseldorf die Mannschaftsblitz- meisterschaft des Verbandes mit 20 teilnehmenden Mannschaften  statt. Elberfeld war mit 2 Mannschaften qualifiziert. ESG I in der Besetzung Reiner Odendahl, Helge Hintze, Frank Noetzel und Gerd Kurr wurde Dritter und ESG II in der Besetzung Andrea Schmidt, Ludger Schmidt, Stefan Pfeiffer und Michael Podder wurde Zwölfter in dem recht starken Feld. Verbandsmeister ist Krefeld  vor dem Düsseldorfer SK geworden. Vierter wurde Dinslaken und ist damit ebenfalls qualifiziert für die am 05.05.2018 stattfindende NRW- Meisterschaft.  ESG I führte nach deutlichem Sieg gegen Düsseldorf lange gemeinsam mit Krefeld das Turnier an, verlor aber in der letzten Runde den entscheidenden Kampf um den Verbandsmeistertitel gegen Krefeld.

[FN]

Durchstarten…

Nach dem etwas unglücklichen Remis vor zwei Wochen gegen Unterbarmen empfing die vierte der Elberfelder Schachgesellschaft die SG Solingen VIII. Da hieß es durchstarten, und man wollte wieder mit der Stammmanschaft antreten, doch blieb unerklärlicherweise dieses Mal das Brett vier verwaist. Zum Glück für die Elberfelder kamen die Gäste aus der Klingenstadt auch nur mit sieben Spielern, so dass es nach dreißig Minuten 1:1 stand.

Am Brett 3 hatte sich Rüdiger Horn auf seinen Gegner Schweldler vorbereitet, vor allem auf seine Remisangebote. Prompt schlug Schweldler früh eine Punkteteilung vor. Zu früh, um sagen zu können, welches Ergebnis am Brett 3 für den Mannschaftssieg gebraucht wird. So musste die Devise lauten: „weiterspielen und nichts anbrennen lassen“. Die Partie endete später dennoch im Remis.

Leider verlor Yadollah Zargari am Brett 5 seine Partie gegen Kopernik; doch konnte Josef Komeinda am Brett 6 mit einem Sieg über Schubert wieder ausgleichen. Mit der Remis-Partie am Brett erzielten die Solinger ihren letzten Zähler; denn die noch laufenden Partien konnten die Elberfelder für sich entscheiden.

Am Brett 2 konnte Samuel Haringer gegen Grostat nach geschicktem Mittelspiel ein vorteilhaftes Endspiel erreichen

Haringer vs Grostat nach 33…Ke5

Samuel zog 34. Th4 mit der Drohung f4 matt und schwarz gab auf.

Am Brett 8 konnte Renè Niebergall seine Erfolgsserie gegen Yilmaz fortsetzen. Recht früh kam er durch eine Fesselung in Führung.

Niebergall vs Yilmaz nach 14. 0-0

Yilmaz zog 14… Lf6, woraufhin Renè nicht zögerte 15. Td1 zu ziehen. Auf den Versuch, den Springer mit 15…c6 zu decken, folgte 16. e4. Zwanzig Züge später gab Yilmaz auf.

Am Brett 7 kam Mannschaftsführer Thomas Falk früh zum Bauern- und Turmgewinn, brauchte dann aber noch einige Züge, um den Entwicklungsrückstand aufzuholen, bevor er seinen Turm auf die Gewinnroute schickte.

Schmidt vs Falk nach 27. Tf3
Schmidt vs Falk nach 27. Tf3

Es folgte 27…Tac8; 28.Ke1, Tc4; 29. c3, Txa4; 30. h4, Ta1+; 31. Kd2, Ta2+, und der junge David Schmidt nahm den Ratschlag seines Mannschaftsführers an, dass der Zeitpunkt gekommen sei aufzugeben.

Die ESG IV konnte heute überzeugend  gegen Solingen VIII mit 5,5 zu 2,5 gewinnen und wieder Kurs auf die Tabellenspitze nehmen. Am 4. Februar geht es dann nach Ronsdorf.

[thf]

ESG III „Herbstmeister“ der 1. Bezirksliga

1. Bezirksliga: SC Tornado Wuppertal – ESG III 2 : 6

Die Drittvertretung kann den Jahreswechsel als „Herbstmeister“ der 1. Bezirksliga begehen: Nach dem gerade in der Höhe unerwarteten 6:2-Auswärtserfolg bei Tornado Wuppertal bleibt die ESG III zumindest bis Ende Januar weiterhin ungeschlagener Tabellenführer.

Zu Beginn des Mannschaftskampfes um 10 Uhr blieben zunächst noch drei Stühle unbesetzt, wobei sich Tornado-Spieler Arne Beckmann recht bald nach Spielbeginn einfand, Dennis Peters auf ESG-Seite knapp vier Minuten vor Ablauf der Karenzzeit das Spiellokal betrat und Fabian Wendt gar nicht erschien, sodass ESG-Altmeister Josef Krük an Brett drei zu einem kampflosen Erfolg kam.

Leider agierte Dennis am 6. Brett gegen Jührs aufgrund des Zeitnachteils etwas zu hektisch und tappte in eine Falle mit Doppelangriff, der einige Züge später ein Turm zum Opfer fiel. Es folgte kurze Zeit später ein Remis von Peter Wiesemann gegen Runge am 7. Brett, wobei Peter nach der Eröffnung Raumvorteil besaß, nach einem Generalabtausch jedoch kein Kapital mehr daraus schlagen konnte.

Beim Zwischenstand von 1,5:1,5 folgte nun eine Siegesserie der ESG-Akteure, die den Mannschaftskampf entschieden und für die überraschende Höhe des Sieges sorgten: Zunächst gewann Alexandr Pertschik an Brett zwei gegen den gewohnt offensiv spielenden SC-Mannschaftsführer Wegner mit einem feinen Angriff auf die entblößte Königsstellung seines Kontrahenten. Bald darauf konnte auch Harald Kurz am 8. Brett sein vorteilhaftes wenn auch nicht unkompliziertes Turmendspiel gegen Matthey zum vollen Punktgewinn führen.

An Brett fünf ging es hoch her: SC-Spieler Beckmann hatte zwei Figuren geopfert, um einen Bauern durchzubringen. Die neue Dame wurde allerdings bald darauf gefangen und ESG-Akteur Alfred Güthler verblieb mit einer Mehrfigur und einer klaren Gewinnstellung. Eine ebensolche hatte zum Schluss auch ESG-Kapitän Thorben Mantler am Spitzenbrett gegen Nikolik auf dem Brett. Zuvor hatte Thorben einen Gambitbauern halten sowie die Qualität gewinnen können, was sich für Nikolik letztlich als zu hohe Hypothek erwies.

Den Schlusspunkt setzten Hagen Woldt und Kissing mit einem Remis an Brett vier. Obwohl er einen Mehrbauern verzeichnen konnte, fand Hagen im komplizierten Leichtfigurenendspiel letztlich keinen Gewinnweg und stellte mit dem Hälftchen den 6:2-Endstand her.

[TM]

ESG I verliert Spitzenspiel in der Regionalliga

In der vierten Runde zog die erste Mannschaft zum ersten Mal in dieser Saison den Kürzeren und verlor ihr Heimspiel gegen die SG Solingen III verdient mit 3:5.
Damit tauschten zum Jahresende die beiden Verfolger des Spitzenreiters Krefeld die Plätze 2 und 3 in der Tabelle.

Unser Nachbar aus Solingen kam nicht mit seiner nominell besten, aber einer guten Mannschaft nach Elberfeld. Auch der Ersatz mit Schockenbäumer, Erkay und Görke rekrutierte sich aus erfahrenen Spielern.
Der Kampfverlauf wies auch nach zwei Stunden an keinem Brett nennenswerte Vorteile für die ESG auf. In den Fidemeisterpartien an Brett 1 und 2 boten die Gegner von Reiner Odendahl (T. Michalczak) und Helge Hintze (O. Kniest) denn auch frühzeitig und vielleicht auch taktisch motiviert Remis an, was jeweils zu einer Punkteteilung führte. Glücklich konnte sich nach 3 Stunden auch Gerhard Arold eines Unentschiedens erfreuen, während Thomas Fuchs in besserer Stellung zum Remis einschlug. In diesem Stadium sah es für uns allerdings schon an den restlichen Brettern schlecht aus. Achim Tymura und Maik Naundorf waren mit den schwarzen Steinen in die Defensive gedrängt worden. Marco Rebbe nahm, ebenfalls mit Schwarz, das Remisangebot seines Gegners dankbar an, während sich Frank Noetzel (krank) in einer wilden, unübersichtlichen Stellung verrechnet hatte und zwar 4 Bauern mehr, aber dafür 2 Figuren weniger hatte.

An den übrigen 3 Brettern bauten die Gegner von Maik (K. Zolfagharian) und Achim (A.Peschel) ihre Initiative zu den beiden Solinger Siegen aus, während es in der letzten laufenden Partie noch zu einem (unübersichtlichen) Remis für Frank (gegen S.Borchert) reichte. So hat es die erste Mannschaft der zweiten Mannschaft gleich getan und sammelt ihre Kräfte neu für das Jahr 2018.

Der Jahresausklang wurde mit einem Abendessen beim Chinesen in angemessenem Rahmen eingeläutet.

Mit toller Moral zur Punkteteilung

1. Bezirksliga: SF Vonkeln II – ESG III 4 : 4

Auch wenn die Drittvertretung beim 4:4 in Vonkeln erstmals einen Mannschaftspunkt abgeben musste, bleiben die Elberfelder weiterhin ungeschlagener Tabellenführer in der 1. Bezirksliga. Der Garant dafür war einmal mehr die tolle Moral, nach einem Rückstand wieder auf die Beine zu kommen.

Denn wie schon am 2. Spieltag trat die ESG III nicht vollzählig an und musste an Brett drei einen Brettpunkt kampflos abtreten. In den ausgespielten Partien ging es vorerst weitestgehend schiedlich friedlich zu: Zunächst verständigte sich Alexandr Pertschik an Brett zwei mit SFV-Mannschaftsführer Baier auf Remis, dann reichten sich auch Harald Kurz und sein Gegenüber Möller die Hände zur Punkteteilung. Während Alex eine total geschlossene positionelle Stellung auf dem Brett hatte, waren bei Harald am 8. Brett bereits einige Figuren abgetauscht worden. Beiden Positionen gleich war indes die Ausgeglichenheit der jeweiligen Stellung.

An Brett sieben wähnte sich Peter Wiesemann bereits auf der Siegerstraße, als er ein Figurenopfer seines Gegners Breuer ignorierte und dies kurz darauf bereute. Denn Breuer gelang es, die geopferte Figur zu retten und im selben Zuge eine weitere Angriffsdrohung Peters zu unterbinden, sodass der Vorteil des ESG-Spielers dahin war und die Partie mit einem weiteren Remis endete. Am Spitzenbrett lieferten sich Thorben Mantler und Thomas Bratz wie erwartet eine taktische Schlacht mit teilweise unkonventionellen Zügen und Angriffsmotiven, wobei letztlich im 18. Zug die folgende Stellung entstand:

Mantler – Bratz nach 18…Sxg2

Bratz hatte soeben seinen Springer geopfert und gleichzeitig Remis angeboten. Im Glauben, dass 19. Kxg2 erzwungen sei und Schwarz ein Dauerschach habe, nahm Thorben das Remisangebot an. Tatsächlich aber wäre die Annahme des Opfers ein fataler Fehler gewesen, denn nach 19…Dg4+ 20. Kh1 Df3+ 21. Kg1 Lh3 ist das Matt nicht mehr abzuwenden. Die wohl beste Variante für Weiß ist 19. Se2 Dg4 20. h3 Dxh3 21. Dxh3 Lxh3 22. Lxf8 Kxf8 mit mutmaßlich ausgeglichener Stellung.

Somit lagen die Gastgeber 4:2 in Front und die beiden noch spielenden Elberfelder Recken Dennis Peters und Hagen Woldt automatisch unter dem Druck, für das Mannschaftsremis gewinnen zu müssen. Bei Hagen allerdings zeichnete sich an Brett vier zu diesem Zeitpunkt bereits ein voller Punktgewinn ab. Im 25. Zug hatte sein Gegner Multhauf eine Falle übersehen:

Multhauf – Woldt nach 25. b4

Nach 25…d4 ist der angegriffene Läufer nicht mehr zu retten. Es folgten 26. bxc5 dxe3 27. Dxe3 Dxc5 28. Dxc5 Sxc5 29. Txb8 Txb8 30. Te7 und Weiß erhielt zumindest zwei Bauern für die Figur. Im weiteren Spielverlauf gewann Hagen die Bauern allerdings zurück und zwang seinen Gegner zur Aufgabe.

Und auch Dennis zeigte sich am 6. Brett dem Druck gewachsen und erspielte sich gegen Dirk Schmidt die folgende Gewinnstellung:

Schmidt – Peters nach 29. Tfd4

29…Te2 sieht wie ein einfacher Gewinn aus, doch nach 30. Dxe2 Txe2 31. Txd6 hätte Schwarz auf ein drohendes Grundreihenmatt aufpassen müssen! Schmidt jedoch spielte sofort 30. Txd6 und griff zudem nach 30…Txf2 mit 31. Kxf2 fehl, was er denn auch sofort mit der Aufgabe der Partie quittierte.

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ESG I weiter auf Erfolgskurs

In der dritten Runde der Regionalliga gewann die erste Mannschaft am Sonntag verdient gegen Tornado Hochneukirch mit 5:3

Der Plan ging auf, diesmal an den unteren Brettern zu punkten. So gewannen überzeugend Achim Tymura, Marco Rebbe und Thomas Fuchs. Sie ließen ihren Gegnern keine wirkliche Chance. Auch Gerhard Arold steuerte auf einen ganzen Punkt zu, gab aber seine Initiative etwas ab und bot schließlich Remis an, um seinem Gegner noch eine Heimfahrt im Hellen zu ermöglichen. Das war bei einem Spielbeginn von 13.00 Uhr (Volkstrauertag) nicht selbstverständlich.

Differenzierter sah der Kampfverlauf in der oberen Mannschaftshälfte aus. Während Reiner Odendahl und Maik Naundorf mit schwarzen Steinen in ein frühes Remis einwilligten, hatten Helge Hintze und Frank Noetzel mit ihren über 80 Jahre alten Gegnern schwer zu kämpfen. Frank erholte sich aus einer mäßigen Eröffnungsbehandlung und konnte im Mittelspiel das Gleichgewicht noch gerade zum Remis halten. Schlechter erging es Helge gegen den frischgebackenen deutschen Seniorenmeister Jefim Rotstein, der seinen Stellungsvorteil in ein gewonnenes Läuferendspiel ummünzen konnte.

Die Mannschaft bleibt ungeschlagen Zweiter in der Tabelle und trifft im ersten Spitzenspiel am 17.12. zu Hause auf den Tabellennachbarn Solingen III.

[FN]

Ein überaus erfolgreiches Schach-Wochenende…

… bescherte Caissa der Elberfelder Schachgesellschaft

  • der ersten und zweiten die Qualifikation am 4er Blitz im Niederrheinischen Verband
  • der ersten den Einzug ins Halbfinale des 4er Pokals des Schachbezirks Bergisch-Land
  • der zweiten einen 5:3 Sieg gegen Rheydt
  • der vierten einen 6:2 Sieg gegen BSW VI

Das musste natürlich gefeiert werden. Natürlich im Loher Grill.

[thf]