Archiv der Kategorie: Mannschaftskampfberichte

Vorgeschmack

Heute beendete die ESG IV als letzte der Elberfelder Mannschaften die Schachsaison 2016/17. Obwohl es um nichts mehr ging, hatte die ESG IV doch einen sicheren Platz in der Tabellenmitte, sicher vor den Ab- und Aufstiegsplätzen entfernt, trat die ESG IV in Stammbesetzung an; wollte man doch den Gästen aus Vonkeln einen Vorgeschmack auf den Dreikampf am 1. Juli in Vonkeln geben und schon mal Ansprüche für die kommende Saison anmelden.

Auch die Vonkelner traten stark mit nur zwei Ersatzspielern an, und Mannschaftsführer Thomas Falk, am Brett 7, hielt sich an die Vereinbarung, die er mit Mannschaftskollegen Samuel Haringer getroffen hat: die gleiche Leistung wie am Freitag abzurufen. Beide trafen am Freitag im Halbfinale des Vereinspokals aufeinander, in dem erst die dritte Blitzpartie die Entscheidung zugunsten Samuels über den Einzug ins Finale entschied. Interessant, dass alle Partien mit den schwarzen Figuren gewonnen wurden. So führte Thomas auch heute souverän die schwarzen Figuren gegen den jungen David Siegler. Im 30. Zug drangen die schwarzen Figuren über die d-Linie ein und wenige Züge später folgte die Aufgabe der weißen Figuren: 1:0 für die ESG.

Es folgten zwei Remisen von Fabio Santiago am Brett 4 gegen Möller und von Yadollah Zargari am Brett 5 gegen Ludwig. Auch Martin Keller am Brett 2 bekam ein Remis-Angebot von Söhngen, lehnte jedoch erst einmal ab, ob des unklaren Ausganges an den anderen Brettern; am Brett 8 konnte Renè Niebergall eine Leichtfigur erobern, stellte dann jedoch seinen Springer ein: Bauer zieht vor, gibt die Diagonale der Dame auf den König frei und greift gleichzeitig den Springer ein. Am Brett 6 wickelte Josef Komeinda ein ausgeglichenes Mittelspiel unglücklich ab und sah sich im Endspiel mit König und Springer, König, Läufer und zwei unverbundene Bauern gegenüber.

Währenddessen konnte Bernd Mühlinghaus am Spitzenbrett seine Partie gegen Gerhard gewinnen und auf 3:1 für die ESG erhöhen. Zum Glück erholte sich Renè von dem Schock, eine Leichtfigur leichtsinnig eingestellt zu haben, und fand den Weg, die Partie zu gewinnen. Auch Josef gelang eine Springergabel zwischen König und Läufer, und sein Gegenüber Gernot Krakat willigte nun endlich in ein Remis ein. Am Brett 2 fand dann Martin eine Kombination, ebenfalls eine Leichtfigur zu gewinnen, und Söhngen gab auf.

Es spielte nun noch Samuel am Brett 2, ebenfalls mit den siegbringenden schwarzen Figuren, und rief die gleiche gute Leistung vom Freitag ab. Als nun ESG-IV-Spieler a.D. Udo König, der die Geschicke der ESG im Internet verfolgt, vorbeikam, um seinen Mannschaftskollegen moralisch beizustehen, jagte Andreas Etzel am Brett 3 den schwarzen König mit Turmschachs von der Grundreihe ins Zentrum.

Etzel vs Haringer nach 40…Kc5

Auch nach 40. Tg6+, Kc5, zog er wohl automatisch 41. Tg5+ und ließ den schwarzen König auf das wichtige Feld d4. 41. Ke3 hätte das Eindringen des schwarzen Königs in die weiße Stellung verhindert. Die Aufgabe wegen des nichtabzuwendenden Matts folgte auf dem Fuße. Samuel erhöhte somit zum Endstand auf 6,5:1,5. So konnte die ESG IV mit einer guten Leistung eine erfolgreiche Saison abschließen.

[thf]

Mission Klassenerhalt erfüllt

In der Verbandsliga fehlte der 2. Mannschaft noch ein Mannschaftspunkt zum Klassenerhalt. Gegen die bereits gerettete SG Solingen IV war daher nochmals eine solide Leistung notwendig und das Team lieferte. Mit einem knappen 4,5:3,5 Sieg erreichten wir unser Saisonziel.

Gegen ersatzgeschwächte Solinger versuchten wir, mit sicheren Remisen den fehlenden Punkt zu erreichen. Die Schwarzpartien von David Bachmann und Ronny Müller (dieses Jahr Topscorer mit 5,5 aus 9) endeten nach einigen Zügen bereits mit Remis. Aufgrund der deutlichen DWZ-Vorteile am Brett 7 und 8 schien uns diese Taktik vorteilhaft. Ersatzmann Thomas Symank beendete als Nächster seine Partie. Er überspielte seinen Gegner und gewann nach nur 15 Zügen. Ein kleiner Fauxpas unterlief Thomas Schubert, indem er den Mattangriff mittels Dxg6 übersah und prompt aufgeben musste. Am Brett 5 musste Michael Podder erneut gegen FM Dr. Scheffner antreten. Beide Spieler trafen als Ersatzmänner in der Regionalliga bereits vor zwei Wochen aufeinander und diesmal konnte Michael Revanche nehmen. Er spielte eine souveräne Partien und gewann mit einer Kombination:

Auf den schwarzen Zug Tf6 gewinnt Dxf6 einen Turm, dank der hübschen Drohung Ta8++!

Den Punkt zum Klassenerhalt gelang danach Lukas Heynck, der bereits frühzeitig einen Bauern gewinnen konnte und mit ruhigem Spiel den vollen Punkt einfahren konnte. Kurz vor der Zeitkontrolle remisierte Thomas Kley seine Partie, und damit war auch der Mannschaftssieg in trockenen Tüchern. In der verbliebenen Partie am Brett 1 versuchte Stefan Pfeiffer noch den sich anbahnenden Partieverlust zu verhindern, aber seine Figuren standen im Endspiel zu passiv. Nachdem ein Freibauer auf c3 gelangte, gab Stefan prompt die Partie verloren.

Dank unserer Erfolgsserie in 2017 mit 9:3 Punkten beenden wir die Saison auf Platz 6 (am Ende 9:9 Mannschaftspunkte mit 35 Brettpunkten).

 

Solingen III – ESG I 4,5:3,5

In der letzten Runde der Regionalliga kam es noch zum Lokalkampf  bei unseren bergischen Nachbarn. Es ging für beide Mannschaften um nichts mehr. So spielten denn auch wegen kurzfristiger Krankheitsausfälle nur jeweils 7 Spieler pro Team und es stand nach einer Stunde 1:1. Reiner hatte kampflos gewonnen, Marko kampflos verloren. Trotz schönstem Wetter gestaltete sich aber ein kampfbetonter Verlauf an den restlichen 6 Brettern, an denen sich nach 3 Stunden Spielzeit deutliche Vorteile bei den Weißpartien der Gastgeber abzeichneten. Helge geriet in eine aussichtlose Stellung gegen einen sehr gut vorbereiteten Schockenbäumer und musste schließlich die französischen Waffen strecken. Gerd und Michael (Bubu) hatten ihre Gegner Peschel und Alt-ESGer Scheffner mit Schwarz scharf angegriffen, wurden aber unter Materialverlust zurückgeworfen. Plötzlich stand es 4:1 für Solingen. Die restlichen Stellungen von Frank, Achim und Gerhard sahen für Elberfeld gut aus, ließen aber offen, ob man sie alle gewinnen würde. Das Glück des Tüchtigen hatten dann auch Frank und Achim, die ihre Partien gegen Flesch und Borkert kontinuierlich zum Sieg führen konnten. Leider blieb das Glück Gerhard verweht, der in einem Turmendspiel mit Materialvorteil nur eine Remisfortsetzung gegen Erkay wählte und so den unglücklichen Endstand von 3,5:4,5 herstellte.

ESG I schließt die Saison mit dem 5.Tabellenplatz ab. Die Planungen für die nächste Saison laufen schon.

[FN]

ESG Vierter im NRW-Mannschaftsblitz – FM Frank Noetzel bestes Brett 3

Zur Mittagspause (10 von 21 Runden) führte unangefochten Bochum (20-0) vor Aachen (17-3) und Würselen (16-4). Bochum hatte die Mittagspause anscheinend nicht gut verdaut, danach mussten sie eine Niederlage und ein Unentschieden hinnehmen. Da auch die anderen Mannschaften Federn ließen, sah nach 14 Runden die Tabelle Bochum (24) vor Aachen und Würselen (je 21) sowie Elberfeld (20) Bochum verlor in Runde 15 gegen Würselen und in Runde 16 gegen Aachen, so dass nun Aachen und Würselen mit je 25 vor Bochum und Elberfeld (je 24) führten. Die Runden 17 und 18 brachten dnn die Vorentscheidung: Würselen gab zwei Unentschieden ab, Elberfeld verlor einen Mannschaftskampf. Nach Runde 19 führte Aachen (31) vor Bochum (30) und Würselen (29), Elberfeld war bei 27 schon aus dem Quali-Rennen raus. In der vorletzten Runde verlor Aachen überraschend gegen Ausrichter Katernberg, aber da Würrselen ein 2-2 abgab, blieb Aachen vr Würselen. In der letzten Runde kamen Bochum und Aachen jeweils zu 2-2 Unentschieden, so dass am Ende Bochum (33) vor Aachen (32, aber beste Brettpnkte von allen) die Tickets zur Deutschen lösen konnten, Würselen (ebenfalls 32) und Elberfeld (31) lagen knapp dahinter.
Brettbeste:
Brett 1: IM Christof Sielecki (Dinslaken) 16, IM Rafael Fridman (Würselen) 14,5, Rene Wittke (Lieme) 12,5
Brett 2: IM Mikhael Zaitsev (Bochum) 18, IM Lars Stark (Düsseldorf) 14,5, Keven Kahleys (Mülheim-Nord) 14
Brett 3: FM Frank Noetzel (Elberfeld) 15,5, IM Cemil Gulbas (Aachen) 14,5, IM Dieter Morawietz (Köln) 14,5
Brett 4: IM Ekrem Cekro (Würselen) 12,5, FM M. Dorner (Krefeld) 12, IM Carsten Pieper-Emden (Herford) 11,5, Karl-Ulrich Goecke (Werther) 11,5

1

Bochumer SV

*

1

1

3

2

3

2

3

3

3

3

3

4

2

4

4

33

57,0

2

DJK Aufwärts Aachen 1

3

*

2

2

2

3

1

3

3

2

3

4

4

4

32

59,0

3

SV Würselen

2

*

4

3

2

2

1

1

2

3

4

3

3

3

4

32

56,5

4

Elberfelder SG

3

0

*

3

3

½

1

3

4

3

2

4

4

4

31

54,5

5

Klub Kölner Schachfreunde

1

2

1

*

1

3

2

2

1

4

2

4

4

4

28

53,0

6

Krefelder SK Turm

2

2

½

*

3

2

3

½

2

2

3

2

4

4

4

4

26

52,0

7

SV Mülheim-Nord

2

1

2

1

*

4

2

3

3

1

2

4

4

26

49,5

8

SV Wattenscheid

1

3

1

½

2

0

*

0

2

2

2

3

2

2

3

3

4

26

43,0

9

SV Dinslaken

2

1

3

1

3

1

2

4

*

3

1

2

2

2

4

1

3

4

4

25

49,5

10

Düsseldorfer SK

1

3

1

2

*

1

3

2

1

3

3

1

3

4

24

48,0

11

SK Münster

1

1

2

2

1

3

*

1

3

3

1

3

4

22

45,5

12

SG Ennepe-Ruhr Süd

½

2

3

2

2

1

3

1

*

1

2

½

½

1

3

4

4

20

42,0

13

SF Lieme

1

2

½

½

2

1

2

2

3

*

2

2

2

2

3

4

20

42,0

14

Oberhausener SV

½

½

1

3

½

2

3

½

*

3

3

1

3

4

19

41,0

15

SF Katernberg 1

1

1

0

0

3

1

2

1

½

2

2

*

3

1

2

3

2

4

19

37,5

16

SV Velmede/Bestwig

1

½

0

1

1

2

2

1

3

1

1

*

½

2

2

4

18

39,0

17

SK Werther

0

1

½

2

½

½

0

2

1

2

1

3

*

2

2

4

17

36,5

18

Herforder SV

0

½

½

2

2

0

3

1

3

2

½

2

2

*

4

2

4

16

37,0

19

Südlohner SV

2

0

1

0

2

0

3

3

1

2

3

1

2

2

*

1

4

15

36,5

20

SG Niederkassel

0

½

1

0

0

1

1

½

½

½

½

0

3

*

3

3

8

24,5

21

SF Katernberg 2

½

½

1

0

0

0

½

1

0

1

0

0

1

1

2

½

2

2

½

1

*

4

5

18,5

22

DJK Aufwärts Aachen 2

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

*

0

0,0

[Dirk Husemann SB NRW]

Die Luft ist raus…

Die 4. Mannschaft konnte gestern endgültig die letzten Aufstiegshoffnungen für diese Saison begraben: mit 2,5 zu 5,5 wurde gegen den Ortsrivalen BSW V verloren. Nun heisst es Wunden lecken und in der neuen Saison einen neuen Anlauf wagen. Der letzte Mannschaftskampf im Mai gegen die Schachfreunde Vonkeln ist daher nur noch ein „Übungswettstreit“.

[MK]

Den Sprung…

… in die Zwischenrunde des NRW-Viererpokales schaffte heute die Elberfelder Schachgesellschaft mit einem Sieg über Ennepe-Ruhr-Süd, die sich gestern mit 2,5:1,5 gegen Rüttenscheid durchsetzen konnte. So setzte sich die ESG-Auswahl gegenüber gestern verstärkt an die Bretter, so mit Helge Hintze am Brett zwei, der gegen Avakelian durch ein unsauberes Abspiel schnell die Qualität gewann. Als Helge dann in folgender Stellung

Avakelian vs Hintze nach 28… Tda7

drohte, mit beiden Türme in die weiße Stellung einzudringen, gab Avakelian auf. Nicht viel später konnte Gerhard Arold am Brett 4 sich gegen den Ansturm der schwarzen Figuren, geführt von Nesoyan, auf den König erwehren. Nesoyan hatte für den Angriff einen Bauern gegeben; doch in der folgenden Stellung

Arold vs Nesoyan nach 25.Kg1

spielte er mit 26. Te7 zu zögerlich, und Gerhard machte mit 26. Dg2+, Tg7; 27. Lxd5, Txg2; 28. Lxe6+, Kg7; 29. Kxg2 das 2:0 für die Elberfelder SG klar; denn im 37. Zug gab Avakelian auf.

Eine schwierigere Partie führte Achim Tymura, der am Vortag gegen Bochum die Elberfelder mit einem frühen Sieg die ESG in Führung brachte [wir berichteten], mit schwarz am Brett drei gegen Diegel.

Diegel vs Tymura nach 19.f3

Der Computer schlägt hier 19… Lxf3, 20. gxf3, Dxf3, 21. Kh2, Dxe3 vor; aber ob drei Bauern genug Kompensation für den Läufer ist ? Achim entschied sich für 19… Lh6. Im 26. Zug einigte man sich auf Remis, was den Mannschaftssieg für die ESG bedeutete.

Am Brett eins nahm die zweite Einwechslung, Reiner Odendahl, Platz und führte die weißen Steine gegen Arndt lange noch, als die drei anderen Partien schon entschieden waren. Zwar hatte Reiner die positionell leicht bessere Stellung, jedoch nicht entscheidend. Auch nach 37. Kf2 war die Partie alles andere als klar; doch entschied sich Arndt dazu, ein Leichtfigurenpaar abzutauschen;

Odendahl vs Arndt nach 37.Kf2

jedoch, für ihn ungünstig, die schwarzfeldrigen Läufer. Es war sicherlich noch nicht der Partiegewinn für Reiner, denn dafür bedurfte es noch einige Zeit und Züge. So erhöhte Reiner das Spielergebnis auf 3,5 zu 0,5.

Somit ist die ESG in der Zwischenrunde, die am 27. und 28. Mai ausgetragen wird, dabei.
[thf]

Kein Aprilscherz…

… war der Weckruf vom Mobiltelefon des Unglücksrabens Hinckmann vom Bochumer SV, der heute in der ersten Runde des NRW-Viererpokals nach etwa einer Dreiviertelstunde Spielzeit durch den Spielsaal der Elberfelder Schachgesellschaft ging. So brachte der Weckruf Achim Tymura am Brett zwei der ESG den ersten Punkt gegen die Gäste aus Bochum.

Während die andere Begegnung im Luftschloss schon beendet wurde, in der sich Ennepe-Ruhr-Süd mit dreimal Remis an den Brettern zwei bis vier und mit einem kampflosen Punkt am Brett eins gegen Rüttenscheid durchsetzen konnte, wurde an allen anderen Brettern der ESG gekämpft. Am Brett 1 zwischen Gerd Kurr und Krämer blieb es lange unklar. Am Brett 3 konnte Gerhard Arold gegen Goralski eine vorteilhafte Stellung erreichen, während am Brett 4 der Bochumer Peters eine vorteilhafte Stellung gegen Michael Podder erreichte.

Als Goralski nach ungenauem Abspiel von Gerhard Ausgleich erreichen konnte, bot er Remis an. Doch nach einem kritischen Blick auf die anderen Bretter entschied sich Mannschaftsführer Gerhard, das Remisangebot abzulehnen und weiter auf Sieg zu spielen. Nicht viel später konnte Gerd mit schwarz am Brett 1 dann nach 42… Tec8 folgende Stellung erreichen:

Krämer vs Kurr nach 42… Tc8

Geht der Bauer durch ? Der weiße König ist abgeschnitten; doch Krämer fand 43. Lc7 und schnitt den schwarzen Turm vom Bauern ab. Noch vier Züge lang versuchte man, die Partie zu entscheiden, bis man sich dann im 46. Zug auf eine Punkteteilung einigte.

Anderthalb Punkte und schon fünf von möglichen zehn Berliner Punkten. Ein Remis am Brett drei würde für die ESG reichen, selbst wenn das vierte Brett verloren gehen sollte. Goralski musste mit schwarz nun auf Sieg spielen, auch nach 48. d4

Arold vs Goralski nach 48. d4

Laut Computer hätte 48… Tf1 die Partie ausgeglichen gehalten, Goralski entschied sich jedoch für 48… De4, was Gerhard mit 49. Te2 beantwortete. Es folgten 49… Dd5, 50. Dxd5, exd5, und Gerhard schob seinen a-Bauern konsequent nach vorn. Schließlich musste schwarz den Turm opfern. Ihm gelang es jedoch nicht, dass Gerhard seinen Turm für die beiden schwarzen Bauern auf dem Königsflügel opfern musste, und schwarz gab auf. Das bedeutete den Mannschaftssieg.

Am Brett vier kämpfte Michael Podder verbissen gegen einen Mehrbauern, so auch mit 66… Sc5

Peters vs Podder nach 66… Sc5

Wenn es Michael gelingen würde, seinen letzten Bauern gegen einen der beiden weißen Bauern zu tauschen und den Springer für den letzten Bauern zu opfern, so wäre die Partie unentschieden. Das dachte sich wohl (oder so ähnlich) sein Gegener und spielte  67. Sxg6, und Michael nahm natürlich zurück: 67… Kxg6. Es folgten 68. f5+, Kg5, 69. f6, und der Bauer droht durchzumarschieren. Zum Glück sah Michael die Springerroute d7-e5-g6: 69…Sd7, 70. f7, Se5, 71. f1S, Sg6+ und Remis. Damit rundete Michael das Spielergebnis auf 3:1 ab.

Morgen geht es dann gegen Ennepe-Ruhr-Süd.

Die Entscheidung fällt am letzten Spieltag!

1. Bezirksliga: SF Anna Wuppertal – ESG III 4,5 : 3,5

Der Drittvertretung hat einen durchaus möglichen Punktgewinn bei den favorisierten Schachfreunden Anna liegen gelassen und knapp mit 3,5:4,5 verloren. Somit fallen sämtliche Entscheidungen im Abstiegskampf der 1. Bezirksliga erst am letzten Spieltag.

Der Mannschaftskampf am Sonntag, 12.03.2017 begann äußerst ungewöhnlich, da nur an der Hälfte der Bretter auch wirklich gespielt wurde. Aus ESG-Sicht kam Thorben Mantler erneut zu einem kampflosen Erfolg am Spitzenbrett, während die Bretter drei und acht nicht besetzt wurden und somit an den Gastgeber gingen. Dennis Peters (Brett fünf) strapazierte die Nerven seiner Mannschaftskameraden aufs Äußerste und erschien fast im wörtlichen Sinne in letzter Sekunde, gerade noch vor Ablauf der halbstündigen Karenzzeit. Förderlich für seine Konzentration war dies sicherlich nicht für den ESG-Akteur. Denn obwohl er sein gewohnt offensiv ausgerichtetes Spiel aufziehen konnte, war es Anna-Spieler Richert, der seine Figuren optimal platzieren und entscheidenden Materialgewinn realisieren konnte.

Ein Lichtblick für die Elberfelder war die schöne Gambit-Partie von Mannschaftsführer Peter Wiesemann am 6. Brett gegen Andreas Passon.

Passon – Wiesemann nach 17. Te1

Peter erkannte sehr schnell seine taktischen Möglichkeiten und spielte das Qualitätsopfer 17…Td2! Aus Mangel an Alternativen nahm Passon das Opfer an, musste allerdings nach 18. Sxd2 Txd2 19. Tc1 Txf2+ 20. Ke1 Sxg2+ 21. Kd1 Se3+ die Segel streichen.

Wild schwankende Waagschalen bot die Partie an Brett vier, in der Alfred Güthler mit Werner Clemm die Klingen kreuzte. Bereits im frühen Mittelspiel hatte Alfred Glück, dass sein riskantes Figurenopfer nicht bestraft wurde:

Clemm – Güthler nach 16… c5 (aus der Sicht von Clemm)

Mit 17. bxc5 dxc5 18. Lf4 Dd8 19. Sb3 Lxa1 20. Dxa1 hätte sich Clemm bereits deutlichen Vorteil erspielen können, ihm war der Verlust des Turmes aber wohl nicht geheuer und so spielte er 17. Lb2, was nach 17…cxd4 18. Lxd4 Dxc4 einen Bauernverlust bedeutete. Alfred hatte nun Wind in den Segeln und erspielte sich eine dicke Gewinnstellung:

Clemm – Güthler nach 40. Lc4

Das Läuferschach ist jedoch nicht ohne Heimtücke, denn nach 39… Kf6 40. Da8 erfordert die Fortsetzung 40… Kg7 schon auch einigen Mut. Alfred entschied sich für 40… Le6, was ihn allerdings nach 41. Dh8+ vor einige Probleme stellte und ihn fast die Partie kostete. Am Ende rettete sich Alfred mit einem Läuferopfer, tauschte die Damen und konnte einen Bauern durchbringen, was Clemm konsterniert mit der Aufgabe der Partie quittierte.

An Brett sieben hatte Harald Kurz in angenehmer Stellung allerdings mit deutlich weniger Bedenkzeit auf der Uhr Remis Angeboten. Sein Gegner Kramp wechselte daraufhin die Sportart und wurde Marathonläufer: lief durch die Reihen, kiebitzte mal hier mal dort und erwägte immer mal wieder am eigenen Brett seine Möglichkeiten. Nach Ablauf von über 30 Minuten und ungezählten Kilometern willigte Kramp schließlich doch ins Remis ein.

Beim Zwischenstand von 3,5:3,5 sollte somit die Partie an Brett zwei entscheiden, wie die zwei Mannschaftspunkte verteilt würden. Zunächst sah es für ESG-Altmeister Josef Krük ganz ordentlich aus: er hatte Zeitvorteil und sein Gegenüber Thorsten Kuhnhenn bot ihm zumindest eine Stellungswiederholung an. Josef spielte jedoch auf Sieg, überzog in der Folge jedoch seine Stellung und verlor.

Was den Abstiegskampf betrifft, wird der letzte Spieltag der 1. Bezirksliga am 07.05. zu einem echten Thriller: neben der ESG III, die sechs Punkte auf dem Konto hat, kämpfen drei punktgleiche Teams mit einem Zähler Rückstand um den Klassenverbleib. Mit der SG Solingen V treffen die Elberfelder auf einen direkten Konkurrenten und können mit einem Sieg oder einem Remis das Abstiegsgespenst endgültig vertreiben.

ESG I – Ratingen II 5:3

Im vorletzten Saisonspiel der Regionalliga verteidigte die erste Mannschaft ihren fünften Tabellenplatz mit einem erkämpften Sieg gegen die zweite Mannschaft aus Ratingen.

Friedlich trennten sich zunächst Reiner Odendahl, Frank Noetzel und Gerd Kurr nach 2,5 Stunden Spielzeit mit ihren Gegnern auf  Remis , ehe es an den anderen Brettern ordentlich zur Sache ging. Im Laufe des Kampfes entwickelten sich ein Stellungsvorteil bei Thomas Fuchs und ein Materialvorteil bei Achim Tymura. An den anderen Brettern sah es für uns augenscheinlich schlechter aus. Kein Elberfelder gab sich jedoch geschlagen und der ESG gelang die von Außenstehenden beurteilte optimale Punkteausbeute . Achim und Thomas gewannen in überzeugender Weise ihre Endspiele aus besseren Stellungen, während Helge Hintze, Markus Rebbe und Gerhard Arold den Gewinnversuchen ihrer Gegner standhielten und Remis spielten. Der Mannschaftssieg und das letzte Heimspiel dieser Saison fanden im ESG-Stammlokal am Loh ihren fröhlichen Ausklang.

Ende April geht es noch um die goldene Ananas zum Lokalrivalen nach Solingen. Im nächsten Jahr dürfte es ESG I in der Regionalliga eher mit Ratingen I als mit Ratingen II zu tun bekommen, aber in der Mannschaft steckt immer noch Luft nach oben.

[FN]

Wiedergutmachung…

… war heute für die ESG IV angesagt für die bittere 1:5 Niederlage gegen Lennep I aus der letzten Saison. Doch das ist keine leichte Aufgabe; spielen doch mit Erik Stokkentreeff und Frank Frese zwei 1700er an den ersten beiden Brettern. Da galt die Devise: vorne remis halten und hinten punkten – auch das keine leichte Aufgabe, denn die ESG IV musste heute stark ersatzgeschwächt antreten. Nicht nur Starersatzspieler Markus Biedermann sprang für den verhinderten Renè Niebergall ein, sondern auch das bekannte Ersatzduo Benedikt-Norbert von der ESG V, die schon gegen Remscheid brillierten und kurzfristig für den erkrankten Fabio Santiago und den kurzfristig verhinderten Yadi Zargari einsprangen.

So kam es zu einer frühen Punkteilung am Brett 6 zwischen Ramsel und Markus Biedermann, und das zweite remis folgte am Brett 1 zwischen Bernd Mühlinghaus und Stokkentreeff – Mission erfüllt: das Spitzenbrett nicht verloren.

Zur selben Zeit zog Frese am Brett 2 gegen Martin Keller in der folgenden Stellung nach 16…Sf6

17. Sd2, und Martin antwortete mit 17…. Sxd2. Es folgten noch 18. Kxd2, Se4+;  19. Kc1, Dxh4 und Aufgabe. So ging die ESG IV dann mit 2:1 in Führung, und Mannschaftskapitän Thomas Falk am Brett 5 legte nach. Nachdem sein Gegenüber, Klaus Koch, 21…Lc4+ zog,

Falk vs Koch nach 21. Sc6

überlegte Thomas zwei Sekunden, wohin sein König ziehen könnte, bevor er 22. Txc4 fand, und Koch verfiel in minutenlanges Nachdenken und setzte mit 22… Lxf4; 23.Sxd8, bxc4; 24.exf4. Es brauchte nochmals 26 Züge, bevor schwarz aufgab.

Etwas weniger erfreulich sah es am Brett 8 aus, an dem Norbert in einer passiven Stellung gegen einen Mehrbauern kämpfte. Umso erfreulicher und überraschend kam das Remisangebot von Ungermann, das Norbert sofort annahm. Sein Mannschaftskollege Benedikt Abel konnte dagegen eine vorteilhafte Stellung gegen Stracke erreichen, die er immer mehr ausbaute, und dann aus folgender Stellung nach 52…Ta2

Abel vs Stracke nach 52…Ta2

zum Mattagriff mit 53. Tf1+, Ke4; 54. T7xf5, Kd3; 55. T5f3+, Kc2; 56. T3f2+ und Aufgabe überging und die Begegnung für die ESG entschied. Es verblieben nur noch zwei Bretter, am Brett 3 Samuel Haringer gegen Hosniak und am Brett 4 Josef Komeinda gegen Müller. Der Blick auf die Bretter war vielversprechend. In aussichtsreicher Stellung nach 25… Ta5

Haringer vs Hosniak nach 25…Ta5

konnte Samuel mit 26. Txb4, Txd5; 27. Dxd5, Dxb4 und 28. Lc5 alles klar machen. Auch Josef Komeinda hatte anfangs einen Mehrbauern, den er sich jedoch wieder abluchsen ließ und zu guter letzt mit einem Minusbauern ums remis kämpfte.

Müller vs Komeinda – schwarz am Zug

War hier für sein Gegenüber Müller mehr als ein remis drin? Anscheinend wollte er es zügelang nicht einsehen, aber am Ende war es nur ein remis.

So zeigte sich heute die ESG wieder in TOP-Form und konnte mit einem 6:2-Erfolg wieder zur Tabellenspitze anschließen. Am 5. März empfängt die ESG IV dann Solingen VIII.

[thf]