Die Aufstiegsambitionen untermauert

1. Bezirksliga: Mettmann-Sport – ESG III 1 : 7

Mit einem 7:1-Kantersieg hat die Drittvertretung ihre Aufstiegsambitionen in der 1. Bezirksliga untermauert und f√ľhrt bei noch drei ausstehenden Spieltagen die Konkurrenz souver√§n mit drei Punkten Vorsprung an.

Die meisten Partien befanden sich noch im Er√∂ffnungsstadium, da konnte Topscorer Babak Arani Far am Spitzenbrett bereits den ersten vollen Punkt vermelden. Sein Gegner¬† Hartwig hatte ein Scheinopfer geplant, dann aber mit Erschrecken feststellen m√ľssen, dass sein Offizier tats√§chlich kompensationslos verloren ging. Auch Dennis Peters hatte in seiner Partie gegen Weyer an Brett sieben fr√ľh die Weichen auf Sieg gestellt:

Peters – Weyer nach 12…Db5

 

Vorsichtigen Spielern w√§re die Einschlagsdrohung Dxb2 vielleicht nicht ganz geheuer, doch ein taktischer Spieler wie Dennis l√§sst sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Nach 13.hxg6 Dxb2 14.Kd1 (hier w√§re sogar 14.g7 Dxc2 15.0-0 m√∂glich gewesen) 14…fxg6 15.Lxg6+hxg6 16.Dxg6 Kd7 17.Txh8 ist die Lage im schwarzen Lager hoffnungslos. Folglich gab Weyer wenige Z√ľge sp√§ter auf.

Thorbens Erfolg und Martin als „Kiebitz“

Zu diesem Zeitpunkt wurde Martin Keller an Brett acht von seinem jungen Kontrahenten K√∂hn ein Remisangebot unterbreitet. Kurioserweise untersch√§tzte K√∂hn hier wohl seine vielversprechende Stellung, die Martin hinterher als aus seiner Sicht „fast schon verloren“ einstufte. Dennoch lie√ü er sich Zeit und beobachtete in Ruhe den weiteren Verlauf des Mannschaftskampfes. So sah er an Brett vier die feine Mittelspielbehandlung Samuel Harringers, der seinem Gegner Turudic nach und nach Bauern raubte und ihn schlie√ülich zur Aufgabe zwang.

Dass an diesem Spieltag aus ESG-Sicht alles gelang, wurde dann auch an Brett zwei deutlich: Endlich konnte Thorben Mantler seinen ersten Saisonsieg feiern, wobei er gegen Stanislowski lange Zeit nicht gut gestanden und im sp√§ten Mittelspiel sogar einen Bauern verloren hatte. Ihm gelang es jedoch, Gegenspiel aufzubauen und die folgende Stellung herbeizuf√ľhren:

Stanislowski – Mantler nach 32.Df2

 

Urspr√ľnglich wollte Thorben hier lediglich den Minusbauern zur√ľckholen, doch dann stie√ü ihm ein noch besserer Zug ins Auge 32…e3. Die attackierte wei√üe Dame kann die 2. Reihe nicht verlassen und nach dem Damentausch 33.Dxd2 exd2 kann Wei√ü die Damenumwandlung auf d1 nicht mehr verhindern.

Nun konnte Martin guten Gewissens das Remisangebot annehmen und mit dem 4,5 : 0,5 den Mannschaftssieg eint√ľten! Fast zeitgleich baute Carsten Becker am 6. Brett den Vorsprung sogar noch weiter aus, indem √ľber Manfred Otto die Oberhand behielt. Carsten war gut und mit Stellungsvorteilen aus der Er√∂ffnung gekommen, fand allerdings keinen zwingenden Gewinnweg. Wie es dann so kommt – Hobbypsychologen m√∂gen hierzu wilde Thesen haben – entpuppte sich ausgerechnet der Zug als partieentscheidender Fehler, mit dem Otto sein Remisangebot unterbreitete. Carsten lehnte ab und gewann sicher.

Alex auf Nummer sicher, Sören kompromisslos

Die letzten noch ausstehenden Partien wurden ebenfalls bald beendet: Alex ging nach turbulentem Partieverlauf mit wechselnden Stellungs- und Materialvorteilen letztlich doch auf Nummer sicher und verst√§ndigte sich an Brett f√ľnf mit Schr√∂der auf eine Punkteteilung. S√∂ren Matthey dagegen war motiviert, das Ergebnis noch eindrucksvoller zu gestalten. Er hatte seinem Gegner Sprave an Brett drei zu keinem Zeitpunkt ein wirkliches Gegenspiel erlaubt und erntete daf√ľr folgerichtig den vollen Punkt, sodass der Endstand mit 7:1 unerwartet deutlich ausfiel.

Der Sieg wurde diesmal im TruckStop Cronenberg gefeiert und zwar geschlossen mit sämtlichen acht Akteuren!

[TM]

Einen Meilenstein…

‚Ķ auf der Mission ‚ÄěKlassenerhalt‚Äú in der zweiten Bezirksliga konnte heute die Vierte der Elberfelder Schachgesellschaft mit einem gl√ľcklichen Sieg unter widrigen Umst√§nden erreichen: sechs Mannschaftspunkte auf dem Punktekonto.

Dabei war es nicht der angek√ľndigte Sturm, der den Sieg schwierig machte, sah der Blick auf die Tabelle und auf den Kader der Velberter nach klaren Vorteil f√ľr die Elberfelder aus, sondern die Nachricht von Kevin am morgen, dass er nicht spielen k√∂nne. Spontane Versuche, noch kurzfristig Ersatz f√ľr Kevin zu ertelefonieren schlugen leider fehl. Auch Peter war zum vereinbarten Treff- und Zeitpunkt nicht dort, und so musste man zu sechst nach Velbert aufbrechen. War der Traum vom Klassenerhalt jetzt schon ausgetr√§umt ?

Mannschaftsf√ľhrer Steinhauer begr√ľ√üte uns und er√∂ffnete, dass er ebenfalls nur sechs Spieler im Saal h√§tte. Ausgerechnet die Gegner von Peter und Dominik fehlten ihm, so dass es nun wieder nach einer Begegnung auf Augenh√∂he aussah.

Nach zwanzig Minuten und nach einer nervenaufreibenden Odyssee traf Peter nun doch noch ein: 0:1 f√ľr Elberfeld.

Das war wohl f√ľr den Elberfelder Mannschaftsf√ľhrer etwas viel Aufregung, und er stellte kompensationslos einen Springer ein und gab auf. Zum Gl√ľck √ľberspielte Dominik, der Goalgetter der Liga, seinen Gegner und gewann die Partie zum 1:2.

An Brett 2 geriet Harald in eine taktisch schwierige Stellung, Figuren wurde mit Zwischenz√ľgen und -schachs getauscht. Als er dann die Chance hatte, ins Dauerschach abzuwickeln, begann die lange Bedenkzeit…

Dietmar war mit dem Partieverlauf sichtbar nicht ganz zufrieden. Sein Gegner tauschte konsequent alles ab, und die Partie verflachte sich zunehmend, so dass man sich (nicht ganz freiwillig) auf die Punkteteilung einigte. Sein Gegner wollte wohl trotz R√ľckstand nicht mehr.¬†

R√ľdiger hatte heute im Endspiel L√§ufer gegen Springer ein gl√ľckliches H√§ndchen und konnte den gegnerischen L√§ufer entwerten. Der Sieg an diesem Brett war nun unausweichlich, und Harald nahm das Dauerschach, so dass R√ľdiger mit dem Partiegewinn den Mannschaftssieg sicherstellte.

Am achten Brett half Hendrik Mordos von der F√ľnften aus und war seinem Gegner wie Dominik taktisch √ľberlegen. Dieser wehrte sich noch lange, und Hendrik tat sich etwas schwer die Mehrfigur umzum√ľnzen, doch dann sah sein Gegner die Mattdrohung zu sp√§t…

Mit dem gl√ľcklichen 5:2-Sieg √ľber Velbert erk√§mpfte sich die Vierte einen mittleren Tabellenplatz.

Am 15. März wird man dann die Schachfreunde Lennep im Luftschloss empfangen.

[thf]

 

 

Doch nur Brettpunkte…

… konnte die Vierte der Elberfelder Schachgesellschaft im Heimspiel gegen die Schachfreunde Vonkeln holen.

Ein Blick auf die Tabelle am Vorabend des Turniers ließ Hoffnung aufkommen, man könnte gegen den Absteigeraspiranten einen oder vielleicht auch beiden Mannschaftspunkte erspielen, um sich deutlich von ihnen zu distanzieren.

Leider musste man stark ersatzgeschw√§cht, ohne R√ľdiger und Kevin, antreten. Auch wenn Mannschaftsf√ľhrer Thomas Falk mit Reinhard, Ren√® und Norbert so ziemlich das Beste requirieren konnte, was die F√ľnfte so zu bieten hat, waren die Vonkelner in Bestbesetzung papierm√§√üig √ľberlegen.

Überraschend kam ein Remis an Brett acht durch Norbert; doch wenig später musste Peter, unser Remisgarant auch gegen deutlich stärkere Gegner, seine Partie nach Figureneinsteller aufgeben. An Brett sieben geriet Renè vollkommen unter die Räder von Gernot Krakat. Auch wenn Renè in seiner ihm bekannter Art bis zum Schluss kämpft, war der Mannschaftskampf damit schon entschieden. Das wussten sowohl die Elberfelder als auch die Vonkelner. Es folgte eine Reihe von Punkteteilung.

Lediglich Dominik versuchte noch etwas zu rei√üen, doch auch er geriet in eine gedr√ľckte Stellung und fand dann doch die Drohung zum Dauerschach, so dass die Elberfelder nur drei Brettpunkte aufs Konto einzahlen konnten.

Am 9. Februar geht es dann nach Velbert mit hoffentlich etwas mehr Gl√ľck.

[thf]

Nichts f√ľr schwache Nerven

1. Bezirksliga: ESG III – Ohligser TV 4 : 4

Wie schrieb der Autor dieser Zeilen noch vor ziemlich genau drei Monaten?! „Die Drittvertretung macht es gerne spannend“ – dies war auch am 5. Spieltag im Heimspiel gegen den Ohligser Turnverein wieder der Fall.

Denn viel schlechter h√§tte der erste Mannschaftskampf des Kalenderjahres 2020 f√ľr die Elberfelder gar nicht beginnen k√∂nnen. Das Remis von Martin Keller an Brett acht gegen den starken OTV-Ersatzmann Nareike war durchaus noch als Erfolg zu werten, danach wurde es f√ľr den Gastgeber jedoch bitter. Am 4. Brett war Samuel Harringer eigentlich sehr gut aus der Er√∂ffnung gekommen und konnte sogar materielle Vorteile verbuchen. OTV-Spieler Ommer machte jedoch das Beste aus der Situation und nutzte die durch Bauernverluste halboffenen Linien zu einem letztlich erfolgreichen Mattangriff.

√Ąhnlich erging es Thorben Mantler an Brett zwei, der gegen Preuss zwar einen Mehrbauern aus der Er√∂ffnung mitnahm, im Endspiel jedoch dem erfahrenen Routinier nicht gewachsen war. Und auch S√∂ren Matthey am 3. Brett blieb nach einem Figurenverlust nichts anderes √ľbrig, als seinem Gegen√ľber Winkelrath zum Sieg zu gratulieren. Somit lagen die bis dahin verlustpunktfreien ESG-Akteure bereits nach drei Stunden Spielzeit mit 0,5:3,5 zur√ľck. Eine Aufholjagd musste her!

Carstens Kavallerie bläßt zur Aufholjagd

Diese begann mit dem Erfolg von Carsten Becker an Brett sechs √ľber Zymeri.

Becker – Zymeri nach 17…Tde8

 

Schwarz hat einen Mehrbauern, Wei√ü daf√ľr die Initiative und einen konkreten Plan: In bester Metzger-Manier f√ľhrte Carsten sein Ross zum Schlachthof und spielte 18.Sxc7. Zymeri h√§tte hier die Qualit√§t geben und mit 18…Dd7 fortf√ľhren k√∂nnen, doch er forderte einen Nachweis √ľber die Korrektheit des Opfers an. Dieses erbrachte Carsten nach 18…Kxc7 19.Db6+ Kc8 20.Lxc6 bxc6 21.Dxc6+ Kb8 22.Db6+ Kc8 23.Dxa6+ Kb8 24.La7+ Ka8 25.Lb6 mit nachfolgendem Matt!

Babak Arani Far f√ľhrte die Aufholjagd fort und zwang am Spitzenbrett seinen Gegner Baumann mit einem Damengewinn in die Knie. An Brett f√ľnf dagegen sah es zun√§chst nicht nach einem ESG-Erfolg aus: Alexandr Pertschik schob zwar mutig die K√∂nigsbauern nach vorne, sein Gegner Hammerschmidt hatte jedoch die Initiative und war mit drei Offizieren in Alex‘ Stellung eingedrungen. Kurioserweise wurde dabei allerdings die Dame des OTV-Spielers immer weiter eingezw√§ngt, bis sie kein Fluchtfeld mehr hatte – Hammerschmidt gab auf und der Mannschaftskampf war wieder ausgeglichen und bei einer noch ausstehenden Partie denkbar spannend!

Entscheidung oder Unentschieden an Brett sieben?

Knapp f√ľnf Stunden k√§mpften Dennis Peters und sein Gegen√ľber √Ėzl√ľgedik an Brett sieben um jeden noch so kleinen Vorteil. Am Ende sah es wohl deutlich besser f√ľr Dennis aus, doch m√ľde vom harten schachlichen Duelle willigte er ins Remisangebot des OTV-Mannschaftsf√ľhrers ein. Somit bleibt die ESG III weiterhin ungeschlagen und ein hei√üer Kandidat im Aufstiegsrennen der 1. Bezirksliga.

[TM]

Zu Ehren von Andrea Schmidt…

…, die am Vortag v√∂llig unerwartet verstarb, spielte heute die Vierte der Elberfelder Schachgesellschaft bei Schwarz-Wei√ü Remscheid und wollte ihr zu Ehren ihr bestes Schach zeigen.

Nach einer Schweigeminute am Brett gaben die Elberfelder gegen die leicht favorisierten Gastgeber alles und wurden mit einem fr√ľhen Remis an Brett 1 durch Peter Wiesemann, der mit Dauerschach drohte, belohnt. Und dann begann die Gl√ľcksstr√§hne der Elberfelder. An Brett 5 konnte Mannschaftsf√ľhrer Thomas Falk im elften Zug Bauer und Qualit√§t erobern und trug dann die Partie nach weiteren 35 Z√ľgen zum Sieg. Wenig sp√§ter erh√∂hte Leihgabe Alessandro Kronz zum 0,5:2,5, so dass Harald Kurz am zweiten Brett ein mannschaftsdienliches Remis beisteuerte.

Den halben Mannschaftspunkt machte dann Dominik Hirsch, unser Goal-Getter, mit einem Sieg nach einer sauber gef√ľhrten Partie klar. Nat√ľrlich klar, dass bei einem Zwischenstand von 1:4 die Gastgeber jedes weitere Remisangebot ablehnten, ablehnen mussten, so auch das Angebot von R√ľdiger Horn an Brett 4. Doch er verfolgte weiterhin konsequent den Remisplan, und schlie√ülich hatte sein Gegner ein Einsehen, dass in der Stellung nicht mehr drin war. Damit war der Mannschaftssieg erbracht und zwei wertvolle Mannschaftspunkte im S√§ckelchen.¬†

Und nun schien die Gl√ľckstr√§hne zu enden, denn an Brett 4 sah es so aus, als ob Neuzugang Dietmar Kaufmann wieder den vollen Punkt holen w√ľrde, und opferte daf√ľr seinen Turm. Leider kam dann sein K√∂nigsangriff zum Erliegen, doch nahm er das Dauerschach zum Remis. Bei einem Stand von 2:5 k√§mpfte Kevin Born an Brett 7 erfolgreich in vorteilhafter Stellung, lie√ü dann aber noch Gegenspiel zu. Nach beidseitiger Damenumwandlung standen sich je K√∂nig, Dame und Bauer gegen√ľber, wobei Kevins Bauer etwas weiter vorger√ľckt war. Aber war das zu gewinnen. Es schien, also ob die Partie mit Schachs noch ewig dauern k√∂nnte, am Volkstrauertag mit Spielbeginn um 13:00.

Erst der zarte Hinweis des Mannschaftsf√ľhrers, als beide das zweite Notationsblatt anfingen zu beschreiben, dass die Begegnung gewonnen ist und ein Remis reiche, lie√ü Einsicht in die beiden Schachspieler kehren, dass es Zeit ist, nach Hause zu fahren.

Mit einer √ľberragenden Mannschaftsleistung (3 Siege, 5 Remis, 0 Niederlagen) konnte die Vierte sich auf den dritten Tabellenplatz vorschieben und empf√§ngt am 8. Dezember die Vierte des Bahn-SC Wuppertal.

[thf]

Tabellenf√ľhrung verteidigt

1. Bezirksliga: ESG III – Ronsdorfer SV 5,5 : 2,5

Die Drittvertretung hat die Tabellenf√ľhrung in der 1. Bezirksliga mit einem klaren Heimerfolg verteidigt: Gegen die zu Saisonbeginn als Aufstiegskonkurrenten gehandelten Ronsdorfer gl√ľckte den Elberfeldern ein 5,5:2,5.

Der Mannschaftskampf war etwa 90 Minuten alt, da erhielt Carsten Becker am 6. Brett in ausgeglichener Stellung ein Remisangebot seines Gegners Hellmann. Soweit nichts Ungew√∂hnliches m√∂chte man meinen, aber dazu sp√§ter mehr. W√§hrend Carsten sich noch Bedenkzeit nahm, reichten sich an Brett zwei Thorben Mantler und Langensiepen bereits die H√§nde und verst√§ndigten sich in einer ereignislosen Partie auf eine Punkteteilung. F√ľr Thorben war es im dritten Spiel der erste z√§hlbare Erfolg.

Deutlich erfolgreicher ist diese Saison Martin Keller unterwegs, der diesmal am 8. Brett gegen Petry jedoch etwas Gl√ľck hatte, nicht schon in der Er√∂ffnung in eine schlechte Stellung geraten zu sein:

Keller – Petry nach 8… Db6

 

Dem alternativlosen 9. De2 folgte 9… Sc5 10. h3 Sf6 11. Le3 Da5 und Martin konnte sich konsolidieren. Nach 10… Sd3+! h√§tte Martin allerdings wertvolles Material verloren: z.B. 11. Dxd3 Sxf2 12. De2 Sxh1 13. Le3 c5 und Wei√ü hat keine M√∂glichkeit, den vorwitzigen Sh1 zu fangen.

Im Laufe der Partie bekam Martin dann aber noch einmal die Möglichkeit, seine bislang starken Leistungen zu bestätigen

Keller – Petry nach 29. Lb7

 

Das starke Qualit√§tsopfer 30. Txd6 ebnete ihm n√§mlich den Weg zum dritten Sieg im dritten Spiel. Auf 30… Txd6 folgte 31. Dc7 Tc6 32. Txc6 Lxc6 33. Sf5 Db7 34. Dd8+ und Wei√ü verbleibt mit einem Mehrbauern und Stellungsvorteilen.

Die Uhr tickt, Carsten bleibt cool

√úber eine halbe Stunde stand nun schon das Remisangebot an Brett sechs im Raum, doch Carsten blieb cool und blickte weiter auf die anderen Bretter, beispielsweise auf Brett sieben, an dem sich Dennis Peters gegen Boschen eine vielversprechende Stellung mit Mehrbauern erspielt hatte. Aus seiner Sicht ungl√ľcklich verspielte er seinen Vorteil jedoch wieder und die Partie endete Remis. Auch Samuel Haringer hatte am 4. Brett gegen Beck einen Mehrbauern, nachdem er seinem Gegner erfolgreich eine Falle gestellt hatte. Das Turmendspiel war allerdings trotz des materiellen Vorteils nicht zu gewinnen.

Im Gegensatz zu seinen Mannschaftskollegen war S√∂ren Matthey an Brett drei gegen Kolander derjenige, der sich verteidigen und um das Remis k√§mpfen musste. Er tat dies jedoch souver√§n und abgekl√§rt, sodass es nie wirklich brenzlig wurde. Brenzlig wurde es h√∂chstens beim Blick auf Carstens noch immer tickende Uhr: ein Ausschlagen des Remisangebotes schien bereits nicht mehr praktikabel, doch Carsten blieb betont locker: „Du wei√üt doch, wie gut ich blitzen kann“, raunte er dem Schreiber dieser Zeilen mit einem verschmitzten L√§cheln zu.

Am Ende wurde es deutlich

Mit dem Sieg von Alexandr Pertschik an Brett f√ľnf √ľber Cziudai war das Thema Weiterspielen f√ľr Carsten dann aber auch erledigt und er nahm das vor √ľber einer Stunde ausgesprochene Remisangebot an. Doch auch bei Alex‘ Partie sah es zun√§chst sehr remislich aus:

Cziudai – Pertschik nach 40… f6

 

41. Txe4 h√§tte das materielle Gleichgewicht wieder hergestellt, den Turmtausch erzwungen und in ein Endspiel abgewickelt, dass nur durch einen groben Fehler zu verlieren gewesen w√§re. Cziudai spielte jedoch 41. e3 und Alex nutzte die Gunst der Stunde: 41… Kd5 42. Td4+ Kc5 43. Txe4 Txe4+ 44. Kxe4 Kc4 und acht Z√ľge sp√§ter gab der Ronsdorfer in hoffnungsloser Stellung auf.

Den Schlusspunkt setzte Babak Aranifar, der in einer z√§hen 6-Stunden-Partie RSV-Mannschaftsf√ľhrer Kosin bezwang. Der 5,5:2,5-Erfolg wurde im ESG-Lager wie gewohnt geb√ľhrend mit Pizza gefeiert!

[TM]

Minimalziel erreicht

Bei der Bezirksblitzmannschaftsmeisterschaft konnten sich beide ESG-Teams f√ľr die Teilnahme an der Verbandsmeisterschaft qualifizieren.

ESG 2 in der Besetzung Frank Noetzel, Gerd Kurr, Ludger Schmidt und Dominik Hirsch belegten den 2. Platz und ESG 1 in der Besetzung Helge Hintze, Mykyta Volkov, Andrea Schmidt und Thomas Falk erreichten Rang 4.

Hervorzuheben ist die Leistung unseres j√ľngsten Mitstreiters, der sich bei seinem ersten Einsatz wacker geschlagen hat.

Siehe auch:
https://www.sbbl.org/sg-solingen-wird-bezirks-blitz-mannschaftsmeister-2019/

[GK]

Die Drittvertretung macht es gerne spannend

1. Bezirksliga: SC Tornado Wuppertal – ESG III 3,5 : 4,5

Ein gutes Pferd – oder f√ľr Schachspieler: ein guter Springer – springt bekanntlich nur so hoch wie es muss. Daran scheinen sich die Spieler der Drittvertretung in dieser Spielzeit ein Beispiel genommen zu haben, denn auch das zweite Saisonspiel wurde knappstm√∂glich mit 4,5:3,5 gewonnen!

Zu Beginn hatten die Gastgeber sogar vorgelegt, da Thorben Mantler in der Er√∂ffnung ein Bauernraub riskierte, in der Folge allerdings in der Entwicklung zur√ľckblieb, was Tornado-Mannschaftsf√ľhrer Wegner mit mutigen Angriffen auszunutzen wusste. Postwendend gelang Alexandr Pertschik jedoch der Ausgleich, indem er am 5. Brett seinen Gegner J√ľrhs bezwang.

Pertschik – J√ľrhs nach 15… Se4

 

Aufgrund des vollen Brettes deutete sich zunächst eine Positionsschlacht an, doch mit 16. Sxc4 gelang Alex ein taktischer Schlag ins Kontor des Gegners. Der Zug erobert einen Bauern, bietet Gardez und deckt zudem noch b2. Ein feines Scheinopfer, dass Alex den Weg zum späteren Sieg ebnete.

Keine F√ľhrung hatte lange Bestand

Am dritten Brett lieferte sich S√∂ren Matthey ein positionelles Geduldsspiel mit seinem Gegen√ľber Kissing. Keiner der beiden lie√ü sich jedoch zu einem Fehler verleiten, und so endete die Partie folgerichtig mit einem Remis. Auf ein solches hatte auch Tornado-Spieler Nahr gehofft, als er gegen ESG-Mannschaftsf√ľhrer Martin Keller ins Leichtfigurenendspiel abwickelte. Martin bekam jedoch Oberwasser und nutzte die gegnerischen positionellen Schw√§chen geschickt zum vollen Punktgewinn aus. Doch auch die ESG-F√ľhrung w√§hrte nicht lange, da Samuel Harrringer gegen Beckmann mit einer Minusfigur auf verlorenem Posten stand und trotz tapferer Gegenwehr schlie√ülich aufgeben musste.

Und auch die neuerliche ESG-F√ľhrung hatte nicht lange Bestand, doch der Reihe nach: Edeljoker Thomas Symank erspielte sich an Brett acht gegen Herbergs die folgende vorteilhafte Stellung:

Herbergs – Symank nach 38. Kg2

 

Mit dem Zug 38… Db1 fesselte Thomas den gegnerischen Sc2 und drohte Sba3 mit Materialgewinn. Herbergs hoffte noch, mit dem Man√∂ver Sg3-f1-e3 etwas retten zu k√∂nnen, doch nach 39. Sf1 Sba3 w√§re 40. Sfe3 wegen 40… Sxe3 41. fxe3 Sxc2 oder Dxc2+ hoffnungslos gewesen. Herbergs entschied sich letztlich f√ľr 40. Dg3, um mittels Damenschachs noch auf Dauerschach zu hoffen, dieses Vorhaben unterband Thomas allerdings und konnte am Ende den verdienten vollen Punkt behaupten!

Wenig sp√§ter hie√ü es jedoch wieder „Ausgleich Tornado – 3,5:3,5“. Am 6. Brett hatte sich Carsten Becker gegen Runge bei einer Abtauschkombination verrechnet und seinen L√§ufer gegen einen Bauern eingeb√ľ√üt. Da auch der nachfolgende Versuch eines Qualit√§tsgewinns fehlschlug, stand Carsten fortan auf verlorenem Posten und konnte die Niederlage nicht mehr abwenden.

Entscheidung in der finalen Einzelpartie

Somit musste die letzte noch ausstehende Partie am Spitzenbrett √ľber den Ausgang des Mannschaftskampfes entscheiden: Hier hatte sich Babak Aranifar gegen Hemmerich im Mittelspiel mit einem sch√∂nen Springeropfer einen Mehrbauern erspielt und diesen bis ins Endspiel verteidigt. Dieses erwies sich jedoch als harte Nuss und Babak musste beharrlich Druck aus√ľben, bis er diese geknackt hatte. Letztlich gelang ihm dies und er fuhr den entscheidenden Punkt zum 4,5:3,5-Mannschaftserfolg ein!

[TM]

ESG U14 mit knapper Niederlage

Am heutigen Sonntag waren gleich vier ESG-Teams am Start. Die sicherlich schwierigste Aufgabe hatte dabei die U14-Mannschaft in D√ľsseldorf zu l√∂sen. Das lag weniger am Fehlen eigener Stammspieler aus parallel-schachlichen und nicht-schachlichen Gr√ľnden, sondern mehr an der Tatsache, dass die gastgebende Mannschaft des DSV f√ľr diesen Wettkampf an vier Brettern allein zehn (!) Jugendliche h√§tte aufbieten k√∂nnen, deren DWZ h√∂her ist als die aller (!) unserer eigenen, auch besten, Spieler. Was zeigt, dass auch f√ľr die seit √ľber einem Jahr √ľberwiegend erfolgsverw√∂hnte ESG-Jugend noch ‚Äěviel Luft nach oben‚Äú ist…

Unsere gute Seele f√ľr alle Mannschaften mit Kindern und Jugendlichen, Norbert Schr√∂der, fuhr mit Florian, Uzay, Bartu und Hasan in die Landeshauptstadt, und motiviert k√§mpften sich die Jungs in das Geschehen am Brett gegen eine favorisierte, aber nicht in Bestbesetzung angetretene Heimmannschaft.

Leider ging es dann mit einer Niederlage f√ľr Hasan durch Handyklingeln los, etwas, was ja auch schon Erfahreneren passiert ist, von daher wird es ihm wohl zuk√ľnftig nicht mehr passieren, denn es war √ľberhaupt seine allererste Turnierpartie. Die drei anderen aber spielten auch immer noch gut mit, und der Zwischenbericht nach eineinhalb Stunden durch Mannschaftsf√ľhrer Norbert lie√ü sogar die Hoffnung auf ein Mannschaftsremis aufkommen. Am Ende des Tagen ging das Spiel dann 1,5-2,5 (7-9 nach Jugendwertung) verloren. Florian holte ein starkes Remis an Brett 1 gegen DWZ 1612, Uzay gewann an Brett 2 und Bartu musste sich an Brett 3 geschlagen geben. 50% also an den ausgespielten Brettern ! Damit machen auch hier gezeigte Praxis und Einsatzwillen Hoffnung f√ľr die weitere Entwicklung in der Jugendabteilung.

Vielen lieben Dank und weiterhin Gut Holz !

[MB]

Sand ins Getriebe…

kam heute der Vierten der Elberfelder Schachgesellschaft im zweiten Mannschaftskampf der zweiten Bezirksliga gegen die Gäste aus Radevormwald.

Nach dem gelungenen Start in die neue Saison mit einem Sieg in Solingen sollte heute der Mannschaftskampf ebenfalls verhei√üungsvoll starten, nachdem Mannschaftsf√ľhrer Thomas mit einem Remis den ersten Z√§hler auf die Ergebniskarte eintrug. Es dauerte nicht lange, und Dominik erh√∂hte auf 1,5:0,5.

Das war das richtige Signal in die Mannschaft, das heute etwas Zählbares zu holen sein könnte; doch der erste Dämpfer ließ mit der Verlustpartie von Batuhan nicht lange auf sich warten. An den noch laufenden Brettern war wenig Hoffnung auf Gewinn, und Josefs Brett sah alles andere als gut aus, so dass Peter das Remisangebot in völlig ausgeglichener Stellung ablehnte/ablehnen musste.

Doch dann zog Dietmar seinen K√∂nig vom schutzbed√ľrftigen Bauern ab, und sein Gegner schlug mit der Dame zu, und Dietmar gab auf. Ein Mannschaftsremis war nun illusorisch, und Harald sowie Peter wickelten/willigte v√∂llig zu recht ins Remis ab/ein. Auch R√ľdiger kam immer mehr unter die R√§der, und nachdem er seinen L√§ufer nicht mehr halten konnte, musste auch er die Segel streichen.

Es verblieb wie beim letzten Mannschaftskampf Josefs Brett, der trotz verlustreicher Stellung weiter spielte; und pl√∂tzlich war da so etwas wie ein Hoffnungsschimmer. Es waren knapp zwanzig Z√ľge gespielt, Josef hatte noch zwanzig Minuten auf der Uhr, sein Gegen√ľber lediglich f√ľnf. Jetzt konsequent auf Angriff spielen und dem Gegner Fragen stellen. Doch es kam anders. Josef tausche noch die Damen geriet so in die Defensive und lie√ü dabei die Uhr ablaufen, bevor vierzig Z√ľge auf dem Notationsblatt standen, was beide parit√§tischen Schiedsrichter bemerkten.¬†Beiden Spielern war irgendwie nicht klar, dass die Partie vorbei war. So konnte die ESG IV heute nur magere 2,5 Brettpunkte im Abstiegskampf holen.

Am 17. November geht es dann nach Remscheid.

[thf]