1:4-Rückstand mit toller Moral aufgeholt

1. Bezirksliga: Ronsdorfer SV – ESG III 4:4

Das 4:4 gegen den Tabellenschlusslicht Ronsdorf war sicherlich nicht das Wunschergebnis der ESG-Akteure vor dem Mannschaftsskampf, doch gemessen am Spielverlauf muss man eher von einem Punktgewinn denn von einem Punktverlust sprechen.

Die Voraussetzungen zu Spielbeginn waren bereits nicht optimal, da auf Elberfelder Seite das 7. Brett unbesetzt blieb und der damit verbundene Rückstand weitere negativen Folgen hatte: So wählte Thomas Falk an Brett acht gegen Pustlauk im Endspiel die aggressive statt der sicheren Fortsetzung, und verlor. Nachdem auch Josef Krük am Spitzenbrett gegen Jens Kosin verloren hatte sah sich Thorben Mantler am 2. Brett in der Pflicht, angesichts des 0:3-Rückstandes seine tote Remisstellung bedingungslos auf Sieg zu spielen. Der Schuss ging nach hinten los, denn Thorbens Gegner Beck konnten die Opferserie des Elberfelders widerlegen und einen weiteren vollen Punkt für die Gastgeber einfahren. Da kurz vor Thorbens Niederlage Leander Berner einen Sieg vermelden konnte, lautete der Zwischenstand zu diesem Zeitpunkt 1:4 aus ESG-Sicht.

Leander hatte am 5. Brett gegen Kronenberg einen feinen Abzugsangriff zu einem Figurengewinn genutzt und die Partie auch danach mit der notwendigen Konsequenz zum Sieg fortgeführt. Einen weiteren vollen Punkt für die Gäste konnte Mannschaftsführer Peter Wiesemann an Brett sechs beisteuern. Dabei stand Peter gegen Cziudai lange Zeit sehr gedrückt, konnte sich aber nach und nach befreien und im Endspiel einen weit aufgerückten Bauern zum spielentscheidenden Angriff nutzen.

Da auch Dennis Peters am 4. Brett ein voller Punktgewinn gelang, keimten im ESG-Lager wieder Hoffnungen auf, zumindest noch einen Mannschaftspunkt erobern zu können. Dennis drückte seinen Gegner Karl Freitag in eine passive Stellung, unterband jedwedes Gegenspiel und griff gezielte die Schwachpunkte in der gegnerischen Stellung an – ein technisch blitzsauberer Erfolg! Der Erfolg von Alexandr Pertschik an Brett drei gegen Langensiepen stellte schließlich den 4:4-Endstand her. Zwar hatte Alex bei einem Königsangriff ein mehrzügiges Matt übersehen, er eroberte jedoch genügend Material um Langensiepen letztlich zur Aufgabe der Partie zu bewegen.

Angesichts des Spielverlaufs waren die ESG-Akteure mit dem 4:4 zufrieden, immerhin hatten sie tolle Moral bewiesen und einen deutlichen Rückstand egalisiert. Zudem ist die ESG-Dritte zumindest bis nächsten Sonntag wieder Tabellenführer der 1. Bezirksliga.

[TM]

ESG III geht ohne Niederlage in die Winterpause

1. Bezirksliga: ESG III – SC Solingen 24 5,5 : 2,5

Die Drittvertretung wird als ungeschlagener Tabellenzweiter in der 1. Bezirksliga Bergisch Land überwintern. Im letzten Spiel des laufenden Kalenderjahres fuhren die Elberfelder Schächer einen ungefährdeten 5,5:2,5-Heimsieg über den SC Solingen 24 ein.

Einmal mehr kam Dennis Peters am 5. Brett bärenstark aus der Eröffnung und jagte den König seines Gegners Bernd Decker quer über das Brett:

decker_peters

Um auch die dritte Schwerfigur ins Spiel zu bringen, rochierte Dennis an dieser Stelle und opferte damit den Läufer auf e5. Decker lehnte das Opfer ab und entging so einer vierzügigen Mattkombination. Doch auch wenn der Matterfolg ausblieb, gewann Dennis im weiteren Spielverlauf genügend Material, um die Partie zu gewinnen.

An Brett sechs hatte Peter Wiesemann ebenfalls den gegnerischen König ins Visier genommen und seinen Gegenüber Hermann Fujs immer mehr in die Bredouille gebracht. Ein sehenswertes Turmopfer riss die Verteidigungsmauern ein und sicherte dem ESG-Mannschaftsführer den vollen Punktgewinn. Eher positionell legte Thorben Mantler sein Spiel an Brett zwei gegen Harald Winkelrath an. Winkelrath agierte dabei im frühen Mittelspiel zu passiv und geriet dabei nach und nach in eine Verluststellung, die er schließlich aufgab. Punktgewinne erzielten die Gäste dann allerdings am Spitzenbrett und an Brett drei: ESG-Altmeister Josef Krük musste sich dem permanenten Druck des Solingers Manfred Preuss ebenso geschlagen geben, wie Alexandr Pertschik der materiellen Überlegenheit seines Gegners Walter Ommer.

Eine Wende im Mannschaftskampf bedeutet dies aber nicht, denn Bernd Mühlinghaus wurde am 8. Brett für seine konsequenten Angriffsversuche gegen Stefan Hakenberg mit einem Sieg belohnt und sicherte dem Gastgeber somit einen weiteren wichtigen Zähler. Und kurz darauf stand der Erfolg des ESG-Teams fest: Martin Keller hatte die durchweg ausgeglichene Partie gegen Werner Geske sicher in den Remishafen geführt.

Den Schlusspunkt setzte Alfred Güthler, der gegen Heinrich Hubert bereits mit Materialvorteil aus der Eröffnung gekommen und während der gesamten Partie deutlich besser gestanden hatte.

[TM]

ESG III weiter ungeschlagen

1. Bezirksliga: SF Anna Wuppertal – ESG III 4:4

Die Drittvertretung sammelt in der 1. Bezirksliga Bergisch Land weiter fleißig Punkte und blieb auch im dritten Spiel der Saison ohne Niederlage. Bei den favorisierten SF Anna gelang der ESG III ein beachtliches 4:4-Unentschieden. Interessanterweise war das Ergebnis vom Mannschaftskampf das einzige Remis im Laurentiustreff, denn in den Einzelpartien gab es an allen acht Brettern ausschließlich entschiedene Partien.

Den ersten vollen Punktgewinn für die ESG III konnte Dennis Peters an Brett fünf vermelden. Bereits nach 13. Zügen erreichte er gegen Andreas Passon die folgende Gewinnstellung:

peters_passon

Weiß droht 14. Lg5 mit Mattangriff und Schwarz stehen bereits keine befriedigenden Verteidigungszüge mehr zur Verfügung. Folglich gab Passon die Partie an dieser Stelle auf.

Die Führung wechselte allerdings zugunsten der Gastgeber, als zunächst Josef Krük am Spitzenbrett gegen Thorsten Kuhnhenn im Endspiel mit Minusbauern aufgab und wenig später auch Thorben Mantler an Brett zwei Witali Monastyrjow unterlag. Thorben hatte im Mittelspiel einen Läufer geopfert, jedoch den folgenden Königsangriff nicht zum gewünschten Erfolg führen können.
Besser machte es Harald Kurz der am 8. Brett gegen Ulrich Mairose einen Bauern gab, dafür jedoch starken Angriff erhielt und die Partie mit einem feinen Qualitätsopfer gewann. Auf verlorenem Posten stand zu diesem Zeitpunkt Alfred Güthler. Sein Damenverlust an Brett vier gegen Jürgen Wencki wog zu schwer und die Partie ging folglich an den Anna-Akteur.

Alexandr Pertschik am 3. Brett gegen Siegbert Richert eine schöne Angriffspartie und erreichte wenige Züge vor der Zeitkontrolle folgende Stellung:

pertschik_richert

Der schwarze König ist entblößt und die weißen Schwerfiguren rasseln bereits mit den Säbeln; und dennoch ist Alex‘ Gewinnzug einer aus der Kategorie „Schachdelikatessen“! 37. Th4+! führt nach 37…gxh4, 38. Dg8+ Kh6, 39. Sg4+ unabwendbar zum Matt, was auch Richert sah und die Partie aufgab.

Am 6. Brett mühte sich Nachwuchstalent Leander Berner letztlich vergeblich mit einer Minusqualität gegen Marcus Kramp, doch Peter Wiesemann rang am 7. Brett Rainer Kerpen im Schwerfigurenendspiel nieder und stellte so den 4:4-Endstand her.

Bereits in zwei Wochen steht für die ESG-Dritte der nächste Mannschaftskampf an. Im Heimspiel gegen den SC Solingen 24 wird sich zeigen, ob die Serie der ungeschlagenen Spiele den Jahreswechsel überdauern wird!

[TM]

ESG III übernimmt Tabellenführung

1. Bezirksliga: ESG III – Vohwinkeler SC 5,5 : 2,5

Mit einem in der Höhe überraschenden 5,5:2,5-Erfolg hat die Drittvertretung im zweiten Saisonspiel den zweiten Sieg errungen und sich an die Spitze der 1. Bezirksliga Bergisch Land katapultiert. Josef Krük, Leander Berner, Harald Kurz und Thomas Symank gelangen dabei volle Punktgewinne, Thorben Mantler, Alexandr Pertschik sowie Alfred Güthler steuerten jeweils ein Hälftchen zum Mannschaftserfolg bei.

Gespielt wurde im Turniersaal übrigens an neun Brettern: Heiko Kesseler und Lukas Heynck hatten ihre Vereinsmeisterschaftspartie nachgeholt. Im Maróczy-Aufbau der Sizilianischen Verteidigung konnte sich Heiko mit den weißen Steinen durchsetzen und damit seine optimale Punktausbeute beibehalten.

[TM]

Viele Erwartungen übertroffen!

1. Bezirksliga: ESG III – Vohwinkeler SC 4,5 : 3,5

Mit einem soliden 4,5:3,5-Heimsieg in Vohwinkel – der offiziell als Heimspiel angesetzte Mannschaftskampf wurde aus organisatorischen Gründen im Spiellokal des VSC ausgetragen – hat sich die ESG-Dritte nicht nur den Klassenerhalt, sondern mit Platz vier sogar einen vorderen Rang in der Abschlusstabelle gesichert. Die Situation vor dem Mannschaftskampf war allerdings ungewöhnlich, da beide Teams im Abstiegskampf aus dem Gröbsten raus, aber eben noch nicht hundertprozentig gesichert waren. Freundschaftsspiel-Charakter hatte der Mannschaftskampf also nicht, was auch in den einzelnen Partien deutlich wurde.

Als Erster konnte Martin Keller am achten Brett einen Sieg über Michael Pufal vermelden, nachdem sein Angriff am Königsflügel ihm deutlichen Materialvorteil eingebracht hatte. Eine Niederlage musste dagegen Josef Krük am Spitzenbrett gegen Bernhard Herbst hinnehmen. Beide Kontrahenten hatten die Eröffnung sehr scharf behandelt und stetig Drohungen aufgestellt.

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In der Brettstellung hätte Josef mit 11…Txg7 konsequent weiter auf Angriff spielen müssen. Er entschied sich jedoch zu 11…0-0-0 und musste nach 12. Dg4+ Kb8 13. Lxf8 einen Figurenverlust hinnehmen, der letztlich die Partie entschied.

Auch Peter Wiesemann und sein Gegner Ulrich Knapp rasselten am 6. Brett von der Eröffnung an mit den Säbeln, wobei Peter etwas zu forsch agierte und einen Bauern ungedeckt ließ:

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14…Sxd5 ist problemlos spielbar und sichert Schwarz der Schachengine Stockfish zufolge einen kleinen Vorteil. Knapp spielte jedoch 14…Dxd5 und geriet nach 15. Dc2 (droht Lc4) in die Bredouille. Drei Züge später gab der Vohwinkler die Partie in hoffnungsloser Stellung auf.

Alexandr Pertschik konnte an Brett fünf gegen Karel Sedlbauer ein sicheres Hälftchen beisteuern, ehe Lukas Heynck am 4. Brett Knut Herbertz besiegte und mit diesem weiteren vollen Punkt bereits für eine Vorentscheidung sorgte. Lukas hatte seinem Gegner früh einen Doppel-Isolani andrehen können, der bis ins Endspiel der Schwachpunkt in Herbertz Stellung blieb.

Mit dem vollen Punkt von Thorben Mantler, der am 2. Brett Marius Linke im Endspiel mit Qualitätsvorteil besiegte, war der Mannschaftskampf entschieden. Die Niederlagen von Dennis Peters am 3. Brett gegen Andreas Hegde sowie Harald Kurz, der an Brett sieben Tobias Lohmann unterlag, waren somit zu verschmerzen.

Der Saisonabschluss wurde obligatorisch in der Stammkneipe „Loher Grill“ begangen. Zu feiern gab es wie oben erwähnt eine Schlussplatzierung, die viele Erwartungen übertroffen hat!

[TM]

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Alle Acht(ung!): Die ESG-Dritte unmittelbar nach dem 4,5:3,5-Erfolg über Vohwinkel.

Den Klassenerhalt fest im Visier

1. Bezirksliga: Ronsdorfer SV – ESG III 3,5 : 4,5

Der ESG-Dritten ist ein weiterer ganz wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt gelungen. Dank des 4,5:3,5-Auswärtserfolgs in Ronsdorf können die Elberfelder nun relativ entspannt dem Saisonfinale entgegenblicken.

Etwas mürrisch hatte Josef zur Kenntnis genommen, dass er am Spitzenbrett zu einem kampflosen Erfolg über den aus privaten Gründen verhinderten Jens Kosin kam. Leander war da schon deutlich erfreuter, als er seine positionellen Vorteile am 8. Brett gegen Bickel sicher in materielle Vorteile ummünzte und den zweiten vollen Punkt für die ESG einfuhr.

Die Gastgeber konnten an Brett sieben noch einmal verkürzen, da Fabio gegen Cziudai trotz verbissenen Kampfes den materiellen Nachteil nicht zu kompensieren vermochte. Doch nachdem Dennis am zweiten Brett gegen Beck durch Stellungswiederholung ein Remis forcieren und Mannschaftsführer Peter am 6. Brett gegen Hellmann gewinnen konnte, war der Zwei-Zähler-Vorsprung wieder hergestellt. Peter hatte zwei Leichtfiguren für einen Turm erobert und die zahlenmäßige Überlegenheit seiner Offiziere gekonnt ausgespielt.
Alexandr spielte gegen Freitag an Brett sechs gewohnt offensiv, opferte einen Bauern und erspielte sich folgende Angriffsstellung:
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Mit Tf6 verhinderte Alexandr sowohl den Damentausch, als auch einen möglichen Verteidigungszug g6 (Txg6+). Freitag löste mit Kh8 die Fesselung, was Alexandr mit dem starken Zug Kh2! konterte: Es droht Tg1 und das Matt ist nun schon nicht mehr zu verhindern.

Damit hatten die Elberfelder die wichtigen 4,5 Brettpunkte beisammen, sodass die abschließenden Niederlagen von Lukas an Brett vier (gegen Kolander) und Thorben an Brett zwei (gegen Langensiepen) zu verschmerzen waren.

Am letzten Spieltag in zwei Wochen gegen den Vohwinkeler SC reicht der ESG bereits ein 4:4-Unentschieden, um den Klassenerhalt perfekt zu machen.

[TM]

1. Bezirksliga: BSW Wuppertal III – ESG III 2 : 6

Mit einem gerade in der Höhe unerwarteten 6:2-Erfolg im Stadtduell bei der BSW-Dritten hat die Drittvertretung die Abstiegsränge verlassen und sich wieder etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschafft.

Der Mannschaftskampf begann mit einer Serie von Punkteteilungen: In einer verschachtelten Stellung mit sich blockierenden Bauernketten verständigte sich zunächst Thorben an Brett zwei mit Hinrichs auf Remis. Bald darauf endeten auch die Partien von Peter (Brett sechs gegen Hölzer) und Harald (Brett sieben gegen Joachim Müller) jeweils unentschieden.

Den ersten vollen Punktgewinn für die ESG konnte Lukas am 4. Brett gegen Will einfahren:
will_heynck 01
Der „depressive Läufer“ auf a2 ist das Sorgenkind in der weißen Stellung. Mit 19… Ta3 bereitete Lukas die Turmverdoppelung auf der a-Linie vor, der den Figurengewinn erzwingt.

Zehn Züge später sah es auf den ersten Blick so aus, als hätte Weiß Gegenspiel bekommen:
will_heynck 02
Der Bauer e6 ist lästig und auch die Drohung Dg3 ist nicht zu vernachlässigen. Lukas fand jedoch den feinen Zug 29… Sc5, was nach 30. De3 Se4+ der weißen Dame das Feld g3 verwehrt und den Springer optimal platziert.

Einen weiteren (Schwarz-) Sieg für die Gäste steuerte Martin an Brett acht gegen Röder bei. Dabei war Martin nach ausgeglichener Eröffnung im Mittelspiel zunächst in eine sehr gedrückte Stellung geraten, konnte sich dann jedoch befreien und die Initiative übernehmen:
röder_keller
Röder hatte gerade mit 43. Sc3xe4 einen Bauern erobert und den Damentausch zur Entlastung der Stellung angestrebt. Martin verhinderte dies mit 43… c3!, was die Dame auf das passive Feld a2 treibt und den letztlich spielentscheidenden Königsangriff mit De5+ ermöglicht.

Die Gewinnpartie von Alexandr an Brett fünf gegen Rolf Killmer sicherte der ESG bereits den Mannschaftserfolg. Alexandr hatte in bereits vorteilhafter Stellung einen Springer erobert, was Killmer mit der Aufgabe der Partie quittierte. Dennis konnte am 3. Brett gegen Cron zudem ein weiteres Hälftchen beisteuern, obwohl er zwischenzeitlich einen Bauern verloren hatte. Den vollen Punkt zum 6:2-Endstand besorgte Josef am Spitzenbrett gegen Warschawskij, indem er sein Turmendspiel mit Mehrbauer und aktiverem König sicher zum Sieg führte.

[TM]

1. Bezirksliga: ESG III – Mettmann Sport 2 : 6

Die Drittvertretung hat das erwartet schwere Heimspiel gegen die deutlich favorisierten Gäste aus Mettmann mit 2:6 verloren und ist nun in den drei ausstehenden Runden gefordert, den Klassenerhalt zu sichern.

Gerade an den vorderen Brettern waren die DWZ-Unterschiede sehr deutlich. Folgerichtig fielen dort die ersten Entscheidungen zuungunsten der ESG: Dennis verlor an Brett drei gegen Tochtrop durch einen Doppelangriff eine Leichtfigur und musste sich ebenso geschlagen geben wie Thorben an Brett zwei, der gegen Meyer von einem Scheinopfer überrascht wurde.

Ein Lichtblick auf Seiten der Elberfelder war der Sieg von Renè am 8. Brett gegen Weyer. Mit kompromisslosem scharfem Angriffsspiel hatte sich der ESG-Ersatzmann eine vorteilhafte Stellung erspielt:
niebergall_beyer
Renè spielte Db7, was Weyer mit dem Bauernvorstoß d3 beantwortete. Sichtlich überrascht von dieser Antwort, stutzte Renè kurz, bevor er mit Df7 seinen Gegner mattsetzte.

Martin (Brett sieben gegen Hiltmann) und Peter (Brett sechs gegen Hartwig) konnten zudem je ein Hälftchen zum Mannschaftsergebnis beitragen, bevor die noch ausstehenden Partien allesamt an die Gäste gingen. Josef mühte sich am Spitzenbrett vergeblich, das Endspiel mit einem Minusbauern gegen Griebl noch zu retten, und auch Alexandr konnte sein Endspiel gegen Schatzschneider nicht halten.

Sehr unglücklich aus ESG-Sicht verlief die Partie von Lukas gegen Stanislowski am 4. Brett. In optischer guter Stellung hatte Lukas das Remisangebot seines Gegners abgelehnt, das folgende Turmendspiel dann jedoch schon mit Nachteilen bestreiten müssen. Eine sich bietende Remischance übersah der Student und gab nach knapp fünf Stunden Spielzeit in verlorener Stellung auf.

[TM]

1. Bezirksliga: SF Vonkeln II – ESG III 4,5 : 3,5

Die Drittvertretung hat in der 1. Bezirksliga keinen guten Start ins neue Jahr erwischt. In Cronenberg lieferte man sich einen offenen und bis zuletzt spannenden Mannschaftskampf mit den heimischen Schachfreunden Vonkeln, die am Ende knapp triumphierten.

Die ESG geriet nach knapp zwei Stunden in Rückstand, als Thorben an Brett zwei gegen Felix Wassermann in positionell etwas schlechterer Stellung unnötig einen Bauern einstellte und die Partie daraufhin konsterniert aufgab. Kurze Zeit später verständigte sich Martin am 7. Brett mit seinem Gegner Dirk Schmidt in ausgeglichener Stellung auf Remis.
Die Führung der Gastgeber egalisierte Josef am Spitzenbrett, der seinen Gegenüber Andre Thomann mit druckvollem Spiel ins folgende Endspiel zwang:
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Die Verlockung, Txh4 zu spielen und sich damit verbundene Freibauern zu schaffen, ist natürlich groß. Unser Altmeister hatte jedoch einen besseren Plan und zog Tc8!, was den schwarzen Damenflügel für den Rest der Partie lähmt und jedwedes Gegenspiel unterbindet. Dies erkannte auch Thomann und gab auf.

An Brett fünf verständigte sich Alexandr mit Lisa Molitor im Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern auf eine Punkteteilung, sodass es nach vier Entscheidungen im Mannschaftskampf 2:2 unentschieden stand. Eine unglückliche Niederlage musste dann jedoch Peter am 6. Brett einstecken. Der ESG-Mannschaftsführer hatte gegen Rolf Lindemann einen Bauernverlust zu verdauen und versuchte diesen durch forsche Angriffe zu kompensieren. Dabei geriet er jedoch in eine Fesselung, die ihm die Qualität kostete und damit auch zur Aufgabe der Partie nötigte.

Seinen spannungsmäßigen Höhepunkt erlebte der Mannschaftskampf in den drei noch ausstehenden Partien, die teilweise kuriose Spielverläufe boten. So hatte Dennis am 3. Brett im Damengambit keine Kompensation für den geopferten Bauern erhalten und musste im Turmendspiel ums Remis kämpfen. Fast hätte er dort einen weiteren Bauern verloren, da unterlief Vonkeln-Akteur Wolfgang Kuhn ein Fehler, den Dennis zum Turmtausch und dem Gewinn zweier Bauern nutzte. Nun war es Kuhn, der ums Remis kämpfen musste, und dies dank der Opposition auch schaffte.

Noch spektakulärer verlief die Partie an Brett acht zwischen Thomas Symank und Vonkelns Mannschaftsführer Frederic Baier. Beide Spieler gerieten bereits vor dem 30. Zug in Zeitnot, wobei Thomas die besseren Züge fand und bereits einen Turm mehr hatte, bevor er wiederum eine Leichtfigur verlor. Schließlich wurde die folgende Stellung erreicht:
baier_symank
Mit Kf8 oder Te8 ist die Partie leicht zu gewinnen. Thomas spielte jedoch das verführerische Txc6, was optisch sehr gut aussieht, da Schwarz auf h1 mit Schach umwandeln kann, wenn der weiße König zurückschlägt. Baier antwortete allerdings mit b7! und konnte somit tatsächlich noch eine Punkteteilung erzwingen.

In der letzten noch laufenden Partie erreichte Lukas (Brett vier) gegen Leckebusch eine vom Spielverlauf her beachtliche Punkteteilung, die jedoch auch die Niederlage der Elberfelder Gäste besiegelte.

[TM]

1. Bezirksliga: SF Anna ’88 – ESG III 5,5 : 2,5

Die Drittvertretung kassierte am Sonntag bei den Schachfreunden Anna die zweite Saisonniederlage und muss sich nach einer sorgenfreien Vorsaison nun möglicherweise doch auf einen ungemütlichen Abstiegskampf einstellen.

Thomas Falk wurde am 8. Brett von Clemm mit einem Läufereinschlag auf h7 überrascht und verstrickte sich mit seinem König kurz darauf in einem Mattnetz. Auch Josef musste am Spitzenbrett eine Niederlage verkraften, nachdem er in ordentlicher Stellung einen zu passiven Zug gespielt und Kuhnhenn damit die Initiative überlassen hatte. Annas Spitzenkraft nutzte diese Ungenauigkeit gnadenlos aus und wickelte die Stellung gekonnt in ein gewonnenes Turmendspiel ab. Nachdem auch Thorben an Brett zwei die Segel streichen musste – er hatte gegen Monastyrjow zu keinem Zeitpunkt so richtig in die Partie gefunden – und Martin am 7. Brett gegen Kramp ein kompliziertes Endspiel mit zwei Bauern gegen Kramps Springer nicht zum von ihm erhofften Erfolg führen konnte, lagen die Gastgeber bereits 3,5:0,5 in Front.

Immerhin konnte Dennis am 3. Brett gegen Richert in einer von beiden Seiten mit offenem Visier geführten Partie einen schönen Sieg einfahren. Eine Aufholjagd gelang den ESG-Akteuren indes nicht mehr, zumal Alexandr an Brett fünf gegen Rauter durch Zeitüberschreitung unterlag und die Zeitnotschlacht am 5. Brett zwischen Lukas und Jürgen Wencki mit einer Punkteteilung endete. Die längste Einzelpartie des Mannschaftskampfes trugen Harald und sein Gegenüber Passon am 6. Brett aus. Nach dem 59. Zug von Schwarz (Harald) ergab sich folgende Brettstellung:

Passon-Kurz

Andreas Passon dachte 25 Minuten lang nach und spielte schließlich Kc4 mit Remisangebot – Harald nahm nach kurzer Bedenkzeit an. Shredder empfiehlt die Variante
60. Kc4 Kh4
61. Tc3 Kg3
62. Kb3 Te3
63. Kc2 Kf2
64. Kb3 Te5
mit passablem aber wahrscheinlich nicht gewinnbringendem Vorteil für Schwarz (-0,43 BE).

Mit dem Remis wurde die 2,5:5,5-Niederlage der ESG besiegelt. Der Mannschaftskampf am 4. Advent (21.12.) gegen den Ohligser TV bekommt somit schon richtungsweisenden Charakter im Kampf um den Klassenerhalt.

[TM]