Vereinsmeisterschaft,…

… die zweite Runde, fand am vergangenen Freitag im Luftschloss statt.

Eine höchstinteressante Partie zeigten Gerhard Arold (mit den weißen Figuren spielend) und Martin Keller (mit den schwarzen). Nach kleineren beidseitigen Ungenauigkeiten entstand ein verwickeltes Mittelspiel. Hier übersah Martin einen taktischen Schlag des Weißen, der nach der Partie noch lange analysiert wurde, konnte zwar das materielle Gleichgewicht wahren; aber Gerhard erhielt das druckvollere Spiel und wickelte dann folgerichtig in ein Endspiel ab. Der „Elektrobaukasten” meint hier noch eine Ungenauigkeit des Weißen zu erkennen, und gibt Martin noch Möglichkeiten, sich zu verteidigen, aber in der Realität fand der Schwarze nicht den richtigen Weg und musste alsbald quittieren.

Am anderen Brett kam es zur Wiederauflage der denkwürdigen Begegnung in der Vereinsmeisterschaft des Vorjahres zwischen Thomas Symank und Thomas Falk, wieder mit der gleichen Farbverteilung. Damals konnte Thomas Falk mit den schwarzen Figuren einen Vorteil in der französischen Eröffnung herausarbeiten und davon im Mittelspiel profitieren und so ein remis erringen. Auf dieses Experiment wollte sich Thomas Symank dieses Mal nicht einlassen und eröffnete mit d4.
Die Partie entwickelte sich nicht weniger scharf als die des Vorjahres, und im 14. Zug zog weiß hier fehlerhaft Se4

T. Symank vs T. Falk nach 13. ... dxe5
T. Symank vs T. Falk nach 13. … dxe5

Schwarz hätte (laut Computeranalyse) f5 spielen müssen (Shredder bewertet die Stellung dann mit -1,48), doch schwarz glaubte an den Zug g4 und vergab den Vorteil. Den Zug f5 fand schwarz dann weniger Züge später, da war er jedoch nicht mehr korrekt, und weiß bog in die Siegesstraße ab, von der er auch nicht mehr abgeriet.

In den weiteren Partien siegte Heiko Kessler über Markus Biedermann, sowie Alfred Güthler über Lukas Heynck.
[TF]

Der Pokal hat seine eigenen Gesetze…

Eines haben Schach und Fußball jedes Jahr zum Ende des Sommers immer wieder gemeinsam: Der Pokal und nicht die Liga eröffnet die neue Spielsaison. Ist beim „Rasenschach“ die Mannschaftsstärke mit elf Spielern immer gleich, wird sie beim Schach von acht Mannschaftsspielern in der Meisterschaft im Pokal auf die Hälfte – sprich vier Spieler – „reduziert“.

In der ersten Runde des Viererpokals des Schachbezirkes Bergisch-Land waren fünf Teams der Elberfelder Schachgesellschaft 1851 am Start. Zwei Mannschaften qualifizierten sich fürs Achtelfinale im Oktober. Unsere Erste durch einen 3:1 Erfolg über das Solinger Quartett vom OTV 1888 und unsere Vierte durch ein 2:2 Unentschieden bei besserer Berliner Wertung gegen die Schachfreunde aus Remscheid-Lennep. Ebenfalls Unentschieden spielte überraschend unsere Zweite gegen die Vierte von der BSW Wuppertal. Mit zwei Siegen an den beiden Spitzenbrettern sprach hier allerdings die Berliner Wertung gegen uns und für unsere Gäste. Ausgeschieden sind ebenfalls unsere dritte und fünfte Mannschaft. Gegner waren die Reserve des Solinger Bundesligisten, beziehungsweise der letztjährige NRW-Qualifikant, die Schachgesellschaft Velbert.

Unsere Erste trifft nun auf die Schachfreunde Anna vom Wuppertaler Laurentiusplatz. Der Bezirksligist ist eine wohl lösbare Aufgabe. Ein Hammerlos zog dagegen unsere Vierte mit der Ersten von der BSW Wuppertal. Das Team ist Pokalverteidiger im Bezirk und NRW-Finalist. Mit zwei Internationalen Meistern im Kader ist das BSW Quartett im zweiten Wuppertaler Duell ein wohl unüberwindbarer Gegner beim Spiel um den Einzug ins Viertelfinale.

Im Heimspiel gegen die in der 2. Bezirksliga spielenden Ohligser vom OTV ’88 war unsere Erste vor Spielbeginn der klare Favorit. Aber Vorsicht war geboten, denn wie im Fußball gilt auch beim Schach: „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze.“ Erst recht, wenn man das erste Brett „freilassen muss“ und somit bereits 0:1 hinten liegt. Bei einem Unentschieden hätte die Berliner Wertung wohl immer für unser Team das direkte „Aus“ bedeutet. Konzentration und große Achtsamkeit waren von unseren drei Spielern verlangt. Einen weiteren Partieverlust durfte man sich nicht erlauben. Diese Anspannung waren allen ESG-Akteuren von den Gesichtern abzulesen, während der OTVer Ralf Baumann nach seinem kampflosen Sieg Optimismus verbreitete. Doch dann fiel der Ausgleich.Youngster David Bachmann hatte am Brett vier seinen Gegner Sebastiano Colajanni mit den schwarzen Steinen bezwungen. Auch an den anderen beiden Brettern sah es gut für uns aus. Man durfte optimistisch sein. Im 31. Zug reichte der OTV-Spieler Kasim Zymeri am Brett zwei Heiko Kesseler die Hand zur Aufgabe. Die Wahl zwischen „Matt“ oder „direkter Damenverlust“ waren der Grund für Schwarz zu resignieren. Die 2:1 Führung war perfekt. Nun kam es auf unseren Neuzugang Achim Tymura an. Remis reichte bereits zum Sieg und Weiterkommen. Aber es sollte mehr werden. Mit Routine setzte der ehemalige Hagener Spieler den OTVer Roland Jorke immer mehr unter Druck. Seine weißen Figuren beherrschten das 64feldrige Schachbrett so sehr, dass sein Gegenüber konsequenterweise Achim die Hand als Zeichen der Aufgabe schüttelte. Achims erster Sieg im ersten Spiel für die ESG. Besser geht es nicht. Gratulation. Der 3:1 Erfolg war perfekt.
[HK]

Für die zweite Mannschaft ging der Spieltag unglücklich aus. In der Aufstellung Michael Podder, Andrea Schmidt, Lukas Heynck und Ludger Schmidt starten die ESG II optimistisch in den Mannschaftkampf gegen BSW IV, gewannen letztendlich jedoch an den falschen Brettern. Während Ludger und Lukas an den hinteren Brettern gewannen, mussten Michael und Andrea an den oberen Brettern Niederlagen einstecken. So stand es zwar 2:2, aber die Berliner Wertung sprach mit 3:7 gegen uns, da der Gegner an den oberen Brettern gewonnen hatte, und somit auch den Mannschaftkampf für sich entschied.
[LH]

Wegen Terminkollision in Solingen hätte die ESG III schon am vergangenen Sonntag antreten sollen. Vielleicht war ein Termin im August noch zu früh, vielleicht hatte die Saisonauftaktsfeier noch nicht ihre Wirkung entfalten können, so dass sich vier Spieler finden ließen, die nach Solingen reisen wollten, um den anderen ESG-Mannschaften vorwegzugehen und den Weg zum Pokal aufzuzeigen. Die Begegnung musste leider kampflos aufgegeben werden.

«JT zum Quadrat» lautete die Geheimrezeptur und das Erfolgsrezept der ESG IV in der Pokalbegegnung gegen Lennep I, sprich Josef Krük und Thorben Mantler, aus der ESG III, die sich wegen der kampflosen Aufgabe der ESG III nun an die Bretter der ESG IV setzen konnten, sowie Josef Komeinda und Thomas Falk aus der ESG IV. Die anfänglich Hochrechnung des neuen Mannschaftsführers der ESG IV, Thomas, mit Besetzung der Bretter 1 und 2 durch Josef Krük und Thorben Mantler mindestens ein Unendschieden gegen Lennep I, die ebenfalls wie ESG IV in der zweiten Bezirksklasse spielt, in der Tasche zu haben und dank der Berliner Wertung weiter zu kommen, zerschlug sich schnell, hat Lennep doch mit Erik Stokkentreeff und Frank Freese zwei starke Spiele mit 1780-1790 DWZ in ihren Reihen – es musste an allen Brettern gekämpft werden.

Und so legte sich Josef Komeinda auch gleich mit den weißen Figuren an Brett 3 (die Begegnung fand zwar in Lennep statt, die ESG IV hatte jedoch Heimrecht – sonst hätten vier ESG-Mannschaften im Luftschloss gespielt) ins Zeug und wollte in eine Art Schnellschach den ersten Punkt einfahren, griff dann in guter Stellung ungestüm den gegnerischen König an und stellte einen Läufer ein – die Partie war wohl verloren, sollte seinem Gegenüber, Klaus-Dieter Koch, nicht das gleiche Missgeschick unterlaufen. Josef kämpfte jedoch unverdrossen weiter.

An Brett vier kam Thomas relativ früh zu einem Mehrbauern, weil sein Gegenüber, Kim Ungermann Sc3-a4 spielte und die Deckung seines e4-Bauern aufgab. Ungermann bekam die Dominanz am Damenflügel; Thomas konnte jedoch gegenhalten und durch Leichtfigurenabtausch den Einfall auf dem Damenflügel verhindern, wollte er doch damit auch den Mehrbauern stärker zur Geltung bringen. In leicht besserer Stellung (lt. nachträglicher Computeranalyse) opferte Ungermann seinen Läufer auf h6 und ermöglichte seiner Dame das Dauerschach auf h6 und g6. Damit war ein halber Zähler im Säckchen.

Auch wenn lt. DWZ Thorben Mantler und Frank Frese auf Augenhöhe sind, wusste Thorben, dass er mit den weißen Figuren gewinnen musste, sollte die ESG IV weiterkommen, und so spielte er aktiv auf, hatte stets leichte Oberhand und lockte die gegnerische Dame ohne Staffage weit nach vorne auf den Königsflügel, bis die Jagd auf sie im 21. Zug mit g5 begann.

Thorben

Sie musste immer neue Rückzugsfelder finden und wurde bis auf die Grundlinie zurückgedrängt. In diesem „napoleonischen“ Rückzug griff Frank Frese einmal daneben, und Thorben konnte den Sieg einstreichen.

Auch Josef Krük dominierte lange mit den schwarzen Figuren (auch wenn er auswärts an Brett 1 die weißen Figuren haben wollte) die Partie gegen den holländischen Schachfreund Stokkentreeff…

Erik Stokkentreeff (li) und Josef Krük (re) im Hintergrund Thorben Mantler
Erik Stokkentreeff (li) und Josef Krük (re) im Hintergrund Thorben Mantler

… konnte die Qualität gewinnen, und hatte die Hegemonie am Königsflügel, jedoch konnte weiß das Bauerngleichgewicht am Damenflügel leicht zu seinen Gunsten stören und bot remis an, vielleicht in Unkenntnis, was das für die Berliner Wertung bedeuten würde – nicht so die ESG: remis an Brett 1 reicht, und Josef nahm an. Nun konnte auch der jüngere Josef am Brett 3 seine Partie zum Gesamtunentschieden verloren geben, aber dank Berliner Wertung mussten die ESG-Recken nicht ins Blitz-Stechen, sondern konnten mit der Fahrkarte ins Achtelfinale nach Hause fahren.

Irrungen und Wirrungen dagegen in der ESG V, traten sie doch nur mit Samuel Haringer und Benedikt Abel an den Brettern zwei und drei an. Doch zeigten sie Kampfgeist und ließen sich nicht davon abschrecken, dass nur das Losglück sie in die nächste Runde bringen würde, denn selbst wenn sie ihre Partien gewonnen hätten, stände es unentschieden, auch nach Berliner Wertung. Das hieße, zweimal im Blitzen gewinnen, und wieder hätte es unentschieden nach Brettpunkten und nach Berliner Wertung gestanden – da hilft dann nur noch Fortuna. Sie setzte sich jedoch ans Velberter Brett, und die ESG V schied ebenfalls aus dem Pokal aus.
[TF]

Es wird wieder geblitzt…

Gestern fand die erste Blitzrunde der neuen Saison statt, sowohl in der Jugend, als auch bei den Senioren. Die Blitzrunde der Jugend gewann Carl Vorwerk, bei den Senionen siegte Frank Noetzel. Beide holten dabei 100%.

Unsere Blitzrunden finden immer am ersten Freitag des Monats statt (Jugend um 17 Uhr, Senioren und 19 Uhr). Interessente und Schachfreunde sind herzlich eingeladen, an unseren Blitzrunden teilzunehmen und auch mal zu versuchen, die 100% zu holen.
[LH]

Vereinsmeisterschaft

Am gestrigen Freitagabend fand die erste Runde der neuen Vereinsmeisterschaft statt. Alle Infos findet Ihr unter Termine und Turniere in der entsprechenden Rubrik.

Wie die Auslosung es so wollte, entpuppte sich die erste Runde größenteils jeweils als ein Match zwischen Mannschaftskollegen. Es spielten Gerhard Arold und Lukas Heynck aus der zweiten, Alfred Güthler und Thomas Symank aus der dritten, sowie Thomas Falk und Markus Biedermann aus der vierten Mannschaft gegeneinander. Somit war der Auftakt der Vereinsmeisterschaft gleichzeitig eine Aufwärmung unter Mannschaftskollegen für die anstehenden Mannschaftskämpfe der jetzt wieder beginnenden Saison.

In der Partie Gerhard Arold gegen Lukas Heynck kam die italienische Variante Giuoco pianissimo (zu deutsch „sehr ruhiges Spiel“) aufs Brett. Wie sich jedoch herausstellte, kann diese Variante alles anderes als ruhig verlaufen. So suchte Lukas (schwarz) in der Partie mit dem Bauernvorstoß 5. … d5 zu früh die Initiative…
Arold-Heynck
… und bekam nach 6.exd5 Sxd5 7.0-0 0-0 8.Te1 Schwierigkeiten seinen Bauern auf e5 zu verteidigen. Weiß konnte anschließend nach einigen taktischen Schlagabtäuschen durch Materialvorteil das Spiel für sich entscheiden. Eröffnungstechnisch sehr lehrreich, aber soviel zum Thema „sehr ruhiges Spiel“ 😉

Ebenfalls mediterran spielten Thomas Falk und Markus Biedermann sizilianisch. Die entgegengesetzten Rochaden versprechen ein scharfes Spiel, doch verlief die Partie lange materiell ausgeglichen mit leichten Vorteilen für weiß auf dem Damenflügel. Daher versuchte Thomas auch früh ins Endspiel abzuwickeln, um die Dominanz am Damenflügel auszuspielen, und lehnte das Remisangebots seines schwarzen Mannschaftskollegen ab. Im 32. Zug spielte er jedoch etwas zögerlich b3.
Falk-Biedermann
Markus hätte hier mit b4 den Damenflügel abschließen und das Remis sichern können, spielte jedoch noch zögerlicher Lf5 und erlaubte den weißen Durchbruch am Damenflügel mit dem Bauernhebel a4. Im weiteren Verlauf musste Markus seinen Freibauern aufgeben, um den weißen Freibauern auf dem Damenflügel zu stoppen. Mit der Aufgabe des Zentrums fiel dann auch der Königsflügel und Schwarz gab auf.

Die vierte Partie des Abends Martin Keller gegen Heiko Kesseler (NICHT selbe Mannschaft) wurde verlegt.
Die zweite Runde findet in 2 Wochen am 11. September statt – Verlegungswünsche bitte rechtzeitig mit dem Gegner absprechen und die Spielleitung informieren.
[LH & TF]

Ein voller Erfolg…

… war der Saisonauftakt.
Sechzehn Schachfreunde kamen trotz schwülwarmen Wetters zur ersten Saisonauftaktsfeier in der Geschichte der Elberfelder Schachgesellschaft, um sich mit einem fünfrundigen Blitzturnier nebst Rahmenprogramm auf die kommende Saison mental einzustimmen.
Vizevorsitzender Frank Noetzel begrüßte die Schachfreunde mit mitreißenden Worten, die er wie er zu verstehen gab, aus dem Stegreif fand und machte es so dem 1. Spielleiter Thomas Falk leicht, mit Hinweisen auf Änderungen im Regelwerk und kleinen Exkursen (wie ging nochmal der formvollendete Remisantrag ?) auf die neue Saison einzustimmen.
Der frisch gebackene Pressereferent Heiko Kesseler warb in seiner ihm bekannten Art um mehr Artikel und erklärte das ABC des Artikelschreiben, zu finden auf der internen Seite.
Bevor es an die Bretter ging, erläuterte der ebenfalls frisch gekürte 2. Spielleiter Lukas Heynck die Änderungen und Hintergründe im Turnierbereich der Elberfelder Schachgesellschaft. So wird der Spielbeginn der Turniere zur Erhöhung der Aktraktivität um eine Stunde auf 19:00 vorverlegt und somit auch das Ende der Partie.
Das fünfrundige Blitzturnier nach Schweizer System mit 10 Minuten Bedenkzeit verlief ohne schachliche Überraschungen, nicht jedoch ohne schachliche Höchstleistungen.

Unter kritischen Blicken führt Alfred Güthler die weißen Figuren gegen Peter Wiesemann
Unter kritischen Blicken von Bernd Mühlinghaus und Thomas Symank führt Alfred Güthler die weißen Figuren gegen Peter Wiesemann (weitere Impressionen in der Galerie)

Dafür sorgte nicht nur die doppelte Bedenkzeit, konnte man sich doch zwischen den Partien mit Schrippen stärken. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Nicole Burmitsky, die mit Lukas Heynck für das Buffet sorgte, sowie an Thomas Symank für den Nachtisch.
Am Ende siegten punktgleich mit jeweils 4,5 Punkten Gerd Kurr und Reiner Odendahl. Den dritten Platz sicherte sich Heiko Kesseler mit 3,5 Punkten.
[TF]

Spielsaison 2015/2016: Alle Daten, alle Fakten …

„Nach der Saison ist vor der Saison“. Eine Weisheit die auch im Schach ihre Gültigkeit hat. Bereits eine Woche nach Meldeschluss der Spielerrangfolgen sind jetzt alle Vereinsmannschaften aus NRW auf dem „portal64“ im Internet veröffentlicht. Dazu alle DWZ-Zahlen, alle Spieltermine und alle Spielorte mit Adressen. In den Archiven der früheren Spielzeiten übrigens auch die Daten und Resultate der Vergangenheit.

Unser erste „Acht“ spielt nach ihrem Abstieg nun in der Regionalliga des Schachverbandes Niederrhein. Das Team von Brett Eins bis Acht: Reiner Odendahl, Helge Hintze, Frank Noetzel, Gerd Kurr, Heiko Kesseler, Achim Tymura, Marco Kühne und Thomas Fuchs. Die Besetzung ist bis auf eine Veränderung identisch mit der Vorsaison. Für David Bachmann rückt Neuzugang Achim Tymura aus Hagen ins Team. Dennoch der angepeilte direkte Wiederaufstieg in die NRW-Klasse wird ein schweres Unterfangen. Zieht man den DWZ-Schnitt der jeweils besten acht Spieler jeder Mannschaft zu Rate, rangiert unsere Mannschaft mit 2105 Punkten lediglich auf den fünften Rang. Nominell am stärksten sind die Schachfreunde Gerresheim mit dem Top-Großmeister Yuri Solodovnichenko (DWZ 2616) am Spitzenbrett. Der ehemalige Zweitligist hat einen Schnitt von 2275 DWZ-Punkten. Dahinter folgt die Dritte des Solinger Bundesligisten SG Solingen (2204) mit sieben FIDE-Meistern.

Durch die enorme Verstärkung des Bundesligakaders wird die aufgestellte Mannschaft aus der Klingenstadt diesmal wohl in der Liga durchspielen. Fast alle Spieler der Dritten sind auch in der Reserve des zweimaligen Europapokalsiegers für die zweite Bundesliga nominiert. Dort darf man zweimal spielen bevor man mit der dritten Partie seine Spielberechtigung für die Regionalliga „verliert“. Mit ihren starken Kadern sind die beiden Clubs die großen Favoriten auf den Aufstieg in die NRW-Klasse. Nominell dahinter folgen das Team von Turm Krefeld (2151) und die Reserve vom Schachklub Düsseldorf (2144). Sie sind wie unser Team die großen Außenseiter auf den Aufstieg. Die weitere DWZ-Reihenfolge: 6. Schachfreunde Heinsberg (2089), 7. Tornado Hochneukirch (2041), 8. Ratinger Schachklub Reserve (2030), 9. Schachgemeinschaft Hochneukirch (2030) und 10. Schachverein Turm Kamp-Lintfort (2002). Wenn alles normal läuft, sollten diese Teams mit dem Aufstiegskampf nichts zu tuen haben.

Jeweils eine Mannschaft der Liga steigt auf beziehungsweise ab. Für jeden Absteiger aus der NRW-Klasse in den Schachverband Niederrhein steigt jedoch eine weitere Mannschaft ab. Mit dem PSV Duisburg und dem Ratinger Schachklub können allerdings maximal nur zwei Teams „zurückkommen“. Mit anderen Worten der siebte Tabellenplatz ist in der kommenden Saison auf jeden Fall das „rettende Ufer“. Das erste Spiel bestreitet unsere Erste vor heimischer Kulisse im „Luftschloss“ gegen Verbandsligaaufsteiger Ratingen II. Spieltermin ist Sonntag, 04.10.15. „Anpfiff“ ist im Gegensatz zur NRW-Klasse bereits um 10.00 Uhr. Schon in der zweiten Spielrunde muß man dann zum großen Aufstiegsfavoriten Gerresheim reisen.
(HK)