ESG I, II, III, IV…

… hieß die Losung beim letzten Mannschaftskampf der ESG I in der Spielsaison 2015/16. Stark ersatzgeschwächt mussten Reiner Odendahl, Helge Hintze, Heiko Kesseler, Achim Tymura und Thomas Fuchs nach Jüchen zur SG Hochneukirch ausrücken.

Für die ESG I ging es um nichts mehr, lag man doch vor dem letzten Mannschaftskampf auf dem vierten Tabellenplatz – zu weit von Plätzen entfernt, die Hoffnung auf einen Aufstieg nähren oder Angst vor dem Abstieg schüren würden. Dennoch wollte man die Bretter nicht unbesetzt gegen den Tabellenletzten und Abstiegskandidaten SG Hochneukirch lassen, für die es noch Hoffnungen gab, am Tabellenvorletzten vorbeizuziehen. So sind dann die Legionäre Lukas Heynck (ESG II), Dennis Peters (ESG III) und Thomas Falk (ESG IV) herbeigeeilt, um die Reihen der ESG I aufzufüllen. So wurde aus dem Mannschaftskampf der ESG I (fast) ein Vereinskampf.

„Gastgeschenke“ gibt es bei der Elberfelder Schachgesellschaft nicht, und so wurde an allen acht Brettern, wenn auch ersatzgeschwächt, unter den Augen eines Schachfreundes aus Heinsberg, der seine Schachfreunde „live“ vom Mannschaftskampf des Abstiegskonkurrenten berichten wollte, gekämpft.

Als erster willigte Reiner Odendahl am Brett 1 gegen Marcel Harff in ein remis ein – war das schon ein Omen für den Ausgang der Begegnung ? Am Brett acht hatte Thomas Falk mit Michael Aretz das schwerste Los der drei Legionären und kämpfte verbissen um seinen a-Bauern…

Aretz vs Falk nach 23. Dg3
Aretz vs Falk nach 23. Dg3

und entschied sich im 23. Zug die Verteidigung dieses Bauern aufzugeben, um die Mattdrohung abwehren zu können, und zog Dg6. Wenige Züge später musste er dann nach „berührt-geführt“ aufgeben.

Zum Glück konnte Helge Hintze mit einem Sieg über Norbert Esser den Ausgleich wieder herstellen,

Esser vs Hintze nach 31. ... Tf1
Esser vs Hintze nach 31. … Tf1

nachdem er mit beiden Türmen tief in die weiße Stellung eindrang, zog Esser Tf2, was Helge mit T7c1 beantwortete. Wenige Züge später gab weiß auf.

Es folgte am Brett 4 ein remis zwischen Achim Tymura und Patrick Kühn, und zwei Niederlagen am Brett 5 zwischen Thomas Fuchs und Dieter Komans, sowie am Brett 7 zwischen Dennis Peters und Olaf Rothberg. Dennis konnte zwar die schwarze gegnerische Dame mit dem Turm auf der 7. Reihe fesseln – es droht mit Dxh7 Matt. Für die Fesselung hatte Dennis eine Leichtfigur geopfert; doch gelang es schwarz mit seinen Türmen die weiße Königsstellung aufzureißen und die Partie für sich zu entscheiden.

So stand es bei noch zwei laufenden Partien (Lukas Heynck am Brett 6 gegen Hans Rombey und am Brett 3 Heiko Kesseler gegen Wilfried Harff) 4:2 für Hochneukirch. Das Brett 6 sah ganz hoffnungsfroh aus, nachdem Lukas in der folgenden Stellung

Rombey vs Heynck nach 29. Te1
Rombey vs Heynck nach 29. Te1

einfach 29. … Txe5 spielte. Im weiteren Verlauf konnte sich sein c-Bauer zu einem Freibauern entwickeln, der bis zur 6. Reihe vordrang und Anstalten machte, mit königlicher Unterstützung auch noch die letzten beiden Schritte zu machen. In Opposition gab der weiße König schließlich auf.

Dass bei der ESG gekämpft wird zeigte eindrucksvoll auch Heiko Kesseler am Brett 3 gegen den DWZ-besseren Wilfried Harff bei einem Stand von 3:4 aus Sicht der ESG, nachdem Harff Heiko dreimal remis anbot. Heiko lehnte aber jedes Mal ab, wollte doch noch für das Mannschaftsremis kämpfen und erreichte die folgende Stellung,

Kesseler vs Harff, w.
Kesseler vs Harff, W.

in der Harff nun Sd4 zog, was Heiko mit Sb3 beantwortete. Im weiteren Verlauf konnte Heiko nach Turmtausch in ein Endspiel mit jeweils einem Springer auf beiden Seiten einleiten und seine beiden verbleibenen Bauern auf g und h gegen den schwarzen h-Bauern mobilisieren und diesen schließlich erobern. Dennoch wehrte sich Harff vehement, verblieb doch die Chance, den eigenen Springer für einen Bauern so geschickt zu opfern, dass der andere dem König zum Opfer fallen würde. Geschickt konnte Heiko den gegnerischen Springer von diesem Vorhaben abhalten und so das remis für die Mannschaft retten, die dann doch noch den dritten Tabellenplatz erobern konnte.

[thf]

Interner ESG IV Mannschaftskampf

Schachfreunde der ESG IV,

zur Einstimmung auf die neue Saison (nun nach dem zweiten Tabellenplatz wieder in der 1. Bezirksklasse des Bergischen Landes, in der wir nun auch wieder an acht Brettern spielen werden, für die wir uns ein wenig verstärkt haben) möchten wir ein kleines, feines und internes Schnellschachturnier am Sonntag, den 17. Juli 2016 um 10:00 veranstalten. Näheres findet Ihr hier. Zuschauer und Talentsucher sind natürlich auch herzlich eingeladen.

[thf]

Гарри Каспаров

Der „Initiativkreis Mönchengladbach“, der schon namhafte Prominente wie Kofi Annan, Michail Gorbatschow, den Dalai Lama  und andere zu ihrer Vortragsreihe eingeladen hatte, lud nun zum 2. Juni den Ex-Schachweltmeister und das Schachidol einer ganzen Generation, Garri Kasparow, in die Kaiser-Friedrich-Halle nach Mönchengladbach ein, der über „What Leader can learn from Chess“ referierte.

Doch Kasparow kam nicht nur zum Vortrag nach Mönchengladbach, sondern auch um gegen 16 Schachspieler simultan zu spielen. Unter Ihnen der Elberfelder Thomas Falk, der sich die Teilnahme über die Aktion Lichtblicke sicherte – eine einmalige Gelegenheit für ihn, gegen den größten zu spielen und von ihm zu lernen.

Einer der Kasparowschen Thesen in seinem Vortrag war, dass Schachspieler (und eben nicht nur sie) Entscheidungen treffen müssen und das auch unter Zeitdruck. So auch in der Simultanpartie, bei der seine Gegner immer dann einen Zug machen mussten, wenn Kasparow an ihr Brett kam, so auch Thomas im 6. Zug.

Kasparow vs Falk nach 6. Lg2
Kasparow vs Falk nach 6. Lg2

Er hätte hier gern länger über den richtigen Zug nachgedacht; doch „forderte“ der Meister einen Zug und Thomas zog 6. … Se5, was zu forsch und unüberlegt war, weil es den Bauern auf d5 kostet. Das Kasparowsche Spiel war druckvoll, schnörkellos, effektiv, gnadenlos ohne eine Atempause, er selbst hochkonzentriert aufs Spiel – wunderbar mit anzusehen und ungemein viel mehr, es am Brett selbst zu erleben, so dass Thomas dann später noch die Qualität geben und schließlich mit dem Läufer die Deckung des Turms aufgeben musste, um, einen Bauern schlagend, das Matt abzuwenden, was er natürlich nur ein paar Züge hinauszögern konnte – zu groß die Überlegenheit von Kasparow.

Aber nach Kasparow, wie er es in seinem Vortrag nannte, sind wir alle Menschen und keine Computer wie Deep Blue, gegen den er verlor, die alles gnadenlos rechnen. So zeigte er menschliche Größe, als Thomas im 24. Zug beim Herannahen Kasparows an sein Brett bemerkte, das der Zug, den er ziehen wollte, nicht ging, und noch ein, zwei Sekunden nachdenken wollte; doch Kasparow, bemerkend, dass noch nachgedacht wird, ging einfach zum nächsten Brett weiter.

Es wäre mehr als vermessen gewesen, sich hier etwas anderes als eine klare Niederlage auszurechnen. Aber auch das ist etwas, was man meiner Meinung nach vom Schach lernen kann, sich der Aufgabe stellen und sich, wenn’s drauf ankommt, für seine Sache mit all den Kräften und Fähigkeiten einzusetzen, auch wenn das nüchterne Ergebnis von vornehinein bekannt ist. So lautete dann auch meine „Feinwertung“: zwei Stunden lang mit 35 Zügen Widerstand geleistet zu haben.

[thf]

Vereinsmeisterschaft 2016

Schachfreunde der ESG,

Die Spielsaison 2015/16 geht ihrem Ende zu, und die neue wirft ihre Schatten voraus. Um mit Sepp Herberger zu sprechen: „Nach der Saison ist vor der Saison“, siehe dazu auch „Umfrage zur abgelaufenen Saison“. Das heißt die Vereinsmeisterschaft 2016 rückt immer näher. Die erste Runde wird am 28. August 2016 ausgetragen.

Da in der kommenden Saison 2016/17 die Mannschaftskämpfe im Schachbezirk Bergisch Land mit Fischer-Inkrement (100/50/30) auf 40 erste Züge gespielt werden, werden auch die Partien der Vereinsmeisterschaft nun auch mit Fischer-Inkrement (90/30/30) auf 30 erste Züge gespielt.

Die Anmeldung zur Vereinsmeisterschaft findet Ihr hier.

Nota bene: Die erste Runde der Vereinsmeisterschaft ist auch gleichzeitig der Saisonauftakt, zu dem wir Euch alle herzlich einladen.

[thf]

Dähne-Pokal hoch 3

Gleich drei Spieler der Elberfelder Schachgesellschaft (Gerard Arold, Heiko Kesseler und Thomas  Falk) sind gestern nach Solingen ausgezogen, um im Dähnepokal anzugreifen. Nicht weniger als zehn Schachspieler hatten sich zum Pokal angemeldet – so viel wie schon lange nicht mehr.

Gestern wurden davon vier Partien ausgetragen, da sich Heiko derzeit in Reha befindet. Wir wünschen ihm auch dort großen Erfolg. Schachfreund Reinhard Schüler vom Vohwinkler SC zeigte schachliches Herz und Sportgeist und war bereit, nicht ausgelost, sondern gegen Heiko gesetzt zu werden. Heiko konnte die Partie gewinnen.

Auch Gerhard Arold hatte in der ersten Runden Glück in der Auslosung. Fortuna bescherte ihm Bernhard Fodor von SG Solingen als Gegner, und Gerhard hatte mit den schwarzen Figuren keine Mühen, sich gegen ihn durchzusetzen.

Weniger Glück mit der Auslosung hatte Thomas, der mit den schwarzen Figuren gegen den deutlich stärkeren Helmut Meckel antreten musste, ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und suchte seine Chancen, so auch in dieser Stellung.

Meckel vs Falk nach 20. 0-0
Meckel vs Falk nach 20. 0-0

und sah hier unter Abzug 20. … Tg5. Es folgten 21. Te1, Dd5, 22. Sf3, und Thomas freute sich über das Geschenk der Solinger Gastgeber. Das muss man dann jedoch auch noch zu Ende spielen, ohne dabei einen Turm einzustellen, und so lachte dann doch am Ende der Solinger.

[thf]

offene Vereinsschnellschachmeisterschaft 2016

Schnellschachfreunde der ESG,

nach dem durchaus positiven Erfolg des Schnellschachturniers am 1. Mai möchten wir nun zur Vereinsschnellschachmeisterschaft der Elberfelder Schachgesellschaft ausrufen. An zwei Freitagen werden insgesamt 7 Runden à 30 min Bedenkzeit nach Schweizer System gespielt.

Hier geht es zur Ausschreibung

[thf]

Pokal-Einzelmeisterschaft

Im Halbfinale der Pokal-Einzelmeisterschaft auf Niederrheinebene, siehe Pokal Einzelmeisterschaft, konnte sich am vergangenen Freitag der Elberfelder Recke Heiko Kesseler überraschend gegen den sicherlich als Favorit geltenden FIDE-Meister Marcel Harff im Blitz-Stechen durchsetzen und trifft nun im Finale auf Volker Bub, der sich ebenfalls eher überraschend gegen Eugen Heinert durchsetzen konnte.
Heiko dürfte gute Chancen haben, nun auch das Finale zu gewinnen, und wir drücken ihm dazu die Daumen.

[thf]

Blitz-Elo

dank dem Umstand, dass der Mannschaftsblitz auf NRW-Ebene nach Elo ausgewertet wird, ist unser 4er-Blitz (Reiner, Helge, Frank und Gerd) nicht nur 5. auf NRW-Ebene geworden, siehe NRW 4er Mannschaftsblitz , sondern nun haben in den Reihen der Elberfelder Schachgesellschaft auch Männer eine Blitz-Elo-Zahl:

Reiner Odendahl (2396), Helge Hintze (2333), Frank Noetzel (2289), Gerd Kurr (2190),

denn Andrea Schmidt hat schon seit 2013 eine Blitz-Elo-Zahl (aktuell 2039).

[thf]

Frank Noetzel ist Wuppertaler Stadtmeister 2016

FN

Gestern fand im Luftschloss die siebte und letzte Runde in der offenen Wuppertaler Stadtmeisterschaft 2016 statt. Die Würfel waren noch nicht gefallen, sondern alles war noch offen. Zu eng war das Teilnehmerfeld, um irgendwelche Prognosen oder gar Wetten abzuschließen. Und so wollte man sich auch in der entscheidenen Runde nichts schenken. Lediglich die Partie zwischen Martin Keller und Karsten Rauter, der die Begegnung für sich entscheiden konnte, wurde vor der ersten Zeitkontrolle entschieden. Am Ende kam es dann zum großen Showdown mit gleichzeitig vier Partien in Zeitnot, so dass Turnierleiter Thomas Falk gleich drei Hilfsschiedsrichter ernennen musste, um für die sich in Zeitnot befindlichen Spieler die Züge zu notieren.

In der vorletzten Runde konnte Frank Noetzel mit einem hauchdünnen Vorsprung von einem halben Zähler die Tabellenführung übernehmen; aber würde er diesen knappen Vorsprung über die siebte Runde retten können; denn sein Kontrahent in der letzten Runde am Brett 1 war kein geringerer als Titelverteidiger Reiner Odendahl. Man kennt sich aus unzähligen Begegnungen (wer würde sich besser vorbereiten), und dementsprechend vorsichtig und positionell tastete man sich an den Gegner heran, bis es im 30. Zug zur folgenden Stellung kam,

Noetzel vs Odendahl nach 30. Se1
Noetzel vs Odendahl nach 30. Se1

die nach Partieende bis spät in den frühen Morgen hinein im großen Kreis diskutiert wurde. Schwarz hat hier einen aktiven Turm auf der zweiten Reihe, während sein Pendant eher Verteidigungsaufgaben hat, wenn es weiß nicht gelingen würde, eine Linie für ihn zu öffnen. Ist vielleicht deshalb ein Schlagen des Läufers mit dem Springer auf d4 dann nicht tabu. All diese Überlegungen mussten kurz vor der Zeitkontrolle getroffen werden. Der Computer (Fritz 13) empfiehlt hier:  30. … Td2 (-0,19), Reiner zog hier 30. … Ta2, was der Computer noch mit 0,00 bewertet. Dementsprechend endete die Partie mit einer Punkteteilung, was Frank für den Titelgewinn reichte. Reiner wurde so Dritter.

Nicht im geringsten weniger spannend war die Begegnung auf „Augenhöhe“ am Brett 2 zwischen Gerhard Arold und Markus Boos, ständig wanderten die Blicke auf das Nachbarbrett, um zu schauen, wie es um die direkten Konkurrenten steht. Markus, der Tabellenzweite nach der sechsten Runde, musste unbedingt gewinnen, um sich Chancen auf den Titel ausrechnen zu können. Entsprechend offensiv führte er die schwarzen Figuren gegen Gerhard ins Feld, doch die Partie blieb lange Zeit ausgewogen mit Vorteilen mal für den einen, mal für den anderen, so dass sich nach dem 36. schwarzen Zug folgende Stellung ergab,

Arold vs Boys nach 36. ... Tdc8
Arold vs Boos nach 36. … Tdc8

auf die Gerhard den Hebel g4 anwandte. Im weiteren Verlauf konnte Gerhard dann die Partie gewinnen und so noch auf den zweiten Platz vorrücken.

Auch am Brett 3 zwischen Björn Augner und Heiko Kesseler wurde hart gekämpft. In seiner ihm typischen Art griff Heiko früh an und brachte seinen Gegenüber Björn

Augner vs Kesseler nach 11. Dh5
Augner vs Kesseler nach 11. Dh5

mit 11. Dh5 ins lange Grübeln, was Heiko ein vielleicht entscheidendes Zeitpolster verschaffte, auf den Björn die Antwort 12. Sd5 fand. Der Computer schlägt hier schlicht h4 vor. Es wurden zwei Springer und die Damen getauscht, und Heiko erlangte Stellungsvorteil. Zwar versuchte Björn mit beiden Türmen in das schwarze Lager einzudringen,

Augner vs Kessler nach 32. Le3
Augner vs Kessler nach 32. Le3

Heiko fand hier (wie der Computer vorschlägt) den Zug 32. … Tc5 und gab die Qualität, um das Eindringen zu verhindern. Es gelang ihm dann, den weißen Turm so zu umwickeln (im Zuge dessen fiel dann noch ein weißer Bauer), dass dieser gar nicht mehr mitspielen konnte. Mit diesem Materialvorteil und der Initiative ging es dann in die Schlussphase der Partie, und das Blättchen entschied für Heiko, der Fünfter im Klassement wurde, Björn Neunter.

Nicht nur an den vorderen Brettern, sondern auch an den anderen wurde positionell gespielt, so auch in der Partie zwischen Uwe Kowalzick und Nikolaj Karpenko, in der anfangs Uwe die Initiative hatte.

Kowalzick vs Karpenko
Kowalzick vs Karpenko

Ist hier irgendwo ein Durchdringen für weiß mit dem Bauernhebel f4, wie von Uwe ausgeführt, möglich ? Der Computer schlägt hier den Bauernhebel auf dem Damenflügel b4 vor und sieht weiß mit +1,1 vorn. Nikolaj verteidigte sich jedoch zäh, so dass Uwe etliche Züge später mal remis anbot, was Nikolaj ablehnte, da er einen Plan hatte, wie er die Dominanz am Königsflügel erzwingen konnte. Es gelang ihm dann, alle Figuren abzutauschen, so dass der nackte weiße König sich dort seinem Widersacher mit zwei Bauern im Gefolge gegenübersah, und Uwe gab auf.

Nicht unerwähnt bleiben soll die Partie zwischen dem ESG-Altmeister Josef Krük und ESG-Jungstar Lukas Heynck, der ein Feuer auf dem Brett entfachte, indem er eine Leichtfigur, durch 10. Sxc5 für drei Bauern gab und dem weißen König die Rochade vermasselte, was der Computer jedoch mit einem leichten Vorteil für weiß wertet. Aber würde das gegen einen alten Hasen reichen. Im weiteren Verlauf der Partie ließen beide das eine oder andere Mal gewinnbringende Züge links liegen, so dass Josef ihm dieses Mal (noch) zeigte, dass es noch nicht reicht, und sicherte sich mit einem wunderschönen Dauerschach mit zwei Damen das remis in der folgenden Stellung,

Krück vs Heynck nach
Krück vs Heynck nach 34. Dh5+

da sich Schwarz auf 34. Dh5+ nicht traute , wie vom Computer vorgeschlagen, Ke6 zu spielen, sondern Dg6, so dass 35. Dd5+, De6; 36. Dh5+, Dg6,… folgten. So sicherte Josef sich den 1. Raitingpreis der zweiten Gruppe.

So ging dann gestern erfolgreich die offene Wuppertaler Stadtmeisterschaft 2016 zu Ende. Die Titel und Preise gingen an:

  1. Platz: Frank Noetzel
  2. Platz: Gerhard Arold
  3. Platz: Reiner Odendahl

Die Raitingpreise gingen an:
DWZ<2000: 1. Heiko Kesseler, 2. Falk König
DWZ<1833: 1. Josef Krük, 2. Siebert Richert
DWZ<1656: 1. Peter Wiesemann, 2. Thomas Bratz

Wir gratulieren und bedanken uns bei allen Teilnehmern.

Die weiteren Ergebnisse hier, und die Impressionen in der Galerie.

[thf]